Lyrik


Gedichtzeilen Am

Am Abend aus, das ist der Weg um auszuruhn.Rückert
Am Abend meint er zwar, daß wohlgemacht es sei,Rückert
Am Abend siehst du dann sie scheinbar untergehn,Rückert
Am Abend wählt er sich zur Rast den höchsten Baum.Rückert
Am Abend wird sie roth vor Scham daß sie erlag,Rückert
Am Abendhimmel zogenLenau
Am allerbesten bei Gedankenlosigkeit.Rückert
Am allerjüngsten hat der Meister Wohlgefallen,Rückert
Am allerwenigsten doch der Vergangenheit.Rückert
Am allerwenigsten ein Wirthshausleber seyn;Rückert
Am allerwenigsten zum Gottunangenehmen.Rückert
Am andern Ufer des Rheins,Lenau
Am Anfang find’ ich dich, und finde dich am Ende.Rückert
Am Aste traut gesellt.Lenau
Am Bau, dem fertigen, ist freilich nichts zu rücken,Rückert
Am Baum den untern Ast, weil er die Frücht’ uns gab.Rückert
Am Baum und späht.Lenau
Am besten aber, was gleich frisch ist, zu verbrauchen;Rückert
Am besten, wenn du es dem, der es braucht, gegeben.Rückert
Am blauen Himmelsbogen,Lenau
Am Boden blieb nach schnellverdampften WortenLenau
Am Boden liegen welk die Rosenblätter heut:Rückert
Am Ding, von welchem du verschiedne Kund’ einziehst,Rückert
Am Edelstein ist doch ein Fehl in einem Fall:Rückert
Am Ende fällt es doch mit allen seinen Krücken,Rückert
Am Ende Freuden selbst, warum nicht auch Beschwerden?Rückert
Am Ende fühlest du ein Glück das so entspringt,Rückert
Am Ende lernest du die ganze selbst verdienen.Rückert
Am Ende wird es dir zu einem Wagenstrange.Rückert
Am Ende wirft den Wirth zum Haus hinaus der Gast.Rückert
Am erntevollen Wagen.Lenau
Am Fels hier oben stehn,Lenau
Am fernen Kloster zähl ich alle Scheiben,Lenau
Am Festtag droben schallt der Lebenden Gebet,Rückert
Am frischen Neckarfluß?Lenau
Am furchtbar steilen Hange!Lenau
Am Fußgesträuch des Baumes blieb er hangen,Lenau
Am ganzen Netze willst du keine Masche missen;Rückert
Am Ganzen wol das Glied, doch auch am Glied das Ganze.Rückert
Am Gestade der DuranceLenau
Am Giebel tanzte wie berauschtLenau
Am Grabe der Mutter weint das Kind,Lenau
Am Grabe eines milden Königs jammern.Lenau
Am hellen Mond und jetzt unsichtbar schon entweichen;Lenau
Am Herde ruhend, wie der Hausfrau stilles Glück.Rückert
Am Himmel eilt mit dumpfem KlangeLenau
Am Himmel geht ein Weg durch Morgenabendroth.Rückert
Am Himmel nur war Leben;Lenau
Am Himmel würd’ es dort ihm keinen Eintrag thun,Rückert
Am Himmel zieht der bleiche Mond verdrossenLenau
Am Hügel strahlt der Mond, die grauen Wolken jagenLenau
Am Irdischen, und nicht an Überird'sches glaubt.Rückert
Am Jubeln seines Munds vorbeiLenau
Am kahlen Sünderkopf müßt ihr ein Löckchen lassen,Rückert
Am Kamin, die scharfe Zigarr im Munde,Lenau
Am Klippenrand der karge StrauchLenau
Am längsten bleibt der Mensch dem Menschen fremde nur.Rückert
Am letzten Weh, in Schlüft' und Höhlen sich verkriechen.Rückert
Am Licht des Tages wird zur Blüte sich entfaltenRückert
Am liebsten aber steigt auf seinem LotosglanzRückert
Am liebsten auf dem Dorf in stiller Hütten Rauch;Rückert
Am liebsten, wenn die Welt dergleichen mir versagt.Rückert
Am meisten schmerzt dich, was du noch verlieren kannst.Rückert
Am Monde tröste dich bei Glückes Unbestand,Rückert
Am Morgen gegen West, und gegen Ost am Abend;Rückert
Am Morgen zum Geschäft, zur Ruh am Abend wieder.Rückert
Am mustergültigen Verfahren sinn’ger Bienen.Rückert
Am Orte wo sie blühn, da könnten wachsen Ähren.Rückert
Am Rande leckend löscht er seiner Zunge Glut.Rückert
Am raschen WanderstabeLenau
Am Schlitten, trüb, wie schnellvergeßne Träume,Lenau
Am Schönen eben noch als es verblühen sollte.Rückert
Am Schönen uns zu freun, zu laben uns am Süßen;Rückert
Am schönsten aber soll die dritte sich entfalten:Rückert
Am schönsten beides mit einander zu verrichten.Rückert
Am schweigenden AltareLenau
Am schwersten alles ist der dunklen Erd’ am nächsten;Rückert
Am schwersten immer wird sich in der Irre fassen,Rückert
Am segenüberhäuften Donaustrande.Lenau
Am Seile selbstgewebt, sieh, wie’s hernieder schwebt,Rückert
Am selben Abende, mir ungeahnet, fern,Rückert
Am sichern Fels, im Sonnenschein,Lenau
Am Stamm, danach muß sie verschiedne Künste üben.Rückert
Am Strand den Jäger lauernd schreiten,Lenau
Am Strande neben dir ist noch für viele Stand.Rückert
Am Strande stehn die andern harrend,Lenau
Am Strauche, den die Sonne ewig flieht,Lenau
Am Strauße, den die Jugend dir gewunden,Lenau
Am Tag des Unglücks stürzt ein Fehltritt von der Brücken.Rückert
Am Tag ein schöner Glanz, Nachts eine Wunderschau.Rückert
Am Tage gestern war mein Herz im bessern Stand,Rückert
Am Tage nur die Sonn’, und Nachts der Sterne Schein.Rückert
Am Tage schreitet er mit Lust im grünen Raum,Rückert
Am Tschako jetzt trag ichLenau
Am Ufer, und im Feld die Wachtel und das Huhn;Rückert
Am Ufer? — nein! es ist von deinem BronnenLenau
Am Unglückstage wirst du desto sichrer wallen,Rückert
Am Unzugänglichen, und macht es nie zugänglich.Rückert
Am Verdeck frisch auf und nieder gehtLenau
Am warmen Herzen gehen.Lenau
Am Weg vorüber eilt, als wären's deine Träume,Rückert
Am Wege dort ein Kruzifix,Lenau
Am Weibe wird geschmäht, was an dem Mann geachtet;Rückert
Am Wintermorgen steht sie spät auf, und verdrossenRückert
Am wunden Bruder, ohn' es gierig selbst zu lecken.Rückert
Am würdigsten gesucht das Antlitz Gottes werde.Rückert
Am Zaume hält sie doch und unterm goldnen JochRückert
Ameisen hält zusamm nur der gemeine Sinn.Rückert
Ameisenreich besteht, unsterblich ist sein Sinn.Rückert
Ameisenrepublik und Bienenmonarchie.Rückert
Amselruf und FinkenschlagLenau