Weisheiten 397

De en Wedemann (Witwer) nimmt, de Ptt un Prullen find.

De n Wedner nimmt, de Potten und Prllen findt.
Ostfriesland
i] Wedner = Wedemann, d.i. Witmann, Witwer; Prllen = altes Hausgerte.
ho] Die een' weduwenaar bemint, potten en pannen vindt.

De ne hett de Mann un de andere hett de Will dervan.
hdt] Die eine besitzt den Mann gesetzlich und die andere besitzt ihn wirklich.

De ne holt 't mit'n Bdel, de anner holt 't mit 't Geld, war holst du 't mit? Mit de Hand.
Oldenburg

De ne is van Roggenstroh, de annere is ivensau.

De ene redet vom Beerenbrot, de andre seggt: dat Fer geit ut.
Ostpreuen
i] Wenn jemand auf die Unterhaltung der andern nicht eingeht, sondern abweichende, nicht zur Sache gehrende Antwort gibt.

De ne spreckt dervan, un de anner deit deran.
Ostfriesland
hdt] Der eine spricht davon, der andere tut es.

De ne will hott, de anner har.

De enne ht den Bdel (Beutel) , de andere dat Geld.
i] Der eine den Beutel, der andere das Geld wurde im Februar 1871 in Frankreich gemacht. Die Stadt Paris hatte fr den Waffenstillstand vom Januar bis Februar eine Contribution von 300 Millionen Francs an den Kaiser in Versailles zu zahlen. Nach dem franzsischen Gesetz vom 17. November 1852 muss jeder Geldsack, der nicht zurckgegeben wird, mit 2 Sous vergtet werden. In Versailles entschied man sich fr Bezahlung der Geldbeutel, man erhielt von Paris 200 Millionen Francs und bezahlten den Preis fr Beutel 2000 Francs. Schles. Zeitung 1871

De Enne will hr, de andere hott.

De erschte Hundkes (Hndchen) warn verspt (ersuft).
i] Trost derer, die beim Anfang des Kartenspiels verlieren)

De erschte Kirschen gelden et Geld.

De erschte Plume (Pflaume) snd madig.
i] In Bezug auf die ersten Gewinne beim Kartenspiel.

De rst de Finger warin (worin) hett, kriggt boll (bald) de ganze Hand derin.
Ostfriesland

De rst mit n Bn (Bein) in d' Slt (Graben) sitt, kummt der licht mit beiden in.
i] Ein Unglcksfall zieht den anderen, ein Vergehen das andere nach sich

De rst 'n Stfmder (Stiefmutter) hett, kriegt ok boll 'n Stfvder, de Dwel hle se alle gar.
Ostfriesland

De rst up de Sltskante steit, de sttt se gau herin.
Ostfriesland
hdt] Wer erst am Ufer des Grabens steht, den stoen sie ganz hinein.

De erste Einflle sind oft de beste.
Ulm

De erste Koss (Kuss) kost Mh (Mhe).
Rendsburg

De rste Nd mut wrd wern, s jenet ld Wv, an verbrenn den Backtrog to 't Srn.
Sderdithmarschen
i] Der ersten Not muss gewehrt werden.

De erste Winnst (Gewinn) is 'n Kattenwinnst.
i] Ist sehr trgerisch

De ersten zehntausend Taler bnd am schwersten tohopen.
Rendsburg

De esel unde de en drift, denket nicht aver en Ltten.

De ste Hlpe is de beste.
i] Wo Hilfe nottut, da soll man nicht sumen

De et erste kmpt (kommt), de et erste mahlt.
Mnster

De facto.
Corpus Iuris Civilis
dt] den Tatsachen entsprechend

De fallt met de Dhr in't Hs.
Strelitz

De fallt to, as de Flge (Fliege) in'n Br (Brei).
Rastede

De Farken (Ferkel) knnt nich lidn, watt de Mutte verschuldet hett.

De Farr (Pfarrer) af de Kleckner (Glckner) sazen.
Siebenbrgen/Sachsen
i] Eine bessere Speise auf eine schlechtere folgen lassen.

De Fastlbnd-Stt deit den Pgn den Dd.
Sderdithmarschen
i] Die Klte, welche mit dem Beginn der Fasten einzutreten pflegt, der Fastnachtsfrost, bringt alten Pferden den Tod

De Fedde brenget de Swdde.
Grafschaft Mark

De Fensters, de gt inlchten, lchten k gt t.
Ostfriesland

De ferndrig Schnee such nit meh.
i] Den vorjhrigen Schnee muss man jetzt nicht mehr suchen. Was vergessen ist, lass vergessen sein.

De Fess' rangder eines sengen Drsch hen.
Siebenbrg.-schsisch
i] Die Fe unter dem Tische eines anderen haben.

De Fiend (Feind), de uns gefhrlik is, ht ennen anderen, de en frittet.
Waldeck

De Find (Feind) mag mi haln!

De fne Ld (Leute) leggen de Eier leglech (leicht) en de Netelen.
Meurs

De Finen (Feinen) maken Mnen on stehlen de Growen de Wck t den Owen.
Meurs
i] Wck = eine Art Weibrot

De Fnen (Feinen) schnen.
Meurs

De Finsters (Fenster), de tlucht't, mt ok wedder inluchten.
la] Gratia gratiam rependere.

De Fisch mcht de Katt wohl, se mag sick man blt de Ft nich natt mken.
Mecklenburg

De Fitje snt em stuvt (die Flgel sind ihm gestutzt), he schall 't Flegen wohl latn.

De Flitige (Fleiige) lpt sik dood, un de Fule dricht sik dood.
Sderdithmarschen

De flitigsten Karkgaers (Kirchgnger) snd ni immer uns Hergott sin besten Kinner.
Rendsburg

De Floek (Fluch) blift in sin eigen Hoek.
ho] De vloek keert weder in zijn' eigen hoek.

De Flok hett 'n goden Sinn, wor he utfohrt, dar fohrt he wedder in.
hdt] Der Fluch hat einen guten Sinn, wo er ausfhrt, da fhrt er wieder hin. (Der Fluch trifft den Flucher selbst)

De Flchten (Flgel) sin em beschnden, 't Fle'en sall 'r wohl bliwen loaten.

De Flunken hangn latn.
i] Flunken = Flunk oder Flnk = Flgel, Fittich, Fedderflunk = Kehrwisch von Federn, in der Regel ein Gansflgel.

De Fdde brenget de Swdde.
Soest
i] Fdde = fr Ferde, eigentlich Ferde, von fer, fern, die Ferne, Entfernung, Swdde = fr Swrde, von swr, schwer = Schwere.

De Fot (Fe) bi 't Mahl holn.

De fragt, will nicks geben.

De Frau hett mmer recht, secht Bandemer, ower se drf dat blot nich weeten.

De Frau is in'n Husholt, wat de Teerbtt an'n Wgen is.

De Frau is so klok, de kann't all mmer an de Weech (Wiege) sehn, wenn dat Kind kacken will.

De Frau whnt vr im Hus un de Mann achter.

De frechste Vogel es de Kuckuck, hei flgt enen tegen de Borst, sonder te weten worm.
Kreis Kleve
i] Wenn jemand mit unbekannten Verdiensten einen Orden erhlt.

De Fro (Frau) het de Bxe (Hose) an.
Rastede

De Fr (Frau) kann mhr mit'n Lpel (Lffel) t-, as de Mann mit'n Slf (Kelle) inlan.
Rastede

De Fr (Frau) kann mr to't (aus dem) Fenster tlangen (herausgeben), as de Mann in de Schrdr (Scheunentr) infrt.
Ostfriesland

De fr sei't, de fr mei't.
Ostfriesland

De fr upsteit un doch nicks deit, is wert, dat man em mit de Kl dodsleit.
Schleswig

De frh opsteit und doch nicks deit, de kumt ok ng weit.

De Frow (Frau) mot sulven sin de maget, wil se im huse schaffen radth.

De Fru (Frau) erwarvt nicks un verdarvt nicks.

De Fr iss in'n Husholt wat de Thrpott (o. Teerbtt) an'n Wagen.

De Fru kann in de Schrt mihr ut 'n Hus drgen, as de Bur mit vier Pier in sein' Schn fhren kann.

De Fru kann mehr to't Finster rutlangen, as de Mann to d' Schndor rinfhrt.

De Fr kann mihr ut de ltt Der dregen, as de Mann in de grt Der fuert (fhrt).

De Fr un de Katt hren achter de Dr, de Hund und de Mann dervr.
Rgen

De Fru hrt in't Hs, de Besse (Besen) hinder de Dre un de Hund upp'n How.
Eimbeck

De Frugens, de in annern Hsern spinnen, spinnen in ehren eegnen Hsern nich veel.

De Frugensld' snd noch dmmer as ngenunngentig dumm Hhner.

De Frugensld' un de Wallnotbm mten Schlch hebben, wenn se Dch hebben solen.

De Frugge (Frau) kann m in der Slppe (Schrze) out deam House dreagen, oasse de Mann mit veir Pearen derin foern kann.
Marsberg

De frndlichsten Hunnen (Hunde) bten am dllsten.
Ukermark
i] Die Menschen, die sich gegen uns so ausserordentlich freundlich stellen, sind in der Regel die gefhrlichsten.

De Frsch (Frsche) krische n Rn.
Siebenbrg.-schs.

De Fula (Faule) liht sich nich nerra, den em is bang, dt a werra upschtoen sal.

De Fle (Faule) schlpt sick daut, de Fldige lpt sick daut, un so komet se bde to Daue.

De Fulen (Faulen) hebben de scherpste Kniewe.

De Fulen dreegt sick doot und de Willigen loopt sick dot.

De Fusten (Fuste) hett, mag sln, de Geld hett, mag betahl'n.

De Galle b'n Minschen doit det beste.

De Galli (Gallus) hocket ufem Stei, wenn d' ppis dusse hest, thu's hei.
Schaffhausen

De gansse Welt es verrcked, har de Krl saght, doa har de Frau den Man eplcked.
i] Gepflckt, d.h. hier: gerauft.

De ganze Welt is vull Pn, man elk fhlt (o. jeder hett) sn.

De gar to leidig is, hett n bedragen off will en bedregen.
Ostfriesland
i] Glatt und sanft, nachgiebig, demtig, mit der Nebenbedeutung der Falschheit, der Verfhrung oder Verleitung; eine leidige Zunge = schmeichlerische Zunge.

De Gaste (Gerste) mot in einem verteljre twei mal in'n Sacke sn.

De Gaste mot in elwen Wecken vum Boden un wer drup.

De gau (guten) P'd (Pferde) fengt men op Stal, de schlechten veral.
Aachen

De Gus (Gans) is noch nit gar.
Bren
i] Die Sache ist noch nicht fertig)

De Gave (Gabe) ist to grot, seggen se to Hksiel.
Ostfriesland

De gebacke Foankich (Pfannkuchen) flge nit n der Laft erm.
Siebenbrgen/Sachsen

De geiht ok nich up sien Drttel sitten.

De Gei well och 'ne lange Sttz han.
Kln

De geit (er geht) as wenn hein Plock in'n Hindersten hrre.
Hannover

De geit so breit wie en Wandls.
Wolfenbttel

De geit vor de Hunne.
Ukermark
i] Er geht fr die Hunde, d.i. er verkommt, geht hinber

De geit't nett as jenen Jung, was 'n Vierteljahr weg, da frg he sn Moder, wat de Katt fr'n Ding was.
Ostfriesland

De Geld ht, de geit fort, sit an Schstentaar, an do flaagh hi wech me 'n holtnan Drillang bh a Strt.
Nordfriesland
hdt] Wer Geld hat, geht fort, sagte ein Kfer, und da flog er weg mit einem hlzernen Dreiling auf dem Schwanze. (Prahlerei und nichts dahinter)

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