Weisheiten 387

Dat ist lang un smrig, s de Krl, do stohl he Seilgoarn un Bregenwurst.
i] Wurst aus dem Gehirn des Schweins.

Dat ist nich so licht as Vigelinsplen.

Dat ist schn Heu, s' de sel, doa fratt' r' Pperkken.

Dat it fr de Nschr (Neugier), s' Rutenberg, kam van 't Mken un brok sich 'n Bn.

Dat Junkgt (Junggut) is darten, met man 't k bi de Strt (Schweif) uphelpen.
Ostfriesland
i] Darten, dartlich = khn, verwegen, ausgelassen, mutwillig, lustig.

Dat kan dem Besten passieren, hadde de Snder segt, do har e de Knupe un Knupeholler am Rocke alle an einer Seit sett.
Soest

Dat kann ' noch nicht opessen. Brandenburg

Dat kann een mannig ok mal to veel weern, s de Buer, dar full em ne Fer Me up't Lief!

Dat kann ein Buer vom Nesch brook.
Mnchen
i] Neers broich. Um zu sagen: das ist kein Kunststck

Dat kann en blind Mann met dem Stock fulen.
Bren
i] Ist leicht einzusehen oder zu begreifen.

Dat kann Heert's Jung am Heck.

Dat kann Jn Luitje wohl.
Ostfriesland

Dat kann keen Blinder sehn.

Dat kann kn Jude lten.
Ostfriesland

Dat kann nicht missen (fehlen), de vl drinkt, de mt vl pissen.

Dat kann ck nich bekrge.
i] Nicht ausfhren, es bersteigt meine Krfte

Dat kann ok Dannbarg's Hans.
i] Eine aufallend leichte Aufgabe lsen.

Dat kann 'r utwennig, as de Hoahn det Kreih'n.

Dat kann unmglich 'ne Su sin, s' de oll Fr, don har se' 'n Bie'r bie de Klten.

Dat kann uns de Rhin nitt afwasken.

Dat kann Vader on Shn (spte).

Dat kann wohl mglich 'n oll Sau sin, sd' Meyersch, un harr 'n Biern bi de Klten.
Mecklenburg

Dat kann wohl Schick hebben.
i] Dabei kann man sich beruhigen

Dat kannst Dannebarg's Hans segge (vertelle).

Dat kannst du oppen Haut stecken.
Sauerland

Dat kanstu im Liegen dn.
i] Es ist eine leichte Arbeit, die nebenbei zu machen ist.

Dat kem ch de Brd (Brot) net fett machen.
Bedburg

Dat Kind ht de Begovung. Kln
i] Es ist mit Krmpfen behaftet.

Dat Kind hett wohl Miteters.
i] Ist von Wrmern wohl so ausgezehrt

Dat Kind rukt na de Harbarge.
Oldenburg
i] Die Sache verrt ihren Ursprung.

Dat Kindelbett hett vl Hk un Winkel.
Holstein
i] Eine Wchnerin ist viel Zufllen unterworfen.

Dat Kint (Kind) is snem Varer ut de Ogen krapen.
Mecklenburg

Dat Kint schall wohl 'n sachten (sanften) Dd hebben.
Ostfriesland
i] Wird von einer Sache gesagt, die im Anfange sehr eifrig betrieben wird.

Dat klappert wie 'ne bastne Lischke.
Elbing

Dat klappt as de Fust up't Oge (Faust aufs Auge).

Dat klappt as wenn man den Dreck mit Ptschen haujet.

Dat klappt nich.

Dat kommt ass Melk ut dem Bollen (Osse).
Danziger Nehrung

Dat kmmt drock (dringend), seggt de Schnder, on krggt e Pr Strmp to versle.

Dat kmmt langsam an, wie den Os de Melk.
Meurs

Dat kommt nich von Ungefhr, dat komt von ganz wat anners hr, sd de Drn, da harr se 'n dicken Bk krgen.

Dat knen s' in Karkdrp k.
i] Karkdrp = Kirchdorf gehrt zu den neun Drfern oder Logen, welche das Kirchspiel Aurich bilden und zu dem Sprichwort veranlasst haben: Auerk hett ngen Logen; womit nicht, wie ein des Plattdeutschen unkundiger Reisebeschreiber berichtet, neun Freimaurerlogen gemeint sind. Sinn: Wenn man es im Kirchdorf tut, muss es nicht schwer oder nicht viel wert sein. Es besteht nmlich eine Neckerei gegen die neun auricher Drfer, in welchen gegen die Bewohner derselben allerhand Beschuldigungen erhoben werden, wegen deren es frher auf Mrkten, in Gasthusern und bei volksfestlichen Anlssen nicht selten blutige Kpfe gab.

Dat knt (kommt) en des Popst Mond (Monat).
Aachen
i] Zu rechter Zeit.

Dat knt (kommt) wie Maibom in Oche.
Aachen
i] Unerwartet.

Dat Kopeleirgeld nit mehr wert siyn.
Bren
i] Trauungsgebhren. - Von alten Leuten, die noch einmal heiraten.

Dat Kpken (Kpfchen) kolt, de Fte warm, dat Achterprtken apen, do wirste ruhig slapen.
fr] Le pied sec, chaud la tte, au reste vivez en bte.

Dat Korn ingestwet, de Hwer ingekleiwet. Waldeck
z] A so, des ist ann anders Koarn, hat der Mller gsait und hot in ann Mausdreck bissa.

Dat kst j ken Geld, sgt de Br, do wamst (prgelt) he snen Jungen dr. Jever

Dat kost 'n Botterbrot.
i] Es ist spottwohlfeil

Dat kostet em go den Kragen.

Dat kost't ok Bein, wenn 'n up'n Stock ritt.
Mecklenburg

Dat Kruschen gett sau lange te Wter, bitt et te Grunde gett.

Dat kriggt ook 'n Enn, s de Dwel, dar weer Bu- un Beedag.

Dat krigt ok en Enn, s de Dvel up'n Bu- und Beddag.

Dat krigt k werrer'n Enn (Ende) , sr dei Dwel up'n Buss- un Beddag.
Mecklenburg

Dat Krt (Kraut) kenn' ick, s' de Dwel, doa ha 'r Warmode (Wermuth) Prten.

Dat Krut kenn ick, s de Dwel, un set sick mit'n Ars in de Brennetteln.

Dat kemt vam Bullern, sagte de Snael, hei hadde siewen Jr amme Kearktoren kroepen, un as 'e boalle am Krtse was, un sik reppen woll, doa was 'e herunner fallen.
Bren
i] bullern = auch bulderen, balderen, ballern = poltern, lrmen, hier: sich bereilen, Snael = Snagel, Schnecke, reppen = sich beeilen, hochdeutsch reffen, raffen, schnellen

Dat Kken will woll klger wsen as 't Hohn.
Strelitz

Dat kummt (kommt) dar nt bi to pass.
i] Das bleibt weit davon.

Dat kmmt (kommt), dat kmmt, sd' de Brt von Bordelum, dr hrr se dr Dg' unner'n dden Krl legen.
ho] Het zal wel komen, zei Klaas Lumpes, en het kwam nooit.

Dat kmmt all wller, s de Bur, dor forde he siene Swienen mit Speck.

Dat kmmt all't up ns rut, s' Muo'r Fentschen, un kochte 'n Kaffee in 'n Pisspott.

Dat kmmt m an, as 'n Br dat Aod'rlaoten.
Altmark

Dat kummt b de Hun(de) r Wnsken mit to pass, dat de Kalver starven.
Ostfriesland

Dat kmmt doavan, wenn ein' schrwen (schreiben) lrnt, s' de B'r, a'r 'n Flscher an 'n Schandpoahl sah.

Dat kmmt jitzt alls up't Hchst, seggt dei Bur, da krg em 'ne Lus an'n Haut (Hut) rm.
Mecklenburg

Dat kmmt mi nig passlik.
i] Das kommt mir nicht zu gelegener Zeit.

Dat kmmt mi nig to Mate (Ma).
i] Das passt zu meinen jetzigen Umstnden nicht.

Dat kmmt mi recht to mate.
i] Kommt mir sehr gelegen.

Dat kummt so hen: Twee Swiene - fief Sieten Speck!

Dat kmmt up den Versuch an, segt de Swnegel t 'n Hasen.
i] Das Sprichwort hat wohl seine Quelle in der Fabel De Hs un de Swinegel.

Dat kummt up lttje Nmmerdag, wenn de Kalver up't Is danzt.

Dat kummt up 'n Rakedeves (=Geratewohl, Versuch) an.
Ostfriesland
i] Etwas zu nehmen, wo man es findet

Dat kummt van de Lust.
Ostfriesland

Dat kummt von 't lange Predigen, sd d Paster, dr harr he in de Bx (Hosen) schten (o. scheeten).
Holstein

Dat kummt von't lange Predigen, s de Paster, dar har he in de Bx scheeten.

Dat kmmt werrer, sr de Br, un gw sin Swn Speck.
Mecklenburg
i] Wird da angewandt, wo die Kosten den Gewinn verschlingen oder bersteigen, weil offenbar ein Schwein mehr Speck oder Fleisch fressen wrde, als es Speck gewhren mchte.

Dat kmmt wohl mal, dat'n fllt un findt nicks.
Mecklenburg

Dat kummt, dat kummt! s de Brut vun Bordelum, da har se dre Dag' unnern doden Kerl lgen.

Dat kumpt up ltje Nmmerdag, wenn de Kalwer up 't s danzt.
Ostfriesland

Dat kmt anners as: goden Morgen, Mtt!

Dat kumt b de Hun(de) er Wnsken mit to pass, det de Kalwer starvt.
Ostfriesland

Dat kumt em an mit Hitte (Hitze) un mit Kulde (Klte).

Dat kumt van de Lust.

Dat kumt wedder, sd de Br un gew (gab) sn Swn Swnflsch (Speck).
Holstein

Dat lacht mich an, as Fierkenschntkes in 'n Srkaul (Sauerkohl).

Dat Langsamgehn kumt van slvst.
Rastede

Dat Lank drt kne Wss.
Bedburg

Dat lt (lsst), as wemme 'ne Klucht op de Sege hanged (lied).
Iserlohn
i] Klucht = bezeichnet a) ein gespaltenes Holz, dessen sich die Kinder bedienen, um Bschel mit Heidelbeeren zum bequemen Heimtragen hineinzustecken; b) einen Felsen- oder Erdspalt und c) in Ldenscheid eine groe Herdzange, die man dort aber Kluft nennt.

Dat lt em gerade, as 'ner Sege, d sichten (sieben) wel.
i] lt = lsst (von lassen) = sieht aus.

Dat lat ick gan, s de Jung, da schul he das Kalv dregen.

Dat lt ik gaan! s de Slachterjung un set dat Kalw dal.
Sderdithmarschen
hdt] Das lass' ich gehen, sagte der Schlchterjunge und setzte das Kalb nieder.

Dat lat intrecken!
Pommern
i] Das wird wohl helfen, wird wohl was ausrichten. Eigentlich und ironisch gebraucht bei Prgeln, Gewinst, Lohn, Lobeserhebungen.

Dat laut, sagt Spiess, hiess einer sein Vater ein Dieb und seine Mutter eine Hure.

Dat Lauw (auch: Lw, Laub) sall 'n wuol mit niemen.
Paderborn
i] Er wird wahrscheinlich dem herbstlichen Witterungswechsel erliegen.

Dat Leben is de beste Schol vune Weeg' bet in'n Grotvaderstohl.

Dat Ledder (Leder) stelen un armen Lden Sch davan maken.
i] Mit gestohlenem Gute mildttig sein.

Dat legem natura tibi, non accipit ipsa.
Disticha Catonisa
dt] Die Natur gibt dir die Richtlinie, sie selbst nimmt von dir keine an.

Dat lehrt sick nix lichter as Fuulheit!

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DEUTSCH
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