Lyrik


Gedichtzeilen Al

Alda verschmachten muß aller Lebend’gen Herde;Rückert
All das frohe LenzgeschickLenau
All dein Dichtertreiben find ich nichtig.«Lenau
All dein Wort ist Windesfächeln;Lenau
All deine Lust, nur laß nicht liegen mir die Leiden!Lenau
All den Braus mit deinen TönenLenau
All der Frühlingskinder.Lenau
All die Pfaffen, FürstenknechteLenau
All die sächsischen GeschwaderLenau
All die Wälder, Ström und Buchten,Lenau
All ihr frisches Geplauder, helles Schimmern.Lenau
All ihr frohen Bundsgenossen,Lenau
All ihr Herz ist Sehnen und Verlangen.Lenau
All ihr Leben, und es falleLenau
All ihre Pulse beben,Lenau
All mein Gedichtetes in höhern Stil umdichten.Rückert
All seine Götterkräfte laß erglühn,Lenau
All seine Nachbarn liebt man auf dem Dorfe bloß.Rückert
All wissen Kopfweh macht, all hören Ohrenstechen.Rückert
Allbeides ist in dir, von einem Nu getrennt.Rückert
Allbeides sei an ihm nicht unbedingt zu preisen.Rückert
Alle Bäche heraus, und plump zertretenLenau
Alle die Töne, sie klettern, sie tanzen,Lenau
Alle grünen Hoffnungsfarben.Lenau
Alle hat er sie erschlagen.Lenau
Alle ungeweihten Tatzen.Lenau
Alle Welt herein zu Gast. —Lenau
Alle Winde fliehn!Lenau
Alle Wipfel sind so stille,Lenau
Alle zusammen Eins, und jedes Eins für sich.Rückert
Alle, die schon längst im Grabe,Lenau
Alle, die sein Arm getötet,Lenau
Allein auch diese wird es nicht zum Glauben treiben;Rückert
Allein auch rauben sollst du keinem seinen Glauben.Rückert
Allein beim Glase Wein.Lenau
Allein das schwere ist genug zu haben eben.Rückert
Allein das Unglück selbst wird durch das Glück nicht heil.Rückert
Allein das Wechseln ist dem Wetter unerläßlich;Rückert
Allein dein Streben ist nicht für dein enges Zelt,Rückert
Allein der Fürstensohn hat so es ausgelegt:Rückert
Allein der höchste Streit, der über die NaturRückert
Allein der Liebe Spur, gesehn vom Blick der Liebe.Rückert
Allein der Seele hat bedurft der Leib zu leben;Rückert
Allein des Lichtes Kern bleibt deinem Blick verschlossen.Rückert
Allein die Ewigkeit ist lang genug dazu;Rückert
Allein die Kraft, die es erwarb, ist nicht verloren;Rückert
Allein die Sprach’, in der es spricht, ist nun veraltet.Rückert
Allein die Thätigkeit wirft ihn zur Thür hinaus.Rückert
Allein die Wißbegier ist seine wahre Zierde.Rückert
Allein du selber bist in Rechnung mit gebracht.Rückert
Allein es brennt am Mund, du mußt es fallen lassen.Rückert
Allein es floß sogut auf Stein und Straßenstaub,Rückert
Allein es gleicht sich aus: die andern sehen sie.Rückert
Allein es hat mein Ohr, mein Auge nicht berührt,Rückert
Allein es ist alsob der Pfeil ihm hab’ ins OhrRückert
Allein ich seh’ sie nicht, von deinem Licht geblendet,Rückert
Allein ich will dir auch nicht mein Gelerntes geben,Rückert
Allein ich wünscht’ es hier für die so nach mir kommen.Rückert
Allein im Lande wohnt’; es wäre längst indessenRückert
Allein ist, ohne daß die drei sich ihm verbanden;Rückert
Allein mit beßrer Hülf’ und leichtrer kanst du dienen:Rückert
Allein mit ihrem HarmeLenau
Allein mit Künstlerblick, mit liebesfähigem Auge,Rückert
Allein mit meinem Kruge;Lenau
Allein mit seinem Leid,Lenau
Allein nach Freiheit ringt er aus der Engigkeit,Rückert
Allein sein Name steht mit Kalidasas Ruhm;Rückert
Allein sie schlagen sich nur mit sich selbst herum,Rückert
Allein sie sind vielleicht ein Paar, sollt’ ich sie scheiden?Rückert
Allein verschweigen kann ichs weder mir noch dir:Rückert
Allein wir glaubens nicht, und glauben sonst doch gern,Rückert
Allein zu Buck und Druck konnt’ ich mich nie entschließen.Rückert
Allein zu einem Knecht ist er mir zu vollkommen.Rückert
Allein zu jener Zeit, wo seid ihr dann, ihr Beiden?Rückert
Allein zum rechten Thun hilft sie dir wenig nur:Rückert
Allein, in Gottes Hut, allein mit deinem Muth;Rückert
Aller Himmel ist umzogen,Lenau
Aller meiner Lieben,Lenau
Aller Sensen auch gedacht,Lenau
Aller Welt den Schmerz zu melden,Lenau
Alles Bedingten ruht, ist deiner Ruh Erringung;Rückert
Alles Edle hier auf Erden,Lenau
Alles Erdenleids genesenLenau
Alles grün, die Vögel sangen,Lenau
Alles hängt voll Spinneweben.Lenau
Alles hat um Mischka sich geschart,Lenau
Alles in die Arme schließen,Lenau
Alles ist gar zu viel, und gar zu wenig Nichts;Rückert
Alles Leben! — doch von wannen? —Lenau
Alles muß am Ende sinken!Lenau
Alles rauscht im vollen Reigen,Lenau
Alles schaut er klar im StrahleLenau
Alles schlafen gangen,Lenau
Alles schlummert, alles schweigt,Lenau
Alles schweigt im Walde, nur eine BieneLenau
Alles sei Allen gleich, und Jedem sein das Seine.Rückert
Alles still, einschläfernd, des dichten MoosesLenau
Alles wie ein Frühlingshauch!Lenau
Allgegenwart des Orts, Allgegenwart der Zeit!Rückert
Allgegenwärtig ist Gott in den Welten nichtRückert
Allgewärtig, ungesehen,Lenau
Allliebe sei es die zuerst das Herz erfüllt,Rückert
Allliebe zur Natur, zu jeder Kreatur,Rückert
Allmählich der Seele zu entwenden,Lenau
Allmählich dünner um die Sinne wird der FlorRückert
Allwärts rufend: »Nichts zu handeln?«!Lenau
Allzubald vorüber sind!« Lenau
Allzutrübe, allzuschwer,Lenau
Alpen! Alpen! unvergeßlich seidLenau
Alpen, o wie stärkte mich die Rast,Lenau
Als ›caput mortuum‹ die Ehre sitzen.Lenau
Als abzuthun die Welt und still in Gott zu ruhn.Rückert
Als ächter Stammfürst anerkannt von seinen Horden.Rückert
Als Alexander zog der Held ohn' HindernisRückert
Als all die Tausend niederfahren.Lenau
Als alles er vergaß, an seinen Sack gedacht;Rückert
Als am Gemeinsamen Gemeinschaft zu erlangen,Rückert
Als an das Grafenschloß die Wandrer schlugenLenau
Als andre Pflanzen, die sich frei vom Boden hoben.Rückert
Als beim Vorübergehn der Nachbar dich vernommen.Rückert
Als Bettler prüft' er sie und forderte ein Brot.Rückert
Als bis zum Untergang der Sonn' am Scheidweg stehn.Rückert
Als blinkte dein Lichtlein so ferneLenau
Als daß der Schönheitsinn sich dran erfreuen mag.Rückert
Als das englische Talergelispel schwieg.Lenau
Als das Gefolge deiner ReiseLenau
Als daß ichs im berauschten SturmesflugLenau
Als das Laub, vom WindeshauchLenau
Als daß sich Pflug und Pflug begegnen dort zum Kriege.Rückert
Als das Wetter durch die Wolkenritze,Lenau
Als daß wir von der Gass’ aufkehren unsre Blicke,Rückert
Als deiner Schöpferhand sich dies Geschöpf entwand?Rückert
Als den Herzen von Metalle.Lenau
Als denkenstarke bald und bald als glaubenfesteRückert
Als der Abend wiederkehret.Lenau
Als der auf ihr Gesicht, war meine Fahrt geschlossen.Rückert
Als der Gedanken ist, der alles ist allein.Rückert
Als der Gesinnungszwist, die Sinnzersplitterung.Rückert
Als der Lüfte sanftes Rauschen.Lenau
Als der Mensch gebrochen mit seinem Gotte,Lenau
Als der zerfließt im Morgenrot von OstenLenau
Als des Abends letzte HelleLenau
Als des Gedankens, der den Gott in dir muß nähren.Rückert
Als die allerschönste Frau;Lenau
Als die beliebte ›Werbung‹ erklungen,Lenau
Als die Beruhigung, bestanden sie zu haben.Rückert
Als die ersten Tränen auf Erden flossen,Lenau
Als die Griechen ihn geschildert!Lenau
Als die höchste Kunst von allen,Lenau
Als die Klagen ihres verwaisten Kinds.Lenau
Als die Ungarn ihre TageLenau
Als die Vöglein in den Zweigen.Lenau
Als die Wolken, die den Himmel schwärzen,Lenau
Als dieser in der Welt sich selber brauchen kann.Rückert
Als Dorf und Busch und Baum verschwandLenau
Als drin das Leben brannte,Lenau
Als du einst am KönigshofeLenau
Als du für deine Pracht, wie bist du undankbar!Rückert
Als du warst davongezogen,Lenau
Als du warst, ein holdes Kind,Lenau
Als durch die Felsen drang das Morgenlicht,Lenau
Als durch Verfinsterung die Sonn’ ihr Licht verlor.Rückert
Als Egoiste würd ich sprechen:Lenau
Als ein gedankenlos bewegter Schreibefinger.Rückert
Als ein Genius, der die ReiseLenau
Als ein Mann ihm naht behutsam,Lenau
Als ein Palast, von Gold und Siber eingelegt,Rückert
Als ein Pfeil ihm auch das zweiteLenau
Als ein rauher WettersäuglingLenau
Als ein vielerfahrner Lenker und Rater,Lenau
Als ein weicher Mutterarm.Lenau
Als ein Wildbach froher Töne;Lenau
Als ein Wort dir der Ästhetik,Lenau
Als eine leere Tafel blieb das Land,Lenau
Als eine Schönheit sich darstellt, einäugig zwar.Rückert
Als eine Wahrheit für sich selber jeder Knabe.Rückert
Als eine weinende Aja,Lenau
Als eins das andere anständig zu begraben!Rückert
Als einst der Baum, der nun in Staub verwittert,Lenau
Als einst der laute Ruf zur Schlacht erschollen,Lenau
Als er am Feuer ihn versengen sah die Schwinge:Rückert
Als er den Plan der Welt nach seinem Maß gemessen;Rückert
Als er die alte Welt in Trümmer schlug. —Lenau
Als er die Stirne Gutenbergs berührt.Lenau
Als er diesen Jüngling fallen ließ?Lenau
Als er geworden ist, im Kinde werden kann.Rückert
Als er in ihrem Nest fand eine Brut von Drachen:Rückert
Als er mich nun entließ, den Schüler und den Sohn,Rückert
Als etwas; siehst du weg, zum Nichts ist es geschwunden.Rückert
Als euer wirres Antlitz, wutverzogen.Lenau
Als eurer Zweifel RichterLenau
Als flockig ward das Lamm, ward sein Milchbruder zottig;Rückert
Als flüssigen Smaragd, als thauenden Rubin,Rückert
Als frischer Jung in diesen Bergen knallte;Lenau
Als frostbedeckt die Berg’ und Tale ruhten,Lenau
Als fühlt’ er sich gar nah verwandtLenau
Als fürchteten sie nicht, noch hofftens, alt zu werden.Rückert
Als fürs Gewürm des Grabes eine Mast;Lenau
Als Gedanke ist der Geist das Licht,Lenau
Als Gegenwart, da ist die Ewigkeit gefunden.Rückert
Als hätt ich einer Schuld mich anzuklagen.Lenau
Als hätt ich es, in süßen Nächten träumte,Lenau
Als hätt ihn hell der Windstoß angefacht.Lenau
Als hätte die Blum ihn leise genanntLenau
Als hätte die Natur Verzweiflung überkommen,Lenau
Als hätte dieses kalte Herbsteswetter,Lenau
Als hätte dürres Laub der Sturm verfegt;Lenau
Als hätte seine Seele sichLenau
Als hättest du gespeist das Fleisch von seinen Wangen.Lenau
Als hättest du sie gar vom Anfang nicht verstanden.Rückert
Als heimlich Todesglut in ihnen schon sich schürte.Rückert
Als hielte geistiges GefiederLenau
Als hinter dem ersten MenschenpaareLenau
Als hinterher die grimmen Wölfe drohten.Lenau
Als hohes Vorbild sei der Baum dir eingeprägt,Rückert
Als hört ich was von dir.Lenau
Als ich am fremden GrenzeflußLenau
Als ich das Haupt erhob, entflatterte es bang.Rückert
Als ich dich sah zum letzten Mal!Lenau
Als ich die Hand erhob, wich es zurück mit Graun.Rückert
Als ich einst am SterbebetteLenau
Als ich einst vor WettergüssenLenau
Als ich eintrat in die geheizte Stube,Lenau
Als ich erwacht, hielt meine Hand noch immerLenau
Als ich ihn sah mit leichtem Gruße nahn:Lenau
Als ich ins bleiche Antlitz ihr geschaut.Lenau
Als ich mußt auf immer von dir scheiden.Lenau
Als ich scheidend stieg zu Rosse,Lenau
Als ich von meinem Lager sprang.Lenau
Als ich zu meinem Raub zu machen sie gedachte,Rückert
Als ich zum trüben ScheidegrußLenau
Als ihm, daß er schon was er fordert hat, beweisen.Rückert
Als ihr Betrug ins Herz mir schnitt,Lenau
Als ihr leuchtender GenosseLenau
Als im Herzen tödlich bittres Hassen:Lenau
Als im schleißigen Tuch, nicht wahr?«Lenau
Als in der alten, doch auch etwas besser immer.Rückert
Als in Martigues er gelandetLenau
Als in unthätigen Genusses Selbverzehrung.Rückert
Als in verlaßne Herzen sich gebohrt;Lenau
Als je einfahren kann der Mann im Erntewagen.Rückert
Als jeder für sein Haus sich einen kleinen schnitze.Rückert
Als Kapital, das hier dir nur die Zinsen trägt.Rückert
Als Knabe schon konnt ich nicht schauenLenau
Als Knospe mir versprach ein Wunsch, ein Glück auf Erden.Rückert
Als Korn, das Wurzel schlägt, als Zweig, der Früchte trägt.Rückert
Als kühler Sommerhut wird dies Gefühl dir schatten,Rückert
Als kümmerte dich gar vom Menschen nicht das Beste,Rückert
Als läge jeder Feind so prächtig mir begraben!Rückert
Als mancher glaubt, der nun für seinen Abgott ficht.Rückert
Als Mann erzähl' ich dir, was ich gehört als Knabe.Rückert
Als Manne geht es mir, wie es mir gieng als Knaben.Rückert
Als Mastbaum in das Meer getragen,Lenau
Als mein Fuhrwerk mit müder QualLenau
Als mein Gedanke, der sich ewig wähnt?Lenau
Als meine Sehnsucht, die nach Gott sich sehnt? —Lenau
Als mich die Blicke seiner Tochter trafenLenau
Als mir im Auge quoll der TränengußLenau
Als Misgunst, durch sie wird ein König bettelhaft.Rückert
Als mit Marien er die alten MauernLenau
Als Mittel sich erweist dem höhern Zweck zu dienen.Rückert
Als Mittel such’ ich sie, die meinem Zwecke dienen,Rückert
Als Mittelpunkt, um den sich alle Himmel drehn.Rückert
Als möcht er heimlich mir entdecken,Lenau
Als möcht er mir was anvertrauen,Lenau
Als möcht er sagen gerne:Lenau
Als Mund und Ohr von mir und Welt es konnt' ertragen.Rückert
Als Mundschenk mir den reinen Rand beschmierest.Lenau
Als müßte deinen Zug entziffern jeder können.Rückert
Als nach dem Himmel jedes Blatt gezittert,Lenau
Als Nachen ist der Ruhm bereit,Lenau
Als nächtliches Geschick und blutiges Entsetzen.Rückert
Als nähm sie’s hin mit ruhigem Behagen.Lenau
Als naht’ ein Genius aus HimmelshöhnLenau
Als noch das Glück geruht in Hüttleins SchoßLenau
Als noch der Raucher drein gehaucht,Lenau
Als noch der Steuermann darin, der Nautil, lebte;Rückert
Als noch ihr Maß mit dem der Welt zusammen paßte.Rückert
Als noch im Rohr den Schuß.Lenau
Als nun der Abend Kühlung bringt,Lenau
Als nur im Übergang zum Tode von dem Leben.Rückert
Als nur mit Sternen, die die Anzeig’ oft verweigern.Rückert
Als ob die Sängerin aus EdenLenau
Als ob doch alles seiLenau
Als ob er aus Lorenzos Busen nochLenau
Als ob er plötzlich, tiefgemahnt, erschrecke,Lenau
Als ob mit seinem Fuhrwerk er die ErdeLenau
Als ob nicht jedes Lied, dem keinen Namen beiRückert
Als ob sein Geist mit mir von hinnen schwebe,Lenau
Als offenbaret selbst dir ist im Herzensgrund;Rückert
Als Opferpriester kniet der Geist an viel Altären,Rückert
Als Pan ihn hielt am Munde.Lenau
Als Puppen knüpfen sie sich auf am lichten Faden;Rückert
Als Regen, der nicht näßt, und Sonnschein der nicht wärmt.Rückert
Als regte ganz den Staat gemeinschaftlicher Rath,Rückert
Als Rhea gebar den KronidenLenau
Als riefe sie: Gib, frommer Mann,Lenau
Als sähs auf dieser Erde nichts mehr gern.Lenau
Als sänne still sie einer Freude nach,Lenau
Als Schatten sich im Hades.Lenau
Als schmelzenden Sapphir, doch immer trinkst du ihn.Rückert
Als schon der folgende für euch die Tafel schmückt.Rückert
Als schöne Braut im Schleier,Lenau
Als Schöpfer fühlt es sich und hebet hoch die Scheitel.Rückert
Als schrieben, zweifelt' ich an unsrer Liebe Mächten.Rückert
Als sei in der Natur nur Frost und Hagelschlag,Rückert
Als sei von Gottes Welt nur dieses vorzuzeigen,Rückert
Als seien beide gleich, und stets zugleich gewesen.Rückert
Als sein totes Weib dem RitterLenau
Als seyen beide so getrennt wie Mann und Weib.Rückert
Als sich blühend in der HandLenau
Als sich entfaltete darob die Blum' in Wonne,Rückert
Als sie am lauten ErlenbachLenau
Als sie auf eigne mehr dan Gottes Kraft vertrauten;Rückert
Als sie aufblickt von der Erde,Lenau
Als sie die Federkraft, die schwindende, der GliederRückert
Als sie geführt den vollen Freudenchor,Lenau
Als sie im Kindesmund den Glanz der Welten sah.Rückert
Als sie im trauten Hüttlein nochLenau
Als sie kommen auf die Heide,Lenau
Als sie mich sah und ich die Hand ihr bot;Lenau
Als sie mit Bildnertrieb und schöpferischem WitzeRückert
Als sie schuf Poesie zu Götterzeitvertreib:Rückert
Als sie selbst von Ischl eingetroffen!Lenau
Als sie sich den Kranz erstritten,Lenau
Als sie so fromm zur Kirche gingLenau
Als sie speisten ihre Nächte,Lenau
Als sie statt auszuziehn die Thierheit nur verhüllt.Rückert
Als sie treten in das düstreLenau
Als sie weiter traben beide,Lenau
Als sie wird dem Helden kund,Lenau
Als Sieger heim und bringt Weltschätze mit genug.Rückert
Als siegreich dir ein Heer von Gründen zu vernichten.Rückert
Als Sinnbild muß man es für etwas Größres fassen;Rückert
Als so gesegnet seyn, daß es dich nicht erquicke.Rückert
Als sollt ihn einmal noch der Lenz begrüßen,Lenau
Als sollt’, ein Wundermann, der Meister sie beleben.Rückert
Als sollte dir entgehn das Schönste von dem Schönen.Rückert
Als Sonn’, um die sich ein Planetenwirbel dreht.Rückert
Als Sonn' an deinem Tag, als Stern in deiner Nacht.Rückert
Als Spracherfinder sei geehrt der Schrifterfinder.Rückert
Als stehe Gottes Huld dir, als dem Sünder, näher!Rückert
Als steigest du hinab, kommt dirs zuweilen vor.Rückert
Als sterben in der Welt, die gar so dumm ist nun.Rückert
Als Steuer ist ins Meer ein andres Glied getaucht,Rückert
Als sucht’ er dort sich Trost.Lenau
Als Tempeldiener gehn hindurch die Jahreszeiten,Rückert
Als träumte wieder einmal die NaturLenau
Als trennten uns weite Welten,Lenau
Als treue Magd ins Haus des Menschen kam,Lenau
Als unerreichbar doch das, was dir fehlt, betrachten.Rückert
Als uns gebührt, und gnug, zufrieden auch zu seyn.Rückert
Als unser Nautil, der sich selber Alles ist.Rückert
Als unsere zu Staub zerstreuten Todtenbeine.Rückert
Als unterm Rasen leis’ ein Ameislöwchen sprach:Rückert
Als unveräußerlich allein der eigne Ruhm.Rückert
Als Vater preis' ich ihn der Söhne schön und gut.Rückert
Als Vogel schwinge sich dein Geist, vom Leib geschieden,Rückert
Als von der nüchternsten Betrachtung bis zum SchwungRückert
Als wahre Gegenwart die Zeit durchwährende.Rückert
Als wär er gastlich nach mir ausgezogen,Lenau
Als wär es ein prophetisch trüber Klang,Lenau
Als wär ihr letzter Laut im finstern See ertrunken.Lenau
Als wäre die Erde ein weites GrabLenau
Als wäre die Natur gejagt von einem Fluche,Lenau
Als wäre dran aus heller NachtLenau
Als wäre hier sein Opfer ihm gewiß.Lenau
Als wäre jeder Punkt ein Himmelreich.Lenau
Als wären gestorben wir beide,Lenau
Als wärs gerührt von seinem Weh,Lenau
Als was ein Wort, ein Werk von dir in Herzen schreibt.Rückert
Als was von dort war und nach dort gestrebt in dir.Rückert
Als weine stumm aus ihm die Welt,Lenau
Als weinte der Himmel mit aufs Grab,Lenau
Als wenn du Gutes stets ihm vorthust, nachzuahmen.Rückert
Als wenn ein fremdes Volk, an Glauben fremd' und Sitt',Rückert
Als wenn er einen noch Betrübteren erblickt.Rückert
Als wenn es auf die stille Heide regnet,Lenau
Als wie die Sonne rings mit tausend Stralen sieht,Rückert
Als wie ein Scheidegruß erscheint mir diese Stille,Lenau
Als wie ein schwarzer Aar, des Flügel Feuer fingen,Lenau
Als wie zu meinen Zeiten.Lenau
Als winzgen ZettelLenau
Als wir dort vorbeigewallt?Lenau
Als wir einst am Kirchhof gingen;Lenau
Als wir entronnen endlich jenen Schluchten,Lenau
Als wirkliches Gesicht betrachtet, wär’ es gräßlich.Rückert
Als wo kein Leben ist beim letzten Hauch zu sehen,Lenau
Als wohnt’ in ihm das Glück, das uns entschwand,Lenau
Als wollt am FelsgesteinLenau
Als wollt er diebisch unsrer Hütte nahnLenau
Als wollt er sich umzirkenLenau
Als wollt er trösten, ihr gelindLenau
Als wollt es trösten ihn.Lenau
Als wollte sie zur Beut’ ihm alles Leben machen.Rückert
Als wollten kühn den Himmel sie verjagen,Lenau
Als wollten sie dem Wind ein Wild entraffen,Lenau
Als wollten sie sein Lied zurückbeschwören,Lenau
Als wollten sie sich rennen heiß:Lenau
Als wollten sie sich sagen:Lenau
Als wollten zu Grabe sie tragenLenau
Als würde Gott um das, was ihm gebührt, betrogen,Rückert
Als Zaubersegen, dich mit Wunderkraft beschützen.Rückert
Als zeichnetest du selbst ihm seine Tänze vor.Rückert
Als zwei Systeme, die als solche sich bekämpfen.Rückert
Als, gibt ein Spiegel ihm verzerrt sich selbst zu sehn.Rückert
Als, Welt und ich, wir sind, doch schöner uns zu fügen.Rückert
Alsbald kommt auf den Fuß die Flut ihm nachgeflossen,Rückert
Alsbald siehst du die Flut zurück zum Quelle weichen.Rückert
Also behagt’ es dem Tyrannen nicht,Lenau
Also denkt in stillem SinnenLenau
Also der Jüngling fleht und flucht,Lenau
Also flüsternd sprach der Bote,Lenau
Also führt ich mit mir ein wirres Plaudern;Lenau
Also glühen die GedankenLenau
Also hat in scheuer DemutLenau
Also in den Winterharm,Lenau
Also mein Pfeifchen duftend glühtLenau
Also sanft die Wellen gleiten,Lenau
Also sehnt ich in der FerneLenau
Also sprach der Alte, und sie schneidenLenau
Also sprach er, wieder sinkt erLenau
Also spricht der Mischka heiterLenau
Also spricht der Rationaliste,Lenau
Also steht er unentschlossen,Lenau
Also tanzen sie Stund auf StundeLenau
Also trägt das deutsche Wort,Lenau
Also träumt er, also kämpft er,Lenau
Also urgewaltig, schnell ergreifendLenau
Also von der Ungarn WangeLenau
Also waltet in dem GasthofLenau
Also wandeln sie noch langeLenau
Also wandelt die Seele dereinst von Blume zu Blume,Lenau
Also wandelt sie einst von Welten weiter zu Welten,Lenau
Also zuckt nach starkem WeinenLenau
Alsob auf heute sei die Ankunft angesagt.Rückert
Alsob der Erde Weg er woll’ am Himmel lernen.Rückert
Alsob die Glieder schon verborgen fertig lauern,Rückert
Alsob dis Flammenspiel des Herbstes, beiderlei,Rückert
Alsob ein alter Dorn mit rauhbemoos’tem NackenRückert
Alsob erträglicher dadurch die LangeweileRückert
Alsob es gelte durch Anstreben, Kämpfen, Ringen,Rückert
Alsob es gelte hier was eignes zu erlangen,Rückert
Alsob gefallen drein ein böser Mehlthau sei.Rückert
Alsob ich älter sei als Wald und Berg und Thal.Rückert
Alsob könnt' Endliches vom Ew'gen ferne seyn!Rückert
Alsob nicht neben ihm bestehn mehr andre müsten.Rückert
Alsob nicht überall ein Gott der Götter sei.Rückert
Alsob nichts fest mehr steh' und alles ruhlos walle.Rückert
Alsob nichts Großes sei, das nicht auf Thronen säße,Rückert
Alsob nur Leben sei, wo Athem ist und Hauch!Rückert
Alsob sie seines Nahns Eilboten schon empfangen,Rückert
Alsob unmittelbar er ihn vom ersten hätte.Rückert
Alsob zum Ewigen könnt' Endliches gelangen!Rückert
Alswie am Töchterchen ein strenger Vater schaltRückert
Alswie aus einem Traum erwachtest du, geboren,Rückert
Alswie dem ersten, und der dritte siehts mit an.Rückert
Alswie der Baur im Schweiß, im Überfluß der Prasser.Rückert
Alswie der Leib; gesund ist über krank zu achten.Rückert
Alswie der Mann das Kind, liebt auch das Kind den Mann;Rückert
Alswie der Mensch, der sich so hoch fühlt auserkoren.Rückert
Alswie die Biene selbst am Ende geht ins Grab,Rückert
Alswie die Sprache, die auf einmal sie ersann,Rückert
Alswie die Wasser, die aus ihnen sich ergießen.Rückert
Alswie ein Bildner wol in jedes seiner Werke,Rückert
Alswie ein Brudervolk sich in zwei Völker spaltet,Rückert
Alswie ein Dichter rückt vom Verse fort zum Verse.Rückert
Alswie ein Erdgeschmack der Reben edlem Blut.Rückert
Alswie ein feines Ohr verletzt von falschen Tönen.Rückert
Alswie ein Hirt sein Lamm auf überblümten Heiden.Rückert
Alswie ein Kindlein tritt in diese Welt mit Klagen,Rückert
Alswie ein Liebender erklärt für eine LügeRückert
Alswie ein Schiffer, eh er auf die bittern BronnenRückert
Alswie ein Vogel fliegt, indes ein andrer flattert;Rückert
Alswie ein Vogel singt, indes ein andrer schnattert.Rückert
Alswie ein Wachender ganz aus dem Sinn nicht schlagenRückert
Alswie einander warm zwei kalte Hände reiben.Rückert
Alswie Geometrie in ihren LiniennetzenRückert
Alswie im dichten Wald von tausend SaamenkörnernRückert
Alswie von hier und dort ein Meerschiff und ein Kahn.Rückert
Alswie vor Rauchtabak nicht halten Stand die Wanzen.Rückert
Altäre festlich aufgebaut,Lenau
Alte kommen nachgeschlichen;Lenau
Alte spricht, und weint verstohlen:Lenau
Alte wirft das dritte, vierte,Lenau
Alter Tage zu gedenken.Lenau
Altvertraut sind, dünkt ihm altLenau