Lyrik


Gedichtzeilen Bi

Bild’ und laß bilden dich, bewegend und bewegt.Rückert
Bildend ein Ganzes nur, doch jeder selber ganz;Rückert
Bilder haften an den Wänden,Lenau
Bildung, doch durch die Welt sich weiter weiter breitet.Rückert
Bin angewurzelt, angewachsen; reißt nicht ausRückert
Bin gerne dort in heitern Abendstunden,Lenau
Bin ich du? und bist du ich?Lenau
Bin ich herabgesandt? bin ich herabgebannt?Rückert
Bin ich nachgegangenLenau
Bin ich schöner noch vielleicht?Lenau
Bin ich selber nur ein verbrennend Scheit?Lenau
Bin ich selber schuldig.Lenau
Bin mit dir am Fluß gefahren;Lenau
Bin treulos, Wilhelm, und entehrt!Lenau
Bin vom Frühling ausgeschlossen!Lenau
Birg doch klüglichLenau
Bis — also kreist in sich mein Lied — ins MorgenrothRückert
Bis alles aus; er knickt es noch.Lenau
Bis an der Gruft gebieterisch Erkalten.Lenau
Bis an die Grenze, wo die Wolken gehn,Lenau
Bis aus dem Schlummer fährt emporLenau
Bis aus der Heimat mir ein Bote kam,Lenau
Bis aus der Prüfung dich ruft Gottes Wohlgefallen.Rückert
Bis das Glück ihm poch an die Türe.Lenau
Bis deine Tränen fallen,Lenau
Bis deinen Rest im Schirm er seiner Wurzeln barg.Rückert
Bis der Verantwortung die Rückgab' ihn erledigt.Rückert
Bis die Abendglocken klingen,Lenau
Bis die Bevölkerung sich selber Schranken setzt.Rückert
Bis die Gesinnung dort des Herrn ich hab’ erfahren.”Rückert
Bis die letzte Kraft geschwunden,Lenau
Bis die Zigeuner, müd zum Grunde,Lenau
Bis diese dumpfe Trommel ausgeschlagenLenau
Bis dir begreiflich wird, daß, um sie zu gewahrenRückert
Bis dort das Auge lernt im Glanze sich zu weiden,Rückert
Bis dort ihm klar erschien der Ruhm von seinem Ahn.Rückert
Bis endlich wird sein Geist beherrschen ihre Geister.Rückert
Bis er durchs Fenster spuckt, oder durchs Fenster guckt.Rückert
Bis er in Sonnengold und Ätherblau zerfließt.Rückert
Bis er sein Schifflein legt an einem Eiland an,Rückert
Bis er von allem was kan lieben Lieb’ errungen.Rückert
Bis es des Vaters sieht, der Mutter Angesicht.Rückert
Bis fern das Schiff entflohn den Zacken und den Zinken.Rückert
Bis ich die dürren Blätter rauschen hörteLenau
Bis ich hinweg mich sehnte bang.Lenau
Bis ich sterbe — hör es, Böhmen!Lenau
Bis ich zu schauen meineLenau
Bis ihm der letzte Laut im Wind verhallte.Lenau
Bis ihm der Sporen scharfer StoßLenau
Bis ihr bei euch bekehrt zum Christenthum die Christen.Rückert
Bis ihren Jungen wächst der Flaum und dann der Kiel.Rückert
Bis in den Herbst vertagen,Lenau
Bis in eure Nähen!Lenau
Bis in sein kleines Ich die Lebensfäden leiten.Rückert
Bis jetzt vergeblich nachgestellt.Lenau
Bis jubilierend dann hinabLenau
Bis lieber körperlos sie will im Äther wallen.Rückert
Bis man zu Stande kommt ein Urtheil ihm zu sprechen,Rückert
Bis mir der Sabbat fächelt seine Kühle,Lenau
Bis mir die Einsicht kam, daß alle Weisheit bringtRückert
Bis mir sein letzter Wipfel schwand.Lenau
Bis nach und nach es ist zurückgeblieben.Lenau
Bis plötzlich ihm ans Herz das Leben greift,Lenau
Bis rauh der Tod die Geißel schwingtLenau
Bis sein Griff erkennt den schnellsten Renner,Lenau
Bis sich die Frühlingsflur gefüllt mit Laub und Blüten.Rückert
Bis sich ein Adlerblick der Sonne kühn erschließt.Rückert
Bis sich sein Pfad in diese Täler wandLenau
Bis sich zur Heiserkeit die Wuth hat ausgeschnoben.Rückert
Bis sie am Tage lag; dann gieng er wie ein Weiser,Rückert
Bis sie der Wandrer streift mit seinem Kleide.Lenau
Bis sie fühlt geheimes Frieren,Lenau
Bis sie hinterm LeichentucheLenau
Bis sie ins Fangbereich der Menschen mit ihm kamen.Rückert
Bis sie mir einst im Dorfe drüben läuten,Lenau
Bis sie sich geistig verstümmeln.Lenau
Bis sie tot zusammenbricht im Schilfe. —Lenau
Bis verborgen ihr Gott ihr naht, herüberLenau
Bis voll ein Halsband wird, und wenig fehlet nur.Rückert
Bis von ihr nahm dein Geist zum Himmel seinen Flug.Rückert
Bis weckend ihn der Hauch des Frühlings traf.Lenau
Bis wieder er begann mit tiefem Trauern:Lenau
Bis wieder ihn daraus wird treiben Ratt' und Maus.Rückert
Bis wieder ordentlich er dazu kommt, hälts schwer.Rückert
Bis wieder sammelt einst des Lebens Herr und MeisterRückert
Bis wieder ward der Vorhang aufgeschlagen.Lenau
Bis wir herausgekommenLenau
Bis zu dem Augenblick, wo ich es wieder finde;Rückert
Bis zu den Hirten, die bekreuzten sich,Lenau
Bis zum stillen Hain. —Lenau
Bist du das Maß der Welt? hast du an dir das Maß?Rückert
Bist du der Nebenglanz, die halberloschne Spur.Rückert
Bist du die schönre Rose mirLenau
Bist du ein Jäger, denke an ein Wildern;Lenau
Bist du ein Thier, das Thier thut ebendis für sich.Rückert
Bist du erst mitten drinn, und nimmst es dann zu Sinn,Rückert
Bist du gebeugt und blasser;Lenau
Bist du gegangen, abgerufen von dem Herrn.Rückert
Bist du gesandt, so wird er wieder dich besenden.Rückert
Bist du gewandert, wird die Wanderlust vergehn,Rückert
Bist du Idalia? erbärmliches Idol!Rückert
Bist du mir nun zurück!Lenau
Bist du mitvergangen, Schatten!Lenau
Bist du so früh schonLenau
Bist du so gehässig und regennässig,Lenau
Bist du so hart wie er, sei auch wie er so rein,Rückert
Bist du so schön! — gesenkten AngesichtsLenau
Bist du tanzen in die LehreLenau
Bist du unwürdigen Versuchungen entflohn.Rückert
Bist du verbannt, so wird er die Verbannung wenden;Rückert
Bist du von menschlichen Gefühlen nicht verlassen.Rückert
Bist du's zufrieden? Gut! geschlossen ist der Kauf,Rückert
Bist ewig wie Gott selbst, weil er dein Denken ist.Rückert
Bist fremd du eingedrungen,Lenau
Bist jeden Augenblick ein anderer und neuer;Rückert
Bist kein echter Ungarjunge!Lenau
Bist, der du gestern warst, und der du seyn wirst morgen.Rückert
Bist, oder kannst doch seyn, vom Sturm zur Ruh genesen.Rückert
Bitte, daß sie dir verzeihn!«Lenau