• Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

  • Was rauscht und brummet deine Flutt
    Du helle Bach/ im Mittel dieser Auen.
    Du kanst das süsse Kind Climenen täglich schauen.
    Was hat bey solchem edlen Gutt
    Sich zu beschweren deine Flutt?

    Was klaget sich dein zarter Mund/
    Du Feder-Schaar/ in dieser grünen Hecken?
    Besinge deine Brunst/ sie kommt dich zu entdecken.
    Wo solche Zeugen sind vergunnt/
    Was klaget sich dein zarter Mund?

    Ihr Lüffte/ was beseufftzet ihr/
    Die ihr den Ort im Sommer pflegt zu kühlen?
    Ihr könt nach eurer Lust um ihre Wangen spielen.
    Ach/ wär ich Wind und Lufft/ als ihr/
    Wie wohl gerathen wäre mir!

    II. Anemons und Adonis Blumen 36
  • Hans Aßmann von Abschatz
    LYRIK - operone