dictum
WORDS OF WISDOM

Sprichwörter, Redensarten, Zitate
Deutsch


  • Aber der Mensch ist ein wahrer Narziß, er bespiegelt sich überall gern selbst, er legt sich als Folie der ganzen Welt unter.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I, 4
  • Aber der Mensch ist nicht bloß ein denkendes, er ist zugleich ein empfindendes Wesen. Er ist ein Ganzes, eine Einheit vielfacher, innig verbundener Kräfte, und zu diesem Ganzen des Menschen muss das Kunstwerk reden, es muss dieser reichen Einheit, dieser einigen Mannigfaltigkeit in ihm entsprechen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Der Sammler und die Seinigen 6. Brief
  • Aber der Mensch ist nun einmal so beschaffen, dass es ihm schwer wird, in seiner eigenen Angelegenheit nach allgemeinen Regeln zu urteilen: er läßt gern Ausnahmen zu seinen Gunsten zu.
    Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828-1889), Was tun?
  • Aber der Mensch legt oft die Eier, die man ihm - an den Kopf wirft.
    Jean Paul (1763-1825), Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch
  • Aber der mit einem Weib die Ehe bricht, der ist ein Narr.
    Sprüche Salomo, 6, 32
  • Aber der Pfeil gehört nicht mehr dem Schützen, sobald er von der Sehne des Bogens fortfliegt, und das Wort gehört nicht mehr dem Sprecher, sobald es seiner Lippen entsprungen...
    Heinrich Heine (1797-1856), Zur Geschichte der Religion, Vorrede zur 2. Auflage
  • Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt - und was er auch hat, gestohlen hat er's. Ach, auch euch, ihr großen Seelen, raunt er seine düsteren Lügen!
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Aber der Tod ist nicht poetischer als das Leben.
    Heinrich Heine (1797-1856), Die Romantische Schule
  • Aber der Wein ist dem Menschen wie ein warmer Pelz!
    Petronius, Satyricon
  • Aber der Weisheit genugzutun, dasselbig ist ein Tugend der Gerechtigkeit, der Wahrheit, in diesem suchent euer Triumphiern!
    Paracelsus (1493-1541), De ordine doni
  • Aber der wertvolle Dichter ist kein Gaukler; das Höchste, was er erreichen kann, ist, zu hundert Prozent Mitmensch zu werden.
  • Aber die alte Liebe ist ein Krebsgeschwür!
    Petronius, Satyricon
  • Aber die Ansicht von der Frau bleibt doch dieselbe: Sie ist ein Gegenstand des Genusses. Ihr Körper ist ein Mittel zur Befriedigung der Sinnlichkeit, und sie weiß das auch. Es ist damit ähnlich wie mit der Sklaverei.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Die Kreutzersonate
  • Aber die Arbeiterklasse kann nicht die fertige Staatsmaschinerie einfach in Besitz nehmen und diese für ihre eignen Zwecke in Bewegung setzen.
    Karl Marx (1818-1883), Der Bürgerkrieg in Frankreich
  • Aber die beiden schweren Tafeln mit den zehn Geboten! - glaubt Ihr denn, dass es eine Kleinigkeit war [für Moses], die zu tragen? Und glaubt Ihr denn ferner, dass Moses, der eine Armee Juden zu kommandieren und zu bändigen hatte, sich mit ganz ordinären Armen hätte begnügen können?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 12.5.1830
  • Aber die Blume der Jugend welkt. Die Erfahrung trocknet das Herz aus und überzeugt es, wie schwer es ist, glücklich zu werden, was ihm doch anfangs so leicht schien.
    Nikolai Michailowitsch Karamsin (1766-1826), Reise durch England
  • Aber die Blüte des Seins, - nenn's Schönheit, Genius, Liebe,
    Nenn' es Begnadung - umsonst, wie der ambrosische Tau,
    Unerbeten fällt es herab auf die Stirn des Erwählten, Dass sie in seliger Scham unter dem Lorbeer erglüht.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Juniuslieder (1848), Buch der Betrachtung, Gnomen, Nr. 6, Schlussvers
  • Aber die Freiheit, über alles, was mir nicht gefällt, freimütig meine Meinung sagen zu dürfen, ist ein Vorrecht eines jeden vernünftigen Menschen, dem ich nie entsagen will.
    Christoph Friedrich Nicolai (1733-1811), an Herder, 9. 8. 1774
  • Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden.
    AT, Jesaja 48, 22
  • Aber die Ignoranz isoliert den einzelnen, zerhackt die Massen, und die lebendige Mehrheit kommt nicht zur Geltung.
    Henri Barbusse (1873-1935), Der Betrug als Staatseinrichtung
  • Aber die Jugend ist starrköpfig und hat von ihrem Standpunkt aus recht!
    Maxim Gorki (1868-1936), Die Hochzeit
  • Aber die Künste sind nur der Spiegel des Lebens...
    Heinrich Heine (1797-1856), Romantische Schule
  • Aber die Lebenskunst besteht darin, sein Pulver nicht unnütz und nicht in jedem Augenblick zu verschießen.
    Theodor Fontane (1819-1898), Briefe
  • Aber die Liebe ist nicht mehr Mode, und die Dichter haben sie getötet. Sie schrieben so viel über sie, dass ihnen niemand mehr glaubte, was mich nicht wundert. Denn wahre Liebe leidet und schweigt.
    Oscar Wilde (1854-1900), Die bedeutende Rakete
  • Aber die Liebe, nicht zum Feuerbachschen Menschen, nicht zum Moleschottschen Stoffwechsel, nicht zum Proletariat, sondern die Liebe zum Liebchen... macht den Mann wieder zum Mann.
    Karl Marx (1818-1883), an Jenny Marx, 21. 6. 1856
  • Aber die Menschen entarten Tag für Tag allein durch die Torheit, Verdorbenheit, Habgier, Herrschsucht, anmaßung, Treulosigkeit oder Unmenschlichkeit ihrer eigenen Gattung.
    Jonathan Swift (1667-1745), Gedanken über die Religion
  • Aber die Menschen können keine Ruhe halten, und ehe man es sich versieht, ist die Verwirrung wieder oben auf. [... ] Wir wollen uns nur im stillen auf dem rechten Wege forthalten und die übrigen gehen lassen, das ist das Beste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 1.2.1827
  • Aber die moderne Entwicklung, die den Konkurrenzkampf immer schärfer und unerbittlicher gestaltet, die Gemüter immer mehr verroht und ihre Habgier immer mehr anstachelt, stumpft andererseits die tierischen Leidenschaften ab, macht die Menschen blutarm und kraftlos; aus ungestümen Tieren macht sie überlegende, berechnende Menschen...
    Paul Lafargue (1842-1911), Der Darwinismus auf der französischen Bühne
  • Aber die Narrheit, die wahre Königin des Volks, zieht ein mit Pauken und Trompeten: hussa hussa!
    Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Die Elixiere des Teufels
  • Aber die Natur hat für ihre Kinder gesorgt, der Geringste wird durch das Dasein des Trefflichsten nicht an seinem Dasein gehindert...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 10.2.1787

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