Sirach 41
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29 Fundstellen

Sir 41,1OTod, wie bitter bist du, wenn an dich gedenkt ein Mensch, der gute Tage und genug hat, und ohne Sorge lebt,
Sir 41,2und dem es wohl geht in allen Dingen, und der noch wohl essen kann!
Sir 41,3O Tod, wiewohl tust du dem Dürftigen,
Sir 41,4der da schwach und alt ist, der in allen Sorgen steckt, und nichts Besseres zu hoffen noch zu erwarten hat!
Sir 41,5Fürchte den Tod nicht! Gedenke, daß es also vom Herrn geordnet ist über alles Fleisch, derer, die vor dir gewesen sind und die nach dir kommen werden.
Sir 41,6Und was weigerst du dich wider Gottes Willen, du lebest zehn, hundert oder tausend Jahre?
Sir 41,7Denn im Tode fragt man nicht, wie lange einer gelebt habe.
Sir 41,8Die Kinder der Gottlosen und die sich zu den Gottlosen gesellen, werden eitel Greuel.
Sir 41,9Das Erbgut der Kinder von Gottlosen kommt um, und ihre Nachkommen müssen verachtet sein.
Sir 41,10Die Kinder müssen klagen über den gottlosen Vater; denn um seinetwillen sind sie verachtet.
Sir 41,11Weh euch, Gottlose, die ihr des Höchsten Gesetz verlaßt!
Sir 41,12Ihr lebt oder sterbt, so seid ihr verflucht.
Sir 41,13Gleichwie alles, so aus der Erde kommt, wiederum zu Erde wird, also kommen die Gottlosen aus dem Fluch zur Verdammnis.
Sir 41,14Eines Menschen Leiden mag hier währen, solange er lebt, aber der Gottlosen Name muß vertilgt werden, denn er taugt nicht.
Sir 41,15Siehe zu, daß du einen guten Namen behaltest, der bleibt dir gewisser denn tausend große Schätze Goldes.
Sir 41,16Ein Leben, es sei wie gut es wolle, so währt es eine kleine Zeit; aber ein guter Name bleibt ewiglich.
Sir 41,17Meine Kinder, wenn's euch wohl geht, so sehet zu und bleibet in Gottesfurcht.
Sir 41,18So schämet euch nun des, das ich nennen will.
Sir 41,19Man schämt sich oft, da man sich nicht schämen sollte; und billigt oft, was man nicht billigen sollte.
Sir 41,20Es schäme sich Vater und Mutter der Hurerei; ein Fürst und Herr der Lüge;
Sir 41,21ein Richter und Rat des Unrechten; die Gemeinde und das Volk des Ungehorsams,
Sir 41,22ein Nächster und Freund, Leid zu tun, ein Nachbar des Stehlens.
Sir 41,23Schäme dich, daß du mit deinem Arm auf dem Brot über Tisch liegst.
Sir 41,24Schäme dich, daß du übel bestehst, wenn du Rechnung tun sollst, und nicht dankst, wenn man dich grüßt.
Sir 41,25Schäme dich, nach den Huren zu sehen, und dein Angesicht von deinen Blutsfreunden zu wenden.
Sir 41,26Schäme dich, Erbteil und Morgengabe zu entwenden, und eines andern Weib zu begehren.
Sir 41,27Schäme dich, eines andern Magd zu begehren, und um ihr Bett zu stehen.
Sir 41,28Schäme dich, deinem Freunde aufzurücken, und wenn du ihm etwas gibst, so verweise es ihm nicht.
Sir 41,29Schäme dich, nachzusagen alles, was du gehört hast, und zu offenbaren heimlich vertraute Rede. Also schämst du dich recht, und wirst allen Leuten lieb und wert sein.

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