Weisheiten 256

Daraus wird nichts(, wenn die Kuh den Ochsen leckt).
Estland

Daraus wird nichts, wenn die Kuh den Ochsen leckt. Estland

Daraus, dass man die Menschen mit Gewalt der Gerechtigkeit unterwerfen kann, folgt durchaus nicht, dass es gerecht sei, die Menschen der Gewalt zu unterwerfen.
Pascal

Daraus, da man die Menschen mit Gewalt der Gerechtigkeit unterwerfen kann, folgt durchaus nicht, da es gerecht sei, die Menschen der Gewalt zu unterwerfen.
Pascal

Darbey erkennt man einen Narren, wenn er will klug seyn.

Darbmann gibt keine fetten Almosen.
d] Taro gir ikke feed almisse.

Darein wird er seine Nase nicht stecken.
ho] Hij zal er zijn neus wel buiten houden.

Darf eine einzige fehlgeschlagene Hoffnung uns gegen die Welt so unvershnlich machen?
Lessing, Emilia Galotti, V, 5 (Prinz)

Darf Gott gute Hecht und Ochsen und guten rheinischen Wein schaffen, so darf ich sie auch wohl genieen.
Luther

Darf man das Volk betrgen?
Ich sage: nein!
Doch willst du sie belgen,
So mach es nur nicht fein.
Goethe, Lug oder Trug?

Darf man ein klein Versehn aus Trunkenheit
Nicht bersehn, wie muss der Blick es rgen,
Erscheint vor uns, gekut, verschluckt, verdaut
Ein Hauptverbrechen?
en] If little faults, proceeding on distemper,
Shall not be wink'd at, how shall we stretch our eye
When capital crimes, chew'd, swallow'd, and digested,
Appear befor us?
Shakespeare, Knig Heinrich V. II,2

Darff einer ein Ding tun, so drffens andere sagen.

Darf's der eine tun, so darf's der andere sagen.

Darfs einer tun, so darfs der andere sagen.

Darfst dich nicht blhen wie ein Pfauen, musst fein auf die Fe schauen.
z] Der Pfau hebt sein Haupt empor, machet einen langen Hals und hebt die schnen langen Federn empor, dass sie umb ihn herstehen, wie ein Circus oder Rad, sobald er aber seiner grewlicheu Fsse inne wird, entfllt ihm der Muth und alle Hoffart wieder, und lst die Federn seines Schwanzes wiederumb niedersinken.

Darfst grad sagn: Haferl, ist die Suppe a schon drinn.
Rott-Tal
i] Die Sache geht nicht so leicht.

Darfst nur sagen: Tischlein, deck' dich!
i] Ironisch fr: so leicht geht's nicht, daraus wird nichts. Die Redensart: Tisch'l, decke dich, findet sich schon in dem griechischen Lustspieldichter Krates in einem uns von Athenus Deipnosophisten erhaltenen Fragmenten angedeutet.

Darin besteht die rechte Vogelschau, dass man fr das Vaterland kmpft.
Altgriechisch

Darin besteht ja das Wesen der Zivilisation und Barbarei, dass die Menschen nicht an ihren richtigen Platz kommen.
Paul Ernst, Zusammenbruch und Glaube

Darin besteht ja die Teufelei weiblicher Reize, dass sie einen zwingen, sein eigenes Verderben herbeizusehnen.
Shaw, Mensch und bermensch, 1 (Tanner)

Darin besteht unser ganzes Heil, dass wir ein klares Licht darber haben, wie das gttliche Gesetz vollkommen zu beobachten ist.
Teresa von vila, Weg der Vollkommenheit

Darin bin ich dir ber.
Reuter, Ut mine Stromtid, 1. Kap.

Darin bin ich komisch.
i] Aus der Posse Der gebildete Hausknecht von David Kalisch in den Volksmund bergegangen.

Darin erblicken wir unsere Freiheit, alles das zu verwirklichen, was dem Kommen dieses Menschenreichs, dem Aufbau dieses Menschenstaates dient.
Johannes R. Becher, Das poetische Prinzip

Darin ermahne ich euch: Hrt die innere Stimme.
Bernhard von Clairvaux, ber die Bekehrung

Darin gleicht das Leben der Menschen einem Wrfelspiel:
Wenn der Wurf, den man ganz ntig hat, nicht fllt,
Verbessert man, was durch Zufall fiel, durch Kunst.
Catull, Gedichte

Darin ist der Wurm.
ho] Als keizer karel erin is, dan is het mis.

Darin ist er zu Hause.

Darin ist weder Salz noch Schmalz.

Darin lag gerade die tiefste Ursache fr das relative Unglck aller Ehen, dass der Mann die Verbindung mit einer manchmal absichtlichen Lge einging, hufig als Opfer seiner Sinnestuschung, weil er sein Ich in das Geschpf hineindichtete, das er sich hnlich machen wollte.
Strindberg, Am offenen Meer

Darin liegt das Wesen der Dankbarkeit: Dem, der uns einen Gefallen getan hat, dem sollen wir dafr einen Gegendienst leisten und selbst wieder mit der Geflligkeit den Anfang machen.
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Darin liegt die dynamische und dmonische Natur des Hasses, der alle Schranken berspringt und sich berall einfrisst: Es fngt damit an, dass man eine bestimmte soziale Gruppe hasst, und endet damit, dass man die ganze Gesellschaft verachtet. Es fngt damit an, dass man die Juden verfolgt und am Ende die ganze Menschheit bedroht. Jeder Hass wird zum Selbsthass.
Elie Wiesel, Der fnfte Sohn

Darin sehen wir die echte innerparteiliche Demokratie, dass die Mitglieder nicht nur beschlieen, sondern auch durchfhren.
Wilhelm Pieck, Die Einheit des schaffenden deutschen Volkes

Darin sind die Lehrjungen Meister.
i] Wo es gilt, etwas zu verderben oder einen dummen Streich zu machen.

Darin sind die Weiber fein und haben recht, wenn sie zwei Verehrer in gutem Vernehmen miteinander erhalten knnen, ist der Vorteil immer ihr, so selten es auch angeht.
Goethe, Werther 1. Buch, 30. Juli

Darin sind wir sehr gro, die Fehler anderer zu sehen und zu kritisieren, besonders, wenn es ihnen schwerfllt, sich zur Wehr zu setzen. Die Sache mit der Selbstkritik ist schon schwieriger.
Victor Goethe - morgen

Darin und daneben hat viel Platz.

Darin waren nun wieder die Griechen so gro, dass sie weniger auf die Treue eines historischen Faktums gingen als darauf, wie es der Dichter behandelte.
Goethe, Eckermann, 31.1.1827

Darin zeigt sich der groe Mann, dass er bei Aufruhr nur die Schuldigen straft, die Menge dagegen verschont und in jeder Lage des Staates Recht und Pflicht aufrecht erhlt.
Cicero, Von den Pflichten

Darmit hett he de Magen verdorwen.
i] Das tut er nicht gern.

Darna einer deit, darna idt im geit.

Darna Gras, darna Quas, darna Gast, darna Quast.

Darnach das Glck tut deiner walten, also die freund sich zu dir halten.

Darnach das Wasser ist, danach sind die Fisch.

Darnach der Esel ist, also gibt man ihm Futer.

Darnach der Kopf ist, so macht man die Laug.

Darnach der Mann Geld gibt, pfeifft der Spielmann.

Darnach der Mann ist, danach ist auch sein Glck.

Darnach der Mann ist, ist auch seine Kraft.
Richt. VIII, 21

Darnach der Mann wert, so wird er geehrt.
mhd] Aber sew wellen merken nicht, daz man gern haltet den man nch dem, und er sich halten chan.

Darnach der Mann, so brt man ihm ein Hering.

Darnach die Arbeit, darnach der Lohn.

Darnach die Gste sind, brt man die Bcklinge.

Darnach die Herren Leute vmb sich haben, also sein sie auch.

Darnach die Zeit ist, so macht der Wirt die Zeche.

Darnach du hast, darnach gib.

Darnach einer ein licht im Hirn hat, also sihet und versteht er ein ding.

Darnach einer wirbt, danach er stirbt.
mhd] Vil manic man erstirbet dar nch als er wirbet, der niemer beler erstirbe ob er rehte wrbe.
mhd] Swie ie die liute wurben si sergeten unz si sturben.

Darnach es fallt.
i] Z.B. im Kriege, Spiel u.s.w. soll das oder jenes geschehen. Nach der Anekdote vom Trpflein unter der Nase, welches bestimmte, ob der Gast mitesse oder nicht.

Darnach es kommt.
i] Von der Ungewissheit der uns treffenden Schicksale. Sagt man, dass jemand sich 'frewen werde, wenn dies oder ihenes geschicht, so antwortt man: Darnach es kommt, danach es gerett und fellt.' Es kann auch nicht geschehen oder so, dass man sich nicht freuen kann.

Darnach es mich ansieht, darnach tu ich.

Darnach gesoffen, danach geschlaffen.

Darnach hanget sein Ohr.
i] Steht sein Wille.

Darnach hat man Gelst, was des anderen ist.
la] Aliena nobis, nostra plus aliis placent.

Darnach Kirchweih, danach Ablass.

Darnach krht kein Hahn.

Darnach man das Feld baut, darnach trgt es Frchte.

Darnach man ringt, das gelingt.

Darnach rennt einem die Zunge weg.
i] Wenn etwas sehr gut schmeckt.

Darnach sich einer helt, darnach wird er wider gehalten.

Darnach steht der gaul, wie er sein tag gangen.

Darnach ward es tag.
i] Um das Aufwachen aus Trumen, in die man eingewiegt war, zu bezeichnen.
fr] Cela est clair.
fr] tre de couvert.
ho] Daarna worde het dag.
la] Deinde expergiscebar.
la] Ex templo evigilo, fugit et mea lumina somnus, ortaque de coelo canduit alma dies.

Darnach ward's Tag.

Darnae werk, darnae loin.
Westfalen
hdt] Danach Werk, danach Lohn.
i] Der Lohn muss im richtigen Verhltnis zur Arbeit stehen.

Darn geade Ncht Schssbrig.
Siebenbrgen/Sachsen
i] Dann, gute Nacht, Schssburg, d.i. dann ist's aus.

Darver geiht nix, s de Jung, in'n Bett liggen un'n Botter brot inne Hand!

Darr (drr, trocken) n hojech (hoch) n stinkt nuch Rojech (Rauch).
Jdisch-deutsch (Von einem langen, magern Menschen, der viel hnlichkeit mit einem gerucherten Fisch hat)

Darr haut's (hat das) Geld eigen.
Sprottau

Darstellen ist im Gebiet des Geistes vom Wort abhngig. Das Wort finden heisst also die Dinge selbst finden.
Hebbel

Darstellende Maler und Dichter
beten, alles zu wagen, von jeher gleiche Befugnis.
Horaz, Von der Dichtkunst

Darten Nrs (Arsch), darten Nrs, hadde de Krel segt, hadde 't Kalv b de Strt uphulpen.
Ostfriesland

Darten Nrs, darten Nrs, hatte de Kerel segt, hadde 't Kalw bi de Strt uphulpen. Ostfriesland

Darto is he de Mann nig.
i] Dazu ist er nicht befhigt.

Darber fing er Feuer.
fr] Cela le mit en feu.

Darber geht nichts als der Luftballon.
Breslau
i] Die Redensart ist offenbar erst seit der Belagerung von Paris im Winter 1870-71 entstanden.

Darber htten einem die Augen bluten mgen.
i] Ein lterer Chronist ber die Not des Jahres 1639 in der Stadt Croen.

Darber hinaus.
i] Wahlspruch Kaiser Karls V.
la] Plus ultra!

Darber ist schon Gras gewachsen.
i] Ist lngst vergessen.
ndt] Dar wasset wohl Gras wer.
i] Erinnert auch an die bekannte Verjhrungsfrist 'Jahr und Tag', wenn angedeutet werden soll, dass die Dauer eines Zustandes diesem gewissermassen eine rechtliche Eigenschaft verliehen habe.
en] this matter has been long forgotten
fr] Cette chose est au rang des pchs oublis.
fr] il y a belle lurette qu'on n 'y pense plus
ho] Dat is reeds lang met gras begroeid.
ho] Het gras is erover gewassen.
it] acqua passata

Darber kann man mit Parsken (Bastschuhen) gehen.
i] Scherzhaft von einem Brei, der sehr dick ist.

Darber lass dir keine Hrner wachsen.

Darber lasse ich mir keine grauen Haare wachsen
en] I won't lose any sleep over it
fr] c'est l le moindre de mes soucis -je ne vais pas me faire du mauvais sang - je ne me fais pas de cheveux pour a (ellipse de 'se faire des cheveux blancs ou gris') - je ne me ferai pas de bile (o. un sang d'encre o. du mouron)
it] non me ne do pensiero - non mi guasto il sangue per questo

Darber lsst sich reden
en] that sounds reasonable
fr] on peut en discuter (o. s'entendre l-dessus)
it] se ne pu discutere

Darber muss man einen Schleier werfen.
ho] Laat ons daar maar een' sluijer overwerpen.

Darber schweigt die Weltgeschichte.

Darber sind die Gelehrten noch nicht einig.
i] Wird aus dem Lateinischen des Horaz abgeleitet: grammatici certant et adhuc sub judice lis est. (Da sind die Forscher nicht eins und bis jetzt liegt der Streit noch vor dem Richter.)
ho] De geleerdsten zijn het niet eens.

Darber sind mir schier nahe graue haar gewachsen.

Darber wird sich ein Habenreisen heben.
Luthers Tischreden

Darber zanken, wo der vergangene Schnee hingekommen ist.
z] Der Prlat gab vor, dass es nicht hujus loci were, zu Zanken, wo der vergangene Schnee hinkommen sei.

Darum an dem langen Tage
Merke dir es, liebe Brust:
Jeder Tag hat seine Plage,
Und die Nacht hat ihre Lust.
Goethe, Aus Wilhelm Meister - Philine

Darum bekommt die Katze keinen Klaps.
i] Die Sache ist unbedeutend, nicht der Rede wert.

<<< operone >>>

DEUTSCH
001 002 003 004 005 006 007 008 009 010 011 012 013 014 015 016 017 018 019 020 021 022 023 024 025 026 027 028 029 030 031 032 033 034 035 036 037 038 039 040 041 042 043 044 045 046 047 048 049 050 051 052 053 054 055 056 057 058 059 060 061 062 063 064 065 066 067 068 069 070 071 072 073 074 075 076 077 078 079 080 081 082 083 084 085 086 087 088 089 090 091 092 093 094 095 096 097 098 099 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 512 513 514 515 516 517 518 519 520 521 522 523 524 525 526 527 528 529 530 531 532 533 534 535 536 537 538 539 540 541 542 543 544 545 546 547 548 549 550 551 552 553 554 555 556 557 558 559 560 561 562 563 564 565 566 567 568 569 570 571 572 573 574 575 576 577 578 579 580 581 582 583 584 585 586 587 588 589 590 591 592 593 594 595 596 597 598 599
ENGLISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
FRANZÖSISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49
ITALIENISCH
1 2 3 4
LATEINISCH
1 2 3 4
PORTUGIESISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
SPANISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10