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Abbild

Das Abbild
des -es, plur. die -er
ein im Hochdeutschen seltenes Wort für Bildniß.

Wie angenehm ist doch die Liebe!
Erregt ihr Abbild zarte Triebe;
Was wird das Urbild selber seyn:
Hall.

Ingleichen in weiterm Verstande, das was einem andern Dinge ähnlich ist.

Die Sonne quoll hervor, wie Kuh aus Güte quillt,
Sie, Gottes Abbild selbst, verließ ihr Ebenbild.
In die vor Dankbarkeit mir abgefloßne Zähre,
Withof.

In einer Urkunde Königs Johann von Böhmen von 1334 bedeutet dieses Wort so viel als ein Beyspiel: darum, daß andere Leuthe dar Abbilde nehmen.

[Adelung 1793]

Abbild, n. [-es, Pl. -er): Wiedergabe eines Bildes. Schon frühnhd. vorkommend (1515 Sallust N 6 abpild), aber erst in der neuern Dichtersprache üblicher geworden. Von abbilden, v.: frühnhd. (auch bei Luther).

[Weigand 1909]

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