Capitanio, Isidoro
* 8. Sept. 1874 in Brescia
† 29. Dez. 1944 ebd.

Bühnenwerk

  • Pasqua Fiorentina, (Antonio Lega), lyrisches Drama (1934; 1998 Brescia)
    DETAILS

    1. Akt:
    Bonaccorso, der mit Dianora verheiratet ist, hat den Verdacht, dass ihn seine Frau betrügt. Er setzt den Intriganten Furla als Spion ein, der nicht genau erkennen kann, ob Aldovrando oder Benci der Geliebte Dianoras ist, oder gar beide. Bonaccorso bekommt vom Capitano del Popolo den Rat, beide gegeneinander auszuspielen.

    2. Akt:
    Bonaccorsos Schwester Lauretta liebt Benci, der sich aber inzwischen Dianora zugewendet hat, die auch mit ihm flirtet, um von ihrer wahren Liebe Aldovrando abzulenken. Bonaccorso macht Benci eifersüchtig auf Aldovrando und umgekehrt. Lauretta versucht Benci zu warnen, aber vergeblich. Aldovrando verletzt Benci schwer.

    3. Akt:
    Lauretta findet den tödlich Verwundeten, der sie um ihr Gebet bittet und stirbt. Bencis Anhänger suchen ihn; Bonaccorso sagt ihnen, dass Aldovrando ihn getötet hat und sie schwören Rache. Bonaccorso will jetzt genau wissen, wen seine Frau liebt. Als sie an Bencis Leiche steht, kann sie ihre Freude kaum unterdrücken, dass es nicht Aldovrandro ist, spielt aber ihrem Ehemann vor, dass Aldovrando sie hasst, um ihn zu retten. Aldovrando wird hergebracht, sie verflucht ihn und verlangt seinen Tod. Bonaccorso tut, als wollte er Aldovrando begnadigen, da er ja Dianoras Liebhaber getötet und ihm damit einen Dienst erwiesen hat. Als Aldovrando wegen des Verlustes von Dianoras Liebe sterben will, gesteht sie Aldovrando ihre Liebe und die List (Liebesduett). Sie träumen von ihrer gemeinsamen Flucht. Von Bonaccorso überrascht, stürzt sich Aldovrando aus dem Fenster und fällt Bencis Anhängern in die Hände; man hört seinen Todesschrei. Bonaccorso packt triumphierend die ohnmächtige Dianora, während die wahnsinnig gewordene Lauretta erscheint.

    Man muss Brescia sehr dankbar für die Aufführung dieses unbekannten Werkes sein. Auf Grund der „antiquierten“ Textierung bzw. der veralteten Ausdrucksweise wie „Consorti“ und „Commensali“ erwartet man sich ein „altes“ Werk. Die Musik, die ihre Entstehungszeit um 1938 nicht leugnen kann, überrascht dann doch sehr. Immer wieder klingt auch die Musik, dem Text entsprechend, sehr dramatisch, z. B. Laurettas „Donna che avete intelletto d`amore“ im 1. Akt. Sehr stimmungsvoll sind der Schluss des 1. Aktes mit „Evviva!“, sowie das Liebesduett zwischen Dianora und Aldovrando. Die besten Stücke sind die jeweiligen Aktschlüsse mit sehr stimmungsvollem Glockengeläute.

    Florenz zu Ostern im 14. Jahrhundert

    1998 Vittorio Parisi; Orchestra del Laboratorio di formazione Orchestrale e chorale del Teatro Marrucino di Chieti; Coro del Laboratorio di formazione Orchestrale e chorale del Teatro Marrucino di Chieti
    Aldovrando: Alberto Jelmoni
    Benci: Seung Seo Na
    Bonaccorso: Massimiliano Fichera
    Dianora: Anna Maria Chiuri
    Il Capitano: Annalia Bazzani
    Il Furla: Andrea Conchetti
    Lauretta: Se Jin Lee
    Bongiovanni GB 2241-2 (2 CD 4. + 6.12.1998, live, Brescia) (99' 16'')

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