Weisheiten 579

Der Mensch ist das Köstlichste und Kostbarste auf Erden; daher darf auch nicht das winzigste Stäubchen von ihm verlorengehen.
Martin Andersen Nexö (1869-1954), Erinnerungen

Der Mensch ist das Raubtier mit den Händen.
Oswald Spengler

Der Mensch ist das Wesen, das dazu verurteilt ist, Notwendigkeit in Freiheit umzusetzen.
Ortega y Gasset, Aufstand der Massen

Der Mensch ist das zu sich selbst und damit gegen sich selbst stellungnehmende Wesen, und er ringt ein spezifisches Verhalten nach außen einem anderen, gleichmöglichen, in sich selbst ab.

Der Mensch ist dazu gemacht, außer sich zu leben, ehe er in sich selbst zurückkehrt.
Christian Garve, Über Gesellschaft und Einsamkeit

Der Mensch ist dazu verurteilt, Dichter seines Romans zu sein.
José Ortega y Gasset

Der Mensch ist dem Irren unterworfen, und wie er in einer Folge, wie er anhaltend irrt, so wird er sogleich falsch gegen sich und gegen andere, dieser Irrtum mag in Meinungen oder in Neigungen bestehen.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 6. Abt. - Newtons Persönlichkeit

Der Mensch ist dem Menschen das Interessanteste und sollte ihn vielleicht ganz allein interessieren. Alles andere, was uns umgibt, ist entweder nur Element, in dem wir leben, oder Werkzeug, dessen wir uns bedienen.
Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre

Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.
la] Homo homini lupus.

Der Mensch ist dem Menschen nötig.
Türkei

Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch der Mittelpunkt der Religion, der Mensch das Ende der Religion.
Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums

Der Mensch ist der Bogen, der Gedanke - der Pfeil und die Rechtschaffenheit - das Ziel.

Der Mensch ist der einzige Fehler der Natur.
England

Der Mensch ist der größten Werke alsdann fähig, wenn seine Geisteskräfte schon wieder abnehmen...
Georg Christoph Lichtenberg, Aphorismen

Der Mensch ist der höchste Gegenstand der schönheitbildenden Kunst.
Forster, Die Kunst und das Zeitalter

Der Mensch ist der Sklave der Wohltat.
i] Jede empfangene Wohltat macht uns mehr oder weniger von dem Wohltäter abhängig; und das Gefühl dieser Abhängigkeit ist immer ein drückendes.

Der Mensch ist der Spiegel des Menschen.
Türkei

Der Mensch ist des Menschen erster und vorzüglichster Lehrer.
Herder, Vorrede zu den Palmblättern

Der Mensch ist des Menschen Verderben.

Der Mensch ist des Menschen Wolf.

Der Mensch ist des Todes Kind.
Estland

Der Mensch ist die Achse der Welt.
Maxim Gorki (1868-1936), Anton Tschechow

Der Mensch ist die Arznei des Menschen. Nigeria

Der Mensch ist die Arznei des Menschen.
Nigeria

Der Mensch ist die Dornenkrone der Schöpfung.
Stanislaw Jerzy Lec

Der Mensch ist die ideale Gottvorstellung des Hundes.
Holbrook Jackson (1874 - 1948)

Der Mensch ist die Krone der Schöpfung - aber wer sagt das? Der Mensch.
Frankreich

Der Mensch ist die Krönung der zehntausend Wesen.

Der Mensch ist die Medizin des Menschen.

Der Mensch ist die Vereinigung zweier Prinzipien: des animalischen, körperlichen und des vernünftigen, geistigen. Die Bewegung des Lebens vollzieht sich im animalischen Wesen... das vernünftige, geistige Wesen gibt dieser Bewegung die Richtung.
L. Tolstoi, an M. L. Tolstoi, 16. -19. 10. 1895

Der Mensch ist doch wie ein Nachtgänger, er steigt die gefährlichsten Kanten im Schlafe.
Goethe, An Charlotte v.Stein, 7.11.1780

Der Mensch ist durch seine Gewinnsucht verflucht. Unsere Arbeit ist mit goldenen Ketten an Hunger und Wucher, an Lüge und Ungerechtigkeit geschmiedet. Die Sünde unserer Versklavung ist die Furcht vor dem goldenen Kalb.
Gladkow, Der Schnee schmilzt

Der Mensch ist durch seine Natur und durch die Natur der Dinge zu verschiedenen Schicksalen bestimmt, Lust und Schmerz, Glück und Unglück in ihren höchsten Graden sind ihm gleich entfernt und gleich nah. Von dem Übel, von dem Guten ist ihm, wenn ich es so nennen darf, eine Vorahndung gegeben, die zugleich innigst mit der Kraft verbunden ist, die Bürden des Lebens auf sich zu nehmen und zu tragen.
Goethe, Theatralische Sendung II,5

Der Mensch ist durch seinen Willen sehend, aber auch durch seinen Willen blind. Er ist durch seinen Willen frei und durch seinen Willen ein Sklav. Er ist durch seinen Willen redlich und durch seinen Willen ein Schurke.
Pestalozzi, Entwicklung des Menschengeschlechtes

Der Mensch ist egoistisch, aber haut, schießt, sticht seinesgleichen...
Büchner, Paralipomena: Woyzeck

Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.

Der Mensch ist ein anbetendes Tier.
Charles Baudelaire (1821-1867), Tagebücher

Der Mensch ist ein beschränktes Wesen, unsere Beschränkung zu überdenken, ist der Sonntag gewidmet.
Goethe, Wanderjahre I,7

Der Mensch ist ein Bettler: die Kappen hat er vom Marder, den Pelz vom Fuchsen, den Rock vom Lämmel, das Hemd vom Flachs der Erden, die Strümpff vom Seidenwurm, die Schuh vom Ochsen; soll er alles heimbgeben, so würd er da stehen, wie eine gerupffte Gans.

Der Mensch ist ein Blatt vom Baum, das schon niederfällt, wenn's aufgegangen kaum.

Der Mensch ist ein Buch, welches zu Leipzig geschrieben, zu Schweinfurt gedruckt, zu Ach (Aachen) eingebunden, zu Costnitz feil, zu Lusswitz zu erfragen.

Der Mensch ist ein einfaches Wesen. Und wie reich, mannigfaltig und unergründlich er auch sein mag, so ist doch der Kreis seiner Zustände bald durchlaufen.
Goethe, Eckermann, 1.5.1825

Der Mensch ist ein Fangball des Schicksals.
la] Pilas quasi dii habent homines. Plautus

Der Mensch ist ein Feld, auf dem alles wachsen kann.

Der Mensch ist ein Fischer, der in trübem Wasser fischen muss; wenn er vermeint, er hab weiß was, so hat er einen Krebs oder gar nichts.

Der Mensch ist ein geborenes Kind, seine höchste Gabe ist die Gabe des Wachsens.
Rabindranath Tagore

Der Mensch ist ein Gebräu aus einem Quentel Witz und einem Zentner Narretei.
z] Torheit ein Zentner oder mehr, und Leidenschaften meist nicht minder, Weisheit ein Quentchen ungefähr das ist der Mensch, ihr lieben Kinder.

Der Mensch ist ein Geschöpf, das nicht vom Brot allein lebt, sondern hauptsächlich von Schlagworten.
Robert Louis Stevenson

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
z] Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht und die Gewohnheit nennt er seine Amme. Schiller, Wallensteins Tod
i] Schopenhauer nennt den 'gewöhnlichen Menschen Fabrikware der Natur: Der Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Tier das wir bloß im Zustande der Bändigung und Zähmung, welche Civilisation heißt, kennen. Nach Kant ist der Mensch ein Tier, das einen Herrn braucht. Nach Schopenhauer ist er 'ein entlassener Sträfling Gottes'. Nach Plinius d.A. ist der Mensch ein Tier, welches weint, und bestimmt, die übrigen zu beherrschen. Ein Franzose gab die Erklärung: Der Mensch ist ein Tier, das kocht. So wird nach verschiedenen Standpunkten verschieden aufgefasst und erklärt. Für den Philosophen ist er das Potenzlose als Individuum. Der Chemiker erblickt im Menschen eine Verbindung von 1/4 solider Masse, hauptsächlich Kohlenstoff und Nitrogen, mit 3/4 Wasser. Er bringt einen Menschen von 140 Pfund unter die hydraulische Presse und findet, dass er nichts ist als etwa 35 Pfund Kohlen- und Stickstoff mit 5 Eimer Wasser verdünnt.
fr] L'homme est vng arbre renuerse.
la] Homo arbor praepostera.

Der Mensch ist ein halber Prophet.
Jüdisch

Der Mensch ist ein hohes Wunder im chaotischen Dunkel der unerforschten Natur. In einem ewigen Wechsel tötet er sein Glück durch den Anspruch an sein Recht, durch den Anspruch an sein Glück. So geht er elend und rechtlos dahin und trägt die Schuld seiner Erschöpfung in sich selber.
Pestalozzi, Entwicklung des Menschengeschlechtes

Der Mensch ist ein lachendes Lebewesen.

Der Mensch ist ein lebender, Reichtum aber ein toter Schatz.

Der Mensch ist ein Lümmel, wenn er nicht ist wie der Himmel.
z] Gleich wie der Himmel in steter Bewegung ist, so soll der Mensch sein.

Der Mensch ist ein Madensack.

Der Mensch ist ein materielles Geschöpf, träge im Denken, schwerfällig im Erkennen der Zusammenhänge.
Stevenson, Die tollen Männer

Der Mensch ist ein mittelmäßiger Egoist, auch der Klügste nimmt seine Gewohnheit wichtiger als seinen Vorteil.
Nietzsche, Wille zur Macht

Der Mensch ist ein nachahmendes Geschöpf,
Und wer der Vorderste ist, führt die Herde.
Schiller, Wallensteins Tod, III, 4 (Wallenstein)

Der Mensch ist ein Ort des Vergessens.

Der Mensch ist ein Pferd, das sich selbst anspornt.
Fliegende Blätter

Der Mensch ist ein politisches Geschöpf, das am liebsten zu Klumpen geballt sein Leben verbringt. Jeder Klumpen hasst die anderen Klumpen, weil sie die anderen sind, und hasst die eignen, weil sie die eignen sind. Den letzteren Haß nennt man Patriotismus.
Tucholsky

Der Mensch ist ein politisches Wesen und zum Zusammenleben mit anderen geschaffen.
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Der Mensch ist ein Reichtum.

Der Mensch ist ein Schlägl, Fabl und ein Grass, ein Blum, Heu und Wasserblass, ein Aschen, wie ein Glass zerbricht, ein Punkt, Schall, Wind und schwaches Licht.

Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch, - ein Seil über einem Abgrunde.
Nietzsche, Zarathustra

Der Mensch ist ein Sklave seines Wohltäters.
Iran

Der Mensch ist ein Spinnwebennest, wenn eine Fliege drein fallt, so bleibt sie hangen.
z] Künstlich, aber ein schlechtes Fundament, welches bald zu grunde geht. Die Spinne frisst den Faden wiederumb, also verzehrt sich der Mensch selber.

Der Mensch ist ein Spital oder Badstuben, wo man nichts als Klagen, Seuffzen, Jammern höret.

Der Mensch ist ein Stück Fleisch: drück es hart und es wird steif, drück es sanft und es wird locker.
Libanon

Der Mensch ist ein tapferes Tier. Die Scheußlichkeiten, übermenschlichen Qualen, untermenschlichen Todesarten des Krieges sind ihm kein Einwand gegen das Opfer seiner eigenen Existenz...
Arnold Zweig, Kriegsroman

Der Mensch ist ein Tier, das Geschäfte macht, kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.
Adam Smith

Der Mensch ist ein Trödelmarkt.
z] Da findt man allerlei Waren; Leder, Leder, aber nur Elend-Leder; Flecke, aber nur Schandflecke; Samen, aber nur Forcht-Samen; Kreiden, aber nur Haus-Kreiden; Häut, aber nur Bären-Haut; Hafner-Arbeit, aber nur Krüg; Drexler-Arbeit, aber lauter Knöpff; Glaser-Arbeit, aber lauter Angster; Kartenmacher-Arbeit, aber lauter Säu.

Der Mensch ist ein Tummelplatz: die Empfängnus ist Sämerey, die Geburt Keyerey, das Leben Phantasey, die Kunst Tändlerey, dein Reichthumb Poßerey, dein Wandel Fresserey, dein Freud Vopperey und du bist ein Narrethey.

Der Mensch ist ein überwiegend schöpferisches Lebewesen, das dazu verurteilt ist, bewußt nach einem Ziel zu streben und sich mit der Wegebaukunst zu beschäftigen, das heißt, lebenslänglich und ohne Unterlaß sich einen Weg anzulegen, ganz gleich, wohin.
Dostojewski, Aufzeichnungen aus dem Untergrund

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, das immer dann die Ruhe verliert, wenn von ihm verlangt wird dass er nach Vernunftgesetzen handeln soll.
Oscar Wilde

Der Mensch ist ein wahrer Narziß, er bespiegelt sich überall gern selbst, er legt sich als Folie der ganzen Welt unter.
Goethe, Wahlverwandtschaften

Der Mensch ist ein Wesen, dessen Schöpfung nur ein halber Erfolg war. Er ist nur ein Entwurf von etwas. Ein Adler war gedacht: die Federn und Flügel waren bereits skizziert, aber die ganze Form wurde nicht vollendet.
Gottfried Benn

Der Mensch ist eine Brücke; Gutes und Schlechtes geht darüber.

Der Mensch ist eine Episode, ein Augenblick im Weltschicksal.
Oswald Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

Der Mensch ist eine in der Knechtschaft seiner Organe lebende Intelligenz.
Aldous Huxley

Der Mensch ist eine kleine Welt.
dä] Mennesket er den lille verden; et kort begreb af alt.
ho] De mensch is eene kleine wereld.

Der Mensch ist eine lebende Leiche.
Russland

Der Mensch ist eine Maschine, in die wir Nahrung stecken und die Gedanken erzeugt.
England

Der Mensch ist eine nutzlose Leidenschaft.
Jean-Paul Sartre

Der Mensch ist eine seltsame und interessante Erfindung.
Mark Twain, Die Lehren angewendet

Der Mensch ist eine Sonne, seine Sinne sind seine (o. kleine) Planeten.
Novalis, Fragmente

Der Mensch ist eine Synthese des Seelischen und des Leiblichen. Aber eine Synthese ist nicht denkbar, wenn die zwei nicht in einem Dritten vereinigt werden. Dieses Dritte ist der Geist.
Søren Kierkegaard, Der Begriff Angst

Der Mensch ist eine Trommel, Kopf und Herz sind die Schlägel; wenn's klingen soll, müssen beide sich rühren.

Der Mensch ist eine wandelnde Leiche.
Russland

Der Mensch ist eine Wasserblase.
i] Sobald er geboren wird, fängt er an zu sterben. Hinfällig, vergänglich; sein Stolz auf äußeren Glanz und Schönheit wird in einem Augenblick mit aller seiner leiblichen Herrlichkeit zunichte. Das Wort wird dem deutschen Geschichtschreiber Joh. Aventinus zugeschrieben. Abraham a Sankta Clara (Juda der Erzschelm) schildert die Vergänglichkeit des Menschen in folgender Priamel: 'Der Mensch ist ein Schatten, der bald vergeht. Der Mensch ist ein Gras, das nicht lange steht. Der Mensch ist ein Rauch, der nicht lange währt, er ist ein Feuer, das sich selber verzehrt. Der Mensch ist ein Wasser, das bald abrinnt, er ist eine Kerzen, die bald abnimmt. Der Mensch ist ein Glas, das bald zerbricht, er ist ein Traum, er zeiget nicht. Der Mensch ist ein Wachs, das bald erweicht, er ist eine Rose, die bald verbleicht. Der Mensch ist ein Fleisch, das bald stinkt; er ist ein Schiffel, das bald sinkt. Der Mensch ist ein Garten voller Disteln, eine Rose voller Dörner, ein Himmel voller Finsternis, ein Kuchl voller Rauch, ein Haus voller Winckel, ein Buch voller Fehler, ein Kalender voller trübes Wetter, ein Baum voller faulen Früchte, ein Wein voller Gleger, ein Meer voller Schiffbruch, ein Fleisch voller Würm, ein Licht voller Butzen, ein Geschirr voller Schmutz, ein Leibeigner voller Schulden.
z] Die Physiologen haben zutreffend gesagt: Der Mensch sei das Geschöpf par excellence, denn in seinem Organismus sind nicht nur die Facultäten und Kriterien aller Tierklassen, sondern alle Reiche der Natur zum harmonischen Ganzen versöhnt.

Der Mensch ist eitel, der Komödiant ist eitler und am eitelsten der politische Redner.
Franz Werfel, Das Reich Gottes in Böhmen

Der Mensch ist elend genug, der nichts von Elend weiß.
la] Qui adversa nescit, prorsus homo miserrimus est.

Der Mensch ist Erd und Kot; so seind sein gedancken nur jrdisch und kotig, und halten sich nur zum boden.
i] Allerdings hängt der Mensch vom Boden ab, aber der bestimmte Mensch, der Mensch dieses Stammes, dieses Volks nicht von der Erde im allgemeinen, sondern gerade von diesem Boden, nicht vom Wasser im allgemeinen, sondern von diesem Wasser.

Der Mensch ist Erde und wird Erde.
z] Der Mensch ist die Summe von Eltern und Amme, von Ort und Zeit, von Luft und Wetter, von Schall und Licht, von Kost und Kleidung. Sein Wille ist die notwendige Folge aller jener Ursachen, gebunden an ein Naturgesetz, das wir aus seiner Erscheinung erkennen, wie den Planet an seiner Bahn, wie die Pflanze an dem Boden.
la] Terra es, terram geris, terram teris, in terram reverteris.

Der Mensch ist frei geboren und dennoch liegt er überall in Ketten.
Jean-Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag

Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Jean-Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag I, Der Gegenstand dieses Buches

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd' er in Ketten geboren!
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Noch den Missbrauch rasender Toren!
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht.
Schiller, Die Worte des Glaubens

Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnet sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen, als seinem Ursprung und Ziel. Er ist hier aber an das Unvollkommene gebunden, an Zeit und Ort; und wird dadurch gehindert und gehalten und von dem väterlichen Boden getrennt.
M. Claudius, Vorrede zu Fénélons Werken religiösen Inhalts

Der Mensch ist geartet wie sein Gesäß, man hat stets dran zu putzen.

Der Mensch ist genugsam ausgestattet zu allen wahren irdischen Bedürfnissen, wenn' er seinen Sinnen traut und sie dergestalt ausbildet, dass sie des Vertrauen wert bleiben.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1194

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