Lyrik


Gedichtzeilen Er

Er aber die Erquickungsreiche tiefLenau
Er aber hat es vorgesehn und vorgedacht,Rückert
Er aber sprach: Das Herz hat zwei verschiedne Stände;Rückert
Er aber unterthan bald der bald jener bliebe.Rückert
Er aber weiß um sie, sie sind ihm nicht entrissen.Rückert
Er aber, der am Tag war seines Volkes Hirte,Rückert
Er angelt sie heraus und zittert nicht einmal,Rückert
Er auf und schwingt den Stutz.Lenau
Er Bäume pflanze, zwar dem Vogel nicht zu Liebe,Rückert
er besser werden will, ist und wird es zugleich.Rückert
Er betete mit ihr so selig fromm,Lenau
Er bettelt nicht, gelehnt auf seinen Bettlerstab,Rückert
Er bettelt um den Augenblick,Lenau
Er blicket nur hinauf, um sie herab zu locken,Rückert
Er blickt so traurig um sich her,Lenau
Er blickt von dort mich an, wo auf die Sonne geht,Rückert
Er blickt, alsob er sie mit seinen Augen weide,Rückert
Er brachte ihr, als reiche Morgengabe,Lenau
Er breitet sich im öden RaumLenau
Er bricht hervor dort und beleuchtetLenau
Er dacht’ im stillen Kreis an seinen lauten Troß,Rückert
Er dachte nach, da trat von neuem ein der Hirte,Rückert
Er dachte: Fahret hin! ihr seyd des Glückes Gabe;Rückert
Er dachte: würde doch der unsichtbare GrundRückert
Er darf an Gottes Sonne nicht erwarmen;Lenau
Er darf dem Lernenden nicht zeigen seine Lücken,Rückert
Er darf die Feder nicht zu andern Federn legen,Rückert
Er denkt an Zeit und Tod.Lenau
Er denkt in seiner Sfär? alswie in deiner du;Rückert
Er denkt: wär' ich der Hund, der gleiche Sorge fühltRückert
Er dient dem Freund, dem Haus, der Stadt, dem Staat, der Welt.Rückert
Er dient zu hemmen dich, und vorwärts dich zu locken.Rückert
Er drechselt, boßelt, schnitzt, macht Flöt' und Flötenuhr,Rückert
Er drückt das Herz dir ab, das sich daran will laben;Rückert
Er eben will, und der ein guter Herr geschienen.Rückert
Er eilt ihr nach, der Schritte HastLenau
Er eilt waldein, von seinem Tritte rauschtLenau
Er erkennt im Sturm der LuftLenau
Er fand zum erstenmal, woran er nie gedacht,Rückert
Er faßt den Alten an den grauen Haaren;Lenau
Er faßt euch an, er reißt euch losLenau
Er faßt soviel er mag, und macht es ganz in sich,Rückert
Er faßts an den fliegenden LockenLenau
Er findet Hausgeräth und braucht es nach Gefallen,Rückert
Er fleht umsonst, er hat zu viel verbrechen,Lenau
Er flieht zum Lerm der Welt, sich selbst zu übertäuben,Rückert
Er flieht zur Höhl und zittert sein Gebet.Lenau
Er flucht, er sucht sein Schwert, er will hinaus:Lenau
Er folgert, wenn er auch nicht sieht wozu es frommt,Rückert
Er fragt nicht, wie sie nun sich werden hier vertragen,Rückert
Er freut sich daß er heut nun dürfte müßig seyn,Rückert
Er freut sich, daß des Mahls sich freuen seine Gäste.Rückert
Er freut sich, daß sobald die zwei davon sich fanden.Rückert
Er freut sich, wenn sie treu ihr Tagwerk freudig thun,Rückert
Er fühlet sich in dir, und kommt so groß sich vor.Rückert
Er fühlt es wohl, und sucht sichs aus dem Sinn zu schlagen,Rückert
Er fühlt für Polen keine Kindespflicht!Lenau
Er fühlt in seinem Arm von tausenden die Macht,Rückert
Er fühlte von dem Schlag des Funken sich durchzuckt,Rückert
Er führt herein den Rappen mitLenau
Er führt ihn fort durch stille Heiden,Lenau
Er führt uns an die Werke des Meisters,Lenau
Er füllt dir jeden Sinn, und spricht zu allen Sinnen;Rückert
Er gab dir manches Gut, vergab dir manche Schuld.Rückert
Er gab, sie nahm und baut’, und als sie nun gesungen,Rückert
Er gebe Leben mir, Gesundheit, innre Lust!Rückert
Er gedenket eines Abends,Lenau
Er gedenkt, wie fromm die Tote war,Lenau
Er gefunden nach dem Süden.Lenau
Er geht beschämt und will gleich das Vergrabne holen,Rückert
Er geht den Berg hinab, er stand am Bergabhange,Rückert
Er geht nur hin und ruft laut in die Felsenschlucht:Rückert
Er geht zur Stadt und will verkaufen seinen Schatz,Rückert
Er gibt ihm bittre, nicht damit ihm bitter bleibeRückert
Er gibt sie frei, die Bächlein alle,Lenau
Er glaubt daran und schwört, er hats gesehn, gehört;Rückert
Er gleich versiegten Küh'n ein Tröpflein erst entmolken.Rückert
Er greift ihn tapfer an, und thut ihm wie den beiden;Rückert
Er griff' ins kleinste Glied vom großen RadgetriebeRückert
Er grollte dem, der ihm gegeben diesen Rath,Rückert
Er grüßte mich mit raschem BlickLenau
Er hält den Boden kühl und feucht worauf er steht,Rückert
Er hält den Stock mit scharfem BeilLenau
Er hält die Blume so inniglich,Lenau
Er hat am Erntekranz der Welt ein Blatt gereifet.Rückert
Er hat an Menschen Lust, an Würmern ihr und Drachen.Rückert
Er hat bei allem, was er hört, soviel zu denken,Rückert
Er hat das Bild von Holz nach seiner Kunst geschnitzt,Rückert
Er hat das ganze Jahr der Gäste Bauch zu weiden,Rückert
Er hat dich nicht verbannt, du bist nicht abgefallen.Rückert
Er hat die Eigenheit, nur Einzelnes zu sehn,Rückert
Er hat die Ewigkeit gesucht in Stein und Erzen,Rückert
Er hat die Fürstlichkeit erkannt in ihrem Wesen,Rückert
Er hat die Sonn' im Aug' und sieht die Erde doch,Rückert
Er hat die Vögelein aufgestiftetLenau
Er hat ein Dutzend Kern’, und jeder wird ein Baum.Rückert
Er hat es nicht geknüpft, und soll es drum nicht lösen;Rückert
Er hat es so gemeint, der gröste Reichthum seiRückert
Er hat gar leicht, vom Schicksal liebgewonnen,Lenau
Er hat geliebt! — Vor langer, trüber Zeit,Lenau
Er hat gerüttelt an den blutgen Jochen.Lenau
Er hat ihm hoch sein Schwert zur Völkermahd geschwungen;Lenau
Er hat in seinem Land das Glückspiel untersagt,Rückert
Er hat nun Lust und Kraft zu sammeln andern Hort.Rückert
Er hat sie hell gemacht, ihr wollt sie finster machen;Rückert
Er hat stets frische Füll', erhält man ihn im Zug;Rückert
Er hat vergessen, daß im Herrn die Todten leben,Rückert
Er hat villeicht dadurch dein wahres Wohl bezielt.Rückert
Er hat von ihm gelernt die Größen und die Bahnen,Rückert
Er hat zu rechter Zeit nicht Früh- noch Abendschmaus,Rückert
Er hat zum Horst gewählt den allerfreisten Raum,Rückert
Er hat, um einzuziehn, die Pforten dir verliehn,Rückert
Er hats nicht zugesagt, und hats nicht abgeschlagen.Rückert
Er hats von seinem Freund im nordisch rauhen Land,Rückert
Er hatt’ in manchem Sack zu wühlen und zu kramen,Rückert
Er hatte sich gehäuft die größte Bücherlast.Rückert
Er hatte viel sich durch die Welt getrieben,Lenau
Er hätte, scheints, genug an Sonn? und Mond allein,Rückert
Er haucht und haucht und haucht, feucht fühlt die Luft sein Hauchen,Rückert
Er haust bei Tag und Nacht am Strand,Lenau
Er hielt den Traum umarmet und dein Lieben,Lenau
Er hielt die Spalten eng, daraus sein Abfluß quoll,Rückert
Er hofft, daß ein Verein von Streng’ und Mild’ erringeRückert
Er hofft, es soll ein Ei ein Küchlein auch gebären,Rückert
Er hofft, ihm soll ein Ei vom Hun ein Mahl bereiten,Rückert
Er hofft, sie sind nicht fein genug, es zu ergründen,Rückert
Er hört die windgepeitschte Distel sausen,Lenau
Er hört nur seinen eignen Jammer stöhnen;Lenau
Er hört und sieht und denkt, bis er ist müd geworden,Rückert
Er hörte nichts, da blieb er stehn,Lenau
Er hüllt sich ins Gefühl der Niederlage ein,Rückert
Er ist an Heldenkraft selbst dir gemessen,Lenau
Er ist anstelliger, arbeitsamer vielleicht,Rückert
Er ist beglückt, wenn er ein Glück weiß zu verdienen,Rückert
Er ist bei Nacht verschwunden,Lenau
Er ist besiegt, der RevolutionLenau
Er ist besiegt, ihn trägt in leichtem KahnLenau
Er ist bestimmt, zum Grund des Meers hinab zu dringen,Rückert
Er ist der beste SchützeLenau
Er ist der Mittelpunkt, der Umkreis ist Er auch,Rückert
Er ist dir bald im Aug’ und ist dir bald im Ohr,Rückert
Er ist ein heimlicher, namenloserLenau
Er ist im Weltraum nicht, noch im Gedankenraum.Rückert
Er ist in dir, du selbst belegst die Welt mit Fluch.Rückert
Er ist nicht tief ins Ei versenkt, um zu ersticken;Rückert
Er ist nur viel zu groß, ich kann daraus nicht trinken,Rückert
Er ist sein eigner Thor und meinet dich zu thören.Rückert
Er ist so ärmlich angetanLenau
Er ist so feurig, süß und stark:Lenau
Er ist so früh verblichen,Lenau
Er ist von uns gewichen,Lenau
Er ist, der in dir schaut und fühlt und denkt und spricht;Rückert
Er ist, unaufgeschreckt vom Traum, erblaßt;Lenau
Er ist, von Gott gewährt, die erste hehrste Gunst,Rückert
Er kam und fand die Seel? am Webstuhl eingeschlafen,Rückert
Er kann auf seinen Feind nicht wenden ihre Schärfen,Rückert
Er kann es in der Nacht bei Kerzenschein nicht malen,Rückert
Er kann mit Dichtermund die Wunder Gottes preisen.Rückert
Er kann sie nicht erreichen,Lenau
Er kann, nach Zeit und Ort, mehr die, mehr jene brauchen,Rückert
Er kehrt in Dienstespflicht ihm zu sein Angesicht,Rückert
Er klopft ihm auf die Schulter sachtLenau
Er klopft' an Omars Haus. „Grad' ist er ausgegangen.”Rückert
Er kommt, er faßts und trägts empor in seinen Krallen.Rückert
Er konnte dessen haben keine Acht;Lenau
Er konnte nicht die Spur Lorenzos finden.Lenau
Er könnte sie versuchen,Lenau
Er krönet all die stillen Stunden,Lenau
Er lächelt dann voll selbstzufriedner FreudeLenau
Er lädt in seine Kluft des Bienenschwarmes Fleiß.Rückert
Er lasse dir den Schatz, damit du wie die Schlange,Rückert
Er läßt den Sturm der Nacht an sich vorüber brausen,Rückert
Er läßt die Entenflinte knallen,Lenau
Er lauschte wieder, — und er sprangLenau
Er lebt in dir, und macht dich und die Welt dir leben.Rückert
Er legt sie, ohn’ ein Nest zu machen, in den Sand,Rückert
Er liebt des Windes frischen Hauch,Lenau
Er liegt im Augenblick so elend wie zuvor.Rückert
Er liegt im weißen Meer geschaukelt an zwei schwankerRückert
Er macht den Finken kirre,Lenau
Er macht den Wagen fein und macht den Wagen groß.Rückert
Er macht es sich zurecht, und legt sich selbst hinein.Rückert
Er mag die rechte Bahn mit rechter Freude wallen,Rückert
Er mag, was Gutes sonst, was Bessres sei, vergessen,Rückert
Er merkt auch nicht darauf, ob außen in den SiegelnRückert
Er merkt es nicht, bis sie zuletzt sich selbst verrathen,Rückert
Er möchte dort hinab, doch er muß da hinunter;Rückert
Er möchte wünschen, wenn er dürfte, kurze DauerRückert
Er müht sich auch, daß er umsonst gewarnte rette.Rückert
Er muß aus seinem Land, dem Aufruhr weichend, fliehn,Rückert
Er muß aus weichem Bett zum jähen Wassersturz.Rückert
Er müßte frank und frei, froh wie ein Vogel werden,Rückert
Er mußte nach und nach sich an den Glanz gewöhnen.Rückert
Er nach mit giergem Zanken:Lenau
Er nahm den Bettelstab und wanderte durchs Leben.Rückert
Er nehm es hin! doch eines ränge —Lenau
Er nicht, von Zeit und Raum geschieden, todt mir wäre.Rückert
Er nimmt Almosen an, und dieser muß es reichen.Rückert
Er nimmt dir, daß du selbst dich schlagest, den Verstand.Rückert
Er nimmt es wie es kommt, bleibt frisch an Leib und Seele,Rückert
Er nun mag Gottes Bild, und nur nicht ganz verlieren;Rückert
Er nutzet nicht sein Gut und vorenthälts der Welt;Rückert
Er oder König würd’, und bliebe nicht ein Weiser.Rückert
Er packt ihn wacker an, dem zweiten ist gethanRückert
Er pflückte jede Blüt’, und bräche jede Frucht,Rückert
Er predigt dem Volk mit Kraft und Glut,Lenau
Er preßt sie selig an das Herz;Lenau
Er quillt und quillt und quillt, und wird nicht matt zu quellen;Rückert
Er rankt daran empor mit unbewußtem Fleiß,Rückert
Er rauscht es lauter mir als eure Blätter,Lenau
Er rauscht heran — sein starker FlügelLenau
Er rauscht und rauscht und rauscht, die Gegend hört ihn rauschen,Rückert
Er reicht dem lieben MädchenLenau
Er richtet nicht im schon gebauten Haus sich ein,Rückert
Er rief: „Und wenn du Lohn denn bietest, wahnumhüllt;Rückert
Er rudert angestrengt nach dem vermeinten Rachen,Rückert
Er rudert angestrengt nach dem vermeinten Rachen,Rückert
Er ruft dem Jäger: »Halt!« mit einer Stimme,Lenau
Er ruft hinauf: Warum trag’ ich des Thierreichs KroneRückert
Er ruft zum Wald hinein: Gut Nacht, ihr Erdengäste!Lenau
Er ruft: »O sage, was dich kränkt?Lenau
Er ruft: du willst umsonst das Handwerk mir verbittern,Rückert
Er ruft: Freund! bleib im LandLenau
Er rüttelt wieder Blüten von den Zweigen,Lenau
Er sah der Sonne Bild zuerst im Spiegelteich;Rückert
Er sah mir recht bekümmert ins GesichtLenau
Er sah; gewachsen war im Schlaf das aufgezogeneRückert
Er sammelt sich zum See, doch seine Lust ist kurz;Rückert
Er sammelt wieder die entsandten Wasserschlangen,Rückert
Er schäumt und schäumt und schäumt, die Blume läßt ihn schäumen,Rückert
Er schaut den Brunnen und das MeerLenau
Er schaut nicht, sondern horcht, denn sein Gesicht ist blind,Rückert
Er scheinet dort dem Saum der Wolken angeflogen.Rückert
Er scheint entrückt dem lauten Schwarm,Lenau
Er scheut sich in der Hand ein bloßes Schwert zu tragen,Rückert
Er schickt dir diese Pflanzen,Lenau
Er schickt dir halben Wegs entgegen seine Gnaden.Rückert
Er schleicht noch um vielleicht mit Arglist wie ein Fuchs,Rückert
Er schlinget Strom auf Strom, und fühlt sich nicht geletzt;Rückert
Er schlingt und schlängelt sich, und spielt mit Kieseln munter.Rückert
Er schmiedet Pflug und Schwert für Ackermann und Krieger;Rückert
Er schnaufet aus, und fließt ein stiller Fluß im Thal.Rückert
Er schneit dem Schäfer wol zuweilen auf den Hut.Rückert
Er schöpft’ und goß den Thau rings in die Wüste aus,Rückert
Er schreitet fort, vom Schmerz gestärkt,Lenau
Er schuf, um Halt und Bild der Schöpfung zu verleihn,Rückert
Er schwankt, alswie er sieht sein Bild im Quelle schwanken,Rückert
Er schwillt und schwillt und schwillt, und wird nicht satt zu schwellen.Rückert
Er schwingt sich auf nach Luft und Licht,Lenau
Er sei bei mir, weil er will nirgend anders seyn.Rückert
Er sei geehrt, und wir nichtmehr von Zwang bedroht.Rückert
Er sei gepriesen von meinem Liede,Lenau
Er selber fühlt sich stark, wo er noch schwächre merkt.Rückert
Er selber ist darum das Gröste Allgemeinste,Rückert
Er selber kann dich auch nicht lassen unvollkommen;Rückert
Er selbst ist nicht das Ziel, und bleibt dir ewig fern.Rückert
Er selbst ist wol der Duft, er selbst ist wol die Luft,Rückert
Er selbst ist wol der Schall, den er ins Leben ruft.Rückert
Er selbst legt ihn hinein, und findet ihn darinn.Rückert
Er setzt in Noten sich mein Ständchen,Lenau
Er sich am ersten gleich heim an zu sehnen fieng.Rückert
Er sich gefühlt, aus dem das Weib hervor nur trat.Rückert
Er sieht die Dunkle weiter stetsLenau
Er sieht die Menschen tief gleich Thieren unter sich.Rückert
Er sieht dir durch die Wand bis in des Hauses Mitte,Rückert
Er sieht es ihm nicht an, daß er sein Bruder ist.Rückert
Er sieht nicht, wie vom Strand hinabLenau
Er sieht nur freie Luft, und fühlt nur frischen Duft,Rückert
Er sieht sein Angesicht, und weiß worauf er zielt.Rückert
Er sieht, du aber ahnst durch ihn, im Lug die Wahrheit.Rückert
Er sinkt, er schläft. Der fremde BaumLenau
Er sog, was er nicht sah, und roch, was er nicht hörte,Rückert
Er soll sein lautes SchlagenLenau
Er Sorgen Tag und Nacht das Kleinod zu bewahren.Rückert
Er spähte weit umher, und sah mit halber FreudeRückert
Er spielt sein Spiel mit dir, um deine Kraft zu üben.Rückert
Er spornt dem Roß die Flanken;Lenau
Er sprach es sich zum Trost und zur Beruhigung,Rückert
Er sprach und spricht noch jetzt sein Bannwort, und zuletztRückert
Er sprach: „Fürs Wissen ist kein ird’scher Lohn beschieden;Rückert
Er sprach: dadurch weil ich nach andrem nicht verlangt.Rückert
Er sprach: Daher ist er, daß ich der Magd mit AschenRückert
Er sprach: die Herde hat sich anders nun besonnen;Rückert
Er sprach: die Herde war noch nie in schlimmerm Stande,Rückert
Er sprach: die Laien hält ein Vorurteil gebunden,Rückert
Er sprach: Es ist allein für meine Seele nicht,Rückert
Er sprach: Ich sag’ es euch, doch thut mir dis zuvor:Rückert
Er sprach: Ich tat nur mir, was ich fügt’ andern zu.Rückert
Er sprach: Ich träumte das, doch nun will ich im WachenRückert
Er sprach: Ich war bei Gott, er hat mich eingeladen:Rückert
Er sprach: Im Beten warst du bis hieher gekommen,Rückert
Er sprach: Nichts wünsch? ich als zu wünschen nichts zu haben.Rückert
Er sprach: von wannen als von Gottes Angesicht! —Rückert
Er sprachs, da war der Tod mit Wagen und mit Rossen,Rückert
Er spricht: Wie dürft’ ich je zu dir sie mehr erheben?Rückert
Er springt ans Land und holt sein MesserLenau
Er springt nach seiner Braut mit offnen Armen,Lenau
Er spritzt dem kecken SängerLenau
Er spürt beherzt in diesen TönenLenau
Er starrt auf Alpen hin, ihr seliges Umnachten,Lenau
Er staunte jüngst in dunkler Nacht,Lenau
Er stehend, was davor sich zieme zum Gespann.Rückert
Er steht am stillen Grabverlies,Lenau
Er steht in ihrer Mitt' und hielte gern die Mitte.Rückert
Er steht mit ewiger allgegenwärt'ger MachtRückert
Er steht und klopfet an, und wenn du aufgethan,Rückert
Er stralt und stralt und stralt, der Maler sieht ihn stralen,Rückert
Er stralt von Wonn' und ist von Schöpferlust bewegt,Rückert
Er streckt dir sein Dilemma stracks entgegen;Lenau
Er strömet in dich ein durchs offne Thor der Sinnen,Rückert
Er strömt als irdischer Empfindungen GewühleRückert
Er strömt durch den Geschmack ins Mark und ins Gehirne,Rückert
Er stürzt hinunter ins Meer,Lenau
Er sublimierte ihn zu scharfen Witzen,Lenau
Er sucht nur vor der Welt mit seinem FlitterputzeRückert
Er suchte gegen Sturm im offnen Felde Schutz.Rückert
Er tanzt gerade vorwärtsLenau
Er taumelt fort mit seiner TrachtLenau
Er that das Preisliche, nicht um zu seyn gepriesen.Rückert
Er thut aus voller Brust noch diesen Schrei der Lust,Rückert
Er thut das Ganze, doch du thust dazu das deine.Rückert
Er thut durch Ein Organ sich nur zur Hälfte kund,Rückert
Er thut es beiden gleich, und Niemand kann es besser.Rückert
Er trag? es, weil er lebt; im Tode legt ers ab,Rückert
Er trank den Schaum ihr weg, der Geist ist ihr geblieben,Rückert
Er trinkt und tanzt und jubelt mit.Lenau
Er tritt mit Zuversicht vor Gottes Angesicht,Rückert
Er trug ihn eigenmächtig ans Gestade,Lenau
Er trug ihr Bild gefaßt in Strahlenflimmer;Lenau
Er trug sie nur hinauf, und holt sie nicht hernieder.Rückert
Er überzählt sein Geldchen im stillen;Lenau
Er vergißt, das Netz zu hebenLenau
Er verriet, verließ dich feigen Mutes,Lenau
Er wächst nicht in sich selbst, da ist er stets vollkommen,Rückert
Er wandelt auf der Fläche und ermißt,Lenau
Er wandelt unten froh im Grünen hin und wieder;Rückert
Er war ein irdischer! und von der Erde gabRückert
Er war hartmäulig, stumpfen Geschmacks,Lenau
Er war stets wo es war, nie unten er, es oben.Rückert
Er war und wandelbar, beweglich wie der Bach?Rückert
Er weicht und schießt und taucht hinabLenau
Er weile unter diesem Dache!Lenau
Er weint' ums Körnlein nicht, er weint' ums Weltgeschick,Rückert
Er weint, er deckt ihr AngesichtLenau
Er weiß aus seiner Näh die Gäst' hinwegzutreiben,Rückert
Er weiß die trüben Erinnerungen,Lenau
Er weiß es, der das Buch in seinem Sinne schreibt.Rückert
Er weist das wankle Glück von seinem Land zurück,Rückert
Er weist zu Gottesfurcht und Milde nur sie an,Rückert
Er widerholt es dann, da kam es ihm zu Schaden,Rückert
Er wild vorbei im Zorn.Lenau
Er will beweisen, daß ein Fürst noch mit VertraunRückert
Er will das Herz mit Fleiß dir machen kühl, nicht heiß;Rückert
Er will den Reizen sein zu Gast,Lenau
Er will den Zugang nicht zu seinem Ohr vertheuert,Rückert
Er will der Mittelpunkt der Schöpfungskreise seyn,Rückert
Er will es, daß sein Knecht hienieden leide.Lenau
Er will ihn ziehn, und kann ihn nicht zurückziehn wieder,Rückert
Er will mit schwärmerischem KosenLenau
Er will nicht Wesenheit, Schein will der Thorentroß.Rückert
Er will nicht, daß du sollst in stetem Bangen schweben,Rückert
Er will sich eines Theils der Weisheit gern begeben,Rückert
Er wird es nicht gewahr mit unbefangnem Blick.Rückert
Er wird herbei geführt, und glaubt zum Tod zu gehn;Rückert
Er wird nicht schwerer auch sie bringen zum VereineRückert
Er wird sein hart Geschick nicht überdauern,Lenau
Er wird wie ihnen dir den Weg zur Heimat weisen.Rückert
Er wird, wenn er sich hält an eine Seit?, einseitig,Rückert
Er wirfts in seinen Kübel als Ferment;Lenau
Er wirkt nicht für die Kunst, er schafft für seinen Magen.Rückert
Er wischt an die Mähne sein nasses Schwert,Lenau
Er wollte, daß er dich, daß du ihn könntest lieben.Rückert
Er wollt? es nicht, warum? Es steht in seinem Buch,Rückert
Er wühlt und wühlt und wühlt, der Boden fühlt ihn wühlen,Rückert
Er wußt? in Staat und Rath den Vorrang zu gewinnen;Rückert
Er zeichnete, entrückt den Tatenflügen,Lenau
Er zeigt dir dieses bald, bald jenes Angesicht,Rückert
Er zieht das Herz an LiebeskettenLenau
Er zieht den Pfeil hervor mit ahnungsschwerem Sinn,Rückert
Er zieht die Ruth' hervor, da ist sie wieder grade,Rückert
Er zieht durch sein Revier,Lenau
Er zieht mit ausgestorbnem Leben,Lenau
Er zielt und schießt aufs Herz dem wilden Recken;Lenau
Er zog mit seinem Kind in diese Schlucht;Lenau
Er zürnt — sein Sturmesodem glüht und qualmt,Lenau
Er, der als Glaubenstück mir selber gab die Duldung,Rückert
Erbarmen lächelnd deinem Leid;Lenau
Erbauen läßt sich nicht, so daß sie steht und hält,Rückert
Erbauen? jeder sucht mit Recht im Spiegel sich.Rückert
Erblaßt vor Furcht, wie sie der rothe Blitz umloht.Rückert
Erbleichen macht dich Furcht, erröthen macht dich Scham,Rückert
Erblichen, und nun zeigt' ein Traum es mir ganz licht.Rückert
Erblichner Freuden, die den Freuden nach erbleichen.Rückert
Erblickt er seines Hauses reichen Segen,Lenau
Erblickt von Sternenaugen.Lenau
Erblühe frisch und neu,Lenau
Erblühet, und nicht ahnt, daß sie vor Nacht verblühe.Rückert
Erbraust der Strom zu meinen Füßen;Lenau
Erbst du nicht auch den Fleiß, so wirst du drauf verderben.Rückert
Erd und Himmels unbekümmertLenau
Erdenken, keinen doch, der viel zu gut nicht sei.Rückert
Erdgeister wie die Erd' ein Starren oder Blühn.Rückert
Erdpriester in unsern Tagen,Lenau
Erdrücket von des Todes Überwucht,Lenau
Ereignisse sind nicht das Wichtigste am Leben,Rückert
Ereilender Gefahren,Lenau
Erfahr es selbst, wenn du nicht willst zu Hause bleiben.Rückert
Erfahren muß man stets, Erfahrung wird nie enden,Rückert
Erfährt dasselbe, wer durchs Leben macht die Reise.Rückert
Erfährt, als durchs Geläut, bei dem man ihn begräbt!Rückert
Erfreue dich des Worts, und stich nicht jede Silbe.Rückert
Erfreulich leuchtet da allein des Lebens Licht,Rückert
Erfreut ihn nur, wenn er sich dessen würdig fühlt.Rückert
Erfrischt als Nahrungssaft von dort des Lebens Glieder.Rückert
Erfüllend immermehr das innere Gefild;Rückert
Erfüllt das Christenthum! so ist es abgethan.Rückert
Erfüllt, erfreut, erhebt, kann nicht vom Himmel seyn.Rückert
Ergänzung findet doch die Welt in Gott allein.Rückert
Ergänzung immer sucht, und nimmer sie gewinnt:Rückert
Ergeben würdest auch? das wär' ein recht Ergeben.Rückert
Ergetzen kann er dich, er kann dich nicht verwirren.Rückert
Ergetzt sich an derlei verborgenen Feinheiten.Rückert
Ergib dich nur in das, was du nicht ändern kannst,Rückert
Ergibt sich meine Seele, schweigenstrunken.Lenau
Ergötzen, doch sie nachzuthun sich nicht verjüngen.Rückert
Ergreif es nur, daß es nicht ungenutzt entweicht.Rückert
Ergreifen will, streckt er zuerst danach die Hand.Rückert
Ergreifest keines doch im Steigen noch im Fall.Rückert
Ergreift im Dein’gen sich, das ist unwandelbar.Rückert
Ergreift mich Freude schier:Lenau
Ergreift nicht Schläfrigkeit die müde Hand?Lenau
Ergriff der Zorn ihn, den kein Weiser selbst bezwang.Rückert
Erhaben ist der Kampf, und Götterglück ist schön.Rückert
Erhabnes, findet es erhabne Stimmung nicht,Rückert
Erhält in dir das hergestellte Gleichgewicht.Rückert
Erhalte nur dein Herz von solcher Klarheit frei.Rückert
Erhalten mit der Welt den Lotos in Verbindung.Rückert
Erhalten sie im Gang, als deine Schreibefeder.Rückert
Erharren in Geduld Fahrwind und Segelspreitung.Rückert
Erheb dich auch daraus, und fleug ob allen Schranken.Rückert
Erheb mit deinem Blick und stütze, wie die RankenRückert
Erhebe dich und wirf fort allen Todesgraus.Rückert
Erhebe dich, mein Herz, mit Wogenschlag, und gleicheRückert
Erheben, alle wie verschieden strebenden.Rückert
Erhebst ihn wieder, und der kleine gilt dir groß.Rückert
Erhebt das Lied sein Klagen.Lenau
Erhebung ohne Stolz, Ergebung ohne Beugniß:Rückert
Erhielt, weil eines er vergab, dadurch sein Leben.Rückert
Erhob er sich und schwangLenau
Erhob sich scheu und schlich zur grausen Stelle,Lenau
Erhoben ein Rauschen und KlingenLenau
Erhoben, nun den Kreis der Ewigkeit durchkreisen.Rückert
Erhoben, was mit Fleiß sie auf der niedern schufen;Rückert
Erhoben, weil du strebst mit Höchsten Höchstem zu.Rückert
Erhoffte von der leisen Macht der Tage,Lenau
Erhören günstig den, der brünstig sie ersucht,Rückert
Erich aus dem Schlafe weckt:Lenau
Erich reitet in GedankenLenau
Erich schaut im Mondenlichte,Lenau
Erich trauert, daß sein LiebenLenau
Erich, dem zur Pflicht des WeibesLenau
Erinnerungen her aus fernen JahrenLenau
Erinnerungen schärfenLenau
Erinnre dich daran! du hast es nur vergessen.Rückert
Erinnre dich! so ist die Welt dir neu geboren,Rückert
Erinnre dich, wie du einst selber deine HandRückert
Erinnre dich, wie schön einmal die Welt dir war!Rückert
Erinnrung dämmert mir, daß ich schon einst so sang,Rückert
Erinnrungsvolle Stunden,Lenau
Erinnrungsvoller Baum, du stehst in Trauer;Lenau
Erkälten dürf? uns nicht die Welt, noch selbst erkalten.Rückert
Erkannt’ ich, daß sie mich zu ihrem Raube machte.Rückert
Erkauft, ein solcher Kauf ist wohlfeil, scheint's, genung.Rückert
Erkenne immermehr allsehender Vorsicht WaltenRückert
Erkenne mich, wie ich dich kenn’, an diesem Pfeile,Rückert
Erkennen ihren Werth, wie sie vorüber rennen?Rückert
Erkennend, daß durch dich das Ganze ganz nur ist.Rückert
Erkennest du zu spät, die Pfennige bei'm Rechnen.Rückert
Erkennest du, daß du gestiegen wirklich bist.Rückert
Erkennest du, wohin auf oder niederstrebtRückert
Erkennt als Gutes es und thuts der Weis' allein.Rückert
Erkennt das Herz an kahlen Felsenriffen,Lenau
Erkennt die Pflanz’ in sich, das wird ihr Saame seyn.Rückert
Erkenntnis Gottes, Weltverständnis, HarmonieRückert
Erkenntnis, Ruh, Genuß, ist nie bei bösem Muth;Rückert
Erkenn? an einem Bild, daß nicht an Gottes HuldRückert
Erklären läßt es auch sich nicht im Bild als Schatten,Rückert
Erklären magst du sie dir, wie du willst, mein Kind,Rückert
Erklären wird es sich, entschuldigen sich lassen.Rückert
Erkläret ihr, daß sie den Leib nur soll verklären,Rückert
Erklärt ein Heiterer für weisen Götterspruch.Rückert
Erlangt die höchste Luft, wo alle Luft aufhört.Rückert
Erlangts nie mehr, und bleibt als sei er blind geboren.Rückert
Erlaß den Haß dem Feind! der Schwur sei dir erlassen.Rückert
Erlaub mein Glauben mir, wie ich dir deins erlaube.Rückert
Erlaubt ist, daß ihm lieb auch sei sein eignes Kind.Rückert
Erlegtes Menschenwild gezählt mit Wohlbehagen.Rückert
Erleichtern wollen sie dir recht die Weltentschlagung;Rückert
Erleichtert fühle sich, wer Schweres hat zu tragen.Rückert
Erleuchten, gleichen Mond- und Sonnenfinsternissen.Rückert
Erliegen kann ein Mann, nicht sich unmännlich halten,Rückert
Erlieg? im Augenblick er wieder dem Geschick,Rückert
Erloschen ist das Aug’ und jedes Bild des Schönen,Rückert
Erloschen ist das Ohr mit allen hellen Tönen,Rückert
Erlöschen kann ein Feur, doch nie kann es erkalten.Rückert
Erloschen nach und nach,Lenau
Erloschen Red’ und Wort mit der Begriffe Samen,Rückert
Erloschen, ausgelöscht, das Denken der Gedanken,Rückert
Erloschne Kinderzüg' im Herzen wieder finden.Rückert
Ermattet sinkt er auf das faule Stroh,Lenau
Ermüdet in den UfersandLenau
Ermuthen sollt’ es dich, ihm ewig nachzustreben;Rückert
Erneun kann sich der Wirth die Züge nach Belieben,Rückert
Ernst und mürrisch, Kopf vorunter;Lenau
Ernste, milde, träumerische,Lenau
Eroberisch ein unbekanntes Land betritt.Rückert
Erquick' und stärke dich, doch nicht in träger RastRückert
Erquicken wir die SeeleLenau
Erquickt mein Herz, erfüllt das Tal.Lenau
Erquicktest du mich nicht, müßt' ich im Brand ermatten.Rückert
Erröthend ließen sie den Kranz im Körbchen liegen,Rückert
Erschaffen einige, doch andere die Kunst.Rückert
Erschaffen hast du sie nach deiner Lieb’ Entwürfen,Rückert
Erschaffen, und so ists noch in der Schöpfung jetzt.Rückert
Erscheinen heilige Vermittler wünschenswerth;Rückert
Erscheinen jeden Tag dem Geist in neuem Lichte.Rückert
Erscheinet lächerlich im Leben, im Gedicht.Rückert
Erscheint als Unart selbst, drum laß sie unterwegen.Rückert
Erscheint aus jedem StrauchLenau
Erscheint dagegen blaß, glüht man im Feuer ihn.Rückert
Erscheint das Leichte nur dagegen als das Nichtige.Rückert
Erscheint dem Herzen wunderbarLenau
Erscheint der Vorzug dir villeicht als Ungemach.Rückert
Erscheint im Gegensatz ihm jede andre helle.Rückert
Erschließen wird sich dort, was hier verschlossen blieb.Rückert
Erschöpfen mußt du es in Variazionen.Rückert
Erschöpft sein Leib zusammenbricht;Lenau
Erschrick nicht, du Armer, — es ist Freund Hein!Lenau
Erschrocken, wie im Traum die Welt der Hand entflieht.Rückert
Erschuf Gott die Natur, den Spiegel seiner Lust.Rückert
Erschütternd schlug das Geschick des TodesLenau
Erschüttert muß sie seyn und innerlich gestört,Rückert
Ersehnte Ruh und Friedensbruch,Lenau
Ersehntes! wiedersehe.Lenau
Ersetzt durch tragendes unsichtbares Gefieder;Rückert
Ersetzt ein andres, das dein Fleiß inzwischen wählt.Rückert
Ersparen, oder er hält sich des Dankes quitt.Rückert
Ersprießlich ist dir nur von beiden der Verein.Rückert
Erst als des Ganzen Glied fühlt er sich selber ganz.Rückert
Erst auf den Esel lud, der war beladen schon.Rückert
Erst baut Natur den Leib, ein Haus mit Sinnenthoren,Rückert
Erst blickt der König ab, dann redet er ihn an,Rückert
Erst denkst du nicht daran, wie weit es sei zum Ziel;Rückert
Erst freust du dich hinaus, dann freust du dich zurück;Rückert
Erst friedlich wandelten Hirsch, Elefant und Stier,Rückert
Erst geheim zu zischeln, klug und leise,Lenau
Erst glaubt’ es ewig sich, am Ende fiel ihm bei,Rückert
Erst im heimatlichen StrauchLenau
Erst laß die Streitenden recht an einander toben,Rückert
Erst lernen mußt du’s auch, eh du es darfst vergessen.Rückert
Erst muß dich das Gefühl der eignen Bildung laben,Rückert
Erst muß man lernen, wie von ihm man lernen soll.Rückert
Erst schwächer einmal wächst, und dann auf festerm Grunde.Rückert
Erst seinen Sinn, wenn wir ihn an uns selbst erfahren.Rückert
Erst vom Bedürfnis gehn die Künste aus zumeist,Rückert
Erst wenn es worden NachtLenau
Erst wenn wir uns zu seligem VergessenLenau
Erst zagend einen Schritt, dann wagend einen geht,Rückert
Erst zu erwerben dir ein Wissen, sei beflissen,Rückert
Erst zu erwerben ist der andre, zu ersparen,Rückert
Erst, wann er menschlich rein ist göttlich umgewandt,Rückert
Erstarben in der bangen Sommerschwüle,Lenau
Erstarrt der Menschheit Herz, versiegt ihr Lebensblut.Rückert
Erstaunen und Entsetzen überschleiernLenau
Erstaunt, als zweifelten sie scheu und bange,Lenau
Erstorben sind am Himmel die Lichter rings,Lenau
Erstreben kann und soll es doch nicht jedermann.Rückert
Erstrebte, ging dahin, und unerreichten Zieles;Rückert
Ertönen wird mein sehnsuchtsvoller Gruß.Lenau
Ertragen, aber wenn das Buch, so mach' ichs zu.Rückert
Erträglich durch Vernunft, und durch Unweisheit schlimmer.Rückert
Ertrunken in den tiefsten Wirbeln der weitverrufnen Bingerflut!Lenau
Erwach aus Träumen, werde sozial,Lenau
Erwach' und höre den gewohnten Glockenschlag?Rückert
Erwachsen da, wo ihr zusammen werdet stoßen,Rückert
Erwachsend, fähig doch als Menschen gleich zu werden.Rückert
Erwacht dann Sehnsucht heiß in der Seele dirLenau
Erwacht im schönsten Tal;Lenau
Erwacht und Gottes süßen Namen singtLenau
Erwäg' an jeder Frucht, was dient zu deinem Male?Rückert
Erwähle, was du willst, von diesen Gütern allen;Rückert
Erwarte nur die Zeit, du kannst dein Fragen sparen.”Rückert
Erwarte, daß du hörst die Wahrheit frei und offen.Rückert
Erwartend ob es ihm einmal zu Statten kommt.Rückert
Erweck mir Echos GeisterchöreLenau
Erwecken mir halb kühl im Busen und halb schwülRückert
Erweckt’ er seine alten treuen KnechteLenau
Erweisen muß sichs uns, wenn wir es glauben sollen.Rückert
Erweitern kanst du selbst ihn weder noch verengern,Rückert
Erweitern nur die Zell’ in der es liegt, und legenRückert
Erweiterst du die Welt mit liebenden Gedanken.Rückert
Erwirb ein Gut, daß du es einem Erben lassest,Rückert
Erwirb soviel du kannst, wend' an was du gewannst,Rückert
Erworben hat, und ihn gut anzuwenden weiß.Rückert
Erworben ohne Müh, durch Leiden oder That.Rückert
Erwürgt die Vögel dort, und bringt sie her zurück. —Rückert
Erwürgt’ er und entsprang dem Pferch mit einem Satze.Rückert
Erziehunglohnender mit Farbenspiel und Duft.Rückert
Erzittern auf den Erlenzweigen,Lenau
Erzittert mir das Herz;Lenau
Erzog mit liebenden SorgenLenau