Weisheiten 383

Dat geschitt (geschieht) nich, on wenn hei sck ngen on ngentigmal op en Kopp stellt.

Dat gescht (geschieht) e-er, s sik de Kau dat Auge lecket.
Bren

Dat geschtt nich um diner glen Hr.
hdt] Es geschieht nicht um deiner gelben Haare willen.
i] Nicht deinetwegen. Goldgelbe Haare galten einmal fr besonders schn

Dat Gesicht mag ick lieden, s de Bur, do km'n halben Swienskopp op'n Disch.

Dat get buff baff bster af.
i] Von oberflchlicher, bereilter Arbeit

Dat get grupp di grapp in minen Sack.
Iserlohn

Dat gt krumm inn.
i] Das weicht von der geraden Linie, vom rechten Wege ab.

Dat gt mi in de Seel na.
i] Berhrt meine Seele schmerzlich, geht mir herzlich nahe.

Dat gt nich anners, segt de Jung, un fidelt up 'n Stock.

Dat gt nich so, segt Beckmann, as slp b't Mten un d ehr nix.

Dat gt vr de Hunde.
i] Es geht verloren

Dat gev Luft, s de Deern, da kreg se twee Kinner up eenmal.

Dat gifft allerhand Schlach Ld, man bloots kein vierkantige un keine ganz runne.

Dat gifft Lucht (Luft) in de Kt (Kate), hadd de Kerl seggt, hadd de letzte Pann (Dachpfanne) van't Hs reten.
i] Kate = Htte, schlechte Wohnung, die Kothe, daher Kther, Kthner, Kothsasse, engl. cot, cottage, hollndisch kot.

Dat gifft Luft, seggt Lnk, donn sll he 'n Gsei legg'n.

Dat gifft mihr bunte Hunn' (o. Kuh) as een(en).

Dat gifft 'n grt Lock (Loch), seggt Lnck, donn sll he 'n Gsei legg'n.
i] Lnck = Sperling; Gsei = Gnseei. Wenn es hart ankommt, mit geringen Mitteln groen Anforderungen zu gengen.

Dat gift alltd Mester aver (ber) Mester.
i] Jeder findet seinen Meister.

Dat gift mehr Poggen (Krten) as Negenogen.
i] Wenig wirklichen Gewinn; auch: viel Bewerber, aber wenig geeignete.

Dat gift Rmte (Raum) um de Heerd, s de Papenborger tegen sin Wiv; do weern em seben Kinner in de Pocken strwen.

Dat gift'n grotet Lock s de Lunk, da scholl he en Gosei leggen.

Dat ging an, saed dumm Jrgen, 'n Schilling un' ne Schnd Brot.

Dat ging hart gegen hart.
i] Es wurde mit dem Streit Ernst, es kam zu Schlgen

Dat ging so in de Rabs.
Holstein

Dat ging, dat de Haie (Heide) wackele.
Lippe

Dat gink: Hest du nich, so wullt du nich!

Dat givt Luft, seggte de Fru, un kr Drillinge.

Dat giwt d Ruhe, sd' de Br, da lt he snen Bern snden.
Hamburg
i] Ber = Eber schneiden = kastrieren.

Dat giwt Rmde um de Hrd, see de Papenborger tgen sn Ww, d wassen hm swen Kinner in de Pocken avstrwen.
Ostfriesland
i] Rmde = Raum; nach der dem Gothischen: itha, althochdeutsch: ida entsprechenden niederdeutschen Substantivbildung auf: de, te, wie Hchde, Lngde.

Dat glimmert as de Carfunkel vr't Avenloch.
i] Spttische Beschreibung von Flitterstaat

Dat Glck lpt m to Dren und Fensters in.

Dat goaren (Garn) es so ful asse Drite (Dreck) (o. asse Mist).
Grafschaft Mark.

Dat Goet moet gaen van dar et gekommen ist.
[RSpW]
hdt] Das Gut muss hingehen, woher es gekommen.
i] Handelt von einem besondern Erbfolge-, dem sogenannten Rckfallsrechte, nach welchem, um die Gter bei der Familie zu erhalten, die Stammgter, die der Verstorbene hinterlsst, dem Stamme wieder anheimfallen, von welchem sie hergekommen sind, die vom Vater erhaltenen also an die vterliche, die von der Mutter an die mtterliche Verwandtschaft.
ho] Het goed moet gaan, daar het van daan komt.

Dat glt (gilt) n Millhuse. Mhlhausen, Kreis Preussisch-Holland im Regierungsbezirk Knigsberg.

Dat h su df unger der Aede (Erde) wr, als 'nen Hs en sibbe Johr hppe kann.
Kln
ho] Ik wilde, dat hij eene spiets diep onder de aarde stak.

Dat hadde eck in enne (in ihm) nicht gesucht.
Lippe
i] Diese Kenntnis, diesen Verstand, diese guten oder schlechten Gesinnungen habe ich bei ihm nicht vermutet.

Dat hlt keen Zick ut, un wenn se noch so spitz is.
Uckermark
i] Wird bei groer Anstrengung in der Hitze und Klte gesagt. Spitz scheint hier als mager und zh zu gelten.

Dat hlt net Stech.
Bedburg

Dat hlt van twelf Uhr bs Medag.
Meurs
i] In Ostpreuen sagt man: Von elf bis Mittag, was aber denselben Sinn hat, da die Arbeiter dort um elf Uhr zu Mittag essen, was auch von Nassau gilt.
Jdisch-deutsch] Das halt von Aleph bis Taw. (Vom ersten bis letzten Buchstaben des hebrischen Alphabets ist schnell gezhlt, also nicht lange)

Dat hlt van Vespertit bit de Hauner opflaiget.
Iserlohn

Dat hlt wie e Eckreduus.
i] Es ist sehr stark

Dat hlt wie 'ne Furz em Schnufdoch.
Bedburg

Dat Handwerk hett en Bodden vun Gold.

Dat Handwerk skt wol, man starvt nich.

Dat hnget aneinanner as Kattenscheske.
Sauerland

Dat hangt tohope as Schapktels.

Dat har ick mal dohn schollt, s de Jung, dar har de Kanaillenvagel in de Zoppenterrin scheeten.

Dat har schlecht war'n kn'n, s' de B'r, ass de Bull em 'n Bk upschlitzt har, un h starwen wull.
hdt] Das htte schlecht werden knnen, sagte der Bauer, als der Bulle ihm den Bauch aufgeschlitzt hatte und er sterben wollte.

Dat haren wi hatt, seggt Jochen, as har sinen Varer begrw.

Dat hrr gefhrlick hulpen, sd' de Paster, harr vr'n Kranken bd't, de was dd blben.
Hamburg

Dat harr ick nich dacht, sd de Bur, dor full he van'n Wagen.

Dat harr ik mal dn schullt, sd' de Jung, d scht n Swulk (Swlk, Schwalbe) in de Soppe.
Ostfriesland

Dat harr lch (bse, bel) wrden knnt, see de Br, as de Bull em de Bk upschlitzt harr un he starben wull.
Hamburg

Dat hrr'n w hat, s' Hinnerke, as h sinen Vder begrov. Jever
hdt] Das htten wir gehabt, sagte Heinrich, als man seinen Vater begrub.

Dat Hart (Herz) will'n Klager hebben.
Ostfriesland
ho] Het hart wil een' klager hebben.

Dat Harte (Herz) fallt em in de Boxen.
ho] Het hart zinkt hem in de schoenen.

Dat Harte mot en'n Frnd hem, un wenn et ok mant en Tunstake is. Gttingen
hdt] Das Herz will einen Freund haben und sollte es auch nur ein Zaunpfahl sein.
i] Wenn in heiratsfhigen Mdchen der Wunsch, sich zu verloben, einmal erwacht ist, so nehmen sie es mit der Persnlichkeit des Bewerbers nicht sehr genau.

Dat ht d us dem Mau geschtt.
Bedburg

Dat ht d us der Luet geschpp.
Bedburg
ho] Dat is uit de lucht gegrepen.

Dat ht goar knen Schick.
Mecklenburg

Dat ht kn Sg (Segen) orer Deg.
Mecklenburg
i] Deg (auch dg) = gedeihen, vom mittelhochdeutschen dihen, vorwrtskommen, wachsen, wovon unser hochdeutsches gediegen.

Dat hat nich Schick, nich Stl.

Dat hat noch Schick.
Altmark
i] Das ziemt sich, darin findet sich Harmonie

Dat haut anners um, sgt Ms Ml.
Holstein
i] Das ging anders als wir dachten, schlgt auf andere Weise aus, ist anders zu verstehen.

Dat hw ick 'n Prster (Priester) awsiehn, s' de B'r, un dpte sn tw't Kind slwst.

Dat Hearte (Herz) bltt (blutet) eame.
Bren
i] Er wnscht schmerzlich, an dem Besitz, Genuss, Gewinn eines anderen Anteil zu haben!

Dat heast diu out eigenem Titte ni soegen.
i] Das hast du nicht aus dir selbst.

Dat heat' e bi wakendem Aese un sloapenden Aeugen doan.
Westfalen
i] Ohne Aufmerksamkeit

Dat hebb ick am Halse as 'n Plackenfewer (Fleckfieber).
i] Ich wei nicht, wie ich dazu gekommen bin

Dat hebbe ik hrt, see de dove Geerd.
Holstein
hdt] Ich hre wohl, sagte der taube Gerhard.
i] Wird gesagt, wenn einer auf das Gesagte nicht achtet

Dat heft nuscht op sk, seggt de Br, on kmmt leddig ut de Wald.
Samland

Dat heft weder kop (Kopf) noch strt.

Dat Hg (Heu) ss so got, dat et de Plaschker Farr to Mddag ten kann.
i] Plaschker = ein Kirchdorf im Kreise Tilsit

Dat Hegen (Sparen) ess et Hebben.
Lippe

Dat helpt all mit gegen Smach, s de Bur, dor seet bit Middagten eene Lus up den Kohlteller.

Dat helpt fr de Ms s de Bur und stek sin Hus an.

Dat helpt fr Ms, s de Buur, do stickde he sien Huus an.

Dat helpt nich, mie lew Herr, sd' Schering wenn ick doch Slge hebben sall, ik krg se ht oder morgen.

Dat helpt! s jener Knecht, as he dre Dch op n Frwenn mei't har.
Sderdithmarschen
hdt] DDDas hilft, sagte jener Knecht, als er drei Tage auf einer Furchenwende gemht hatte.

Dat helpt, os wann 'ne Mgge in'n Rhen piss't.
Paderborn

Dat Hemd is mek ncher (oder: nger) as de Rock.

Dat Hemd trillt (zittert) hum vr de Nrs.
i] So ngstet er sich

Dat hest drapen, sr dei Krpel (Krppel), as en dei Hund in't hlten Bein beten har.
Mecklenburg

Dat ht (heisst) ins, man kumm nig bett.
Holstein
hdt] Das ist einmal, aber komm mir nicht wieder damit.

Dat ht (heisst) Kato! Wullt du nich vr to sehn, seh na to.
Ostfriesland

Dat het de Fos (Fuchs) emten un den Schwanz tauegehwen.
Hannover

Dat het de ganze Dag also gn (gehen), se(de) Anke Diedels, do lg se mit Appels in de Gte (Gosse).
Ostfriesland

Dat ht ik slampampen, sagte jener Herzog, als er mit seinen Leuten vier Mark in der Apotheke verzehrt hatte.

Dat ht ins (einmal), man kumm m nich bett.
i] Einmal, aber komm nicht wieder

Dat ht net alltd: Pus, Pus; dat ht k wohl ins: Katz, Katz.
i] Mit dem Rufe 'Pus Pus' lockt man die Katze, mit dem Rufe 'Katz Katz' verjagt man sie.

Dat ht nich: kack op e Phl (Pfhl), dat ht fat: scht det ganze Bedd voll.

Dat het no einmal guet gohen, sag de Kster, do storde de Thrmledder herunner.
Sauerland

Dat het sn Haken.
Altmark
i] Die Sache ist nicht klar, hat Schwierigkeit, es steckt etwas dahinter

Dat ht, fahrt na Spandau, um den Knig zu sehen!
i] Sprichwort aus der Zeit des Dreiigjhrigen Kriegs. Die Leipziger Messe war vorbei und die hamburger Kaufleute fuhren mit vierundzwanzig reichbeladenen Wagen nach Hause. Doch wollten sie den groen, bei Spandau stehenden Schwedenknig sehen. Gustav Adolf nahm sie freundlich auf, und hrte einer Predigt, die ihr mitreisender Geistlicher hielt, zu; da er aber Geld brauchte, so hatte er whrend der Predigt ihre Wagen in sichern Verwahrsam bringen lassen und zwang sie zu einer freiwilligen Anleihe von 80.000 Taler, indem er ihnen einen Schuldschein darber gab. Als sie in Hamburg den Vorfall anzeigten, so sagte der hamburger Brgermeister das obige Wort, das lange Sprichwort blieb.

Dat het: Lup (lauf), lup, Junge! Wann ick miun eigen Beste nit wsste, leip ick mi dut in einem Dage.
Sauerland

Dat hett Art! Seggt Mahrt.
Holstein

Dat hett de hl (ganze) Dag all s gn, s(de) Anke Diedels, d lg (lag) se mit Appels in de Gte (Goe, Rinne).
Ostfriesland
i] Der Volksmund bezieht hier schelmischerweise den Ausruf der Anke D. auf das Liegen in der Gosse, obgleich sie wahrscheinlich dabei an einen ganz andern Umstand gedacht hat.

Dat hett enen groten Namen.
i] Es scheint viel zu sein, ist es aber nicht.

Dat hett gn Schwrigkeit, see de Backer, d h't Brd t licht mkte.
(hdt) Das hat seine Schwierigkeit, sagte der Bcker, da hatte er das Brot zu leicht gemacht.

Dat hett he an sin seer (kranken) Been.

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ENGLISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
FRANZÖSISCH
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ITALIENISCH
1 2 3 4
LATEINISCH
1 2 3 4
PORTUGIESISCH
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SPANISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10