• Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)

  • Himmel/ der mit so viel Augen ob uns unermüdet wacht/
    Als du hell-beglänzte Lichter steckest aus bey brauner Nacht/
    Warum regnet auff die Bösen deines Segens Uberfluß/
    Wenn die Unschuld dürren Mangel/ harte Sorge tragen muß.
    Aber was will ich ergründen deinen unerschüpfften Sinn/
    Der ich nichts als Staub der Erden/ nichts als Rauch und Schatten bin?
    Kan nicht diß/ was Freude scheinet/ andern Plag und Ungedeyn/
    Was vor Unglück wird gehalten/ unser Nutz und Bestes seyn?
    Ich bemühe mich vergebens zu ergründen deinen Sinn/
    Der ich nichts als Staub der Erden/ nichts als Rauch und Schatten bin.

    III. Himmelschlüssel oder Geistliche Gedichte 86
  • Hans Aßmann von Abschatz
    LYRIK - operone