uiv="Content-Language" content="de"> uiv="content-type" content="text/html; charset=ISO-8859-1"> Giralda ou La Nouvelle Psyché von Adam

Giralda ou La Nouvelle Psyché (Giralda oder Die neue Psyche; Eugen Scribe), opéra comiue 3 Akte (1848; 20. Juli 1850 Paris, Opéra-Comiue)
Musik von Adolphe Adam

Erstaufführungen

EA Brüssel 1850; Den Haag 1851; dt. von W. Friedrich Berlin 1851; Wien 1851; Prag 1855; WA Berlin Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater 1880; Leipzig 1888; auch ins Port., Span., Russ. (Moskau 1869) und Engl. übersetzt

Solisten

- Die Königin von Spanien - Mezzosopran
- Der Prinz von Aragonien, ihr Gemahl - Baß
- Don Japhet d'Atocha, Hofherr der Königin - Baß
- Don Manoel, Hofherr - Tenor
- Rosine, eine Hofdame, Gemahlin Don Japhets - Sprechrolle
- Ginès, ein Müller - Tenor
- Giralda, seine Braut - Sopran
- Almedo, ein Bauer - Baß

Chor

Hofstaat, Hofdamen und -herren, Volk, Gäste, Burschen und Mädchen, Dienerschaft

Ort und Zeit

In und bei Santiago de Compostela im 18. Jahrhundert

Inhalt

1. Akt - Freie Gegend. Die Hochzeitsgäste des Müllers Gines erscheinen. Diesem fehlt noch sein Hochzeitsrock. Der Schneider bringt ihn. Gines singt: „Mein Ehrenkleid, mein saubres Hochzeitsröckchen”. Als Braut geschmückt, doch traurig, kommt nun auch Giralda. Sie liebt ihren Bräutigam nicht und fleht ihn an, sie doch frei zu geben. Einen andern liebt sie, den sie zwar noch nie gesehen, aber im Dunklen gesprochen hat. Gines spekuliert auf Giraldas Mitgift und will deshalb nicht auf eine Trennung eingehen. Japhet kommt mit der Nachricht, daß die Majestäten im Pächterhause einkehren wollen und die Hochzeit deshalb verschoben werden müsse. Japhet und Manoel, der unerkannte Geliebte Giraldas, treffen sich. Von Japhet, der heimlich verheiratet ist, hört Manoel mit Bestürzung, daß der weibertolle König hier einkehren will. Auch Gines ist wütend über die Störung seiner Hochzeit. Manoel macht Gines den Vorschlag, ihm die doppelte Summe der Mitgift Giraldas zu zahlen, wenn er sie freigebe. Gines willigt ein. Es ist unterdes dunkel geworden. Die Hochzeitsgäste kommen aus dem Hause. Schnell wirft sich Manoel Gines Mantel um, setzt dessen Hut weit in die Stirne und eilt statt des Müllers an Giraldas Seite zur Kapelle, wo er auf ewig mit ihr verbunden wird. Inzwischen wird der König in die Mühle geleitet. Arie: „Herbei, süße Minne, herbei, Jugendlust.” Dann naht die fromme Königin. Betend kniet sie nieder und will die Nacht über in der Kirche bleiben. Japhet soll ihr über des Königs Nachtruhe am nächsten Tag berichten. Manoel mit Giralda und die Hochzeitsgäste kehren indes zurück. Manoel will nicht erkannt werden und verschwindet. Der König ist von Giralda entzückt, er läßt sich die Mühle genau beschreiben. Der richtige Gines führt nun Giralda in seine Mühle.

2. Akt - Im Innern der Mühle. Chor der Mädchen geleitet das vermeintliche Ehepaar Gines und Giralda. Dann führen sie Giralda davon. Gines ist allein und singt: „Als Junggesell' in meiner Mühle”. Zu ihm tritt Manoel. Er verlöscht das Licht. Mädchen bringen Giralda wieder in das nun dunkle Zimmer. Gines verabschiedet dieselben und zieht sich dann ebenfalls durch die Falltür zurück. Giralda erfährt jetzt zu ihrer Freude, daß der geliebte Fremde sie sein eigen nennen kann. Liebesduett. Ein Losungswort soll beiden zur Verständigung dienen. Giralda holt Licht. Indessen erklimmt der König mit Japhet den Balkon auf einer Leiter. Japhet hat dieselbe aus Versehen nach ihrem Aufstieg umgeworfen und dadurch jede Rückkehr vereitelt. Er soll auf den Balkon Posten stehen. Der König eilt in das dunkle Zimmer, wo er Giralda allein zu finden hofft. Manoel aber ruft leise Gines und schickt ihn zur Kirche, die Königin zu holen. Inzwischen kommt Giralda mit der Lampe zurück, läßt sie aber fallen und - abermals ist es dunkel. Da erscheint die Königin, rasch verbirgt Manoel seine Gattin, und auch den König bringt er in Sicherheit. Aus Dankbarkeit schenkt letzterer ihm eine Kette. Japhet wird von Gines ins Nebenzimmer zu Giralda gesteckt. Die Königin läßt nun die Mühle durchsuchen, jedoch vergeblich. Zur Haupttür tritt nun der König herein. Gines erzählt verwirrt von seinem Handel wegen Freigabe Giraldas und hält den mit einer andern heimlich verheirateten Japhet für den Gatten Giraldas. Japhet muß nun mit Giralda, die nun natürlich als seine Gattin angesehen wird, dem Königspaar an den Hof folgen.

3. Akt - Saal im Palast der Königin zu Santiago. Giralda erwartet, die Arie „Mag auch verblendend mich umstrahlen” singend, die Königin. Zwei Damen führen sie zu derselben. Nach mannigfachen Verwechselungen wird die Situation endlich aufgeklärt, und sowohl die Ehe Manoels mit Giralda, wie auch die heimliche Verbindung Japhets mit einer Hofdame werden von der Königin gesegnet.

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