Sirach 23
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37 Fundstellen

Sir 23,1Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens, laß mich nicht unter die Lästerer geraten und laß mich nicht unter ihnen verderben!
Sir 23,2O, daß ich meine Gedanken könnte im Zaum halten, und mein Herz mit Gottes Wort züchtigen, und ich mein nicht schonte, wo ich fehlte,
Sir 23,3auf daß ich nicht Sünden anrichtete, und großen Irrtum stiftete, und viel Übles beginge, damit ich nicht untergehen müßte vor meinen Feinden, und ihnen zum Spott würde!
Sir 23,4Herr, Gott, Vater und Herr meines Lebens,
Sir 23,5behüte mich vor unzüchtigem Gesicht und wende von mir alle bösen Lüste!
Sir 23,6Laß mich nicht in Schlemmen und Unkeuschheit geraten und behüte mich vor unverschämtem Herzen!
Sir 23,7Liebe Kinder, lernet das Maul halten; denn wer es hält, der wird sich mit Worten nicht vergreifen,
Sir 23,8Wie die Gottlosen darin gefangen werden, und die Lästerer und Stolzen dadurch fallen.
Sir 23,9Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören, und Gottes Namen zu führen.
Sir 23,10Denn gleichwie ein Knecht, der oft gestäupt wird, nicht ohne Striemen ist,
Sir 23,11also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwört, und Gottes Namen führt.
Sir 23,12Wer oft schwört, der sündigt oft, und die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben.
Sir 23,13Schwört er, und versteht's nicht, so sündigt er gleichwohl; versteht er's, und verachtet's, so sündigt er zwiefältig;
Sir 23,14schwört er aber falsch, so wird er nicht losgesprochen; sein Haus wird hart gestraft werden.
Sir 23,15Es ist auch ein tödlicher Fluch; davor behüte Gott das Haus Jakob!
Sir 23,16Und die Gottesfürchtigen fliehen solches, und besudeln sich nicht mit dieser Sünde.
Sir 23,17Gewöhne deinen Mund nicht zu leichtfertigen und unreinen Reden, denn solche sind sündlich.
Sir 23,18Vergiß nicht deines Vaters und deiner Mutter, wenn du unter Herren sitzest;
Sir 23,19vergiß ihrer nicht vor ihnen, daß du nicht gewohnt werdest der Torheit, und zuletzt wollest, du wärest nie geboren, und verfluchest den Tag deiner Geburt.
Sir 23,20Wer sich gewöhnt zu schmähen, der bessert sich seine Lebtage nicht.
Sir 23,21Zweierlei Art macht der Sünden viel, die dritte bringt Strafe über sich;
Sir 23,22wer in der Brunst steckt, der ist wie ein brennend Feuer, und hört nicht auf, bis er sich selbst verbrenne.
Sir 23,23Ein unkeuscher Mensch hat keine Ruhe an seinem Leibe, bis er ein Feuer anzünde.
Sir 23,24Einem unkeuschen Menschen ist alle Speise süß, und er läßt nicht ab, bis er ein Ende nimmt.
Sir 23,25Ein Mann, der seine Ehe bricht, und denkt bei sich selbst: »Wer sieht mich?
Sir 23,26Es ist finster um mich, und die Wände verbergen mich, daß mich niemand sieht; wen soll ich scheuen? Der Allerhöchste achtet meiner Sünden nicht" -
Sir 23,27solcher scheut allein der Menschen Augen,
Sir 23,28und denkt nicht, daß die Augen des Herrn vieltausendmal heller sind denn die Sonne, und sehen alles, was die Menschen tun, und schauen auch in die heimlichen Winkel;
Sir 23,29alle Dinge sind ihm bekannt, ehe sie geschaffen werden, ebensowohl, als wenn sie geschaffen sind.
Sir 23,30Derselbe Mann wird öffentlich in der Stadt gestraft werden,
Sir 23,31und wird erhascht werden, wenn er sich's am wenigsten versieht.
Sir 23,32Also wird's auch gehen dem Weibe, die ihren Mann verläßt, und einen Erben von einem andern kriegt.
Sir 23,33Erstlich ist sie dem Gebot Gottes ungehorsam; zum andern sündigt sie wider ihren Mann; zum dritten bringt sie durch ihren Ehebruch Kinder von einem andern.
Sir 23,34Eine solche wird man aus der Gemeinde werfen, und ihre Kinder müssen's entgelten.
Sir 23,35Ihre Kinder werden nicht wurzeln, und ihre Zweige werden nicht Frucht bringen.
Sir 23,36Sie läßt ein verfluchtes Gedächtnis hinter sich, und ihre Schande wird nimmermehr vertilgt.
Sir 23,37Daran lernen die Nachkommen, daß nichts besser sei, denn Gott fürchten, und nichts süßer, denn auf Gottes Gebote achten.

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