Weisheiten 226

Brick and Mortar versus Brick and Morter.
en] Confusing Words

Brick and Mortar.
en] Idiom

Brick mi de Mund nich up, of 't kummt'r dumdicke herut.

Brick mi 't Mûl (Maul) ne up, o'r 't kümmt dumdicke rut, söa' de dune Bûr.

Brief und Siegel mögen keinen Zug hindern.
[RSpW]
i] Wenn alle Vorbedingungen bei Ausübung des Näherrechts erfüllt waren, so konnte dann auch durch Urkunden dem Näherberechtigten sein Besitz nicht streitig gemacht werden.
z] Fürhin mögen Briefe und Siegel keinen Zug hintern.

Brief und Siegeln steht zu glauben.
altfries] Breeff ende sygel steet to lyowen.

Briefe eines einflussreichen Mannes, an einen oder mehrere Freunde, in einer Reihe von Jahren geschrieben, geben uns schon einen reineren Begriff von den obwaltenden Zuständen und Gesinnungen. Aber ganz unschätzbar sind Briefwechsel zweier oder mehrerer durch Tätigkeit in einem gemeinsamen Kreis sich fortbildender Personen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Solgers nachgelassene Schriften und Briefwechsel

Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann. Lebhafte Personen stellen sich schon bei ihren Selbstgesprächen manchmal einen abwesenden Freund als gegenwärtig vor, dem sie ihre innersten Gesinnungen mitteilen, und so ist auch der Brief eine Art von Selbstgespräch. Denn oft wird ein Freund, an den man schreibt, mehr der Anlass als der Gegenstand des Briefes.
Goethe, Schriften zur Kunst - Winckelmann und sein Jahrhundert - Vorrede

Briefe hebt man auf, um sie nie wieder zu lesen; man zerstört sie zuletzt einmal aus Diskretion, und so verschwindet der schönste, unmittelbarste Lebenshauch unwiederbringlich für uns und andere.
Goethe, Wahlverwandtschaften II,9

Briefe leben, atmen warm und sagen
Mutig, was das bange Herz gebeut.
Was die Lippen kaum zu stammeln wagen,
Das gestehn sie ohne Schüchternheit.
Bürger, Gedichte: Heloise an Abälard

Briefe schämen sich nicht.
i] Urkunden sind eindeutig.

Briefe schreibt er, als hätten sie ihm die Musen selbst diktiert.
Plinius, An Priscus

Briefe sind besser als (zehn) Zeugen.
[RSpW]
i] Urkunden. - Von dem Vorzuge, den schriftliche Urkunden als Beweismittel vor Zeugen haben.
mhd] Briefe sint bezzer danne geziuge.

Briefe sind Stimmungskinder.
Morgenstern, an Marie Goettling, 11. 11. 1893

Briefe soll man, wie jedes andere Vergnügen, nach getaner Arbeit sich gestatten.
Gottfried Keller, Briefe

Briefe von geliebten Menschen verbrennt man gleich oder nie.

Briefe wahrer Freunde werden nicht mit Butter, sondern mit Diamanten versiegelt.

Briefeschreiben ist wie Wetterleuchten; da verblitzt sich alles, und das Gewitter zieht nicht herauf.
Fontane, Cecile

Brieff und hoffsuppen sind zu hoff wolfeyler dann ein baurniuppen.

Brieg, Freiberg und Brünn, machen die Schweden dünn.
i] Bezieht sich auf schwedische Belagerungen. Brieg wurde im Jahre 1642 von Torstenson mit 12000 Mann belagert, wobei die Schweden ohne die Desertionen über 1400 Mann einbüßten.

Brieger spielt: Wir wissen schon.
Stargard
i] Um zu sagen: das sind Flausen, mach mir nichts weiß.

Brîegge i d's Brîggeli ü d's Löchcheli si gärn: eim Chöchchli.
Bern
i] Brieggen = weinen, brieggerisch = weinerlich. Brügger, Brüggi, Brieggeriner = einer (eine), der weint, Chöchchli = Diminutiv von Kachel = tönerne Schüssel.

Brillen reißen.
tiz] Darmit hefft man das Volk vorlijdet (verleitet).

Brillen sind nit ohne Grillen.

Brillen und graue Haare sind auf dem Liebesmarkt schlechte Ware.
fr] Les lunettes et les cheveux gris sont des quittances d'amour.

Brillen und graue Haare sind des Todes Jahrmarktsware.

Brill'n verköp'n.
Altmark
i] Täuschen, betrügen. Wer dies tut, ist ein Brillenverkäufer.

Bring deine Sache vor den Rat, die einen sagen, sie ist weiß, die anderen, sie ist schwarz.
sp] Pon lo tuyo en concejo, unos dirán que es blanco y otros que es negro.

Bring den Jungen zum Quieken, und du wirst die Alten fangen.
England

Bring die Kehle zum Trinken oder das Feuer zum Brennen.
Estland

Bring' doch d' Note im Kübel hear, d' Sau will singa.
i] Bring einen Kübel, ein Gefäß her, er neigt sich zum Erbrechen.

Bring' ein Kind zur Welt, Weib, das hundert Jahre zählt.
i] Als die Polen im Jahre 1575 die Schwester Sigismund Augusts, Anna, den letzten Sprössling des jagellonischen Königshauses, zur Königin erwählt und ausgerufen hatten, gab man ihr den siebenbürgischen Fürsten Stephan Bathory zum Gemahl. Als nach der Trauung von einigen Großen des Reichs der Wunsch ausgesprochen wurde, die Ehe möge durch einen männlichen Sprossen gesegnet werden, vergaßen einige Edelleute den Anstand so weit, dass sie mit Bezug auf das Alter der Braut (50 Jahre) in die obigen sprichwörtlich gewordenen Worte ausbrachen, die man später anwandte, um jemanden zu etwas aufzufordern, was er doch nicht leisten könne.

Bring' eine Katze nach England, sie wird miauen.
ndt] Men vore eyn katte in Engelandt, so wert se doch mauen.
dä] Før en kat til yderst hav, han dog raaber kun miau, miau.
la] Coelum, non animum mutant qui trans mare currunt.
la] Trans mare ducatur catus, mau vociferatur.

Bring einen Hund in die Kirche oder hl (ihn) wieder zurück, (er) ist immer von einer Farbe.
Estland

Bring es erst zum Wohlstand und heirate dann.
en] First thrive and then wive.

Bring Home the Bacon.
en] Idiom

Bring home the bacon.
en] Phrase

Bring in Flammen Liebende zur Ruh!
Wenn der Funke sprüht,
Wenn die Asche glüht,
Eilen wir den alten Göttern zu.
Goethe, Die Braut von Korinth

Bring nicht jeden Menschen ins Haus, denn viele Wunden schlägt der Verleumder.
Altes Testament, Jesus Sirach 11, 29

Bring' Puppen mit, willst du mit Puppen spielen.

Bring Scharfsinniges vor, so wird dich der Haufe beklatschen;
Aber den Tiefsinn kann einzig die Tiefe verstehn.
Geibel

Bring something to light.
en] Make something previously unknown become known.

Bring versus Take.
en] Confusing Words

Bring your A game.
en] Idiom

Bringe deinen Kopf weder unter den Zorn eines Königs, noch in die Überschwemmung eines Flusses.
Arabien

Bringe die Tür deines Stalls auf eine andere Seite.
Ägypten

Bringe einen Menschen vor Gericht, und du ziehst dir den Hass von drei Generationen seiner Sippe zu.
China

Bringe mich hin, wo etwas ist, ich kriege mein Teil.

Bringe mich nicht zum Europäer (Herren) und sage: Der Aurekaneger vertauscht ein Korjal für eine Flinte.
i] Wenn die Neger in Surinam sagen wollen: Verrate mich nicht!

Bringe mit, willst du mit mir leben.
Tschechien
i] Das Mädchen zum Bewerber.

Bringen findet überall eine offene Tür.
z] Wer bringt, der findet offne Thür, wer nichts bringt, geh fort von hier.
it] Porta aperta per chi porta, e chi non porta, parta.

Bringen Hufeisen wirklich Glück? Ich bezweifle es - ich habe schon viele unglückliche Pferde gesehen.
Pearl Sydensticker Buck

Bringer findet allenthalben eine offene Tür.

Bringet also das übrige Naschen und Unmäßigkeit uns um die Güter, frischen Gemüter, macht faule Geblüter, kränket den Leib und tötet die Seel.
Abraham a Santa Clara (1644-1709), Der delikat und leckerhafte Narr

Bringet das weiche biegsame Herz in die Ehe und gebt ihm Kinder: So wird es euch unerwartete Kräfte des Widerstandes zeigen und statt des jungfräulichen Gehorchens vielleicht Befehle.
Jean Paul, Der Komet

Bringing a Knife to a Gunfight.
en] Idiom

Bringing Up the Rear.
en] Idiom

Bringst du den Teufel mit Spiel ins Haus, treibt ihn selbst der Bischof nicht hinaus.

Bringst du die Natur heran,
dass sie jeder nutzen kann,
Falsches hast du nicht ersonnen,
Hast der Menschen Gunst gewonnen.
Goethe, Gott und Welt - Was es gilt

Bringst du geld, so bist du fromb, bringst du was, so bist willkomm.

Bringst du Geld, so findest du Gnade, sobald es dir mangelt,
Schließen die Türen sich zu.
Goethe, Reineke Fuchs 8. Gesang VS 299

Bringst du nichts ins Haus, so bleibe draus.

Bringst du Zins, bringst du Geld, fronen auch heute die Bauern, wie steht's im Feld.

Bringt Aegidius 'n schönen Tag, so folgt ein schöner Herbst darnach.

Bringt Allerheiligen (1.11.) Winter, so bringt Martini (11.11.) Sommer.

Bringt dein Gesinde dich in Zorn, tu, dass du bleibest unverworr'n.

Bringt der April noch Schnee und Frost, gibt's wenig Heu und sauren Most.

Bringt der Dezember Kält' ins Land, dann wächst das Korn selbst noch auf Sand.

Bringt der Hornung Gewitter, merkt's mit Schmerzen der Schnitter.

Bringt der Juli heiße Glut, gerät auch der September gut.

Bringt der Juli heiße Glut, so gerät auch der September gut.

Bringt der Juni trockne Glut, dann gerät der Wein uns gut.

Bringt der Mandelbaum nicht Früchte, wird die ganze Saat zu nichte.
it] Quando il mandorlo non frutta, la semente si perde tutta.

Bringt der November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.

Bringt der Oktober noch Gewitter, wird der Winter meist ein Zwitter.

Bringt der Oktober schon Schnee und Eis, ist's schwerlich im Januar kalt und weiß.

Bringt der Oktober viel Frost und Wind, sind Jänner und Hornung (Januar und Februar) gelind.

Bringt der Oktober viel Frost und Wind,
so sind der Januar und Februar gelind.
Wenn's im Oktober friert und schneit,
bringt der Jänner milde Zeit.
Wenn's aber donnert und wetterleuchtet,
der Winter dem April an Launen gleichet.

Bringt der Oktober viel Regen, ist's für die Felder ein Segen.

Bringt dich der Teufel zum aufschieben, so bringt er dich auch leichtlich zum nachbleiben.

Bringt die heilige Anna (26.7.) Regen, so wird er zum Himmelssegen.
it] Se piove il dì di Sant' Anna, l'acqua diventa manna.

Bringt die Rosamunde (2.4.) viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind.

Bringt dir dein frau viel Heiratgut, dass wird betrüben deinen Mut.
z] Sie ist dein Herr, du bist jhr Knecht, dein Dienst gefellt jhr selten recht.

Bringt Dorothea (6.2.) recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.

Bringt et nich e Zappke, bringt et doch e Lappke.
Alt-Pillau
i] Bei jedem Geschäft wird etwas verdient, ist's nicht viel, so ist's doch Einiges.
hdt] Ist's kein Zapfen, ist's ein Zäpfchen, ist's kein Lappen, ist's ein Läppchen.

Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud (9.4.) oft gelind.
i] Genoveva ist am 3. Januar.

Bringt Hubertus (3.11.) Schnee und Eis, bleibt's den ganzen November weiß.

Bringt ihr Frieden oder Krieg?
la] Pacemne huc fertis an arma?

Bringt ja selbst die gemeinste Chronik notwendig etwas von dem Geiste der Zeit mit, in der sie geschrieben wurde.
Goethe, An Zelter, 15.2.1830

Bringt man am 1. März keinen Floh um, so beisst einen das ganze Jahr keiner aus Dankbarkeit mehr.
Der böse Fritz und Kurfürst Friedrich von der Pfalz, XII.

Bringt man den Mist (fort), bringt man (auch) die Milch (fort).
Estland

Bringt man die Mutter durchs Tor hinaus, läuft die Liebe den Zaun entlang hinterher.

Bringt man die Tunke, dann bekommt man immer Brei zu essen.

Bringt man ihr das Maul in Schwung, hört's den ganzen Tag nicht auf zu läuten.

Bringt Margarete (20. Juli) Regenzeit, so verdirbt Most und Nuß weit und breit.

Bringt Margarethe (13.7.) Regen statt Sonnenschein, so kommt das Heu schlecht ein.
Görlitz

Bringt Margarethe (13.7.) Regenzeit, so verdirbt Most und Nuss weit und breit.

Bringt Mariä Himmelfahrt (15.8.) Sonnenschein, so gibt es heuer guten Wein.

Bringt Maria Reinigung (2.2.) Sonnenschein, wird die Kälte hernach noch größer sein.

Bringt Martina (30.1.) Sonnenschein, hofft man auf viel Korn (o. Frücht) und Wein.

<<< operone >>>

DEUTSCH
001 002 003 004 005 006 007 008 009 010 011 012 013 014 015 016 017 018 019 020 021 022 023 024 025 026 027 028 029 030 031 032 033 034 035 036 037 038 039 040 041 042 043 044 045 046 047 048 049 050 051 052 053 054 055 056 057 058 059 060 061 062 063 064 065 066 067 068 069 070 071 072 073 074 075 076 077 078 079 080 081 082 083 084 085 086 087 088 089 090 091 092 093 094 095 096 097 098 099 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 512 513 514 515 516 517 518 519 520 521 522 523 524 525 526 527 528 529 530 531 532 533 534 535 536 537 538 539 540 541 542 543 544 545 546 547 548 549 550 551 552 553 554 555 556 557 558 559 560 561 562 563 564 565 566 567 568 569 570 571 572 573 574 575 576 577 578 579 580 581 582 583 584 585 586 587 588 589 590 591 592 593 594 595 596 597 598 599
ENGLISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
FRANZÖSISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49
ITALIENISCH
1 2 3 4
LATEINISCH
1 2 3 4
PORTUGIESISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
SPANISCH
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10