Lyrik


Gedichtzeilen De

Deckt seine Blöße hier, und ist nun dort im Bloßen.Rückert
Dehnt es hinüber sich in die Unendlichkeit.Rückert
Dein alter Papagei wird nicht mehr sprechen lernen.Rückert
Dein Amt, Gebildeter, und deine Aufgab’ ist,Rückert
Dein andrer Freund, dein Ruhm, fliegt in die Welt hinaus.Rückert
Dein Aug ist nicht mehr feucht?Lenau
Dein Aug, o Geliebte! —Lenau
Dein Auge kann die Welt trüb’ oder hell dir machen;Rückert
Dein Auge, das dir nah heran das fernste bringt.Rückert
Dein Ausharren lohnt sich doch;Lenau
Dein äußres Auge kannst du schärfen selbst und üben;Rückert
Dein Beruf ist Werkelwirken.Lenau
Dein Bild herauf, doch muß es wieder schwinden,Lenau
Dein Bild so hold mir blinken,Lenau
Dein Bild wird nicht verschwinden,Lenau
Dein Bös' und Gutes kann die Ferne nicht berühren,Rückert
Dein Bruder, o mein Sohn, ist auch der Muselman;Rückert
Dein Donner rollt, und spricht, wenn ichs vergessen habe,Rückert
Dein dritter Freund, dein Freund, begleitet dich ans Grab,Rückert
Dein eigen Gut und Haus und Volk und Land und Leben,Rückert
Dein eigen sei er nicht, so ists Gott angenehm.Rückert
Dein eignes Innres dir in Bildern aufzuschließen!Rückert
Dein eignes Leben selbst ist länger nicht dein eigen,Rückert
Dein eignes Thun hat sich auf dich zurück gewandt.Rückert
Dein eignes Urtheil nur deswegen nicht verlieren.Rückert
Dein einer Freund, dein Gut, bleibt hinter dir im Haus;Rückert
Dein Feind ist zweierlei, ein Feind der Böses tatRückert
Dein Fenster liegt so hoch, nichts Niedres schaut herein,Rückert
Dein Feuer brachte sie doch alleLenau
Dein Feur ? ist jemand schon geworden warm davon?Rückert
Dein freier Wille sei nicht eigen dem und dem,Rückert
Dein freier Will?, o Mensch, soll dein nicht seyn und eigen;Rückert
Dein fremdes Streben reicht weit über dich hinausRückert
Dein Frevel wird auf diesem RandLenau
Dein froher Herzenschlag dem dankt durch den er lebet;Rückert
Dein ganzes Leben ist verfallen dem Geschick,Rückert
Dein Garten, Haus und Hof, dein Esel, Schaf und Rind;Rückert
Dein gedenk ich wachend und im Schlafe,Lenau
Dein gedenkend irr ich einsamLenau
Dein Gegner hat gemach ein schönes Ziel erreicht,Rückert
Dein Geist kann nicht umhin, aus allem was gelungenRückert
Dein Glück wird sich als Glück in jeder Lage finden.Rückert
Dein gottgegebnes Gut sei, dein mit Lust beseßnes,Rückert
Dein Grundstein bist du selbst, Grundpfeiler deiner Geister.Rückert
Dein heilig Eichenlaub,Lenau
Dein heilig Streben sei, das Sinnliche zum SchönenRückert
Dein Herz ist mir ein Heilgenschrein,Lenau
Dein Herz zu frischen! sieh, die Jugend flichtLenau
Dein Herzensfreund, der Frühling ein.Lenau
Dein höchstes Leben sei zu leben gottbewußt;Rückert
Dein holdes Antlitz wieget.Lenau
Dein Holzkrug laut genug sagt was dein Schatzhaus fasse;Rückert
Dein Innres überwiegt dem Äußern, das sagt sinnigRückert
Dein Innres, und entströmt verklärt als Freudenzähre.Rückert
Dein Innres, weiter dann das Äußre zu gestalten.Rückert
Dein Irrthum ist allein, daß du zur OffenbarheitRückert
Dein ist dein Recht, doch dein ist nicht Gericht und Rache;Rückert
Dein ist der Wald mit allen Zweigen,Lenau
dein ist der Wald,Lenau
Dein ist mein Herz,Lenau
Dein ist mein Herz, mein Schmerz dein eigen,Lenau
Dein ist mein Herz,Lenau
Dein ist nicht, was du hast; das was du thuest, istRückert
Dein Jenseit leibhaft als Verklärung oder Fratze.Rückert
Dein junges Leben welkt sonst hin gleich mürbem Grase.Rückert
Dein kleiner Ring greift ein in jene größern Kreise.Rückert
Dein Lächelweinen ist wie unsres Wehmuthswonne.Rückert
Dein Laub ist welk, mein Leben ist es auch.Lenau
Dein lauschendes Herz.Lenau
Dein Leben ist, daß du in ihm lebendig seist.Rückert
Dein Lenz ist abgeblüht, und ausgeträumt dein Traum.Rückert
Dein liebes Angesicht verschwandLenau
Dein liebes Antlitz,Lenau
Dein liebes Vögelein entfloh?Lenau
Dein Nachbar rechts und links wird dies und jenes spüren.Rückert
Dein rechtes Eigenthum ist Eigenthümlichkeit.Rückert
Dein Reisetag, weil schön dein Rüsttag war, wird häßlich.Rückert
Dein Schifflein stoßtLenau
Dein Schlummerröcheln, o Natur, und macht mir bang.Rückert
Dein schönstes Streben sei, dem Lichte zuzuwendenRückert
Dein schwarzer Bruder denkt sich schwärzlich seine Schöne,Rückert
Dein Sohn trägt seine Frucht, wenn er sie trägt, für sich.Rückert
Dein Spielraum, Mensch, ist klein, der Gottes ist gar groß.Rückert
Dein Streben ist zugleich für Gottes weite Welt.Rückert
Dein Streben sei, o Sohn, ein innres Gutes freiRückert
Dein thatlos guter Rath ist ohne Richtigkeit.Rückert
Dein Theil ist dort mit ihr zu lachen im Vereine,Rückert
Dein Tod am Kreuz, o Christus, ist verloren,Lenau
Dein trauriges Geschick!Lenau
Dein Vorbild sei, o Mensch, so lang du Raupe bist,Rückert
Dein wahrer Freund ist nicht, wer dir den Spiegel hältRückert
Dein wahrer Freund ist, wer dich sehn läßt deine Flecken,Rückert
Dein wandernd Sterbeglöcklein auf der Heide.Lenau
Dein Weinen das Gewölk, dein Lächeln ist die Sonne,Rückert
Dein Weinen möge dir zum Lächeln, nie zum Lachen,Rückert
Dein Werk, und wirkt durch dich, dir nah zugleich und ferne.Rückert
Dein Wesen, wie der Sinn von Leichtigkeit und Schwere.Rückert
Dein Wiegeneingebind und Mahlschatz unverloren.Rückert
Dein Wirken wirst du nach verschiednen Stund- und TagenRückert
Dein Ziel nur mußt du sehn, und deines Weges wahren.Rückert
Deine blüht noch eine WeileLenau
Deine Braut heißt Qual, — den SegenLenau
Deine Brüste, junges Blut,Lenau
Deine frohen Blüten zu;Lenau
Deine in alle Welt zerstreuten Lebensgeister.Rückert
Deine Liebe Gott versteht,Lenau
Deine Liebe lächelt nimmerLenau
Deine Opfer einst,Lenau
Deine Reize lockten den Tod, er kam, erLenau
Deine Reize still zu ehren,Lenau
Deine Sterne sind gefallen,Lenau
Deine süßen Klänge.Lenau
Deine tiefe, hoffnungslose!Lenau
Deine Wange rosenrot,Lenau
Deine weiche, warme Brust,Lenau
Deine Worte, laut und munterLenau
Deinem Blick verborgen halten,Lenau
Deinem hellen Ruf erwache.Lenau
Deinem Kummer auch erscheint.Lenau
Deinem Walde zugeritten,Lenau
Deinen Dudelsack.Lenau
Deinen lieben alten Vater.Lenau
Deinen lieblichen Gesang.Lenau
Deinen Sänger laß entschweben,Lenau
Deinen Todesdolch hervor.Lenau
Deinen Ungeschmack,Lenau
Deinen zauberischen Pinsel taucheLenau
Deiner abgebrannten Kerzen.Lenau
Deiner Bedürfnisse Befriedigung gereichtRückert
Deiner Blüte dir genommenLenau
Deiner Liebe Himmelssegen.Lenau
Deiner Lippenrosen noch ein Kuß,Lenau
Deiner noch gedenken.Lenau
Deiner Schönheit letzte Spur.Lenau
Deiner zärtlichen schönen Seele, nimmerLenau
Deines blühenden GeschlechtsLenau
Deines Herzens war der Stahl,Lenau
Dem aarbeschwingten Schaft wählt er den Aar zum Ziel.Rückert
Dem aber kamen heut zwölf Perlen grad abhanden;Rückert
Dem Abschluß späh’ ich nach, aus dir gebiert er sich.Rückert
Dem alles gröste klein und kleinstes auch ist groß.Rückert
Dem alten Räthsel füg' ich dieses bei: die zweiRückert
Dem Alter nachundnach muß dieser Muth verrauchen,Rückert
Dem Anblick fürchterlich, hold dem Gedanken nur.Rückert
Dem anderen, und wer im Recht sei, weißt du nicht.Rückert
Dem andern ist's genug, verstanden sich zu sehn.Rückert
Dem Andrang des Volkes wehrendLenau
Dem Anfang geh’ ich nach, in dir verliert er sich;Rückert
Dem armen Herzen bringt das kleinste Glück Beklemmung,Rückert
Dem Astronomen, der erkannt sein Radgetriebe.Rückert
Dem Aug' und alles scheint in irrem Kreis zu drehn;Rückert
Dem Auge ward, so wird es sichtbar beim Entweichen.Rückert
Dem äußern Sinne selbst, das Schöne wird geschaut.Rückert
Dem beizugeben auch drei garstig, wüst? und hässlich.Rückert
Dem bessern beigemischt ist noch ein schlechtres Theil.Rückert
Dem Besten wohnt darob der größte Zweifel bei.Rückert
Dem Bettler gieng er nach, und ließ den Laden offen.Rückert
Dem Bilde seines Liebchens nach.Lenau
Dem Blick der Liebe blickt entgegen Lieb' aus allen,Rückert
Dem bloßen Aug', ihn soll ein Joch von Mücken ziehn.Rückert
Dem Buchstab, den sie sich als einen todten denken.Rückert
Dem Christen aber nur, was seine Bibel sagt;Rückert
Dem der für Unglück hält, was ihn als solches grüßt,Rückert
Dem Dichter allermeist, der gern geplagt will seyn.Rückert
Dem Dichter ist das Weib die liebste Richterin,Rückert
Dem Dichter ist gar so weh.Lenau
Dem Dichterworte mag zur Ehre sich bequemenRückert
Dem dichtrischen Beruf; es ist zu seinem GlückRückert
Dem die Gestirne tanzenLenau
Dem die Tränen an der QuelleLenau
Dem dort ein Leben ist ein ärmliches beschieden,Rückert
Dem dort unterm RasenLenau
Dem dritten bäumen sich die Rosse so und sträuben,Rückert
Dem drohnden Überfall ist so der Gott begegnet.Rückert
Dem du enteilen willst, das wirst du nur ereilen.Rückert
Dem Dulder, bis der Tod, sein heiß Begehren,Lenau
Dem edlen Sinn ist kein geringes Bild zu klein,Rückert
Dem edleren Metall ist vom unedlern immerRückert
Dem ein Unheil mochte ahnen,Lenau
Dem einen geht es hin, den andern gibt man frei;Rückert
Dem einen sei, daß er sie mit den andern theile.Rückert
Dem einen warf ichs zu im schnellen Vorwertseilen,Rückert
Dem einen wird es schwer, dem andern schwer und sauer.Rückert
Dem einen, wenn ers sieht, so schwindeln ihm die Sinnen,Rückert
Dem eingebildeten die Augen aufzuhellen:Rückert
Dem Einzelnen ist der, und der dem Ganzen offen.Rückert
Dem Einzelnen kann nur Vollendung jenseit werden,Rückert
Dem Eisen, ohne daß er selbst verliert an Kraft,Rückert
Dem entstieg ein Geist vor Zeiten,Lenau
Dem er alles mag vertrauen,Lenau
Dem ewigen, in dem ich mit bin eingethan,Rückert
Dem ew?gen Plane, dem gemäß in diesem NuRückert
Dem Feinde soll man selbst zur Flucht die Brücke bauen.Rückert
Dem feinern aber sind sie duft'ge Wohlgerüche.Rückert
Dem festen Nordstrom zu, wo es erstarrt? im Eise.Rückert
Dem Finkler zum Ergetzen,Lenau
Dem freien Menschen ganz die Arbeit abzunehmen,Rückert
Dem freien Muth hat Gott empor zu schaun erlaubt.Rückert
Dem Freunde kommt es zu, dem Freund es abzufragen.Rückert
Dem Frühling auf die Reise;Lenau
Dem Frühling weben und in Lilienzelten wohnen;Rückert
Dem Gang des Sonnenlichts, das sich entgegenbreitetRückert
Dem Ganzen offenbar gereicht es nicht zum Heil,Rückert
Dem Gärtner Dank, der dich entrissen der Gefahr!Rückert
Dem Gast ein Mahl auftrug, und es mit Anmuth würzte.Rückert
Dem Geber gibt man nur, vorm Nehmer nimmt mans fort;Rückert
Dem Gefürchteten zu nahenLenau
Dem geht es schief, alswie dem Mond auf seiner Bahn;Rückert
Dem Geiste klar die Welt, und er sich selber klar.Rückert
Dem Geiste, ihrem Freier.Lenau
Dem Gewinde bald entbunden,Lenau
Dem Gewitter lauscht der Feldherr,Lenau
Dem Golde bin ich hold, dem Blute bin ich gut.Rückert
Dem Gott Kuwera droht von Raghu Überfall.Rückert
Dem großen gleich, um den der Schöpfung Einklang kreist.Rückert
Dem Grundtrieb Eigennutz ist alles dies entsprossen,Rückert
Dem Gut entgegen steht Bös', Übel, Schlimm und Schlecht,Rückert
Dem Guten wird darob kein Zweifel sich erheben.Rückert
Dem heimathlosen, düsteren Nomaden,Lenau
Dem heißen Wassertod nicht werdet ihr entrinnen.Rückert
Dem Herrn, auf des Geheiß die Magd solch Wunder thut.Rückert
Dem Herrn, auf des Geheiß die Magd solch Wunder thut.Rückert
Dem Herz die süße Heimat nannteLenau
Dem Herzen sei’s schwermütiges Behagen,Lenau
Dem hier kein Glück vermodert, weilt doch gerneLenau
Dem Himmel auch von BlütenästenLenau
Dem Himmel zu!Lenau
Dem Himmel zu, als hätt er nichts getan.Lenau
Dem Himmel, mit verschwiegnem Kummer,Lenau
Dem Himmelsterne, der das ganze Jahr beschert,Rückert
Dem Höchsten legte sie wol ihre Flügel zu:Rückert
Dem höchsten Wipfel zu, der nicht mehr ist hienieden;Rückert
Dem holden Lenzgeschmeide,Lenau
Dem Hungerleider gib ein Feld, daß er sich nähre;Rückert
Dem ich die Hand noch drücken kann!Lenau
Dem Ich, dem Schifflein, steht Nicht-Ich, die Klipp’ entgegen,Rückert
Dem Irrthum feind zu seyn, das geht unmittelbarRückert
Dem ist des Schöpfers Kunst auch darin offenbart,Rückert
Dem ist die Weite leer, der fühlt sich voll in sich.Rückert
Dem ist Vergebung dort all seiner Schuld beschieden.”Rückert
Dem Jäger ins Gesicht,Lenau
Dem Jäger, der als Wild die Menschheit trieb im ZorneLenau
Dem jeder Strahl der FreudeLenau
Dem Jugendideal und dir geschlagen.Lenau
Dem jungen Wolfe will der Hirt die Wolfsart nehmen,Rückert
Dem Jünger in der Nacht mit sonnenhellen Mienen.Rückert
Dem Jüngling sollen folgen in sein GrabLenau
Dem Jüngling wirklich angetraut,Lenau
Dem Kameraden, ders erblickt,Lenau
Dem Kind sein Steckenpferd, dem Pöbel seine Götzen.Rückert
Dem Kinde magst du schwer den Mond am Himmel zeigen,Rückert
Dem Kinde, das mich Unbeantwortlichs gefragt.Rückert
Dem klugen Feldherrn scheint, vermeidet er den Krieg.Rückert
Dem König stehet an und ziemet Gunst vor allen,Rückert
Dem Königsnamen bei geschrieben Tag und Jahr.Rückert
Dem Körnchen, das in halbdurchsichtiger Beere schwimmt.Rückert
Dem Kranken unterlegst du deine Willensweise,Rückert
Dem Kummer Trost, dem Elend eure Spenden!Lenau
Dem Land des Fürsten Herz, warum blieb mirs verhehlt?Rückert
Dem Landmann wär’ es gut, wenn unter seinem RockenRückert
Dem Landmann wär’ es recht, wenn unter seinem WeizenRückert
Dem Laster seine Sterne an,Lenau
Dem Leben widerig ist jede Todesspur,Rückert
Dem leiblich-kranken gleich, der bittre ArzeneienRückert
Dem Lenz wir und dem Kleinen,Lenau
Dem letzten Strahl der Abendsonne zu;Lenau
Dem Licht, o Blütenzweig, mich selbst beschämest du.Rückert
Dem Lichte ward gesellt ein Schatten zum Geleite,Rückert
Dem Lichte zugewandt, zum Lichte selbst gelangen.Rückert
Dem Lichte, daß es brenn', ist nöthig Fett und Docht;Rückert
Dem Lied der Nachtigallen;Lenau
Dem man sein Liebstes senkt zur Grube nieder,Lenau
Dem Mann unbrauchbar, der zum Denken ist erwacht.Rückert
Dem Manne ists im Herzen schwer,Lenau
Dem Manne steht es an, zu thun soviel er kann;Rückert
Dem Manne steht, o Sohn, Mannhaftigkeit wohl an,Rückert
Dem Märchen, das der Wandrer spricht;Lenau
Dem Mathematiker ist darum nur gelungenRückert
Dem Meer süß Wasser zu, doch bitter bleibt das Meer.Rückert
Dem Meere gleich verstreun, der Erde gleich vergraben.Rückert
Dem Meere, das bei sich nicht leidet eine Leiche.Rückert
Dem mein scharf HusareneisenLenau
Dem mein zitternd Herz gelauscht;Lenau
Dem Meinen hänget zwar das Irren an gemeinlich,Rückert
Dem Menschen entstürzt der Tränen seliger Schwall,Lenau
Dem Menschen immer mehr die Arbeit abzunehmen;Rückert
Dem Menschen ist ein Recht gegeben auf die Sachen,Rückert
Dem Menschen kann nicht leicht ein größrer Spott geschehn,Rückert
Dem Menschen Menschlichkeit; du werd' ein Mensch und Mann!Rückert
Dem Menschen wären, wenn er erst den Zauber kennte.Rückert
Dem Menschenwitze wars vonje die schwerste Plage,Rückert
Dem Morgenrothe vor und nach dem Spätroth schreiten;Rückert
Dem Moslem, was hervor ihm aus dem Koran geht,Rückert
Dem müden Wandersmann ist doch die Nacht willkommen,Rückert
Dem muß den Vorrang doch das stolze Wissen gönnen.Rückert
Dem Müßiggänger fehlt es stets an Zeit zum Thun,Rückert
Dem Nachbar sind verschont die blumenlosen Saaten;Rückert
Dem Natur ihr Leid erzählen,Lenau
Dem Nebenmanne wohl das gönnen nebenan.Rückert
Dem neues Leben nun entblüht,Lenau
Dem Niedrigen gereicht der Hochmuth zum Verderben.Rückert
Dem Opfer entgegen, sie schnauben und bellen;Lenau
Dem Quell entgegenwiehern.Lenau
Dem Räthselhaften, das vielsinnig ist zu deuten,Rückert
Dem Räubersmann und seinem SchatzeLenau
Dem Rauche nachzustarren.Lenau
Dem rauhen Spielgesind aus Norden!Lenau
Dem Reichen nicht, was wir ihm abgewonnen haben.Rückert
Dem Reiter kredenzt auf sein stürmisch GebotLenau
Dem ringe nach! Es kann mit rechter KraftanwendungRückert
Dem rothen Blitz nach, der ein Blick des Zornes grollt.Rückert
Dem Schakal, und ein Weh den Rehen auf der Haide.Rückert
Dem Schiff sich werfend in die Bahn,Lenau
Dem Schlafe heimgesunken.Lenau
Dem schlafenden Löwen läuft das Wild nicht in den Rachen.Rückert
Dem schlafversunknen Helden naht,Lenau
Dem Schlitten folgt in klarer MondeshelleLenau
Dem Schmerz nach ihrem lieben KindeLenau
Dem Schmerz, daß ich dich nie besitzen werde.Lenau
Dem Seelengaumen wird durchs Gähnen er entrissen.Rückert
Dem selgen Horcher dein entzückend Bild,Lenau
Dem sie den Schleier vom Gesicht gerissen.Lenau
Dem sieben Könige, die mächtigsten sind fröhnig,Rückert
Dem sind am wenigsten die Mängel zu verzeihn,Rückert
Dem Sinne kann die Welt nicht anders kund sich gebenRückert
Dem solche Heilung so gewaltsam war gesund.Rückert
Dem soll ich folgen und mich jenem nicht ergeben.Rückert
Dem Sonnenaufgang geht voraus ein Morgenschauer.Rückert
Dem Specke nachgeflogen,Lenau
Dem stärkern Feind entgeht der schwache mit der HilfeRückert
Dem stillen Grab von so viel Glück und Leide,Lenau
Dem Storch ward lang das Bein, um durch den Sumpf zu waten;Rückert
Dem Süß entgegen sind gestellt Herb, Bitter, Sauer,Rückert
Dem süßes Wort auch hör ich wieder:Lenau
Dem Tapfern droht der offne Rachen,Lenau
Dem taubgebornen auch, und darum stumm geboren,Rückert
Dem Tode nah, wie nie zuvor, gekommen;Lenau
Dem Tode sind wir nah, und glaubten uns genesen.Rückert
Dem treuen Weib; dort wird dem Tode mildLenau
Dem Tropfbach unter, vertrauend;Lenau
Dem Tröpfeln folgt die Trauf', und ist es erst im Zug,Rückert
Dem Übel in der Welt zu brechen Spitz’ und Kraft;Rückert
Dem Überhobnen nur heilsame Lehre geben.Rückert
Dem unbeschriebnen Blatt des Geistes in dem KindeRückert
Dem ungestümen Frager.Lenau
Dem Unglück; glücklich ist, wer ihn schon hat entrichtet.Rückert
Dem unstät schweifenden hats unstät nachzuschweifen,Rückert
Dem Vater einst am Werth, dem du am Bilde gleichst.Rückert
Dem Vater Schmach! — — doch dort, mit SilberhaarenLenau
Dem Vater, der dabei steht ernsten Angesichts.Rückert
Dem Vaterland zu brechen seine Kette. —Lenau
Dem Wahnsinn war das Alte nicht vorbei:Lenau
Dem wahren Seyn, das sie geschaut in jenen Räumen,Rückert
Dem Wanderer zum AbendfriedenLenau
Dem Wandrer auf den einsam wilden PfadenLenau
Dem Wandrer in der Brust die Wehmut aufzustören.Lenau
Dem Wandrer in der Schlucht zu künden,Lenau
Dem Wandrer öffnet er die beigelehnte Pforte;Rückert
Dem Wandrer, der von fernem Land,Lenau
Dem was sich sehen läßt, schließ nicht die Augen zu;Rückert
Dem Weisheitdurstenden hat nie so recht von GrundRückert
Dem Weltgeheimnis in den finstern Schlund.Lenau
Dem Werden zuzusehn ohn' Ärger und Verachtung.Rückert
Dem werdet ihr ihn nicht beweisen mit Beweisen.Rückert
Dem Wesen selbst die Brust entgegenbebt.Lenau
Dem Wild der Jäger und die Noth dem Armen nach.Rückert
Dem Wildrer gab ich ehrlich meine Rechte,Lenau
Dem Wilhelm, freudetrunken,Lenau
Dem Winter, angetan.Lenau
Dem Winterfrost der Republik zum Raube!Lenau
Dem Wipfel zu, von dem ihr Schutzdach wird gewoben.Rückert
Dem wird man glauben, was von dir die Nachbarn sagen.Rückert
Dem Worte, das dein Mund einst unbefangen sprach:Rückert
Dem Wüstensohn zu Herzen gehtLenau
Dem Zugvogel seinen Trost,Lenau
Dem zuliebe bald auf immerLenau
Dem »Wasser und dem Winde nach.Lenau
Dem, was er schuf, wird er nicht an Vollendung weichen.Rückert
Dem, was ich fürchte, wag’ ich Namen nicht zu geben,Rückert
Dem, was vergänglich ist, erscheinet unzulänglich.Rückert
Dems Weidmannsheil sich bot.Lenau
Demselben drück’ er auf das Zeichen des Besitzes,Rückert
Demuth, gleichweit von Stolz und Niederträchtigkeit,Rückert
Demüthig lasset uns ihm stammeln unsre Weisen.Rückert
Demüthig stammelt dis, wo jenes kühn gesprochen.Rückert
Demüthiger zu seyn als er, und mehr zu wissen.Rückert
Demütig, wenn du fühlst, den Schwächsten gleichest du,Rückert
Demütigung ist auch von Demut eine Art;Rückert
Den aber äffen, der zudringlich sie versucht,Rückert
Den aber du mit dem von außen immer mehrst.Rückert
Den aber lieb’ ich, der nicht dis noch jenes wählt,Rückert
Den Aberglauben auch, den ich durchaus nicht preise,Rückert
Den Abfall von der Lust, der ihnen ist beschieden,Rückert
Den Abgrund überspringend,Lenau
Den Acker friedigst du von außen ein vorm Wild,Rückert
Den ahnen mag ein blutend Herz,Lenau
Den allen warest du nicht Arzt allein des Leibes,Rückert
Den alles lieben muß,Lenau
Den alten Malerspruch erkoren hab' auch ichRückert
Den andern acht’ ich auch, dem Wirkliches gelingt.Rückert
Den andern auch, und sich mit ihrer Plage plagen?Rückert
Den andern hebest du auf Flügeln leicht hinan.Rückert
Den andern mußt du auch ihren Gesichtskreis gönnen,Rückert
Den andern ringt, der am geschicktsten braucht die Glieder.Rückert
Den andern siehst du stets, der immer steht vom weiten.Rückert
Den andern trägt zu schnell der Rosse Braus von hinnen.Rückert
Den angestammten Trieb der Freiheit nur verlernt.Rückert
Den Armen aus, davon wird ihnen nichts entzogen.Rückert
Den armen KameradenLenau
Den Armen plündert man, nur um die Lust zu stillen,Rückert
Den armen Schmetterling vergehn.Lenau
Den auf den Amboß ich hör? unharmonisch schlagen?Rückert
Den aufzunehmen du in dir schon haben must.Rückert
Den Augen ohne Glas und Sehrohr unsichtbar.Rückert
Den Augenblick nur macht das Lied zur Ewigkeit.Rückert
Den Augendeckel rührt der Himmelskuß gelind:Rückert
Den Augenlidern gleich des Raben,Lenau
Den aus- und durch- und umzubilden du versucht,Rückert
Den Ausspruch hat zuerst ein starr Gesetz gethan:Rückert
Den bangen Laut: ›Vergänglichkeit!‹Lenau
Den Bäumen nimmt der Herbst das Laub,Lenau
Den beiden schaut er scharf ins Auge bis ins Mark,Rückert
Den Berg hinab, zu ihr, zu ihr:Lenau
Den Berg mit seinem WaldrevierLenau
Den Bergpfad mir voran im Mondenscheine,Lenau
Den besten Helden aller Zeiten gleich,Lenau
Den Bettlermantel, den die Schwaben tragen,Lenau
Den blanken Schliff,Lenau
Den Bleichen an, ob auch verrannLenau
Den Blick der Forschung schärft nur Undurchdringliches.Rückert
Den Blick laß in die blaue Ferne tauchenLenau
Den Blick, und deinen Gang nach ihrem Lauf zu richten.Rückert
den Blüten allen und Gesängen.Lenau
Den Blütenduft zu tragen, und es schweigenLenau
Den Boden schien er mit der Sohle nicht zu rühren,Rückert
Den Bräutigam die Ferne!Lenau
Den Brautschmuck aufbewahrt, daß sie die Blicke,Lenau
Den Brocken hab? ich nun, da mir der Zahn gebricht.Rückert
Den Bück hinausLenau
Den Busen der Natur durchglüht,Lenau
Den das Auge des Zigeuners traf,Lenau
Den Degen soll ein Mann nicht ohne Ursach ziehn,Rückert
Den der Gedanke stärkt, daß er die Nacht soll ruhn,Rückert
Den der Jüngling oft gezogen.Lenau
Den der sie spricht, den der sie hört, den so sie trifft.Rückert
Den der Wandrer fern vernommen,Lenau
Den des Mädchens Flehn bewogen,Lenau
Den Dichter kennen, wird nur im Gedicht dich stören.Rückert
Den Dichter lieb’ ich, der für mich versteht zu pflanzenRückert
Den Dichter sieht man aus der NachtLenau
Den die Natur auch dort ersann;Lenau
Den die Priester streng verschlossen.Lenau
Den die Verzweiflung wittert,Lenau
Den Diener, welcher schlecht dir dienet, gehn zu heißen.Rückert
Den dies süße Lächeln bricht?Lenau
Den dir alswie das Thier auch einräumt Pflanz’ und Stein:Rückert
Den doch erliegen macht zuletzt ein winzig kleines.Rückert
Den Donnerschlag des Unglücks vorempfunden?Lenau
Den dritten Stamm der Unbeweglichkeit Erstarrung,Rückert
Den du geliebt in deinen Jugendtagen,Lenau
Den du mich ließest thun in Leben-Tod-Geschick.Rückert
Den Dünkel wirfst du weg, und streust im Garten Dinkel.Rückert
Den Durst gestillt ein Buch, wie eines Lehrers Mund.Rückert
Den Durst zu löschen, könnt' er hier am Strome nippen,Rückert
Den durst?gen Gaumen labt ein Trunk, und nicht den satten;Rückert
Den Edeln macht sie stolz, und Reichtum demuthsam.Rückert
Den edlen Hengst, damit er’s annimmt, mußt du streicheln.Rückert
Den ehrenden Besuch, sprich, was ihn mir gebracht?Rückert
Den Ehrgeiz lob' ich zwar, doch sein Bereich ist klein,Rückert
Den eigenen, entstellt zur Geistesfratze, weist.Rückert
Den eignen büßt' er ein, und der geborgte lahmt.Rückert
Den eignen Glauben sollst du dir nicht lassen rauben,Rückert
Den eignen Lämmern wird kein Trunk von ihren Müttern.Rückert
Den eignen Schmuck verliert, und auch noch nackt ergetzt.Rückert
Den einen biß ein Hai entzwei.Lenau
Den einen ehr’ ich, der nach Idealem ringt;Rückert
Den einen führest du des Kampfes rauhe Bahn,Rückert
Den einen siehst du nie, doch steht er dir zur Seiten,Rückert
Den einen ziehst du vor, und stellest den zurück,Rückert
Den Einfluß wehrt dir ab des Bessern Angedenken.Rückert
Den eingefangnen Finken.Lenau
Den Einzelheiten mußt du nie soviel erlauben,Rückert
Den Eltern kostet es der kleinen Bissen viel,Rückert
Den Erdengram zu vergeltenLenau
Den Ernst zu thun, magst du mit Ernst dein Spielwerk treiben.Rückert
Den Ernst zu thun, magst du mit Ernst dein Spielwerk treiben.Rückert
Den ersten Teil des WalzersLenau
Den ersten, den feurigsten Trunk der Tod!Lenau
Den es verloren hatt?, und ihn so nah empfand.Rückert
Den Esel hungern ließ der Treiber, wo?s war eben;Rückert
Den Esel lud man einst zu einem Hochzeitschmause,Rückert
Den Esel packten Sohn und Vater hier und da,Rückert
Den ew'gen Faden zieht die Spinn' aus ihrem Leibe;Rückert
Den Falken, der an mir will auch mit Treue hangen.Rückert
Den falschgerathnen Zug, des Griffelfehltritts Spur,Rückert
Den Farben eines Bilds kann wenig abgewinnen.Rückert
Den farbenreichen Regenbogen.Lenau
Den faßt’ er ins Gemüth, und konnt’ ihn leicht behalten,Rückert
Den Feind besiegend mit verschämten Wangen. —Lenau
Den Feinden aufs beste,Lenau
Den Fernen, den dein Herz verlor,Lenau
Den Feuerehrern hat das Feuer zur BelohnungRückert
Den Finger himmelan, und betet schweigend fort.Rückert
Den Finger, und sie dreht sichLenau
Den Fittig, und — was flammte, das glimmt nur mehr:Lenau
Den Flecken, um dadurch nur selber rein zu gelten;Rückert
Den Fluß nach Regenguß trüb gehn sehn, ist natürlich;Rückert
Den fördert sie dazu, wozu sie war bestimmt.Rückert
Den Formeln, die der Geist zu seinem Spiel erfand;Rückert
Den Forscher freuts daß er den Vorrath nie verliert,Rückert
Den fragt’ ein Wandrer einst: Was trieb dich an zu hassenRückert
Den frechen Diebeszähnen.Lenau
Den freien Blick erschließenLenau
Den Freund auf die Kommode,Lenau
Den Freund des Freundes schließt der Bund darum nicht ein.Rückert
Den Freunden allzumal!« Lenau
Den Freunden einst dein Grab verschneit.Lenau
Den Freunden nachzuklagen,Lenau
Den Frieden, den ich schloß, nehm' ich mit Fug zurücke.Rückert
Den Frühling mit, so gehst du nicht auf Winterspur.Rückert
Den Frühlingsblumen gleich, im Morgenthau gepflückt,Rückert
Den furchtbar'n Augenblick ertrag, und sei nicht schwach;Rückert
Den Fußtritt der Verachtung;Lenau
Den Gefangnen in die Klause.Lenau
Den Gegner kannst du nun so oder so bestreiten,Rückert
Den Gegner setze nicht herab, dem vorgezogenRückert
Den Geier bald, der sie bedroht;Lenau
Den Geist an seinen Leib knüpft ein natürlich Band,Rückert
Den Geist ein äußeres Geschick, sonst würd' ers spüren.Rückert
Den Geist mit der Natur sollst du zusammendichten,Rückert
Den Geist zu wecken, strömt er ein als Ton durchs Ohr,Rückert
Den Geist, nach dir den Flug, Unsichtbarer, zu lenken,Rückert
Den giftig hat geschwellt der gern gesogne Schlamm.Rückert
Den Gipfel aber krönt ein Thurm und Gotteshaus,Rückert
Den Glanz der Außenwelt in innerliches Licht.Rückert
Den Glanz der Lichter, der durch Fenster bricht hervor,Rückert
Den glatten See kein Windeshauch verknittert,Lenau
Den Glauben äffend mit prophetschen Spuren;Lenau
Den Glauben, und ihn nicht einmischen ird?schen Sachen.Rückert
Den gleichen Gegenstand sehn also gleich die beiden,Rückert
Den Glutmuth dämpfe dir die Traurigkeit zur Demuth;Rückert
Den goldnen Masken wird nicht Winterkälte schaden.Rückert
Den goldnen, der nicht ist bestimmt für unsern Tisch.Rückert
Den gönn' ihm, träume mit, und voll sei dir der Raum.Rückert
Den Göttern ein Verdruß, den Menschen kein Genuß,Rückert
Den Göttern folgen sie nacheifernd Roß und Mann,Rückert
Den Gram das Schicksal um dein Angesicht,Lenau
Den Gram mir weckend und zugleich versöhnend,Lenau
Den Griechen wars genug, warum wärs uns nicht auch?Rückert
Den großen Kaiser hat einst dieser Geist durchdrungen,Lenau
Den groß? und kleinen Hund, den groß? und kleinen Bären,Rückert
Den Grund, auf welchem ruht dein Daseyn, umzuwühlen,Rückert
Den Grund, aus welchem quillt dein Daseyn, mußt du fühlen;Rückert
Den Grundtrieb: wie es ist, sich zu erhalten nur.Rückert
Den grünen Zeigern,Lenau
Den guten Geistern, die der Menschen Sinne lenkenRückert
Den Hain umflort: so strahlt ErinnerungLenau
Den hat die kalte Faust noch nicht erfaßt,Lenau
Den heil’gen Frühhauch laß, eh einer von den vielenRückert
Den heil’gen Weda wenn du liesest in der NachtRückert
Den heil’gen Weda willst du lesen mit Ersprießen?Rückert
Den heimatlichen Bruder fand!Lenau
Den heimatlichen Feldern?Lenau
Den heißen Trieb, vom Feinde, dem verhaßten,Lenau
Den heitern Geist gewannst, der Enges dir erweitert.Rückert
Den Himmel blau und rein, die Lüfte gleichgewägt,Rückert
Den Himmel ihnen auch zu räumen ist nicht klug.Rückert
Den Himmel mit Sternen,Lenau
Den Himmel zieh herab, die Erd’ empor mit Brunst!Rückert
Den Himmel, die verklärt dort oben Ird?sches schildern.Rückert
Den himmlisch strebenden auch irdisch zu ergänzen,Rückert
Den himmlischen Genuß des Lichtes wollt' ich missenRückert
Den Hirten lockt es Schritt um Schritt,Lenau
Den höchsten Beifall, den du deinem Handeln, WissenRückert
Den höchsten Menschensinn, das Augenlicht zu missen,Rückert
Den holden Reichtum trunkenhaft erwogen!Lenau
Den Humpen, eh er sich verstieg zur Martinswand.Rückert
Den ich höchst als Meister ehreLenau
Den ich um den Verhalt des höchsten Dichters fragte.Rückert
Den innern Widerspruch im Menschen zu erklären,Rückert
Den irdischen Besitz vererbest du beim Sterben;Rückert
Den Jäger nach im Morgenrote klettern.Lenau
Den Jägersmann zu Boden wirft der Schrecken.Lenau
Den jetzt vom Lerchenschall erst aufgesungenen,Rückert
Den Jüngling freut es, wie die raschenLenau
Den Jüngling zu retten, er ist dahin!Lenau
Den jüngsten zog er vor, nun wußten sie, warum. —Rückert
Den kahlen Winter durch, zum Lenz hinüber deutet.Rückert
Den keine Willkür stört, kein schwacher Wurm bestihlt;Rückert
Den Kern der Nahrung, wie aus Hülsen Körner, nehmen.Rückert
Den Kern zusammen kurz in einen einz’gen Spruch.Rückert
Den Kienspan zündend und seinem HäufleinLenau
Den Kindern laß das Spiel, du höre mit dem Geist,Rückert
Den kleinen Schrittchen war der Graben da zu breit,Rückert
Den klingenden DuftLenau
Den Klugen an der Wahl der Mittel zu den Zwecken.Rückert
Den Knoten lös’ ich nicht, ich hau’ ihn so entzwei:Rückert
Den Kön’gen rings umher hab’ ich es längst genommen.Rückert
Den Kön'gen, deren Haupt vor dir in Staub sich senkt.Rückert
Den König wollt’ ich sehn, der in FreigebigkeitRückert
Den Körper mit dem Stein, das Leben mit der Pflanze,Rückert
Den körperlosen Geist mit schönem KörperscheinRückert
Den Kreis magst du beschaun, bis dich erfaßt mit GraunRückert
Den Krüppel schilt man nicht, daß er nicht wandeln kann;Rückert
Den kühnen Vogel, dem sie sagt, reif sei der Weizen.Rückert
Den künftigen, den du erziehst mit Zucht und Rath.Rückert
Den künstlich Hochmuth webt, daß er die Welt umgarne;Rückert
Den Landgeruch gespürt,Lenau
Den läßt er ihr und fliegt davon mit seinem Kopf.Rückert
Den Lebensabend malt' ich dir so still und labend.Rückert
Den Leib, hätt' ich den Leib geliebt, mich macht' es grauen,Rückert
Den Leib, und Arzenein durch Mäßigkeit zu sparenRückert
Den leichten Mondstrahl kann es nicht mehr tragen,Lenau
Den leichten Schlaf durchs Fensterlein entwenden. —Lenau
Den Lenz und seine NachtigallenLenau
Den letzten höchsten Grund fühlst du mit Zuversicht.Rückert
Den letzten Sommertag hat er zu Grab zu tragen.Rückert
Den letzten Traum des Lebens nicht zu stören.Lenau
Den lieben Bergespfaden,Lenau
Den Liebesblick zu finden, den sie sucht,Lenau
Den Lohn der Arbeit, Brot, verdient der Bösewicht,Rückert
Den Lohn, und setzet fort gleichgültig seinen Gang.Rückert
Den Löwen und den Stier siehst du sich dort verklären.Rückert
Den Lüftefänger, den Wolkenraser,Lenau
Den lustgen Steirertanz,Lenau
Den lustigen GeigernLenau
Den Magentempelschänder.Lenau
Den Magyaren in die Glieder.Lenau
Den Mantel auf die ErdeLenau
Den Mantel der Melancholei,Lenau
Den markigen Kern aufknackt, das saftige Fleisch ansaugt.Rückert
Den Maulwurf nennst du blind, weil er, wenn du ans LichtRückert
Den Meister sah ich Nachts, von einer Kerze SchimmerRückert
Den Meister, daß er stöhnt’, und ich verwundert sprach:Rückert
Den Menschen aber kannst du nirgend sicher fassen.Rückert
Den Menschen aber willst du deine Wege zeigen,Rückert
Den Menschen auch, wenn sie sind unverbesserlich.Rückert
Den Menschen gnüget nie, was Menschen wissen können,Rückert
Den Menschen ins Gebiet der Freiheit hinzuretten.Rückert
Den Menschen magst du dort vom Götterhaushalt plaudern,Rückert
Den Menschen schuf er nicht aus Fluten noch aus Flammen,Rückert
Den Menschen selber, der unliebenswurdig ist.Rückert
Den Menschen sollst du dich insoweit anbequemen,Rückert
Den Menschen wenn der Mensch im Menschen stets erkennte,Rückert
Den Menschen zu verstehn, dient seiner Sprach’ Erlernung.Rückert
Den Menschen, aber schön und lieblich sind als Leichen.Rückert
Den Menschen, und in ihm des Thieres Züge siehst.Rückert
Den mir dein Fenster gesandt.Lenau
Den Mittelpunkt des Lichts, den Mittelpunkt der Ruh,Rückert
Den Mittelpunkt, von dem du nirgends ferne bist.Rückert
Den Mond verhüllen bald und wiedergeben.Lenau
Den Mond; ein Wild, im MondenstrahlLenau
Den Mondespflücker, den Sternengraser;Lenau
Den Mund umsäuselt himmlisches Vergnügen.Lenau
Den Mut zur Rache an das Kreuz zu schlagen.Lenau
Den Muth zu dienen, der da Demuth heißet, lernt,Rückert
Den Mutterleib, die Opferschale brechen.Lenau
Den Nachbar halte werth, den Nachbar halt in Ehren!Rückert
Den Nachbarn, sondern auch dem Bienenstocke klagen.Rückert
Den nächtlichen Gedankenflug.Lenau
Den Namen eines Stroms dem winz’gen Rinsal bei.Rückert
Den Namen, darin ist Verklärung vorgeprägt;Rückert
Den Namen, den ich nie ohn? Ehrfurcht nenne, Göthe,Rückert
Den Namen, den ich nie ohn? Ehrfurcht nenne, Göthe,Rückert
Den Namen, hat dem Stoff kein Zeichen aufgeprägt.Rückert
Den Nebel aufzutrinken.Lenau
Den Nebelschleier hebt sie von den Berggestalten,Rückert
Den Neurer schreckt ihr: laß! denn so hats Gott gemacht.Rückert
Den nicht berechnen kann Zahl, Größe, Maß, Gewicht.Rückert
Den nicht zu Nutzen sich gemeine Habgier macht.Rückert
Den nie der Durst erschöpft, und der den Durst nie stillt.Rückert
Den Niedern bläht Besitz, und Armut macht ihn zahm,Rückert
Den Niemand gegen dich, als Gott nur, kann verteidigen.Rückert
Den nimmt man dort nicht auf, wo ew’ge Frieden walten.Rückert
Den noch kein flüchtig Leid ihr jemals störte,Lenau
Den ohne Lieb' ausgleicht kein rechnender Versuch.Rückert
Den Pfad, der mühsam durch Gesträuch undLenau
Den Pfeil in seiner Hand, spricht er zu dem Verbannten:Rückert
Den Pflanzer hier verwünscht, und flucht dort dem Erbauer,Rückert
Den Pfühl des Frühlings und des Himmels goldnes Dach!Rückert
Den Pinsel, und er malte warm und mildLenau
Den Pöbel zum Guckkasten hinzulocken,Lenau
Den Pokal, mich lassen leben;Lenau
Den Prediger, der so rührend spricht.Lenau
Den Rasensitz, wo ich so süß geträumt.Lenau
Den Räuber schilt der Dieb, weil weg am Tage nahmRückert
Den Räuber zu verfluchen,Lenau
Den Räubern noch zu gutem Nutz.Lenau
Den Rauch betrachtend, Rad an Rad,Lenau
Den Raum vernichtest du, wenn, wo du bist, du bleibstRückert
Den Raum, so fängt sich selbst das Denken in Gesetzen.Rückert
Den Rausch der Lust entsüßt, des Todes Kelch entbittert:Rückert
Den Regenwurm, den er mit andern Sinnen sucht,Rückert
Den Reichen laß sein Gut, wenn er's allein will tragen,Rückert
Den reichen Überfluß verheißend niederrauschen.Lenau
Den Reiger, deinen Feind; mein Freund ist auch der Reiger.Rückert
Den reinsten Tropfen auch aus jedem Andachtsborn;Rückert
Den Reiter duLenau
Den Rosenzweig benagt ein Lämmchen auf der Weide,Rückert
Den roten Wangen,Lenau
Den rührts im Alter nicht, wenn sich die Jungen plagen.Rückert
Den Saamen der Begier dir in die Brust gelegt.Rückert
Den Sarg mit Blumen, daß sein Anblick minder schreckt,Rückert
Den Sattel und den nassen ZaumLenau
Den Schatten übertüncht kein Luft- und Lebensschimmer.Rückert
Den Schatten, daß er muß der Welt zum Trotz zerrinnen.Rückert
Den Schatz der Lieb’, dem Tode wehrend;Lenau
Den Schatz des Herzens, wird mit Eigenliebe enden.Rückert
Den Schein, der zwischen dir und Gott steht, räume fort,Rückert
Den Schein, etwas zu seyn, mags haben eine Frist;Rückert
Den Scheiterhaufen baut er hier, und dort den Sarg,Rückert
Den Schenker, nicht den Herrn, ders eingeschenkt durch diesen.Rückert
Den Schlaf durchgaukelnd, schimmern in den Zweigen,Lenau
Den Schlaf; hörst du das Glöcklein nicht mehr schlagen,Lenau
Den Schläfern um den Leib zu schlingenLenau
Den schlanken, schönen, flinken;Lenau
Den schlechten Rest dem Hunger vorgeschmissen.Lenau
Den Schmelz der Wiesen tränkt das Wasserrad nicht nur,Rückert
Den schnellsten Weg zu seinem Liebchen künde.Lenau
Den schon so früh dein milder Segen traf!Lenau
Den schönen alten Zeiten:Lenau
Den schönen Tag mit allen Seligkeiten,Lenau
Den schönen Traum von trunkner Stirne streiftLenau
Den schönern Himmel,Lenau
Den Schöpfer fassen nicht reingeistiger Schöpfung Sfären.Rückert
Den Schuß — und kriecht ins Lämmerfell.Lenau
Den Schuß, mein guter Hund,Lenau
Den Schwalben gleich, des Weges nicht verfehlen,Lenau
Den schwarzen See durchglüht ihr schnell verzitternd Bild;Lenau
Den schwarzlockigen Haaren.Lenau
Den selbst man soll mit Dank annehmen, nicht mit Hohn.Rückert
Den selbstbefangenen verwirrt die eigne nur.Rückert
Den sendet die zu der entgegen ihr gesetzten.Rückert
Den sichern Grundbegriff des Ganzen dir zu rauben.Rückert
Den sie Beethoven nannten hie,Lenau
Den sie mir als MuttersegenLenau
Den sie zur Blüt’ erschloß, von ihrer Art getrieben.Rückert
Den Sieg begleitet stets Gefahr der Niederlage.Rückert
Den Silberbecher nahm der Dieb aus einer Zelle,Rückert
Den Sinn zum Ewigen vorzubereiten leise.Rückert
Den Sinnen selbst entgeht der Außenwelt Gewinnst,Rückert
Den Smaragd am Ringe damalsLenau
Den solch ein Gärtner zieht, der auch dem Sturm befihlt,Rückert
Den soll die Finderin bewahren hold verschwiegen. —Rückert
Den sollst du, wie im Haus, auch im Gemüte wählen.Rückert
Den Sommer durch zum Herbst; ich aber blüh' am Strauch.Rückert
Den Sonnenstrahl der AuferstehungLenau
Den Spruch: Erkenne dich! sollst du nicht übertreiben;Rückert
Den Stamm des Baumes macht die Ranke sich zu Nutz.Rückert
Den starren Dingen nicht allein bequeme dich,Rückert
Den Staub nicht schütteln mehr vom müden Fuße!Lenau
Den Stein zum Anstoß leg? auf keines Bruders Wegen,Rückert
Den Stimmen des Vergehens,Lenau
Den Stoff, nimmst sie als Stoff, die sonst nichts können geben.Rückert
Den Stolz der Wahrheit so, daß er sieht aus bescheiden.Rückert
Den Strahl der süßen Jugend noch zu finden.Lenau
Den Stuhl der Herrschaft hat er durch den Fall verloren.Rückert
Den Sturm, und bleibt im Sturm den Schiffenden verbündet.Rückert
Den süßen Stundenraub.Lenau
Den Tadel hast du nur zu fürchten, wenn du weichstRückert
Den Tadler ehr? ich, der die Richtigkeit des ZielesRückert
Den Tanz zu überschauen.Lenau
Den tiefen aber sollt ihr selbst durchdringen,Lenau
Den Tod erwartend, ein Verbrecher;Lenau
Den Tod ihm sitzen am Genick,Lenau
Den Tod mir anzusagen?Lenau
Den Tod nur muß er sinnen;Lenau
Den Tod sanft möchte überredenLenau
Den Tod vor Augen, der hinab sie holt einmal,Rückert
Den Tod, — der Zwingherr hat es selbst geschrieben —Lenau
Den Todesabgrund tiefer wühlen,Lenau
Den Todeskuß zu trinken.Lenau
Den Todespfiff.Lenau
Den Toren ists umsonst von einem Schaden heilen,Rückert
Den toten alten Grafen spielend,Lenau
Den traf der Jäger nicht, er hört mein Lied erklingen.Lenau
Den Trauermarsch: das Herz da — stille stehtLenau
Den treibt es Ehr? und Ruhm der Edlen zu verkürzen.Rückert
Den Trieb nur und den Zug entgegen jener Kühle.Rückert
Den Trost: ›Vergänglichkeit!‹ ihr welken Blätter!Lenau
Den trüglichen Verband gerissen.Lenau
Den Trümmern ausgetobter Leidenschaften:Lenau
Den Überfluß zur Erd', und nun kommts auch an die.Rückert
Den Überschuß der Gnad? ertheil? ich, wem ich will.Rückert
Den undurchdringlichen durchdringet Wärm’ und Licht.Rückert
Den Unerschaffnen kanst, Geschaffner, du nicht denken,Rückert
Den ungehemmten Flug.Lenau
Den ungestümen Sinn, doch nicht den Muth zu lähmen.Rückert
Den Unmuth minder noch verträumen als verjagen.Rückert
Den unsre Scharen decken, eilen wir!Lenau
Den untern Boden deckt von Lehm die feste Tenne,Rückert
Den untersten hervor, da fiel der Plunder ein.Rückert
Den unvergeßnen Traum vom Paradiese.Lenau
Den unwirtbaren Wogen,Lenau
Den uralt bittern Verlust.Lenau
Den uranfänglichen mit ungeheuern Rüsseln.Rückert
Den Vater auch bezwang der Rede KraftLenau
Den Vater magst du ihn, und sie die Mutter nennen,Rückert
Den Vater preis' ich nicht um seinen Fürstenhut,Rückert
Den Vater selber, der herab vom Fenster schaut,Rückert
Den Vater wird es wol verdrießen, daß die KinderRückert
Den Vätern dank' es, die vernehmlich ihren SöhnenRückert
Den Verbrecher dich entbehren.Lenau
Den Vogel fehlt der Schuß, doch ist er nicht gefallenRückert
Den Vögeln aber sind die Flügel angeboren,Rückert
Den vollen lauten Strom zurück zur stillen Quelle.Rückert
Den vollen Schattenbecher!Lenau
Den von der Seele nun verlassnen Leib zu schauen.Rückert
Den Vorrath schaffen sie nicht aus selbeignem Rath,Rückert
Den Wald durchbraust des Scheidens Weh;Lenau
Den Wald erfüllte laut der Löwe mit Gebrülle,Rückert
Den Wald, wo wir begraben unsre Toten.Lenau
Den Wald, wo wir den Kindesschlaf genossen.Lenau
Den Wandrer freut die Nacht, nur wenn er ist am Ziel,Rückert
Den Wandrer lauernd in die Ferse sticht,Lenau
Den warmen Tränensold! —Lenau
Den Weg am Berg empor beschließt ein Gitterthor,Rückert
Den Weg der Erde kann man nur am Himmel lernen.Rückert
Den Weg, der einen finstern Wald durchschnitten;Lenau
Den Wehen des Geschicks ist Fehlgeburt entrungen,Rückert
Den Weisen kannst du an der Wahl der Zweck' entdecken,Rückert
Den weiten Himmelsraum mißt er mit seinen Schwingen,Rückert
Den Weltleib halfen sie beseelen und beleben,Rückert
Den Wesen allen, soll verlieren keins das Leben;Rückert
Den Wildbusch, sausend in der Schlucht,Lenau
Den Willen, der sich dort vergaß, hier sich vermaß.Rückert
Den Winter ganz vertrieb,Lenau
Den Wipfel frei im Raum, im Boden fest den Fuß.Rückert
Den wir am Anfang, den wir sehn am Ende stehn,Rückert
Den Wirbel mehre nicht, worin sie trunken drehn;Rückert
Den wirren Lärm von MusikantenLenau
Den Wolkenmantel zu, als ob er fröre. —Lenau
Den Wuchs nicht wie er ist, doch sollt' und könnte seyn,Rückert
Den Wunsch nach WiederkehrLenau
Den Wünschen aufgethan ist der Erhörung Thor;Rückert
Den Wurf ins Feuer gönnen;Lenau
Den Zecher durch und durch erfüllend!Lenau
Den Zeichen aller Ding’ und aller Wesen Namen;Rückert
Den Zeitenwechsel durch, mit immer gleichem Klang.Rückert
Den zeitlich-Thörichten villeicht als ewig-Weisen.Rückert
Den Zeitungsschreibern und Zeitschreibern laß die Lust,Rückert
Den zu begreifen, der dich dir ein Räthsel schuf?Rückert
Den zum Gedächtnis er in seinen Busen steckt.Rückert
Den Zweig zurück zur Erde richten.Lenau
Den’s weiter treibt, umsonst den Tod zu suchen;Lenau
Den, der dies Alles lenkt, den Gott in deiner Brust.Rückert
Den, der freiwillig nicht will bleiben, laß ihn ziehn;Rückert
Den, der mit Gaukelwerk und Taschenspiel beschwörenRückert
Den, der mit vielen lebt, gehn wenig näher an.Rückert
Den, der nicht fragt warum, nur sieht wie er sich dreht.Rückert
Den, weil er nicht will laut gelobt seyn, lob’ ich leise.Rückert
Den: Gott, Gemüt und Welt, am einfachsten genannt,Rückert
Denen ich nachhinke jetzt,Lenau
Denen ihr erschienenLenau
Denk alles andre denn für dich hervorgebracht,Rückert
Denk an den ewigen Strand!Lenau
Denk an die Mutter, Sohn, die dich geboren hat.Rückert
Denk auch, noch schöner ists, daß du’s entbehren kannst.Rückert
Denk dir das Ganze, wenn ein Liebender du bist!Rückert
Denk dir die Pracht des Kaktus,Lenau
Denk dir die Rosen glühendLenau
Denk dir durch dieses allesLenau
Denk lieber: Jeder hat nur Recht auf seine Weise;Rückert
Denk nicht, daß Gott die Welt ließ eine Zeitlang laufen,Rückert
Denk' ich der Fräßigkeit der Raupe, die er war.Rückert
Denk, eh du schlimmes denkst, dein Aug' ist nur nicht feinRückert
Denk: eine Tagereis' ist dieses Lebens Frist.Rückert
Denkformeln um darein Undenkbares zu bannen.Rückert
Denkmale stiftet ihr, Bildwerke, Riesenmauern;Rückert
Denkst du der Liebesglut?Lenau
Denkst du des Abends noch am Leithastrand?Lenau
Denkst du, wie schön es wär’, ob du ein Gut gewannst;Rückert
Denkt an eurer Fahrten Rest;Lenau
Denkt, daß ihr schreibt nur statt zu denken und zu sprechen,Rückert
Denk? überein mit mir, solang du mich begleitest!Rückert
Denn »sterben soll er in den Kerkermauern!« Lenau
Denn all die andern sehn vom Berg' im fernen ThalRückert
Denn all die Seinen ruhn im Grab;Lenau
Denn alle dienen ihm nur weil er dienet ihnen.Rückert
Denn alle Fluren sehn in Einem doch sich gleich.Rückert
Denn alle sind wir hier zu Zins und Zoll verpflichtetRückert
Denn alles hat der Schnee gefüllt zur FlächeLenau
Denn Alles in der Welt ringt sich zu stellen dar,Rückert
Denn alles ist Gefäß, das immer feiner seigert,Rückert
Denn alles was er gibt, fließt auch in ihn zurück.Rückert
Denn alles was ihr denkt und sprecht, verweht der Wind,Rückert
Denn alles, was euch recht gefällt, mißfällt mir just.Rückert
Denn als ein Mittler gehst du durch der Schöpfung Mitte,Rückert
Denn an dem häßlichen mag reisen nur ein Thor.Rückert
Denn an der Abschrift kann ein Frommer sich erbaun,Rückert
Denn anders dachtest du, und anders thust du nun.Rückert
Denn auch das Hören schon von böser Red’, o Sohn,Rückert
Denn auch ein solcher kann verstimmen dann die Saiten,Rückert
Denn auf dem Gehweg nur, nicht auf dem Fahrweg kannRückert
Denn auf immer hat die RuhLenau
Denn aufwerts liegt vom Haus ein Graben, den mein FußRückert
Denn aus der Flut, in die du nicht hinab kannst dringen,Rückert
Denn aus der Luft, in die du dich nicht auf kannst schwingen,Rückert
Denn aus der Rinde Kraft entsproßten wunderhaftRückert
Denn Balsam jeder Wunde ist Erbarmen.Lenau
Denn besser ist, als schlecht, die Arbeit gar nicht thun.Rückert
Denn billig wollen sich die Hirten, die euch weiden,Rückert
Denn bis von einer Höh zur andern wird gestiegen,Rückert
Denn Blumen jeder Art brauchst du zu deinem Kranz.Rückert
Denn damals waren die NaturgewaltenLenau
Denn das Bedürfnis würkt, solang die Lück’ ist offen;Rückert
Denn das Gemüt nimmt an vom Liebsten die Geberden.Rückert
Denn das Herz im Busen scholl,Lenau
Denn das ist dein Beruf, die Pfeile mir zu schnitzen,Rückert
Denn das ist seine Lust, der Schöpfung Lust zu sehn.Rückert
Denn dazu muß sich doch, wer auch nicht will, bequemen.Rückert
Denn deine Blume auch, sie lächelt und sie weint,Rückert
Denn deine Kraft muß sich stets auf ein Äußres lenken,Rückert
Denn deine Schuldigkeit allein hast du gethan.Rückert
Denn deine Weisheit hat erregt mein Wohlgefallen.Rückert
Denn dem Allmächtigen, Allgütigen, Allweisen,Rückert
Denn den Gekränkten mußt du bitten um Verzeihung.Rückert
Denn denken muß er, wenn sie hier ihn nicht ereilt,Rückert
Denn der Blüten TräumeLenau
Denn der Gedanke muß sich in viel Hüllen kleiden,Rückert
Denn der Geschichte fehlt der Gegenwart Begränzung,Rückert
Denn der hat sich kühn vermessen,Lenau
Denn der Held, den du bewirtest,Lenau
Denn der Schmerz will sie nicht lassen,Lenau
Denn der unsichtbare gute GesellLenau
Denn der verlorne kehret nicht zurück!Lenau
Denn der Windhauch, den ihr wolltet messen,Lenau
Denn des Prinzen treuer Page,Lenau
Denn des Vergehens harrt früh oder spät der Streich.Rückert
Denn des Welkens Klage naht.Lenau
Denn deutlich hörts der Mann der Gnaden,Lenau
Denn die Augen dir erlahmen,Lenau
Denn die Elfen Haralds sind nicht geheuer,Lenau
Denn die Erkenntnis drängt von allen Seiten her.Rückert
Denn die Glückseligkeit, wo ist sie zu erfragen?Rückert
Denn die Königin der ElfenLenau
Denn die Leichtgläubigkeit steht an des Glaubens Thüren,Rückert
Denn die Nacht der Zukunft brütetLenau
Denn die rauhen Felsen sorgen,Lenau
Denn die Rosen eilen.Lenau
Denn die Schönheit ihrer MutterLenau
Denn die schönste Frau indessenLenau
Denn diesem ist es Ernst, und jenen nur ein Spiel.Rückert
Denn dieses macht ihm Lust, und jenes macht ihm Neid.Rückert
Denn dir leuchten zum ErkennenLenau
Denn dir winkt vielleicht kein zweiter.«Lenau
Denn du bist Prophet,Lenau
Denn du bist, der du warst, und bist, der seyn wirst, du!Rückert
Denn du hast ihre Bahn nicht ihnen vorzuschreiben;Rückert
Denn du lässest schön erglänzenLenau
Denn durch Unglauben ist Gewisheit gleich geraubt.Rückert
Denn eh das eine blüht, verwelkt des andern Glanz.Rückert
Denn eigne Mängel bringt mit sich das Alter schon,Rückert
Denn ein Verständliches ist endlich auszubeuten,Rückert
Denn eine fehlt, so ist der schöne Schein zerrissen.Rückert
Denn eine kann drei Dinge nichtLenau
Denn einen Unterschied in dem, was wir erduldet,Rückert
Denn einer ist der Geist, der in den vielen waltet,Rückert
Denn Eins ist Alles, wenn der Schein der Zweiheit schwand.Rückert
Denn endlich hat der Tod, der starke Zwinger,Lenau
Denn er hört im ruhelosen,Lenau
Denn Er ist Eins, um den sich unser Wahn entzweit.Rückert
Denn er ist nicht der Tod, er ist das ew’ge Leben.Rückert
Denn er rührte sie nicht, die meine zu drücken.Lenau
Denn er schweigt bei ihrem Jubel,Lenau
Denn erst das Kleid gibt ihm anmuth?ge Unterscheidung.Rückert
Denn es begehrt dein Herz entweder immer mehr,Rückert
Denn es ist der Brunnen heilig.Lenau
Denn es ist einfach eins und strebt zu scheinen vieles,Rückert
Denn es kommt die Hochzeit angezogen;Lenau
Denn es wird in späten TagenLenau
Denn Fabel nur ist was man sagt von Hirsch und Raben.Rückert
Denn fliegen lernt nur, wer zum Fliegen ist gezwungen,Rückert
Denn folgerichtig ist meist närrischstes entsprungen.Rückert
Denn freilich ist die Welt von mir nicht des gewohnt,Rückert
Denn Führer sollst du mir nicht immer wieder seyn,Rückert
Denn für das Ganze kann es nur ein Gutes seyn.Rückert
Denn ganz in jedem Paar stellt sich die Menschheit dar,Rückert
Denn gelten sollten mehr die Weisen als die Thoren,Rückert
Denn glauben kann ich nimmermehr,Lenau
Denn Gleiches ist in dir, wie in der Welt die streitet,Rückert
Denn Gott ist da und dann, wo er und wann er wirkt.Rückert
Denn Gott ist gut: du suchst in allem Guten ihn.Rückert
Denn Gott ist unser Licht, und Welten dessen Schein.Rückert
Denn Gottesfurcht nur macht von Menschenfurcht dich frei.Rückert
Denn göttlich ist die Kraft, und weltlich jene drei;Rückert
Denn gute Absicht hat gar nie, wer Böses thut.Rückert
Denn Gutes, zur Natur geworden, haftet nur,Rückert
Denn halb nur gabest du, halb ward es dir genommen.Rückert
Denn harte Saamen, die sie hat kein andres TöpfchenRückert
Denn hast du's überdacht, wie oft die ÜbermachtRückert
Denn heimlich ist ein Gift in jedem Sinnenflitter.Rückert
Denn heimlich mit der Lust im Bund ist die Empfindung,Rückert
Denn hier der erste nicht noch letzte sollst du seyn.Rückert
Denn ihm allein ist nicht der Himmel unzugänglich.Rückert
Denn ihm kann durchs ganze LebenLenau
Denn ihm wandeln voran auf allen WegenLenau
Denn ihre Kinder saßen schon gewärtig,Lenau
Denn ihre Sonn? auch kreist indeß um höh?re Wonne.Rückert
Denn immer wahr wird seyn, was du als wahr erkannt,Rückert
Denn immer würd’ er hier vor meiner Rache beben.Rückert
Denn in den guten Grund, worein sie nun soll kommen,Rückert
Denn in der Eigenheit will sich Unfreiheit zeigen.Rückert
Denn in der Endlichkeit thut nur durch WiderspruchRückert
Denn in die junge Freude mischtLenau
Denn in Eurer faulen KroneLenau
Denn ist der Seemann müßig auch,Lenau
Denn jede hat in sich etwas Unübersetzbars,Rückert
Denn jede hatt' im Mund ihr Tröpflein Morgenthau.Rückert
Denn jede Nacht kann es mit einem Stoß zerrütten,Rückert
Denn jede neue Form erzeuget neu den Stoff.Rückert
Denn jede Seele steigt neu von den höchsten StufenRückert
Denn jedem Manne ziemt vorm andern, und dem KnabenRückert
Denn jeden neuen, den er macht, verkauft er klug.Rückert
Denn jeder andre scheint mir gar beschränkt und klein.Rückert
Denn jeder hat, so groß ist Eigennutzes Macht,Rückert
Denn jeder Trieb verdirbt, wann er wird übertrieben:Rückert
Denn jeder wer nun fällt vorm Gottesbilde nieder,Rückert
Denn jeder Wunsch, erlangt, ist nicht mehr wünschenswerth;Rückert
Denn jedes Bild ist falsch, das bleiben will und dauern,Rückert
Denn jenem steht nun zu, daß gut er’s wieder mache,Rückert
Denn käm' es ungetheilt, des Menschen schwache SinnenRückert
Denn keine Blume blüht hienieden, die aus LüftenRückert
Denn keine Nachbarschaft von Vogel, Mensch und ThierRückert
Denn keine Stunde bin ich in der Muße müßig.Rückert
Denn klammernd herrscht des Reiters Kraft,Lenau
Denn kleinres Wunder nicht ist daß man schreibt, als spricht;Rückert
Denn laufen lernt das Kind, der Mann bedächtig wallen.Rückert
Denn leider ohne Ziel gehn in der Irre viel,Rückert
Denn lerne, weil die Welt ist so uneben nun,Rückert
Denn Lieben ist ein banges Los.Lenau
Denn manche werden durch des Großen Vorbild frei,Rückert
Denn mancher schlechte hat so einen schlechten Magen,Rückert
Denn mancher Sturmwind tobt, der unser Schifflein probt,Rückert
Denn mannhaftwehrhaft sind nunmehr die Tage,Lenau
Denn mehr muß seyn als das Begriffne sein Begreifer.Rückert
Denn mein Liebstes ist ja fort.Lenau
Denn mich dünkt, ihr frohes DrängenLenau
Denn mit Farben und GestaltenLenau
Denn mit gezücktem Dolche harrt der KummerLenau
Denn morgen findet sich was neues zu besorgen.Rückert
Denn Morgennebel war durch jedes Thal ergossen,Rückert
Denn nicht aufs Ohngefähr geübt wird Kinderzucht,Rückert
Denn nicht den Sternen wirst du darum näher gehn,Rückert
Denn nicht ein Stäubchen des, was mein ist, soll vermodern.Rückert
Denn nicht jedwedem wird gegeben so zu scheiden,Rückert
Denn nicht zum Herrschen ist sie auf der Welt erschienen.Rückert
Denn nichtig ists in sich, und kann nur sich vernichten.Rückert
Denn nichts ergeben sie, wenn man sie nur verneint,Rückert
Denn nichts erlangen wird, wer nicht den Arm ausstreckt,Rückert
Denn nichts sosehr wie sie kann dessen Glanz erfrischen.Rückert
Denn nichts wie dieses ist der Geister Liebesnahrung:Rückert
Denn nie gedankenlos geh’ ich nun aus und ein,Rückert
Denn nie wird die Natur mehr stärker als sie war,Rückert
Denn niemals, ob die Uhr du stellen magst zurück,Rückert
Denn Niemand will allein und kann zum Ziele schreiten,Rückert
Denn nimmer strahlt mirLenau
Denn noch von Blasen liegt im Strom ein ganzer Schatz.Rückert
Denn noch zur Hälft' ist nicht der Schatz in meiner Brust.Rückert
Denn nun hat sich das Zauberbild gefunden,Lenau
Denn nur auf den Beding ist dein, was dein du nennst,Rückert
Denn nur aufs Ziel zu sehn, verdirbt die Lust am Reisen.Rückert
Denn nur das Übel lehrt den Menschen Künst’ erfinden;Rückert
Denn nur die Liebe macht dem Eignen Fremdes gleich.Rückert
Denn nur die That ist Ernst, und der Gedank' ein Spiel.Rückert
Denn nur die That ist Ernst, und der Gedank' ein Spiel.Rückert
Denn nur durch Luft und Licht erlangt es solche Kraft.Rückert
Denn nur im Umlauf nützt die Weisheit und das Geld.Rückert
Denn nur verschieden ist die Welt verklärt in Beiden.Rückert
Denn nur vom Gleichen kann das Gleiche seyn erkannt;Rückert
Denn nur vom Gleichen kann das Gleiche seyn gerichtet.Rückert
Denn ohne Seyn ist selbst der Schein ein leerer Schein.Rückert
Denn plötzlich schauten sie, geschleift an Ketten,Lenau
Denn rastlos muß er wandern auf und nieder,Lenau
Denn scheu vor ihm zurück stets weiterLenau
Denn schlecht im Kerne, würd’ er gut nie werden können.Rückert
Denn schlecht nicht müssen seyn, die schlechtes Muster haben,Rückert
Denn schwer ist danken dem, den man nicht ehren kann.Rückert
Denn schwer ist mit der Welt Berührung zu vermeiden.Rückert
Denn Schweres hat zu thun der Lehrling wie der Lehrer,Rückert
Denn schwierig ist die Fahrt, so sagt man, und gefahrvoll,Rückert
Denn schwunglos ohne dich im Himmel wär’ ihr Leben.Rückert
Denn seh'n Geliebter Tod ist mehr als eigne Leiden.Rückert
Denn sehenswerth ist nur am ganzen WeltgetriebeRückert
Denn sein Gebilde soll von Lebensfarben stralen.Rückert
Denn seine Freuden sind mit deinen unvereinlich.Rückert
Denn seine Herde treibt der laute TagLenau
Denn seine Seele hielt die Welt umschlossen,Lenau
Denn seine Thaten sind zum kleinsten Theil ihm eigen.Rückert
Denn seine Torheit wird sogleich zum andern eilen.Rückert
Denn seine Wurzeln doch läßt es im Boden immer.Rückert
Denn senkrecht senken sie die Wurzel all nach unten,Rückert
Denn sie erfuhren es und glaubens, daß belastetRückert
Denn sie vergleichet sich mit einem Markte nur.Rückert
Denn sieben Himmel sind, und jeder hat ein Thor.Rückert
Denn sieben Lügen braucht’s um eine zu beschönen.Rückert
Denn siehst du? sticht der Dorn des Knaben Finger nichtRückert
Denn Sklav’ ist seines Guts, wers nicht hingeben kann;Rückert
Denn so gewoben ist der Welt Zusammenhang,Rückert
Denn spielt der Mond mit ihren Haaren,Lenau
Denn stehlen würde nicht, wers hoffte nicht zu hehlen.Rückert
Denn Stein und Pflanz’ und Thier, die zwar um Gott nicht wissen,Rückert
Denn stets begierig ist das Wasser Glut zu dämpfen.Rückert
Denn stets im Werden, bist du nie geworden stät.Rückert
Denn Theil an allen hat, wer Theil am Leben nimmt,Rückert
Denn tief im Haine verborgen,Lenau
Denn Trank und Speis’ und Schlaf und sinnliche Begier,Rückert
Denn über manchen Berg geht sie und manche Steppe.Rückert
Denn überall durchzieht die heil’ge Gluth die Erde,Rückert
Denn überall Verrath muß der Verräther scheuen,Rückert
Denn Übergoldung ist im Werth nicht über Gold.Rückert
Denn Überlegenheit entspringt aus Überlegen.Rückert
Denn uneins unter sich macht Menschen Leidenschaft,Rückert
Denn Unentwickeltes kann später sich entfalten,Rückert
Denn unsre Freundschaft ist Gefühl ins Ferne zwar,Rückert
Denn unsre Freundschaft will ich nun bestattenLenau
Denn unsre Sonn? in fünfundzwanzigtausend JahrenRückert
Denn unten lauscht im Schilf des Stroms ein Krokodill,Rückert
Denn unverändert ganz von Ansehn und GeberdeRückert
Denn unverbesserlich, unheilbar sei der Schade,Rückert
Denn unwiderstehlich jeden,Lenau
Denn Vater, Bruder auch, sie gingen dir voraus,Rückert
Denn viele schloß ich auf, und meine Kraft ist müd.Rückert
Denn viele Stunden wird es weinen,Lenau
Denn vom bewegten Gemüt wird jede Erscheinung gedeutet.Lenau
Denn von dem Irrthum läßt sich diese Welt nicht scheiden;Rückert
Denn von den Dingen weist dich ein bedingtes fortRückert
Denn von der obern floß zur untern Stufe niederRückert
Denn während hier du fugst, wird es dort wieder klaffen.Rückert
Denn war und Wahrheit scheint ersproßt aus gleichem Samen.Rückert
Denn wären uns die Wölfe näher kommen,Lenau
Denn was dir Einzelnes geblieben unverständlich,Rückert
Denn was du lang' aufsparst, wird über Nacht verrauchen.Rückert
Denn was ein jeder glaubt, das kann er auch beweisen;Rückert
Denn was er malen soll, läßt ihm nicht Rast noch Ruh.Rückert
Denn was er spricht, ist doch ein Bild des was er denkt,Rückert
Denn was man ganz versteht, ist wenig auf der Welt.Rückert
Denn was von oben goß der goldne Eimer nieder,Rückert
Denn weder gut noch schön dient weder klein noch großen.Rückert
Denn weil du denkest den, der Leben hat gegebenRückert
Denn Weisheit anderwerts gelernt ist nicht von Werthe.Rückert
Denn weiter lief die Sonn? inzwischen auch ein Stück.Rückert
Denn welchen hätt' ich Recht dem andern vorzuziehn,Rückert
Denn Welt und Leben macht nicht Ansprüch’ unbescheiden;Rückert
Denn Weltentheile sind nur Theile dieser Welt,Rückert
Denn wem am meisten Dank ich schulde, todt sind alle.Rückert
Denn wem ist unbekannt des Goldes starke Kraft,Rückert
Denn wenn an einigen kein andrer Nutz erschienen,Rückert
Denn wenn beim frohen Fest du willst mit ihm anklingen,Rückert
Denn wenn der Schlangenmann sein Weib will züngelnd küssen,Rückert
Denn wenn die Gottheit weiß, wohin mein Thun sich lenkt,Rückert
Denn wenn die Mutter eins entzieht, gibt sie dagegenRückert
Denn wenn du abstehst, hast du dich umsonst geplagt;Rückert
Denn wenn ich durfte sonst doch, die mich schalten, schelten,Rückert
Denn wer die Gnüge nicht geschöpft im Lebensbronnen,Rückert
Denn wer ist glücklich, sieht er andre unbeglückt?Rückert
Denn wer vier drei zwei eins zusammenzählt, hat zehn.Rückert
Denn wie der Leib bestehn nicht ohne Speise kann,Rückert
Denn wie die Rose duftend blühtLenau
Denn wie die Welt geworden schlecht,Lenau
Denn wie erkennst du, daß dich lauter Wahrheit säugt,Rückert
Denn wie wir auch im Labyrinthe suchten,Lenau
Denn wie’s vom Herzen kommt, zum Herzen ist sein Streben;Rückert
Denn wie, vom Tode schon umfangen,Lenau
Denn wo das Schwere sich macht gelten als das Wichtige,Rückert
Denn wo ihr stillstehn wollt, habt ihr ein Ziel erreicht.Rückert
Denn wo nicht zugethan der Himmel ist der Erde,Rückert
Denn wo nur Himmelstrich und Jahrzeit es erlaubt,Rückert
Denn wo nur zugethan der Himmel ist der Erde,Rückert
Denn wohlfeil ist die Meng', und theuer nur was selten.Rückert
Denn Wohlthat einzelnen, wie schön sie sei, erwiesen,Rückert
Denn wol auch Völker sind von eignen Grundanlagen,Rückert
Denn wol die Seele schwellt Erhabenheit mit Schauer,Rückert
Denn wol verlassen mag das Land, wer es erkohren,Rückert
Denn wol zu jeder Frist gefaßt wird seyn ein Mann,Rückert
Denn wozu würde wol Geschichte sonst geschrieben?Rückert
Denn zogest du's zuvor, so wär' es nun gezogen.Rückert
Denn zum Verlieren nur ist ein Gewinn der Lust,Rückert
Denn zur Ehre seines FestesLenau
Denn zwar nicht ganz aufwiegt Unschuld des Schicksals Last,Rückert
Denn »Feuer!« schallts, und Salvendonner schmettern,Lenau
Denn, ach! er hatte nicht um sich geschlagenLenau
Denn, ist er nicht in dir, wo ist der Fried' hienieden?Rückert
Denn, ob das Leben wol ist aller Lehre voll,Rückert
Denn, ob ich es zur Zier sag' oder Schande mir:Rückert
Denn, seiner Lehre nach, ist sie auch Wahrheit nicht.Rückert
Denn, wäre voll sein Drang, so bräch' es aus der Hülle,Rückert
Denn, wie dein Auge selbst sich sieht im Spiegel nur,Rückert
Denselben einen Gott sollst du im Stillen ehren,Rückert
Denselben wollt’ er nun, was er geschaut, vertraun.Rückert
Der Abendwinde Säuseln;Lenau
Der aber ist beglückt, wer stets, zur rechten ZeitRückert
Der aber ist wieder entsprungen.Lenau
Der aber nahm es ganz, dem's zugefallen war,Rückert
Der aber schreitet durch des Sturmes Macht,Lenau
Der aber sprach: Die lernt’ ich an der Mutter schon.Rückert
Der Aberglaube sagt: Wirst du beim Wandern spüren,Rückert
Der Aberglaube sucht das Kraut auf Feld und Wiese,Rückert
Der abgerißne Ruf, womit Zugvögel schweben,Lenau
Der abgestorben sich im Boden unten fand,Rückert
Der Abgrund ist so weit, wer fällt, der fällt so tief.Rückert
Der Abgrund und das Meer antworten aus der Ferne.Rückert
Der Abstand ist zu weit, die Kluft wird niemals voll,Rückert
Der Adler aber fliegt, es steht die Wahl ihm frei,Rückert
Der Adler aber schwingt sich mit der Sonnen auf,Rückert
Der Adler fliegt allein, der Rabe schaarenweise;Rückert
Der Adler in der Luft vom Pfeil getroffen spricht:Rückert
Der Adler schüttelt aus der Brust den Pfeil, und schautRückert
Der Affe hat gehört, daß süß der Nußkern schmecke,Rückert
Der Ähnlichkeiten Spur zu folgen hast du Freiheit,Rückert
Der allabhängige nach Unabhängigkeit.Rückert
Der alle Herrlichkeit der Welt zur Wahl ihm bot.Rückert
Der alles denket nach, was andre vorgedacht,Rückert
Der Alte blickt aus dichten Augenbrauen,Lenau
Der alte Brei wird umgerührt im neuen Topf;Rückert
Der alte Hauswirth, in der Wirthschaft wohl erfahren,Rückert
Der alte Landmann lenkt den Blick, den er gesenkt,Rückert
Der alte Landmann spricht: Der Himmel sei gepriesen,Rückert
Der alte Landmann wiegt sein Haupt erstaunt: VersiegtRückert
Der alte Meister sprach’s, vielmehr will sichs gebühren,Rückert
Der alte Meister sprach: (bedankt sei der Erzähler!)Rückert
Der alte Meister sprach: das sei nur als ein ZeichenRückert
Der alte Meister sprach: Laß kürzlich dir entfalten,Rückert
Der alte Meister spricht: Die Schwäch' ist zu bedauernRückert
Der alte Müller Jakob sitztLenau
Der Alte murmelte den Abendsegen,Lenau
Der Alte nimmt sie lächernd hinLenau
Der Alte sprach: Was bleibt denn übrig, als zu wandernRückert
Der Alte starret in den Staub,Lenau
Der alte Streit ist nicht geschlichtet, nicht zu schlichten,Rückert
Der alte treue gute Gesell. —Lenau
Der Alte tut manch raschen Zug,Lenau
Der Alte übte Raub und TrutzLenau
Der alte Vater herb, ein Landmann starr und spröde,Rückert
Der alte Wolf vermag den Regen schon zu leiden,Rückert
Der alten Göttin Erde,Lenau
Der alten Mutter und der Schwester Jugendblüte.Rückert
Der Ältste, der zugleich der beste scheint und weise.Rückert
Der amethysten scheint, smaragden und saffieren,Rückert
Der an dem Leben nur des Lebens Formen ehrt.Rückert
Der Andacht Thräne soll man nicht vom Auge wischen,Rückert
Der andere durch Macht und höchstes Herscherthum;Rückert
Der andern Thaten, die dort tragen gute Saat.Rückert
Der andern, daß sie nur dir selbst den Stab nicht brechen:Rückert
Der andre dienet ihm, weil einem Herren dienenRückert
Der andre dient und hat bedungen keinen Lohn,Rückert
Der andre geht, Befehl sich selber einzuholen.Rückert
Der andre gelb und schwarz, unlieblich war die Schau.Rückert
Der andre gibt die Frucht, so wirst du nie ermatten.Rückert
Der andre leichtere durch Übung schrift- und mündlich.Rückert
Der andre sprach: Du bist noch gar zu schwach ein Ritter;Rückert
Der andre sprach: mir gilt es gleich,Lenau
Der andre sucht mit Geist das Ganze zu durchdringen.Rückert
Der andre trauerschwarz verkündiget Verlust.Rückert
Der andre wiss' es schon, und ihm genüge dis.Rückert
Der Anfang nur allein kann nie zu Ende gehn,Rückert
Der Anfang und das End' ist unklar, oben Schaum,Rückert
Der Angel Nektar schwebt an goldnem Sonnenfaden,Rückert
Der Angler sitzt am Strom und angelt ohne ZahlRückert
Der ängstliche Pilot, der Geist im lecken SchiffRückert
Der Anker hält den Kahn, und läßt ihn nicht versinken,Rückert
Der Antheil, den du weihst dem Menschen, ihm entzogen.Rückert
Der Apfel fällt, gereift, in seines Gärtners Hand;Rückert
Der Arbeit Bürd? ist leicht, und schwer des Dankes Last;Rückert
Der arm an jedem Gut, und nur an Stolz ist reich.Rückert
Der Arm wird selbst ein Leib, der sich in Glieder spaltet,Rückert
Der arme Gaukler! so geht seine Kunst nach Brot;Rückert
Der Arme heimgetragen;Lenau
Der arme Mann erschrickt, läßt seinen Schatz in Stich,Rückert
Der arme Mann muß sich mit fremden Federn schmücken,Rückert
Der arme Schmetterling bist du!Lenau
Der Arme, der im Sand ein Dutzend Perlen fand,Rückert
Der Arme, Niedre, haßt den Höheren, den Reichen,Rückert
Der Armen Anblick ist ein stummer Vorwurf dir,Rückert
Der Asche des Gewölkes einenLenau
Der Athem, der die Brust zum Himmel dir erweitert?Rückert
Der auch die Kinder liebt, die lieb der Mutter sind.Rückert
Der auch nicht säumen darf im steten Vorwertsdrang;Rückert
Der auch nicht, um den sie es empfunden.Lenau
Der auch wie er, den Degen in der Hand,Lenau
Der auf dem DornenpfühleLenau
Der auferwachten göttlichen Natur.Lenau
Der aufgeblühten Rose!Lenau
Der aufgeblühten Rose.Lenau
Der aufgeklärten Zeit zum Spott —)Lenau
Der Aufschluß über Geist und Menschendenkungsweise.Rückert
Der aus dem Labyrinth der QualLenau
Der Ausdruck fehlt ihm nur, doch nicht der Einsicht Kern;Rückert
Der Außendinge muß mein Wohl und Weh entspringen.Rückert
Der außerm Anblick nichts von seinem Gut genießt,Rückert
Der ausgestreckten streck' entgegen deine; sieheRückert
Der äußre Stand, mit Zwang den innern Schwung bekämpfend;Rückert
Der Aussicht freue dich, Geist, ewig lernest du.Rückert
Der Bach beschleunigt seine Flucht,Lenau
Der Bach war oben schmal, breit unten ist der Fluß.Rückert
Der Bach zum Strome sprach: Du schlingst mich ein so jach;Rückert
Der Bach, der immer lauter brüllt;Lenau
Der bald mich deutlicher bald dunkler unterweist.Rückert
Der bald zur Heimat wiederLenau
Der Bauer hat die Noth, der Ochse hat die Plage;Rückert
Der Bauer hat ein Hun und eine Kuh dazu;Rückert
Der Bauer ließ die Ochsen langsam schreiten;Lenau
Der Bauer schreit ums Brot, der Ochs' hat keine Klage.Rückert
Der Bauern Sprichwort sagt, mein Sohn: wenn auf dem SandRückert
Der Baum des Lebens ist von Saamen ganz erfüllt,Rückert
Der Baum ists, der zugleich die Frucht trägt und die Blüte,Rückert
Der Baum legt niemals selbst die Axt an seinen Fuß;Rückert
Der Baum merkt nicht die Last, hält drauf ein Vogel Rast;Rückert
Der Baum wirft Äpfel ab, damit der Ast nicht bricht.Rückert
Der Baum zu seiner Zeit trägt seine Frucht für dich;Rückert
Der Baum, der Busch, so todesmatt,Lenau
Der Baum, der Früchte trägt, trägt eine schöne Last;Rückert
Der Baum, gepflanzt, erwächst dir ohne weitre Mühn;Rückert
Der Baum, nach dem mein lautes Herz sich sehnte,Lenau
Der Bäume Leben floh zum Grund hinunter;Lenau
Der Becher, den Robertos Knechte reichten,Lenau
Der Beeren hangen viel an einem Traubenstiele;Rückert
Der begeisterte Vogel feiert nun jubelnd sein Dasein.Lenau
Der beglückte Wahn des TraumesLenau
Der beiden Welten Heil mit heiligem Gift vergiftet;Rückert
Der Berg schien inselgleich in einem Meer zu stehn.Rückert
Der Berg, daß sie sein Felsenarm umfange!Lenau
Der Berg, der sich im Licht ewig zu sonnen glaubt,Rückert
Der Berg, von vorne steil, wird hinten leicht erklommen;Rückert
Der besser als du selbst kann führen deine Sache.Rückert
Der besser müssigem als fleiß'gem Diener lohnt;Rückert
Der beste Edelstein ist der selbst alle schneidetRückert
Der beste Maler kanns nicht ohne Schatten malen,Rückert
Der Betenden, weil du so gut es kannst alleine.Rückert
Der Betschnur Kügelchen betet er schweigend ab.Rückert
Der Bettler hat zu Nacht im Haus kein beßres LichtRückert
Der Bettler sprach: Ich geh’ in Gottes Namen leicht,Rückert
Der Biber baut voll Kunst, der in Gesellschaft lebt,Rückert
Der Biene dient die Blum?, es dienet mir die Biene,Rückert
Der Bienenstaat ist hin, wann stirbt die Königinn;Rückert
Der Bilder Farbenglut den Wänden aufgedrückt.Rückert
Der Bildlichkeit ein Licht unbildlicher entsprungen;Rückert
Der Bildung Gipfel sei, an Fremden anerkennenRückert
Der Blätter auf zum Sternenscheine.Lenau
Der Blick der Liebe fällt hinein wie Sonnenschein.Rückert
Der Blick der Liebe schwellt das Herz wie Frühlingswonnen.Rückert
Der Blick der Liebe sieht gern alle gut und reich;Rückert
Der Blick des Neides reißt das Haus des Nachbarn ein,Rückert
Der Blick des Neides sieht zu seiner eignen PeinRückert
Der Blick des Neides zehrt wie Sommerglut die Bronnen,Rückert
Der blickt den König an, und beugt vor ihm die Glieder,Rückert
Der blinde Bildungstrieb, des Wissens scharfe Flammen,Rückert
Der blinde Schütze, der nach hohem Ziele zielt;Rückert
Der blindgeborene wird doch vom Licht durchdrungen;Rückert
Der blindgewordene sieht in Erinnerungen,Rückert
Der Blitz hervor, die Zornesader,Lenau
Der Blitz ist sein Geschoß, geschleudert aufs Gezüchte,Rückert
Der Blume, erdentsprossen,Lenau
Der Blumen Jugend läßt vor Stürmen und GefahrenRückert
Der Blüt’ und Blume zieht am kahlen Weltgesträuch.Rückert
Der Blüten Duftgeruch, der Abendlüfte Wehn,Rückert
Der Blüten heimliche Verwahrung;Lenau
Der Blüten schönen Frühlingstraum,Lenau
Der Blüten schönstes RotLenau
Der Blütentrieb vom Greis, vom Kind die reife Frucht.Rückert
Der Bock, den dieser Schuß herabgerissenLenau
Der Boden, wo du trittst, wie stark du treten wirst;Rückert
Der Bogen aber spielt in einem zweiten dann,Rückert
Der bösen Seuche gleich, Gesundes anzustecken.Rückert
Der Bote gibt sie ab, nimmt dafür in EmpfangRückert
Der Brand, der nicht erlischt, vom Windzug angefrischt.Rückert
Der braune Saft, um den die Menschen selbst es fangen,Rückert
Der Braut, wenn schon das Herz ihm bricht,Lenau
Der Brautnacht Mond, des Pfaffen Glatze;Lenau
Der Brennpunkt jeder Freude, jedem SchmerzLenau
Der Briten Stolz verwandle ich in GramLenau
Der brot- und arbeitslos zum Hause war gekommenRückert
Der Brüder Antheil ohn' Hartherzigkeit und Neid.Rückert
Der brüll’ und suche wen er einschling’ ohne Scheu.Rückert
Der brütet sie für ihn im heißen Sonnenbrand.Rückert
Der Bube läßt aufgären mit GekreischeLenau
Der Buchenwald ist herbstlich schon gerötet,Lenau
Der Bücher sind zu viel, um noch so viel zu gelten;Rückert
Der Bürgerliche, der mit seinem Werthe zahlte:Rückert
Der Bussole mit mancherlei frohen Gedanken:Lenau
Der Chor, vom Hintergrund hervor lenkt ihn der Eine.Rückert
Der da drüben aus den AuenLenau
Der da schläft an seiner Seiten,Lenau
Der Dampf durchbrauste den Schlot,Lenau
Der dampfende Kutscher auf seinem Thron,Lenau
Der Dank für eine Gab' ist selber eine Gabe,Rückert
Der das für sie, was sie nicht können, wollen kan.Rückert
Der das mir bringt, was ich zum Leben haben muß:Rückert
Der das Schicksal wagt zu fodern,Lenau
Der Datteln wollt' ich gern entbehren und der Pfirschen,Rückert
Der dein Gefährte sei zu Fahrt und zu Gefahr,Rückert
Der deine Sehnsucht nur ins Unbestimmte ruft.Rückert
Der deines Schmerzes leisen Schlummer stört,Lenau
Der dem Gewognen in den Weg tritt als Verwegner,Rückert
Der dem Weltgeschick nicht feig entwichen;Lenau
Der den Dichter heimlich hat belauert,Lenau
Der den Götzen geweiht, gefüllet mit Bildern des Wahns ist;Lenau
Der den himmlischen Gast der irdischen Hülle verwahret.Lenau
Der den letzten Baum des EdensLenau
Der den raschen WanderblickLenau
Der den und den Empfang beim Herren dir verspricht.Rückert
Der denke, Güte sei ihm doppelt unerläßlich.Rückert
Der dich höret und versteht,Lenau
Der dich mir auf immer entriß.Lenau
Der dich schützt vor meinem Streiche!«Lenau
Der dich, Geliebter, locket mit GewaltLenau
Der Dichter sendet sie zum Mäzenaten,Lenau
Der Dichter sprachs, und gieng den schweren Abschiedsgang,Rückert
Der Dichter wär' ein Gott, und zu beglückt sein Loß,Rückert
Der Dichter, der nur ist ein Dichter, ist ein KindRückert
Der die Natur durchzittert,Lenau
Der die Seele hielt bezwungen,Lenau
Der die Seele zugeschmachtet,Lenau
Der die Vergleichung nicht mit dem ertragen kann,Rückert
Der Diebe, nahm er und verwahrte sie im Mund.Rückert
Der dient aus Eigennutz, der dient aus Furcht und Scheue,Rückert
Der dient aus Pflichtgefühl, und der aus Herzenstreue.Rückert
Der dient dem Herrn, sein Dienst ist ihm vom Herrn besiegelt.Rückert
Der diese Lehre lehrt, mußt du sie gelten lassen,Rückert
Der diese speist und tränkt, wird tränken dich und speisen,Rückert
Der diese Wirklichkeit sich nicht will lassen rauben,Rückert
Der Dinge dieser Welt geheimnisreicher Grund.Rückert
Der Dinge sind soviel zu thun in dieser Welt,Rückert
Der Dinge, die vorbei in ihrem Rücken gehn;Rückert
Der dir den Vorzug hat gegeben vor den Armen,Rückert
Der dir die Richtung zeigt, und deutet in die Ferne.Rückert
Der dir die Seele mach' und rings die Schöpfung klar.Rückert
Der dir Erinnerungen, süße, bange,Lenau
Der dir so angehört, wie du Gott angehörst.Rückert
Der dir um die Gestalt sich schmiegt mit Wohlgefallen.Rückert
Der doch nicht untergieng, und hell war immer ganz.Rückert
Der Dolch, die Zähne sind gezückt,Lenau
Der Donner bricht herein,Lenau
Der Donner kommt, und voller schwilltLenau
Der dort im Gebirg verschwunden!« Lenau
Der dort vom fernen Licht sich streckt zu dir heran!Rückert
Der dort vom höchsten Thurm, sehn eines Sternes Stral;Rückert
Der Drang des Lebens, wenn er sich wär' überlassen,Rückert
Der draußen selber sich läßt rupfen an den Haaren.Rückert
Der dritte dünkelhaft will ein System nur baun,Rückert
Der dritte dünkelhaft will nicht die ew'gen SachenRückert
Der dritte Hüter spricht: Hat es die rechte Zier?Rückert
Der dritte Kreis umfängt die Gärten, ein Gefilde,Rückert
Der dritte sprach: Ihr seid allbeide viel zu gut;Rückert
Der dritte zum Erwerb, der vierte zum Verdruß.Rückert
Der dritte, der es sah, sprach: Welche Barbarei!Rückert
Der Druck ist äußerlich, damit im Innern frei,Rückert
Der du erschufst die Welt, ohn’ ihrer zu bedürfen,Rückert
Der du im Lichte bist, und bist in mir das Licht,Rückert
Der du zum lebenden Beweise dir mich schufest;Rückert
Der dunkel wird den Mond, und hell die Erde sehn.Rückert
Der dunkeln Wurzel mag die lichte Blüt’ entstammen,Rückert
Der dunkle Wald umrauscht den Wiesengrund,Lenau
Der dunklen Halme blitzenLenau
Der dunklen Wolken letzte schwandLenau
Der eben ist davon ein zubehörig Stück.Rückert
Der Edelstein bedarf viel Mittel, sich zu schleifen;Rückert
Der edle König kam an seinem SiegestagRückert
Der edle Kriegsmann ist gewohnt an Kriegesbeute;Rückert
Der edle Reiser auf unedlen Stamm geimpft.Rückert
Der edlen Rechenkunst Vollkommenheit gedeihtRückert
Der Efeu, der empor am Stamm der Buche schleicht.Rückert
Der Ehre kannst du wol von andern leicht entbehren,Rückert
Der Ehrgeiz ist gekränkt vom kleinsten, das mislingt,Rückert
Der Eichen selig schwanken;Lenau
Der Eichenwald im Winde rauscht,Lenau
Der eifrige Priester nicht ahnt und fühlt,Lenau
Der Eigensüchtige nimmt Theil an Glück und Leid;Rückert
Der Eigenthümlichkeit Vollendung, Ideal;Rückert
Der eignen Denkens sich nicht mehr entschlagen kann.Rückert
Der Eigner dieser Welt das ist ein Geist, der eignetRückert
Der ein Bewußtseyn trägt von höhrer Würd’ im Herzen.Rückert
Der ein lebendig Gut besitzt von Fleisch und Blut,Rückert
Der eine bläst es an, der andre bläst es aus.Rückert
Der eine dienet ihm, weil es sein Vater that,Rückert
Der eine dient dem Herrn auf festgesetzten Lohn;Rückert
Der eine dient dem Herrn mit Eifer vorm Gesicht,Rückert
Der eine freudenroth gesiegelt meldet Lust,Rückert
Der eine fühlt sich klug, den andern zu verstehn;Rückert
Der eine mit dem Schwert, der andre mit der Feder,Rückert
Der eine schwere Weg führt durch Zergliedrung gründlich,Rückert
Der eine Spiegel wirft das Bild dem andern zu,Rückert
Der eine sprach: Vernehmt, wie weit mein Neiden gehe:Rückert
Der eine steckte hoch das Ziel, der andre tiefer,Rückert
Der eine thut nur das, was ihm der Herr befohlen,Rückert
Der eine trägt ein Bild des Herrn vor seiner Brust,Rückert
Der eine von den Freunden sannLenau
Der eine wählt sich dis, der andre das vom Haufen,Rückert
Der eine war zu grob, der andre war zu fein.Rückert
Der eine weiß zum Ruhm, der andre zum Genuß,Rückert
Der eine wird mit Fleiß das Einzle weiter bringen,Rückert
Der eine, Weihrauchduft, hinlodernd, leicht und heiter,Rückert
Der einen edlern Schatz als goldenen gewann,Rückert
Der einen scheu entstrebst, und vor der andern bebst!Rückert
Der einen Wolfspelz trägt, kein Mäntelchen von Seiden.Rückert
Der eines Königs Herz gelenkt zur bessern Bahn?Rückert
Der eingepflanzte Stab mag wohl die Pflanze tragen,Rückert
Der Eingriff in ihr Leben,Lenau
Der einsame Wandrer im fremden Gebirg,Lenau
Der Einsamkeit entsagungsvolle Flucht.Lenau
Der Einsiedel war der Tod.Lenau
Der einst gekommen, schmachtend und entkräftet,Lenau
Der einst ihr flückes Kind wird treiben sich zu nähren.Rückert
Der einst umrief: Nichts zu handeln?Lenau
Der einst vor meiner Tür zusammenbrach,Lenau
Der Einstrom hohe Lust, der Ausstrom höchstes Glück.Rückert
Der einzig wahre nur ist er an seinem Ort,Rückert
Der eitle Gram von uns geächtet sein!Lenau
Der Elefant verliert die Stammfortpflanzungskraft?Rückert
Der Elemente Kampf ist gegen dich empört.Rückert
Der Elemente Kraft, ist schon ihr Kampf entzündet.Rückert
Der Elemente, flehte um den Tod;Lenau
Der empfing mich kalt, auf freundliche Weise,Lenau
Der endlich ganz erlischt, entschläft und neu erwacht;Rückert
Der endlich, lang ersehnt, die durst’ge Welt erquickt.Rückert
Der enge Beutel sagt: das Sparen geht zu weit.Rückert
Der engste Raum ist weit dem was kein Raum umkreist,Rückert
Der er sich nicht entzieht, und nicht hinein sich taucht.Rückert
Der Erd’ in jedem Nu, wie sie gen Osten schreitet.Rückert
Der Erde dankt man nicht den Schatz, den man gegraben,Rückert
Der Erde Gleichgewicht nimmt keinen Schaden dran.Rückert
Der Erde heilges Herzblut hüllend,Lenau
Der Erde heimlich zu entführenLenau
Der Erde kann der Mensch, an der er hangt, entbehrenRückert
Der Erde Todeswünsche zu.Lenau
Der Erde zu entlocken sucht;Lenau
Der Erde zu, doch sie siehts in verschiednem Licht.Rückert
Der Erdenhülle leichtes Band.Lenau
Der Eremit begann mit scheuem MundeLenau
Der Ernst im Angesicht war Störung ihren Scherzen.Rückert
Der erst auf vieren gieng, bis er gelernt auf zweienRückert
Der erste kann zu nichts, der andre weit es bringen,Rückert
Der erste König ist es durch Gewalt geworden,Rückert
Der erste Kreis die Stadt, der Königsburg zu Füßen,Rückert
Der erste Urwohnsitz der Menschen mit vier Flüssen,Rückert
Der erste, der es sah, sprach: O verkehrte Sitten!Rückert
Der es mild umschlang und wiegte,Lenau
Der Esel dachte stolz, geladen bin ich auch.Rückert
Der Esel isset wie der Distelfinke Distel,Rückert
Der Esel ist bekannt, der hungernd stehen bliebe,Rückert
Der Esel stolpert gleich, wenn er geht unbeladen;Rückert
Der Esel, den mit Salz sie überladen hatten,Rückert
Der Esel, wo vor ihm ist das Kamel ersoffen.Rückert
Der Eule ist die Nacht zur Jagdzeit angewiesen,Rückert
Der ew'ge Dreiklang, der das irdische GetöseRückert
Der ewge Jude rief: »Nur ich von allenLenau
Der ewigen Sonne zu den Liebesfrühlingsflor!Rückert
Der ew?ge Wirbel, dann laß uns was andres baun.Rückert
Der Fantasie, was sich nur läßt durch Worte malen!Rückert
Der Farbenbogen der Empfindungen erscheint,Rückert
Der fehlt die Linie, die an die Gottheit rührt.Rückert
Der Feige, der gezeigt den Rücken in der Schlacht,Rückert
Der Feldherr gab dem Frieden seine Wehre;Lenau
Der Felsen in die Lüfte hebt,Lenau
Der Felsenhäupter Glühn im Abendstrahle,Lenau
Der Felsensohn trotzt seiner Gewalt: nun stürztLenau
Der ferne, der mich grüßt, ist nah im Herzen mir;Rückert
Der fester sich um deine Züge flicht.Lenau
Der findet, o mein Sohn, nur Reue selbst in Wonnen.Rückert
Der Fink den Lenz nicht merke.Lenau
Der Fink in seiner Steige,Lenau
Der Fink mit kalten Bädern,Lenau
Der Finke hats aus Moos den Zweigen eingewebt,Rückert
Der Finke muß gar lang mit Würmchen, die er nascht,Rückert
Der Finke, der am Weg ein trocknes Körnlein hascht,Rückert
Der Finkler ist ein Schlauer;Lenau
Der finstre Jäger an die WandLenau
Der finstre, stumme HimmelLenau
Der Fisch entschwomm zum Strand der Zukunft voll Begier,Rückert
Der Flaschenkürbis sprach: Was ists worauf du pochst?Rückert
Der fließt aus einer Schlucht, doch fließt nur wenn man will;Rückert
Der flinke Husar!Lenau
Der Flintenruf, der Ruf gerührter KehlenLenau
Der Fluß bleibt trüb, der nicht durch einen See gegangen,Rückert
Der fordre Haltung auch von dem in Gottes Namen.Rückert
Der fragt: warum schlägst du vor mir die Augen nieder?Rückert
Der frei in dieses Auge blicken kann;Lenau
Der frei nicht, wie du ihm, dir schaun darf ins Gesicht.Rückert
Der freien Gab', um die du Dank nur geben kannst.Rückert
Der Freiheit Ruf schlug nicht an seine Ohren,Lenau
Der Freiheit Siegel, das mein Geist sich aufgedrückt.Rückert
Der Freiheit ward geschlagen:Lenau
Der fremde Jüngling ist’s, der, wannen er gekommen,Rückert
Der fremde Jüngling zieht davon und dankt dem Glücke,Rückert
Der fremde Wandrer, kommend aus der Ferne,Lenau
Der Freude lebe hoch! die hier uns heuteLenau
Der Freude süßes Rasen steigtLenau
Der freudig mir zur Wurzel drang!Lenau
Der Freund erblicken müsse;Lenau
Der Freund hat einen Strick gelegt um mein Genick,Rückert
Der Freund ist immerfort vor meiner Seele Augen,Rückert
Der Freund ist näher dir als du dir selber bist;Rückert
Der Freund, der lang? uns ließ auf seine Ankunft hoffen,Rückert
Der Freund, der mit Euch lacht und weint, er lebe!Lenau
Der freundlich mir noch eine Rose gab;Lenau
Der Fried’ ist sprachverwandt wol mit der Freiheit auch;Rückert
Der Frieden ist im Kreis, im Mittelpunkt ist er,Rückert
Der Friedliche sitzet und lauert bang,Lenau
Der frische Seelentau der himmlischen Gedanken,Lenau
Der frohbewußt es sich und andern lebt zugleich.Rückert
Der frohe Knecht die Geißel schwingtLenau
Der Fromme mit dem feisten GottvertrauenLenau
Der Frosch allein verstummt bei kühler Nacht im Sumpf;Rückert
Der Frosch im Laub versteht vom Wetter mehr als du,Rückert
Der Frücht’ und Blüten, die ihm noch die Welt wird tragen.Rückert
Der Früchte denk' ich gern, so oft es mir behagt,Rückert
Der Frühling grüßt die Erd' und macht die Hoffnung grün,Rückert
Der Frühling ist gekommen,Lenau
Der Frühling ist zu Berg und Tal gekommen,Lenau
Der Frühling kam, vor seinem StrahleLenau
Der Frühling kommt und geht, kehrt wieder, wird vergessen;Rückert
Der Frühlingshauch der Ewigkeit;Lenau
Der Frühlingshimmel soll in Wolkendünsten brüten,Rückert
Der Frühlingssonne,Lenau
Der fühlt sich eng in sich, dem mag die Weite frommen.Rückert
Der fühlt, ein ganzer Mann, vollkommenes Behagen;Rückert
Der Fuhrmann aber sprach des Dichters Abschiedsgruß:Rückert
Der Fuhrmann schmauchte schlechten Tabaks,Lenau
Der führt' itzt durstig sie heraus, wie erst hinein.Rückert
Der fünfte Hüter spricht: Ist dieses fromm und treu?Rückert
Der fünfte Kreis ums Waldgeheg? ein Klippenrand,Rückert
Der fünfte weiß nicht, was, woher, wozu ers weiß,Rückert
Der für des Herrn Verstand zu hoch war und zu krausRückert
Der Fürst der Gläubigen, so hört er, schläft darin.Rückert
Der Fürst gewahrte nicht die Rose duftumschwommen,Rückert
Der Fürst ritt auf die Jagd, und ward durch ein GewitterRückert
Der Fürst trat staunend an des Riesenbaues Rand,Rückert
Der Fürst verdiente, daß gerechnet, gleich der ÄreRückert
Der Fürsten nicht gesagt, noch zu des Volks Entschuldigung.Rückert
Der Fürsten Unglück ist, daß jeder thun und sagenRückert
Der Gang ist nur zu schmal für förmlichen Besuch,Rückert
Der ganze Unterschied ist daß ihrs anders nennt.Rückert
Der ganze Vogel ist oft keinen Heller werth,Rückert
Der ganzen Treppe soll, fang oben an zu scheuern!Rückert
Der ganzen Wissenschaft, und den zu Kunst verklärte;Rückert
Der Ganzheit Träger ist die Einzelheit hienieden.Rückert
Der Gärtner liefert mir zum Schmuck in meinem ZimmerRückert
Der Gärtner rüstig faßt den Krämer an im Nu,Rückert
Der Gärtner sei gelobt, der diesen Baum begießt,Rückert
Der Gärtner siehts und spricht: Sei nur zu strenge nicht;Rückert
Der Gärtner wehrlos ist gewachsen nicht den drein,Rückert
Der Gärtnerbursche will zu seines Herrn ErgetzenRückert
Der Gaukler, wie geschickt er seine Glieder braucht,Rückert
Der Gegenwart zerstreut die doppelte Betrachtung:Rückert
Der geh’ ihn nur! es geht dahin auf vielen Wegen.Rückert
Der geht erquickt und kühl hinweg im Sonnenbrand.Rückert
Der geht zum Quell hin nicht mit Näpfen oder Fässern.Rückert
Der Geier muß in einer Ritze ducken,Lenau
Der Geier, stürzend sich in seinen Blick,Lenau
Der Geist der Menschheit hats gemeinschaftlich erdacht.Rückert
Der Geist des Mannes mag frei in die Welt sich regen,Rückert
Der Geist des Menschen denkt nur durch den Gegensatz;Rückert
Der Geist des Menschen denkt; nur Denkendes alleinRückert
Der Geist des Menschen fühlt sich völlig zweierlei,Rückert
Der Geist durch sein Gebiet, wie wir durchs Feld spazieren.Rückert
Der Geist ein Ätherduft hat sich in sich gedichtet,Rückert
Der Geist erwacht und sieht die Schöpfung, seinen Traum.Rückert
Der Geist gebraucht nicht, weil sie brauchbar ist, die Hand,Rückert
Der Geist geht frei hindurch und nirgend stößt er sich.Rückert
Der Geist hat auch sein gutes Recht verloren,Lenau
Der Geist hat seinen Leib, um, selbst geschaut, zu schauen.Rückert
Der Geist ist als gesund und krank auch zu betrachtenRückert
Der Geist ist überall, man darf ihn nur beschwören.Rückert
Der Geist kann durch den Leib sich in den Weltschmutz tauchen,Rückert
Der Geist muß innerlich voll seyn von solchen Bildern,Rückert
Der Geist steigt wie das Licht zu ihr im Traume nieder,Rückert
Der Geist treibt ihn empor stets Geistesluft zu trinken.Rückert
Der Geist vereint, der recht wär’ aller Sprachen Meister.Rückert
Der Geist vom Himmel nur zum Himmlischen sich kehren.Rückert
Der Geist, dem seliges VerderbenLenau
Der Geist, der einer ist und vielfach wird geboren,Rückert
Der Geist, der euern Geist laut vor der Welt bezeugt;Rückert
Der Geist, der euern Geist laut vor der Welt bezeugt;Rückert
Der Geist, der heiß nach Blut hieß diesen Geier schmachten,Lenau
Der Geist, der mir dis Spiel besaitet, laß es zitternRückert
Der Geist, der unter euch viel Geister hat gezeugt,Rückert
Der Geist, der unter euch viel Geister hat gezeugt,Rückert
Der Geist, der weiß daß er aus eigner Kraft bestreitenRückert
Der Geist, fühlt unsanft er von Ird'schem sich berührt;Rückert
Der Geist, im engsten wohlgeschlossnen fühlt sich reich.Rückert
Der Geist, und nicht daraus mir eine schönre baut;Rückert
Der Geist, wenn er den Zoll der Sinnenwelt gegeben,Rückert
Der Geister Bildung? „Sie sind überbildet schon.”Rückert
Der geiz’ge Krämer denkt, sein Schweigen sei ein Heischen;Rückert
Der geizig zwar mit meinen Blicken rang;Lenau
Der gelbe Wein ist Gold, der rothe Wein ist Blut;Rückert
Der gerne möcht in winternächtgen Stunden,Lenau
Der geschiednen Seelen Schar,Lenau
Der gier’ge Pflug wird in die Gräber dringen;Lenau
Der Glanz am Mond, die Blüt' am Baum, in dir die Liebe.Rückert
Der Glaube, daß der Geist, der mit der Sonne blickt,Rückert
Der Glaube, gleich entfernt von Un- und Überglauben,Rückert
Der Glauben, und ich glaub?, es seien vielerlei.Rückert
Der Glaubenseifer ruft: Gib die Vernunft gefangen!Rückert
Der Glaubensweisen Streit zeigt seine Herrlichkeit,Rückert
Der gleich dem vor’gen lang, und doch viel kürzer ist?Rückert
Der Glutdocht wird im Öl, das Öl am Glutdocht brennen,Rückert
Der goldne Eimer reicht von immer höhern SonnenRückert
Der goldnen Frucht erquickend Süß zu trinken;Lenau
Der Gott ins Aug' empor und schaut die Schöpfung ganz.Rückert
Der Götter auch, doch nur im niedern Kreis bewegt;Rückert
Der Götter höchste Gunst ist aber dem bewahrt,Rückert
Der göttlichen Gedanken sinken,Lenau
Der Göttlichkeit vergessend, tief entraten,Lenau
Der Götz' ist auch ein Gott, der Stecken auch ein Roß;Rückert
Der grade Gegensatz setzt grad die Wahrheit schief,Rückert
Der graue Führer nur verbannt den SchlummerLenau
Der greift sich hier ein Stück, der eines dort heraus,Rückert
Der Greis genießt im Garten so gernLenau
Der grimmige Leu, vom heiligen Klang umweht,Lenau
Der große Astronom sprach: Alle HimmelsflurRückert
Der große grobe macht den Wagen groß und grob;Rückert
Der große König, der den Orient bezwungen,Rückert
Der große Unbekannte.Lenau
Der große und geheime Schmerz,Lenau
Der großen Sonne selbst ein Spiegelglas zu seyn.Rückert
Der größre Bruder soll die kleinern überwachen,Rückert
Der gröste Kummer ist im kummervollen Leben,Rückert
Der gröste Vorschritt war die Senkung ihrer Bahn.Rückert
Der gut im Guten ist, und schön im Schönen scheint.Rückert
Der gute Boden wird das schlechte schon verzehren,Rückert
Der gute Gesell nimmts nicht so genau. —Lenau
Der gute Gesell und schenkt erbarmendLenau
Der gute Gesell, nachtragend heimlichLenau
Der gute Herr läßt ihn mitlaufen unterm Haufen.Rückert
Der Gute nur wird den des Himmels ewig haben.Rückert
Der gute Zweck macht gut die Mittel, recht verstanden,Rückert
Der guten; sieh genau, so zeigt sich bald die zweite.”Rückert
Der Haare deines Haupts; wer sie erst zählt, wird kahl.Rückert
Der Hahn, und pickte stolz die Körner von der Tenne.Rückert
Der Hai an ihm vorübersinkt,Lenau
Der Hai tat einen Schuß und Schnapp,Lenau
Der Hals vor Glut.Lenau
Der Hände, die gebaut so fest.Lenau
Der Handel aber, der von Hand und Handeln trägtRückert
Der Handel freut mich sehr; mög' er dich auch erfreun!Rückert
Der hat auf immer nun versäumt den Reisetag;Rückert
Der hat bei mir sein Amt versäumt als Schatzhaushüter.Rückert
Der hat die Fesseln ihm, die Trägheit abgenommen.Rückert
Der hat die Menschlichkeit mit Meuchelkunst getödtet;Rückert
Der hat es auch erprobt, der Saadi war gereist.Rückert
Der hat für Durstige des Wegs die Eigenschaft:Rückert
Der hat mir wol geflucht, und jener mich gesegnet;Rückert
Der hat wohl schlimmen Stand und üblen Feldwachposten,Rückert
Der hat zerrissen selbst mit thörichtem VerrathRückert
Der hatte nichts von mir, ich nichts von ihm erfahren.Rückert
Der Hauch (sagt der Brahman), der Gottes Athem ist,Rückert
Der Hauch der letzten ist dem Herzen eigen,Lenau
Der Hauch des Maien soll unser Gemüth befruchten.Rückert
Der Hauch vergeht durch dich, und du vergehest auch.Rückert
Der Häuptling naht mit heftig raschem Tritte,Lenau
Der Hauptmann auch entschlich dem Haus;Lenau
Der Hauptmann hält sein Hochzeitsfest,Lenau
Der Hauptmann sitzt, auf seinen ArmLenau
Der Haushalt ist die Welt, in die sie ist gestellt;Rückert
Der Hausherr dort zurück trat hinterm Hausverwalter?Rückert
Der Heidewind ihm zugebracht.Lenau
Der heil’ge Weda wird verglichen mit dem EuterRückert
Der heil'ge Dreiklang, den du ewig mußt erkennen,Rückert
Der Heilbedürftigen, die da sind jedesmal.Rückert
Der heilige Kebir sah eine Mühle drehn,Rückert
Der Heimat; so vermag den Sinn ein Klang zu lenken.Rückert
Der heiße Schmerz sich matt gerungenLenau
Der heiße Streit,Lenau
Der heiter sie berauscht, und nie läßt werden krank.Rückert
Der heitre Mond am Himmel lacht,Lenau
Der hell von dir in meine Seele bricht.Lenau
Der Herbst der Wehmut Kränze.Lenau
Der Herbst durchweht mich trennungschaurig,Lenau
Der Herd- und Hüttenlose,Lenau
Der Herkules, der wilder FreiheitsträumeLenau
Der Herr des Lebens kam zu schaun der Menschen Noth,Rückert
Der Herr des Lebens saß im Wipfelzelt und sprachRückert
Der Herr ist mit der Frucht des Jahres wohl zufrieden,Rückert
Der Herr läßt jeden gern auf seine Weise dienen,Rückert
Der Herr setzt ihm nichts zu, und bricht nichts ab davon.Rückert
Der Herr sprach: besser ist’s wer seine Schuld bekennt;Rückert
Der Herr sprach: Gib ihm eins! der Knecht sprach: dir ist kund,Rückert
Der Herr sprach: Gib ihm, das gespart war meinem Mund,Rückert
Der herrschenden, die sich weiß unterthan die Erde;Rückert
Der Herrscher möcht? ich seyn, und dieser nur allein;Rückert
Der Herzenshauch von euch wird sie erquicken;Lenau
Der hier des Frühlings Schein, dort Kern von Holz und SteinRückert
Der hier einst geliebt, geduldetLenau
Der hier im Garten Frucht zugleich und Blüte trägt.Rückert
Der hier zu Grunde liegt, beziehn auf andre lasse;Rückert
Der Himmel Blitze durch die Felsen schnellt’,Lenau
Der Himmel blitzt, und Donnerwolken fliehn,Lenau
Der Himmel donnert seinen Hader;Lenau
Der Himmel einen warmen Blick,Lenau
Der Himmel ist bedeckt mit dunklen Wetterlasten,Lenau
Der Himmel ist so voll von Sternen nah und fern,Rückert
Der Himmel ist zu weit, die Erde mir zu enge;Rückert
Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer,Lenau
Der Himmel mag vor deinen Gram sich lagern,Lenau
Der Himmel schien am Halse ihr zu liegen.Lenau
Der Himmel schien so mild, so helle,Lenau
Der Himmel selber hat ihm aufgedrückt die Zeichen,Rückert
Der Himmel sich zerschmettern.Lenau
Der Himmel taut in finstern HainenLenau
Der Himmel, finster und gewitterschwül,Lenau
Der Himmel, kühler, trüber,Lenau
Der Himmel, wenn er lang nicht hat geregnet mehr,Rückert
Der Himmelskeim, der Hauch des Himmels macht ihn frei.Rückert
Der Himmelssonne gleich, durch alle Zeichen schreitend.Rückert
Der Hirsch enteilt mit Dank, und heim der König kehrt;Rückert
Der Hirte dieser Welt führt sie zu Lust und Leide,Rückert
Der Hirte flötet und der Widerhall;Lenau
Der Hirte sieht im Mondschein hellLenau
Der Hirte unterm KieferdachLenau
Der Hochmuth sagt: Zu Gott hat sich der Mensch erhoben;Rückert
Der höchste Ton ist Licht, der tiefste Ton ist Nacht,Rückert
Der höchsten Andacht ist die innre Steigerung.Rückert
Der höchsten Geistersonn' im Spiegel der Natur.Rückert
Der höchsten Liebe Bild, die Henne sieh, die brütet,Rückert
Der höchsten Liebe werth wirst du dadurch allein.Rückert
Der höchstens niederkommt vom niedern Wolkenwall.Rückert
Der höchstes Ideal der Wirklichstheit vermählt.Rückert
Der Hoffnung bessrer Stern. Die Unzufriedenheit.Rückert
Der hohe Thurm erscheint am Fuß der Berge klein;Rückert
Der höhern Menschheit scheint er Menschen unempfänglich.Rückert
Der Hohn wird kommen, früher oder später,Lenau
Der holde Frühling kommt, wo alles Schöne niederRückert
Der holden Freundin, die der Lenz versprach,Lenau
Der Hufe donnerndes Gepoch,Lenau
Der Hund will mir was liefernLenau
Der hundert Jahre hat gebraucht um groß zu werden.Rückert
Der Hunger guckt dem Fleiß zuweilen wol ins Haus,Rückert
Der Hunger schläft im Zahn, bis ihn die Speise weckt;Rückert
Der Husar,Lenau
Der Husar,Lenau
Der Husar,Lenau
Der Hussiten Schreckgestalten,Lenau
Der Hüter aber spricht: Wie? ist es fleckenfrei?Rückert
Der Hütte Not manch bunter Schmuck verhüllteLenau
Der ich bald doch werde müssen erkalten,Lenau
Der ich selber zu Asche sinken werde.Lenau
Der ihm bisher gereicht zu nichts denn Ungewinn.Rückert
Der ihm durch die Nacht der SündeLenau
Der ihm ein geistiges Gepräge drücket ein,Rückert
Der ihm naht im Schlachtgebraus,Lenau
Der ihm schlug die Todeswunde.Lenau
Der ihn ließ sein Klärchen schauen,Lenau
Der ihn mit fortgenommen.Lenau
Der ihn wandeln, frei und selig,Lenau
Der ihnen Lebensschein und Geistesformen gab.Rückert
Der ihr nichts bietet, was sie nicht verträgt, nichts weigert,Rückert
Der ihren Busen deckte schwer und kalt.Lenau
Der ihren Locken schmeichelt,Lenau
Der im goldnen LockentanzLenau
Der im Unschönen selbst das Schöne nur gewahrt;Rückert
Der immer abnimmt hier, dort zusetzt den Gefilden.Rückert
Der immer naht, ihr immer doch zu fehlen.Lenau
Der immer stärker schwillt.Lenau
Der in dein Gemurmel sprach.Lenau
Der in deinen KindestraumLenau
Der in der Nacht bald rang und bald im Lichte schwebte:Rückert
Der in die Nacht sein Haupt nun hingeschlagen. —Lenau
Der in leichtem Schlummer nicket,Lenau
Der innerlichen nur des Geistes bin ich froh.Rückert
Der innern Einheit kann in meine Kreise laden.Rückert
Der innern Güte froh bewußt und Gottes Güte.Rückert
Der Instrumente Klang, berauschend Aug' und Ohr:Rückert
Der Irrthum ist nicht das, Einbildungen zu habenRückert
Der Irrthum ist nur das, vergessen bei den Bildern,Rückert
Der ist alswie ein Wolf, der nicht kann Blut entdeckenRückert
Der ist der schlechteste des menschlichen Geschlechtes,Rückert
Der ist ein Handschuh, nach Belieben umzuwenden,Rückert
Der ist ein schlechter Herr, wie glänzend auch er thront,Rückert
Der ist ein Weiser, wem sich Wesenheit gewiesenRückert
Der ist ein Weiser, wer der Weisheit hohen GeistRückert
Der ist es, der das kaltgewordne Eisen hämmert.Rückert
Der ist es, der, von dir gekränkt, es bleibet doch.Rückert
Der ist ganz ein Tyrann, der nicht Gehorsam stillRückert
Der ist in menschlicher Gestalt ein Gott erschienen;Rückert
Der ist nicht sehr ein Freund dem es nicht wichtig wiegt,Rückert
Der ißt nicht, trinkt nicht, friert nicht, ist ein Toter,Lenau
Der ist zu Hause dort, hier auf der Welt ein Gast.Rückert
Der ists, der Seele wie die Rose Duft verhaucht.Rückert
Der Jäger dort, der rasche;Lenau
Der Jäger macht daraus des Pfeiles Federspiel;Rückert
Der Jäger ruft voll heißer Gier:Lenau
Der Jäger ruft: »Such, Hundel, such!« Lenau
Der Jägersmann: »Es ist halt nichts!« Lenau
Der jagt im selben Wald, wo einst der Hirsch entflohn.Rückert
Der Jahrzeit stets gemäß und jedem Himmelstrich.Rückert
Der Jahr? und Monate, der Tag? und Stunden Lauf;Rückert
Der Jakobsleiter gleich, auf welcher Engel stiegen,Rückert
Der Jammer packt sie jetztLenau
Der jeden Augenblick berührt des Denkens Schranke.Rückert
Der jeden Durstigen mit frischem Trunke letzt.Rückert
Der jedes Spiel verlor, doch nie die Lust am Spiel,Rückert
Der jenem, als er stieg, unter die Flügel kroch.Rückert
Der jetzo thätig wird mit eigner Denkverbindung,Rückert
Der Jogi ist zu Haus ein armer Bettler nur,Rückert
Der Jugend darfst du sinken,Lenau
Der Jugendschuld, als er dem Schloß genaht,Lenau
Der Jugendspiele goldne Freudenkette,Lenau
Der junge Regenbogen.Lenau
Der junge Vogel wo lernt er den frohen Sinn,Rückert
Der Jüngling auf dem Bette lag,Lenau
Der Jüngling fand ein Liebchen warm;Lenau
Der Jüngling nach der holden BrautLenau
Der Jüngling sieht ein lockend WeibLenau
Der Jüngling stoßt vom Strand im leichten Kahne,Lenau
Der Jüngling weilt in einem BlütengartenLenau
Der jüngst im Wald erschossen wurd.Lenau
Der jüngste aber bringt sein Vögelein lebendig;Rückert
Der jüngste Biber baut gleich wie der ält’ste recht.Rückert
Der Juwelier, wenn er den Edelstein will fassen,Rückert
Der Kaiser liegt im Grab, die Menschen wollen Frieden,Lenau
Der kam und hat mich schnell erschlagen.Lenau
Der Kämpe wappne sich, eh er zum Kampfe geht;Rückert
Der Kampfentscheidung statt der langgespannten Lauer.Rückert
Der kann der Schätze Bann, das Band der Geister lösen.Rückert
Der kann wol leiden, daß man seine Fehler rügt,Rückert
Der Keim, auf welcher Seit’ im Nest das Ei auch liegt,Rückert
Der keine Heimat hat, wie ich nun bin geworden,Rückert
Der keinen falschen Trost, wie die vor ihm, uns beut.Rückert
Der keinen vor sich ließ' erscheinen ohne Gaben,Rückert
Der Kelch der Blumen ganz,Lenau
Der Kerze brennt der Kopf, doch hörst du nicht sie klagen.Rückert
Der Kerzen heller BrandLenau
Der Kieß der Reue wird ein Edelstein genannt,Rückert
Der Kinder Unschuld büßt die Schuld der Mutter nun.Rückert
Der Kindermärchenwelt tiefsinnige Betrachtung,Rückert
Der klage nicht, wenn sie ihn stechen in den Fuß.Rückert
Der klare Mond,Lenau
Der Klausner trug die leuchtende Laterne.Lenau
Der kleine Becher zeugt von großer Mäßigkeit,Rückert
Der kleine feine macht den Wagen klein und fein,Rückert
Der kleine TodeskupplerLenau
Der kleine Welten schafft, wie Gott schuf Welten groß;Rückert
Der kluge Jäger sprach sodann zum treuen Reiher:Rückert
Der kluge Jäger sprach zu seinem treuen Hunde:Rückert
Der kluge Jäger sprach zum treuen Falken dann:Rückert
Der Knabe sitzt am See, und taucht die Ruthe drein;Rückert
Der Knabe spricht: du scheinst so lauter, es ist Schade,Rückert
Der Knabe steht am Berg und lauscht in stiller Wonne,Rückert
Der Knecht hat kaum den Muth ins Antlitz ihm zu schaunRückert
Der Knecht mit Freuden gabs; er nahm's und kam zurück,Rückert
Der Knecht mit Zögern gabs; er nahm's und kam zurück,Rückert
Der kommt nicht auf den Berg, wer nicht hinauf gestiegen.Rückert
Der König Aar fliegt hoch, Zaunkönig höher noch,Rückert
Der König aber sprach: Es soll ihn Niemand regen.Rückert
Der König Adler hat das weitste Königreich,Rückert
Der König auf der Jagd in kühnem ÜbermuthRückert
Der König auf der Pirsch’ hat einen Hirsch erjagt;Rückert
Der König denkt: Mir dient im Heere mancherlei,Rückert
Der König kauft sie dir mit Prügeln ab!«Lenau
Der König Löwe hält im Walde Mittagsruh,Rückert
Der König sinnt bei Nacht: wo soll ichs her bekommen?Rückert
Der König stirbt, ihm folgt ein Sohn, und dem ein Sohn;Rückert
Der König von Lahor’, in seines Reiches Mitte,Rückert
Der König will gerührt dem Thier das Leben schenken,Rückert
Der König zählt sein Heer, ihm geht ein Mann vorbei,Rückert
Der König, der sich selbst den Königsbau aufgab.Rückert
Der könnte dienen ihm zum Reisegeld-Ersatz?Rückert
Der Körner einen Theil vergräbt er in der Grube,Rückert
Der kostbare PersergürtelLenau
Der Kraft des Elements zugängig, ja durchgängig.Rückert
Der Kräfte letzten Glimmer,Lenau
Der Kräfte Triebrad muß, das blinde, sich bequemen,Rückert
Der Krämer, der nichts hat zu thun im Kramgemach,Rückert
Der Kranke, wenn er ihm vertraut, genest vom Grunde,Rückert
Der Kranke, wenn er klagt um bittern Schmack im Munde,Rückert
Der Kranz der Häuser wächst mit Lust nach allen Seiten.Rückert
Der Kreis der siebente zuletzt ums Meer gezogen,Rückert
Der Kreis, der in sich kreist, unwandel-wandelbar.Rückert
Der Krüger selber trinkt aus einem alten Krug;Rückert
Der Kuh, verglichen wird der Melker mit dem Deuter.Rückert
Der kühn den Löwen spielt in seinem Jagdreviere,Rückert
Der kühn gewordne Müller fragt:Lenau
Der kühne Tieger tritt nicht in die heil’ge Flut,Rückert
Der Kukuk, der den Sang jetzt rüstet, um zu lockenRückert
Der Kunst, die über Welt, Natur und Glauben steht.Rückert
Der Künstler aber sei gelobt, der fühlt und wägt,Rückert
Der Künstler, wenn ein Werk er hat gemacht für alle,Rückert
Der Kürbis wuchs der Eich’ im Sommer übers Haupt.Rückert
Der Kutscher treibt die ausgestreckten Pferde,Lenau
Der lächelnd sie zerbrach in kalte Trümmer.Lenau
Der Länder Grenzen rückt nicht Völkerwechsel nur,Rückert
Der Landesart, doch brauchst du sie nicht anzunehmen.Rückert
Der laute Sturmwind kämpft mit dem Föhrenwald;Lenau
Der lauten Weltlichkeit, die mich von sich gescheucht,Rückert
Der lautern Fantasie ist sie die Mutter mild,Rückert
Der Lebenspunkt, der Licht- und Schwerpunkt unserm Wallen.Rückert
Der leere Eimer fällt von selbst im Bronnen nieder,Rückert
Der Lehrer lernt und der Erzieher wird erzogen.Rückert
Der Lehrer strebe nur sich selber zu entfalten,Rückert
Der Lehrer, den du lernst, war eines Lehrers Lerner;Rückert
Der Lehrer, der sich anbequemt, wirkt schwach und flach;Rückert
Der Leib ist als sie ihm, und Gott es so gebot.Rückert
Der Leib ist zwischen Geist und Welt zwar ein Verband,Rückert
Der Leib von Erde kann nur Irdisches begehren,Rückert
Der leicht wo anders kann ein Unterkommen finden.Rückert
Der Leidenschaft sich bricht, sinds Gegensätze nackt.Rückert
Der leider magrer wird und leichter immermehr.Rückert
Der leidige FriedenLenau
Der Lenz hat Rosen angezündetLenau
Der Lenz im Herzen nur zeigt dir des Lenzes SpurRückert
Der Lenz in seinen Blüten,Lenau
Der Leopard Britannias ins Meer!Lenau
Der letzte Stral von Gold um Berges Haupt zerrann,Rückert
Der Leu einmal und Heu alswie der Ochse frißt.Rückert
Der Lieb' ohn' Eigennutz freu dich, die du gewannst,Rückert
Der Liebe Blick ist gut, bös ist der Blick des Neides,Rückert
Der Liebe Blick thut wohl, der Blick des Neids thut Leides.Rückert
Der Liebe Frühlingsoffenbarung.Lenau
Der Liebe Gaukelmacht um ihn zu weben.Lenau
Der Liebe Rührung thaut, und meine Gräber blühn.Rückert
Der Liebe Widerschein kannst du ins Thier meintwegen,Rückert
Der Liebe Zauberlied sich still verlor;Lenau
Der Liebe Zeichen, da die Jugend dir verglommen.Rückert
Der lieben, trauten ErdeLenau
Der Liebesaugen kommt, Besinnung wegzusaugen;Rückert
Der Liebste war ein armer, armer Ritter,Lenau
Der Liebsten in das Auge,Lenau
Der lobt dich, wer bedingt dich lobt im Gegensatz,Rückert
Der Lock' ermangelt ein behaarter Thieretroß;Rückert
Der Locken, spiele fein mit ihm wie Himmelsluft.Rückert
Der Lohn sei soviel Gold, als Raghu’s Schatzhaus füllt.”Rückert
Der Lohn, den du dir selbst dafür gibst, ist nicht groß.Rückert
Der Luft entblätternd Wehen,Lenau
Der Luft gewendet, wild in Zornesflamm' ausschlug.Rückert
Der Lüfte leisen TanzLenau
Der Lüfte reiner grollt und wird im Kampf ihr Meister.Rückert
Der Luftfart kann mit Luft zum Athmen einen Schlauch?Rückert
Der Lüste lustig prasselnde Kamine.Lenau
Der lustige Geselle.Lenau
Der machte ganz die Welt ? Bruchstücke mein? ich nicht ?Rückert
Der mag auf dieser Bahn, und der auf jener schreiten.Rückert
Der Mähnen schwarzes Wehen.Lenau
Der Maienregen sprüht, laß uns den MaiensegenRückert
Der Maler in der Nacht sehnt sich dem Tage zu,Rückert
Der manchmal ihr wehte nach.Lenau
Der manchmal pfeift, die Pferde anzujagen.Lenau
Der Mangel mag dem Fleiß einmal ins Fenster schaun,Rückert
Der Mann entglitt zum zweitenmal,Lenau
Der Mann hat immer sich den Vorzug beigelegt.Rückert
Der Mann in Unschuld spricht: der Dieb hat sie genommen.Rückert
Der Mann ist die Person, das Weib ist das Geschlecht.Rückert
Der Mann ist harmlos, der macht andern keinen Harm,Rückert
Der Mann ist weise, der an seine Thorheit denkt,Rückert
Der Mann nicht weiter merkt, der liebkost seinem Jungen.Rückert
Der Mann sein Herz zusammennimmt.Lenau
Der Mann wird, wenn ers will, zum Tölpel oder Narren.Rückert
Der Mann, der erst ein Schelm geworden, wird nie bieder;Rückert
Der Mann, der vor dem Zwang des Lebens nimmt die Flucht,Rückert
Der Mann, ders Vaterland verlor.Lenau
Der Markt ist voll, die Welt will mit sich selbst verkehren;Rückert
Der Märkte kreist, es thut's auch edles Kunstgespänge.Rückert
Der Markwart Persiens, als er zum Omar kam,Rückert
Der Maske Anblick schon ist zur Genüge häßlich;Rückert
Der Mathematik Bau in kalter Majestät.Rückert
Der Matrosen freudiges Hurra! tönt.Lenau
Der Maulwurf ist nicht blind, gegeben hat ihm nurRückert
Der Meilenzeiger kann dir zeigen wol die Meilen;Rückert
Der Meister hat gesagt: Es ständen unsre SachenRückert
Der Meister jeder Schul’ und seiner Schüler SchwarmRückert
Der Meister mitleidsvoll hilft treu den Kampf ihm kämpfen;Rückert
Der Meister sah sich um, die Schüler waren stumm;Rückert
Der Meister schwieg; ich sprach: Warum nicht wähltest du,Rückert
Der Meister, als er war gestorben, ist erschienenRückert
Der Meisterkraft die Stümper niederschlug.Lenau
Der Mensch auf halbem Weg entschliefLenau
Der Mensch auf jeder Stuf? erreichen die Vollendung.Rückert
Der Mensch dem Leibe nach wohnt in verschiednen Zonen,Rückert
Der Mensch im Weltverkehr lebt nur für sich allein,Rückert
Der Mensch ist nicht gemacht, zum Himmel aufzufliegen;Rückert
Der Mensch ist nicht so schlimm als seine Thaten zeigen,Rückert
Der Mensch ist, wie er sagt, ein Bürger zweier Welten,Rückert
Der Mensch kann feiner als der Seidenwurm nicht spinnen,Rückert
Der Mensch kann nie so ganz ins Sinnliche versinken,Rückert
Der Mensch kann was er will, wenn er will was er kann;Rückert
Der Mensch kann was er will, wenn er will was er soll;Rückert
Der Mensch macht alles sich dienstbar auf seine Weise;Rückert
Der Mensch macht sich nichts draus, und wohnt in seinem Haus,Rückert
Der Mensch mit der Natur Besiegung wird ein Greis,Rückert
Der Mensch nur dann der Huld gedenket,Lenau
Der Mensch sich nähren kann, wird er der Künste Pfleger.Rückert
Der Mensch soll alles, nur sich selber nicht, aufgeben;Rückert
Der Mensch weiß mehr, als er von selber wissen könnte;Rückert
Der Mensch will, soll und kann, mag es auch stets entweichen;Rückert
Der Mensch wird niemals frei von dieser Sorgenwacht,Rückert
Der Mensch, aus dem zurück Gott in sich selber geht;Rückert
Der Mensch, dem Engel halb und halb dem Thier zu eigen,Rückert
Der Mensch, der nur was ihm von Gott bestimmt ist, nimmt,Rückert
Der Mensch, der sinkt zum Thier, wird unters Thier versinken;Rückert
Der Mensch, doch wenn er fein dazu thut, wird ers künftig.Rückert
Der Mensch, mit der Natur im Frieden, war ein Kind;Rückert
Der Mensch, mit der Natur im Kampfe, ward ein Mann,Rückert
Der Mensch, solang er lebt, ist meist ein Doppelleber,Rückert
Der Menschen Glück bedenken.Lenau
Der Menschen höchster Schmuck, wie ist er dort verschönt!Rückert
Der Menschen, die der Welt Vergänglichkeit betrauern.Rückert
Der Menschengeist nur noch der Lenker der Maschinen.Rückert
Der Menschenrede werth ist nicht was Menschen thaten;Rückert
Der Menschheit altes GefechtLenau
Der Menschheit Aufgab? ist die Menschheit zu erziehn;Rückert
Der Menschheit dienet sie zum Trost in den Beschwerden.Rückert
Der Menschheit forderte das grade Gegentheil.Rückert
Der Menschheit Geister sind zum Höchsten gleich berufen,Rückert
Der Menschheit Größtes möcht’ ich euch im Spiegel zeigen,Rückert
Der Menschheit schönem Bild, wie es muß einst auf ErdenRückert
Der Menschheit sei beschieden.‹Lenau
Der Menschheit Stolz und Lust mit Lust unmenschlich richtet.Rückert
Der Menschheit Übel schien? erträglich dir, wenn nurRückert
Der Menschheit Züge sind auf dessen Antlitz trüber.Rückert
Der Menschheit, sollst du ihr kein Jammerbild vorhalten.Rückert
Der Menschheit, welche sich ergänzen und bestreiten.Rückert
Der Menschlichkeit im Schamerröthen, Furchterbleichen!Rückert
Der mich schweigend empfängt, und hebet die nächtliche Feier.Lenau
Der mich um kurze Rast so bang beschwor;Lenau
Der milde Mann, wie Gott, zu spenden seine GabenRückert
Der Millionen, die nun auf der Erde wohnen,Rückert
Der mir die Bücher wählt, daß mich die Zahl nicht quält.Rückert
Der mit dem Tag ihn soll zum Sieg am Goldberg tragen.Rückert
Der mit den Jahren wächst durch Lernen und Erfahren.Rückert
Der mit falschen Stimmen ruft.Lenau
Der mit ihr empfinden mag.Lenau
Der mit seinen ReitgefährtenLenau
Der Mitternacht Ruhlicht, des Mittags Schattenruh,Rückert
Der Mittler, wie und wo er sich ins Mittel schlägt?Rückert
Der Moder aber ward Stockerd' auf seinem Haupt;Rückert
Der Moderschöpfung ab wend’ eilig deine Blicke,Rückert
Der Mönch aus jedem Strauche winkt,Lenau
Der Mönch hat sich vor ihn gestellt,Lenau
Der Mönch verschwand, der Morgen graut,Lenau
Der Mond am Himmel ist der Sonne beigegeben,Rückert
Der Mond am Himmel ist nicht schön im leeren Raum,Rückert
Der Mond am Himmel schwebt als kleinstes weißes Wölkchen.Rückert
Der Mond bedeutet, daß im Wechsel alles treibt;Rückert
Der Mond bescheint die alten Fichten,Lenau
Der Mond kehrt unverwandt ein gleiches AngesichtRückert
Der Mond rollt um die Erd’, und um die Sonne sie,Rückert
Der Mond wird schuld an dicken Hälsen,Lenau
Der Mond wohl auch die SchlummerlosenLenau
Der Mond zieht traurig durch die Sphären,Lenau
Der Mond, so strahlte stille TugendLenau
Der mondbeseelten schönen SommernachtLenau
Der Mondschein ist ihr Freund, sie jagt nicht ohne diesen.Rückert
Der Mondschein ist zu blaß, der Sonnenschein zu grell.Rückert
Der Mondschein lieblich nicht auf Fluren ohne Baum.Rückert
Der Morgen frisch, die Winde gut,Lenau
Der Morgentau des schmerzlichen Tages;Lenau
Der Müller starrt, zurückgebeugt,Lenau
Der Mund, nein, Bitterkeit die Bitterkeit vertreibe.Rückert
Der mürben Schale nah, darf nur das Hünlein picken.Rückert
Der Muschel gleich im Schlamm, Licht saugen mit Begier,Rückert
Der Mut allein sei dein Gespan!Lenau
Der Mut mir nimmer verloren;Lenau
Der Muth ist also gut, und besser noch Gutwillig;Rückert
Der Mütter Euter schwillt und füllet alle Tonnen.Rückert
Der Mutterliebe ewge MachtLenau
Der nach genoßnen MeeresgabenLenau
Der nächsten Stunde gleich, damit dichs gar nicht kränke.Rückert
Der Nacht schon aus dem Wege. Sei willkommen,Lenau
Der Nacht schon manche Stunde;Lenau
Der Nachtigallen rasch vorüberfloh.Lenau
Der Nachtwind hat in den BäumenLenau
Der nahe, der mich nicht besucht, ist weit von hier.Rückert
Der Natur bewegte KräfteLenau
Der Nebel hat in Luft und Wasser sich zersetzt,Rückert
Der Nebel reicht mir keine Rechte;Lenau
Der Nebelsterne selbst in Lichtgestirne klärt.Rückert
Der Neid verzehrt sich selbst, sollt’ er nichts andres können;Rückert
Der nennt Verderben das, was jener nennt sein Heil.Rückert
Der neu erwacht, wann er geschlummert eine Frist.Rückert
Der neue Gott geboren.Lenau
Der neugeborne Gott schlief an der Erde Grund;Rückert
Der Neurer, wenn er dis bestreiten will, ist dumm;Rückert
Der nicht ein neues Wort der Geist zusetzen kann:Rückert
Der nicht in dir noch Welt, nur in sich selber ist.Rückert
Der nicht sich selber hat sein Strafurteil gesprochen.Rückert
Der nicht weiß, was er ist, war oder werde seyn:Rückert
Der nichts dir dringet auf, und nichts sich lässet rauben.Rückert
Der nichts gelesen als den Weda der Natur;Rückert
Der nie dem reinen Licht des Guten sich kann gatten?Rückert
Der nie vergißt, daß er gefaßt seyn soll und kann.Rückert
Der nie von seiner Seite gewichenLenau
Der nie wird weichen von seiner Seite,Lenau
Der niedern Leidenschaften trübe Maische;Lenau
Der Niedrigste wird auch nach etwas Höchstem geizen,Rückert
Der noch das Kind der Sonne nieLenau
Der noch vom Traum berückte!Lenau
Der Nord kann nicht den Süd, der West den Ost entbehren.Rückert
Der nur an deinem Seyn dir stört dein Wohlgefallen.Rückert
Der nur dem Zweifel ist verschlossen, nicht dem Hoffen.Rückert
Der nur die Flügel nicht in allen gleich entfaltet.Rückert
Der nur die Herde sieht, und nicht auch Hund und Hirt.Rückert
Der nur zu besserm Glanz dem Lichten kommt zu Statten.Rückert
Der oben ist und selbst nicht weiß, daß er geklommen.Rückert
Der oberste der Plätz’ ist schwankender als alle,Rückert
Der Ochs vorm Pflug einher, und hinterm Pflug der Bauer,Rückert
Der ohne daß die Welt ihn zwang, sich hat bezwungen.Rückert
Der ohne Eindruck sonst darüber würde gleiten.Rückert
Der ohne Heimat und ReisepfennigLenau
Der ohne Leibwach' aus dem Hause geht zu Fuß;Rückert
Der ohne Menschenhut im Gotteshause ruht?Rückert
Der ohne Ziel und BeuteLenau
Der Ostwind, der allein, wenn andre aufgestörtRückert
Der Ostwind, der sogleich die heil’gen Flügel regt,Rückert
Der Othem Gottes wirkt nicht nur der Blum' Entfaltung,Rückert
Der Papagei, dem man vorhängt die Spiegelwand,Rückert
Der Pappeln schlanke LinienLenau
Der Perser Markwart denkt in seinem stolzen Muth:Rückert
Der Pfad hat nichts der Liebe mehr zu künden,Lenau
Der Pfade dürres Laub.Lenau
Der Pfaffe weiß mit Dampf, Gesang und Glocken,Lenau
Der Pfau im Haus des Diebs verräth ihn selber auch.Rückert
Der Pfeil ist gutgeschnitzt, allein nicht zugespitzt;Rückert
Der Pfennig ungerecht frißt den gerechten Thaler.Rückert
Der Pflanzen, weil am Stamm hinauf Ameisen sitzen.Rückert
Der Pflanzenkund'ge, der die Pflanzen will erklären,Rückert
Der Pflegemutter Milch sie dünkt’ ihm dünn und schottig.Rückert
Der Pflug zerreißt ihr Herz, und sie vergilts mit Huld.Rückert
Der Pflüger kehrt vom Grund das Unterste nach oben,Rückert
Der PhantasienLenau
Der Poesie, zu sein des Herzens Arzenei.Rückert
Der Postbot' in ein Haus mit zweien Briefen rennt,Rückert
Der preise sein Geschick, wer irgend hat zu klagen;Rückert
Der preßt sein Glas in zager Hand,Lenau
Der Priester am Grabe doch meint es gut,Lenau
Der Priester sprach den Segen ob dem Paare,Lenau
Der Prüfstein ist, wenn sie, fremdländisch übersetzt,Rückert
Der Psalter Davids rauscht noch ohne Silbenzahl;Rückert
Der Punkt ist eins für sich, zwei Punkte sind der Strich,Rückert
Der Quell mit einem bangen Schrei,Lenau
Der Rabe hat den Gang des Rephuns nachgeahmt,Rückert
Der Räder Donnerklang!Lenau
Der Rappe möchte gern im durstenden VerlangenLenau
Der Rappe peitscht den Grund geschwindLenau
Der Rappe rührt kein Futter an,Lenau
Der Rappe schlendert in den See.Lenau
Der Rappe zitternd sieht den GeistLenau
Der Rasen, den versengt der Sommersonne Glühn.Rückert
Der Rasen, gestern dürr, versengt von Sonnenglut,Rückert
Der Räuber im Gebirg ist auch ein freier Fürst,Rückert
Der Räuber ist ein Schweinehirt,Lenau
Der Räuber, was der Dieb Nachts wegzunehmen kam.Rückert
Der Raubschütz ists, der wilde Kurd,Lenau
Der Rauch nur ist mein Kamerad,Lenau
Der Raum erst als sich breit darinnen Körper machten.Rückert
Der Raum wird in der Welt nach EisenbahnanlegungRückert
Der Raum zum Punkte wird, zu kreisen lüstest du.Rückert
Der rauschend auf mich niederbrach;Lenau
Der rechte Mann erkennt und ehrt des Lebens Schranken,Rückert
Der rechte Sinn mir fehlt für Weltbetrieb und Tand;Rückert
Der rechte Vater ists, die rechte Mutter, nicht.Rückert
Der rechte Weg wird falsch, wenn du nicht hältst die Richte;Rückert
Der Regeln eine, sind wol andre noch versteckt.Rückert
Der Regen braust; nun schwandLenau
Der Regen geht herab in Strömen, landerquickend;Rückert
Der Regen konnte nicht verdorrtes Gras erfrischen,Rückert
Der Regen säuselt milde Ruh;Lenau
Der Regen strömt, ein Reiter naht,Lenau
Der Regen stürzt in lauten Güssen;Lenau
Der Regen trocknete, du bist von edlem Stand.Rückert
Der Regenbogen nicht, vom Regenbogen nurRückert
Der Regenbogen wirkt in sanfter FarbenprachtRückert
Der reiche Nachbar macht den armen eifersüchtig.Rückert
Der reichsten einer von den Blütenzweigen,Lenau
Der reinen Seele lohnte;Lenau
Der Reisevorrath ist gering und weit die Reise;Rückert
Der reißts mit sich empor und lehrts die Sonne schaun.Rückert
Der Reiter führt sein Roß zur lang ersehnten TränkeLenau
Der Reiter hat sich auch am Quelle kühl getrunken,Lenau
Der Reiter holt ihn ein.Lenau
Der Reiter schaut sein Roß mit innigem Vergnügen,Lenau
Der Reiter schneller flieht.Lenau
Der Reiter schneller noch,Lenau
Der Reiter sprengt um MitternachtLenau
Der Reiter stürzt hinein,Lenau
Der Reiter verfolgt das entlaufende Glück,Lenau
Der Reiterschock auch plötzlich stille stand,Lenau
Der Reste mühsam herzustellen die Zerrüttung.Rückert
Der Riese hat an hellen SommertagenLenau
Der Riese wandelt — und es bebt der Grund;Lenau
Der Riesige, der Frankreichs FreiheitsbäumeLenau
Der Ritter brausen ließ die blutgen Fahnen,Lenau
Der Roll’, in der sie aufgetreten, zu entfallen;Rückert
Der Römler wird am Sakrament nicht irre,Lenau
Der Rose dachte sie beim Würmlein auch nicht mehr;Rückert
Der Rose inniglicher Duft entschwand,Lenau
Der Rose, meiner Freude,Lenau
Der Rosse Rücken ist mit Reif umgittert:Lenau
Der roth von selber ist, der feurige Rubin,Rückert
Der rücksichtlos auf dich, den ew’gen Umschwung hält.Rückert
Der Ruf des Menschen, der als Herr der Welt sich zeigt.Rückert
Der Ruhm des Mannes ist des Weibes höchster Reiz,Rückert
Der Ruhm hat einen Grund; wenn dieser Grund erst liegt,Rückert
Der Ruhmdurst noch vielmehr hat immer trocknen Schlund.Rückert
Der Salamander sprach zu einem Schmetterlinge,Rückert
Der sammelt nie den Geist, doch sammelt er Erfahrung.Rückert
Der sanft vom Himmel niederquoll;Lenau
Der sanften Wehmut schwindet auch.Lenau
Der sänke gern zu kühler RuhLenau
Der Schacht, in dem das Erz nachwächst aus innrer Kraft;Rückert
Der Schädel dort, so häßlich itzt,Lenau
Der Schäfer ließ sein Schaf die besten Kräuter essen,Rückert
Der Schaffner schaffe nur im Kreis, der ihm gehört,Rückert
Der scharfe Geist hat euch geschwind durchdrungen,Lenau
Der schärfer ist als er, und schließt die Lück’ im Thor.Rückert
Der Schatten läuft dem Leib, der Tiefe läuft der Bach,Rückert
Der Schatten legt, wohin fortan dein Auge schaut,Rückert
Der Schein als Wirklichkeit sich auf, und macht’ uns bang.Rückert
Der Schein Unendlichkeit steht zwischen dort und hier.Rückert
Der Scherz ist ein Versuch, Ungleichheit gleichzustellen;Rückert
Der Scherz ist sicher, der den Ernst hat an der Hand,Rückert
Der Scherz ist sicher, nie die Achtung zu verscherzen,Rückert
Der Scherz, der Witz erlagen in der Fehde;Lenau
Der scheu dahingefahren.Lenau
Der Schiffer bringt davon, wenn’s Sturm und Meer erlaubt,Rückert
Der Schläfer folgt ihm auf das DachLenau
Der Schlange gleichsam so der Giftzahn ausgebrochen,Rückert
Der schlängelnd auf dem Waldespfade kriecht,Lenau
Der schlechte läßt sich nicht von seiner Schlechtheit treiben;Rückert
Der schlechter selbst mir scheint als fremder Herden Hirt.Rückert
Der Schleier, der so lieblich sie umfangen,Lenau
Der schlimmste Neider ist, der das sich läßt verdrießen,Rückert
Der Schlüssel der Natur muß dir in Händen ruhn,Rückert
Der Schmeichelei, worin dein Bild dir selbst gefällt.Rückert
Der Schmetterling allein, der fräß'gen Raup' entstammt,Rückert
Der Schmetterling erhebt sein himmlisches Gefieder,Rückert
Der Schmetterling ist schön noch in des Sammlers Kasten.Rückert
Der Schmetterling, der ganz Flügel geworden ist.Rückert
Der Schnabel in die Federn hüllt der Rabe,Lenau
Der Schnee, der rings bedeckt Podoliens Heide;Lenau
Der Schnelligkeit im rüstigen Entweichen,Lenau
Der schon als Jüngling hat hinsterben müssen.Lenau
Der Schönheit Göttin ist dem Schaum entboren zwar,Rückert
Der schönres Namens dir ist als Smaragd bekannt.Rückert
Der schönste Frühling ist die Herzensgüte!Lenau
Der schönsten Stunden jetzt vorüberziehn,Lenau
Der schönsten, ewge Liebe fehle;Lenau
Der schont den Magen, wem genügt ein Ohrenschmaus.Rückert
Der Schöpfer schöpfte fort, der Brunnen ward nicht leer,Rückert
Der schöpferische Geist fühlt sich nicht in der WeltRückert
Der Schöpfung Frühlingspracht, das Heer des Sternentanzes.Rückert
Der Schöpfung Mittelpunkt wenn diese Erde wäre,Rückert
Der Schöpfung Pyramid?, auf deren Gipfel stehtRückert
Der Schöpfung Schacht, und nie ihr Räthselspiel ausdeuten.Rückert
Der Schöpfung überall sein Wirken dir sich künden.Rückert
Der Schöpfung, um die Berg' und Grotten anzubauen.Rückert
Der Schöpfungsgeister mitbeseligt mich anreihn.Rückert
Der schrankenlose Geist ist darum nur gefangenRückert
Der Schrecken sah an ihnen sich nicht satt.Lenau
Der schreckensvollen Nacht ein ernster Bote.Lenau
Der Schul' entlassen bist du mit dem besten Zeugniß.Rückert
Der Schuldner kann darin nicht tilgen seine Schuld,Rückert
Der Schüler lerne nur sein Eignes zu gestalten.Rückert
Der Schüler nimmt getreu von seinem Lehrer an,Rückert
Der Schüler, der es thut, spricht Unverstandnes nach.Rückert
Der schüttelt sich den Winter ab, den trägen,Lenau
Der Schütze hört noch lang sein fernes Fluchen,Lenau
Der Schütze läßt, was flieht, fliehn an der Grenz’, und ziehtRückert
Der Schütze wies und pries mir seine Stutze,Lenau
Der schwache Flattrer ringt vergebensLenau
Der schwache Wahn geht wie ein Glas vom Stoß entzwei,Rückert
Der Schwanz der Nachbarmaus ist lang, die kannst du fangen,Rückert
Der Schwefel brennt, sobald ihm kommt ein Flämmchen nahe,Rückert
Der sechste Kreis umspielt den Strand, des Meeres Flut,Rückert
Der See dagegen sprach: O Strom, du bist so reich;Rückert
Der See, die WaldumnachtungLenau
Der Seele Frühling war, wie seiner — Traum.Lenau
Der Seele klarer Himmel hängtLenau
Der Seele Kraft besteht im Trachten und Betrachten;Rückert
Der Seele Lichtpunkt, noch des Herzens Schwerpunkt wanken!Rückert
Der Seele Saiten, wann sie dir am feinsten sindRückert
Der Seele, das der Welt stören sie beide nicht.Rückert
Der Seele, ihren Leib, den Kerker, aufzusprengen.Lenau
Der Seelen Seele du, Gedanke der Gedanken,Rückert
Der Seel?, es sei der Leib für sie viel zu gering.Rückert
Der Seerab hat ein gutes Leben!Lenau
Der sehn kein rothes Blut kann ohne zu erbleichen.Rückert
Der Sehnsucht Ström’, o Meer, in dich sich zu versenken:Rückert
Der sein Herz zu Taten schwellt,Lenau
Der seine Diener kann mit Herrlichkeit begaben.Rückert
Der seine Stimme nicht ließ mit im Chor erschallen,Rückert
Der seinem Hauptstern sich zuwendet unverwandt.Rückert
Der seiner BahnLenau
Der seines Vaters Zucht im Jugendmuth entflohn.Rückert
Der selber denket vor, was nach ihm fort sich denkt,Rückert
Der selber ihm misgönnt, zu werden gnadenfroh.Rückert
Der selbst sich bildet ein, daß er ein guter sei.Rückert
Der selbst sich thut den Dienst, den er dem andern thut.Rückert
Der Selbstversunknen zu: »Was suchst du hie?Lenau
Der Sfären alles Seyns, gilt das nicht allen hie?Rückert
Der sich begünstigt sieht vor allen seines gleichen:Rückert
Der sich bequemen will ehr allem Unbequemen,Rückert
Der sich bescheidet das zu wollen was er kann.Rückert
Der sich das Wild verstört,Lenau
Der sich vertieft in seinen Schimmer,Lenau
Der sich wagt in Sterbens Nähe,Lenau
Der sie nun fortreißt geschwinde,Lenau
Der sie nur leicht vorhält, solang es ihm gefällt,Rückert
Der Siegelring wird nicht in harten Stein sich drücken;Rückert
Der Sieger, sei er auch von Hausaus mild und gütig,Rückert
Der Siegesruf verschlingt mir alle Todesklagen.Lenau
Der sieht dasselb' entzückt, doch sieht er halb es nur.Rückert
Der sieht sie an für dis, und der fürs Gegentheil;Rückert
Der Silberbecher hat ins Auge Lust gefunkelt,Rückert
Der Sinn vom Gegenstand nimmt an die Eigenschaften.Rückert
Der sinn’gen Tochter zu, die wohl weiß was er denkt.Rückert
Der Sinn, durch den das Ding vorzüglich dich erreicht;Rückert
Der Sinn; alsob so Sinn und Geist sich trennen ließen!Rückert
Der Sinnennahrung kannst du selber ehr entbehren,Rückert
Der Sinnenwelt, der allgemeinste Sinn, Gefühl.Rückert
Der Sitz des Denkens dort, verhangen sonst vom Schleier,Rückert
Der so gefaßte Ring will an der Hand dir reichenRückert
Der so haßt und ist so stark!Lenau
Der so willfährig ist, wie alle ElementeRückert
Der so zu geben als zu nehmen wär' im Stande.Rückert
Der Sohn einst mit dem Vater stritt,Lenau
Der Sohnesdankbarkeit, statt dich ins Grab zu tragen.Rückert
Der Sommer macht dem Herbst, der Winter Platz dem Lenze,Rückert
Der Sommer reift die Felder schon,Lenau
Der Sonn’ am fernsten wirkt des Lichtes Kraft am schwächsten.Rückert
Der Sonn’ Erinnrung gieng in beiden Stralen auf,Rückert
Der Sonn' entgegen geht er vorwerts in den Räumen.Rückert
Der Sonne echte Kraft siehst du im Schmelz der Flur,Rückert
Der Sonne folgen, nicht dem Mond der Mitternacht.Rückert
Der Sonne goldner Schein, das Blau im Ätherraum;Rückert
Der Sonne kannst du nicht ins Feuerauge schaun,Rückert
Der Sonne Lebensblick, der weg das Weiße nahm.Rückert
Der Sonne nicht so fern, um wie Saturn zu frieren,Rückert
Der Sonne, daß ihr Licht stets früher ihm erscheine.Rückert
Der Sonne, die er doch nicht siehet, abgewendet,Rückert
Der Sorge vorzustehn des Hauses und der Zeit,Rückert
Der soviel stralende Gestirn' um seinen ThronRückert
Der Sperling und der Fink, die Ammer und die Meise,Rückert
Der Spiegel dient, dir selbst die Flecken zu entdecken;Rückert
Der Spiegel und das Bild darin ist uns geblieben;Rückert
Der Spieler, ob er mag verlieren, ob gewinnen;Rückert
Der Sprache, welche ganz hat ihre Bahn gemessen.Rückert
Der spreche: Mache Gott mich gut, wie schön ich bin.Rückert
Der spricht: mild oder karg, der: nüchtern oder Zecher.Rückert
Der Stadt Getös ward banges Gemurmel, undLenau
Der starke dienet auch dem schwächeren zum Schutze;Rückert
Der starke Held bezwang den Hai! —Lenau
Der stärkst' in gutem Rath, zu guter That der schwächste,Rückert
Der Staub, und Wald und Flur dir lächelt neu erfrischt.Rückert
Der staunend in Betracht des Landes Wunder nahm.Rückert
Der steile Pfad wird steiler immer,Lenau
Der Stein erregte sich, und schlug hervor das Feuer,Rückert
Der Stein ist tot, du wirst beim kalten, derbenLenau
Der Stein, lebendigtodt, ist drum sich immer gleich,Rückert
Der Stern als Blume blüht, als Stern die Blume glimmt;Rückert
Der Stern', in Blumen so hier auf den Grüften stehn.Rückert
Der Steuer auch und Mast, und Hafen ist und Rast;Rückert
Der Steuermann am Ruder steht,Lenau
Der stiehlt dir, was er leicht von dir geschenkt bekäme;Rückert
Der Stier mit seinem Horn vertheidigt seine Nase.Rückert
Der stille Beifall soll, die Theilnahm?, ihm genügen;Rückert
Der stille Meeresboden,Lenau
Der stille See getreulich läßt jedes Blatt erscheinen,Lenau
Der stillen Feldarbeit zusah und half gewogen,Rückert
Der Stimme Klang, sich selbst befestigt hat im Zeichen.Rückert
Der Stimmen, höre du ihn aus der Welt heraus.Rückert
Der Stöbrer im GebüschLenau
Der stolze Feind erheben seine Macht,Lenau
Der Strahl, wie einst, mit rötlichem Verspäten.Lenau
Der Streit von Göttlichkeit und Menschheit ist geschlichtet,Rückert
Der strenge König, der nie ein Vergehn vergeben,Rückert
Der Strom der Schöpfung geht durch deines Herzens Lauschen;Rückert
Der Strom sprach: Laß das Wort! zum Meere gehn wir fort,Rückert
Der Strom, einmal getrübt, muß fließen eine Weile,Rückert
Der Ströme Zier ums bunte Kleid;Lenau
Der Stufen sich sein Gang gesteigert zur Vollendung;Rückert
Der Sturm der Menschenwelt bewegt dich wenig nur,Rückert
Der Sturm ein wackrer Rosseknecht,Lenau
Der Sturm entfacht auf seltne Momente nurLenau
Der Sturm im Walde brüllt,Lenau
Der Sturm ist laut und plötzlich aufgefahren,Lenau
Der Sturm läßt seine Flügel sinken,Lenau
Der Sturm verstummte, die Gewitter schwiegen,Lenau
Der süßen Rose,Lenau
Der süßen Rose.Lenau
Der süßen WaldesruhLenau
Der süßer Heimat sich entreißt,Lenau
Der Susquehanna treibt an ihrer SeiteLenau
Der Tadel spornet dich, den du gerecht erachtest,Rückert
Der Tag des Glückes, doch mein Bein hab' ich gebrochen.Rückert
Der Tag geht nicht der Nacht, Nacht geht dem Tag voran,Rückert
Der Tag sei Nacht; allein was zwingt mich es zu glauben?Rückert
Der Tag, der wieder uns vereint, er lebe!!!Lenau
Der Tannwald stand ein fester Bürge da,Lenau
Der Tanz im raschen Fluge.Lenau
Der Tänzer auf dem Seil’, nie bräch’ er sein Genick.Rückert
Der Tapfre braucht sein Schwert, der Feige seine Zunge,Rückert
Der Taube schreit alsob taub jeder Hörer sei;Rückert
Der Taucherglocke gleich, um nun die Fahrt zu machen.Rückert
Der Taumelnden das Vieh heranzumästen.Lenau
Der Teufel aber geht nicht mehr auf Mord und RaubenRückert
Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß,Rückert
Der Thaler ist nichts werth, solang er bleibt zu Haus;Rückert
Der That, der Fertigkeit, der Kunst und Wissenschaft.Rückert
Der Thäter bleibt ihm lieb, wie leid ihm sind die Thaten.Rückert
Der Thor wird zwar ein Thor vorm Weisen immer bleiben,Rückert
Der thu’s, weil leichter doch Einreißen ist als Baun.”Rückert
Der thue nur mit Gott, wozu der Geist ihn treibt.Rückert
Der Thurm ist umgestürzt, der Himmel unerstiegen,Rückert
Der Thurm von Babel, den zum Himmel sie gebaut,Rückert
Der Tiefe, die er floh, und der er jetzt entflieht.Rückert
Der tobende Aufruhr,Lenau
Der Tochter meines Freunds, ich darf es nicht verschieben.Rückert
Der Tochter winkte der, die sich mit Anstand schürzte,Rückert
Der Tod an mich geschrieben.Lenau
Der Tod auch ist, und ihr gleichgültig Herz und Stein.Rückert
Der Tod ein Schauder und Entsetzen der Natur,Rückert
Der Tod im Walde tost,Lenau
Der Tod ins Leben mir gefallen,Lenau
Der Tod ist jedenfalls ein wicht’ger Augenblick;Rückert
Der Tod vom Wald hervorLenau
Der Tod will sie mit kaltem Netze fangen.Lenau
Der Tod, der die Geburt ist in ein höhres Leben,Rückert
Der Tod, der in des Tigers Rachen glüht,Lenau
Der Todesengel dann, von dessen Kuß sie starben.Rückert
Der Todesmüde, Schmach- und Schmerzgeknickte,Lenau
Der tödtet es, wer ihm sich zu verzehren wehrt.Rückert
Der Töne Füll' ist da, doch wenn der eine TonRückert
Der Tor! er wollte Menschenliebe wagenLenau
Der toten Liebe finstrer Leichenzug.Lenau
Der toten Liebe Worte flehn,Lenau
Der träge Esel rührt nicht flinker drum die Glieder.Rückert
Der tränke gern vor dürrer GlutLenau
Der Traube Süßigkeit gib denen, die nicht lieben,Rückert
Der Traum herum, ein trunkner Steuermann,Lenau
Der Traum war so wild, der Traum war so schaurigLenau
Der Traum, darein man leicht bei träger Ruh versinkt,Rückert
Der Traumwelt wachen Herrn, den Menschen selber machen.Rückert
Der treue Freund gab ihnen sein Geleite.Lenau
Der Trieb hat keine Ruh, die Pflicht hat keine Liebe.Rückert
Der Trieb im Menschen, wenn er einen GegenstandRückert
Der Trieb zu lernen wird dich treiben in die Fernen.Rückert
Der trinkt sich durstig, und verdurstet an der Flut.Rückert
Der trocknen Lippe nie erlaubte kühles Naß,Rückert
Der Trommeten hell GedröhneLenau
Der Tropfen in dem Meer, gewärtig der Verschwimmung,Rückert
Der trotzig in die Tiefe schaut;Lenau
Der über die Erde zieht.Lenau
Der über Ungemach du so dich darfst beklagen,Rückert
Der überall gehört, und nirgends wird gefunden,Rückert
Der überfüllte Markt mit wechselhafter Mode.Rückert
Der Überliefernden, vom Anfang her vorhanden.Rückert
Der Übersetzung Kunst, die höchste, dahin geht,Rückert
Der umgebaute Schutt, verwitternd Jahr um Jahr,Rückert
Der umgekehrte Stral, der, wie er ausgegangenRückert
Der Unbedingte, der sein eignes Seyn bedingt,Rückert
Der unbegünstigte wird zwar am Mangel sterben,Rückert
Der Unbekannte war ein fremder Fürstensohn,Rückert
Der unbekannte, der namenloseLenau
Der Undank, leichter hier selbst mit der Huld des Huldigen.Rückert
Der ungeschehnen und geschehenen Geschichten.Rückert
Der ungestörten Einsamkeit!Lenau
Der ungestörten Einsamkeit!Lenau
Der Unrath, und beschmutzt ward das Gewaschne wieder.Rückert
Der uns verhängnisvoll berührt am gleichen Theile.Rückert
Der Unschuld Friedenswelt, wonach die Sehnsucht fliegt!Rückert
Der Unschuld fröhlichen Streichen;Lenau
Der Unschuld schönster Lohn ist, daß sie unbefangenRückert
Der unsern Frieden stört!Lenau
Der Unsinn machte mir nicht die Erbitterung,Rückert
Der Unterhaltung sei nicht unterwegs zuviel,Rückert
Der Unterhaltung, hältst du mit dir Selbstgespräche.Rückert
Der Unterlassung dort, hier der Begehungsünde.?Rückert
Der Unterschied ist nur, daß goldgefangen seienRückert
Der Untreu ärgste Straf? ist, daß sie nicht kann glaubenRückert
Der Unumschränkte setzt dem Schrankenlosen Schranken.Rückert
Der Unvergänglichkeit ganz unempfängliches.Rückert
Der unverschämte sagt: da Gott es sieht in mir;Rückert
Der Unverständige wird Irrthum draus erbeuten.Rückert
Der unverwundert sieht das Wunder der Natur.Rückert
Der Urkalk rings scheint mit dem starren, bleichenLenau
Der Urwelt Sprache thut dir kund mit GeisterhauchRückert
Der Vater aber blickt indessen nach den Sternen,Rückert
Der Vater aber nahm das andere von hinnen,Rückert
Der Vater altersblind wird sehend neu davon.Rückert
Der Vater geht zu Fuß, das Söhnchen ist beritten.Rückert
Der Vater hält des Toten Flöt und Stab,Lenau
Der Vater ist das Licht, der stets erzeugt die Farben,Rückert
Der Vater mit dem Sohn ist über Feld gegangen;Rückert
Der Vater mit dem Sohn nimmt auf sich das Gepäck,Rückert
Der Vater nimmt geschwind den Sohn zu sich hinauf,Rückert
Der Vater reitet fort und nimmt den Sohn nicht mit.Rückert
Der Vater sprach zum Kind: Wenn du hier wählen solltest,Rückert
Der Vater sprach: Und weißt du auch, wo?s hingekommen?Rückert
Der Vater steigt zugleich mit seinem Sohn hernieder;Rückert
Der Vater? rathe das, wenn du ein Rather bist.Rückert
Der Vaterliebe ein Symbol gestiftet.Lenau
Der vierte Hüter spricht: Ist dieses wirklich gut?Rückert
Der vierte Kreis ums Feld ein Waldrevier gereiht,Rückert
Der vierte, der es sah, sprach: Viel geschwinder kämetRückert
Der Vogel fühlt sich frei, im Käfich aufgehangen,Rückert
Der Vogel im Gezweige singt,Lenau
Der Vogel Leben ist durchs Fenster mir entschlüpft,Rückert
Der Vögel Schwarm in seinen Tod geflogen.Lenau
Der Vogel singt, von dem ihr eingesungen schlieft.Rückert
Der Vögel Wanderzüge.Lenau
Der Vogel, dem das Herz nicht unter'm Flaum mehr klopft,Rückert
Der Vogel, der wie sonst sein Abendlied mir bringt,Rückert
Der Vogel, zweimal nicht geboren, bleibt im Nest,Rückert
Der VögelpotentateLenau
Der Vogler kann nicht brauchenLenau
Der Vogler rupft und spritzet,Lenau
Der voll Liebe zu ihr sich neigt; sein göttlichLenau
Der volle Wollaut schwillt, wo einzle Flöten klagen.Rückert
Der vom Berge kommt geronnen,Lenau
Der von dem Sehenden sich nicht will lassen leiten,Rückert
Der von dem Sinnlichen hinaus ins Leere fällt.Rückert
Der von den Seligen streng dich scheidet!Lenau
Der von der Erd auf immer ist geschiedenLenau
Der von ihm Speis' und Trank und nächt'ge Rast empfahe.Rückert
Der Vorhang fiel; doch wollte nicht behagenLenau
Der Vorrath stärker, als den draußen du begehrst,Rückert
Der Vorstadt öde Straßen.Lenau
Der vorwärts treibende nie ruhende ist gut,Rückert
Der Vorzeit Märchenstyl, der Phantasie zum SpielRückert
Der Vorzeit Sprache sei dir heil'ge Hieroglyphe,Rückert
Der Vorzeit, wo der Seelen heilge DreiLenau
Der Wagen auf dem Schiff, das Schiff dann auf dem Wagen,Rückert
Der Wagen ist nicht schön, doch derb und fest, ihn sollRückert
Der Wahnsinn, auf und fort, soweit der Himmel blaut!Rückert
Der wahre kommt, der dir Hülf’ oder Trost doch bot.Rückert
Der Wahrheit Feierkleid, bekam es Lügenstreifen,Rückert
Der Wahrheit treu zu seyn, die du in dir empfindest,Rückert
Der Wald entflieht wie eine bleiche Fabel.Lenau
Der Wald gelichtet, der die Aussicht einst verschattet:Rückert
Der Wald, wie ein gepeitschtes Kind.Lenau
Der Waldstrom braust und stürzt mit Macht,Lenau
Der wallende Abgrund,Lenau
Der wandelnd still und mildeLenau
Der Wanderer, und eh er weiter wandert, beten.Rückert
Der Wandrer fühlt sie tief sein Herz durchschneiden;Lenau
Der Wandrer geht hindurch, und jener bleibt am Orte.Rückert
Der Wandrer hört den Regen niederbrausen,Lenau
Der Wandrer im Gebirg verlor die rechten Steige,Rückert
Der Wandrer ist der Jude Ahasver,Lenau
Der Wandrer ruhte froh sich aus von seinem Gang.Rückert
Der Wandrer schaut ihn unverwandtLenau
Der Wandrer schreitet trüb und sachtLenau
Der Wandrer schweigt, doch jene Felsen bringenLenau
Der Wandrer schwieg und schied; ich sprach gelassen:Lenau
Der Wandrer sinkt in durstendem Ermatten,Lenau
Der Wandrer Vögel scheucht empor,Lenau
Der Wandrer zieht von hinnen;Lenau
Der Wandrer, irrend in der Ferne,Lenau
Der Wangen schöne RöseleinLenau
Der wär' in seinem Reich allmächtig und allweise,Rückert
Der Weber sprach, als ich das Tuch nicht wollte loben:Rückert
Der wechselnden Gefühle TraumgestaltenLenau
Der wecken Eifersucht, durch welchen es geschieht;Rückert
Der weder an die Wand sich einschrieb noch ins Buch.Rückert
Der Weg unsicher scheint, bleib auf dem sichern Weg.Rückert
Der Weihrauch duftet nur, wo ihn die Glut verzehrt;Rückert
Der Weinberg ohne Zwang hätt' einen Schatz getragen.Rückert
Der weiß die Schwanen macht und grün die Papagein,Rückert
Der Weis' ist, wer, so gut es gieng, zurecht sich machteRückert
Der weiße Adler lüftet seine Flügel,Lenau
Der weise König sprach: Scheu dich, den zu beleidigen,Rückert
Der weise Psychologe spricht.Lenau
Der Weise sieht die buntgetheilten Lebenskreise,Rückert
Der Weise sollte seyn ein König, und zum LohneRückert
Der Weise ward befragt: Was wünschest du für Gaben?Rückert
Der Weise wird nicht fest in Weisheit stehn noch fliegen,Rückert
Der Weise, der dis sprach, du meinest wol, daß schwachRückert
Der Weisheit Anfang ist immer Bewunderung,Rückert
Der Weisheit Einfluß fühlt in seiner Thorheit Kreisen,Rückert
Der Weisheit höchster Hort ist Gotteswissenschaft.Rückert
Der Weisheit Lehren kann nur der Verständ?ge deuten,Rückert
Der Weisheit tragen sollt’ er auf dem Haupt die Krone.Rückert
Der Wellen rasche Tänze,Lenau
Der Welt Anschauungen, der Dinge Sinnabdrücke,Rückert
Der Welt Bosheit gereicht zum Besten Gottes Kindern,Rückert
Der Welt dahin zum andern?Lenau
Der Welt ein Frühling stirbt, zum andern macht die Reise;Rückert
Der Welt Entwicklungen, die immer weiter gehn.Rückert
Der Welt geheimen Sinn, so weit du sie ergründest:Rückert
Der Welt geordnet hab’, und walte nicht ins Kleine.Rückert
Der Welt kannst, ohne sie ins Innre zu verwenden.Rückert
Der Welt Ökonomie hast du als AstronomRückert
Der Welt seyn, und dir selbst wirds in der Welt bequem.Rückert
Der Welt soll man vertraun, auf sie nicht sich verlassen;Rückert
Der Welt und der Natur, was sie auch mögen schildern,Rückert
Der Welt und Wissenschaft mag gar Verschiednes frommen.Rückert
Der Weltberühmtheiten auch beigezählt zu werden,Rückert
Der Welten höchste Wonn? ist solche Liebestreue,Rückert
Der Weltenleier sinds die dich mit dir entzweiten.Rückert
Der Weste Hauch erwachte nun im Hain,Lenau
Der Wetzstein schneidet nicht, doch macht er scharf das Messer;Rückert
Der wicht’gen großen Pflicht, die Federn mir zu schneiden,Rückert
Der Widersacherinn, die ihm nicht kann entrinnen.Rückert
Der Widerschein der Sonne nur geblendet?Lenau
Der Widerspruch ist da, woher ist er gekommen?Rückert
Der wie am Anfang und am End' ist in der Mitte.Rückert
Der wie du mit mir verginge.Lenau
Der wie ein Fluch das Glück unschuld’ger Hütten störte!Rückert
Der wie ein Fremdling war zu sehn an Wuchs und Sitte.Rückert
Der wie ein Sekretär schreibt in des Gönners Namen,Rückert
Der wie ein Sturm ihr junges Herz bezwang,Lenau
Der wie versöhnend die Ruin umfloß.Lenau
Der wieder andern, und vorm letzten stehest du.Rückert
Der Wildbach stürzt vom Klippenhange nieder,Lenau
Der wilde Sohn zum Teufel ritt.Lenau
Der Wildnis nächtlich helle Zier.Lenau
Der Wille sündigt, und der Will' entsündigt wieder;Rückert
Der Wimper hängt daran, zieh ihn nur leise vor!Rückert
Der Wimper keine Bettlerin entschlich,Lenau
Der Wind erwacht und rasselt an der Föhre,Lenau
Der Wind im Walde tost;Lenau
Der Wind ist fremd, du kannst ihn nicht umfassen,Lenau
Der Wind nun auf zum wilden Reigen,Lenau
Der Wind wacht auf, ich seh ihn durchs Gewässer streichen;Lenau
Der Wind, bewegt von ihrem Klang,Lenau
Der Winter kam und hat die Eiche kahl geschoren,Rückert
Der Winter stand ein eiserner Tyrann,Lenau
Der Wipfel aber ringt stets dichter sich zu falten,Rückert
Der Wirbel faßt das Schiff, es geht villeicht in Scheiter,Rückert
Der wird der erste bald geworden seyn und bleiben.Rückert
Der wird der Frau zu Haus ins Haar am ersten fahren,Rückert
Der wird gewiß zur Grube schlechterLenau
Der wird nicht wirken viel mit allen seinen Werken,Rückert
Der wird nicht wollen, wird nicht können auch, die LeidenRückert
Der wird von bangem Heimweh tief durchdrungen,Lenau
Der Wogendrang gespalten;Lenau
Der Wohlgestalt gebührts, Anbetung zu erbeuten.Rückert
Der Wojewod im SchlittenkorbgeflechteLenau
Der Wolf ist wach, drum wacht der Schäfer bei den Schafen.Rückert
Der Wolken trübweissagendes GewimmelLenau
Der wollte anders seyn, und ward sein Andres, Luft.Rückert
Der Worte vier: Halt ein! Halt aus! Halt an! Halt ab!Rückert
Der wunderbar genau Lorenzo glich.Lenau
Der wunderlichen Marionettenbühne;Lenau
Der Wunsch, je zu genesen, überwunden.Lenau
Der Wurzelschößling wächst nach seinem Vaterstamm;Rückert
Der Zahlen Grenz’ ist zehn, die Grenze für die TodtenRückert
Der zarten Moose krausgeästetes Gewimmel,Rückert
Der Zauber war geschwunden,Lenau
Der Zauberer kommt und schüttet heimlichLenau
Der Zaubrin Fantasie Scheinbilderschöpfung gönnen!Rückert
Der zeige sich zugleich gefällig und herzinnig.Rückert
Der Zeit des Sturmes harrt. —Lenau
Der Zeiten Glück war groß, als du noch klein gewesen.Rückert
Der Zeiten Wagen rollt gleich über Au'n und Haiden,Rückert
Der Zeiten Weisheit sich zu machen mundgerecht.Rückert
Der Zeitgang, gib nur nach, o Herz, das widerstrebt!Rückert
Der Zieh- und Schwerkraft, hast, mußt haben in dir du.Rückert
Der zierlich in der giftgen Pflanze blüht,Lenau
Der Zigeuner frische Tänze geigen;Lenau
Der Zigeuner hörts, und vollerLenau
Der Zigeuner wandert, arm und heiter,Lenau
Der Zorn ist eine Glut, dem heißen Feuer gleich,Rückert
Der Zufall waltet, wo am Urteil es gebricht,Rückert
Der Zug der Erdentiefe sprach mir Hohn,Lenau
Der Zugwind in den Gassen kalt; und du? —Lenau
Der Zukunft Haus, zu groß das der Vergangenheit.Rückert
Der Zukunft Odem weht aus des Vergangnen Gruft.Rückert
Der Zukunft Schmetterling; Heil denen, die’s erleben!Rückert
Der zur Erde niederschauert.Lenau
Der zur Erziehung mich solang dir anvertraut.Rückert
Der zur Vollkommenheit nur auch in dir soll kommen.Rückert
Der zwar von Greueln ganz erfüllten Weltgeschichte,Rückert
Der zwei Verstände kann ein Mann entbehren keinen,Rückert
Der Zweifel aber kann nur zur Verzweiflung führen.Rückert
Der Zweifel ist die Hüll’, in der die Frucht soll reifen,Rückert
Der Zweifel kann daran ihm nicht ein Iota rauben.Rückert
Der Zweifel steht am Weg, die Ruhe dir zu rauben.Rückert
Der Zweifel treibt dich an, der Zweifel macht dich stocken,Rückert
Der Zweifel wohnt ihm selbst, doch nicht der Sache bei.Rückert
Der Zweifel, die mein blutend Herz umnachten!Lenau
Der Zweifel, ob der Mensch das Höchste denken kann,Rückert
Der Zweig erschüttert bebt dem Vogel, der entschwebt;Rückert
Der zweite Kreis umgibt die Stadt, ein Gartensaum,Rückert
Der Zwerg als Zwergin, und als Riesin Riesensöhne.Rückert
Der Zwerge Freunde, bis sie endlich sie vertrieben.Rückert
Der Zwiespalt von Natur und Geist ist ausgesöhnt.Rückert
Der’s auch als König blieb, das Königthum gieng’ ein.Rückert
Der, aufgebaut aus Staub, in Staub zusammenbricht.Rückert
Der, aus dem Aug' erzeugt, schwebt' überall ihm vor;Rückert
Der, außen Silberschmuck und innen Gold, mich blendet.Rückert
Der, fluchtgetrieben, rastlos irrt umher.Lenau
Der, gegen den sich sonst der Tadel nur erhoben?Rückert
Der, Geistern anverwandt, ans Thier gebundene,Rückert
Der, gekränket von dem Schwarme,Lenau
Der, hält er sich nicht fest an Haltung, haltlos schwindet!Rückert
Der, ohne daß du's weißt, doch ist mit dir im Bunde.Rückert
Der, scheulos vor dem Freund, sich nur vorm Feinde scheu'nde.Rückert
Der, seit ich wanderte, sich hatte neu geborn;Rückert
Der, so im Grund erneut, dreifältig Früchte trug,Rückert
Der, von der Erde hier, der Sonne dort gezogen,Rückert
Der, von der Schale satt, den Nußkern fallen ließ.Rückert
Der, was das Licht in Liebe hegt,Lenau
Der, weithin schlitternd von den Todeswettern,Lenau
Der, welchen du erhöhst, wird von der Welt erhoben,Rückert
Der, welchen Gott gedacht, nicht den du denkst, o Thor.Rückert
Der, wenn Einbildungskraft ihn walten und entfaltenRückert
Der, wenn er sich gelähmt sieht außen, und sich schämtRückert
Der, wenn er wollte nur, vollkommen könnte seyn.Rückert
Der, wenn sein Nachbar ruft, sagt: ich bin mir der nächste.Rückert
Der, wie das Schicksal, fest beim Wehgeheul der Schmerzen,Lenau
Der, wie die Farbenpracht am Demant glüht,Lenau
Der, wie die Sonne, sticht den der im Feld arbeitet,Rückert
Der, wie er weiter fließt, sich weiter theilen muß.Rückert
Der, wie Wetter kalte Schloßen,Lenau
Der, wo er sein Geschäft gethan hat, reitet weiter.Rückert
Der, wo er unten sonst gerungen, oben schwebt.Rückert
Deren Rhythmen in der ErdnachtLenau
Dergleichen, was dir gibt dein Lehrer, dein Guru.Rückert
Derselbe bin ich noch, kein andrer als ich war;Rückert
Derselbe ists, durch den es ihnen ist entgangen.Rückert
Derselbe sprach: Mein Reich liegt in der Sinne Schranken;Rückert
Derselben harre du, und sammle kein GewichtRückert
Derselben sei zuerst und sei zuletzt beflissen!Rückert
Derweil der Geist hinaus war in die Welt gegangen.Rückert
Derweil die Hirten jetzt den Sarg verschließen,Lenau
Derweil du gekostetLenau
Derweil ich gekostetLenau
Derweil ich hier von Hütt und Mond erzähle?Lenau
Derweil, entzückt, der Pöbel, und erschrocken,Lenau
Derweilen kann ich mich mit Nützlicherm befassen.Rückert
Des Abends, Freund, gedenk ich, jenes andern!Lenau
Des Abgestorbenen lebend'ge Wiederbringung.Rückert
Des alten Edelmannes GeistLenau
Des Alten Geist durchs Fenster dort.Lenau
Des Alters unvermeidlich bittre Lose,Lenau
Des Alters, oder wirft von ihrer Klipp' ein Sturm.Rückert
Des Anblicks Unlust sammt der Müh es zu verwahren.Rückert
Des andern höhrer Sinn erhebt den Stoff ins Wissen.Rückert
Des Andern Ideal, die Kluft ist freilich weit.Rückert
Des andern Tages kam die Botschaft mir, es seiRückert
Des armen Menschen Glück ist meistens ein VermeidenRückert
Des äußeren, und hat dadurch sich selbst gewonnen.Rückert
Des äußern, den du magst aufs Innre übertragen.Rückert
Des Auszugs Auszug ließ er aus noch einmal ziehn.Rückert
Des Baches froh hinabzulauschen,Lenau
Des Baches Wellen kräuseln! —Lenau
Des Baumes Blüt' erfreut, des Baumes Schatten beutRückert
Des Baumes, thauschwer sich aufrichtende Gedanken.Rückert
Des Bechers schönster Platz ist in des Trinkers Hand,Rückert
Des Beiles Schärfe war schon angelegt dem Fuß;Rückert
Des beladnen Fahrzeugs schwere WuchtLenau
Des Berges Gipfel war erschwungen,Lenau
Des Berges Haupt ist kahl, doch fruchtbar ist sein Fuß;Rückert
Des Bessern übrig sind, wozu du bist berufen.Rückert
Des besten Wissens Schatz von Lebenden und Todten.Rückert
Des Bettelmannes Ruf.Lenau
Des Bettlers, doch beschämt kommt er daraus hervor.Rückert
Des Beutels leerer Raum, der leere Raum des Magens,Rückert
Des Bienenstaates Fleiß thürmt goldner Schlösser Duft,Rückert
Des Blitzes Geißel schwingend.Lenau
Des Blutes soll ein jeglicher Tropfen einstLenau
Des Bogens Farbenharmonie.« Lenau
Des bösen Gewissens, der Todesfurcht. —Lenau
Des Bösen Schein ists, was des Guten Glanz verhält;Rückert
Des bunten Lebens, laß ihm die Zwiespaltigkeit;Rückert
Des Busens Drang ins enge Wort zu zwingen.Lenau
Des Daseyns froh und froh auch die Gesindeschaar;Rückert
Des Dauerns Wahn, wer läßt ihn gerne schwinden?Lenau
Des Denkens Vorrang vor dem Seyn ist darin kund:Rückert
Des Dichters Selbstgefühl soll das zu Thaten treiben,Rückert
Des Dinges Leben hat sich aus dem Wort verloren,Rückert
Des Dinges Wesen selbst ist in das Wort gebannt;Rückert
Des dunkeln Hauses Lamp? ein wohlgerathner Sohn,Rückert
Des Edelsteines Werth erhöht sie nicht allein,Rückert
Des edlen Mannes Herz ist Gottes Tabernakel.Rückert
Des eignen Herzens einsames Gepoch!Lenau
Des eignen Kampfes nicht, o Freund, dich überheben.Rückert
Des einen freu' ich mich, daß doch, statt zu ermatten,Rückert
Des einen freu' ich mich, wenn rückwerts geht der BlickRückert
Des einen, daß du mich auch müssest überleben.Rückert
Des Einzles wird zuletzt ein ganzer Frühling auch.Rückert
Des eisgen Todes niegelöste Klage?Lenau
Des Elementes Kraft soll aus dem Boden treten.Rückert
Des Elends mittelalterliche Brocken.Lenau
Des Elends türmenden WustLenau
Des engen, das den Geist solang umrungen hat.Rückert
Des Erbarmens milde StundeLenau
Des Eremiten, der mir trat entgegen.Lenau
Des Erwachten Blicke schweifenLenau
Des ewgen Juden Herzqual eingeschnitten.Lenau
Des ewgen Wiedersehens.Lenau
Des ewig Denkenden, um ewig ihm zu danken.Rückert
Des ewig wandelnden Weltgeistes Spiel und Freude.Rückert
Des ewigen Geistes sei, für unsern Geist zur Nahrung.Rückert
Des Fahrwegs fein, und ungeirrt geht deine Reise.Rückert
Des Fasses Anbruch sei ein Fest, ein Fest sein Ende;Rückert
Des Feuers das die Welt durchfacht von Pol zu Pol;Rückert
Des Feuers jener Ess’, an der der dunkle Schmied,Rückert
Des Feuers Leben ist, daß es sich selbst verzehrt;Rückert
Des Feuers, das die Welt durchwirkt von Sfär’ in Sfäre,Rückert
Des Finken Schlag im Märzen.Lenau
Des Fortschritts aber hat der Wahn sich selbst beraubt.Rückert
Des freien Willens Stolz ist Gott gehorsam seyn.Rückert
Des freue dich als Mann, und bet's nicht an als Knecht!Rückert
Des Freundes denkend, wenn ich Glückliches erstrebt,Rückert
Des Freundes Haupt ans Herz des Freundes fällt,Lenau
Des Freunds entbehren kann das Herz nicht, um zu leben;Rückert
Des Frühlings Blumenschmelz, gestirnter Nachtlazur,Rückert
Des Frühlings Himmelreich, der Rose Herrlichkeit.Rückert
Des Frühlings mir das Elend bringen muß.Lenau
Des Frühlings ungeduldges Kind:Lenau
Des Frühlings Wonne blieb versäumt;Lenau
Des Frühlings, wie sich heut sein voller Glanz erneut.Rückert
Des Fürsten, dessen Volk ist reich und sorgenfrei.Rückert
Des Gabentausches wie sollt' er sich scheun und schämen,Rückert
Des ganzen Menschen und des einzelnen Geschichte,Rückert
Des Ganzen Mitgefühl ist ganz im kleinsten Theil,Rückert
Des Ganzen Theile sind als Theile nicht vorhanden,Rückert
Des Ganzen, Einzelnes dem Glück zu überlassen.Rückert
Des Geistes Athem soll wie der des Mundes seyn:Rückert
Des Geistes Augen gehn dir auf, und wunderbar,Rückert
Des Geistes Denkgeschäft nicht auch mechanisch werden.Rückert
Des Geistes Flitterstaat, mein Sohn, ist Neubegierde,Rückert
Des Geistes Freie, nicht, wie jetzt, der Sünde Knechte.Rückert
Des Geistes Kraft allein, dich ewig zu bejahen.Rückert
Des Geistes Sehkraft selbst nicht ist, noch ungeübt.Rückert
Des Geistes, wo der Geist je Geistige geführt.Rückert
Des Gewitters durch die Haine.Lenau
Des Glaubens Bilder sind unendlich umzudeuten,Rückert
Des Glaubens klopft ans Thor, das aufthun Liebeswerke.Rückert
Des Glaubens noch ein Bube mußte zittern.Lenau
Des Gliederbau sich rings in stolzem DrangLenau
Des Glückes letzte Spur sich zu bewahren.Lenau
Des goldnen Seimes voll wird jeder leere Raum,Rückert
Des Großen kleines Bild in wandelnder Gestalt.Rückert
Des Grundes Richtigkeit vermocht' ich nicht zu fassen,Rückert
Des Guten hoffe nicht das Schöne zu entbehren;Rückert
Des Hais, der Seemann nie vergißt.Lenau
Des Hasses Blick ist Frost, des Neides Blick ist Glut;Rückert
Des Hasses gegen das, des Liebender ich bin.Rückert
Des Hauses Mitte macht die Leuchte hell genung,Rückert
Des Herzens füllet ein Zugleich-Frucht-Schatten-Baum.Rückert
Des Herzens Klagen heiß und innig,Lenau
Des Herzens letzten Wunsch zu werfen in den See.Lenau
Des Herzens Pförtner ist des Mannes Angesicht,Rückert
Des Herzens Wunde schließen;Lenau
Des Himmels frohes Antlitz brannteLenau
Des Himmels hallendes RevierLenau
Des Himmels kenne, die er doch nicht wandeln kan!Rückert
Des Himmels niederstarrtLenau
Des Himmels Ruh verklärt dein Todtenangesicht;Rückert
Des Himmels und der Welt kannst du im Geiste nähren,Rückert
Des Himmels, fliegt mit Hohn ein Schwarm Geschmeiß davon.Rückert
Des Himmels, welches aus des Menschen Auge spricht;Rückert
Des Hirnes leerer TiegelLenau
Des Hirten Lied wie Himmelsmelodeien. —Lenau
Des Hochmuths böser Geist, des Scheins, der Heuchelei,Rückert
Des höchsten Himmels selbst die menschliche Gestalt.Rückert
Des innern Sehgewebs Durchdringung und Verschlingung.Rückert
Des Innigkeit nicht dumpf, und Klarheit nicht ist kühl.Rückert
Des ird'schen Heiligthums der Dichtkunst Bilderstürmer!Rückert
Des Jägers Blicke; doch die Büchse faßt erLenau
Des Jahres Schicksal steht auf trocken oder feucht,Rückert
Des Jahres seinen Mund; das ist der Brotfruchtbaum.Rückert
Des Kaiserheeres tödlich bittrer Kern.Lenau
Des Kalidasa, der Sakuntala gedichtet,Rückert
Des Kaufmanns geht und wird geführt von Land zu Land.Rückert
Des Kenners Kunde gab sich dem Unkenner kund.Rückert
Des Kindes erster Trieb ist sinnliches Bedürfen,Rückert
Des Kindes Lieb ins finstre Antlitz scheinen!‹Lenau
Des Kindes Unart scheint dir artig im Beginn;Rückert
Des Knaben Pfennig klingt im blechnen Büchslein hohl,Rückert
Des Königes gemach ein starkes Maulthier trug.Rückert
Des Kronos kecke Betäuber,Lenau
Des Künstlers große Kunst ist dis, daß sich ergebeRückert
Des Kunstwerks Kunst ist nur fürs Künstlerauge da,Rückert
Des Landes Grenz' ist nicht geschickt ein Fluß zu bilden,Rückert
Des Landes und des Meers Gefahr begegnen muß?Rückert
Des Laufs der Sternenwelt? Du hast sie selbst gewahrt.Rückert
Des Lebens eintritst, gleich ans Ziel im Geiste stellen;Rückert
Des Lebens holder Zauber ging vorüber.Lenau
Des Lebens Kreis ist rund, und Tod ist alles Grade.Rückert
Des Lebens Lust und Noth nimmt keiner keinem ab,Rückert
Des Lebens manchen heißen Kampf geschlagen.Lenau
Des Lebens nur, weil nur im Leben wirkt der Mann.Rückert
Des Lebens Schein ist wahr, der Tod ist eine Lüge.Rückert
Des Lebens Sorge läßt dir wenig Zeit zu denkenRückert
Des Lebens welke Wange,Lenau
Des Lebens, eingeweiht zu andrer Geister Schau;Rückert
Des Lebens, wollte sich dazu ein Freund bequemen.Rückert
Des Lebensmeeres, das sich nur im Hafen legt;Rückert
Des Lehrers Lehre selbst, die er als wahr ausspricht;Rückert
Des Leibes, seiner Mühn und Sorgen Inbegriff:Rückert
Des Leidens mehr als Glücks.” Laß dir zum Troste reichen,Rückert
Des Lernens Süßigkeit hast du noch nicht empfunden,Rückert
Des letzter höher steht als du der erst' im niedern.Rückert
Des Mädchens FreudLenau
Des Malers schönstes Bild, des Dichters schönstes Wort,Rückert
Des Mannes Größ’ ist mir, nicht daß er fehlerfrei,Rückert
Des Mannes ohne Mitleid und Bedauern.Lenau
Des Mannes Zunge, dem Verstand und Witz gebrechen,Rückert
Des Manns Erfahrung sieht soviel in einer Ziegel,Rückert
Des Marktes Maß und Zahl, Gewicht, Vertrag und Kauf.Rückert
Des Meeres bittre Flut wird süße Quelle wieder,Rückert
Des Menschen Aufgab’ ist Erziehung und EntwildungRückert
Des Menschen Aug' allein kann lachen und kann weinen,Rückert
Des Menschen Auge spricht dir und des Frühlings Trift,Rückert
Des Menschen Augen sind darum im Einzlen blind,Rückert
Des Menschen Bös und Guts liegt nicht an Stand und Lage,Rückert
Des Menschen ganzes Glück besteht in zweierlei,Rückert
Des Menschen Glaube prägt in seinem Thun sich aus,Rückert
Des Menschen Höchstes ist des Streitenden Verbindung,Rückert
Des Menschen Kron' ist, daß sich Menschheit offenbartRückert
Des Menschen Leben ist nicht solch ein Kreis geschlossen,Rückert
Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen,Rückert
Des Menschen schwache Kunst ihr Werk aufstellen nur!Rückert
Des Menschen Sprecher sind sein Beutel und sein Becher;Rückert
Des Menschen vor dem Thier, wollt’ auch sein Alter preisen.Rückert
Des Menschen Wille will; nur Wollendes alleinRückert
Des Menschengeschlechts uralter Gefährte,Lenau
Des Menschenlebens bitter weinst!Lenau
Des menschlichen Geschlechts und eigne Menschheitsbildung.Rückert
Des milden Todes, nennt ihm seinen Retter! —Lenau
Des Misbrauchs Möglichkeit macht möglich den Gebrauch.Rückert
Des Mißverhältnisses mißliche Doppelfrucht.Rückert
Des Mondes Geisterlicht macht fremd auch das Bekannte,Rückert
Des Mondes Völle schweben.Lenau
Des Mondes Zauberglanz,Lenau
Des Morgenlandes süße Poesie,Lenau
Des Murmelbaches gähnende Najade.Lenau
Des Nachbars, dessen Haus läßt Gott den Nachbar erben.Rückert
Des Neides Wohlthun ist aufs eigne Herz gefallen.Rückert
Des neuen Friedens Kind; so kreist in sich der Kreis.Rückert
Des Ozeanes,Lenau
Des Rechtes Unterschied erkennet als nothwendig.Rückert
Des Regens Tropfen sprühn, doch wird davon nicht grünRückert
Des reichen Herrn, und ward von ihm in Dienst genommen.Rückert
Des reichen Mannes Herz, das keine Großmuth fasset,Rückert
Des Rosenwassers, die sie wird in Glut gebären.Rückert
Des Rosses Mahn und Schweif.Lenau
Des rühme dich nicht, doch freu dich! das ist erlaubt.Rückert
Des sagenswerthen, die sich in Gesellschaft plagen.Rückert
Des Sauerteiges kannst du nicht im Brot entbehren,Rückert
Des Schattens kann im Bild entbehren nicht die Kunst,Rückert
Des Schicksals Griffel wollt? einmal ein Glück mir schreiben,Rückert
Des Schlummers, der dir hat die Außenwelt verhängt,Rückert
Des Schmerzes an und starre stumm hinein;Lenau
Des Schneiders Nadel, bald auf Seide, bald auf ZwilligRückert
Des Schneiders Nadel, weiß sie nicht wo?naus vor Witz,Rückert
Des schönsten, theuersten, mit dankbarem Gemüthe;Rückert
Des Schöpfers Denken ist der Schöpfung innrer Grund.Rückert
Des Schöpfers Ebenbild und Schöpfungszweck allein.Rückert
Des Schrifterklärers Fluch ist Alles zu erklären,Rückert
Des schwachen Greises ärmlichen Tribut:Lenau
Des schwachen, wie der Frosch dem Krokodill im Schilfe.Rückert
Des Sehrohrs Scharfblick sieht den Unsichtbaren nicht,Rückert
Des Selbstgefühles dich, und fürchte keinen Tadel.Rückert
Des Sichtbarn auch durch mich dem Unerfahrnen kund!Rückert
Des Silbers reiner Glanz läßt Flecken am Gewand,Rückert
Des Sinnbilds Misgestalt will nichts sein, nur bedeuten;Rückert
Des Sinns, wo mir genügt des Tons Zusammenklang.Rückert
Des Standes unter’m Volk vermummt umherzuschleichen,Rückert
Des starken Feinds mit Pfeilen zu beschießen,Lenau
Des Steins Anstoß am Fuß, des Steinchens Druck im Schuh.Rückert
Des Strebens Unterschied, haupt- oder nebensächlich,Rückert
Des Stroms ein heimliches Wort.Lenau
Des Sturmes Donnerflüge,Lenau
Des Sturmes Gesang durchtönt die glühende Wüste,Lenau
Des Tages plötzlich tritt in völlig dunkeln Saal:Rückert
Des Tages süße Neige.Lenau
Des Tanzes Wirbel rauscht, der Takt wird nicht gehalten,Rückert
Des Tanzes zu entbehren.Lenau
Des Thaus der aufsteigt, und von oben her den Regen,Rückert
Des theuersten von Gott uns anvertrauter Güter.Rückert
Des Thieres Seyn ist Kampf, des Menschen Geist ist Frieden;Rückert
Des Thoren Herz und Geld sind nie recht einverständig,Rückert
Des tiefverhaßten Feindes Saaten düngen!« —Lenau
Des Todes Bild gesehn, vergißt es ewig nicht.Rückert
Des Todes kalte Ware.Lenau
Des Todes milde Kunde,Lenau
Des Todes nie, weil nie der Tod ihm schaden kann;Rückert
Des toten Heilands lächelnd Angesicht.Lenau
Des toten Tieres zitternde GenossenLenau
Des Traumes Bilder waren dir verschwommen,Lenau
Des tröst’ ich mich, wann ich was schwerbegriffnes lerne.Rückert
Des tröste dich, wenn du dich senken mußt statt heben;Rückert
Des unbekannten Lebens! —Lenau
Des ungehemmten Stroms der Lebensfülle froh,Rückert
Des Unglücks Herberg, ragt,Lenau
Des Unglücks stille Majestät.Lenau
Des Unglücks, seine Lust Abwesenheit der Leiden.Rückert
Des Unverwelklichen ein welkes Zeichen.Lenau
Des Unverwelklichen? — sie rauscht so bang,Lenau
Des Vaterhauses, das uns wird begrüssen,Lenau
Des Vaterlands ist sein geweihtes Herz;Lenau
Des Verwelkens untröstbare Klage,Lenau
Des vielgeschäftgen Lebens, — schrecklichLenau
Des Vogels hörst, daß dir ist dieses Lied zuwider?Rückert
Des Volkes Aug' ist für das reine Licht nicht reif,Rückert
Des Volkes Rechnung ist hinweggewischt.Lenau
Des Volkes sitzt der EdelreineLenau
Des volles Herz gleich glühend, unermessen,Lenau
Des Wachens Bildertanz dem TraumgestaltenchorRückert
Des Wandrers Pfad bescheinet.Lenau
Des was ihr widersteht, und des was ihr gedeiht.Rückert
Des Wassers wäre gnug gewesen, wenn geflossenRückert
Des Weibes Seele soll den Haushalt still bewegen.Rückert
Des Weines grüner Zeiger,Lenau
Des Weisen stille Thrän' ist mehr wol als des ThorenRückert
Des Weisen Vaterland ist all des Himmels Weite,Rückert
Des wichtigen Berufs, wie groß ist eure Macht.Rückert
Des Wildfangs tolles Jagen,Lenau
Des Willens wird geführt, scheint mir ein Wortstreit nur.Rückert
Des Wissenswürdigsten hätt' ich mich gern beflissen.Rückert
Des wohlgeordneten Planetentanzes Spiel,Rückert
Des Wolfs Heißhunger macht die Rechnung ohne Wirt,Rückert
Des Wollens Wallungen und der Gefühle Schwanken;Rückert
Des Wünschenswerthen sei des Widrigen Ertragung.Rückert
Des Zahnwehs Heilung ist, den Zahn dir auszureißen,Rückert
Des Zeitensturmes Wehn, der Schicksalsmächte Walten.Rückert
Des, den du bitten willst, so thu die Bitte nicht.Rückert
Desselben Haushalts nur verschiednes Hausgeräthe.Rückert
Desselben Wegs wohin ein Wandrer nimmt den Gang.Rückert
Dessen Flug verirrt an diesem See;Lenau
Dessen mag manch Grab ihn loben;Lenau
Deswegen aber selbst ins Dunkle sich gestellt.Rückert
Deswegen also wird von Werth und von GewichtRückert
Deswegen bin ich nur ein gültigerer Richter.Rückert
Deswegen Böses nicht; denn was er will ist gut.Rückert
Deswegen Furcht und Scham dich wechselnd überschleichen.Rückert
Deswegen grade dürft ihr nun auf Regen hoffen.Rückert
Deswegen offen bleibt für andre doch das Feld.Rückert
Deswegen singt er doch so fein nicht durch die Fistel.Rückert
Deswegen, weil sie ja zum Ganzen sich verbanden.Rückert
Deut? ihnen warnend ernst, ob sie ob nicht sie?s loben.Rückert