Lyrik


Gedichtzeilen Du

Du aber bist ein Kind, das werden soll ein Mann.Rückert
Du aber bist gebannet,Lenau
Du aber brauchst zum Glück an andres nicht zu denken,Rückert
Du aber danke Gott, daß er an beßrem OrtRückert
Du aber freue dich die Zeit nicht zu erleben.Rückert
Du aber glaubest, daß, gleichwie aus DämmerungenRückert
Du aber gönnest gern ihm seinen Herrscherruhm;Rückert
Du aber halt es fest: im Himmel und auf Erden,Rückert
Du aber kommst ihm nach, und findest ihn im Glück.Rückert
Du aber laß, was ihn erfreut, dich nicht betrüben!Rückert
Du aber öffnest dem gebeugten deinen Schoß,Rückert
Du aber pflanz' ein Kraut an jedem Tag im Garten,Rückert
Du aber raste nicht dasselbe zu erkennen;Rückert
Du aber samml' in dir der Menschheit Blütenstaub,Rückert
Du aber schaue nur mit frommem Aug’ empor.Rückert
Du aber sei ein Mann, auch von verhaßten lerne!Rückert
Du aber würdest ihr die Wurzel nur versehren.Rückert
Du aber, der du hast so manchen Sack zu tragen,Rückert
Du aber, hast du hier gehandelt und gekauft?Rückert
Du aber, welchen Anspruch hast du oder Titel?Rückert
Du aber, wenn dir Zeit und Ort und Kraft nicht bleibenRückert
Du aber, wenn dir Zeit und Ort und Kraft nicht bleibenRückert
Du aber, wenn du willst, kanst ruhig seyn und eben.Rückert
Du aber, wenn man nun ans kritische dich schlägt,Rückert
Du achtest in dem Kind, das keinen Willen hat,Rückert
Du allein nur konntest lehrenLenau
Du Alter, läßt du Weib und Kinder fahren?Lenau
Du an vor ihrem Hause,Lenau
Du Armer, sprich, was weinst du so?Lenau
Du begräbst des Herzens Klage,Lenau
Du bet', und frage nicht, ob er auch bete mit;Rückert
Du bilde deinem Geist das Urbild selber ein.Rückert
Du bildest Falsches dir auf falsche Bildung ein;Rückert
Du bildetest dir ein, es sei auf ewig dein,Rückert
Du bist auf rechtem Weg, geh' deinem Weg froh zu!Rückert
Du bist bei weitem nicht das ärmste seiner Kinder.Rückert
Du bist berufen wach zu wirken durch die Räume.Rückert
Du bist dahin! Nichts konnte rettenLenau
Du bist das Licht in mir, und zehrest auf von innenRückert
Du bist das Licht von mir, ich bin von dir der Schatten;Rückert
Du bist das Seiende, und das Nichtseiende,Rückert
Du bist der Anfang, der sich aus sich selbst vollendet,Rückert
Du bist der Architekt, du bist der Architrab,Rückert
Du bist der Grundton, der in sieben Stralen träuftRückert
Du bist der Punkt im All, und bist der Punkt in allen,Rückert
Du bist der Punkt, aus dem sich Kreis auf Kreis ergießt,Rückert
Du bist der Punkt, der in sich alle Kreise schließt.Rückert
Du bist der Thor, den solch ein Sinnbild warnen muß.Rückert
Du bist des Frühlings Strauch, du bist des Herbstes Duft.Rückert
Du bist des Lohnes baar, da sie im Reich erschienen,Rückert
Du bist des Morgens Hauch, du bist des Abends Luft,Rückert
Du bist die Wiege, die er selber sich erkoren;Rückert
Du bist ein Jäger, Herz, und bist zugleich gejagt.Rückert
Du bist ein Lebenstrieb in ihr, groß oder klein.Rückert
Du bist ein Muttersohn, doch an der MutterbrustRückert
Du bist ein Muttersohn, doch auch des Vaters Kind,Rückert
Du bist ein Werdender, sie ist geworden nur.Rückert
Du bist ein werdendes, nicht ein gewordnes Ich,Rückert
Du bist einfacher Ton, die siebenfachen SaitenRückert
Du bist einfaches Licht, und siebenfache FarbenRückert
Du bist entschuldigt, doch mußt du entschuldigenRückert
Du bist in allen und die alle sind in dir,Rückert
Du bist in meiner Brust kein neuer Gast;Lenau
Du bist mir mehr als meine Heimatschwelle,Lenau
Du bist mir nah im WaldesgrundeLenau
Du bist nach deiner Art geübt, an sich zu denken,Rückert
Du bist nur einen Grad vom ersten Lehrer ferner.Rückert
Du bist und denkest auch, du denkst und sprichst, alleinRückert
Du bist von stärkeren umgeben als du bist,Rückert
Du bist vor jedem Nichts gerettet, Ihm vereint;Rückert
Du bist zwar Licht vom Licht, doch Schatten nur vom Schatten.Rückert
Du bist, die Dinge sind. Dir gnüge dies zu wissen,Rückert
Du bist, ich weiß nicht wie, alswie aus nichts erschienen.Rückert
Du bists und bist es nicht, du bist wie Tag und Jahr,Rückert
Du bists, sind erst in dir die vier in rechter Mischung,Rückert
Du bleibst der Welt, sie bleibt dir ohne Lieb' ein Bruch,Rückert
Du blickest bald in deiner TrauerLenau
Du brauchest nur den Grund hinwegzuräumen eben,Rückert
Du bringest von der Welt die Kunden mir getreulich,Rückert
Du bringst, o Freund, die Welt mir her von Zeit zu Zeit,Rückert
Du Bürger bist ein Hirt im anvertrauten Gut,Rückert
Du dank’ ihm, daß er aus GedankenlosigkeitRückert
Du danke Gott daß doch die Feinde sind geschlagen,Rückert
Du danks dem Geiste, der, weil eben mußt' entweichenRückert
Du denk dir die Olive,Lenau
Du denke dir die Bäume,Lenau
Du denke dir die Pinien,Lenau
Du denkst sie, ohne daß darum entsteht die Welt,Rückert
Du dich bereichert glaubst, wird's in der Hand zu Molde.Rückert
Du Diener bist ein Hirt für deines Herren Habe,Rückert
Du drängst die Käufer weg und bringst dem Krämer Schaden.Rückert
Du eiltest im Vergessen! ungeduldigLenau
Du ein Gefäß der Glut, ich ein Gefäß der Huld,Rückert
Du einen bisdaher in dir gebundnen Geist,Rückert
Du einen Standpunkt, wo du etwas willst und kannst.Rückert
Du einst dich freutest, freu dich nun, das ist vorüber.Rückert
Du ewiger Mittelpunkt in allen Lebenskreisen!Rückert
Du fange mir, was du erlaufen kannst am Grunde.Rückert
Du fernest dich von Gott, sobald du ihm nicht nahst,Rückert
Du findest wiederholt auf jedem Blatt BerichteRückert
Du findest wol nach Wunsch dein Innres nicht bestellt,Rückert
Du Flattrer, meinen FlugLenau
Du folgerst aus dem Grund die Wahrheit deines Fundes,Rückert
Du fragest: Könige, mit solcher Uhr begabt,Rückert
Du fragst vielleicht, warum, wenn auch der RechtsgelehrteRückert
Du fragst, ob keine Welt geschaffen konnte seyn,Rückert
Du fragst, wie dieses war? ich will es dir berichten,Rückert
Du freu der Tafel dich, der reichen, die dich speist!Rückert
Du freue dich, wieviel' um deinetwillen leben!Rückert
Du freuest dich, daß auch in andern Sfären waltenRückert
Du freutest dich nur so, vom droh'nden vorgemahnt.Rückert
Du fühle, wer sie hält, und zittre für sie nicht!Rückert
Du fühlest dich als Geist auf ewig selbst bestimmt.Rückert
Du fühlest nicht allein, was deine Hand berührt;Rückert
Du fühlest ruhig dich im Gleichgewicht gewägt.Rückert
Du fühlest seinen Blick, der dir das Auge füllt!Rückert
Du fühlest selbst dich klein, du fühlest selbst dich groß,Rückert
Du fühlest, daß ein Hauch dich jenes Odems trägt,Rückert
Du fühlest: Was du bist, ist er in dir, nicht du;Rückert
Du fühlst die heilge Glut, halt ihr den Rauch zu gut,Rückert
Du fühlst in deiner Brust, dein Herz fühlt sich gerührt.Rückert
Du fühlst in dir, dadurch ist dirs nicht ausgethan.Rückert
Du fühlst mit der Natur dich mehr in Eintracht nur,Rückert
Du fühlst, das dis Gesetz Gott selber in dir sei;Rückert
Du fühlst, die Kette reicht von Gott zu dir hernieder,Rückert
Du fühlst, erheben kannst du dich, wo du gefallen;Rückert
Du fühlst, es ist nicht dir, du selbst bist ihm entsprungen.Rückert
Du fühltest nur: ein Traum wars in der Nacht;Lenau
Du gabest Geld und Wort sonst unnütz manches aus;Rückert
Du gabest mir den Drang, so klar dein Lob zu sagen,Rückert
Du gabest mir die Kunst, nicht schöner uns zu lügen,Rückert
Du gabst, was Knaben freuen kann;Lenau
Du geh'st an ihm vorbei ohn' Anstoß deine Bahn.Rückert
Du gehst auf Zeitvertreib, auf Unterhaltung aus,Rückert
Du gehst darunter weg, und sie dort oben bleiben.Rückert
Du gehst nach einem auch, doch wirst du's nie erreichen.Rückert
Du gehst sie doch nie mehr, wann du zurück sie legtest.Rückert
Du gehst verloren in der Wüste,Lenau
Du gehst, o bange nicht, zum Himmel durch die Gruft.Rückert
Du gibst den Dingen Werth, und mußt dich selbst verklagen,Rückert
Du gibst den Kuß der ersten Liebe;Lenau
Du gibst dir nur den Schein, indem du UngewissesRückert
Du gibst mir Rechenschaft von deiner Hirtenwehre.Rückert
Du gibst mir, wie ich dir, tagtäglichen Bericht.Rückert
Du giengst zur Ruh und wir sind noch ein Weilchen wach.Rückert
Du gleichest mit dem wüsten ZeitvertreibLenau
Du gönnest, solltest du den Garten ganz vermauern.Rückert
Du grüße mir das Land! Du grüß mir schön das Meer!Rückert
Du habest aufgespart nun oder ausgestreut.Rückert
Du hältst das Glück nur für ein Glückverheißungszeichen,Rückert
Du hältst ein Höheres dir im Bewußtsein vor,Rückert
Du härte deinen so daß es nicht stumpf ihn mache.Rückert
Du hast das Leben nicht in Zahl und in Figur,Rückert
Du hast den Vortheil, dis Gespräch allein zu leiten,Rückert
Du hast die freie Wahl dich so und so zu blenden.Rückert
Du hast die Höh' erreicht, nach der dich's früh getrieben;Rückert
Du hast ein gutes Werk, laß es auf morgen ruhn.Rückert
Du hast ein gutes Werk, laß es auf morgen ruhn.Rückert
Du hast ein liebes Herz, auch rein dir gleichgestimmt,Rückert
Du hast es nicht vernommenLenau
Du hast es oft gehört; doch hast du's je gefühlt,Rückert
Du hast für die Natur und alle KreaturRückert
Du hast für sie kein Maß, sie keins villeicht für dich,Rückert
Du hast ihn nicht erdacht, noch selbst hervorgebracht;Rückert
Du hast ihn nicht gedacht, er ward dir nicht gegeben,Rückert
Du hast ihn nicht gesucht, du hast ihn nur gefunden;Rückert
Du hast in Gott gelebt, und bist in Gott geschieden,Rückert
Du hast in jedem Fall zum Fehler dich bekannt,Rückert
Du hast mir nach und nach geholfen aus dem Traum,Rückert
Du hast mir über den verdienten Lohn gegeben.Rückert
Du hast sie innerlich zur Einheit ausgeglichen.Rückert
Du hast viel später als wir selbst den Gang begonnen,Rückert
Du hast zu handeln so, daß Gutes möge siegen,Rückert
Du hast zur Freude mir dich immer bunt geschmückt,Rückert
Du hättest andres nun und bess'res nicht zu thunRückert
Du hättest gern zugleich den Himmel und die Erde;Rückert
Du hättest nur vielleicht dem Unverstand verschweigenRückert
Du hattest, Fürst, in Dienst einst einen Unbekannten.Rückert
Du hebst den Menschengeist in deiner Lieb' empor,Rückert
Du hinnimmst, was er gibt, Dank oder nicht ihm sagst.Rückert
Du hoffst es werde rein mit dir zusammenklingen,Rückert
Du hole was du kannst mir aus dem vollen Weiher.Rückert
Du hörest es und siehst, und denkest nichts dabei.Rückert
Du hörest, auch wenn sie's nicht spräch', ein Wohlgetön,Rückert
Du ihm verschüttet hast die Lebensbahn,Lenau
Du ihm verschüttet hast die Lebensbahn.Lenau
Du immer recht verstehst den rechten Fingerzeig.Rückert
Du jagest nach der Zeit, die flüchtig dir entweicht,Rückert
Du jung und schön, um dort mit Palmen sie zu krönen.Rückert
Du Jungfrau hold! zu deinem SchreinLenau
Du kamst mit ihr und flohst mit ihr, und seit ich euch verlor,Lenau
Du kannst das Zimmer nicht, in dem du wohnst, erweitern,Rückert
Du kannst den Mittelpunkt der Seele dir nicht rauben,Rückert
Du kannst den Schatten hier nicht leugnen, der dich neckt,Rückert
Du kannst die Grenze nicht des Denkens überschreiten,Rückert
Du kannst durch Liebeskraft einmal die Beiden klären,Rückert
Du kannst es nicht, muß zitternd ich bekennen,Lenau
Du kannst nicht beiden, wem von beiden willst du glauben?Rückert
Du kannst nicht stille stehn in deinem Sterbekreise.Rückert
Du kanst bald diesem Geist, und jenem bald verfallen,Rückert
Du kanst dem Thiere nicht, noch auch dem Siddha gleichen,Rückert
Du kanst dich gleich erfreun verschiedenster Gestalten,Rückert
Du kanst die gröste Zahl vergrößern immer doch,Rückert
Du kanst die kleinste Zahl verkleinern immer noch.Rückert
Du kanst mit deinem Geist auf einen Geist einfließen,Rückert
Du kanst nicht besser streun in ihm des Guten Samen,Rückert
Du kanst nicht sinken, wenn du dich erheben willst,Rückert
Du kanst nicht zweifeln, Geist, es sei ein großer Geist;Rückert
Du kehrest in ihm ein mit dem Gefühl der Huld,Rückert
Du kennst im zarten Keim das Unkraut nicht vom Kraut,Rückert
Du kniest am Heiligthum der halbenthüllten Wahrheit,Rückert
Du König bist ein Hirt, der Volksherd’ angestammt,Rückert
Du könnest, und allein muß ich dich lassen wallen;Rückert
Du könntest sagen, daß sie schuld am Zwiespalt seien.Rückert
Du kränkst den Gott in dir, wenn du den Lüsten fröhnest,Rückert
Du Krieger bist ein Hirt, und wachst für Schutz und Ehre,Rückert
Du laß im Reich der Welt die hehre Zwietracht walten,Rückert
Du lässest bald von dem, dich bald von dem verführen,Rückert
Du lässest irgendwie der Welt ihn eingeprägt,Rückert
Du legest ja nicht auf, erhebest nur den Zoll,Rückert
Du legst nur, damit klein des Großen Ursprung sei,Rückert
Du legst so schlaff die kleinen HändeLenau
Du Lehrer bist ein Hirt in Zucht und Unterricht,Rückert
Du lernst daraus, o Kind, viel Gutes wird zuletztRückert
Du lerntest wenigstens die große Kunst daran,Rückert
Du lieber, milder, guter Gesell! —Lenau
Du liebest Gott nicht ganz, wenn du ihn liebst allein,Rückert
Du ließest nur hier und dortLenau
Du lösest sie nicht auf, der Räthsel sind zu viele,Rückert
Du machen für dein Heil solch einen Auszug mußt.Rückert
Du machest deine Welt und deine Welt macht dich;Rückert
Du magst an einer Frucht wol Kern und Schale trennen,Rückert
Du magst das innre Ding ein Bild des äußern nennen,Rückert
Du magst hier einen Klaff, dort einen Sprung verkleben,Rückert
Du magst zu Fuße gehn, du magst auch reiten, fahren,Rückert
Du mein konsequenter Mann?Lenau
Du merkst es nicht, viel ist geblieben;Lenau
Du merkst es nicht; mein sind die Schmerzen;Lenau
Du möchtest mit der Lipp’ es erst recht scharf nun fassen,Rückert
Du möchtest sonst dir nach beschwören das Gespenst.Rückert
Du möchtest theilen mit den Reichen wohl auf ErdenRückert
Du möchtest, thätest jetzt, indem du sie tritst an.Rückert
Du mußt auch für dich selbst Geschichte lassen gelten.Rückert
Du mußt den Menschengeist mit Gottgeheimnis kirren,Rückert
Du mußt die fremde Welt in deinen Busen fassen,Rückert
Du mußt die irdischen Aufgaben recht nur treiben,Rückert
Du mußt die wirkliche hier wirklich dir erwirken,Rückert
Du mußt dir selber nicht zuviel von ihr versprechen.Rückert
Du mußt ihm für die Gunst erniedrigende Bitt’Rückert
Du mußt im fremden Land die Augen offen haben,Rückert
Du mußt mit Freudigkeit nur an dich selber glauben.Rückert
Du mußt nach unten schaun, um auch zu sehn zufrieden,Rückert
Du mußt nur deinen Sinn den Weltlichen verhehlen,Rückert
Du mußt nur immer fein bereit seyn und nicht säumen,Rückert
Du mußt selber mein Küraß werden!«Lenau
Du must von keinem Sturm auch lassen dich aufwiegelnRückert
Du mußt zufrieden auch und freudig seyn dazu.Rückert
Du must, wenn du ihm willst den herben Stachel brechen,Rückert
Du mußtest den mit Kraft, und den mit Schwingen rüsten.Rückert
Du nähmest sie nicht an, wer sie dir schenken wollte:Rückert
Du nennst es sinnig, und am End' ists Eigensinn.Rückert
Du neue Welt, du freie Welt,Lenau
Du nichts zu denken hast, als: Wär’ auch er vorüber!Rückert
Du nimmst die Münze noch, wenn ihr Gepräg erlischt;Rückert
Du nimmst die Münze, wie der Fürst sie hat geprägt;Rückert
Du nur, du allein bist ihm genug;Lenau
Du obendrein verlierst Fassung und Lebensmuth.Rückert
Du offenbare dein Höchstes in deiner Art!Rückert
Du ordnest um dich her nach Wahl der Geister Orden.Rückert
Du picke immer zuLenau
Du prangst am stolzen Rosenstamme,Lenau
Du Priester bist ein Hirt in meines Stalles Hürde,Rückert
Du rächtest nicht, daß er von mir dein Ohr verletzt,Rückert
du rauher; kalter Windeshauch,Lenau
Du Richter bist ein Hirt des Rechtes in dem Lande,Rückert
Du Ritterschwert, sei des Sarmaten Stolz!Lenau
Du Rose meines Herzens!Lenau
Du ruhn in Gott willst und nicht böse Träume haben.Rückert
Du rührest nur daran und gehest auf in Flammen;Rückert
Du sagst dir das, und kannst dennoch der Lust nicht wehren,Rückert
Du sagst: des Göttlichen, das sie zuerst empfangen,Rückert
Du sagst: die Sonne lacht; du sagst: die Wolke weint;Rückert
Du sahest sie vor dir sich wechselnd umgestalten,Rückert
Du schämst dich einer Lust, weil sie den Freund verstimmtRückert
Du schaust dem Treiben zu, und fühlst in stiller LustRückert
Du schließest mir den KreisLenau
Du schwach und schmal entdeckst, wie er dem Sand entquillt.Rückert
Du schwankst in jedem Nu von diesem jenem zu.Rückert
Du sehnest dich empor in seinem Glanz zu gehn,Rückert
Du sei die Grube nicht, worin Verwesung liegt;Rückert
Du seiest nicht zu Haus, wo du zu Hause bist.Rückert
Du sein Herz zum stolzen Plan,Lenau
Du seist mein Herr, und ich steh’ unter deinem Stabe.Rückert
Du selber bist der Laut, und bist der Lautenschläger,Rückert
Du selber fühlest um die Stille dich betrogen.Rückert
Du selber hast dich noch zur höchsten nicht erhoben,Rückert
Du selber mögest einst, wann spätre Schriften schwinden,Rückert
Du selber wirst ein schönes Bild;Lenau
Du selbst hast ihn zum Gatten mir erkoren;Lenau
Du seligste der Phantasein!Lenau
Du sendest warm ihn aus, und ziehest frisch ihn ein.Rückert
Du setzest müde dich vors stille Haus,Lenau
Du setzest nur voraus, daß sie in ihren LagenRückert
Du siehest Herbes mild im Spiegel des Gedichts.Rückert
Du siehest, hörst, was du nicht hörtest, sahst zuvor.Rückert
Du siehst am besten auch des Königs Angesicht,Rückert
Du siehst das ganze Licht in jedem Farbenstral.Rückert
Du siehst das Höhere vom Niederen getragen;Rückert
Du siehst das Thier nur, weil du selbst nur siehst als Thier.Rückert
Du siehst das Ufer lockend winken;Lenau
Du siehst dein eigen Bild, und hast dich selbst entehrt,Rückert
Du siehst ein weites Leer, und weißt es nicht zu füllen,Rückert
Du siehst es innerlich, und hörst es geistig immer;Rückert
Du siehst gedämpft genug das Licht, daß dichs nicht blende,Rückert
Du siehst in jedem Ding, ob wichtig ob gering,Rückert
Du siehst mich nimmermehr!« Lenau
Du siehst Verbindungen und fühlest eine Lücke,Rückert
Du siehst, daß dieses nicht das, was dir fehlte, war,Rückert
Du siehst, daß mit im Strom zählt jede Einzelwelle,Rückert
Du siehst, es wäre fast der Muth mir selbst abhandenRückert
Du siehst, sie sind vergnügt; warum willst du dich grämen?Rückert
Du siehst, wie jeder Baum zum Sprießen haben mußRückert
Du siehst, wohin du siehst, Zerstückelung, Bruchstücke;Rückert
Du siehst: damit dis Naß vom Heber fließe, mußRückert
Du sitzest, kleines Thier, dort auf der Freiheit Throne.Rückert
Du sollst das Wahre ihm bewähren, ja gewähren,Rückert
Du sollst in seinem Dienst, ein Priester jungalt, ÄhrenRückert
Du sollst soviel du kannst, von welchem dich entfernen.Rückert
Du sollst, geflügelt Kind, die Götter stets umschweben,Rückert
Du sollst, gleich jenem Teich,Lenau
Du sollst, was deiner Art, was deinem Sinn kann eignen,Rückert
Du solltest deine Pflicht, wie er die seine, thun,Rückert
Du solltest dir das Ziel etwas bestimmter stecken.Rückert
Du solltest leben, bis ich meinen Sohn vermählte,Rückert
Du Sonnenstrahl und Mondenschein!Lenau
Du spieltest nicht umsonst, wenn dir zur Lust du spieltest.Rückert
Du sprichst, „Ich setze nichts voraus mehr gegenwärtig,Rückert
Du sprichst: ein Aberglaub’ ist dis und Wahn ein toller.Rückert
Du sprichst: Und lehrest du mich solchen Aberglauben?Rückert
Du steckest in die Spalt’ ein lehmumgeb’nes Rohr,Rückert
Du stehst bewundernd noch in aller Wunder Mitte.Rückert
Du stehst durch sie und fällst, und fällst niemals aus ihr.Rückert
Du stehst, o Schwestergeist, mit sprechenden GeberdenRückert
Du stellest kühn dich hin als Mittelpunkt der Welt,Rückert
Du steuerst in dein Grab. Du segelst in den Tod.Rückert
Du stiller Liebling der Natur!Lenau
Du störst der Lüfte schwanke Ruh,Lenau
Du strebest Tag für Tag durch Lernen wie durch Lehren,Rückert
Du streifest hier ans Nichts, und schweifest dort ins All,Rückert
Du streifest nur mein Aug' und dringst ins Herz nicht tief.Rückert
Du Streiter Gottes und Arbeiter, merk’s, o Geist,Rückert
Du suchest deine Lust, und findest deine Last.Rückert
Du suchst, o Menschengeist, wo auch dein Standpunkt ist,Rückert
Du tauchest die Natur in deines Innern Farben,Rückert
Du thust es durch den Herrn, du thust es für den Herrn,Rückert
Du toter Geier stehst noch immer wild und edel,Lenau
Du trag, ob du der Stift, ob magst die Tafel seyn,Rückert
Du trägst ihn mit an dir, und kannst ihn aus nicht ziehn.Rückert
Du tränkest Roß und Rind, ich tränke Hirsch und Hind;Rückert
Du triebst mit gellendem GeißelschlageLenau
Du tust ihr mit den Blüten weh,Lenau
Du überall in Nacht, und überall zu Tage.Rückert
Du überbietest recht Hochfart mit Höherfart,Rückert
Du überlegest nur, wie er sei auszuführen.Rückert
Du unterscheidest dich durch sie, o Mensch, vom Affen.Rückert
Du Unvergänglichkeit, Vergänglichem inwohnend,Rückert
Du unzufrieden bist und kommst nicht aus mit ihnen,Rückert
Du Vater bist ein Hirt, für Weib und Kind erlesen,Rückert
Du Verjünger der Welt, die, dein entbehrend,Lenau
Du verschacherst alte Kleider;Lenau
Du Vogelsang und Wetterklang,Lenau
Du wägst in deiner Hand beständig mein Geschick,Rückert
Du wagtest, eh der Tod dich grüßte,Lenau
Du wanderst fort, du willst die Welt durchmessen;Lenau
Du wanderst mit den Vaterlosen,Lenau
Du warest eh du warst, und bleibst wann du gewesen.Rückert
Du wärest gern berühmt, von aller Welt genannt,Rückert
Du wärst nicht, der du bist, in diesem Nu der Zeit,Rückert
Du weißt daß über dir doch Sonn' und Sterne sind.Rückert
Du weißt ja, wie ich war, drum weißt du, wie ich bin;Rückert
Du weißt nicht was sie sind, nur was du hast an ihnen.Rückert
Du weißt nicht, ob der Weg wird steil seyn oder eben,Rückert
Du weißt nicht, was es ist, doch hörst du daß es spricht,Rückert
Du weißt nicht, wie er dir noch nützen, schaden kann.Rückert
Du weißt: was wirklich ist, muß möglich seyn, und muß,Rückert
Du wesenloser Zecher!Lenau
Du widersprich ihm doch, der Wahrheit nur zu Ehren!Rückert
Du willst mit Recht, es sei verständlich-unverständlich,Rückert
Du willst zwei Meinungen, erhältst du keine Meinung.Rückert
Du winkst, o Tod; — er schweigt: der erstarrten HandLenau
Du wirst Allseitigkeit nicht als dein Vorrecht preisen.Rückert
Du wirst das helle Bild der Welt im Herzen finden.Rückert
Du wirst dem Wald kein wirksam Lied entlauschen.Lenau
Du wirst dich anders stets, und stets denselben finden.Rückert
Du wirst die Welt in dir nicht mehr die kleine nennen,Rückert
Du wirst es dir bewust: es sind der Sonne Stralen,Rückert
Du wirst es leichter missen,Lenau
Du wirst vom stillen Aste sinken!Lenau
Du wirst zerschellen, und ich werde ragen,Lenau
Du wirst zu seiner Zeit dafür den Lohn empfangen.Rückert
Du wirst, was dich umgibt, als zu gering verachten,Rückert
Du Wolke in der Höh,Lenau
Du wunderlicher Träumer,Lenau
Du wurdest auch gewahr, daß er vorüber käme,Rückert
Du würdest zitterndLenau
Du würdest, einsam wie du bist, mit allen Listen,Rückert
Du zeigst der Schminke barLenau
Du ziehest sie in dich, um sie dir anzugleichen,Rückert
Du ziehst den Schmetterling wol vor dem Salamander.Rückert
Du zweifelst nicht, weil du geworden weiser bist;Rückert
Du zweifelst, weil noch reif nicht deine Weisheit ist.Rückert
Du, Donner, dich empören,Lenau
Du, um sie zu verstehn, mußt sie erst übertragen;Rückert
Du, weil wir weinen, weinst: wir lächeln, weil du lachst;Rückert
Du, Wunderbarer, gabst mir Lust am Wunderbaren;Rückert
Duftend ihre süßen Scheideküsse,Lenau
Duftende Blumen und schlingst sie zum harmonischen Kranz,Lenau
Dufteten gar wonniglichLenau
Dumpf braust der Waldstrom, drängt an die KlippenwandLenau
Dumpf und eilig sich vernehmen,Lenau
Dumpf verhallend und gebrochen.Lenau
Dumpfschweigend sitzt er da und starret soLenau
Düngen nicht das Feld dem LebenLenau
Düngst du deinen Ruhm in ScherbenLenau
Dunkel geht die Flut,Lenau
Dunkel wird es, dunkler immer,Lenau
Dunkelt auch um Ziskas KörperLenau
Dunkle Wolken, die herüberhauchenLenau
Dunklere Gräser.Lenau
Dunkles Weh durch alle Herzen schlägt;Lenau
Dünkt dir kein Poet.Lenau
Dünkt ihr oft, es werde wachLenau
Durch all die Blumen hinLenau
Durch alle Haine weht die Trauerkunde,Lenau
Durch alle Schranken stürzen sich die Fluten,Lenau
Durch ander nichts erhält die Seele Himmelschwung.Rückert
Durch augenblicklichen Genuß uns schon genug.Rückert
Durch Balkenwerk, das wird noch eine Zeitlang nützen.Rückert
Durch besser Scheinen wird kein Schlechter besser werden,Rückert
Durch Blatt und Zweig hindurch, bis ihr gelingt zu blühn!Rückert
Durch blonde Disteln saust der Wind!Lenau
Durch Blumen hin mit trunknem Lallen;Lenau
Durch Büsche ist zu schauen.Lenau
Durch das auf ewig ihm der Brand der Welt verraucht.Rückert
Durch das Dickicht einen Pfad schafft,Lenau
Durch das dunkle Waldrevier;Lenau
Durch das Gefühl, ich sei zu arm es zu erwiedern.Rückert
Durch das nicht was sie sind, durch das was sie bedeuten.Rückert
Durch das noch Niemand hat ein ernstlich Glück erjagt.Rückert
Durch das Ringlein wirft hinunterLenau
Durch das stille SchlafgemachLenau
Durch deine reiche Freudenblüte schauern.Lenau
Durch deine reichen Freudenblüten schauern.Lenau
Durch dem mondversilbertes Laub uns HoffnungLenau
Durch den Abgrund ist ein Quell gestoßen.Lenau
Durch den Blütenstrauch hereinLenau
Durch den Hain mit bangem StoßeLenau
Durch den Himmel wildLenau
Durch den Schimmer ziehn,Lenau
Durch den Strauch, als ob er weine;Lenau
Durch den Wald vom Himmel wehtLenau
Durch den Wüstensand des LebensLenau
Durch Denken wie durch Thun, den Kern des Ichs zu mehren.Rückert
Durch der Lauscher dichte Reihe,Lenau
Durch deren neuen Trieb das Neu' allein gedeiht.Rückert
Durch deren säuselndes GewimmelLenau
Durch des Gewitters wachsendes Gebrause,Lenau
Durch des Kerkers Fenstergitter,Lenau
Durch deß Zertrümmerung dein Glück zertrümmern kann.Rückert
Durch dessen Weh sind hier die Saiten abgesprungen.Rückert
Durch dessen Zug es will gezogen seyn hinan.Rückert
Durch Deutung macht man sie und durch Umgebung milder.Rückert
Durch die aufgerißne Pforte! —Lenau
Durch die Brust dem Liebeskranken;Lenau
Durch die das Menschenherz ist immer neugeboren.Rückert
Durch die enge FensterspalteLenau
Durch die es ewig auf, er ewig nieder steigt.Rückert
Durch die Felsen mit Geheule.Lenau
Durch die flutbeschäumten Riffe!Lenau
Durch die ganze lange Kette der HerzenLenau
Durch die grausen Finsternisse;Lenau
Durch die hohen Wälder der Republik,Lenau
Durch die Kreuze strich der West,Lenau
Durch die Luft.Lenau
Durch die mir leuchten deine Blitze,Lenau
Durch die Natur! Doch jetzt hemmt liebliche Störung den FortgangLenau
Durch die öden Haine wehtLenau
Durch die öden Straßen;Lenau
Durch die Saiten die Vergeltung rauschen! —Lenau
Durch die schönen, liedervollen,Lenau
Durch die stillen Räume.Lenau
Durch die Stoppeln hingeschritten,Lenau
Durch die tiefste Seele gehtLenau
Durch die uns unvermerkt das Leben geht verloren.Rückert
Durch die von außen auch dein Glanz in mich geflossen.Rückert
Durch die Wahlstatt flüsternd gleiten,Lenau
Durch die Wüste, sucht die Quelle;Lenau
Durch die zarte Verhüllung deines SchleiersLenau
Durch diesen Glauben blieb das Volk der Inseln frei,Rückert
Durch diesen Hain zu wallen,Lenau
Durch dunkle Tannen, hörte Menschenworte;Lenau
Durch ein Fenster in die Welt;Lenau
Durch ein Gewaltiges, das in der Mitte stehtRückert
Durch einen schlechten Mann wird oft ein guter besser.Rückert
Durch einen schmalen Rand war sie von ihm geschieden,Rückert
Durch eines ruhenden Vulkanes SpaltenLenau
Durch etwas anders als durch meine Poesie.Rückert
Durch etwas andres, das an sich noch dunkler wäre.Rückert
Durch Fels und Wald mit ungebrochnem Schweigen.Lenau
Durch Geben, weil er kann hingeben, was er liebt.Rückert
Durch Gegenfrage wird die Frage nicht beschwichtet,Rückert
Durch Gottes Hauch erwacht, und Ihn, den Urgeist, preist.Rückert
Durch Gottes Segen wird daraus ein Bau der Welt.Rückert
Durch Heideland, verlaßner stets und trüber.Lenau
Durch je mehr Sieb’ es geht, je feiner ists und reiner.Rückert
Durch jenes alte, das erst zu erklären war.Rückert
Durch Jerusalems Gefilde;Lenau
Durch Kraft von innen das was außen ist davor.Rückert
Durch Kunst und Wissenschaft ist er soweit entronnen,Rückert
Durch Kunst, dein Auge, mehr als von Natur bemerkt.Rückert
Durch Lächeln suchet er und Weinen übers ThierRückert
Durch Land und Meer trieb ihn der Rache Qual,Lenau
Durch Lehren lernen wir; das Sprichwort bleib' in Ehren,Rückert
Durch Leib, Besitz, Beruf, beschränkt und abgeschieden,Rückert
Durch mein Gebein; durch meines Hirnes Schwüle.« —Lenau
Durch mein verfinstert Herz Erinnerungen jagen.Lenau
Durch meine Poesie war mirs zuvor gelungen,Rückert
Durch Mitbewustsein soll sich dein Bewustsein mehren;Rückert
Durch Moderstämme, dürre Todesfinger.Lenau
Durch möglichst süßes Wort dir halb erträglich machen.Rückert
Durch nächtlich dunkeln Hain.Lenau
Durch Nebel taucht’ empor das blutigroteLenau
Durch Ringen mit dem Wort, zum Kampfe mit den Sachen:Rückert
Durch Schnee den leisen MaienkußLenau
Durch seine Dienstbarkeit hat es nur dis erworben,Rückert
Durch seinen dunklen Garten das Geleit.Lenau
Durch soviel Stufen hat das Licht die Pflanz’ erzogen,Rückert
Durch stetes Ringen wird der Schüler meisterhaft.Rückert
Durch Strom und Geklüft zum blutigen Strauß!« Lenau
Durch Strom und Kluft!Lenau
Durch Strupp und Strom gar frisch;Lenau
Durch Tal und Gebirg, durch Meer und Wüstensand.Lenau
Durch thörichte Begier und eitele Gedanken.Rückert
Durch Überliefrungswald um Quell der Offenbarung.Rückert
Durch Übung mehr und mehr wird er derselben Meister,Rückert
Durch und durch die Seele spaltet.Lenau
Durch volkbelebte Straßen,Lenau
Durch welch Geschick du bist aus Land und Reich gefallen,Rückert
Durch Widerlegungen ihm auch die Macht nicht rauben.Rückert
Durch Wies und Feld und durch die grünen Haine.Lenau
Durchaus das Unglück nicht für eine Macht ansprechen.Rückert
Durchbohrt kein Kugelschuß auch dies Gesinde.Lenau
Durchdringen und beziehn, begründen und erklären,Rückert
Durchdringt als Lebenssaft von dort der Pflanze Glieder.Rückert
Durcheilst du alles schnell, so wirst du vieles sehn;Rückert
Durchhauchen und durchblühn, durchscheinen und durchschönen;Rückert
Durchrauschen äffend unser Herz; es suchtLenau
Durchs Auge strömt er ein als Licht, daß er verkläreRückert
Durchs Denken machst du dir nur das Gefühlte klar.Rückert
Durchs Dickicht seines Heers und Bajonettendorne;Lenau
Durchs enge Pförtchen kommt man immer gut zur Noth.Rückert
Durchs Entspinnen eines TraumesLenau
Durchs Fenster feuernd sein Gewehr.Lenau
Durchs Fenster hell herein die Abendröte;Lenau
Durchs Gestein Erinnerungen.Lenau
Durchs Getös das leise WimmernLenau
Durchs Haar dem toten Kinde.Lenau
Durchs hohe Gras allein der Windhauch stöhnte.Lenau
Durchs Labyrinth der Kunst mit leisem Klang.Lenau
Durchs Land Tirol, allein;Lenau
Durchs Laubgewölb das Licht, Staubregen kaum;Lenau
Durchs Licht erscheinen sie, das Licht nicht sind die Farben,Rückert
Durchs Reich der Formen klomm von Spitz’ empor zu Spitze.Rückert
Durchs Steigen Achtung nicht, noch Mitleid wenn er fällt.Rückert
Durchs Tanzgewühl, durch die Gestaltenßucht,Lenau
Durchs ungeheuer nächtliche Gebiet.Lenau
Durchs wechselvolle Leben!Lenau
Durchschimmernd, wann sie fällt, vortritt in klarer Fülle.Rückert
Durchschliefen kühl die Nacht, erwachten früh und riefen:Rückert
Durchströmen und durchwehn, durchrauschen und durchdröhnen,Rückert
Durchzuckt das weiche Mutterherz,Lenau
Dürft’ ich sie nicht ums Grab geliebter Kinder schlingen.Rückert
Dürr der Wald; — ich duld es gerne,Lenau
Dürr ist es noch, es wuchs nur junges Grün dazwischen.Rückert
Durstig zieht die KarawaneLenau