Lyrik


Gedichtzeilen Do

Doch — nun schweigst du, wie zu lauschen,Lenau
Doch abgewandt vom störenden Gesichte,Lenau
Doch abgewöhnen mußt du dir’s als ungebürlich.Rückert
Doch abwerts von dem Haus wenn ich mich wenden wollte,Rückert
Doch all der Trost war leider nur geträumt;Lenau
Doch alle Herzen, die vordem sein Zorn gekränkt,Rückert
Doch Aller Einheit sollst du seyn, nicht eins von allen.Rückert
Doch aller Schein der Sonnen,Lenau
Doch alles Einzelne als Ganzes zu verstehn.Rückert
Doch alles, was daran wir sehn, ist wirklich dran.Rückert
Doch als Bescherer wird an Einem Tag geehrt.Rückert
Doch als den Göttern er Gestalt und Leib gegeben,Rückert
Doch als der Abschied kam, verrieth die holde SchamRückert
Doch als Dichter bist du kläglich!Lenau
Doch als die Glieder drauf sich los vom Haupte rissen,Rückert
Doch als die Sonne stieg, ward es von selber klar,Rückert
Doch als er einst die Brust gesogen bis aufs Blut,Rückert
Doch als ich um mich sah, war es ein grasend Lamm,Rückert
Doch als ich ungestüm mit meinen Bitten drang,Rückert
Doch als mit bittendem Befehl der König dringt,Rückert
Doch als sie heim nun kam, war ihr zuvorgekommenRückert
Doch als sie weihend will den Segen sprechenLenau
Doch als verrätherisch in Sommerglut erloschRückert
Doch als von vorn ins Buch es wieder gieng aufs Jahr,Rückert
Doch als zum Manne nun das Weib hinzugekommen,Rückert
Doch als zum Vater dort hinzu die Söhne kamen,Rückert
Doch am freundlichsten vor allenLenau
Doch am Gebiß vorüber knappLenau
Doch am verborgnen Ort hat es ein Dieb gestolen.Rückert
Doch an der Steile stockt das Roß von schlechten Ahnen.Rückert
Doch an des Walds geheimstem Ort,Lenau
Doch andere zu sehn, und schöner sie zu finden,Rückert
Doch anders ist es, ja es ist kein andrer Rath,Rückert
Doch anders wird das Seyn durch anders denken nie.Rückert
Doch anders, wenn sie an dich haucht mit eis'gem Sturm,Rückert
Doch andre Menschen schreitenLenau
Doch andre sagen, nicht daß er den Weibchen grolle,Rückert
Doch andre thun’s ihm gleich, und habens minder noth.Rückert
Doch andre Wesen sind noch denkbar außer dir,Rückert
Doch Anmuth nur gefällt und freut auf längre Dauer.Rückert
Doch Anspruch hast du dann auf höchsten Ehrentitel,Rückert
Doch Anspruch machen zwei aufs völlig gleiche selten.Rückert
Doch Antwort nicht zurück ihm bringen.Lenau
Doch ärgern soll sich nicht an diesem Dienst der Götzen,Rückert
Doch ärmer werden soll kein Geist, wenn angehauchtRückert
Doch auch dem Theile wird es nicht zum Heil gereichen,Rückert
Doch auch den Süden deckt der Tod mit seinem Netze.Lenau
Doch auch den Trieb in dir vollkommner stets zu werden.Rückert
Doch auch die Freundlichkeit verschweigt ihr mir weswegen?Rückert
Doch auch die Schnelligkeit des Denkens scheint geringerRückert
Doch auch ein schönes Glück ists, niemals fertig werden.Rückert
Doch auch Einseitigkeit in rechter Art ist gut;Rückert
Doch auch im Neuen ist ein eigner Reiz enthalten.Rückert
Doch auch kein Sonnenstral, daher sie sauer blieb.Rückert
Doch auch nicht gegen deins das Recht der Welt verachten.Rückert
Doch auch noch nicht ganz Thier, ans feste Land zu steigen;Rückert
Doch auch nur Schlimmes meist, das unsre Ruhe stört.Rückert
Doch auch verdienstlicher ist nichts in beiden Welten.Rückert
Doch auch von denen, die am Baum gewachsen sind,Rückert
Doch auch zu helle sind für die nicht die da starben.Rückert
Doch auch zur Niederung wo du dich schienst zu neigen,Rückert
Doch auf dem Goldberg wohnt Kuwera, Gott der Güter,Rückert
Doch auf dem halben Weg zur Welt ist er zum GlückRückert
Doch auf der großen Reis' ist dis Geleite schwach.Rückert
Doch auf der Schwelle bleibt der Fuß heraus gedehnt.Rückert
Doch auf seinem Grabe blühen wollen?Lenau
Doch aufgewärmt ist nicht, was von der Vorzeit TischRückert
Doch aufwerts zog er ihn die hehre schwere Kluft,Rückert
Doch aus dem Äußern wer gelangt zum hellen Ich,Rückert
Doch aus dem Schlund die Wut noch blinkt;Lenau
Doch aus des Walds Verdüstern,Lenau
Doch außen an dem Kelch die Schuppe wasserfrischRückert
Doch bald laut die Schlange: Medisance.Lenau
Doch beide suche stets ins Gleichgewicht zu bringen.Rückert
Doch berieseln warme TränenLenau
Doch besser thust du, was auch wohl den andern thut.Rückert
Doch besser wärs, mir hätt er nicht geschienen.Lenau
Doch beten, daß sie Gott euch gnädig lass’ umschiffen.Rückert
Doch betracht ich dich genauer,Lenau
Doch Bienen sind gewohnt zu ruhn auf höchsten SpitzenRückert
Doch bildet es sich um, je weiter um es geht,Rückert
Doch bildet’ ich mir ein, hätt’ ich es je versäumt,Rückert
Doch bin ich nichts davon und sage:Lenau
Doch bis die Lebensfüll’ erwacht im Erdgefild,Rückert
Doch bis ich zu dir mag ziehnLenau
Doch bist du nun vorbei, und wendest dich zurück,Rückert
Doch bist du's nicht wie sie, du selbstbewust, sie blind.Rückert
Doch bist du, was du bist, am wenigsten durch dich;Rückert
Doch bitt' ich, daß du mir den Schaden dadurch büßest,Rückert
Doch bleibt der Trieb in ihr, der sie zum Höchsten treibt.Rückert
Doch bleibt dir etwas noch zu thun das nützlich ist.Rückert
Doch blickt ich oft zu ihm hinnieder,Lenau
Doch blieb am Ende noch genug Vorhandenes.Rückert
Doch blieb auch eine Wehmutspur.Lenau
Doch blind und sehend macht, zum Frommen und zum Schaden,Rückert
Doch brachten sie vielmehr die Zwerge selbst in Noth.Rückert
Doch brauchen solltest du so alle Künst' als Waffen,Rückert
Doch bricht der Räuber, allbegehrend,Lenau
Doch dafür einen Stral auf seinem Angesicht.Rückert
Doch dann bist du beglückt, wenn dir den engen RaumRückert
Doch darauf kann sogleich der schlichte Sinn erwiedern:Rückert
Doch daß die Gegenwart nicht eng dir sei und klein,Rückert
Doch daß du sie nur steckst, das sollst du nicht vergessen.Rückert
Doch daß er nicht mehr sei, versuch’ ihn zu bezwingen.Rückert
Doch das Erstrebte kann dem Geiste nie genügen.Rückert
Doch daß es möglich war, das hab’ ich zu beklagen.Rückert
Doch das Geheimniß nie ans Licht des Tages kehren.Rückert
Doch das ist eine Pein, was klingt wie Vögelein,Rückert
Doch das ist seine Lust stets neue zu erschließen.Rückert
Doch das Niedre nie verlassend.Lenau
Doch daß sie mir nunmehr als eitel dar sich stellt.Rückert
Doch das that ich, wem that die Unschuld was zu Leid?Rückert
Doch daß unsrer Tat GeheimnisLenau
Doch das verschiedne gibt sie nicht zu gleicher Zeit.Rückert
Doch dein Ernst, o Nacht! erreget des weiseren LebensLenau
Doch dein Graugaul sträubt die Ohren,Lenau
Doch dein ist das Verdienst, daß du den Samen streutest,Rückert
Doch deine Aufgab’ ist, die beiden auszugleichen,Rückert
Doch deine Leiden, wenn du sie willst zahllos meinen,Rückert
Doch deinen Scharfsinn laß nicht in der Schärfe glänzen.Rückert
Doch deines Feindes Freund zu heißen, muß ich lassen,Rückert
Doch dem erlassen wir die Weltgefälligkeit,Rückert
Doch dem Gehörten ist Anschaulichkeit verliehn,Rückert
Doch dem geweihten Aug' erkennbar ist sie nur.Rückert
Doch dem Versinken nah, sieht er die Rettung winken.Rückert
Doch dem Versinken nah, sieht er die Rettung winken.Rückert
Doch dem, der etwas glaubt, fällt andres glauben schwer;Rückert
Doch den Brahmanen ziemt gemäßigte Entsagung:Rückert
Doch den einen von den WachenLenau
Doch den Frohen, RuhelosenLenau
Doch den Gott in sich entdecken.Lenau
Doch denk ich hier im WaldesdämmernLenau
Doch denk’ ich von der Müh mir zweierlei Gewinn;Rückert
Doch denke darum nicht, daß du nichts rechtes thust.Rückert
Doch denke: denkest du denn auf der Welt allein?Rückert
Doch denkt er nicht der eignen Sache,Lenau
Doch der alte treue MarkoLenau
Doch der Begriff ist nicht des Dinges Inbegriff.Rückert
Doch der begünstigte vor Überfluß verderben.Rückert
Doch der beschämte sagt: da Gott in mir es schaut,Rückert
Doch der Freund ist mir verloren,Lenau
Doch der gelinde Weg, wie man am schönsten siehtRückert
Doch der Husar hält fest; hu! hu!Lenau
Doch der Jüngling hört es schweigend,Lenau
Doch der König selbst, der schwache,Lenau
Doch der Liebe zarte BlüteLenau
Doch der Musik und des Weines Toren,Lenau
Doch der Spaziergang dient zu unserer Bewegung.Rückert
Doch der Strahl der Wüste zündetLenau
Doch der verachtet noch nicht ist, der sie verachtet.Rückert
Doch der Verwandtschaft kann die Liebe wohl entbehren.Rückert
Doch der Wehmut stilles LächelnLenau
Doch der Wüstendurst ist mächtig,Lenau
Doch der Zug, die Treppe nieder,Lenau
Doch der, nach welchem Schul' und Sekte sich nicht nennt,Rückert
Doch des Hasses herbste FülleLenau
Doch des Steines hell GefunkelLenau
Doch des Verschiednen Streit soll ausgeglichen seyn.Rückert
Doch des Worts ist, so und so,Lenau
Doch deutlich mir, daß du, mit deinem Looß zufrieden,Rückert
Doch deutlicher fühl’ ichs in diesem Augenblick.Rückert
Doch dich nicht lehren will ich dieses, o mein Sohn;Rückert
Doch dich umbildend, mußt du stets dich selbst behalten.Rückert
Doch Dichter sind gewohnt, zu singen toten Ohren.Lenau
Doch die Ausgleichung ist verschieden zubenannt.Rückert
Doch die Baumeisterin baut immer Neues wieder,Rückert
Doch die Berauschten merken es nimmer,Lenau
Doch die Berge sich verdunkeln,Lenau
Doch die Besiegten würgt er schonungslos kaltblütig.Rückert
Doch die Blumen jetzt verblassen,Lenau
Doch die Erschüttrung hilft der Geist dir überwinden.Rückert
Doch die Geschichte sagt, daß, in die Brust geprägt,Rückert
Doch die Kastanie, die eben sich erkeckte,Rückert
Doch die klare FeldherrnruheLenau
Doch die Menschen kommen nimmer.Lenau
Doch die mit freier Kunst dichten die freien StrofenRückert
Doch die Mütter sterben bald;Lenau
Doch die Taten werden dauern.Lenau
Doch die trüben Gestalten verhüllt Nacht, ewige Nacht dann.Lenau
Doch die verglomm’ne schürt noch Andacht im Gemüth.Rückert
Doch die Verschiedenheit von beiden nicht gering.Rückert
Doch die Versöhnung ist dem Streit schon eingewoben,Rückert
Doch die Zigeuner blieben hier,Lenau
Doch die Zufriedenheit ist über Nacht vorbei.Rückert
Doch die Zukunft hörte rauschenLenau
Doch diese Freud’ ist dein, daß viele freun sich können,Rückert
Doch diese schwieg, ob solches ihr gefiele.Lenau
Doch diese Unschuld auch ist nur vergleichungsweise.Rückert
Doch diese Wehmut, die herbe,Lenau
Doch diese zeigen sie, weil jene sie verstecken.Rückert
Doch diesen andern Sinn zu missen, den im Ohr,Rückert
Doch dieser sinnet nur auf des Erlittnen Rache.Rückert
Doch dieses, was aus gar zu fremden Augen schaut,Rückert
Doch dir geschiht dein Recht, wie ihnen ihrs geschehn,Rückert
Doch dir zur eigenen Erbauung mach es klar.Rückert
Doch dis: von Gott zu Gott! ist meine Zuversicht.Rückert
Doch doppelt ist der Gott, der Glaube doppelt auch,Rückert
Doch doppelt jenem, der Grund hätte stolz zu seyn.Rückert
Doch doppelt sündigen, die böses Beispiel gaben.Rückert
Doch doppelte Gefahr droht her von Strom und Klippe,Rückert
Doch dort der Hüter spricht: Wie? ist es ohne Schmutz?Rückert
Doch draußen in der Luft rauscht' es wie Lenzgefieder.Rückert
Doch draußen in der Welt wird es davon nicht Nacht.Rückert
Doch du bist dort und hie, und bist nicht hie noch dort.Rückert
Doch du bist länger als der Weg, den ich muß gehn.Rückert
Doch du blühst wie dazumal,Lenau
Doch du gefalle dir, weil dir die Welt gefällt,Rückert
Doch du gewahrest bald, ein Lehrer widersprichtRückert
Doch du jagtest fort und fort.Lenau
Doch du lächelst freudenvollLenau
Doch du mußt, hat dich mein Arm umfangen,Lenau
Doch du schweigst und hast nicht einenLenau
Doch du stäubtest fort im Gleise,Lenau
Doch du, o Mensch, bist kein elementarisch Wesen,Rückert
Doch du, stets anders, mußt auch immer besser werden.Rückert
Doch dunkel, unbewußt woher? und wie?Lenau
Doch durch den Widerspruch hebt es sich auf mitnichten;Rückert
Doch edler als die Luft an der KarrikaturRückert
Doch eh ich mich besann, so war es schon vorbei,Rückert
Doch eher ist die Zeit gewesen als der Raum,Rückert
Doch ehr als halbes Lob wünsch’ ich dir ganzen Tadel.Rückert
Doch ehr entscheiden sollt’ ihn Stimmenminderheit.Rückert
Doch Ehre völlig rein ist solchem nicht verliehn;Rückert
Doch ein Anblick tiefrer Trauer,Lenau
Doch ein Einsiedler sitzt vertieft dort in Gebeten,Rückert
Doch ein entsetzliches, sie nur durch Geist zersetzen.Rückert
Doch ein Gedankenkeim, wohl im Gemüth behalten,Rückert
Doch ein Gefühl erwacht ihm in der Brust und spricht:Rückert
Doch ein Geschrei zerreißt den leichten Schöpferwahn,Rückert
Doch ein Gesunder ißt und trinkt, was ihm behagt,Rückert
Doch ein Ozean der TiefeLenau
Doch ein so schönes Bild, das statt der Sache gnügt,Rückert
Doch ein verkehrter wird sich niemals recht geberden.Rückert
Doch ein zauberkundiger Menschenfreund.Lenau
Doch ein’ge sind von Wachs, woran wirst du’s erkennen?Rückert
Doch eine Ahnung, daß ich ewig bin von Stamme,Rückert
Doch eine Muschel ruht, gefüllt mit Weh und Lust,Rückert
Doch eine rief im Kreis: Still! junge Jahrespflanzen,Rückert
Doch eine Spur davon, und ich will sie dir deuten,Rückert
Doch eine Unschuld war es nur vergleichungsweise.Rückert
Doch eine weiß ich von der Kinderunart frei,Rückert
Doch einem glücklichern, der hinter mir herschreitet,Rückert
Doch einen goldenen stellt' er an dessen Stelle.Rückert
Doch einen guten Kern müßt ihr dem Willen gönnen;Rückert
Doch einen Stachel läßt der Kampf zurück im Herzen;Rückert
Doch einen weiß ich, der ihn darf nicht schauenLenau
Doch einer eilt voraus den andern auf der Bahn.Rückert
Doch Einer ist der bleibt und ist der Wind an sich:Rückert
Doch einer muß zuletzt der Vorzug seyn beschieden.Rückert
Doch eines macht mir noch die Klage trüber:Lenau
Doch Eines sag’ ich dir, wenn es dir soll gelingen,Rückert
Doch eines schmückt ihn schön, was dir gebricht,Lenau
Doch eins behielt’ ich selbst zur Reise gern zurücke.Rückert
Doch eisern mochte nicht dein Wille sich erweisen.Lenau
Doch er führt die Mutter abendsLenau
Doch er sah’s unerstaunt, als sei es ihm geläufig,Rückert
Doch er sieht den Bauer scheiden,Lenau
Doch Erd’ und Himmel ist dagegen, Sonn’ und Stern.Rückert
Doch erleuchtet ist sie hell.Lenau
Doch es auch blühen sehn in seinem Haus und Garten.Rückert
Doch es dunkelt tiefer immerLenau
Doch es fehlt auch nicht an frommen.Lenau
Doch es ging von dem GesprächeLenau
Doch es ist dem HeimgekehrtenLenau
Doch es ist kein Weibgeborner,Lenau
Doch es kam der Geist nie wieder,Lenau
Doch es nach deiner Lust ausschmücken und erheitern.Rückert
Doch es schnüffelt noch sein HündleinLenau
Doch etwas darf darin und soll seyn unverständlich,Rückert
Doch etwas, weder gut noch böse, was vollbrachtRückert
Doch eure Liebe wird dem Unglück frommen,Lenau
Doch ewig blühen die Rosen nicht fort.Lenau
Doch ewig ohne HülfeLenau
Doch Falschentwickeltes steht fest in Misgestalten.Rückert
Doch Falsches, Hässliches auch hat er angedeutet,Rückert
Doch fliegt der Vogel weg, so schwankt davon der Ast.Rückert
Doch flüsterst du leise,Lenau
Doch fragst du wo denn sei des Alters Schwing’ und Blüte?Rückert
Doch fragt von Zeit zu Zeit: Gehst du auf guten Wegen?Rückert
Doch fremdes Denken kann dem eignen Denken schaden.Rückert
Doch Freud' ist Geistesthat, zur Freud' ist er berufen;Rückert
Doch freue dich, zu sehn, daß sich der Finder freut,Rückert
Doch Frühlingsblumen nicht kann wecken auf den Auen.Rückert
Doch fühle dich mit Lust von Endlichkeit umfangen.Rückert
Doch fühle, daß er thun das Gröste soll und kan;Rückert
Doch fühlest du in dir ein Andres unvergänglich,Rückert
Doch fühlst du, ob du bist im Sinken oder Steigen.Rückert
Doch fühlt der Mensch soweit vom Ursprung sich getrennt,Rückert
Doch fühlt kein Freund sich aufgelegt, von unbequemenRückert
Doch fuhr er kaum vom Schlummer auf,Lenau
Doch für den Rechnerblick die Rechnung ausgeglichen.Rückert
Doch für dich ist es verschlossen,Lenau
Doch für die eigene war er gerad' ein rechter.Rückert
Doch für die Ewigkeit wird es nicht aufgehoben.Rückert
Doch für die feine Welt bin ich stets ungeschlacht.Rückert
Doch für die Geisterwelt was soll des Bösen Schatten,Rückert
Doch furchtbar ist der Tod, ein Grauen nicht zu zwingen,Lenau
Doch ganz ist äußerlich geworden Stein und Erz,Rückert
Doch ganz steckt jeder ein, was ihm ist zugefallen.Rückert
Doch ganz unglücklich ist, wer allen Umgang haßt,Rückert
Doch geben kann dein Wunsch den Tagen keine Flügel;Rückert
Doch gegen ihre Flut ihn auch zum Damme brauchen.Rückert
Doch geheim ist seine StelleLenau
Doch gehst entgegen du dem Leide,Lenau
Doch geht er immer trüb, so find' ichs ungebürlich.Rückert
Doch Geister, was die Herrn mit ihren Geistern meinen,Rückert
Doch gibst du ihm ein klein Almosen, sagt er drauf:Rückert
Doch gibt es andere, die anders aus nicht kommen;Rückert
Doch ging es auch langsam, ging es doch froh;Lenau
Doch glaubt es leichter hier: wir sehn uns wieder,Lenau
Doch gleich danieder schlägt den Wahn, und die VerachtungRückert
Doch Glück ist auch, daß man stets neu ein Glück begehrt,Rückert
Doch glücklich wenn dir ward zum Stachel dis Verletzen,Rückert
Doch Gott und dein Gemüt, sie würden sich vermischenRückert
Doch gut ists auch, daß ers erkenn' als mangelhaft,Rückert
Doch gut ists, daß sie Zeit dir gönnen zum Entfalten.Rückert
Doch hab ich noch die Kraft, zu stoßen euch zum Grunde. —Lenau
Doch hab’ ich mich bedacht und dieses Lied ersonnen:Rückert
Doch haben Götter nicht und Menschen gleich Gespann.Rückert
Doch haben nie die Höhn des Weltbegriffs erklommen.Rückert
Doch hält der Ackersmann von hier und der von dortRückert
Doch halte drum, was du gemacht hast, nicht für schlimmer.Rückert
Doch halte nicht zu nah und nicht zu fern das Buch,Rückert
Doch halten kann nicht lang des stolzen Wahns Umschildung,Rückert
Doch hascht ich ihn, bis in des Waldes MitteLenau
Doch hast du den Genuß, daß du dich Schöpfer spürest.Rückert
Doch hast du die Vernunft geschaffen, dich zu denken,Rückert
Doch hast du geist'ges Öl, und du hast geist'ge Flammen,Rückert
Doch hast du was von einem Henkersknecht,Lenau
Doch hat der Strom der Schönheit mich bezwungen,Lenau
Doch hat die Einsamkeit nichts andres ihm berichtet.Rückert
Doch hat er Kinder? „Nein!” Nun gut, so mag er sterben,Rückert
Doch hat er schnell sich aufgemannt,Lenau
Doch hat er seine Kunst wie hier auch dort bescheinigt;Rückert
Doch hat er seine Lung’ erfrischt an Himmelshauchen,Rückert
Doch hat er von der Kunst nur einen Theil begriffen,Rückert
Doch hat nachwirkend ihre dunkle MachtLenau
Doch hat nichts, weil die Welt gedurstet, mich gelabt.Rückert
Doch hat solch Wissen nie sie göttergleich gemacht,Rückert
Doch hat, du holde Wunderblume,Lenau
Doch hätt' ihn nach Gebühr der Mann gebaut im Leben,Rückert
Doch hatte kaum der Lenz die sanfte SeeleLenau
Doch hätten sie gescherzt, so wär' er nicht besiegt;Rückert
Doch hättest du damit das Silber überzogen,Rückert
Doch Helden sind die sogenannten Schlechten.Lenau
Doch hielten sie dabei streng ein Gesetz, den LeutenRückert
Doch hielten sie nicht aus das täubende Gepoch.Rückert
Doch hier ein Fischlein ists, das keine andre KraftRückert
Doch hier klagt noch eine Seele.Lenau
Doch hierin ist der Baum im engen GartenraumRückert
Doch hilft dir darum nicht dein Leeres voller Tücke;Rückert
Doch hing die Seele sehnend nach dir hin, ach,Lenau
Doch hinter jedem muß ein neuer Zahnkeim lauern.Rückert
Doch höchste Weisheit wollt’ auch denen Leben gönnen,Rückert
Doch höher liegt, das du erreichen wirst vielleicht.Rückert
Doch höher schlügeLenau
Doch Hohngelächter rasseln seine Bande,Lenau
Doch Honig birgt dein altes Reis,Lenau
Doch hört ich nicht den liebsten Klang,Lenau
Doch hörte man die Frau kein Wörtchen sagen,Lenau
Doch hunderttausend Jahr sind dort ein Frühlingstag.Rückert
Doch hüte dich daß dich dazu nicht Hochmuth bringe.Rückert
Doch ich aus deinem Fund die Falschheit nur des Grundes.Rückert
Doch ihm auch einzig Trost in der Verbannung sagt.Rückert
Doch ihm zu gönnen auch dabei von Zeit zu ZeitRückert
Doch ihm zum Ärgernis sein Thorenspiel nicht treiben.Rückert
Doch ihm zum Glücke gehn die Stern' auf in der Nacht,Rückert
Doch ihn begreifen hab' ich leider wohl gelernt.Rückert
Doch ihn betäuben nicht, noch blenden und verwirren.Rückert
Doch ihn stoßt der Tod mit HohneLenau
Doch ihr Gemeinsames ist menschliche Vernunft.Rückert
Doch ihr Schifflein, hört, ihr andern!Lenau
Doch ihr Schlaf ist auch beglückt;Lenau
Doch ihre Lieb’ und Treu, ihr Glauben und ihr Muth,Rückert
Doch im Bewußtseyn ruht die Fülle dieser Welt.Rückert
Doch im Gefängnisse dem Schicksal nicht entgieng’s.Rückert
Doch im Herzen wird so schwer mir,Lenau
Doch im Land die Geige keinerLenau
Doch immer besser, auch der Sang der Vögel werden.Rückert
Doch immer blieb sie frisch, der Kürbis ist erfroren.Rückert
Doch immer dienen wird dem stärkeren der schwache.Rückert
Doch immer ist ein Kampf, wo wir zu siegen haben;Rückert
Doch immer ist es klar und schön und hold und licht.Rückert
Doch immer noch zu sehr belästigte das ihn,Rückert
Doch immer schweigt noch mein Geschick — ich lausch und weine noch.Lenau
Doch immer sicher ein Geheimnis nicht zu sagen.Rückert
Doch immer sinds die nämlichen Figuren!Lenau
Doch immer war das Spiel ein Klagen, Richten:Lenau
Doch immer will sie selbst noch kommen nicht empor,Rückert
Doch immer wird das nur ein Bild vom Bilde seyn;Rückert
Doch in den Abgrund stürzt dich die Verzweifelung.Rückert
Doch in den Lüften hier blieb seines Liedes Klang.Rückert
Doch in den Menschen, wo sie selber sollte seyn,Rückert
Doch in der Fremde gilts dich rüstig durchzuschlagen.Rückert
Doch in der Sache wol; wenn bringen in VereinungRückert
Doch in der Wolke, wär' er dort wol ohn' ein Auge,Rückert
Doch in des Reichen Mund klingt dieser Trost wie Hohn.Rückert
Doch in die Schranken kommt des Menschen Geist von oben.Rückert
Doch in ihm ist die Welt, sowahr in ihm du bist,Rückert
Doch in seines Auges HöhlungLenau
Doch in uns das Gefühl des Ew’gen unverdränglich.Rückert
Doch in unsern schlimmen TagenLenau
Doch in Welttheilen nicht, noch auch in Sternenkreisen.Rückert
Doch in zwiefacher Art ist jede Frucht vorhanden,Rückert
Doch innerhalb der Art, wird ganz von gleichem Stamm,Rückert
Doch irren kann er dich in deinem Thun mitnichten.Rückert
Doch ist das ein garsehr gefärlich Heldenthum;Rückert
Doch ist das Leichte dann das Himmelstrebende,Rückert
Doch ist die beste, die im ersten hangen blieb.Rückert
Doch ist die Dankbarkeit auch so der schönste Lohn,Rückert
Doch ist die Kraft in dir, stark, reich und groß zu werden;Rückert
Doch ist die welke noch mit Farb' und Duft geschmückt.Rückert
Doch ist dies eitler Wahn, des Weges nimmer müde,Lenau
Doch ist ein eigen Licht für sich ein jeder Stral.Rückert
Doch ist ein ganzer Glanz der volle Blumenkranz.Rückert
Doch ist er ein Cicerone der Schöpfung,Lenau
Doch ist es anders mir beschlossen,Lenau
Doch ist es auch in dir, weil du’s in dir erkennst.Rückert
Doch ist es besser, daß sie so, als gar nicht, gelte.Rückert
Doch ist es fort, schließt sich die Welle zu,Lenau
Doch ist es nicht genug, das Ziel erreicht zu haben,Rückert
Doch ist ihr Element das Licht, und nicht der Dunst.Rückert
Doch ist in ihrem Schein, was uns zum Leben frommt.Rückert
Doch ist in jedem Nu auch neu geboren schon.Rückert
Doch ist kein Menschenleben ohne Wunden.Lenau
Doch ist kein Schein davon auf meinem Angesicht.Rückert
Doch ist sie nicht ein Schaum, und nicht ein Abschaum gar.Rückert
Doch ist sie nicht verloren und zunichte;Lenau
Doch ist zu loben, wer, was er nicht selbst vermagRückert
Doch ists am glücklichsten in seiner Ruh gelassen;Rückert
Doch ists auch außer ihm, sonst wär' es nicht entstanden.Rückert
Doch ists ein niedres Ziel vor jenem, das erreichenRückert
Doch ists ein wicht'ger Schritt, von hier hinübertretenRückert
Doch ists ein Widerspruch, unschuld’ge Löwenbrut;Rückert
Doch ists gethan aus Lust an Gottes Angesicht.Rückert
Doch ists kein Schade, wenn dich auch die Schal’ erfreut.Rückert
Doch jede Jahreszeit erscheint in anderm Lichte.Rückert
Doch jede Senkung ist Erhebung dort hinan:Rückert
Doch jede Wahrheit wird Irrthum im Mund der Thoren.Rückert
Doch jeder ist zuletzt gefangen unwillkührlich;Rückert
Doch jeder mußt du Kern und Schale zuerkennen.Rückert
Doch jenachdem du es anregest, wird sichs regen.Rückert
Doch jener spricht: »Wie, wenn ich dennoch laufe,Lenau
Doch jener, der erkennt die Armuth an den Zeichen,Rückert
Doch jetzo möcht’ ich den zum nächsten Dorfe wissen;Rückert
Doch jetzt, wie wirds der Brust so wohl!Lenau
Doch Jüngling, Greis und Kind steht nicht auf gleichen Stufen.Rückert
Doch kahles Lob, wie zur Abspeisung nur bestimmt,Rückert
Doch kam ein Abend: Maienlüfte wehten,Lenau
Doch käm es, müßt ich weinen,Lenau
Doch kämpf ich mit den heilgen Kampf der Polen:Lenau
Doch kann auch er, indeß ihr bleibt an Wurzeln hangen,Rückert
Doch kann das Ewige nicht anders stehn im Raum.Rückert
Doch kann der Mensch verstehn nur was er recht vernahm,Rückert
Doch kann er nicht zugleich und ganz in jeder gelten.Rückert
Doch kann er sagen wol, daß er sich selber kennt?Rückert
Doch kann ich es nicht glauben.Lenau
Doch kann ichs meiner Seele nimmer wehren,Lenau
Doch kann ihr Lebenstral den Todesfrost nicht schmelzen.Rückert
Doch kann sein Herz auch nicht den ganzen Strom behausen,Lenau
Doch kann vergessen seyn, wozu er es gegeben,Rückert
Doch kannst du nicht im Schmerz die Ruh schon mitempfinden;Rückert
Doch kannst du wie du willst nach deinem Sinn es deuten,Rückert
Doch kaum daß sie geklungen hatten,Lenau
Doch kein ›Allah!‹ Antwort ruft.Lenau
Doch kein Fisch, der sich erhübe,Lenau
Doch keine Freiheit fand der Mann.Lenau
Doch keine Rose je zu Tode rühren,Lenau
Doch keine Rose je zu Tode rühren:Lenau
Doch keine Schrift so fest wird als die erste bleiben.Rückert
Doch keinem fällt es ein, den ganzen Markt zu kaufen:Rückert
Doch keinem ist der Mut beschert,Lenau
Doch keiner der dort ist erzogen und geboren.Rückert
Doch keiner diene, dem nicht wohnt ein Gutes bei.Rückert
Doch keins der Bilder dient zu gründlicher ErbauungRückert
Doch klug besinnt er sich die Eintracht zu entzwein.Rückert
Doch knechtisch hinterdrein nur der Geschichte rennt.Rückert
Doch kommst du aus der Welt, so bist du erst willkommen.Rückert
Doch kommt ein Sturm jetzt über meine Saiten,Lenau
Doch kommts dem Menschen nur herab vom Paradiese.Rückert
Doch König Raghu spricht: Ist mir der Ruhm geblieben,Rückert
Doch können sie den großen Schmerz bereden,Lenau
Doch können sie so ganz den Menschen niemals gleichen,Rückert
Doch können zwei sich schon vertragen, die sich fanden,Rückert
Doch konnt’ er seinen Raub nicht in die Lüfte tragen,Rückert
Doch kränkt dich nicht der bittre SpottLenau
Doch kriechen sie am Staub, ihn spornt es doch zum Äther.Rückert
Doch kühlt sein Anblick nicht, und macht hier doppelt schwül.Rückert
Doch kümmre dich nur nicht! was etwa diesem fehlt,Rückert
Doch Kunst und Geist dient bald zur Wohlfahrt, bald zum Putze.Rückert
Doch lächeln hilft dir nun Herbstabendpurpurlicht.Rückert
Doch lächelnd stirbt der holde Lenz dahin,Lenau
Doch lachend wogte das goldene FeldLenau
Doch lächerlich sich macht, wenn sie sich ernsthaft stellt.Rückert
Doch lag es um die Lippen ihm so kühl,Lenau
Doch laß dich nur den Druck, den Anstoß dich nicht kümmern,Rückert
Doch laß dir deuten recht die Hinterlassenschaft,Rückert
Doch laß ihn nur zu Haus, so fehlt er dir gewis.Rückert
Doch laß soweit du kannst nur deine Liebe reichen,Rückert
Doch laß von keiner Macht, von keinem Ruhm dich zwingen,Rückert
Doch läßt mein Herz auch nur vom Weltgeschick sich führen,Lenau
Doch leben will auch sein Gemüt im eignen Kleinen.Rückert
Doch leicht erkennest du: im Grund ist eins das drei.Rückert
Doch leichter ist gesagt dergleichen als gethan;Rückert
Doch leichter wird es deinem Herzen,Lenau
Doch leidest du nur halb, was du verdient nicht hast.Rückert
Doch lerne schließen auch, was schwerer ist, das Ohr!Rückert
Doch lernen mußt du es, sonst kannst du es nicht thun.Rückert
Doch leuchtet nicht am FirmamentLenau
Doch lieben lernest du, wo du bei Blumen bist,Rückert
Doch lieber sollten wir ihm einen Führer geben,Rückert
Doch lieblich wechselnd, wie der See am schönen Tage;Rückert
Doch ließ’ ich hier euch los in der euch fremden Stadt,Rückert
Doch ließen dieses sich die Weisen wol verdrießen,Rückert
Doch machen kann sie’s nicht, das kannst du, Kunst, allein.Rückert
Doch macht dir nun ein Thier den Vorzug streitig kaum,Rückert
Doch macht ja wohl ein Fürst auch durch sein Land die Fahrt,Rückert
Doch macht kein Sternenschein zum Tag die Finsternis.Rückert
Doch mancher lief auch durch auf flüchtigem Besuch,Rückert
Doch mancher Reiz, der leichten Haft entsprungen,Lenau
Doch mancher Wirth ums Geld mit Artigkeit betrogen.Rückert
Doch manches will und muß durchs Auge nur geschehn.Rückert
Doch manchmal denk’ ich, ob nicht sei erkauft zu theuerRückert
Doch manchmal denk’ ich, ob nicht sei erkauft zu theuerRückert
Doch mäßig isset er, und so ermisset erRückert
Doch mehr als ich gedacht, labt' ich mich an den Leuten.Rückert
Doch mehr als Ringlein, Perlenschnur und Spangen,Lenau
Doch mehr nun freut mich, daß ich rang, als was errungen.Rückert
Doch mein Herz erschrickt,Lenau
Doch meine Wohnung soll in stillen Schatten stehn.Rückert
Doch meinen kann sie’s nie recht ungestört und still,Rückert
Doch meint ich nun und immer nochLenau
Doch Menschen, weniger für fremde Menschheit blind.Rückert
Doch merkt dein Rad sie nicht, bis es sich dran verletzt.Rückert
Doch milderts mir dein frühes Scheiden,Lenau
Doch minder deutlich wol am Weg die Gräser sehn.Rückert
Doch mir im HerzensgrundLenau
Doch miß nicht seine Tief', und laß auch andre nichtRückert
Doch mit bewaffneten, o Sohn, die Nebelsterne,Rückert
Doch mit dem Dank darauf will keiner sich befassen,Rückert
Doch mit den Geistern erst die Zeit in Gott entwallen.Rückert
Doch mit der Schöpfung Glanz im Schöpfer dich versenken.Rückert
Doch mit jedem MorgenlichteLenau
Doch mit Staub die RosseshufeLenau
Doch Mittelmäßigkeit ist beider untheilhaft.Rückert
Doch mögest du an dir die Weisheit nie erproben.Rückert
Doch Möglichkeit ist leicht, Nothwendigkeit so schwer;Rückert
Doch Morgenröthe kam heran mit glühnden Wangen,Rückert
Doch munter spielt der Fisch in seinem Element,Rückert
Doch muß der Menschengeist nur seine Waffen nützen,Rückert
Doch muß ein Gläubiger schon seyn, wer sie annimmt.Rückert
Doch muß ich wieder glaubenLenau
Doch müssen sie vorüberfahren,Lenau
Doch mußt du einsam ihn beschreiten,Lenau
Doch mußt du freiem Volk hübsch aus dem Wege gehn.Rückert
Doch mußt du nun dein Brot bei andern Thüren suchen.Rückert
Doch mußt du's nicht dein Selbst, du selbst mußt sein dich nennen.Rückert
Doch nach einander gehn der Gäste viele drein,Rückert
Doch Naciketas sprach: Wenn ich die Weisheit habe,Rückert
Doch nebenaus von dem Getriebe war ein NischchenRückert
Doch nebst dir und deinem WolkengewimmelLenau
Doch nein! mich höhnten finstre Mächte!Lenau
Doch nein! mich täuscht mein Sinn, als ob zum WettergrimmeLenau
Doch nein, es hat in dir den Wunsch nur aufgeregt,Rückert
Doch neues Leben ist von oben angezündet,Rückert
Doch neues Leben stets von meinem Hauch erwerben.Rückert
Doch Neulust, die sich wohl des Neuen mag erfreuen.Rückert
Doch nicht auf diesem Stand, doch auf dem Staate nur.Rückert
Doch nicht auf Lebenszeit, dem strengen Jogi gleich,Rückert
Doch nicht der Polenheld erwacht.Lenau
Doch nicht der Reiche noch sein Gutsverwalter ließenRückert
Doch nicht erreicht — der Schmerz erscheintLenau
Doch nicht fand ich die Kost so dürr und magerLenau
Doch nicht Geld, noch Brot, kein Labekrug,Lenau
Doch nicht ruhmredig mußt du es anpreisen allen.Rückert
Doch nicht sieht er, die er suchetLenau
Doch nicht unendlich sei der Raum deswegen eben.Rückert
Doch nicht unheilbar ist ein Herz das Unruh fühlt,Rückert
Doch nicht wächst Nichts darauf, weil du es nicht gebaut;Rückert
Doch nicht wird Wahrheit durch zwei Äußerste, verbunden,Rückert
Doch nicht zur Freude sind geladen alle Gäste.Rückert
Doch nicht, gebrochne Blume, du! —Lenau
Doch nichts zu machen mehr ist aus dem Überspitzigen.Rückert
Doch Niemand glaubt es mir, es ist ein Ärgernis.Rückert
Doch Niemand reißt, was er mit Müh gebaut, gern ein.Rückert
Doch nimmermehr laß ich von euch mich dingen!«Lenau
Doch nimmst du ihn verkehrt, so fließt der Heber nicht.Rückert
Doch nimmst du Meines mir, ists nicht genug, daß duRückert
Doch nimmst du selbst ihn ein, wird er mit Lust dich nähren,Rückert
Doch nimmt er sie ins Maul gleich einem süßen Brote.Rückert
Doch nirgends abgesteckt ist sichtbar eine Grenze.Rückert
Doch noch bequemer wollt’ er haben seine Sachen,Rückert
Doch noth ist heitrer Ernst und froher Lebensmuth.Rückert
Doch nun begnügt sie sich, was sie nicht auszubeutenRückert
Doch nun der Pole schärfer lauscht,Lenau
Doch nun ist halb das Wort um seinen Sinn gekommen;Rückert
Doch nun raffe dich von hinnen,Lenau
Doch nun sind sie dahin! die StundenLenau
Doch nun verhüllen ihn viel Offenbarungen,Rückert
Doch nur dem dritten wird Vorzügliches gelingen.Rückert
Doch nur den Menschen, weil er ist des Lebens Krone,Rückert
Doch nur der Himmel ist des Adlernestes Dach.Rückert
Doch nur die bessere Erkenntnis macht dich frei:Rückert
Doch nur die Kunst besiegt die Stoffverkümmerung,Rückert
Doch nur ein Augenblick! er ist nicht fest zu halten.Rückert
Doch nur ein Thor hat sich zu irren vorgenommen.Rückert
Doch nur ein Toller wird dem Fall entgegen wallen.Rückert
Doch nur ein Zeitvertreib ist dieses und ein Spiel,Rückert
Doch nur Gefühltes bleibt im Angedenken hangen.Rückert
Doch nur getrost! du mußt dir auch aus dem nichts machen.Rückert
Doch nur Verbindlichkeit der Lieb’ unüberwindlich.Rückert
Doch nur wie sich’s gehört, fein still und unentpört!Rückert
Doch nur wo Geist sich hält zusammen mit Anschauung,Rückert
Doch ob ich auch mich in die Schlachten mengte,Lenau
Doch ob sie länglicht ward, ei- oder kugelrund,Rückert
Doch oder wenigstens ihr zahmes Vieh zu weiden.Rückert
Doch Öffnungen sind da gelassen, wo erbetenRückert
Doch oft nach einem Tag, oft schon nach einer Stunde,Rückert
Doch oft, wann du zum Herrn gelangt, hast du entdeckt,Rückert
Doch ohn' ein hier und dort vorläufig Ausgedachtes,Rückert
Doch ohne Anstoß an den nur gedachten Schranken,Rückert
Doch ohne Licht wärs nicht gekommen an den Tag.Rückert
Doch ohne Licht zugleich und Wärm’ ist Feuer nicht;Rückert
Doch ohne Schonung stößt der Alte sie vom Nest.Rückert
Doch ohne Schreck und Grauen trittLenau
Doch ohne Unterhalt wurden die Kinder groß.Rückert
Doch Omar wachet auf, und zeigt in seinem BlickeRückert
Doch pfeifs nicht aus als WahnLenau
Doch plötzlich ihre lauten Klagen stocken.Lenau
Doch plötzlich störe Kettengerassel dich,Lenau
Doch Ranken gibt sie nur, er eines Baumes Krone.Rückert
Doch rechnen sie dir's an als Tugend, Menschenkind!Rückert
Doch reichest du nicht weit mit deinem schwachen Trost;Rückert
Doch reicht ihr Schatten weit noch in den Tag herüber.Rückert
Doch richtet man sich’s ein, wie man’s am liebsten schaut.Rückert
Doch richtig siehst du nie, wo du dich selbst verblendest,Rückert
Doch rings blieb theilnahmlos die schweigende Natur.Rückert
Doch rings ums Ganze stand: Nach diesem sollst du leben.Rückert
Doch rinnen mir noch die Tränen herab,Lenau
Doch Rosen sinds, wobei kein Lied mehr flötet.Lenau
Doch Ruh ist in des Edlen Kammer,Lenau
Doch ruhig starrt das Rohr, und alle Lüfte rasten.Lenau
Doch sagt ein andres Wort! Vom Sehn wird man nicht satt;Rückert
Doch sah er stets die blutge Hoffnung schwinden;Lenau
Doch sah ich deine Tränen zittern,Lenau
Doch sanft im Frühglanz wankt der Wipfel der Zipressen.Rückert
Doch sausen sie mir lange gut,Lenau
Doch schaffen mußt du, was einmal ist dein Geschäfte.Rückert
Doch schauen meinen Schatten.Lenau
Doch scheinen innerlich die Berge nachzusprießen,Rückert
Doch scheinst du anzusehn nur die gewelkten Glöckchen,Rückert
Doch schien er plötzlich zu erschreckenLenau
Doch schlafen ruhig Weib und Kind.Lenau
Doch schlagen will er so auch der Ungläub'gen Zunft.Rückert
Doch schleudert sie der WindLenau
Doch schließ in Gott dich auf, und fühl’ dich unbezwinglich,Rückert
Doch schlügst du Zahn und Zahn dem Ohrenbläser ein,Rückert
Doch schneller sind, gottlob! die braven Hengste,Lenau
Doch schon auch etwas nur gelitten, mag dich laben;Rückert
Doch schon die Sonne flammt, von dir mich zu vertreiben.Rückert
Doch schon zu deiner Art geworden sind sie nun.Rückert
Doch schöne Glieder sind zum Vorschein hier gekommen.Rückert
Doch Schrecken hemmt die kühne TatLenau
Doch schrecklich, daß die Gäste dran erbleichten,Lenau
Doch schwache Dumpfheit ists, wenn es von selber dröhnt.Rückert
Doch schweigt der Donner allgemach.Lenau
Doch schwer ist leichter Muth in Widerwärtigkeit.Rückert
Doch schwer ists ohne sie im Gleichgewicht sich wiegen.Rückert
Doch schwerlich neidet ihn, wer Schweres schwer erreicht.Rückert
Doch seh ich dort im UntergangLenau
Doch seht, es hat der Witz auch eine Friedensader.Rückert
Doch sein Mut wird stiller immer.Lenau
Doch sein Verständnis nun, wo ist es aufbewahrt?Rückert
Doch seine eigenen sind schwer auf seinem Rücken.Rückert
Doch seine Fäden reißen stets.Lenau
Doch seine Frucht zu sehn, macht Freuden dich ersatten,Rückert
Doch seine Misgunst ist ein Dämon schadenfroh,Rückert
Doch seine Wirkung kann es mittelbar erstrecken,Rückert
Doch seiner Kinder auch das ärmste fühlt sich reich,Rückert
Doch seis mit keinem Hauch beklagt;Lenau
Doch selber das beweist des Lichtes Stärke ja,Rückert
Doch Selbgenügsamkeit in deiner eignen Weise,Rückert
Doch selig sind allein, die sich dir nahe wissen.Rückert
Doch seyn soll die Vernunft in jeder Zunft vernünftig.Rückert
Doch sich gekräftigt fühlt, wer vor sich selbst sich schämt.Rückert
Doch sie bedrängten Würm' und Drachen, und um diesenRückert
Doch sie begnügen sich mit dankenden Gedanken.Rückert
Doch sie hört um Einlaß Worte bittenLenau
Doch sie ist nicht gemacht, du sollst sie helfen machen,Rückert
Doch sie ließ zur AbschiedsgabeLenau
Doch sie mit Liebe hegt Weltangelegenheiten.Rückert
Doch sie sollen hier nicht trinken,Lenau
Doch sie verstanden’s nicht, und glaubten’s nicht, und lachten,Rückert
Doch sie vertrauten auf mein väterlich Geleit.Rückert
Doch sie werden plötzlich heiter,Lenau
Doch sieh den Boden an, er ist vom selben Steine,Rückert
Doch sieh, der Himmel rächt’s zur guten Stunde jetzt.Rückert
Doch sieh, die Quelle springt, und deutet nach den Höhn.Rückert
Doch sieh, nun blicket er aus seinem DienerchorRückert
Doch siehst du’s ihm nicht an, wie sie sich wird entfalten.Rückert
Doch sieht er es nicht, die blassen WangenLenau
Doch sind die Stimmen alleLenau
Doch sind’s dieselben Blätter nimmer,Lenau
Doch so daß sie’s erfreut, nicht so daß sie erschaudern.Rückert
Doch so dem Schlingen nah ist schlimmer als verschlungen.Rückert
Doch so nicht, daß der Stamm müß’ unterm Schmuck ersticken.Rückert
Doch so unglücklich nie, daß nicht die Schale schwererRückert
Doch solche Qual sein Herz nicht merkt,Lenau
Doch solchem Ruf gebührt zur Antwort solches:Lenau
Doch soll der Allgeist nicht im engen Haus verkümmern,Rückert
Doch soll es auch erstrebt nur werden, nicht erreicht.Rückert
Doch sollen sie bald bitterlich erfahren,Lenau
Doch sollt’ ein König nur allein der Weise seyn,Rückert
Doch soviel Weise giebts, wir hoffen’s, in den Landen,Rückert
Doch starker Bänder Kraft, alswie ein Schiff vor Anker.Rückert
Doch staunen werden wir, wann sie nun tritt hervor.Rückert
Doch stehend an der Grenz’, hinüber sehn vom weiten.Rückert
Doch stehn an deinem Ufer frohe Toren,Lenau
Doch stehn, von allen Stürmen unerschüttert,Lenau
Doch steht er fest im engen SchluchtenpfadeLenau
Doch steht es wohl zu hoffen,Lenau
Doch stehts dem Geiste frei, wenn er dazu hat Schwingen,Rückert
Doch stellte gar dich Gott in seinem Garten an,Rückert
Doch sterbend läßt es dir ein Kind, das es gebar:Rückert
Doch Sterbensehen ist der Lebenslust Verderben.Rückert
Doch stets an einem Ort nur eins das Rechte sei.Rückert
Doch stets bedrohen sie die Kinder aus den Ecken.Rückert
Doch stets ein Mittleres von zweien Äußern sei;Rückert
Doch still der Mittelpunkt war der Begeistrung allen;Rückert
Doch stört es nicht den Leichensermon,Lenau
Doch strahlt nun Frieden auf mich niederLenau
Doch sucht die holde NachtigallLenau
Doch sucht mein Dachs noch immer,Lenau
Doch süß zu schwatzen, mit funkelndem Auge,Lenau
Doch tief die Liebe sprichtLenau
Doch tief im Lotoskelch wird nun vom Schlummer frei,Rückert
Doch tiefer auch vom Fluß das Bette stets gewühlt.Rückert
Doch tönt es leiser stets auf Erden hie.Lenau
Doch trägt uns eine Macht von Stund zu Stund,Lenau
Doch traur ich, bis die Gruft mich deckt,Lenau
Doch treibt der Vorwitz ihn, das Räupchen die Natur,Rückert
Doch treu, und warne vor Gefahr.Lenau
Doch tröst ich mich: er kann nicht ewig singen.Lenau
Doch Trost und Lohn dir seyn: Noch ruhend wirkest du.Rückert
Doch tröste dich, wer weiß du hättest, wohlbeflissenRückert
Doch Tyrannei ist Mutter der Empörung;Lenau
Doch über eine Schlucht zur Seit' herüber drangRückert
Doch über Fehler, die er hat, erhaben sei.Rückert
Doch über’m Auge hat den Platz der Geist genommen.Rückert
Doch überall ist Raum gespart, als sei er theuer.Rückert
Doch übers Leben sich hinwegzuwünschen scheun.Rückert
Doch übt die Eigenheit ihr Recht am Überkommnen.Rückert
Doch um die Sommerwend' erwachten laute Gäste.Rückert
Doch um die Stirne war noch hell der goldne Reif.Rückert
Doch um dir zu ersetzen,Lenau
Doch umsonst! sein klagender Ruf verhallt inLenau
Doch un verkümmert blieb der edle Mann,Lenau
Doch unbedachtsam stört' ich ihren freien Flug,Rückert
Doch unbefangen fühlt der Geist des Geistes Walten.Rückert
Doch unbefriedet bleibt im Innern dein Gefild.Rückert
Doch unbestimmt, wieviel er in den Kreis aufnimmt.Rückert
Doch unbeweglich dort steht fest ihr goldner Schild.Rückert
Doch unentschieden schwankt viel andres zwischen beiden.Rückert
Doch unerschütterlich auf den vier Pfeilern stehtRückert
Doch ungeheiligte vom Glauben drücken nur,Rückert
Doch ungern läßt sie sich das Allerkleinste nehmen.Rückert
Doch ungestraft kann sich kein Guter schlecht geberden.Rückert
Doch ungläubig fließt die Zähre,Lenau
Doch unglückselig ist das Tal,Lenau
Doch unsre Aufgab’ ist, zu einigen die Zwei.Rückert
Doch unter Fittigen der eingeladnen GroßenRückert
Doch unterbrich sie mit Dazwischensprechen nicht.Rückert
Doch unterlaß nur nicht, und sage dir es fein;Rückert
Doch vieles kann geschehn und kann auch unterbleiben,Rückert
Doch völlig ausgeleert, das füllt sich nimmermehr.Rückert
Doch von dem Martyrthum laß dir noch eines sagen:Rückert
Doch von der einen schlimm zur andern ist die Flucht.Rückert
Doch von der ew’gen nicht, von deiner eignen nur.Rückert
Doch von der Fülle nur ist jede Hüll' erfüllt.Rückert
Doch von der Seite sind die Wurzeln anverwandt.Rückert
Doch vor Befleckungen des Staubs dein Herz verschließen.Rückert
Doch vor der Lehr' und nach steht er auf seinem Thurm,Rückert
Doch vor des Mondes schlimmer HelleLenau
Doch vor einem zittert, Toren!Lenau
Doch vor Getösen nicht, die werden uns vertreiben,Rückert
Doch vor Marias teurem Bilde nicht.Lenau
Doch wahr ists auch, daß wir durch Lernen selbst uns lehren.Rückert
Doch während immermehr dein Ich sich also reinigt,Rückert
Doch wallst du einst zur Abendherberg nieder,Lenau
Doch wandt ich mich nach deinem Angesichte,Lenau
Doch wann der süße Duft im Sonnenbrande raucht,Rückert
Doch wann die Nacht ist trüb, irrt wimmelndes GefunkelRückert
Doch wann die Todesglut sie nun in sich gesogen,Rückert
Doch wann die Zweige nun zu Stämmen sind geworden,Rückert
Doch war dein Lieben matt, doch war zu kühl dein Hassen.Lenau
Doch war die gröste Kunst, daß sich die Kunst so breitRückert
Doch wäre nicht hinzu getreten auch die Kraft,Rückert
Doch waren sie da, die schlimmen Gäste,Lenau
Doch waren wir selten allein.Lenau
Doch warum räumte Gott dir diese Freiheit ein?Rückert
Doch was am Stengel bleibt und soll zu Früchten reifen,Rückert
Doch was den Weg betrifft, sind wir nicht eurer Meinung,Rückert
Doch was der eine bringt, das nimmt der andre wieder,Rückert
Doch was die Einzlen trennt, das soll sie auch verbünden.Rückert
Doch was du in dir reifst, wird schon einmal geboren.Rückert
Doch was ein Ganzes ist, wird nicht so leicht zerrissen;Rückert
Doch was hinüber du mitnimmst, kommt nicht zu spät.Rückert
Doch was man wohlfeil kauft, ist, sagt das Sprichwort, theuer;Rückert
Doch was Unliebes dir macht Ärger und Verdruß,Rückert
Doch wechseln hörst du Donnerstimmen,Lenau
Doch wechselweis der Geist in allen Regionen.Rückert
Doch Weg und Brücke war gebahnt schon und gebaut;Rückert
Doch weh dem Glauben, dem die Sittlichkeit gebricht.Rückert
Doch weh thut wenn darein gefallen ist der Staub;Rückert
Doch weil der Forschung Blick ruht auf der dunklen Stelle,Rückert
Doch weil die Kosten weit die Einkünft’ überstiegen,Rückert
Doch weil du sie begiengst, sind wir hinfort getrennt.Rückert
Doch weil fast über's Maaß der Menschheit dieses geht,Rückert
Doch weil sie selber Krieg nie führen, kommen ihnenRückert
Doch weine nicht der welken nach,Lenau
Doch Weise wissen fest den Unterschied zu halten,Rückert
Doch Weisheit statt vom Buch kann man vom Leben kaufen,Rückert
Doch Weisheit, die zu gut nicht für die Welt sich hält;Rückert
Doch weislich hats gefügt, der höher sitzt als alle,Rückert
Doch weiter als dein Wort, als deine Stimme, dringtRückert
Doch welche sah ich, die hoch im Gebirge schwirrtenRückert
Doch welcher Sache schon ihr eures Bruders ZeichenRückert
Doch welches Wegs du kommst, das ändert dort die Stufen.Rückert
Doch wem die äußern gleich sind und die innern Enden,Rückert
Doch wem ers gibt, mit dem wird er auch das genießen.Rückert
Doch weniges dem Sinn, nichts dem Gemüth erfreulich.Rückert
Doch wenn beim ersten ihr zu früh beginnt den Schmaus,Rückert
Doch wenn dasselbe Volk an beiden Ufern wohnt,Rückert
Doch wenn dem Schwindel trotzt dein Geist mit fester Stirne;Rückert
Doch wenn der Geist einmal sich, durch den Flor zu dringen,Rückert
Doch wenn der Henkel fehlt, so greift, wer es versteht,Rückert
Doch wenn der Schreiber selbst nichts weiter thut wan schreiben,Rückert
Doch wenn die Wahrheit dir mehr gilt, als Recht zu haben,Rückert
Doch wenn du älter wirst, dein Auge blöd' und schwach,Rückert
Doch wenn du gut bist, das allein wird nie geraubt;Rückert
Doch wenn du ihn befreist, denk an des Meisters Wort,Rückert
Doch wenn du ihn nicht brauchst, so laß ihn blühn für sich.Rückert
Doch wenn du keinen Grund im Stand zu finden bist,Rückert
Doch wenn du Mehl bist, kannst du fein genug nicht seyn.Rückert
Doch wenn du näher kömmst, hörst du es traurig stöhnen:Rückert
Doch wenn du nichts ihm gibst, so sagt er nicht ein Wort,Rückert
Doch wenn du sie nun lobst, daß sie dich wieder loben,Rückert
Doch wenn du stehst allein, so laß dich’s nicht verdrießen,Rückert
Doch wenn du wachen mußt, ist nöthiger dir nichts.Rückert
Doch wenn du wirklich dich beschäftigst mit dem Wort;Rückert
Doch wenn du's dann erfährst, hast du vielleicht erfahren,Rückert
Doch wenn ein Lebender den Gruß mir schuldig bleibt;Rückert
Doch wenn ein Schiffer kommt, ein friedlicher, von ferne,Rückert
Doch wenn er recht es weiß, so ist es doppelt gut.Rückert
Doch wenn er wirklichem Bedürfnis nicht genügt,Rückert
Doch wenn es grausam heißt, dem Freund die Wund’ aufreißen;Rückert
Doch wenn ich blick’ empor, so seh’ ich nichts als Licht;Rückert
Doch wenn ich selbst sie nicht beraube, so beraubenRückert
Doch wenn ihm auf dem Gang nicht graut,Lenau
Doch wenn ihr an mich denkt, so sei es angemessen.Rückert
Doch wenn ihr ganzes Heer dir in geschlossnen GliedernRückert
Doch wenn im Denken stets dich Ein Gedanke stört,Rückert
Doch wenn ins Schönre dich dein innrer Maler malt,Rückert
Doch wenn man ohne Schrift das Innre kann gewahren,Rückert
Doch wenn mit fremden du dich recht herumgeschlagen,Rückert
Doch wenn sich dir das Glück verschworen hat zum Bösen,Rückert
Doch wenn sie dir entfliegt, so fühlst du den Verlust.Rückert
Doch wenn sie einmal war, wird sie dort ewig seyn,Rückert
Doch wenn sie höher stehn als du und heller sehn,Rückert
Doch wenn wir haben Recht, wie Recht wir haben müßen,Rückert
Doch wenn zu Schaden kam die königliche Brut,Rückert
Doch wenn zur rechten Zeit vorm Bösen stets dir kamRückert
Doch wer am Anfang ist zufrieden, kommt nicht weit.Rückert
Doch wer beim Wirken fest hält einen Gotteshauch,Rückert
Doch wer durchfliegen kann die Welt im eignen Wagen,Rückert
Doch wer ein Licht mittheilt, wie es ihm aufgegangen,Rückert
Doch wer es weiß, wird ans Zugängliche sich halten,Rückert
Doch wer ist sündlos gnug, es ihnen anzukündigen?Rückert
Doch wer mit Füßen tritt den Schmuck und ihn verachtet,Rückert
Doch wer mit sanftem Laut ihn dem Gesang vertraut,Rückert
Doch wer sich niederläßt am Quell und trinkend ruht,Rückert
Doch wer sich selbst gefällt, das ist ein Glück vor allen:Rückert
Doch wer sind die zwei Gestalten,Lenau
Doch wer unwissend auch es thut, thut Böses doch.Rückert
Doch wer wird unsern Dank dem Fürsten hinterbringen?Rückert
Doch wie am Spiegelbild sich Rechts und Links umkehren,Rückert
Doch wie auch klagte die bittre Klage,Lenau
Doch wie das Kindlein nun, gewöhnt der neuen Lust,Rückert
Doch wie das schöne LiedLenau
Doch wie der Astronom im Nebel nur den Stern,Rückert
Doch wie der Mönch das Antlitz senkt,Lenau
Doch wie der wilde Aar, mit seinen scharfen Fängen,Lenau
Doch wie die Flut auch unaufhaltsam flute,Lenau
Doch wie donnerte der Jüngling:Lenau
Doch wie du deinen hast, hat seinen Vorzug jeder;Rückert
Doch wie du still dich kannst bei Schicksalswechsel fassen,Rückert
Doch wie ein Nachgefühl der Krankheit den GesundenRückert
Doch wie ein Vater streng das Kind zieht, das er liebt,Rückert
Doch wie ein weit Gebirg am Horizonte sinkt,Rückert
Doch wie er nach der Dirne setz,Lenau
Doch wie er unten trinkt, hört oben schon sein LauschenLenau
Doch wie es kommen kann, so kanns auch außenbleiben,Rückert
Doch wie geprallt an eine Felsenscheibe,Lenau
Doch wie gesund zum Trotz dem Kranken der GesundeRückert
Doch wie ist ihr Beruf verschieden und ihr Amt!Rückert
Doch wie jetzt Reisende von einem Stamm zum andern,Rückert
Doch wie nicht Mann und Weib getrennt sind im Erkennen,Rückert
Doch wie sie auch sich bäumen,Lenau
Doch wie sie nach dem Saum des Lichtes ewig greifen,Rückert
Doch wie Unendlichkeit dort das Erhabn’ umzirkt,Rückert
Doch wie zu traulichem PfandeLenau
Doch wie zur Erde neu die schwerern Dünste fallen,Rückert
Doch wie’s dem Dichter nimmer will gelingen,Lenau
Doch will dir Unverstand versagen die Gebühren,Rückert
Doch will ich euch nun frisch besaiten,Lenau
Doch will ich nicht dem holden WahnLenau
Doch Willmuth und Muthwill’ ist eine böse Brut.Rückert
Doch willst du an der Welt unschuldig dich erbaun,Rückert
Doch willst in diesem See die Liebe du ertränken,Lenau
Doch wir empfehlen dir Schiedsrichterin Vernunft.Rückert
Doch wir verspotten es, es ist uns unterthan.Rückert
Doch wir zerpflücken nicht den Teppich der Natur,Rückert
Doch wir, die Wächterschaar bei dem geschwollnen Drachen,Rückert
Doch wird das Unglück auch einst kommen, euch zu scheiden.Rückert
Doch wird das Unglück auch schon kommen euch zu scheiden.Rückert
Doch wird der Sinn sich selbst zum Gegenstand, ein GrausRückert
Doch wird er ausgehaun, mag eine Tanne streunRückert
Doch wird er überlaut auch Glänzendes nicht loben,Rückert
Doch wird gesagt, daß man am hellesten MittagRückert
Doch wird sichs, mein ich, schrecklicher gestaltenLenau
Doch wird sie theuerer nach Maß, Gewicht und Elle,Rückert
Doch wirds dann wieder hellerLenau
Doch wirds im Augenblick wieder zusammen eilen.Rückert
Doch wirken beide, wie sie gleichem Grund entstammen,Rückert
Doch wissen Engel nicht, ob Er es wolle zeigen.Rückert
Doch wissen möcht' ich, ob ich dort willkommen bin.Rückert
Doch wißt, daß keinen Rath man hier gebrauchen kann.Rückert
Doch wo der Scheiter viel in einer Flamme brennen,Rückert
Doch wo des Ruders Schlag den Spiegel bricht, erfreutRückert
Doch wo die Schnellkraft fehlt, der Schwung der Leidenschaft,Rückert
Doch wo er fließ' und wie, das war nicht zu erlauschen.Rückert
Doch wo man nicht dich kennt, trit auf im Ehrenkleide.Rückert
Doch wo Natur fürs Ohr laut Gottes Lob anstimmt,Rückert
Doch wohin? — die Sterne schweigen,Lenau
Doch wol im Kreise kanst du dir ein Viereck denken,Rückert
Doch wollen sie nicht recht der Himmelsladung achten,Rückert
Doch wollet nur indes Gedulden tragenLenau
Doch wollt ihr bauen, bauet Kirchhofwände,Lenau
Doch wollt’ er für die zwei durchaus zwei Silberstücke;Rückert
Doch wollt' ichs gern nicht thun, wie wär' ich denn zufrieden?Rückert
Doch wollte nie mein Geist sich dieser Form vermählen.Rückert
Doch würd' er auch dem Tod mit unbefangnem BlickRückert
Doch würde so der Streit gemehrt nur, nicht geheilt.Rückert
Doch zarte, schwanke Zweige halten sie,Lenau
Doch zieht vom Sprunge mich zurückLenau
Doch ziemt die Nessel nicht um reine Liebesschläfe.Rückert
Doch zogen fort wir aus dem Paradiese,Lenau
Doch zum Andenken sei dies Büchlein dir geschenkt.Rückert
Doch zum Aufbruch schon gerüstet,Lenau
Doch zum Gewöhnlichen kehr’ ich mit Lust nach Haus.Rückert
Doch zur Entschädigung die Folgezeit mag preisenRückert
Doch zur Gewohnheit ward ihm seine Plage so,Rückert
Doch zur Verfertigung gab es gar viele Brücken.Rückert
Doch zuviel Melken melkt statt Milch am Ende Blut.Rückert
Doch zwiefach dir gereichts zu Förderung und Lust,Rückert
Doch zwischen beiden bleibt dem zweiten stets die Mitte.Rückert
Doch zwischen deinem Ich und jenem DämmersterneRückert
Doch zwischen Geist und Welt auch eine Scheidewand.Rückert
Doch zwischen voll und leer, da halte Haus, Gesell!Rückert
Doch, bleibt noch Trieb in dir, wird er sie wieder treiben,Rückert
Doch, da fand ich dich, und — todesschwankLenau
Doch, ist auf rechter Bahn der erste Schritt gethan,Rückert
Doch, ist vom Göttlichen dein Streben abgekehrt,Rückert
Doch, kommt es glücklich durch, so schwimmt es ruhig weiter.Rückert
Doch, ob der Führer auch den Weg weiß, siehe zu!Rückert
Doch, ob ich auch den Hals mit Stricken schnüre,Lenau
Doch, räumt dein Geist sie weg, so wird sie dir es danken.Rückert
Doch, sieh, da öffnet sich die Tür,Lenau
Doch, so läßt mich mein GeschickLenau
Doch, sprach er, stets! und wies zum Himmel mit der Hand.Rückert
Doch, steht sie wirklich fest? sie dreht sich auch bestimmtRückert
Doch, thatst du Unrecht mir, darf ich dir’s wieder thun?Rückert
Doch, trank die Saat sich satt, zieht man das Schöpfrad nieder;Rückert
Doch, tritt er an mit Macht das Regiment der Nacht,Rückert
Doch, von Heinrichs Schwert getroffen,Lenau
Doch, ward dirs nicht so leicht, und ist dein Wesen schwerer,Rückert
Doch, weh! ihm naht mit eisern schwerem GangeLenau
Doch, wenn erkaltet, wird das Eisen wieder dunkel,Rückert
Dolmetschen kannst du ihm den Stral, der ihn berührt,Rückert
Donner hallen in den Lüften,Lenau
Donner rollen, fern verhallend,Lenau
Donner war mein erstes Hören,Lenau
Donnergeroll jetzt zankte zurück mich, undLenau
Donnern fort im wilden Drang,Lenau
Donnernd hallt des Todes WeidrufLenau
Dort aber angelangt, begehrst du weiter nurRückert
Dort aber bleichet mich die Sonne,Lenau
Dort achtest du es groß, hier schätzest du's gering.Rückert
Dort am Brückennepomuk.Lenau
Dort am Hügel weiden die Schafe beiderLenau
Dort an des Kreuzes leere Stätte fügen?Lenau
Dort auch darf der Freund nicht fehlen,Lenau
Dort auf dem Schrank am Spiegel steht,Lenau
Dort auf der Wiese weiden Alpenkühe.Lenau
Dort auf die Dächer klettern die Bedrohten:Lenau
Dort auf ihrem SchlummerbaumLenau
Dort bergen könnten die Verfolgten sich im Raum.Rückert
Dort brauchst du einem nur vom andern zuzutragen,Rückert
Dort das Hüttlein, ob es trutze,Lenau
Dort den Charos sieht der GriecheLenau
Dort der Fischer trübgemut,Lenau
Dort des alten Eichenbaumes;Lenau
Dort des Waldes durstge Sänger;Lenau
Dort die friedliche Kapelle.Lenau
Dort die grauen FelsenzinnenLenau
Dort die im heilgen KampfeLenau
Dort die Jungen fliegen zum Tanz.Lenau
Dort die Nachtigallen,Lenau
Dort die Unendlichkeit, in die du bist verschlungen.Rückert
Dort dringt der Mond mit seinem SchimmerLenau
Dort endet sie in Gott, hier endet sie in dir;Rückert
Dort erst wirst du dich ganz im großen Ich empfinden.Rückert
Dort fährt ein Schlitten auf der blanken Wüste,Lenau
Dort findet sich der alte Lauf;Lenau
Dort fliegt mit leisem, sattem FlügelschlageLenau
Dort freut sich des Vereins die Menschheit, Gottes Kind.Rückert
Dort füllt ihr mit dem Thau den Eimer, der uns letzt;Rückert
Dort gieng er leicht davon und schwerer hier mit Groll.Rückert
Dort gnügt’ es selber mir zu meinem eignen Frommen,Rückert
Dort Großmuth, Demuth hier, an Hoch- und Unmuths Stelle.Rückert
Dort hat man keine Wahl, man braucht die ganze Zahl;Rückert
Dort heult im tiefen WaldesraumLenau
Dort hinauf zum Felsenhause:Lenau
Dort im fernen UngarlandeLenau
Dort im härenen Gewande,Lenau
Dort in der Ferne Rätselbild.Lenau
Dort in der Zweiheit hergestellte Einigkeit.Rückert
Dort in Indien heiß die Sonne flammt,Lenau
Dort in seiner EinsamkeitLenau
Dort ist der ewige Kreis, der in sich selb sich rundet.Rückert
Dort ist ein weiter Kreis, in dessen Mitt’ ich sahRückert
Dort ists der Fischer selbst der seinen Tümpfel trübt,Rückert
Dort klettert ein Junge gar flink und heiterLenau
Dort kommt der Mond zum stillen Abschiedsfeste;Lenau
Dort kommt im Osten voll und klarLenau
Dort lächelt auf die Gräber niederLenau
Dort leichtfertige begegnen,Lenau
Dort liegt an Ketten im finstern Kerker,Lenau
Dort liegt aus alter Zeit ein Silberschrein vergraben.Rückert
Dort machst du Geistiges zu leiblicher Erscheinung,Rückert
Dort machte die Natur zu Feuerdienst-Urhebern.Rückert
Dort meint man auch, wenn MondsgefunkelLenau
Dort melde mich der Lieb' und sage: Bald wird kommenRückert
Dort mocht ich lauschen spät und früh: wohl flüsterts im Gezweig,Lenau
Dort nach dem weiten Haus des Vaters geht mein Lauf,Rückert
Dort nach Süden will mein Herz.Lenau
Dort oben wohnt erhöht, und Niemand fühlt sich hehrer,Rückert
Dort rechnet zum Verdienst er sichs, daß dirs nicht roste;Rückert
Dort sah ich einen Geier durch die BäumeLenau
Dort sah ich ganz die Rose sich erschließen:Lenau
Dort saß erhöht in einer Nische, schweigend,Lenau
Dort schwanke unter grünen BäumenLenau
Dort schwebt sie schon in ihrem luftgen Gange,Lenau
Dort seh' ich aufgethan den ew'gen Vaterschoß,Rückert
Dort seine Enkel, sie jagen frischLenau
Dort singt ein Sänger hohe Begeisterung:Lenau
Dort sitzen noch, die sich am Schattenbild erbaun,Rückert
Dort sitzen sie und sehn still in den Kreis herein,Rückert
Dort sitzt sein Adlerweib und brütet nur zwei Eier,Rückert
Dort steht der Königssohn im stolzen Jägerchor,Rückert
Dort steht ein Fürst, ein gottgeadelt-echter,Lenau
Dort stören wir die LiederleichenLenau
Dort stürzt aus dunkler FelsenpforteLenau
Dort unten auf der Wiesen.Lenau
Dort unter jenem Baum dem dürren soll er graben,Rückert
Dort unter jenem HimmelLenau
Dort vom Westen ein Gewitter;Lenau
Dort von den Mauern, um den dunkeln Hof gezogen.Rückert
Dort von dir selbst gedrückt, und hier von Druck befreit.Rückert
Dort waltet ein Gesetz, und hier ein Oberhaupt,Rückert
Dort war ein Kloster, grüne Lämmerweide,Lenau
Dort war ich rüstiger, doch ward der Weg mir länger,Rückert
Dort war ich Schal’ und Kern zu sondern nicht im Stande,Rückert
Dort weil du ihn zu groß, hier weil zu klein genannt.Rückert
Dort werd’ ich einst sie sehn in eigenster Gestalt:Rückert
Dort will ich für meinen KummerLenau
Dort winket, wie aus alter Zeit ein Gruß,Lenau
Dort wird sich mit der Müh und Schwierigkeit entschuldigenRückert
Dort wo das Ew'ge steht, das Wahre, Gute, Schöne,Rückert
Dort wo ihr jetzt noch seht nur höchstes Ideal.Rückert
Dort wollen wir den Rest der Nacht verleben!« Lenau
Dort zeigt sichs bald in blutigen Gewittern,Lenau
Dort zur Vollendung, was nicht hier ward angefangen.Rückert
Dort, dem fernen Süden zu,Lenau
Dort, wo die Eiche rauscht am Bergesfuß,Lenau
Dorthin zur Schule gehn die lernbegier'gen Kinder;Rückert
Dorthin, mit Dank gefüllt, tragt mir den leeren jetzt!Rückert