dictum
WORDS OF WISDOM

Sprichwörter, Redensarten, Zitate
Deutsch


  • Aber das ist nun einmal das Vorrecht der Schönheit, dass sie auch den stärksten Willen beugen und sich untertan machen kann.
    Miguel de Cervantes (1547-1616), Die kleine Zigeunerin
  • Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, dass es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.
    Heinrich Heine (1797-1856), Ideen - Das Buch Le Grand
  • Aber das Leben rechnet nicht mit Träumen, nicht ein einziges Hindernis lässt sich aus der Wirklichkeit hinausträumen.
    Jens Peter Jacobsen (1847-1885), Niels Lyhne
  • Aber das Rechte in der Natur zu finden und nachzuahmen, ist schwer, schwer.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 10.2.1787
  • Aber das seind die Zeichen im seligen Leben: Schwitzen der Arbeiter, Rußigsein dem Köhler gleich, Gesundmachen dem Arzet etc.
    Paracelsus (1493-1541), De virtute human
  • Aber das seligste ist's, auf des Wissens gewaltiger Hochburg
    Stehend, hernieder zu schau'n von den leuchtenden Tempeln der Weisheit.
    Lächelnd blickst du herab auf das niedrige Treiben der Menschen,
    Wie sie da hasten und rennen, den Pfad sich zu suchen des Lebens
    Irrenden Laufs, sich messen an Geist, sich streiten um Adel,
    Tag und Nacht sich verzehren in rastlos keuchender Mühsal,
    Daß sie empor sich drängen zur Macht und zum Steuer des Staates.
    Lukrez (97-55 v. Chr.), Über die Natur der Dinge
  • Aber das Unreife ist für das Gespräch und nicht für den Briefwechsel, die Rede löst so leicht jeden Irrtum auf, der durch die Schrift gleichsam erst recht konsolidiert wird.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an G. Ch. Lichtenberg, 26. 12. 1796
  • Aber das weiß ich wohl, dass des Menschen Leichtfertigkeit ein Ursach ist des Betrugs ...
    Paracelsus (1493-1541), Septem Defensiones
  • Aber das weiß ich, dass, wenn [dem darstellenden Sänger] die Musik die Bewegungen des Körpers leitet, ihnen Leben gibt, und ihnen zugleich das Maß vorschreibt, wenn Deklamation und Ausdruck schon von dem Kompositeur auf mich übertragen werden: so bin ich ein ganz anderer Mensch, als wenn ich im prosaischen Drama das alles erst erschaffen und Takt und Deklamation mir erst erfinden soll, worin mich noch dazu jeder Mitspielende stören kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre II, 11
  • Aber das zweite, die Gründung, ist des Maurers Angelegenheit und, dass wir es nur keck heraussagen, die Hauptangelegenheit des ganzen Unternehmens. Es ist ein ernstes Geschäft diese Feierlichkeit wird in der Tiefe begangen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I, 9
  • Aber das, was selten geschieht, was die Ausnahme bildet, was uns mit seiner Missgestalt, seiner Hässlichkeit inmitten der Schönheit verblüfft, daran klammert sich mit beiden Händen die Mittelmäßigkeit.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Petersburger Skizzen
  • Aber dass ein Baum groß werde, dazu will er um harte Felsen harte Wurzeln schlagen!
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Also sprach Zarathustra
  • Aber dass es im weiten Haus der Geschichte versponnene Ecken und Winkel gibt, reizend zu träumen, hohe feierliche Hallen und schauerliche Grüfte, freundliche Giebelstuben und fürchterliche Folterkammern, das macht der skabrösen Methodik der Herren Konservatoren Kummer.
    Carl von Carl von Ossietzky (1889-1938), Florian Geyers Jahr
  • Aber dein Scheiden macht,
    dass mir das Herze lacht.
    Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), Winter, ade!
  • Aber den Einsamen hüll
    In deine Goldwolken!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Harzreise im Winter
  • Aber den Werten, denen die Weisheit die höhere Weihe gegeben hat, kann das Alter nichts anhaben. Kein Zeitalter kann sie zerstören oder in ihrem Wert mindern.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Aber denken kann ich, was ich will, wenn ich mir nur nicht selbst widerspreche.
    Immanuel Kant (1724-1804), Kritik der reinen Vernunft
  • Aber denken Sie nur nicht, man könnte etwas Natürliches und Schönes populär machen. Zum wenigsten will es Zeit haben und verlangt verzweifelte Künste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 1.5.1825
  • Aber der Erste, der euer Land besessen, hat sich es mit Keulen zugemessen, hat sich es erfrecht.
    Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Eigentum
  • Aber der Flüchtige kennt kein Gesetz, denn er wehrt nur den Tod ab
    Und verzehret nur schnell und ohne Rücksicht die Güter.
    Dann ist sein Gemüt auch erhitzt, und es kehrt die Verzweiflung
    Aus dem Herzen hervor das frevelhafte Beginnen.
    Nichts ist heilig ihm mehr, er raubt es.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 58
  • Aber der Friede erfordert unentwegten, zähen, dauernden Dienst, er verlangt Ausdauer, erlaubt keinen Zweifel.
    Aristide Briand (1862-1932), Dans la Voie de la Paix, 8 Novembre 1929
  • Aber der Frieden ist undankbar und weiß nie, dass er seinen Bestand nur dem Krieg dankt.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), an Arno Holz
  • Aber der Herr P. kann recht trinken, sagte neulich jemand zu mir, erst zwo Bouteillen Wein und dann 12 Gläser Punsch. Was will er damit? Wenn ich ihn anders recht verstehe, so dünkt mich ich könnte alles viel geschwinder tun, was Herr P... tut, wenn ich mir eine Pistole vor den Kopf schösse.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1768 - 1771
  • Aber der Inhalt des Lebens ist unerschöpflich, und das Medium der Kunst ist begrenzt.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Über das Drama
  • Aber der ist kein Sozialist, der erwartet, dass der Sozialismus ohne soziale Revolution und Diktatur des Proletariats verwirklicht wird. Diktatur ist Staatsmacht, die sich unmittelbar auf Gewalt stützt.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)
  • Aber der Krieg hat auch seine Ehre,
    Der Beweger des Menschengeschicks.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Braut von Messina, I, 8 (Chor)
  • Aber der Mann, und mehr noch das Weib, die angeklagt werden, etwas getan zu haben, 'was niemand tut', oder etwas unterlassen zu haben, 'was jeder tut', werden zum Gegenstand so wegwerfender Bemerkungen, als ob er oder sie ein schweres sittliches Verbrechen begangen hätten. Man muss Titel oder sonst Rang besitzen, oder bei Leuten von Rang etwas gelten, um sich, ohne in der Achtung zu sinken, dem Luxus, einigermaßen nach Belieben handeln zu dürfen, hingeben zu können.
    John Stuart Mill (1806-1873), Über Freiheit
  • Aber der Mensch denkt stets, dass der Tod weit weg ist. Als ob er unsterblich wäre.
    Premtschand (1880?-1936), Nirmala
  • Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders!
    Homer (8. Jh. v. Chr.), Ilias, 18, 328
  • Aber der Mensch ist ein leichtsinniges, wankelmütiges Geschöpf und liebt vielleicht, ähnlich einem Schachspieler, nur den Prozess des Strebens nach dem Ziel, nicht das Ziel selbst.
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), Aufzeichnungen aus dem Untergrund

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