Der König Kandaules (Alexander von Zemlinsky nach André Gide, deutsche Umdichtung von Franz Blei), Oper 3 Akte [op. 26] (1935/36, Particell; Partitur rekonstruiert und Instrumentation vervollständigt von A. Beaumont 1992-1995; 6. Okt. 1996 Hamburg, Staatsoper)
Musik von Alexander Zemlinsky

König Kandaules ist so überwältigt von der Schönheit seiner Frau Nyssia, dass er sie vor dem Volk entschleiert. Jeder soll sehen, wie schön die Königin ist! Um sein &uot;Glück&uot; zu krönen, gestattet er dem Fischer Gyges, einem Kindheitsfreund, Nyssia nackt zu sehen. Gyges kann der Schönheit Nyssias nicht widerstehen und verbringt die Nacht mit ihr. Als Kandaules dahinter kommt, ist er außer sich. Auch Gyges kann schwer mit dem Fehltritt leben und bittet Nyssia, ihn zu töten. Doch Nyssia hat andere Pläne: Gyges soll Kandaules erstechen und dessen Platz einnehmen. Gyges beugt sich dem Willen der Königin - und ist fortan ein gebrochener Mann. Alexander Zemlinskys 1935 begonnene Oper blieb zunächst unvollendet. Zemlinsky floh 1938 vor den Nationalsozialisten nach New York. Erst 1989 wurde das Fragment wieder entdeckt und vervollständigt. Die Uraufführung fand schließlich im Jahr 1996 in Hamburg statt.

1992 Gerd Albrecht; Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Chor der Hamburgischen Staatsoper
Archelos: Guido Jentjens
Gyges: Monte Pederson
Kandaules: James O'Neal
Koch: Simon Yang
Mylo: Trido Michaela
Nicomedes: Mariusz Kwiecien
Nyssia: Nina Warren
Pharnaces: Kurt Gysen
Phedros: Klaus Häger
Philebos: Simon Yang
Sebas: Ferdinand Seiler
Syphax: Peter Gaillard
Capriccio 10 448 (2 CD) (133'45 live)

2002 Kent Nagano; Mozarteum-Orchester Salzburg
Archelos: Almas Svilpa
Gyges: Wolfgang Schöne
Kandaules: Robert Brubaker
Koch: Peter Loehle
Nicomedes: Jochen Schmeckenbecher
Nyssia: Nina Stemme
Pharnaces: Randall Jakobsch
Phedros: Mel Ulrich
Philebos: Georg Zeppenfeld
Sebas: John Dickie
Simias: Jürgen Sacher
Synthax: John Nuzzo
Andante Helikon AN 3070 (2 CD) (129'14 live)

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