Weisheiten 395

De Birre sin noch nit rf, sd der Fuss, do schott h der Baum mit singen Stz.
Kln

De Bistritzer.
i] Wenn man Landleute aus der Umgegend von Bistritz, dem 'Nsner Gelnde', nach ihrer Heimat fragt, pflegen sie zu sagen: 'Aich b fu ze Nis'n.' Diese sonst im Schsischen ungebruchliche Ausdrucksweise verspottet das Sprichwort.

De Biuer (= Bauer) sijet (= set) sik gruis oawer nit wuis (= nicht weise).

De Biuer sijet (= set) sik gruis oawer nit wuis (= nicht weise).

De Biur is en Schelm van Natiur, stick hm en Finger in't Maul, dann bitt he, stick em m innen s, dann schitt he.
Sauerland

De Blgen wasset op, as et Holt im Brge.
Grafschaft Mark
hdt] Die Blagen (Kinder) wachsen auf wie das Holz im Berge.

De bleide (blde) Re wedd (wird) selten satt.
Mnster

De Blinde sitt et nich, der Domme versteit et nich, on de Dwatsche denkt, et mot so sn.
Knigsberg

De bloedige hand mach nicht Loffguit entfangen.
Ostfriesland

De blsst upt't letzte Lock.
i] Bei wem es mit Vermgen, Gesundheit u.s.w. zu Ende geht.
fr] Tirer du clocher.
la] Ad restim res redit.
la] Mortuus jacet pedens.

De Bsen (Bsen) hilt de leiwe God faste, de Gauen, de wilt nich weg.
i] Bekmpft den Aberglauben, die Wiederkehr Verstorbener betreffend

De Bock het (heisst) Hermen.

De Bocks (Hose) geit m met Gronds.
Meurs
la] Capra nondum peperit, hoedus autem ludit in tectis. Zenodot

De Bkweten is nich eher sker, as bit he in 'n Magen is, s de Br, do fll em de Pankoken in de Asch.
hdt] Der Buchweizen ist nicht eher sicher, bis er im Magen ist, sagte der Bauer, als ihm der Pfannkuchen in die Asche fiel.

De Boldt wil' ek driif.
Sylt
hdt] Der Bolzen wollte nicht treiben.

De Bm (= Baum) fllt nicht von en Schlag.

De Bme, de oft knacket, de fallt nicht licht.
Braunschweig
hdt] Bume, die oft knacken, fallen nicht leicht.

De bonen (Bohnen) maut me tsken twee lechtern setten.
Grafschaft Mark

De bsesten Bcke (Bcke) hebbt de krummsten Hrns.
Rastede

De btt (beisst) on schleit on rennt ok noch Mnsche wer.
i] Spottweise von einem Zornigen

De Botter (Butter) geiht wer de Eier.
Hamburg
z] Wenn de Franzosen ht oder morgen (aus Rom) aftreckt, dann geiht de Botter wer de Eier. Norddeutsche Volkszeitung, Hamburg 1862

De Botter (Butter) is jarliks (jhrlich) drmal dull (toll, wunderlich): nmal, wenn se to wk is, 't twde mal, wenn se to hart is, un't darde (dritte) mal, wenn man se nich hett.
Ostfriesland

De Botter (Butter) is so st, asn Nutt.

De Bottermelk (Buttermilch) mitr Messforken eetn.

De Bran(de)win drinket, kan wol Janever (Genever) pissen.

De Brand scht de Ngel in der Wand.
i] Zur Bezeichnung der alles verzehrenden Gewalt das Feuers

De Brannewin rpt enen.
Lippe
i] Der Branntwein ruft ihn, er ist demselben ergeben, erzieht ihn zeitweise in den Keller oder ins Wirtshaus.

De Branwin maket nix Goes.
Lippe
hdt] Der Branntwein macht nichts Gutes.

De Brei bi pper verschtte.
Schaffhausen
i] In Ungunst kommen

De Brei mam Sabel krit hun.

De Br (Brei) ward hter upgebn as gtn.

De Briei wrt (= wird) altt haiter opgaft (= aufgegeben) rr 'e giten wrt.
Arnsberg

De Bringer hett de Rugge af.

De Brer (Brder) fasst mit beide Handen, de Sster (Schwester) man (nur) mit n.
Ostfriesland

De Brot hett, den ward Brot badn.

De Brd (Braut) hett de Katten gd fodert.
i] Sagt man, wenn am Hochzeittage schn Wetter ist

De Buck (Bock) mlken un inner Hei (Heide) fisken bringet nix in.
Bielefeld

De Buckel ss kein Holltopp (hohler Topf), sagte jene Margell vor ihrer Hochzeit.

De Ber ackert seck woll grs, aber nicht ws'.

De Buer het man ein Kind.
[RSpW] Provinzialrecht des Frstentums Minden
i] Weil der Bauer dasjenige Kind, welches im elterlichen Hause bleibt, in der Regel der lteste Sohn, vielfach zu bevorzugen pflegt.

De Ber hett man n echt Kind, de annern sind alle Hrkinner.
[RSpW] Oldenburg
i] Der eine Sohn wird Herr, whrend die anderen Kinder, wenn ihnen das Glck nicht auf andere Weise gnstig ist, in drftigen und abhngigen Verhltnissen leben mssen.

De Buer hrt leiwer dat Heaneken krggen, sse dat Vegelken singen.
Bren

De Ber in en grof Geselle, hei sleit twei ml up eine Stelle.
ho] Een groote boer geeft eenen grooten slag.

De Bur schitt sur, harn' se set schten, mcht'st du mit frten.
Pommern

De Ber(e) is en Ler(e), un wenn he slpt bet an'n Middag.

De Bk e Schn, die Mage e Mdfach.
i] Wunsch eines starken Essers, dessen Bauch eine Scheune und der Magen, ein Mittelfach derselben, eine Art Schttboden, sein soll.

De Bk ss kein Spegel, on de Arsch ss kein Landstrasse.
Ostpreuen

De Bur is as'n Mehlsack, je mehr man d'rupkloppt, je mehr stuw he.

De Br is en Schelm, wenn he ok slpt bed Middag.

De Br is enn Ehrenmann. Rendsburg

De Br is 'n Br, is 'n Schelm van Natur.
d] Bonden er ei saa argen skalk, at hannem ei br til farn.

De Br is tom dichten (= nchsten) bi uns Hergott.
Rendsburg

De Br kickt de l an, on de l kickt den Br an.

De Br mutt denn ganzen Staat unnerholn (= unterhalten).
Rendsburg

De Bur mutt morgens weten, wat sien Ld dohn mt, un to'n Frhstck mutt he daor wer wesen.

De Br mtt sn Botter laven.
i] Laven hier in der Bedeutung von schtzen (Preis bestimmen). Der Verkufer muss wissen, was seine Ware wert ist.

De Br seit sik wol grs, ewer nich ws.
ho] De ouder dem grijst wel, maar wijst daurom nog niet.

De Bur, de den Mest verkof, verkof dat Fett van de Suppe.

De Br, de Oss unn de Preester snd de dree grdsten Beester.
Rendsburg

De Bre lche, wenn se noh hm gnt. Aachen (Wenn sie, mit dem eingenommenen Gelde in der Tasche, nach Hause gehen)

De Bre lche, wenn se noh hm gnt.
Aachen
i] Wenn sie, mit dem eingenommenen Gelde in der Tasche, nach Hause gehen.

De Brestand het d' Oberhand.
Bern

De Buur seit sick woll gris, awers nich wies.

De Buur, de lwt von't Sthnen, un de Koopmann von't Toleggen.

De da will slpen, de mut k wat schpen.
Holstein
i] Wer gut schlafen will, muss rstig schaffen, arbeiten.

De dackhs' (Dachhase) kickt na 'm Speck.
Elbing
i] Die Katze spaziert auf dem Dache herum

De Dag will 'n Awend hebben.
Ostfriesland
i] Auch der lngste Tag neigt sich endlich.

De dar geben, dat weeren de Lven.

De dar hett kne Koje (Kuh) , de hett ok kne Moje.

De dar will land kopen, de schall lude ropen.
[RSpW]

De darf net sage: Gott strauf' me, dear ist g'strauft gnug.
Ulm
i] Mit seinem bsen Weibe nmlich.

De dat Gausetatern (Gnseschnattern) nicht hewwen will, de mot de Garven vannen Steerde laten.
Osnabrck
i] Wer keine bse Nachrede haben will, muss die Gelegenheit dazu vermeiden

De dat Latein nig versteit, de late et ungebrdet (ungehudelt, ungeneckt).

De dat letzte ut de Kros nimmt, fallt de Decksel (o. sleit dat Lid) up de Nse.
Ostfriesland

De dat letzte ut'r Kannen hebben will, de sleit dat Lid up'r Nse.

De dat lft (lobt), de hett en Kalf in't Lief.

De dat rhrt, de rhrt en vul Nest.

De dat rhrt, de rhrt 'n fl Nst.
Ostfriesland

De dat Spinnrad lett stn, mut mit'n Ars blt gn.
Holstein

De de Hals tobreckt, de hft de Bnen gn Schuld geven.
Ostfriesland

De de Hund tarrgt, mutt de Bt vorlf nehmen.

De de Inbrung het, mt k de tgiften dregen.
Schwerin
i] Wer die Einnahme hat, muss auch Ab- und Ausgabe tragen.

De de ko (Kuh) hrt, ft se bi'n Strt (o. bei de Hren, d.i. Hrnern).
i] Jeder sucht das Seine zu behaupten.

De de K (Kuh) slacht, geit de Melk quit.

De de Lust to danssen hett, de is der licht upsphlt (aufgespielt).
Ostfriesland

De de Moder (Mutter) to Frnne het, geit mit de Dochter fleiten.
Ostfriesland

De de Oogen nich pen deit, mt de Bel pen dn.
Oldenburg

De de Scha(de) hett, hett de Schimp dert.
Ostfriesland

De de Sch (Schuh) passt, de treckt se an.
Ostfriesland

De de Tewe im Huse hett, de hett de Hnn' up'r Dre.
Eichwald

De de Wahrheit seggt, kann nien Harbarg kriegen.
Rastede
z] Vnd geht der wahrheit wie den hasen, wo sie sich nicht baldt dannen packt, so wird's verfolgt, gezwackt, gesackt, ja nimmer keine schantz gelingt.

De deit alles vr sinen Kopp (Kopf).
i] Er fragt niemand um Rat.

De deit, wat he kann, is wert, dat he lft.
Ostfriesland

De den Dvel to'n Frnd hett, de ist al halv in de Hll!

De den Globen (Glauben) hett, kann so dra uppen Abnd (Ofen) backen as derin.

De den Hund tarrt (zerrt), mt de Bete (Biss) vrlf (frlieb) nmen.
Ostfriesland

De den Hund tarrt, mutt't bieten vrlew nehmen.

De den Landesherrn un den Amtmann spreken will, de mot de Stnden nich tellen (zhlen).
Oldenburg

De den Mann troet (vriet), de troet (vriet) k de Schulden.
Holstein

De den rechten Weg geit, de sleit kn Zwick in't Oge.

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