Weisheiten 252

Dana de Gäst sünd, bradet man de Bückling.
i] Jedem wird, was er verdient.
ho] Naardat de gast is, wordt er opgedischt.

Danach das Amt ist, danach wird einer gehalten.

Danach das Geld, danach der Zauber, sagte der Zigeuner.

Danach das spiel ist, macht man ein Strowisch zum König.

Danach das Spiel ist, muss man Herz wehlen, nicht Schellen.

Danach das Spiel ist, sticht der Bub' die Dame.

Danach das Spiel ist, sticht die Sau den König.

Danach das Stroh ist, macht man die Bänder (o. Strohseile).

Danach das verbrechen, so ist auch die Strafe.

Danach der Arm, danach ist seine Kraft.

Danach der Ast ist, danach ist auch die Axt (o. soll die Axt sein).

Danach der Mann geboren, danach nimmt er teil.
[RSpW]
i] Die Nachkommen erben nicht immer gleich, sondern haben nur am Erbe nach dem Grade der Verwandtschaftsnähe teil.
mhd] Darnach der man gheboren is, danach sal er teil nemen.

Danach der Mann geraten, wird ihm die Wurst gebraten.
ndt] Darnoach d'r Mou, darnoach brät't mer 'n die Worscht. Franken
en] Every man is remarked according as he deserves.
un] Minő a' vendég, olyan a vendégség.

Danach der Mönch ist, schneidet man die Kappe.

Danach der Seiler, danach die Reeperbahn.

Danach der Wirt ist, danach befinden sich (beschert ihm Gott) die Gäste.
la] Si bonus est hospes, malus, aut similis venit hospes.

Danach des Heiligen Ansehen ist, danach zollt man ihm die Spenden.
Russland
fr] A tel saint, telle offrande.
fr] Selon le saint l'encens.

Danach die Gäste sind, brät man die Bücklinge.

Danach einer kegelt, danach muss er aufsetzen.

Danach einer Korn in die Mühle trägt, danach bringt er Mehl heim.

Danach es mich ansieht, danach tu ich.
mhd] Darnach es mich ansihet, darnach thu ich.

Danach geht's nicht, wenns Herz man gut ist.
i] In Berlin gebräuchlich, um zu sagen: Darauf kommt's nicht an.

Danach Geld, danach Ware.
i] Ware und Geld stehen miteinander im Verhältnis, je mehr oder je besser die Ware, desto mehr Geld.
la] Nullus emtor difficilis bonum emit obsonium.

Danach Gut, danach Mut.

Danach hat's acht Uhr geschlagen und die Kinder sind in die Schule gegangen.
i] So sagt man in der Schweiz nach Erzählungen, an deren Glaubwürdigkeit man zweifelt.

Danach kräht weder Hund noch Hahn.

Danach Lohn, danach Arbeit.
z] Weisst du nach Brot, nach Futter nur zu streben, schau, wie gemüthlich liegt der Ochse dort im Gras und kaut! Geh, lege dich daneben! Fr. von Sallet, Laienevangelium, Leipzig 1842
dä] Lidet arbeyde, liden løn.
dä] Løn som arbeyde.

Danach man den Acker baut, danach trägt er Frucht.
ho] Nae dat men den acker bouwt, draecht hi sijn vrucht.
la] Sicut ager colitur, sic fructibus, hic redemitur.

Danach Mann, danach Gunst.
fr] Selon les gens l'encens.
la] Qualis vir, talis honos.

Danach Mann, danach Quast; danach Wirt, danach Gast.
ndt] Darna Man, darna Quast.
i] Quast hieß ehemals velamen pudendorum.
fr] A gens de village trompette de bois.
la] Si bonus (malus) est hospes, bonus (malus) aut similis venit hospes.

Danach sich einer schickt, danach es ihm glückt.

Danach stinken und hinken.

Danach ward's Tag.

Danach Ware, danach Geld.

Danach Wirt, danach Gast.

Danach, folglich dadurch
la] Post hoc, ergo propter hoc.

Danck dem pfennig, das du nit bist pfinnig.
i] Wer Geld hat, dem fehlt's nicht an Lob und Schmuck, Verherrlichungsmitteln.

Danck hebbe, rhöde, dat thu berue kinder macken kannst.

Danck nicht ehe für das Schwein, du habest's dann im sacke.
dä] Tak ei fortilig, førend du faaer.

Dancken kost nichts und gefelt Gott und Menschen wol.

Dancksagung für wohlthaten in gemein vil leuchter dann pflaumenfedern sein.

Danckt trewen Dienern die Welt nicht, so danckt jhnen Gott, kommpt beides, so ist's desto besser.

Daneben hörte ich, man solle reden, wie man schreibt, und schreiben, wie man spricht, da mir Reden und Schreiben ein für allemal zweierlei Dinge schienen, von denen jedes wohl seine eigenen Rechte behaupten möchte.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Daneben schießen.
i] Den Zweck nicht erreichen; das Ziel verfehlen.

Daneben trat das alte Vorurteil wieder ein, entspringend aus der Würde eines gedruckten Buchs, dass es nämlich einen didaktischen Zweck haben müsse. Die wahre Darstellung aber hat keinen. Sie billigt nicht, sie tadelt nicht, sondern sie entwickelt die Gesinnungen und Handlungen in ihrer Folge, und dadurch erleuchtet und belehrt sie.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,13

Dänemark bildet das Gleichgewicht in Europa. Man kann sich keine glücklichere Existenz denken.
Søren Kierkegaard, Entweder - Oder

Daniel (10.4.) zum Erbsensäen wähl'.
Brandenburg

Daniel (16. April) zum Erbsensäen wähl.

Dänisch mit jemand reden.
Dänemark
fr] A présent vous parlez français.

Dänische Ehrlichkeit ist im Zentner sehr wohlfeil.

Dank altert schnell.
ho] Heden deugd gedaan, morgen is de dank vergaan.

Dank' dem Pfennig, dass du nicht bist Pfennig.

Dank dem Schaffenden, Tadel dem Faulen.
Estland

Dank dem Vorurteil ihres Verdienstes überzeugten sie mehrere andere Personen, und jene ihrerseits wieder solche, die wegen ihrer natürlichen Denkfaulheit besser auf ihre Rechnung kamen, wenn sie ohne weiteres alles glaubten, was man ihnen sagte, statt es sorgfältig zu prüfen.
Pierre Bayle (1647-1706), Gedanken über die Kometen

Dank der modernen Medizin lebt heute noch mancher, der ohne sie auch noch leben würde.
Gerhard Kocher, Vorsicht, Medizin!

Dank der natürlichen Hinfälligkeit des Menschengeschlechts wirken die Heilmittel langsamer als die Übel, und wie der Leib unmerklich wächst, aber schnell zugrunde geht, so ist es auch leichter, Talent und Wettstreit zu ersticken, als sie wieder zum Leben zu erwecken.
Tacitus, Agricolae Vita

Dank dir, dass da mich nicht gefressen hast.
Rottenburg
i] Zu einem stark Gähnenden.

Dank dirs ein spitzigs Hölzlein.

Dank erscheint
Dem edlen Mann als ehrenwerter Lohn.
en] Thanks to men
Of noble minds is honourable meed.
Shakespeare, TitusAndronicus I,1

Dank füllt nicht den Magen.
Estland

Dank gebiert Dank.

Dank Gott, dass du das habst.

Dank hab die rut, sie macht die kinder gut.

Dank hab' die Ruth', sie macht die Kinder gut.

Dank ist der beste Klang.

Dank nach Gebühr - ein seltnes Tier.

Dank oder Dankbarkeit ist die Begierde oder der Eifer der Liebe, dem wohl zu tun, der uns aus dem gleichen Affekt der Liebe wohl getan hat.
Baruch de Spinoza, Ethik

Dank sei der gepriesenen Walterin Natur, dass sie das Notwendige leicht erreichbar schuf, das Schwererreichbare aber als nicht notwendig.
Epikur

Dank und Not sind oft zugleich tot.
i] Von Undankbaren, die, sobald sie nur ihres Übels ledig sind, auch die Wohltat und den, der sie erwies, vergessen.

Dank und Undank gehören zu denen, in der moralischen Welt jeden Augenblick hervortretenden Ereignissen, worüber die Menschen sich untereinander niemals beruhigen können.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Dank veraltet bald.

Dank verdient Dank.

Dank vom Hause Österreich.
i] Das Wort Buttlers in Schillers Wallenstein, II, 6. In den Volksmund ist es wohl aber erst durch den Abgeordneten von Vincke gekommen, der es mit Beifall in der zweiten preussischen Kammer am 3. Dezember 1850 anwandte.

Dank, unsichtbarer Arzt, für deine stumme, köstliche Arznei, deinen Tag und deine Nacht, deine Wasser und deine Lüfte, für die Ufer, das Gras, die Bäume und selbst für das Unkraut!
Walt Whitman, Tagebuch (1877)

Dankbar sein bricht kein Bein.

Dankbar sin, kommt uns allen bi.
Rendsburg

Dankbar wie die Achäer gegen Agamemnon.
i] Von sehr Undankbaren, welche die größten Wohltaten mit Übeltaten vergelten. Denn als Agamemnon bei der Eroberung von Troja alles für Griechenlands Würde aufgeopfert hatte, wurde er, kaum auf heimischem Boden angelangt, schändlich ermordet.

Dankbaren Leuten Gutes tun macht Freude.
ho] Dankbaren lieden is het goed deugd doen.

Dankbarer Sinn ist der Welt Lohn.
Estland

Dankbarkeit äußert sich dreifach:durch Gefühl im Herzen, durch Worte und durch eine Gegengabe.
Arabien

Dankbarkeit beglückt, weil man sie so selten sichtbar erlebt.
Stefan Zweig, Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau

Dankbarkeit fehlt weit und breit.

Dankbarkeit gefällt, Undank hasst die ganze Welt.

Dankbarkeit gibt es so wenig wie grüne Ochsen.
Arabien

Dankbarkeit ist bei den meisten nichts als ein geheimes Verlangen, noch größere Wohltaten zu empfangen.
La Rochefoucauld

Dankbarkeit ist das Gedächtnis (o. die Erinnerung) des Herzens.
Massieu

Dankbarkeit ist die geringste der Tugenden, Undank das schlimmste der Laster.
England

Dankbarkeit ist dünn gesäet.
z] Die teure Tugend wird bald alt in ihrer Jugend, drumb macht ihre kurze Frist, dass sie nun so seltsam ist.
ho] Dankbaarheid is dun gezaaid.

Dankbarkeit ist ein wacher Sinn für künftige Gunstbezeugungen.
Walpole

Dankbarkeit ist eine Art Gerchtigkeit.
Johnson

Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgeschüttelt sein.
Diderot

Dankbarkeit ist eine Lotosblume, deren Blätter bald welken.
Äthiopien

Dankbarkeit ist eine Pflicht, die erfüllt werden sollte, die aber zu erwarten keiner das Recht hat.
Rousseau

Dankbarkeit ist eine schöne Tugend, ziert das Alter wie die Jugend.

Dankbarkeit ist eine schwere Last.
Schottland

Dankbarkeit ist eine Tugend. Wer dir Gutes getan hat, den ehre. Danke ihm nicht nur mit Worten, die ihm die Wärme deiner Erkenntlichkeit zeigen, sondern ergreife auch jede Gelegenheit, wo du ihm wieder dienen und nützlich werden kannst.
Adolph Freiherr von Knigge, Über den Umgang mit Menschen

Dankbarkeit ist in den Himmel gestiegen und hat die Leiter mitgenommen.
Polen

Dankbarkeit ist lang totgeschlagen,
Niemand will von Wohlverdienst wissen.
Rollenhagen, Froschmeuseler

Dankbarkeit ist Pflicht.
Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten

Dankbarkeit ist Pflicht.
Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten

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