Weisheiten 257

Darum besteht die richtige Behandlung jeder Angst darin, dass man vernünftig und ruhig aber konzentriert so lange darüber nachdenkt, bis sie einem völlig vertraut geworden ist. Schließlich wird diese Vertrautheit das Grauen abstumpfen; die ganze Sache wird langweilig, und unsere Gedanken kehren sich davon ab - aber nicht, wie ehedem, durch eine Willensanstrengung, sondern weil wir uns nicht mehr genügend dafür interessieren.
Bertrand Russell, The Conquest of Happiness, I, 5

Darum bleibe ich doch immer der Pastor Bödeker.
i] Der bekannte Pastor in Hannover setzte sich so sehr über gewisse gesellschaftliche Formen (Etikette) weg, dass er abends auch einem angetrunkenen Bürger den Arm reichte, um ihn wegen 'plötzlichen Schwindels' gütig nach Hause zu führen. Es wurde endlich zum scherzhaften Sprichwort, sich selbst mit diesen Worten wegen eines kleinen Rausches zu entschuldigen.

Darum dürft' ich ein glühiges Eisen tragen.
i] Feuerprobe zur Bestätigung der Wahrheit.

Darum eben ist die Kunst die Sprache des Unaussprechlichen, ist nur Fühlen, dem sich kein Mensch in Worten Rechenschaft geben kann.
Julius Hebing, Lebenskreise - Farbenkreise

Darum gäb ich keinen Rübenschnitz.
z] So schwer ich das ein hohen eyd, das ich nit ein rubschnitz geb um die wohl, so lang ich leb.
i] Um die Wertlosigkeit einer Sache zu bezeichnen.

Darum geb' ich kein Haar.
ho] Ik geef daarvoor geen haar van mijn hoofd.

Darum geb' ich nicht einen Birnenstiel.
mhd] Umb alle schaut gaeb er niht ein birnstil.

Darum gebe ich keinen Schnitz.

Darum geduldig in dem Kreis verharren,
Den uns ein Gott gezogen, gibt uns Stärke
Des Stärksten, Freude selbst des Freudigsten.
L. Schefer, Laienbrevier, Februar

Darum geht es: Man muss immer die nächste Sprosse anpeilen, so verrückt das klingen mag.
Lido Anthony 'Lee' lacocca, Mein amerikanischer Traum

Darum geht noch kein Land verloren.

Darum gibt es für die Menschen nichts Göttliches und Beseligendes als das, was allein der Mühe wert ist, nämlich das, was an Denkkraft und Vernunft in uns ist. Denn von allem, was wir haben, scheint dies allein unvergänglich und allein göttlich zu sein.
Aristoteles

Darum heisst die Hure noch nicht Künstlerin, weil sie das Handwerk des Reibens versteht.
Russland

Darum in deinen fröhlichen Tagen
Fürchte des Unglücks tückische Nähe!
Schiller, Die Braut von Messina, IV, 4 (Chor)

Darum ist die Freiheit allein der Probestein der Charaktere, und sie macht auch allein die großen Menschen möglich. Selbstbeherrschung bis zur Opferung des Lebens Maß bis zur Verleugnung der heißesten Triebe ist nur in der Freiheit möglich; denn sonst kann es nur als Gebundensein, nicht als Selbstbestimmung vorliegen.
A. Stifter, An Gustav Heckenast, 23.5. 1848

Darum ist die Natur so groß, weil sie vergessen hat, dass sie Chaos war, und doch kann es ihr auch wieder einfallen, wenn es sein muss.
Søren Kierkegaard, Entweder - Oder

Darum ist echte Bildung, ebenso wie echte Körperkultur, Erfüllung und Antrieb zugleich, ist überall am Ziele und bleibt doch nirgends rasten, ist ein Unterwegssein im Unendlichen, ein Mitschwingen im Universum, ein Mitleben im Zeitlosen.
Hesse, Eine Bibliothek der Weltliteratur

Darum ist einer nicht tüchtig, dass er sich selbst lobt, sondern, dass ihn der Herr lobt.

Darum ist man auf die Macht verfallen, da man das Gerechte nicht finden konnte.
Pascal, Gedanken

Darum keine Feindschaft.
i] Nichts für ungut.

Darum kên Hôr (Hure), wenn't Kind man god is.

Darum lasst uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit.
1. Kor. 5, 8

Darum liebe ich die Kinder, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Phantasie sehen.
Storm, an Therese Rowohl, März 1838

Darum lob ich mir, niedrig zu stehen,
Mich verbergend in meiner Schwäche.
Schiller, Die Braut von Messina, 240/41 (Chor)

Darum mach' ich keinen Finger nass.
ho] Hij heeft er geen vinger om nat gemaakt.

Darum mag ich Ihnen gern die Wahrheit Ihrer Behauptung, dass Deutschland mich nicht verstanden, in bedingter Weise zugestehen.
Goethe, A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre

Darum möge, was ich bin, irgendwo und für alle Zeit
gegründet sein und gesichert und ein glühender Zeuge,
der bedachtsam sich zerstört und unaufhörlich sich bewahrt,
offensichtlich hingegeben seiner ursprünglichen Verpflichtung.
P. Neruda, Es besagt Schatten

Darum muss man die Jugend vor Schmeichlern wohl bewahren: sie höre Wahrheit, sei bisweilen schüchtern, immer bescheiden und gegen Ältere ehrerbietig; nie lasse man sie etwas ertrotzen; was man ihren Tränen abgeschlagen hat, gestatte man ihr, wenn sie sich ruhig verhält; den Reichtum der Eltern mag sie vor Augen haben, in den Händen nicht. Übereilte Handlungen lasse man nicht ungeahndet.
Seneca, Drei Bücher über den Zorn

Darum sagen wir doch auch, dass man Vater und Mutter, die für uns die Ursache geworden sind, dass wir die Sonne und das Licht schauen, und damit Ursache der größten Güter, über die Maßen achten und verehren müssen, denn sie sind, wie es scheint, schuld daran, dass wir vernünftig denken und sehen.
Aristoteles, Protreptikos

Darum sall de Ploeg (Pflug) noch nich up de Hille kamen.
Ostfriesland
i] Unter Hille (aus Hilde) wird der Raum unter dem Dache in dem Angebäude eines Bauernhauses oder in Vieh- und Pferdeställen verstanden, wo das Langfutter (Heu und Stroh) über den Balken auf einer Schwarten- oder Stangenunterlage ruht.

Darum schätze ich sogar den Widerspruch derer höher, welche die rein menschliche Bedeutung der Kunst erfassen, als den kränklichen Enthusiasmus der überschwenglichen Dichter unseres Volkes, welche mich mit Phrasen ersticken...
Goethe, A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre

Darum schlagen sich die Mönche.
dä] Det er det munkene slaaes om.

Darum sind die Oblaten so zart im katholischen Welschland,
Denn aus demselbigen Teig weihet der Priester den Gott.
Goethe, Venezianische Epigramme 19

Darum sind Selbstbiographien nur dann wahrhaft lehrreich, wenn sie eine große Anzahl von Tatsachen enthalten. Die Selbstbetrachtungen können leicht irreführen.
W. v. Humboldt, Briefe an eine Freundin, 2. 2. 1835

Darum soll ein Obrigkeit auf drei Stücke gehen: auf Gerechtigkeit, Wahrheit und Weisheit.
Paracelsus, Ex libro de magnificis et superbis

Darum sorget nicht für den andern Morgen: denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigne Plage habe.
Matth. 6, 34 (Bergpredigt)

Darum stinkt's auch so.
i] Studentische Redensart zur Abweisung oder Verspottung von Prahlereien und Drohungen.

Darum versenkt, wer im ungeschlichteten Zwist der Völker nach geistiger Ruhe strebt, gern den Blick in das stille Leben der Pflanzen...
A. v. Humboldt, Ansichten der Natur

Darum werden so viele Menschen durch die Erscheinung eines neuen, fremden Menschen in der Gesellschaft beunruhigt. Er entdeckt ihnen, was sie nicht haben, und dann hassen sie ihn, oder er entdeckt ihnen durch sein Gegenteil, was sie haben, und so verachten sie ihn wieder. Ist er besonders höflich und galant, so ist er den Groben zuwider, ist er grob, so ist er den Höflichen und im Grunde allen zuwider, und so durch alles durch.
Goethe, Riemer, 19. 3. 1807

Darum wird dem Mund Essen gegeben, damit er spricht.
Estland

Darum wird der Staatsverein geschlossen, solcher Roheit und Willkür abzuhelfen, und alles Recht und alle positiven Gesetze sind wiederum nur ein ewiger Versuch, die Selbsthilfe der Individuen gegeneinander abzuwehren.
Goethe, F. v. Müller, 29. 4. 1818

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen und sie werden sein Ein Fleisch.
1. Mos. 2, 24

Darum wünscht der Bürger seine alte Verfassung zu behalten, von seinen Landsleuten regiert zu sein, weil er weiß, wie er geführt wird, weil er von ihnen Ureigennutz, Teilnehmung an seinem Schicksal hoffen kann.
Goethe, Egmont A IV, Der Culenburgische Palast (Egmont)

Darum, setzt der Philosoph hinzu, sind alle Parteien ohne Ausnahme, solange sie nach der Macht trachten, nur verschiedene Formen des Absolutismus, und es wird darum so lange keine Freiheit für die Bürger, keine Ordnung für die Gesellschaft, keine Vereinigung unter den Arbeitern geben, als bis in dem politischen Katechismus die Verzichtleistung auf die Autorität die Stelle des Glaubens an die Autorität eingenommen hat.
Pierre Proudhon, Bekenntnisse eines Revolutionärs

Darum, solang du leidest,
Solang auch hoffe noch! Das größte Glück
Der Sterblichen bleibt immer Hoffnung, Hoffnung!
L. Schefer, Laienbrevier, Januar

Darum, weil es keine Bananen gibt, werd' ich die Taja (eine Erdfrucht) nicht Vater nennen.
i] Die Not macht mich nicht zum Schmeichler.

Darumb nagt der Hund ein Bein, weil ers nit gantz verschlucken kann.
fr] Le chien ronge l'os pour ce qui ne le peult engloutir.
ho] De hond knaagt aan het been, omdat hij het niet door kann zwelgen.
it] Il cane rode l'osso perchè non lo puo inghiottire.

Darümb wird einer zum Pfaffen, dass keiner vor ihn trinke, sondern er vor alle.

Darummen henckt sich kein Bauer.

Darunter steckt der Knack.

Darup is gô töven, aver quâd fasten.
Holstein
i] Von langwierigen Dingen, von fernen Hoffnungen. Auch töben = warten.

Darup to lop'n (laufen) wet'n.

Darup warde ik Mann.
i] Dafür bin ich Bürge.

Darût is nicks to mâken.
i] Es kann daraus nichts Ordentliches werden. Auch: Es ist darauf kein Gewicht zu legen.

Darvör will ick'n Sticken stäken.
i] Der Sache will ich Einhalt tun.

Darvungan (davongehen) as de Hund, de de Steert afhaut is.

Darzutun wäre, welches der wahre Weg der Naturforschung sei: wie derselbe auf dem einfachsten Fortgange der Beobachtung beruhe, die Beobachtung zum Versuch zu steigern sei, und wie dieser endlich zum Resultat führe.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1283

Das [römische]+ Karneval ist, wie wir bald bemerken können, eigentlich nur eine Fortsetzung oder vielmehr der Gipfel jener gewöhnlichen sonn- und festtägigen Freuden; es ist nichts Neues, nichts Fremdes, nichts Einziges, sondern es schließt sich nur an die römische Lebensweise ganz natürlich an.
Italienische Reise III, Das römische Karneval

Das A ist nicht so schwer wie das Z
z] Die Geschichte ist von A bis Z erfunden
en] from A to Z
fr] De A à Z

Das A und O von etwas sein
i] Wichtig, eine Lebensbedingung, die Grundvoraussetzung. Im griechischen Alphabet ist A der erste und O der letzte Buchstabe = Anfang und Ende. Offb 1,8, 21,6 und 22,13. Allmacht Gottes.
en] the be-all and end-all, the essence

Das Aag (Auge) darf nit sehe', was die Hand tut.
Jüdisch-deutsch (In Bezug auf die den Armen gereichte Unterstützung)

Das Aas an die Angel stecken.
i] Einen mit List reizen, fangen.
la] Escam hamo circumponere.

Das Aas lässt wissen, wo es sich befindet.
Walisisch

Das Aas lockt die Würmer herbei.
sd] Aas lockar örnen ut.

Das Aas stinkt über sein Lager hinaus.
dä] Aadslet stinker laenger bort, end den sted der ligger.

Das Abbacken Kranker, vor allem skrophulöser, tuberkulöser Kinder und Rheumatiker, ist eine uralte volksmedizinische Heilart
i] Bußordnungen des 11. Jahrhunderts verbieten den Müttern bei strenger Strafe, fieberkranke Kinder in den Ofen zu legen.
z] Sie binden die Arme dem ohnedem schmachtenden Kinde auf eine Kuchen-Scheibe und schieben solche nach ausgenommenem Brote etliche Male in einen Back-Ofen, dass es nicht Wunder wäre, das Kind erstickte in der Hitze. Bei solch alt aussehenden Kindern, die das 'Älterlein' haben, sagte man den Spruch: 'Alt hinein und jung heraus'.
z] Ein rheumatischer Bauer versuchte im November 1906 seine Schmerzen abzubacken. Er rieb sich mit Petroleum ein und legte sich dann in den noch warmen Backofen. Nach einigen Stunden fand man ihn als Leiche, da er offenbar durch die im Ofen sich entwickelnden Gase erstickt war.
z] Drei Donnerstage hintereinander und zwar bei abnehmendem Mond nach Sonnenuntergang knetet man einen Teig, formt daraus 3 Brote und bäckt sie im Backofen. Währenddessen geht ein anderer ums Haus und fragt beim Küchenfenster: 'Was backst?' Antwort: 'Ich backe dem (der) N.N. die Darre (= Abzehrung)ab.' Jener: 'Back, Back!' Das geschieht dreimal und so noch an zwei folgenden Donnerstagen. Jedesmal werden die gebackenen Brote in ein fließendes Wasser geworfen.
Aberglaube

Das Abc einer Sache o. Wissenschaft) lernen.

Das Abc hat nur ein W, unser Leben hat hundert und meh.

Das Abc macht (dem Pfarrer) das meiste Weh.

Das Abendessen hat mehr getötet, als Avizena geheilt hat.
Spanien

Das Abendessen mit Saufen und die Frühmette mit Husten anfangen.

Das Abendessen nach dem Tage, Schlafen bis zum Tage.
Masuren
pl] Wiecaerza dnia spal do dnia.

Das Abendläuten bezeichnet das Ende des Tages, an Werktagen den Abschluß der Tagesarbeit. Darnach darf nicht mehr gearbeitet werden; denn vom Abendläuten bis zum Morgenläuten ist die Zeit der Geister, denen die Nacht gehört.
Aberglaube

Das Abendlied gen Himmel zieht.
i] Der dankbare Aufblick nach vollbrachtem Tagewerke ist Gott besonders angenehm.

Das Abendlied ist leichter als das Morgenlied.
Walisisch

Das Abendmahl auf etwas nehmen können.
Sprichwörtliche Beteuerung (aus den Gottesurteilen des Mittelalters)

Das Abendmahl wird als Amulett betrachtet, das sicher durch das Todestal führt.
Aberglaube

Das Abendmahl wird als Zaubermittel benutzt, um sich in egoistischer Weise reale Vorteile zu verschaffen. Man erhofft vom Tisch des Herrn eine leichte Geburt und kräftiges Leben für das neugeborene Kind.
Aberglaube

Das Abendrot (statt Abendröte), mhd. abentrôt, wird in der Mythologie als männlicher Riese des Abends aufgefaßt werde.
Aberglaube

Das Abendrot schimmert rot - gutes Wetter, das Morgenrot schimmert rot - böses Wetter.

Das Abenteuer (...) ist etwas, das seinem Wesen nach zu uns kommt, etwas, was uns wählt und nicht erst gewählt wird.
Gilbert Keith Chesterton, Heretiker

Das Abenteuer steckt im Abenteuer.
Knut Hamsun, Die letzte Freude

Das aber ist des Alters Schöne,
Dass es die Saiten reiner stimmt,
Dass es der Lust die grellen Töne,
Dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.
Ferdinand von Saar, Gedichte

Das aber ist eben ein neues Problem für mich, dass ein Greis [Bentham] die Laufbahn eines langen Lebens damit beschließen kann, in seinen letzten Tagen noch ein Radikaler zu werden.
Goethe, Eckermann, 3.2.1830

Das Aber ist ein Zaun, über den sich wenige traun.

Das Aber kostet Überlegung,
Es bringt den Geist erst in Bewegung.
Frei nach Lessing

Das Abschied-Nehmen beginnt bei der Geburt.
Hermann Lahm

Das Abschrecken der Dämonen durch grässliche Gesichter, durch Köpfe von Ungeheuern, Gorgonenhäupter, Sphinxe war etwas Gewöhnliches.
i] Aus den schreckenden Figuren von einst, sind diejenigen von Schutzgeistern geworden. Eine solche Verdrehung, sind die bunten Püppchen (mascottes), die wir heute an den Hinterfenstern vieler Automobile sehen.
Aberglaube

Das absichtlich Lächerliche ist der Scherz: er ist das Bestreben, zwischen den Begriffen des andern und der Realität, durch Verschieben des einen dieser beiden eine Diskrepanz zuwege zu bringen; während sein Gegenteil, der Ernst, in der wenigstens angestrebten genauen Angemessenheit beider zueinander besteht. Versteckt nun aber der Scherz sich hinter dem Ernst, so entsteht die Ironie: z. B. wenn wir auf die Meinungen des andern, welche das Gegenteil der unsrigen sind, mit scheinbarem Ernst eingehen und sie mit ihm zu teilen simulieren; bis endlich das Resultat ihn an uns und ihnen irre macht... Das Umgekehrte der Ironie wäre demnach der hinter dem Scherz versteckte Ernst, und dies ist der Humor. Man könnte ihn den doppelten Kontrapunkt der Ironie nennen.
Schopenhauer, Welt als Wille und Vorstellung

Das absolut Größte wird nur als unbegreiflich erkannt. Mit ihm koinzidiert das absolut Kleinste.
Nikolaus von Kues, Von der gelehrten Unwissenheit

Das Absolute steht noch über dem Vernünftigen.
Goethe, zu F. v. Müller, 20. Juni 1827

Das absolute Veto hat der Mann sich vorbehalten. Es ist immer dieselbe Tyrannei, wenn auch unter verschiedenen Formen.
Louise Otto-Peters, Die Demokratinnen

Das absolute Wesen, der Gott des Menschen, ist sein eignes Wesen.
Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums

Das abstoßendste für mich war die Lehrbuchmoral...
Roland, Denkwürdigkeiten und Erinnerungen

Das Abstrakte und Unpersönliche wird allzu leicht gehässig.
Ricarda Huch (1864 - 1947)

Das abstrakte und Unpersönliche wird allzu leicht gehässig.
Ricarda Huch, Schlussworte auf dem 1. Deutschen Schriftstellerkongress

Das absurde vergöttern zu müssen, [ist der allertraurigste Fall, in welchen der seiner Vernunft sich bewusste Mensch geraten kann.
Goethe, Schriften zur Literatur - Calderons Tochter der Luft

Das Absurde, Falsche lässt sich jedermann gefallen: denn es schleicht sich ein, das Wahre, Derbe nicht: denn es schließt aus.
Goethe, Maximen und Reflexionen 881

Das Absurde, mit Geschmack dargestellt, erregt Widerwillen und Bewunderung.
Goethe, Maximen und Reflexionen

Das Abwesende wirkt auf uns durch Überlieferung. Die gewöhnliche ist historisch zu nennen, eine höhere, der Einbildungskraft verwandte, ist mythisch. Sucht man hinter dieser noch etwas Drittes, irgendeine Bedeutung, so verwandelt sie sich in Mystik.
Goethe, Maximen und Reflexionen 535

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ENGLISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
FRANZÖSISCH
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ITALIENISCH
1 2 3 4
LATEINISCH
1 2 3 4
PORTUGIESISCH
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SPANISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10