Sirach 19
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26 Fundstellen

Sir 19,1Ein Arbeiter, der sich gern vollsäuft, der wird nicht reich; und wer ein Geringes nicht zu Rat hält, der nimmt für und für ab.
Sir 19,2Wein und Weiber betören die Weisen;
Sir 19,3und die sich an Huren hängen, werden wild, und kriegen Motten und Würmer zu Lohn und verdorren, den andern zum merklichen Beispiel.
Sir 19,4Wer bald glaubt, der ist leichtfertig, und tut sich, wenn er sich so verführen läßt, selbst Schaden.
Sir 19,5Wer sich freut, daß er Schalkheit treiben kann, der wird verachtet; wer aber solche unnütze Schwätzer haßt, der verhütet Schaden.
Sir 19,6Hörst du was Böses, das sage nicht nach; denn Schweigen schadet dir nicht.
Sir 19,7Du sollst's weder Freund noch Feind sagen; und offenbare es nicht, wo du es ohne böses Gewissen verschweigen kannst.
Sir 19,9Denn man hört dir wohl zu und merkt darauf; aber man haßt dich gleichwohl.
Sir 19,10Hast du etwas gehört, laß es mit dir sterben, so hast du ein ruhig Gewissen; denn du wirst ja nicht davon bersten.
Sir 19,11Aber ein Narr bricht heraus, wie ein zeitiges Kind heraus will.
Sir 19,12Wenn ein Wort im Narren steckt, so ist's eben, als wenn ein Pfeil in der Hüfte steckt.
Sir 19,13Sprich deinen Nächsten darum an, vielleicht hat er's nicht getan; oder hat er's getan, daß er's nicht mehr tue.
Sir 19,14Sprich deinen Nächsten darum an, vielleicht hat er's nicht geredet; hat er's aber geredet, daß er's nicht mehr tue.
Sir 19,15Sprich deinen Freund darum an, denn man lügt gern auf die Leute; darum glaube nicht alles, was du hörst.
Sir 19,16Es entfährt oft einem ein Wort, und er meint's doch nicht also; denn wer ist, dem nicht zuweilen ein Wort entfährt?
Sir 19,17Sprich deinen Nächsten darum an, ehe du mit ihm zankst, und denke an Gottes Gebot.
Sir 19,18Denn die Furcht Gottes macht weislich tun in allen Sachen, und Gottes Gebot lehrt klüglich fahren in allem Handel.
Sir 19,19Arglistigkeit ist nicht Weisheit, und der Gottlosen Tücken sind keine Klugheit;
Sir 19,20sondern es ist eine Bosheit und Abgötterei und eitel Torheit und Unweisheit.
Sir 19,21Es ist besser geringe Klugheit mit Gottesfurcht denn große Klugheit mit Gottesverachtung.
Sir 19,22Es ist mancher scharfsinnig, aber ein Schalk, und kann die Sache drehen, wie er's haben will.
Sir 19,23Derselbe Schalk kann den Kopf hängen und ernst sehen, und es ist doch eitel Betrug.
Sir 19,24Er schlägt die Augen nieder, und horcht mit Schalksohren, und wo du nicht acht auf ihn hast, so wird er dich übereilen.
Sir 19,25Und ob er zu schwach ist, dir Schaden zu tun, so wird er dich doch, wenn er seine Zeit sieht, berücken.
Sir 19,26Man sieht's einem wohl an, was er für ein Mann ist, und einen Vernünftigen merkt man an seinen Gebärden.
Sir 19,27Denn eines Mannes Kleidung, Lachen und Gang zeigen, was an ihm ist.

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