D E U W O
Wortschatz -bold

-bold

Grammatik: Affix · Maskulinum; substantivisch

Wortbildung: Lügenbold · Raufbold · Saufbold · Scherzbold · Trunkenbold · Tugendbold · Witzbold

Bedeutung: bezeichnet in Bildungen mit Wörtern unterschiedlicher Wortart eine Person, die gerne und häufig etw. macht (seltener etw. ist), die durch etw. auffällt, für etw. bekannt ist

Etymologie: -bald, -bold Germ. *balþa- ‘hochfahrend, kühn’ (s. bald) wird zu einer beliebten Komponente bei der Bildung von Eigennamen wie Dietbald, Hagbald, Heribald, Sigibald, abgewandelt Humbold, Seibold. Durch häufigen Gebrauch entwickelt -bold in Personenbezeichnungen Suffixcharakter, verbunden mit einem Bestimmungswort auf substantivischer (Lügen-, Streit-, Tugend-, Witzbold) oder auf verbaler Basis (Rauf-, Sauf-, Trunkenbold). Daraus als Neubildung Bold m. ‘kleiner, lästiger Hausgeist, Wichtel’ (15. Jh.).

„bold“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, bold, abgerufen am 25.11.2022.

„-bold“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, -bold, abgerufen am 25.11.2022.


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