Dante Alighieri - La Divina Commedia

Karl Witte - Die Göttliche Komödie

Hölle – Gesang 01
Es war in unseres Lebensweges Mitte,
Als ich mich fand in einem dunklen Walde;
Denn abgeirrt war ich vom rechten Wege.

Hölle – Gesang 02
Der Tag entfloh, das abendliche Dunkel
Entnahm die Tiere, die auf Erden weilen,
Allseitig ihrer Müh; nur ich allein

Hölle – Gesang 03
Der Eingang bin ich zu der Stadt der Schmerzen,
Der Eingang bin ich zu den ew'gen Qualen,
Der Eingang bin ich zum verlor'nen Volke.

Hölle – Gesang 04
Es brach den tiefen Schlaf in meinem Haupte
Ein Donnerschlag, von dem ich jäh emporfuhr,
Gleich einem, den gewaltsam man erwecket.

Hölle – Gesang 05
So stieg ich nieder von dem ersten Kreise
Zum zweiten, der gering'ren Raum umfaßt,
Doch um so größ're Qual, die Klagen auspreßt.

Hölle – Gesang 06
Bei des Bewußtseins Rückkehr, welches Mitleid
Mit den zwei Schwägern mir genommen hatte
Und mir das Herz erfüllt mit Traurigkeit,

Hölle – Gesang 07
Pape, Satan, Pape Satan, Aleppe! -
So hub mit rauher Stimme Pluto an;
Doch, alles wohlerkennend, sprach der Weise

Hölle – Gesang 08
Fortfahrend sag' ich, daß schon eine Weile
Eh wir zum Fuß des hohen Turms gelangten,
Zu seiner Höh' sich unser Auge wandte;

Hölle – Gesang 09
Es trieb die Blässe, mit der Furcht mich malte,
Die neu entstanden, schleuniger zurück.
Als ich des Führers Umkehr sah, die seine,

Hölle – Gesang 10
So geht mein Meister auf geheimem Pfade,
Der zwischen Martern sich und Mauer hinzieht,
Und wandelnd folg' ich hinter seinen Schultern.

Hölle – Gesang 11
An eines hohen Ufers letztem Rande,
Gelangten wir zu schlimmerem Gedränge.
Den Felsen, die im Kreis gebrochen, bilden,

Hölle – Gesang 12
Es war der Ort, wo zu des Ufers Abstieg
Wir kamen, felsig und was dort zu schaun war
Von solcher Art, daß jedem Blick drob grauste.

Hölle – Gesang 13
Noch war nicht jenseits Nessus angekommen,
Als wir in ein Gebüsche uns vertieften;
In dessen Dickicht sich kein Pfad uns zeigte.

Hölle – Gesang 14
Weil mich das Mitgefühl der gleichen Heimat
Bewegte, sammelt' ich die losen Blätter
Am Fuß des matt gewordenen Strauches auf.

Hölle – Gesang 15
So trägt uns nun der eine jener Dämme,
Und so erstickend wirkt des Wassers Broden,
Daß vor der Glut er Bach und Ränder schützet.

Hölle – Gesang 16
Schon waren wir am Ort, wo man das Tosen
Des Wasserfalls, der in dem nächsten Kreise
Hinabstürzt, hörte, wie Gesumm' von Bienen.

Hölle – Gesang 17
Sieh' da das Untier mit dem spitzen Schwanze,
Das Berge übersteigt und Waff' und Wehr bricht,
Sieh' jenen, dessen Stank die ganze Welt füllt! -

Hölle – Gesang 18
Ein Ort der Hölle heißet Malebolge
Und, gleich der Felswand die ihn rings umschließet,
Ist er durchaus von Stein und eisenfarbig.

Hölle – Gesang 19
O Zaubrer Simon, o ihr schmachbeladnen
Nachfolger, die die heil'gen Dinge, welche
Der Tugend sich allein vermählen sollten,

Hölle – Gesang 20
Von neuer Strafe soll mein Lied berichten,
Dem zwanzigsten Gesange Stoff zu geben
Im ersten Liede, dem von den Versenkten.

Hölle – Gesang 21
Von Brücke so zu Brücke gehend sprachen
Wir manches, das mein Lied nicht erst berichtet.
Als wir erreicht des Bogens Höhe, standen

Hölle – Gesang 22
Aufbrechen sah ich Ritter manches Mal
Zum Sturme, oder ihre Kunst zu proben,
Zu Zeiten auch, um sich durch Flucht zu retten.

Hölle – Gesang 23
Schweigsam, allein und des Geleites ledig,
Der eine nach dem andren, gingen wir,
Wie Minoriten auf dem Wege gehn.

Hölle – Gesang 24
In jener Zeit des jungen Jahres, wo
Die Sonn' ihr Haar im Wassermanne kräftigt
Und gegen Süden schon die Nächt' entweichen,

Hölle – Gesang 25
Es reckte, als er schwieg, der Dieb die Hände
Mit durchgesteckten Daumen beid' empor
Und schrie: Dir Gott gilt die Gebärde, nimm sie!

Hölle – Gesang 26
Erfreue dich o Florenz deiner Größe,
Denn über Land und Meer schlägst du die Flügel
Und in der ganzen Höll' erklingt dein Name.

Hölle – Gesang 27
Schon wieder aufrecht stand die Flamm' und, weil sie
Nicht weiter sprach, nun ruhig, und entlassen
Vom süßen Dichter, eilte sie von hinnen,

Hölle – Gesang 28
Wer könnte, selbst in ungebundner Rede
Bei öfterem Erzählen, all' das Blut
Und all' die Wunden, die ich jetzt sah, schildern?

Hölle – Gesang 29
So trunken waren von dem vielen Volke
Und den verschiednen Wunden meine Augen,
Daß sie sich sehnten, ruhend auszuweinen.

Hölle – Gesang 30
Zur Zeit, wo Juno wegen Semele's
So sehr dem Blute der Thebaner zürnte,
Als sie zu manchen Malen es betätigt,

Hölle – Gesang 31
Dieselbe Zunge, die mich erst verwundet,
So daß sie mir die beiden Wangen färbte,
Bot heilend mir sodann die Arzenei.

Hölle – Gesang 32
Besäß ich Reime rauh und widerstrebend,
Wie sie dem grauenhaften Schlund' entsprächen,
Auf dem die andren Felsen alle lasten,

Hölle – Gesang 33
Vom grauenhaften Mahl erhob der Sünder
Den blut'gen Mund und wischt ihn an den Haaren
Des Schädels ab, den hinten er zerfleischt;

Hölle – Gesang 34
Des Höllenköniges Paniere wehen
Uns schon entgegen, sagte nun mein Meister,
Drum blicke vorwärts, ob du ihn erkennest. -

Das Fegefeuer

Fegefeuer – Gesang 01
Zeuch auf die Segel, um nun bess're Fluten,
O Schifflein meines Geistes, zu durchschneiden,
Das hinter sich so grimmes Meer zurückläßt.

Fegefeuer – Gesang 02
Schon nahte jenem Horizont die Sonne,
Des Mittagskreis in seinem höchsten Punkte
Jerusalem bedeckt, die hochgebaute,

Fegefeuer – Gesang 03
Obwohl die schnelle Flucht die andren alle
Weithin verstreute über jene Fläche
Zum Berg hin, wo Gerechtigkeit uns züchtigt,

Fegefeuer – Gesang 04
Wenn unsre Seel' in Freuden oder Schmerzen,
Die eine unsrer Kräft' in Anspruch nehmen,
Ausschließlich dieser einen Kraft sich zukehrt,

Fegefeuer – Gesang 05
Schon war von jenen Schatten ich geschieden
Und folgte weiter meines Führers Spuren,
Als einer hinter mir, gehobnen Fingers:

Fegefeuer – Gesang 06
Wenn aufgehoben wird das Würfelspiel,
Bleibt, wer verloren, ärgerlich zurück,
Bedenkt die Würf', und lernt was er versehn hat.

Fegefeuer – Gesang 07
Als jene freudig ehrenhaften Grüße
Schon drei- und viermal sich erneuet, trat
Sordell zurück und sprach: Sagt an wer seid ihr? -

Fegefeuer – Gesang 08
Gekommen war die Stunde, die die Sehnsucht
Der Schiffer weckt, die weicher macht die Herzen
Am Tag, wo sie von lieben Freunden schieden,

Fegefeuer – Gesang 09
Tithon's, des alten, Bettgenossin blinkte
In weißem Schimmer von des Ostens Söller,
Entschlüpft den Armen ihres süßen Freundes.

Fegefeuer – Gesang 10
Als innerhalb des Tors wir uns befanden,
Das selten nur gebraucht wird, weil den Irrweg
Die falsche Liebe recht erscheinen läßt,

Fegefeuer – Gesang 11
O Vater unser, der du bist im Himmel,
Nicht in Beschränkung, nein, weil größre Liebe
Du hegst zu jenen ersten Werken droben.

Fegefeuer – Gesang 12
Kaum hatte die gebenedeite Flamme
Ihr letztes Wort gesprochen, als auf's neue
Die heil'ge Mühle sich zu dreh'n begann.

Fegefeuer – Gesang 13
Zum höchsten Punkt der Treppe waren wir
Gelangt, wo in dem Berg, der die Ersteiger
Von Schuld befreit, ein zweiter Einschnitt ist.

Fegefeuer – Gesang 14
Wer ist es, der bevor der Tod ihm Flügel
Geliehen, also uns'ren Berg umkreiset
Und nach Gefall'n die Augen schließt und auftut? -

Fegefeuer – Gesang 15
Soviel als bis zum Schluß der dritten Stunde
Seit dem Beginn des Tages von der Sphäre,
Die stets nach Kindesweise spielt, zu sehn ist,

Fegefeuer – Gesang 16
Der Hölle Dunkel, oder das der Nacht
Die kein Planet erhellt und deren Himmel
Von dichtestem Gewölke ganz verhüllt ist,

Fegefeuer – Gesang 17
Erinn're Leser dich, wenn im Gebirge
Dich je ein Nebel überfiel, durch den du
Nicht anders sahst, als durch das Fell der Maulwurf,

Fegefeuer – Gesang 18
Es hatte seine Rede abgeschlossen
Der hohe Lehrer und nun blickt' er forschend
In's Auge mir, ob ich zufrieden scheine.

Fegefeuer – Gesang 19
Zur Stunde, wo des Tages Glut, bezwungen
Vom Frost der Erd' und manchmal des Saturn,
Des Mondes Kälte nicht mehr mindern kann,

Fegefeuer – Gesang 20
Schwer kämpft der Wille wider bess'ren Willen;
Deshalb zog, ungern zwar, ihm zu Gefallen
Den Schwamm ich ungesättigt aus dem Wasser.

Fegefeuer – Gesang 21
Es quälte mich der angeborne Durst,
Der nie gesättigt wird, als durch das Wasser,
Das sich die Samariterin erbat;

Fegefeuer – Gesang 22
Schon war der Engel hinter uns geblieben,
Der Engel, der uns wies zum sechsten Kreise,
Und hatt' ein Mal getilgt von meiner Stirne.

Fegefeuer – Gesang 23
Noch heftet' unverwandt ich meine Augen
Auf jenes grüne Laub, wie der zu tun pflegt,
Der seine Zeit verliert mit Vogelstellen.

Fegefeuer – Gesang 24
Das Reden hemmte nicht das Gehn, noch hemmte
Das Gehen jenes, sprechend gingen wir
Schnell wir ein Schiff bewegt von günst'gem Winde.

Fegefeuer – Gesang 25
Kein Säumen mehr gestattete die Stunde
Da schon den Mittagskreis dem Stier die Sonne,
Die Nacht dem Skorpion gelassen hatte.

Fegefeuer – Gesang 26
Als so am Rand' hin, einer nach dem andern,
Wir gingen und der Meister öfters sagte:
Sei vorsichtig und folge meinen Tritten -

Fegefeuer – Gesang 27
Wie wenn sie ihre ersten Strahlen dorthin
Entsendet, wo sein Blut vergoß ihr Schöpfer,
Indem die Wage überm Ebro steht

Fegefeuer – Gesang 28
Den dichten Gotteswald, den lebensfrischen,
Der meinem Aug' das Licht des Tages dämpfte,
Ringsum und innen zu durchspähn verlangend,

Fegefeuer – Gesang 29
Gleich einem liebentbrannten Mädchen singend
Fuhr sie nach ihren letzten Worten fort:
»Wohl denen, deren Sünden sind bedecket.«

Fegefeuer – Gesang 30
Als so des ersten Himmels Nordgestirn,
Das Aufgang nie gekannt und Niedergang,
Noch anders als durch Sünde je umwölkt ward,

Fegefeuer – Gesang 31
Der jenseit du des heil'gen Flusses weilest,
Begann fortfahrend sie ohn' alles Säumen,
Indem der Rede Spitze, deren Schneide

Fegefeuer – Gesang 32
So haftete mein Auge fest und eifrig,
Zehn Jahre langen heißen Durst zu stillen,
Daß tot die andren Sinne sämtliche schienen.

Fegefeuer – Gesang 33
In süßer Psalmodie begannen weinend
Die Frau'n: »Herr in dein Erbe sind die Heiden
Gefallen«, wechselnd ihrer drei und vier.

Das Paradies

Paradies – Gesang 01
Des Allbewegers Herrlichkeit durchdringt
Das ganze Weltall, aber sie erglänzet
An einer Stelle mehr, als an der andren.

Paradies – Gesang 02
Die hörbegierig ihr in kleinem Nachen
Bis hieher nachgefolgt seid meinem Schiffe,
Das mit Gesange seine Bahn durchmißt,

Paradies – Gesang 03
Die Sonne, die mein Herz in Lieb' entflammte,
Sie hatte mir das Antlitz schöner Wahrheit
Beweisend und verwerfend nun enthüllet.

Paradies – Gesang 04
Bevor ein freier Mann von zweien Speisen,
Die ihm gleich nah sind und gleich sehr ihn reizen,
Zum Mund die eine führte, stürb' er Hungers.

Paradies – Gesang 05
Wenn heller ich, als man auf Erden sieht,
Dir flamme in der Gut der heil'gen Liebe,
So daß ich deiner Augen Kraft besiege,

Paradies – Gesang 06
Seit Constantin des Adlers Flug, entgegen
Dem Himmelslauf, gewandt, dem mit dem Ahn er
Gefolgt war, der Lavinien freite, hatte

Paradies – Gesang 07
Bewähre Heil, o du Herr Zebaoth,
Den sel'gen Flammen dieser Königreiche,
Indem du sie bestrahlst mit deiner Klarheit! -

Paradies – Gesang 08
Es pflegte wahnbetört die Welt zu glauben,
Daß, sich im dritten Epizykel drehend,
Die schöne Göttin Cypern's Liebe strahle.

Paradies – Gesang 09
Nachdem dein Karl, anmutige Clemenza,
Mich so belehrt, erzählt' er mir den Trug,
Den künftig sein Geschlecht erfahren sollte;

Paradies – Gesang 10
Indem die unnennbare erste Kraft
Auf ihren Sohn mit jener Liebe blickte,
Die stets von einem und der andern ausgeht,

Paradies – Gesang 11
Sinnlose Sorge du der Sterblichen,
Wie sind so trügerisch all' deine Schlüsse,
Ob deren abwärts du die Flügel schlägst;

Paradies – Gesang 12
Kaum hatte die gebenedeite Flamme
Ihr letztes Wort gesprochen, als auf's neue
Die heil'ge Mühle sich zu dreh'n begann.

Paradies – Gesang 13
Es denke sich, wer was ich nun gewahrte
Recht fassen will (und während ich dann rede,
Halt' er das Bild gleich einem Felsen fest),

Paradies – Gesang 14
Vom Mittelpunkt zum Kreis, von ihm zu jenem
Bewegt in runder Schale sich das Wasser,
Wird es berührt von außen oder innen.

Paradies – Gesang 15
Geneigter Will', in welchen sich die Liebe,
Die nach dem Rechten hinstrebt, immer auflöst,
Wie die verkehrte Liebe in Begierde,

Paradies – Gesang 16
Wohl bist gering du, unsres Blutes Adel;
Doch wenn die Menschen hier sich deiner rühmen,
Wo Schwachheit unsre Neigungen bestimmt,

Paradies – Gesang 17
Wie Wahrheit über das, was gegen ihn
Gesagt war, der von Klymene verlangte,
Der noch die Väter karg den Söhnen macht,

Paradies – Gesang 18
Schon freute seines Wort's der sel'ge Spiegel
Sich nun allein, und im Geschmack des meinen
Ermäßigt' ich das Herbe mit dem Süßen.

Paradies – Gesang 19
Das schöne Bild, das die vereinten Seelen
Im freudigen Genuß befriedigte,
Erschien vor mir mit ausgespannten Flügeln,

Paradies – Gesang 20
Wenn der Planet, der Licht dem Weltall spendet,
Von unsrer Hemisphäre niedersteigt,
So daß der Tag auf allen Seiten schwindet,

Paradies – Gesang 21
Die Augen hatt' ich und zugleich die Seele
Dem Antlitz meiner Herrin zugewendet
Und sie entzogen jedem andren Ziele.

Paradies – Gesang 22
Betäubt von Staunen wandt' ich, gleich dem Kinde,
Das dort die Hilfe sucht, wo es am meisten
Vertrauen hegt, mich zu der Führerin.

Paradies – Gesang 23
So wie der Vogel, der im lieben Laube
Die Nacht hindurch, die uns verbirgt die Dinge,
Im Nest geruht hat bei den süßen Kleinen,

Paradies – Gesang 24
Genossenschaft zum hohen Abendmahle
Des Lamm's erkoren, welches so euch speist
Daß jeder eurer Wünsche stets erfüllt ist!

Paradies – Gesang 25
Geschäh' es je, daß das geweihte Lied,
An welches Hand gelegt so Erd als Himmel,
Und welches jahrelang mich hager machte,

Paradies – Gesang 26
Noch zweifelt' ich ob der erloschnen Sehkraft;
Da ging ein Hauch von jener lichten Flamme,
Die sie geblendet, aus und hieß mich lauschen.

Paradies – Gesang 27
Dem Vater, wie dem Sohn' und heil'gen Geiste,
Begann das ganze Paradies, sei Ehre! -
So daß der heiße Sang mich gar berauschte,

Paradies – Gesang 28
Der jammervollen Menschheit jetz'ges Leben
So richtend, hatte, die zum Paradiese
Den Geist erhebt, mir Wahrheit offenbart.

Paradies – Gesang 29
Wie wenn sich beide Kinder der Latona,
Von Widder und von Wage überdeckt,
Zugleich umgürten mit dem Horizonte,

Paradies – Gesang 30
Es glüht vielleicht Sechstausend Meilen weit
Von uns die Mittagsstund', und diese Welt
Senkt ihren Schatten fast zum ebnen Bette,

Paradies – Gesang 31
So zeigte denn in einer weißen Rose
Gestalt sich mir die heilige Streiterschar,
Die Christus durch sein Blut zur Braut sich machte.

Paradies – Gesang 32
Das Lehramt übernahm freiwillig dieser
Beschauer, noch versenkt in seine Wonne,
Und er begann mit diesen heil'gen Worten:

Paradies – Gesang 33
O Jungfrau Mutter, Tochter deines Sohnes,
Demütigste und höchste der Erschaffnen,
Vorherbestimmtes Ziel vom ew'gen Ratschluß.

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