Weisheiten 437

Den es van Hochkommaf, sin Vader wont op 'n Slder.

Den es van nt (nichts) tu jet (etwas) gekommen.
Meurs

Den Esel ausluten.

Den Esel barbieren.

Den Esel beim Schwanz aufzumen.
i] Etwas verkehrt anfangen
fr] Brider son ne par la queue.

Den Esel beschlagen, um auf den Narrenberg zu reiten.

Den Esel drckt gar vieles, aber den Treiber noch mehr.
ho] Zeven dingen peinst de ezel, en de ezeldrijver acht.

Den Esel einen Esel nennen.
fr] Appeller un chat un chat.

Den Esel einwiegen.
i] Einen einschlfern, betren, zu betrgen suchen

Den Esel erkennt man an seinen Ohren.

Den Esel erkennt man bei den Ohren,
Am Angesicht den Mohren,
Und bei den Worten den Toren.

Den Esel fragen sie nicht, wenn sie ihn bepacken.

Den Esel fhrt man nur einmal aufs Eis.
la] Nemo libenter recolit, qui laesit locum.

Den Esel fr den Mllerknecht ansehen.

Den Esel grten.
z] Jetzt greif' ich's erst vernnftig an, so ich ein Esel grten kan, vnnd jhm vertreiben kan das lachen mit grten, das sein lenden krachen.

Den Esel hat man bei Hofe nur zum Sacktragen.

Den Esel hten mssen.
i] Lange auf jemand warten mssen. In der Eifel wird die Redensart von Mdchen gebraucht, die in Tanzlokalen an der Wand stehen und nicht zum Tanz kommen.

Den Esel kennt man bei den Ohren,
Am Angesicht den Mohren
Und bei den Worten den Toren.

Den Esel kent man bey den Ohren, verbirgt er gleich die ohren und pfoten, so singt er doch die Esels Noten.

Den Esel kent man bey den ohrn, und bey den Worten den thorn.
mhd] B rede merke ich tren, den esel b den ren.
mhd] In dhte er waere gar unbekant, iedoch diu langen ren meldeten den rehten tren.
mhd] Swer esel niht erkennet, der sehe in b den ren.
mhd] Ze jungest do er den esel vant, er wart im bi den orn erkant. Minnesnger
ho] Een' ezel kent men aan zijne ooren.
it] Gli asini si conoscono a basti.
it] Il pazzo si conosce dalle parole, l'asino dalle orecchie.
la] E verbis fatuos, ex aure tenemus asellum.
la] Ex auribus cognoscitur asinus.
un] Meg-esmerik a bolondot szavairol, a szamarat rivsvol.

Den Esel lobt man beim Scketragen, ist's geschehen, so werden ihm Disteln aufgetragen.

Den Esel lud man zur Hochzeit ein, da sagte er 'Entweder brauchen sie Wasser, oder sie brauchen Holz.'
t] Eşeği dğne ağırmışlar, 'Ya su lazımdır, ya odun' demiş.

Den Esel machen (o. spielen) der Disteln wegen.
i] Sich aus eigenem Interesse dumm stellen

Den Esel meide von hinten, den Ochsen von vorn und den Pfaffen von allen Seiten.
z] Es hat in dieser bsen Welt wohl jeder seine Finten: den Ochsen meide vornen stets, den Esel meide hinten, doch sollte grad' ein Pfaffe dir den Weg entgegenschreiten, den meid' von allen Seiten.

Den Esel meint man, den Sack schlgt man.

Den Esel mit Feigen fttern.
ho] De boer geeft vijgen aan zijn paard.

Den Esel mitten durch den Kot tragen.
i] Nach der Fabel von dem Vater, Sohn und einem Esel

Den Esel reiten.
i] Ohne hinreichenden Grund zrnen
mhd] Wer weiz wer noch den ezel reit. Ambr. Liederbuch

Den Esel rufft man zhauss, dz er die seck trag muss.

Den Esel soll man nicht vbergrten.

Den Esel striegeln.
la] Asini caput ne laves nitro.

Den Esel suchen und darauf sitzen.
i] Wer etwas sucht, was er in der Hand hlt oder an sich hngen hat.

Den Esel treibt man mit der Peitsche.

Den Esel bergrten (berladen).
i] Zu sehr belasten

Den Esel um das Schmer schinden.
i] Ein altes Weib blo des Geldes wegen heiraten
z] Wer schleufft in Esel umb das schmer, der ist vernunfft und Weissheit lr.

Den Esel und das Weib, mit Hieben man sie vorwrts treibt!
sp] El asno y la mujer, a palos se han de vencer.

Den Esel will jedermann reitten.
en] All lay load on the willing horse.

Den Esel zum Propheten machen.
i] Die Alten sagten nach einem Scherz des Aristophanes: Den Esel unter die Vgel zhlen (Asinus avis) und wandten die Redensart an, wenn man aus irgendeinem lcherlichen Anzeichen einen Schluss machte. Jemand sprach eben von einem Kranken, als er einen Esel aufstehen sah, und ein anderer sagte: 'Vielleicht wird auch der Kranke genesen', was den Aristophanes zu dem Witze veranlasste, den Esel unter die Vgel zhlen, aus deren Flug man prophezeien knne.

Den Eseln, so das Korn in die Mhle tragen, gehrt die Sprewer.
fr] Jamais un bon chien il ne vaut bon os.

Den Eselsgesang singen.

Den Essig strafen.
i] Scherzweise, um zu sagen: ihn durch Zugieen von Wasser milder machen

Den esten Christdg (Christtag) het me erlwet, den lesten ht me nach te hoppen.

Den Faden verlieren - aus dem Konzept geraten
i] Ein englischer Advokat hat die Gewohnheit gehabt, beim Pldieren einen Bindfaden aus der Tasche zu nehmen, den er unaufhrlich um den Finger auf- und abwickelte. Als sein Gegenadvokat ihm denselben einmal heimlich aus der Tasche praktiziert hatte, ist er in Verlegenheit gekommen, und man hat gesagt, er habe den Faden seiner Rede verloren.
en] to lose the thread
fr] perdre le fil (de ses ides)
it] perdere il filo (o. il bandolo)

Den Faden wieder aufnehmen.

Den falben Hengst streichen.
z] Wer jetzt kann streichen wohl den Hengst; und ist zu allem beschiss der genst, der meint zu hoffe sein der lengst.

Den Falken schreckt das Geschrei des Kranichs nicht.
i] Die Gre tut's nicht, sondern Kraft und Mut tun es

Den Falken streichen.
i] Fr schmeicheln, und, wie Grimm ausdrcklich bemerkt, kein Schreibfehler fr das gleichbedeutende: den Falben oder auch den Fuchsschwanz streichen.
z] Und muss den falken knnen streichen. Er kont den falken gar wol streichen. Hans Sachs

Den farren (Frse) Farzen wie eine Ackermhre (wie ein Wallach).
Schlesien

Den Faschismus kann nur bekmpfen, wer das Privateigentum an Produktionsmitteln,und was immer dazugehrt aufgibt und wer also mit jener Klasse kmpfen will, die das Privateigentum am heftigsten bekmpft.
Brecht, Plattform fr die linken Intellektuellen

Den faulen Adam mit Sporen reiten.

Den faulen Braten riechen.
i] Eine unangenehme Sache spren, merken

Den Faulen erkennt man daran, dass er alles auf einmal tun will.

Den Faulen helfen die Gtter nicht.

Den faulen Hund anhengen.
i] Faulenzen

Den Faulen kann man belehren, den Bsen nie.
Estland

Den Faulen msste man wie einen Pfahl verkehrt gegen den Baum schlagen.
Estland

Den Faulenzer soll jeder Beliebige zur gerichtlichen Verantwortung ziehen drfen.
SoIon bei Diogenes Laertius

Den Fehdehandschuh aufnehmen
en] to take (o. pick) up the gauntlet
fr] relever le gant
it] raccogliere il guanto

Den Fehler, den man selbst gebt,
Man auch wohl an den anderen liebt.
Goethe, Sprichwrtlich

Den Feind jagt man, wo man ihn findet.

Den Feind mit dem Rcken ansehen.

Den Feind mit den Fersen schlagen.
i] Davonlaufen

Den Feind mit Vorteil angewinnen ist das best.

Den Feind muss man auf die Fe schlagen, so kann er nicht entlaufen.

Den Feind schlgt man eher mit Rat als mit Tat.

Den Feind soll man hoch ehren, durch dessen Fehler man die eigenen vermeiden lernt.

Den Feind zu scheun, da Furch die Strke hemmt,
Das gibt dem Feinde Strk' in Eurer Schwche.
en] To fear the foe, since fear oppresseth strength,
Gives in your weakness strength unto your foe.
Shakespeare, Knig Richard II. III,3

Den Festtag zu einem Msttage machen.

Den Feuerbrand an dem Ende fassen, wo er glht.
i] Eine Sache an der gefhrlichen Seite anfassen

Den filz abziehen.
i] Die Kopfbedeckung abnehmen

Den filz nur halb abziehen.
la] Dimidiate aperto capite loqui.

Den Finger auf den Mund legen.
i] Bedachtsam schweigen
ho] Den vinger op den mond leggen.
la] Reddite Harpocratem.

Den Finger daraus ziehen.
i] Sicher sein
la] Extra lutum pedes habere, in portu navigare.

Den Finger in eine Wunde legen

Den Finger, der Honig in den Mund streicht, muss man nicht beien.

Den Fisch bekommt man nicht mit trockenen Fen.

Den Fisch fngt man am Kopf.
t] Balık baştan avlanır.

Den Fisch fngt man mit der Reuse, das Mdchen mit der Verlobung.

Den Fisch in de Keven sen.
i] Etwas nher betrachten, untersuchen, die Holsteinische Hausfrau will es nmlich aus den geffneten Kiefern erkennen, ob ein Fisch frisch sei.

Den Fisch mcht de Katt woll, oewer sei mag sick de Bein nich nat maken.

Den fisch nicht (bald) aus dem Garn lassen.

Den Fisch, der in den Wellen pltschert, tut man nicht in den Kessel.

Den Fischen Wasser, den Vgeln Luft, aber dem Menschen das ganze Land.

Den Flachs, der nicht an den Rocken kam, kann man nicht davon abspinnen.

Den Flaschen die Hlse brechen.

Den Fleck auf dem eigenen Arsch will niemand sehen.

Den Fleck muss man auff das Loch und nicht darneben setzen.

Den Fleck neben das Loch setzen.
i] Von verkehrten Verbesserern
fr] Il fait comme les chaudronniers, il met la pice ct du trou.
la] Juxta scissuram sarcire.

Den fledermusen den speck befelhen.

Den Flegel machen. (Grob sein)

Den Fleiigen lob, den Faulen tadle, den Guten verwhn, den Bsen rg.
Estland

Den Flicken vom Hemd leg imWinter an den Pelz, den Flicken vom Pelz (leg) im Sommer ans Hemd.
Estland

Den fliet's, als ob ihm der Hals mit Speck geschmiert wre.

Den Flchtigen soll man verfolgen.

Den Fluss Khubur (den Fluss des Todes) musst du berqueren.
Babylon

Den Fortschritt erkennt man schon daran, dass in jedem neuen Krieg die Menschen auf andere Art gettet werden.
Fliegende Bltter

Den Fortschritt verdanken Menschen den Unzufriedenen.
Aldous Leonard Huxley

Den Fortschritt verdanken wir den Kurzschlfern. Langschlfer knnen nur bewahren.
Fliegende Bltter

Den Fortschritt verdanken wir Menschen, die Dinge versucht haben, von denen sie gelernt haben, dass sie nicht gehen.
Fliegende Bltter

Den Fortschritt verdanken wir Nrglern. Zufriedene Menschen wnschen keine Vernderung.
Herbert George Wells

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1 2 3 4
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