Lyrik


Gedichtzeilen An

An Allahs Paradies wollt' ich bei Gott nicht denken.Rückert
An alt baufälligem Gebäude hilft kein Flicken,Rückert
An Baches Rand,Lenau
An das du eben heut willst setzen Zeit und Kräfte.Rückert
An das Grün von Myrtenkränzen.Lenau
An das nicht, was nur trennt, und ewige Trennung stiftet,Rückert
An das öde Schilfgestade,Lenau
An das was gilt wie galt, vermittelt erst die Welt.Rückert
An dein entsetztes Ohr,Lenau
An deine Ferse, deinen Wink geflochten,Lenau
An deinem Ich fällt dir gewis kein Zweifel bei.Rückert
An deinem Sarge steht mein Geist.Lenau
An deinem Stral vielmehr mußt du zu Gott aufsteigen,Rückert
An deinen holdgerührten ZügenLenau
An deinen Hügel, moosig und vergessen.Lenau
An deiner Hand die zehn Gebote herzuzählen.Rückert
An deiner Stirne steht’s, dort wird er es entdecken;Rückert
An deines Lieblings ödes HausLenau
An dem die Gluten zehren! —Lenau
An dem du blühen siehst der Zukunft goldnen Traum,Rückert
An dem furchtbar gediegnen Unglück messen.Lenau
An dem Geisterzug erschrocken?Lenau
An dem mit Trost umsonst sich mühte Freundeschaar,Rückert
An dem samtnen OberkleideLenau
An dem Strand mit leisem Weinen;Lenau
An dem verloren scheint der Menschheit ew’ges Recht;Rückert
An dem vor Jahren mir das Unglück eingebrochen.Rückert
An dem, Hebräer, wirst du nichts gewinnen!Lenau
An dem, was klein und groß den Menschen ist gemein,Rückert
An den Bahren könnten wirLenau
An den Bäumen, welk und matt,Lenau
An den beraubten BretternLenau
An den bewegten, ihr allein geweihtenLenau
An den Felsen scheint der Tod hierLenau
An den Kleidern trugen die dreiLenau
An den König der Franzosen,Lenau
An den Kreuzen, an den SteinenLenau
An den mondbeglänzten Riffen,Lenau
An den Ort, den ich besinge,Lenau
An den Quell der Liebe sinken,Lenau
An den schönen Hals geweinet? —Lenau
An den Schultern narbenvolle ViereLenau
An den sie Herz und all ihr Glück verloren. —Lenau
An den Strand hinaus mit Macht,Lenau
An den Traum umschwebt sie leise.Lenau
An den Türmen, steil und plötzlich,Lenau
An den vergeßnen Gräbern fliegtLenau
An den vollen BlütenzweigenLenau
An den Wappen sich den Schnabel wetzend.Lenau
An denen gerne wir vorüberdenken,Lenau
An der Blüte AugenblickenLenau
An der Brust den Wundenriß.Lenau
An der dich durch die Welt Gott zieht, das ist genug.Rückert
An der Erhörung Paradiesesküste? —Lenau
An der erlangten Macht? Er sagte: Zweierlei:Rückert
An der Fäden leichtem Flug,Lenau
An der heut auf und ab geklettert unsre Knaben,Rückert
An der morschen Diele nurLenau
An der seligen Kindheit Pforte meinesLenau
An der Sünderin vorbei.Lenau
An der Tür, erstaunt, ein leises Hämmern.Lenau
An der Wand allein.Lenau
An der, o Vaterland, du krankest lang genug,Rückert
An deren blütenreichem StrandLenau
An des Dörfchens stillem SaumeLenau
An des Gewohnten auch bedeutunglosen Stücken,Rückert
An des Mädchens Einsamkeit.Lenau
An des Trostes reinste Quelle,Lenau
An des Urwalds grünem Saum;Lenau
An des Walds geheimste Quelle,Lenau
An dessen Anblick sich erquicken Göttersöhne.Rückert
An dessen Hand der Mensch am liebsten geht durchs Leben.Rückert
An dich die Forderung zu kämpfen als ein Mann,Rückert
An dich, Geliebte, von des Freundes Wangen.Lenau
An dich, und deinen Sinn aufs Ewige zu lenken.Rückert
An die Bahn des Heils.Lenau
An die du vergeudestLenau
An die heimatlichste Stelle,Lenau
An die ich lange nicht gedacht und nicht geschrieben.Rückert
An die jungen Ungarreiter;Lenau
An die klopfende Brust.Lenau
An die rauhen Felsenwände.Lenau
An die Sternenlichter?Lenau
An die Stirne, morgen pflückend,Lenau
An die treue Brust dir legen,Lenau
An diesem halt es fest, du darfst dich drauf verlassen;Rückert
An diesem Strale hängt das Ding mit Gott zusammen,Rückert
An diesen Lichtern kanst du nie das Ding erkennen,Rückert
An dieser stillen Heide,Lenau
An dieser Welt, und nicht nach einer andern fragt.Rückert
An dir vorbei, darf nie verweilen,Lenau
An dir vorüber immer,Lenau
An dir vorüberglitt,Lenau
An dir, du Herrliche, vorbei.Lenau
An dir, und einer der’s von dir erlitten hat.Rückert
An dir, und was du falsch gemacht, hast recht gemacht.Rückert
An drei verschlafnen Hunden.Lenau
An ein banges HerzensklopfenLenau
An ein vielleicht noch schöneres Kind,Lenau
An eine Fahrt auf mondbestrahlten Bahnen;Lenau
An einem Haare zieht die Welt mich, die ich ziehe;Rückert
An einem reinen Ort sollst du den Sitz aufschlagen,Rückert
An einem theuern Haupt zu Schaden kam, nur eines.Rückert
An einem unverdienten Erdenglück;Lenau
An einen Abgrund kommen,Lenau
An einen grünen Fleck, da stand ein schöner Baum.Rückert
An einen lieben alten Mann;Lenau
An einen Zweig, und wird nicht lang unschlüssig schweben.Rückert
An einer Perle kan man nicht zwei Löcher bohren.Rückert
An Hunden ärgerts mich, an Menschen thut mirs wehe.Rückert
An ihm vorüber rauscht der grause Alte,Lenau
An ihm vorübergleiten,Lenau
An ihr betrogst du dich, sie hat dich nicht betrogen.Rückert
An ihrem Augenlid!Lenau
An ihrem Fuße steht ein erdgeborner Schwamm,Rückert
An ihren Altar rief mit frommem Sinn!Lenau
An ihrer Jugendblüte;Lenau
An ihrer Lebensfüll' oft eine Lamp' erlischt.Rückert
An ihrer Mutter so rächend des Vaters Tod.Rückert
An ihrer Perle Farb’ erscheinet, ob sie schwammRückert
An innrer Ganzheit mußt du dir genügen lassen.Rückert
An jedem heil’gen Strom, der in die Ganga mündet,Rückert
An jedem Monat läßt er sich einmal aufwägenRückert
An jeder Stelle möcht ich liegen;Lenau
An jenem Baume hörst du singenLenau
An keinem niedern Stoff laß die Gedanken haften;Rückert
An Leib, die Seligen, die frei vom Leib sich machen.Rückert
An Leuchtern von Smaragd im Dom;Lenau
An lieblos fremdem Orte,Lenau
An meinem Reiserbund,Lenau
An meinem Stabe gebogenLenau
An meinem tiefen Leide,Lenau
An meiner Brust.Lenau
An meiner Brust.Lenau
An meiner Freuden maiengrünem Saume,Lenau
An mir vorüber drehte sichLenau
An nichts sich freuen, was zur Freude Götter schufen?Rückert
An Orten sucht, wo sich nicht das Gesuchte findet.Rückert
An Persiens Grenzen ists genannt Guli Peigamber.Rückert
An schönen Munds Korallenrand;Lenau
An Schönheit wunderbar, an tiefer Güte,Lenau
An Seelenmienen schön und geistigen Geberden.Rückert
An seinem Bienenstand und seinem Taubenschlag:Rückert
An seinem Fluch zu messen seine Wunde,Lenau
An seinem Helden und das Schicksal sühne:Lenau
An seinem Orte macht er seine Kräfte gelten,Rückert
An seinem Wesen selbst in eigner Weise weis't.Rückert
An seinen Ästen, windgefächelt, bebtLenau
An seinen Stab gelehnt;Lenau
An seiner Krone sind sie sieben Edelsteine,Rückert
An seiner Totenbahre.Lenau
An seines Gärtners Blick, sein Blick ist Mond und Sonne.Rückert
An seines Kindes kalter Leich erfroren;Lenau
An Tiefe wird ersezt, was sich an Höh verlor.Rückert
An unbegreifliche Geheimnisse zu rühren.Rückert
An Wasser fehlt es nicht zur Rechten noch zur Linken,Rückert
An welche sie die schöne Gunst verschwenden,Lenau
An welchem Abgrund auch es der Gefahr mag schweben.Rückert
An welchen selbst die Gemsen zagenLenau
An wen die Welt glaubt, wer an sich glaubt, ist Prophet,Rückert
An Wunder wird er so allmählich unwillkührlichRückert
An, was dir widersteht, sollst wenden deine Kraft?,Rückert
Anbetend werfen sie zur Erde doch den Schatten.Rückert
Anders in jedem Ding und jeder Fantasie.Rückert
Anders in jedem Nu, derselb' in Ewigkeit,Rückert
Anders rauschen hier die Wasser,Lenau
Anders wehen ihm die Lüfte,Lenau
Andre lagernd im GebüscheLenau
Andre, auf dem Stammbaum, breit sich setzend,Lenau
Andres Blut einst fließen,Lenau
Andres Welk bedauern müssen,Lenau
Anführen, wie die Henn' im Hünerhofe thut.Rückert
Angelt er im Meer der Luft;Lenau
Angesicht, so früh verblüht,Lenau
Angreifen darf er nicht, und nicht zurück sich ziehn,Rückert
Anhöhn und Tiefen sind abwechselnd auf der Bahn,Rückert
Anlag’ und Stimmung ist sich so harmonisch gleich,Rückert
Anmaßend haben sie begonnen auszuschweifen,Rückert
Anmuthig überhüllt vom fließenden Geschwätze.Rückert
Anmuthig werden selbst alltägliche SentenzenRückert
Anna bleich und todeshager,Lenau
Anna darf um Trost nicht lauschenLenau
Anna einst, der schönen Braut.Lenau
Anna freut sich all des Glanzes,Lenau
Anna glänzt im Brautgeschmeide,Lenau
Anna hört ihr Herz allein,Lenau
Anna ist so schön geblieben,Lenau
Anna liegt im Wald verlassen,Lenau
Anna neigt vom grünen StrandeLenau
Anna nimmts, die Hecken rauschen,Lenau
Anna sich mit zitternd leisenLenau
Anna sinkt zu Boden nieder,Lenau
Anna spricht mit dunklen Schauern.Lenau
Anna trägt nur eine Schuld.Lenau
Anna wird im Land besungenLenau
Anna zögernd und verzagendLenau
Anna, hab ich dich erreicht?Lenau
Annäherung dazu ist jedes Geistes Macht,Rückert
Annehmen mußt du viel, was dir nur Worte gaben.Rückert
Annehmen, hatt' ich Lust sie alle zu verdammen.Rückert
Anrufen, sei’s der tat, nicht der es mußte leiden.Rückert
Ans Herz so fest und warm!Lenau
Ans kalte Herz, metallverbaut.Lenau
Ans Wunderloch nun tut das Auge legen,Lenau
Anschaulich macht man uns die Welt durch Ländercharten,Rückert
Ansichten, Rücksichten, Absichten waren nicht,Rückert
Ansprechend anspruchlos, lieb, weil vorlieb ich nehme,Rückert
Ansprengende Husaren.Lenau
Anstatt befriedigt. Weh dem Reichen, der so geizt!Rückert
Anstatt Bewunderung, ja Abscheu zu erwecken.Rückert
Anstatt des Sohnes auf, der Sohn läuft nebenher.Rückert
Anstatt in träger Ruh auf deinem Grund zu stocken,Rückert
Anstellen, andere geberden gar satanisch?Rückert
Anstrengung braucht, um neu die Flügel zu entfalten.Rückert
Anstrengung und Erfolg sind ungetrennt ein Paar.Rückert
Antasten kann er nicht dein eignes Herrscherthum,Rückert
Antlitz des Manns aus einem Stück gehauen.Lenau
Antlitz des Mondes am bewegten Himmel,Lenau
Antlitz eingedrückt dem grünen Schilfe.Lenau
Antwort nicht des Waldes Schweigen.Lenau
Antworten deutlicher und dunkler diese Lieder.Rückert
Antworten will zugleich in dumpfen Widerhallen.Lenau
Antworten, die sich gibt die Seel' auf Zweifelsfragen,Rückert
Anweisen wollen sie dir einen Raum und Ort,Rückert
Anweisend unter viel Gelobten deinen Platz.Rückert
Anzeigten, wie’s im ganzenLenau
Anzieh’ ichs wieder, wann ich ausgeschlafen habe.Rückert