Weisheiten 513

Der Fuchs bleibt ein Fuchs, auch wenn er das Fell wechselt.
sp] Aunque mude de pelo la raposa, su natural no despoja.

Der Fuchs brennt.
i] Wenn das Feuer aus der Esse schlägt

Der Fuchs geht nicht zum zweitenmal ins Garn.

Der Fuchs geht nur einmal in die Schlinge.
la] Semel in laqueum vulpes.

Der Fuchs glaubt, jedermann fresse Hühner wie er.
Frankreich

Der Fuchs grüßt den Zaun um des Gartens willen.

Der Fuchs hat (o. kennt, weiß) mehr als ein Loch (o. einen Bau).
Estland
i] Von Bauernschläue

Der Fuchs hat die Sprache von neun Vögeln und neun anderen Tieren im Mund.
Estland

Der Fuchs hat die Trauben beleckt.
i] Wenn die Trauben sich gerötet
fr] Le renard a pissé sur le raisin.

Der Fuchs hat diese Meile gemessen und den Schwanz zugegeben.
ho] De vossen hebben de mijlen gemeten, maar zij hebben de staarten vergeten.

Der Fuchs hat Gruben, der Marderhund Höhlen.
Estland

Der Fuchs hat mehr als ein Loch (d. i. einen Bau) .
Estland

Der Fuchs hat müssen den balg lassen.

Der Fuchs hatte ins Meer gepisst. 'Die ganze See ist mein Urin', sagte er.
Sumerer

Der Fuchs hörte schlecht, so wurde sein Fuß zerschmettert.
Sumerer

Der Fuchs in der Ebene ist listiger als der Fuchs in den Bergen.
Russland

Der Fuchs ist bei seiner Höhle ein Löwe.

Der Fuchs ist beim Kranich zu Gast.

Der Fuchs ist drüber g'sprungen.
i] Die Speise räuchelt, der Fuchs hat seinen Schwanz etwas verbrannt, als er zu langsam über das Feuer schritt. Man will damit die Unachtsamkeit der Köchin, den Geschmack und Geruch der vernachlässigten Speise zugleich bezeichnen.

Der Fuchs ist immer satter als der Wolf.
Estland

Der Fuchs ist schlau, aber der Feind ist noch schlauer.
Estland

Der Fuchs kennt mehr als ein Loch. (Von Bauernschläue)

Der Fuchs kommt zum Loche heraus.
i] Die Hintergedanken werden erkennbar, der versteckte Plan tritt hervor.

Der Fuchs konnte kein eigenes Haus bauen, so kam er als Eroberer zum Haus seines Freundes.
Sumerer
i] Sein Minderwertigkeitsgefühl machte ihn zum Eroberer

Der Fuchs lebt ja nicht mit dem Igel.
Estland

Der Fuchs lief niemals so schnell wie in seinem eigenen Auftrag.
England

Der Fuchs macht (d. i. verrichtet seine Notdurft) ja nimmer dorthin, wo er hinhockt.
Estland

Der fuchs mag der byrn nicht.
ho] Alzoo zegt de vos van de kersen, als hij er geen van mag hebben.
la] Vulpes cerasa non curat.

Der Fuchs mag schlau sein, schlauer ist, wer ihn fängt.
sp] Si sabe mucho la raposa, más el que la toma.

Der Fuchs meint, dass jeder Hühner fresse wie er.

Der Fuchs meint, jeder nasche Hühner, wie er.
Frankreich

Der Fuchs predigt den Hühnern.
i] Der Schlaue übertölpelt, überlistet den Arglosen, Sicheren
fr] Le renard prêche aux poules.

Der Fuchs predigt Fasten.
ho] De vos preekt de passie.

Der Fuchs sieht Hühner im Traum.

Der Fuchs sitzt in der Klemme und sucht den Schwanz zu retten.
i] Wenn jemand in der Befürchtung, alles zu verlieren, durch Entgegenkommen wenigstens etwas zu retten sucht.

Der Fuchs soll ein Aas sein, der Hase ihm der nächste.
i] Wenn sie jemandem begegnen.
Estland

Der Fuchs steht zum Donar und Teufel in Beziehung.

Der Fuchs taugt nicht zum Hüter der Hühner.
Estland

Der Fuchs träumt gern von Gänsen.

Der Fuchs treibt den Ochsen.
Altgriechisch

Der Fuchs verändert sein Haar, aber nicht seinen Sinn.

Der Fuchs verkehrt wohl seine Haut, aber nicht sein Gemüt.

Der Fuchs wechselt den Balg und bleibt ein Schalk.

Der Fuchs wechselt den Balg, nicht den (o. seinen) Charakter.
la] Vulpes pilum mutat, non mores. Titus Flavius Vespasian, nach Sueton, Vespasian

Der Fuchs wechselt sein Fell, aber nicht sein Wesen.
fr] Le renard change de poil, mais non de naturel.
la] Flavos permutat canis vulpecula crines, at numquam mores alterat ipsa suos.
la] Vulpes pilum mutat, non mores. Titus Flavius Vespasian, nach Sueton, Vespasian
sp] Aunque mude de pelo la raposa, su natural no despoja.
sp] Muda la zorra el pellejo, mas no el consejo.
tü] Tilki tüyünü değiştirir, ama huyunu asla.

Der Fuchs weiß mehr als ein Loch.

Der Fuchs weiß viel, aber der Igel weiß eine große Sache.
Altgriechisch
i] Nämlich seine Stacheln

Der Fuchs weiß viel, doch der ihn fängt, weiß mehr.
Portugal

Der Fuchs wird älter, aber nicht besser.
en] The fox may grow gray, but never good.
fr] En sa peau mourra le renard.
it] Il lupo cangia il pelo, ma non il vizio.
la] Vulpes pilum mutat, non mores.
sp] La zorra pierde los dientes, mas no las mientes.

Der Fuchs zählt auch im Schlaf noch die Hühner.
Russland

Der Fuchs zählt Hühner auch im Schlaf.
Estland

Der Fuchs, dem man flucht, gedeiht am besten.

Der Fuchsschwanz hengt eam aua.
Oberösterreich

Der Fucht verliert sein Haar nicht aber seine Listen.

Der Führer ist die Welle, die durch das Schiff vorwärtsgetrieben wird.
Tolstoi

Der Führer muss uns den Weg verkürzen, uns aber selbst gehen lassen, nicht tragen wollen und uns damit lähmen!
Johann Gottfried Herder, Journal meiner Reise im Jahr 1769

Der Führerkult, sei es der um Napoleon, Mussolini oder Hitler, schließt jeden anderen Kult aus.
Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht

Der Fuhrmann schnalzt auch im Schlaf mit der Zunge.

Der Fuhrmann schnalzt noch im Traume (o. Schlafe) mit der Zunge.
Russland

Der führt ein schlechtes Leben, der sich nicht bessert.
fr] Mal vit, qui ne s'amende.

Der Fulenz (Faulenz) früet bi der Arbet und schwitzt bim Esse.
Luzern

Der fülste Suu die beste Eichle.

Der Fund gehört dem Fremden.
Estland

Der fünfte Spieler gehört unter den Tisch.
i] Es ist ein unberufener Rathgeber und Mitsprecher beim Kartenspiel gemeint.

Der Funke glimmt auch unter der toten Asche.

Der für die Freiheit ficht und für sie fällt;
der ist unsterblich.
Christo Botew, Hadshi Dimiter

Der für seine Hausaltäre
Kämpfend sank, ein Schirm und Hort,
Auch in Feindes Munde fort
Lebt ihm seines Namens Ehre.
Schiller, Das Siegesfest

Der fürcht den tod nicht, der alle stunden dazu bereit ist.

Der fürcht' sich wiera scheißiger Hund.
Oberösterreich

Der fürchterlichste Feind des öffentlichen Wohls ist ... der Despotismus. Er verändert den Charakter eines Volkes, und zwar immer zum Schlechten.
Helvetius, Vom Menschen

Der fürchtet nicht das Meer, des Schiffer Noah ist.

Der fürchtet sich vor ihm selbst.

Der fürchtet Verachtung am meisten, der sie am ersten verdient.
it] Nisuno teme più il disprezzo, che quegli ch' è veramente disprezzabile.

Der furchtlose Mann, der ins Feld geht, hat sein Schwert in der Scheide hängen.
Babylon

Der Furchtsame darf nichts unternehmen.
Frankreich

Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.
Jean Paul, Quintus Fixlein

Der Furchtsame hat keine Freude an der Welt.
Nigeria

Der furchtsame Hund bellt lauter als er beisst.
la] Canis timidus vehementius latrat quam mordet.

Der furchtsame Ochse trinkt schlammiges Wasser.
Kikuju (Kenia)

Der Furchtsame sieht überall Gespenster.

Der fürsichtig mensch betracht die werck und wort des weysen und sicht an den kolben des thoren und nit die kleyder.

Der Fürst darf sein Land nicht an seine Untertanen verschenken. [RSpW]
la] Donare non potest princeps terras suas suis subditis.

Der Fürst denkt, aber der Krämer - lenkt!
Friedr. Nietzsche, Also sprach Zarathustra

Der Fürst ist der erste Diener seines Staates.
Friedrich der Große, Memoiren v. Brandenburg

Der Fürst muss sich beim Herrschen hüten, die großen Schollen unzerteilt liegen zu lassen und darf beim Walten über dem Volke nicht die guten Keime ausjäten.
Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland

Der Fürst, der Adlige, der Mann aus dem Volke, jeder möge freudig in den Kampf ziehen, um Frieden zu haben, aber niemals den Frieden stören, um Krieg zu haben.
Machiaveill, Die Kriegskunst

Der Fürst, der sein Volk nicht liebt, kann ein großer Mensch sein, aber nicht ein großer König.
Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues, Nachgelassene Maximen

Der Fürsten Herzen küssen den Gehorsam,
So lieblich dünkt er ihnen.
en] The hearts of princes kiss obedience,
So much they love it.
Shakespeare, König Heinrich VIII. III,1

Der Furz in tausend Ängten sein.

Der Fuß des Bauern düngt das Feld (o. den Acker).
Dänemark

Der Fuß des Herrn düngt den Acker.

Der Fuß eines alten Menschen ist genauso schwer wie der Klotz an eines jungen Menschen Füßen.
Estland

Der Fuß findet den Stiefel.

Der Fuß hat keine Nase.
Zulu
i] Ein Fremdling kann irregehen und muss deshalb gut behandelt werden.

Der Fuß ist des Fußes Bruder, die Hand der Hand Räuber.

Der Fuß muss gehen, wohin der Kopf will.

Der füttert sein Maul nicht umsonst.
i] Es muss ihm auch viel leisten, d.h. er redet viel.

Der gab begehrt ohn unterlass, zu dem ein jeder träget hass.
la] Illum nullus amat, qui semper da mihi clamat.

Der Gachzornige zieht 's Hemd aus.
i] Will sagen, dass der jähzornige Mensch oft der beste Mensch ist, wenn er eben nicht zornig ist.

Der Gais (Geiß) ist g'streut.
Oberösterreich
i] Die Sache ist gemacht, auch das letzte ist getan, der Handel ist fertig.

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LATEINISCH
1 2 3 4
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SPANISCH
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