Sirach 36
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28 Fundstellen

Sir 36,1Herr, allmächtiger Gott, erbarme dich unser!
Sir 36,2Und siehe darein und erschrecke alle Völker.
Sir 36,3Hebe deine Hand auf über die Fremden, daß sie deine Macht sehen.
Sir 36,4Wie du vor ihren Augen dich heilig erwiesen hast an uns, also erzeige dich herrlich an ihnen vor unsern Augen,
Sir 36,5auf daß sie erkennen, gleichwie wir erkennen, daß kein anderer Gott sei denn du, Herr.
Sir 36,6Tue neue Zeichen und neue Wunder.
Sir 36,7Erzeige deine Hand und deinen rechten Arm herrlich.
Sir 36,8Errege den Grimm und schütte Zorn aus.
Sir 36,9Reiß den Widersacher dahin und vertilge den Feind
Sir 36,10und eile damit und denke an deinen Eid, daß man deine Wundertaten preise.
Sir 36,11Der Zorn des Feuers müsse sie verzehren, die so sicher leben; und die deinem Volk Leid tun, müssen umkommen.
Sir 36,12Zerschmettere den Kopf der Fürsten, die uns feind sind und sagen: »Wir sind's allein.«
Sir 36,13Versammle alle Stämme Jakobs und laß sie dein Erbe sein wie von Anfang.
Sir 36,14Erbarme dich deines Volks, das von dir den Namen hat, und des Israel, den du nennst deinen ersten Sohn.
Sir 36,15Erbarme dich der Stadt Jerusalem, da dein Heiligtum ist und da du wohnest.
Sir 36,16Richte Zion wieder an, daß daselbst dein Wort wieder aufgehe, daß deine Ehre im Volk groß werde.
Sir 36,17Erzeige dich gegen die, so von Anfang dein Eigentum gewesen sind; und erfülle die Weissagungen, die in deinem Namen verkündigt sind.
Sir 36,18Vergilt denen, so auf dich harren, daß deine Propheten wahrhaftig erfunden werden.
Sir 36,19Erhöre, Herr, das Gebet derer, die dich anrufen, nach dem Segen Aarons über dein Volk; auf daß alle, so auf Erden wohnen, erkennen, daß du, Herr, der ewige Gott bist.
Sir 36,20Der Bauch nimmt allerlei Speise zu sich; doch ist eine Speise besser denn die andere.
Sir 36,21Wie die Zunge das Wildbret kostet, also merkt ein verständig Herz die falschen Worte.
Sir 36,22Ein tückischer Mensch kann einen in ein Unglück bringen, aber ein erfahrener weiß sich davor zu hüten.
Sir 36,23Ein Weib wird jeden Mann annehmen; aber unter den Töchtern nimmt man die eine lieber denn die andere.
Sir 36,24Eine schöne Frau erfreut ihren Mann, und ein Mann hat nichts Lieberes.
Sir 36,25Wo sie dazu freundlich und fromm ist, so findet man des Mannes gleichen nicht.
Sir 36,26Wer eine Hausfrau hat, der bringt sein Gut empor, und er hat eine treue Gehilfin und eine Säule, der er sich trösten kann.
Sir 36,27Wo kein Zaun ist, wird das Gut verwüstet, und wo keine Hausfrau ist, da geht's dem Hauswirt, als ginge er in der Irre.
Sir 36,28Wie man nicht vertraut einem Straßenräuber, der von einer Stadt in die andere schleicht, also traut man auch nicht einem Mann, der kein Nest hat und einkehren muß, wo er des Abends hin kommt.

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