Weisheiten 467

Denn wenn einer in seinen zwanzigsten Jahre nicht jung ist, wie soll er es in seinem vierzigsten sein.
Goethe, Eckermann, 12.3.1828

Denn wenn es keine Hexen gäbe,
Wer, Teufel! möchte Teufel sein!
Goethe, Faust II (Mephisto)

Denn wenn es sich darum handelt, so klare Dinge zu beweisen, so ist man sicher nicht zu überzeugen.
Montesquieu, Geist der Gesetze

Denn wenn Gott den Menschen als Menschen erschaffen hatte, so war ihm ja so gut die Sprache als der aufrechte Gang anerschaffen, so gut er gleich merken musste, dass er gehen und greifen könne, so gut musste er auch gewahr werden, dass er mit der Kehle zu singen und diese Töne durch Zunge, Gaumen und Lippen noch auf verschiedene Weise zu modifizieren vermöge. War der Mensch göttlichen Ursprungs, so war es ja auch die Sprache selbst, und war der Mensch, in dem Umkreis der Natur betrachtet, ein natürliches Wesen, so war die Sprache gleichfalls natürlich.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Denn wenn ich auch nicht ganz bestreiten will, dass es Pechvögel gibt, so gilt doch vom Glück im Ganzen dasselbe wie vom Gold: Es liegt auf der Straße, und der hat's, der's zu finden und aufzuheben versteht.
Theodor Fontane, Briefe

Denn wenn ich das Wesen der Gerechtigkeit nicht erkenne, werde ich schwerlich herausbringen, ob es eine Tugend ist oder nicht, ob ihr Besitz glücklich macht oder nicht.
Platon, Staat

Denn wenn ich judizieren soll,
Verlang ich auch das Maul recht voll.
Goethe, Faust I, Auerbachs Keller (Frosch) Vs 2254

Denn wenn jemand sähe, wie sein Feind, durch ein gefährliches Fieber wahnsinnig geworden, dem Abgrunde zuliefe, würde er da nicht Böses mit Bösem vergelten, wenn er ihn so laufen ließe, statt ihn zurückzuhalten und binden zu lassen?
Augustinus, Brief an Vincentius

Denn wenn man alles untereinanderwirft und vermengt, so muss die Gleichheit selbst zur größten Ungleichheit werden.
Plinius, Briefe

Denn wenn man bedenkt, was das heißen will, bis nur die nächsten Bedürfnisse einer Bürgergemeine, die sich in trüben Zeiten zufällig zusammen findet, nach und nach befriedigt, bis für ihre Sicherheit gesorgt, und bis ihr nur das Leben, indem sie sich zusammen findet und vermehrt, möglich und leidlich gemacht wird, so sieht man, dass die Vorgesetzten zu tun genug haben, um nur von einem Tag zum andern mit Rat und Wirkung auszulangen.
Goethe, Reise in die Schweiz 1797 - Frankfurt, 18. August

Denn wenn man in einer stillen Geschäftigkeit fortlebt, und nur mit dem nächsten und alltäglichen zu tun hat, so verliert man die Empfindung des abwesenden, man kann sich kaum überreden, dass im Fernen unser Andenken noch fortwährt, und dass gewisse Töne voriger Zeit nachklingen.
Goethe, an Jenny v. Voigts, 21. Juni 1781

Denn wenn mans beim Lichte besieht, so hat jeder seine eigene Religion, und Gott muss mit unserem armseligen Dienste zufrieden sein, aus übergroßer Güte, denn das müsste mir ein rechter Mann sein, der Gott diente, wie sich gehört.
Goethe, Brief des Pastors

Denn wenn uns eine falsche Spiegelung [in der Übersetzung] auch das Originalbild nicht richtig wiedergibt, so macht sie uns doch aufmerksam auf die Spiegelfläche selbst und auf deren mehr oder weniger bemerkliche mangelhafte Beschaffenheit.
Goethe, Schriften zur Literatur - Don Juan von Byron

Denn wenn wir die Zweifel nicht hätten,
Wo wäre denn frohe Gewissheit?
Goethe, Zahme Xenien

Denn wenn wir eben gesehen sein wollen, dann laßt uns in Büchern uns zeigen - in Briefen wollen wir Zwiesprache halten.
Petrarca, an den Kardinal Colonna in Avignon

Denn wenn wir in früherer Zeit leidenschaftlich unsern eigenen Weg gehen und, um nicht irre zu werden, die Anforderungen anderer ungeduldig ablehnen, so ist es uns in spätem Tagen höchst erwünscht, wenn irgendeine Teilnahme uns aufregen und zu einer neuen Tätigkeit liebevoll bestimmen mag.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I, Vorwort

Denn wenn wir uns dem Altertum gegenüberstellen und es ernstlich in der Absicht anschauen, uns daran zu bilden, so gewinnen wir die Empfindung, als ob wir erst eigentlich zu Menschen würden.
Goethe, Maximen und Reflexionen 660

Denn wenn wir uns selbst fragen und andere beobachten, so finden wir, dass wir selten durch uns selbst bewogen werden, diesem oder jenem Wunsche zu entsagen, meist sind es die äußeren Umstände, die uns dazu nötigen.
Goethe, Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

Denn wer als Meister geboren,
Der hat unter Meistern den schlimmsten Stand.
Richard Wagner, Meistersinger, II, 1 (Hans Sachs)

Denn wer am Gelde hängt, der ist ein Narr, und wer's herausgibt, noch viel mehr.
Plautus, Prolog zu 'Menaechmi'

Denn wer aufs Publikum wirken will, muss ihm gewisse Sachen wiederholen und verrückte Gesichtspunkte wieder zurechtstellen.
Goethe, An Jenny v. Voigts, 21.6.1781

Denn wer bei seinen Arbeiten nicht schon ganz seinen Lohn dahin hat, ehe das Werk öffentlich erscheint, der ist übel dran.
Goethe, An Knebel, 15.3.1799

Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, da er hat.
Matth.13. 12

Denn wer den Besten seiner Zeit genug
Getan, der hat gelebt für alle Zeiten.
Schiller, Wallensteins Lager, Prolog

Denn wer den Schatz, das Schöne, heben will,
Bedarf der höchsten Kunst: Magie der Weisen.
Goethe, Faust II A I, Hell erleuchtete Säle (Mephisto) Vs 6315

Denn wer der List sich wohl noch fügen will,
Wird der Gewalt sich widersetzen.
Goethe, Epimenides Erwachen A I Sz 7 (Diplomat) Vs 236f.

Denn wer die Weiber hasst, wie kann der leben?
Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre

Denn wer dir ohne deine Schuld zürnt, ist der Freundschaft nicht wert.
Buch des Kabus

Denn wer ein Joch am Nacken dulden mag, der ist auch würdig immer, es zu tragen...
Petöfi, In Siebenbürgen

Denn wer einmal fremde Literaturen genießen, sich von der bewohnten Welt einen Begriff machen, über Nationen, ihren Ursprung und ihre Verhältnisse denken will, der tut wohl, manche Länder zu bereisen, uni. sich ein Anschauen zu verschaffen, das durch keine Lektur erregt werden kann.
Goethe, An W. v. Humboldt, 26.5.1799

Denn wer Gefahr und Tod nicht scheut,
Ist Herr der Erde, Herr der Geister,
Was auch sich gegensetzt und dräut,
Er bleibt zuletzt allein der Meister.
Goethe, Epimenides A I Sz 5 (Dämon des Krieges) Vs 142f.

Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben, wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Neues Testament, Matthäus 13,12 (Jesus)

Denn wer in die Lage kommt und doch kein Unrecht tut, fremdes Gut nicht anrührt, der gilt allgemein für ganz jämmerlich und schwachsinnig. Vor der Welt lobt man ihn jedoch und belügt einander, weil man Furcht hat, Unrecht leiden zu müssen.
Platon, Staat

Denn wer irgend nur sinnt auf heimlichen Frevel im Innern,
Macht sich schuldig der Tat: wie erst, vollbracht' er den Vorsatz!
Unaufhörliche Angst weicht auch zur Stunde des Mahls nicht,
Dürr, wie von Krankheit, ist ihm der Schlund, und zwischen den Zähnen
Quillt die sich sträubende Kost.
Juvenal, Satiren

Denn wer leugnet es wohl, dass hoch sich das Herz ihm erhoben,
Ihm die freiere Brust mit reineren Pulsen geschlagen,
Als sich der erste Glanz der neuen Sonne heranhob,
Als man hörte vom Rechte der Menschen, das allen gemein sei,
Von der begeisternden Freiheit und von der löblichen Gleichheit!
Damals hoffte jeder sich selbst zu leben...
Goethe, Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 6f.

Denn wer ließe sich nicht von so einer holden Pythonisse [Weissagerin] gern in jeden Irrtum führen.
Goethe, An Bettina Brentano, 3.11.1809

Denn wer mit Liebe treulich einem Gegenstand fünfzig Jahre anhängt, der hat das Recht zu reden, und wenn gar niemand seiner Meinung wäre.
Goethe, Schriften zur Literatur. Nach Berlin

Denn wer nachts arbeitete,
Genieße, wenn die anderen früh zur Mühe gehn.
Goethe, Pandora (Prometheus) Vs 311

Denn wer nicht einmal ein vollkommenes Kind war, der wird schwerlich ein vollkommener Mann.
Friedrich Hölderlin, Hyperion

Denn wer nur weniges ernst nimmt, ist nicht eilfertig, und wer nichts für wichtig hält, der strengt seine Stimme nicht an;denn daher kommt das Erheben der Stimme und das hastige Reden.
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Denn wer reich wünschet zu werden,
Will auch schleunig es sein; denn was für Scheu vor Gesetzen,
Was für Bedenken und Scham ist je beim eiligen Geize?
Juvenal, Satiren

Denn wer sein Heil in Blut getaucht,
Der findet nur ein blutig, unecht Heil.
en] For the that steeps his safety in true blood
Shall find but look safety, and untrue.
Shakespeare, König Johann III, 4

Denn wer seinen Acker gut bestellt hat, der weiß doch nicht, wer ihn abernten wird, ein anderer baut ein schönes Haus und vermag doch nicht zu sagen, wer darin wohnen wird...
Xenophon, Erinnerungen an Sokrates

Denn wer sich die Rosen, die blühenden, bricht,
Den kitzeln fürwahr nur die Dornen.
Goethe, Gewohnt, getan

Denn wer sich einen Dienst erweisen lässt, steht unter dem, der ihn erweist.
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Denn wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.
Goethe, Parabolisch - Parabeln II

Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Neues Testament, Matthäus 23, 12 (Jesus)

Denn wer so viele Handwerke und Wissenschaften beherrscht, der besitzt auch einen schöpferischen, allseitig befähigten Geist und ist daher im höchsten Grade zum Regieren geeignet.
Campanella, Der Sonnenstaat

Denn wer unendlich resigniert hat, ist sich selber genug.
Søren Kierkegaard, Furcht und Zittern

Denn wer vermöchte wohl jetzt die Arbeitsleute zu zahlen?
Goethe, Hermann und Dorothea 3. Gesang Vs 106

Denn wer von dem irrigen Urteil der unerfahrenen Menge abhängt, der darf nicht unter die großen Männer gerechnet werden.
Cicero, Drei Bücher von den Pflichten, I, 19

Denn wer wäre imstande, von der Fülle der Kindheit würdig zu sprechen!
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,2

Denn wer will mit einem Humoristen rechten oder mit ihm völlig übereinkommen!
Goethe, Schriften zur Literatur - Whims and Oddities

Denn wer wird wohl den Forderungen einer durchaus gesteigerten Gegenwart, und zwar in schnellster Bewegung genugtun können?
Goethe, Maximen und Reflexionen 474

Denn wer zuerst einen Felsen hinaufsteigt, geht immer sicherer, weil er sich die Gelegenheit aussucht, einer, der nachfolgt, sieht nur, wohin jener gelangt ist, aber nicht wie.
Goethe, Wanderjahre I,3

Denn wie andere Anstrengungen den Leib ermüden, so verleiht ihm diese [das Schlittschuhlaufen] eine immer neue Schwungkraft.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,12

Denn wie auf der Kugel das Licht sanft zu verweilen angelockt wird, das Rund sich in milden Schatten und Widerscheinen uns offenbart, so sendet das Vieleck von jeder Seite anderen Glanz, andere Verdüsterung, andere Farbe, anderen Schatten und Widerschein, das Auge, beunruhigt, verweilt darauf, begierig, dasjenige in eins zu fassen, was sich selbst zerstreut, und es wird von einer Teilnahme beschäftigt, welche, wie durch ein unauflösbares Rätsel schwebend erhalten, schwankt.
Goethe, Schriften zur Literatur - Des jungen Feldjägers Kriegskamerad

Denn wie bedeutend ist es, die Grenzen des menschlichen Geistes immer näher kennen zu lernen, und dabei immer deutlicher einzusehen, dass man nur desto mehr verrichten kann, je reiner und sichrer man das Organ braucht, das uns überhaupt als Menschen und besonders als individuellen Naturen gegeben ist.
Goethe, An Amalie v. Gallitzin, 6.2.1797

Denn wie das Wasser, das durch ein Schiff verdrängt wird, gleich hinter ihm wieder zusammenstürzt, so schließt sich auch der Irrtum, wenn vorzügliche Geister ihn beiseite gedrängt und sich Platz gemacht haben, hinter ihnen sehr geschwind wieder naturgemäß zusammen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,15

Denn wie der Jüngling in der Zukunft lebt,
So lebt der Mann mit der Vergangenheit;
Die Gegenwart weiß keiner recht zu leben.
Grillparzer, Das goldene Vließ, III, Medea, 2 (Jason)

Denn wie der nur ein guter Vater ist, der bei Tische erst seinen Kindern vorlegt, so ist der nur ein guter Bürger, der vor allen andern Ausgaben das, was er denn Staat zu entrichten hat, zurücklegt.
Goethe, Lehrjahre VIII,2

Denn wie die gesunde Faser dem Übel widerstrebt und bei jedem krankhaften Anfall sich eilig wieder herstellt, so vermag der [...] gesunde Sinn sich gegen innern und äußern Unfall geschwind und leicht wieder herzustellen.
Goethe, Schriften zur Kunst - Winkelmann und sein Jahrhundert - Antikes

Denn wie die Jahrhunderte sich aus dem Ernsten in das Gefällige bilden, so bilden sie den Menschen mit, ja sie erzeugen ihn so.
Goethe, Italienische Reise II, 23.3.1787

Denn wie ein gutes Theaterstück eigentlich kaum zur Hälfte zu Papier gebracht werden kann, vielmehr der größere Teil desselben dem Glanz der Bühne, der Persönlichkeit des Schauspielers, der Kraft seiner Stimme, der Eigentümlichkeit seiner Bewegungen, ja dem Geiste und der guten Laune des Zuschauers anheimgegeben bleibt...
Goethe, Zur Farbenlehre - Vorwort

Denn wie ein kleines Ereignis die wichtigsten Folgen haben kann, so entscheidet es auch oft, wo schwankende Gesinnungen obwalten, die Waage dieser oder jener Seite zuneigend.
Goethe, Wanderjahre II,5

Denn wie ein Märchenerzähler auch nicht an die Zaubereien glaubt, die er vorspiegelt, sondern sie nur aufs beste zu beleben und auszustatten gedenkt, damit seine Zuhörer sich daran ergötzen, ebensowenig braucht gerade der lyrische Dichter dasjenige alles selbst auszuüben, womit er hohe und geringe Leser und Sänger ergötzt und schmeichelt.
Goethe, Divan, Noten und Abhandlungen. Hafis

Denn wie ein Weiser Zufälle gelassen trägt, so wird nur ein Tor sich selbst ins Unglück stürzen...
Columella, Über Landwirtschaft

Denn wie gäbe es einen Ersten, wenn ihm nicht ein Zweiter folgte?
Francesco Petrarca, Gespräche über die Weltverachtung (Augustinus)

Denn wie in dem Organismus der Natur, so tut sich auch in der Kunst innerhalb der genausten Schranke die Vollkommenheit der Lebensäußerung kund.
Goethe, Italienische Reise III, Dezember 1787, Bericht

Denn wie jeder bei Erblickung eines Lotterieplanes das große Los auf sich bezieht.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1805

Denn wie man wohl den Entschluss faßt, Soldat zu werden und in den Krieg zu gehen, sich auch mutig vorsetzt, Gefahr und Beschwerlichkeiten zu ertragen, so wie auch Wunden und Schmerzen, ja den Tod zu erdulden, aber sich dabei keineswegs die besonderen Fälle vorstellt, unter welchen diese im allgemeinen erwarteten Übel uns äußerst unangenehm überraschen können: so ergeht es einem jeden, der sich in die Welt wagt...
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,13

Denn wie nur ein reiner, ungetrübter Spiegel ein reines Bild wiedergeben kann, so kann auch nur aus einer reinen Seele ein wahrhaftes Kunstwerk hervorgehen.
Caspar David Friedrich, Äußerung bei Betrachtung einer Sammlung von Gemälden

Denn wie oft lieben wir nicht uns in andern? Und wo würde die Beständigkeit in der Liebe herkommen, wenn sie nicht von unserm eigenen Vergnügen unterhalten würde?
Gellert, Leben der schwedischen Gräfin von G.

Denn wie sollte es denn eine Ordnung in der Welt geben, ohne dass es eine ewige, von ihr getrennte und bleibende Substanz gibt?
Aristoteles, Älteste Metaphysik

Denn wie vermag ein Mensch Zukunft zu gewinnen, der nicht Samen für sie zu holen weiß aus den lebendigen Gärten seiner Kindheit und Jugend.
Thälmann, an Irma, vermutlich 1934

Denn wie will doch ein Menschen und Gott gefälliges Leben aus verderblichen Grundsätzen entspringen?
Goethe, Dichtung und Wahrheit IV,16

Denn will ein Theater nicht bloß zu seinen Kosten kommen, sondern obendrein noch Geld erübrigen und Geld verdienen, so muss eben alles durchaus ganz vortrefflich sein. Es muss die beste Leitung an der Spitze haben, die Schauspieler müssen durchweg zu den besten gehören, und man muss fortwährend so gute Stücke geben, dass nie die Anziehungskraft ausgehe...
Goethe, Eckermann, 1.5.1825

Denn wir bäurisch treues Blut
Sind doch immer euer bestes Gut.
Goethe, Gedichte (gedr. 1776), Aus dem Nachlass, An Personen, An den Herzog Karl Aug.

Denn wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir.
Hebräer 13, 14

Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen,
So wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben,
Sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren.
Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben...
Goethe, Hermann und Dorothea 3. Gesang Vs 47f.

Denn wir merken erst, wie traurig und unangenehm ein trüber Tag ist, wenn ein einziger durchdringender Sonnenblick uns den aufmunternden Glanz einer heitern Stunde darstellt.
Goethe, Lehrjahre II,2

Denn wir müssen per gradus emporsteigen, auf einer Treppe zu anderen Stufen, keiner wird auf einen Hieb der Erste.
Martin Luther, Tischreden

Denn wir sind überzeugt, solche Eigenschaften zu besitzen, dass man uns mit Recht loben müsse. Aus diesem einen Irrtum entspringen unzählige Schwächen, und wofür Leute, die von ihrem hohen Werte aufgeblasen sind, schmählich verlacht werden und sich im größten Irrtum befinden.
Cicero, Drei Bücher von den Pflichten

Denn wird man nur darum älter, um wieder kindisch zu werden.
Goethe, An Lavater, 19.2.1781

Denn wirft man die Frage auf, warum in Zeitungen und anderen Tagesblättern, die doch eilig, ja oft übereilt gedruckt werden, weniger Druckfehler vorkommen als in Werken, zu denen man sich Zeit nehmen kann? so darf man wohl darauf erwidern: eben deshalb, weil zu tagtäglichen Arbeiten vigilante Männer angestellt werden, dagegen man bei langwierigen Arbeiten glaubt, der Unaufmerksame habe immer noch Aufmerksamkeit genug.
Goethe, Schriften zur Literatur - Hör-, Schreib- und Druckfehler

Denn wirkten Grobe
Nicht auch im Lande,
Wie kämen Feine
für sich zustande,
So sehr sie witzten ?
Goethe, Faust II A I, Saal (Holzhauer) Vs 5207f.

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke

Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Neues Testament, Matthäus 6,20 (Jesus: Bergpredigt)

Denn wo der Mensch verzweifelt,
Lebt kein Gott...
Goethe, Epimenides' Erwachen A 17 Sz 6 (Epimenides) Vs 759

Denn wo der Weg des Lebens dornig und steinig und der Kampf des Lebens hart und schwer wird, da bewährt sich erst die wirkliche Freundschaft.
Ernst Thälmann, An Carl Rudolph, 26.1.1936

Denn wo ein bedeutendes Problem vorliegt, ist es kein Wunder, wenn ein redlicher Forscher in seiner Meinung wechselt.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1820

Denn wo einmal das Glück eingekehrt ist, da greift es leicht um sich, und ohne dass dem einen Abbruch geschieht, können die andern in seinem Schatten mit Geschick ihre Angel auswerfen.
Keller, Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Denn wo es sich um sie selber handelt, soll gerechtes Regiment walten, wo es aber andere betrifft, da fragen sie nach keiner Gerechtigkeit.
Aristoteles, Politik

Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

Denn wo Gespenster Platz genommen,
Ist auch der Philosoph willkommen.
Damit man seiner Kunst und Gunst sich freue,
Erschafft er gleich ein Dutzend neue.
Goethe, Faust II A II, Am untern Peneios (Mephisto) Vs 7843f.

Denn wo man die Geliebte sucht,
Sind Ungeheuer selbst willkommen.
Goethe, Faust II A II, Am obern Peneios (Mephisto) Vs 7193

Denn wo Natur im reinen Kreise waltet,
Ergreifen alle Welten sich.
Goethe, Faust II A III, Innerer Burghof (Faust) Vs 9560

Denn wo nicht immer von oben die Ordnung und Reinlichkeit wirket,
Da gewöhnet sich leicht der Bürger zu schmutzigem Saumsal,
Wie der Bettler sich auch an lumpige Kleider gewöhnet.
Goethe, Hermann und Dorothea 3. Gesang Vs 19f.

Denn wo zeichnen sich die Nationen und Individuen derselben wohl mehr aus als auf Reisen? Jeder bringt eine gewisse einheimische Urteilsweise mit, jeder hat einen gewissen Maßstab des Guten, Würdigen, Wünschenswerten oder Vortrefflichen, und auch der Zeitcharakter, den die Reisenden an sich tragen, spricht sich aus.
Goethe, Schriften zur Kunst - Philipp Rackert, Nachträge - Vorerinnerung

Denn wohl erkenn ich, dass des Vielerfahrenen
Ratschlüsse stets ein segenvolles Ende krönt.
Sophokles, König Ödipus, 44/45 (Der Oberpriester)

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ENGLISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
FRANZÖSISCH
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ITALIENISCH
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LATEINISCH
1 2 3 4
PORTUGIESISCH
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SPANISCH
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