Weisheiten 402

De Minjtsche se guor vun enem Dressler gedresselt.

De Mk (Mcke) scheisst dem Kser af de Nuss.
Siebenbrgen/Sachsen
mhd] Soldes der keiser selbe swern, ern kan sich mcken niht erwern.
mhd] Waz sol der muggen swil.

De Mkes hebbe lang Reck awe korte Gedanken.

De maket mi vel Sprnge.
i] Er widerstrebt in verschiedener Weise.

De male quaesitis vix gaudet tertius heres.
Walther, Proverbia sententiaeque
dt] Mit unrechtmig erworbenem Gut wird kaum ein dritter Erbe glcklich.

De man (der Mann) mot sin sulven de knecht, will he idt im huse finden recht.

De Man schaffet, de Fre fret.
hdt] Der Mann schafft (erwirbt), die Frau frisst (verzehrt).
ho] De man wint, de vrouw niet spint.

De Mand frit allens, s de Jung, da scheet he up't Deck.

De Mann drf allens eten (essen), aver nich allens weten (wissen).

De Mann e Ms, de Fr e Vagel.
Elbing
i] Jedes erhlt sein Teil.

De Mann har sine Fru verlaren mit en Bdel vull Gelde; harr he sine Fru man wedder, frg he nicks na'm Gelde.

De Mann kann nig so vl in de grte Dr infren, as de Fro t de ltje Dr tdrgen kan.
Holstein
i] Der Flei des Mannes hilft nichts, wenn die Frau nicht spart.

De Mann mutt wohl alles ten, aber nicht alles wten.
i] Er muss genieen, was die Kelle gibt, aber nicht nach jedem kleinen huslichen Geheimnise der Hausfrau forschen; so meinen wenigstens viele Frauen.

De Mann op't Peerd, de Frau an'n Herd.

De Mann schall erwerven, de Frouwe dat ere dartho scherven, dat slve ock nich laten vrderuen, vp dat se beyde nicht hunger steruen.

De Mnner hebbet alle den Brand, un brennet se nich, sau glimmet se doch.
Gttingen
i] Sagen die Frauen mit Bezug auf die Heftigkeit und den Jhzorn der Mnner.

De Mnner hebbet re Fruen sau leif as dat Water in der Kpen.
Gttingen
i] Die Frauen behaupten, die Mnner htten ihre Frauen nach der Hochzeit so lieb, wie das Wasser im Tragkorbe.

De Mnner het en Ferbrand in'n Hindersten, brennt he nich, so glimmt he doch.
Hannover
i] Die Frauen behaupten: Die Mnner haben alle den Brand, und wenn er nicht brenne, so rieche er doch, um zu sagen, sie seien hitzig, leidenschaftlich, nur der eine mehr als der andere.

De manu in manum.
Cicero
dt] von Hand zu Hand

De Mr (der Alp) es diss Nch bi imm gews.
Kln

De Mrt (Mrz) rhrt de Strt.
Ostfriesland

De Mrz heft Herz, on de Prll deit ok noch wat hei wll.
Alt-Pillau

De Mrz is den len Wiwern un Koien (Khen) re Sterz (ihr Ende).
Gttingen

De Mrz is der Lammer Scherz.
i] Da er schon manchen sonnigen Tag bringt, an denen die Lmmer sich im Freien ergehen knnen. Er ist aber auch ihr Schmerz; denn er pflegt oft sie umzubringen.

De Mrz krigt de len Wwer bt Herz.
Gttingen
i] Der Mrz fasst die alten Weiber beim Herzen: er lsst sie sterben.

De Mrz mot jedem rhre dat Herz.
Dnhofstdt

De Msch (Spatz) drift de Schwolw (Schwalbe) ous rem jne Nsst.
Siebenbrgen/Sachsen

De mat arbecht, ka' mat iessen.

De Maue stinket em all.
Hamburg
i] Er ist bereits verheiratet oder kein Junggeselle mehr.

De Maurerschwei on den Zmmerleidsmd, die sein deier on dch gud.
Trier

De Melk (Milch) lppt mi nich mr ut dem Mund.

De Melk balget wal, man se talget nicht.
hdt] Die Milch macht wohl einen Balg, einen dicken Leib, aber sie gibt keinen Talg, kein Fett, keine Kraft.

De mendico male meretur, qui ei dat, quod edit aut bibat.
Plautus
dt] Dem Bettler tut keinen Gefallen, wer ihm zu essen oder zu trinken gibt.

De Mensch hat totnauer Durst.
Aargau
i] Groen Hunger.

De Mensch ist schabab.

De Mensch mt sprsam sin, segt oll Tdsch un kakt Sp t Ms'ktel.
Mecklenburg

De Mensch ward so lt wie 'ne Kau n lehrt (lernt) mmer mehr datau.

De Mensche mott lehren (lernen) sau lange hei lwet.

De Mes is de halwe leiwe Hergod up'n Lanne.
hdt] Der Mist ist der halbe liebe Herrgott auf dem Lande.
i] Von der angemessenen guten Dngung des Ackers hngt die Mglichkeit einer guten Ernte gleichsam zur einen Hlfte ab, whrend die andere Hlfte von der erforderlichen Witterung, von rechtzeitigem Regen und Sonnenschein bedingt ist, den Gott geben muss.

De Mess mt knappen und nich sappen.
Mecklenburg
hdt] Der Mist muss trocken und nicht nass sein.
i] Beim Unterpflgen.

De mi bejegen will up 't Beste, de gv mi van d' Koffje 't erste un van d' Thee 't Leste.
hdt] Aus dem Kaffeetopfe sind die ersten, aus dem Teetopfe dagegen die letzten Tassen (desselben Aufgusses) die besten.

De mi vr wrscht't, is min frnd, de der nst kmt, het m 't gnt.
Lbeck
i] Warnen. Warschauung = Warnung. Ein Ausdruck der beim Gericht in Schuld und Pfandsachen hufig vorkommt. Der Gerichtsdiener warschaut den Schuldner, wenn er ihn eine Woche vor der Execution an die Zahlung nochmals erinnert.

De midlumer Klatten hangen bi de Latten, se freten de Lusen bi Hundert un Dusend.
i] Lattenhangers sind Leute, die von einem ehemaligen Wohlstande heruntergekommen sind und nur noch ein kmmerliches Dasein fristen. Lusenfreters = Hungerleider.

De Mies sind wedder biem Gritbiedel west.
Stralsund
hdt] Die Muse sind wieder beim Grtzbeutel gewesen.
i] Zur Verspottung der stralsunder Mundart, welche die dunkeln Vocale in helle, namentlich das in i verwandelt.

De Ml hat de Voss mt'n un'n Swans togb'n.
i] Wenn die Meile sehr lang ist.
fr] C'est une trs grande lieue.
ho] De lange mijlen hebben twee gelieven gemaakt.
ho] De voen hebben de mijlen gemeten; maar zij hebben de staarten vergeten.

De Ml hebben's mit 'n Hund mten un'n Swans to geven.
Mecklenburg

De Mle ht de Voss mten un sinen Start togwen.

De Minsch mut pisakt weren, dat he Luft krigt tum Starben.

De Minsch ward mmer to frh oolt un so laat (spt) kloack.

De Minsche meint jmmer, hei keime nich bet an sn Enne.
hdt] Der Mensch meint immer, er kme nicht bis an sein Ende.
i] Es werde ihm sein Vermgen nicht bis an den Tod ausreichen, was ihn oft zuletzt noch karg werden lsst.

De Minsche mot lren, sau lange as he in der Weld is.

De Minschen, de jmmerst for sik dl kkt, hft kn gd Gewten.

De Minsken kent man an den Gang un de Vgels an'n Gesang.
Ostfriesland

De mischt e Gesicht, als wenn e vom Affen gelaust wure wr.
Rheinland

De mit den Dvel speelt, mutt Fr in't Muul hebben.

De mit Goeden (Guten) umgeit, de wird gern gebessert.
ho] Die met den goede omgaat, verbetert zich gaarne.
it] Accostati a' buoni e sarai uno di essi.
sp] Allgate los buenos, y sers uno de ellos.

De mit Hnn' (Hunden) to Bede geit, steit mit Flhe up.

De mit 'n Eers (Arsch) in't Botterfatt fallen is, de sitt wk. Oldenburg
ho] Hij is met zijn' aars in de botter gevallen.

De mit 'n Eers in't Botterfatt fallen is, de sitt wk.
Oldenburg
ho] Hij is met zijn' aars in de botter gevallen.

De mi't Pierd (Pferden) wset, brkt mi de Krblen nit do wsen.

De mit Wten 'n Hore (Hure) nimmt, is 'n Schelm of word n.

De mit'n Mule (Maul) fltet, mutt mit'n Eerse bottern.

De mcht' man katholisch werde.

De Modergott's (Muttergottes) drgt Soterdags r Holl (Haube).
Deutz
i] Jeden Sonnabend scheint, wenn auch nur auf Augenblicke, die Sonne.

De Modergott's schddelt r Frenbett.
Deutz
i] Wenn es schneit.

De Mogge stinket m.
Grafschaft Mark
i] Sein Ruf taugt nicht viel.

De Moggert kmmt noh her.
Lippe
i] Das Gereuen, von moggen = gereuen.

De mgt sik liden (leiden) as de Kuckuck und de Sbendnk.
i] So lange nmlich das Siebengestirn scheint, ruft der Kuckuck nicht.

De Mk (Mcke) wl den Torn (Turm) nfljen.
Siebenbrgen/Sachsen
i] Bezieht sich auf ein Lgenmrchen.

De Mon iss mm nog nig oll ng.
Altmark
hdt] Der Mond ist ihm noch nicht alt genug.
i] Von jemandem, der seine Geschfte soviel als mglich aufschiebt.

De Mond frt (macht frei) all'ns, sd' de Jung, do scht he op't Deck.

De Mond schnt em drg de Bne.
i] Dem Krummbeinigen.

De Morgens wat spart, de Abends wat hett.

De mortuis nil nisi bene.
Chilon
dt] ber Tote soll man nur Gutes sagen.

De Mrz (Mrz) hlld de Kuh beim Strz, den Abbrll hellef schnnd ng Kuh on Kallef.
Trier

De Msch es te alt, als dat se sech met Kf (Kaff, Spreu) locken ltt.
Meurs

De mt noch erst gebren (geboren) wrden, sd de Mann mit'n Esel, de jeden allens recht mkt.
Mecklenburg

De mt nog vl Lergeld gewen.
Pommern
i] Der muss erst durch Schaden klug werden. Seine Erfahrungen teuer bezahlen. Auch von Betrogenen, Spielern.
sd] Man mste stundom giva lrepenningar.

De muess nid ge Schaffhuse g, der nid cha sge n, g, l, st, g.

De muess nid na Schaffhuse ch, der nid cha g, st, blbe l.

De Mhlenknechte sln sick.
i] Sagt man, wenn der Schnee in groen Flocken fllt.

De Muhm ltt de Muhm gre on de Muhm frage, ob de Muhm to Hs ss; wenn de Muhm to Hs bleibt, ward de Muhm de Muhm beseke.

De Mull (Maul) geht em wie en Schnekeschur.
Aachen

De Mull geht em wie ene Schottelsplack.
Aachen

De Mller dei het mant ein Gled, dat rlich is.
i] Dies eine ehrliche Glied des Mllers soll der Daumen sein, weil dieser beim Anfassen des Mhlenkopfes innerhalb desselben ist.

De Mller mit sn Mallfatt, de Weber mit sn Splrad, de Snder mit sn Snippelscher, dar kamen all dr Defen her.
i] Mallfatt = Gef zur Bestimmung der Mahlmetze.

De Mller stellt de Mhlen klipp de klapp, hei stlt t allen Scken wat.

De Mund is eh'r vuller as dat Oge.
bm] Usta plna, a oči hladovy.

De Mund is n Schalk, bdet em man wat.
i] Zu einem, der behauptet, er habe keinen Appetit oder sich beim Essen ziert, oder zu essen frchtet.

De Mund is en Schalk, wat me iar anbtt (anbietet), dat se gentt (geniet).
Iserlohn
i] Schalk = Knecht, Gehorchender; iar = ihr, d.h. ihm, Mund ist in dieser Mundart auch weiblichen Geschlechts.

De Mund is 'ne gngige (gangbare) Hrstrate (Heerstrae).
Gttingen

De Mund is'n Schalk, wenn man em wat vrholt, so jant he up.

De Mund mkt, dat de Nrs Slage kriggt.

De Ms (Maus), de ber dat Ml lpt, hungert nich.
Bremen

De Ms (Muse), de Ms!
i] Ausruf zur Erweckung der Schamhaftigkeit bei kleinen Kindern, wenn diese sich entblen.

De Ms frietet op'n Stuiwer, de Snagel op'n Dler.
Westfalen

De Ms hett mehr as n Loch.
i] Entwischt er nicht auf die eine Art, so glckt's ihm auf eine andere.

De Mse (Muse) frtet det Koren wolfle un de Sniggen der.
i] In trockenen oder Musejahren gert das Getreide und wird daher wohlfeil, nasse Jahre, in denen es viel Schnecken gibt, verursachen Teuerung.

De Mse (Muse) pfife.
Luzern

De Mse fretet den Winter nich up.
Hannover

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