o p e r o n e

Alpaerts, Flor
* 12. Sept. 1876 in Antwerpen
† 5. Okt. 1954 ebd.

Bühnenwerk

  • Shylock (Hubert Melis, nach Shakespeare), Oper (1910-1913; 1913 Antwerpen, Koninklijke Vlaamse Opera)
  • Alpaerts stud. 1885-1901 an der Vlaamse Muziekschool, dem späteren VIaams Conservatorium, seines Geburtsortes bei J. Colijns (V.), Jan Blockx (Harmonielehre und Kompos.) und J. Tilborghs (Kp. und Fuge). Noch während dieser Zeit debütierte er als Orch.-Geiger. 1903 wurde er Doz. für Allgemeine Musiklehre am Kon. Vlaams Conservatorium. 1919 trat er die Nachf. von E. Keurvel als Dgt. der von der Koninklijke Maatschappij voor Dierkunde veranstalteten Konzerte an und wurde außerdem künstlerischer Leiter der Peter Benoit-Stiftung in Antwerpen. 1924 bekam er den Lehrauftrag für Kp. und Fuge am kgl. Vlaams Conservatorium, bis er 1933 zum Dir. dieses Instituts ernannt wurde (bis 1941). Die kgl. Akad. von Belgien wählte ihn 1946 zum Mitglied.

    In Flor Alpaerts, dem Schüler von J. Blockx und Bewunderer von Peter Benoit, ist dasjenige, was zur flämischen romant. Eigenart gehört, lebendig geblieben: eine offene, singende Lyrik und eine Liebe zum sinnlichen Farbenreichtum. Dank einer besonderen Gewandtheit in der Instrumentierung und dank einem angeborenen Sinn für formales Gleichgewicht gelang es ihm, Werke von bleibendem Wert zu schaffen, malerische, leicht impressionistisch gefärbte Stimmungsbilder, wie z.B. die bunte Pallieter-Musik nach dem lebensfreudigen Roman von F. Timmermans oder die suggestive James Ensor-Suite, die aus schärferen, modernen Klangmitteln aufgebaut ist. Seine StrQu. und sein V.-Konzert, ohne programmatischen Charakter, haben durch ihren geläuterten Satz und ihre expressive Überzeugungskraft eine eindrucksvolle Wirkung.