Sirach 26
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27 Fundstellen

Sir 26,1Wohl dem, der ein tugendsam Weib hat! Der lebt noch einmal so lange.
Sir 26,2Ein häuslich Weib ist ihrem Manne eine Freude, und macht ihm ein fein ruhig Leben.
Sir 26,3Ein tugendsam Weib ist eine edle Gabe, und wird dem gegeben, der Gott fürchtet.
Sir 26,4Er sei reich oder arm, so ist's ihm ein Trost, und macht ihn allezeit fröhlich.
Sir 26,5Drei Dinge sind schrecklich, und das vierte ist greulich:
Sir 26,6Verräterei, Aufruhr, Afterreden;
Sir 26,7welche alle ärger sind denn der Tod.
Sir 26,8Das ist aber das Herzeleid, wenn ein Weib wider das andere eifert, und schändet sie bei jedermann.
Sir 26,9Wenn einer ein böses Weib hat, so ist's eben als ein ungleiches Paar Ochsen, die nebeneinander ziehen sollen. Wer sie kriegt, der kriegt einen Skorpion.
Sir 26,11Ein trunkenes Weib ist eine große Plage, denn sie kann ihre Schande nicht decken.
Sir 26,12Ein hurerisch Weib kennt man an ihrem unzüchtigen Gesicht und an ihren Augen.
Sir 26,13Ist deine Tochter nicht schamhaft, so halte sie hart, auf daß sie nicht ihren Mutwillen treibe, wenn sie so frei ist.
Sir 26,14Wenn du merkst, daß sie frech um sich sieht, so siehe dich wohl vor; wo nicht, und sie sündigt wider dich, so laß dich's auch nicht wundern.
Sir 26,15Wie ein Fußgänger, der durstig ist, lechzet sie, und trinkt das nächste Wasser, das sie kriegt, und setzt sich wo sie einen Stock findet, und nimmt an, was ihr werden kann.
Sir 26,16Ein freundlich Weib erfreut ihren Mann, und wenn sie vernünftig mit ihm umgeht, erfrischt sie ihm sein Herz.
Sir 26,17Ein Weib, das schweigen kann, das ist eine Gabe Gottes.
Sir 26,18Ein wohlgezogen Weib ist nicht zu bezahlen.
Sir 26,19Es ist nichts Lieberes auf Erden denn ein züchtig Weib
Sir 26,20und ist nichts Köstlicheres denn ein keusches Weib.
Sir 26,21Wie die Sonne, wenn sie aufgegangen ist, an dem hohen Himmel des Herrn eine Zierde ist, also ist ein tugendsam Weib eine Zierde in ihrem Hause.
Sir 26,22Ein schönes Weib, das fromm bleibt, ist wie die helle Lampe auf dem heiligen Leuchter.
Sir 26,23Ein Weib, das ein beständiges Gemüt hat,
Sir 26,24ist wie die goldenen Säulen auf den silbernen Füßen.
Sir 26,25Zwei Stücke sind, die mich verdrießen, und das dritte erregt mir Zorn:
Sir 26,26wenn man einen streitbaren Mann zuletzt Armut leiden läßt, und die weisen Räte zuletzt verachtet,
Sir 26,27und wer von der Gerechtigkeit abfällt zur Sünde; diesen hat Gott zum Schwert verdammt.
Sir 26,28Ein Kaufmann kann sich schwer hüten vor Unrecht und ein Krämer vor Sünden.

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