Weisheiten 381

Dat Dicke kost't meiste Geld, s de Fr to 'n Lehrjungen, as se em dat nnerste t 'n Kaffeepott in de Tass' gt.

Dat Dicke kost't meiste Geld, s de Fro to'n Lehrjungen da got se em dat Unnerste ut'n Kaffeepott in de Tass.

Dat dickste Enne (Ende) kummt na.
Oldenburg
ho] Het breedste eind moet nog volgen, zei besje, toen zij den steel van de koekepan ontlast had.

Dat die de Drst.
i] Ausruf der Verwunderung und Verwnschung. Das Wort Drst, wohl richtiger Drs, vom hollndischen Droes = Teufel, ist im Holsteinischen ein Schimpf- und Fluchwort.

Dat die de Loft (Luft) vergeit, seggt de Bunkus, wenn he en Kopp afhaut.
i] Bunkus war Scharfrichter in Danzig.

Dat Ding hett en Haken.
Holstein
i] Die Sache hat eine Schwierigkeit, ist noch nicht klar

Dat do ik so gern, as ik gleinige Kohlen ete.
bm] Ucinm vsecko pro kazdho, krom toho trho: Neslbm, nepujcm a nedm za neho svho.
bm] Vse rd udelm: jen nechtej, bych neco dalt, pujcil aneb slbil.

Dat dcht (taugt) den Dwel nit.
Westfalen
Es ist eine schlimme Sache.
fr] Cela ne vaut pas le diable.

Dat dcht dem Dwel int Maus nit.
Westfalen
d] Det duger intet, er ei vrd, er skarn ar tale om.

Dat du de Frisur krigst s de Moltmller un smet sin Fro up'n Mehlsack.

Dat du de Hlung krigst.
i] Von halen = holen, bezeichnet Zugwind, der auch wohl Hlwind heisst. - Dass du zusammenfahren mgest, wie vom schnellen Zugwind getroffen.

Dat du de swere Machei kriggst.
i] Eine pommersche Fluchformel.

Dat du den Sweden kriegst.
Ostfriesland
i] Einem den Schweden auf den Hals wnschen, heisst, ihm Unglck wnschen. Die Redensart erinnert an die Grausamkeiten, welche die schwedischen Truppen in der letzten Zeit des Dreiigjhrigen Kriegs in Deutschland, also zu einer Zeit verbten, zu der aus den schwedischen Scharen der Geist der Zucht und Ordnung lngst gewichen war und man sie in protestantischen Lndern ebenso sehr frchtete, als die kaiserlichen Truppen. Man gibt ihnen schuld, dass sie den Einwohnern z.B. Mistwasser in den Mund gossen, um sie zur Angabe ihres Geldes zu zwingen, dass sie die Frauen entehrten, ihnen dann die Brste abschnitten u.s.w. Nach einigen wird dies den Schweden des Dreiigjhrigen Kriegs nach dem Tode Gustav Adolf's zur Last gelegt, wohl aber mit Unrecht, da die erwhnten Grausamkeiten dem Einfall der Schweden in Deutschland zur Zeit des Groen Kurfrsten von Brandenburg vor der Schlacht von Fehrbellin angehren.

Dat du drei Bren kriegst!
Holstein
i] Glimpfform fr: dass der Teufel ber dich komme. Ausdrcke, womit der Bauernfeind den ehrwrdigen Landmann missbraucht)

Dat du nicht kackst, dat wundert mie.
Ukermark
i] Von denen, die sich sehr gefhrlich bei etwas gebrden.

Dat eene mutt sick na dat annere fgen.
Rendsburg

Dat eene up de Knakn, dat ander upn Stakn.

Dat Ei is kluker o'se dat Haun (Huhn).
Waldeckisch Uppland
la] E stultiore candelabrum.

Dat Ei will klker wesen, as dat Hohn.

Dat eine ml schr, dat andere ml en spr.
i] Das eine mal schier, d.i. lauter, unvermischt, das andere mal ein bischen.

Dat eine Older dat slpt, dat andere dat t, dat andere dat lset.
i] Zur Schilderung des verkommenen Alters nach allen Seiten

Dat eine schaf folget dem anderen.
la] Agnus ovem sequitur, capras hoedique petulci.
la] Unam ovem aliae sequuntur, hoc est facile simul decipiuntur simplices.

Dat einen van 't Arweden rk ward, leit ne drin, wier 't de Fall, mist de sel rker as de Mller sin.

Dat em de Nase bewert (bebt).

Dat ne dat man will, dat annere dat man mut.
Rendsburg

Dat Enne (Ende) dreggt de Last.
Oldenburg
fr] En la queue et en la fin gist de coutume le venin.
la] In fine summa operis difficultas.

Dat er en dingen als en bufiest.
Grafschaft Mark
i] bufiest = Bofist, wahrscheinlich aus bo und fiest zusammengesetzt. Fiest = Bauchwind, Schleicher

Dat erschte Jahr posse von Harte, dat zweite Johr lewe mt Schmarte, dat dritte Johr bifze de bafze, dat vrde Johr Treppafze.
i] So denkt man sich in der untern Volksschicht das eheliche Leben.

Dat erste Winn'n hlt de Kieler Jungs nich fr gd.
Sderdithmarschen
hdt] Gleich anfangs beim Spiel zu gewinnen, halten die Knaben in Kiel nicht fr gut.

Dat es (hei vertellt) e Mhrke (Mrchen) met 'm (von) Appelgrke.
Ostpreuen
i] Eine drollige, mrchenhafte, mit Humor vorgetragene Erzhlung.

Dat es alle plus minus, sied (sagt) Krmer.

Dat es Botter (Butter) n der Galge geschmt.
Kln
i] Wenn man seine Hilfe an Unwrdige vergeudet, ungereimte Unternehmungen u.s.w. untersttzt
ho] Boterje tot de galg toe.
ho] Het zou boter aan de galg gesmeerd zijn.

Dat es Brud (Brot) asse Kistekauken.
Grafschaft Mark

Dat es dat, sacht Schmack, da schlug he de Fru egen Nack.
Aachen

Dat es de Onderbocks van dem Brgermeister.
i] Unterhose, d.i. der Sekretr auf dem Brgermeisteramte.

Dat es de unrechte Gaitlink.
Iserlohn
i] Drossel, angelschsisch giddian = singen. In der obigen Redensart, womit man einen gefhrlichen Menschen bezeichnet, knnte gaitlink, wie Woeste bemerkt, aus dem altschsischen gadaling entstellt sein, wie man ja auch in derselben Bedeutung: 'dat es de unrechte Landsmann', gebraucht.

Dat es den Handlanger von Goddes Woord.
Meurs
i] Der Kster

Dat es der Schlonk (Schlund) us Albon.
Bedburg
i] Um einen unerfllbaren Magen, einen unersttlichen Fresser zu bezeichnen.

Dat es e Glich'S Leve (Leben).
Kln
i] Womit man einen ungestmen Lrm, Tumult bezeichnet. Die Redensart bezieht sich auf die Brgerunruhen in Kln unter Nikolaus Glich und Abraham Sax vom Jahre 1680-86.

Dat es e bergang, sd de Hahn tom Regenworm, on fret em op.

Dat es en dick Ai (Ei), awwer et birstet noch as 'ne Karthaune.
Iserlohn
i] Von sehr groer Freundschaft, die keine Dauer verbrgt

Dat es en dickriggiger Ohm.
hdt] Ein Ohm mit einem dicken Rcken.
i] Zur Bezeichnung eines reichen Landmanns.

Dat es en dtsken Menschen.
Iserlohn
i] Sagt der Bauer von einem Gebildeten, der auf des Bauern Weise und in dessen Sprache mit ihm verkehrt.

Dat es en kumoude (bequemes) Dingen, sagte de Br, doa soagh h 'n Lampenssnter (Lichtschere), knped de Kuale (Kohle) vam Lechte (Lichte) un dd se der in.
Halver in der Grafschaft Mark

Dat es en Pflaster von Grtten.
Waldeck
i] Ein Pflaster von Grtze; ein verkehrtes Mittel, um etwas zu erlangen oder um sich aus einer Verlegenheit zu befreien.

Dat es en rechten Hans in allen Gaten.
Iserlohn

Dat es en Tollheit, wenn dem Bre de Pipp steht.
Jerentowitz

Dat es 'et Geld fr de Kau, sach de Krl, da brag he siner Frau enen grosken un siewen penninge na hus.
Grafschaft Mark

Dat es jst, as wamme 'me Smiele (Schmele) in't Balkenhual hnged.
Grafschaft Mark
i] Von sehr geringer Wirkung, wie ein Tropfen Wasser auf einen heien Stein, wie wenn eine Kuh eine Erdbeere verschluckt.

Dat es keine Bone wrt.
Iserlohn

Dat es kn Narr, de 't sgt, de ess 'n Narr, de 't lft.
Lippe

Dat es lelk (garstig), sei de Uehl, do sog se hr Jongen an.
Meurs

Dat es men pust in de Fust.
Iserlohn

Dat es Mnkearbeid.
i] Faule Arbeit.

Dat es mt Nswasser geniht.
Kln

Dat es 'n slechten bideler (Bettler), da nitt ene dr missen kann.
Iserlohn
i] Ich kann auch ohne dich fertig werden, ich bedarf deiner nicht

Dat es 'ne Mann, d sich net mieh gehrig shen und der Dfel met Weihwasser onge de Oge werpe kann.
Bedburg

Dat es 'ne slechte Hsfro (Hausfrau), de mit 'n Karkenkled in de Kke geiht.
Bremen

Dat es nett so breit wie et lank es.
Meurs
ho] Dat is net zoo breed, als het lang is.

Dat es nit Foss (Fuchs), dat es nit Hase.
Grafschaft Mark
i] Weder das eine noch andere

Dat es noch nit ute dn (Vorgeschichte).

Dat es 'r in oane Stein, harre (hatte) de Br sagt, doa harr 'e 'n Schnecke gefressen, und gemeint, es sei eine Pflaume.

Dat es Schweilands Dau.
Niederrhein
i] Ist schlechter Acker

Dat es so faste (fest) as Balve (o. asse Dpen).
Grafschaft Mark

Dat es so gewis as dat twi mol twi fir sind.
Grafschaft Mark
ho] Ik heb het zoo gewis, als of ik het in mijne hand had.

Dat es so gewis as fr der Wermingser Peute de Mune (Mond) opgid.
Iserlohn
i] Wermingser Pforte. Wermingsen ist eine Ortschaft stlich von Iserlohn. Peute fr Parte = Pforte

Dat es so sr (sauer) at et krit.
Grafschaft Mark
i] Von krten = schreien, also schreiend sauer.

Dat es so taoh asse Rindlr.

Dat es van Plunnen in 't Pltt.
i] Plunnen = Plunder, Lumpen; Pltt = ein abgeschnittenes Streifchen oder Stckchen Leinwand, wie man es etwa zum Verbinden anwendet. Sinn: Durch die betreffende nderung wird die Sache nicht besser.

Dat es wahret Leiden, wenn't Vigoolke nich geit.
Mockrau bei Graudenz
i] Es ist seht unangenehm, wenn eine Sache nicht gelingt, wenn etwas keinen guten Fortgang hat. Vigoolke = Violinchen.

Dat es wat vn bversten Bn.
hdt] Das ist was vom obersten Boden.
i] Etwas Ungewhnliches

Dat es, as wamme der Sau en gllen Halsband mme dud.
Iserlohn

Dat es, as wan de kau' ne Aelberte (Erdbeere) sluiked (schluckt).
Grafschaft Mark

Dat es'n Profit osse wenn ne bi Strauh bckt.
Waldeck
i] Ein Gewinn, als wenn man bei Stroh bckt.

Dat ess dem se Brdschf (Brotschaf).
Bedburg

Dat ess e gro Tabernakel un wenig Heiligtum.

Dat ess e Krock (Kraut), dat wiss net en jiddem Gaden.
Bedburg

Dat ess e su 'ne Rump Schlump.
Bedburg
i] Unordentliches Frauenzimmer.

Dat ess em gepfiffen.
Bedburg
i] Sagt ihm zu, passt in seinen Kram, entspricht seinen Wnschen.

Dat ess em noch net usgewssen.
Bedburg

Dat ess em noh der Mtz.
Bedburg
i] Darber hat er seine Freude; es ist so, wie er's wnscht.

Dat ess en Lieb, de brennt wie Messpl (Mistjauche) en der Lamp.
Bedburg

Dat ess Fleisch esu frd we gl Hoar.
Kln

Dat ess Fleisch esu frd, dat mss wl vun er l Koh ov vun em drggen Buet sin.
Kln
i] Buet = trockenem Rinde

Dat ess im 'ne Schlag en de Bocks.
Bedburg

Dat ess kene Speckbohne kochen.
Bedburg
i] Der Ausgang lsst sich nicht vorausberechnen.

Dat ess 'ne Scholderdrger.
Bedburg
i] Einer, der auf beiden Schultern trgt.

Dat ess 'ne Wrme, wenn h hingen dem Oven sitz.
Bedburg

Dat ess Pott wie de Deckel.
Bedburg
i] Zwei Dinge von gleicher Gte.

Dat ess so glick (gleich) wie de Weg na Niedk (Neuteich).
Danziger Nehrung

Dat ess Speck un Schwt (Schwarte) vun einem At.
Kln
i] Sie haben sich gegenseitig nichts vorzuwerfen.

Dat ess wie e Schmedsferchen (Schmiedefeuerchen).
Bedburg
i] Um schnelle Verbreitung zu bezeichnen.

Dat ess'ne Mhnegrsser.

Dat est 'ne Dankverdener.
Bedburg
i] Augendiener, Manteltrger

Dat este sget me Mieze un hingenoh sget me Katte.
i] Voran geht das freundliche Lockwort.

Dat Eten hett nich Klack noch Smack.

Dat fackelt nig.
i] Damit ist nicht zu spaen

Dat fallt gd.
i] Das geht gut, die Karten fallen nach Wunsch

Dat fallt in't Fleth (Kanal).
i] Es ist verloren, vergeblich

Dat fallt int Geld.

<<< operone >>>

DEUTSCH
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LATEINISCH
1 2 3 4
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