Sprichwörter, Redensarten, Zitate
Z

  • Z' Anare geht Mühl sper.
    Oesterreichische Bauerzeitung, 53.
  • Z' Obde isch nit früeh: Wer lang schiebt uf, hat Müch.
    (Gegend am Thunersee.)
  • Zehn Achselzucken sind leichter als ein Handaufthun.
    Altmann VI, 410.
  • Zeitig absatteln müssen.
    »Und darum muss er auch (der Ziegenbock) nach der Regel: Quicquid cito fit, cito perit gar zeitlich wieder absatteln.« (Coler, 445a.)
  • Zent Tönnes (Sanct-Anton) brengt Is of brecht Is.
    (Aachen) - Firmenich, I, 494.
  • Zieh den Ring an, so laufen dir alle Gassen nach.
    So sagt man in Breslau zu jemand, der verlegen ist, was er anziehen solle. Wie witzig und poetisch erscheint der Ausspruch, wenn man sich den Ring, den grossen Marktplatz, als Kleid und die in denselben mündenden Strassen als schmückende Bänder denkt, die hinter dem Ring-Bekleideten herflattern.
  • Zieh dich an, Behle (Bella), es koscht nix. Behla zieh an dich, nämlich den Duft der Blumen, der - nichts kostet.
    (Jüd.-deutsch) - Tendlau, 993.
    Von einem reichen Geizhalse, der seine Frau an einem schönen Frühlingstage zu einem Spaziergange aufforderte, weil - der Genuss nichts koste.
  • Zu Abends toll vnd voll, zu Morgens siech vnd kranck.
    Petri, II, 828.
  • Zu Aemtern braucht man nicht Landeskinder, sondern Männer.
    Steiger, 102.
  • Zu allem Amen sagen.
    Theatrum Diabolorum, 394b.
  • Zu Anfang oder zu End', der März seine Gifte send't.
  • Zu grosse Anschläge gehen gemeiniglich den Krebsgang.
    Gottfried, 1087b, 1101a.
  • Zu seinem Amboss zurückkehren und Hufeisen schmieden.
    Zu seiner frühern Beschäftigung.
  • Zuerst wird abgekocht, dann wird ausmarschirt.
    (Wien)
    Wird gesagt, wenn etwas Nothwendiges vor etwas Mindernöthigem gethan werden soll.
  • Zum Ablass und Jahrmarkt muss man mit Gelde kommen.
  • Zum Anfang Verstand und Rath, zum Fortgang Vorsicht, zum Vollenden Glück und Beständigkeit.
  • Zünde ein Licht an, suche eine ganze Woche und du wirst etwas finden, was eine Muschel (Schale) werth ist.
    Burckhardt, 75.
    Von fruchtlosen und kindischen Bemühungen.
  • Zünde ihm alle zehn Finger als Lichter an, er wird sie doch nur ansehen als wären sie dunkel.
    Burckhardt, 576.
    Von jemand, welcher die sprechendsten Beweise der Dienstfertigkeit anderer gegen ihn vergisst oder nicht anerkennen mag.
  • Zur Aebtissin wird erkoren, die die meisten Kinder geboren.
  • Zur Alchimey sechs stuck gehören: bey tag vnd nacht laborieren, das fewr ohn vnterlass schüren, Rauch vnd dampff spüren, sich selber inficieren, gesicht, gesundheit vnd gelt verlieren vnd endlich den betrug mit betrübten hertzen spüren.
    Henisch, 39, 43.
  • Zwei Anker sind gut in der Noth.
    Dän.: Det er godt at have to ankre.
    Frz.: Deux ancres sont bons au navire. (Mimes de Baïf.)
    - Il est bon d'avoir deux ancres.
  • Zwischen Ach und Weh, Kummeraus und Klausen, dazwischen liegt Burghausen.
    (Oberösterreich)
    Ach wird mir als ein Pfarrdorf bezeichnet, das der baierschen Stadt Burghausen, von der es durch den Fluss getrennt ist, gegenüber liegt. Die Ortschaften Weh, Kummeraus und Klausen müssen in der Nähe, sollen eigentlich auf baierschem Gebiete liegen. Klausen gibt es in Baiern mehrere, dagegen finde ich in Huhn's Lexikon weder in Baiern noch Oesterreich ein Kummeraus und Weh.
  • Zwischen Allerheiligen und Christtag es nicht viel regnen und winden mag.
    Frz.: Entre la Toussaint et Noël ne peux trop pleuvoir ne venter. (Leroux, I, 85.)
  • Zwischen Alten und Jungen freundet es sich nicht gut.
    Altmann VI, 487.
  • Zwischen Amboss und Hammer liegen.
    In äusserster Gefahr und Bedrängniss. Die Alten sagten: Sich zwischen Altar und Stein befinden. Von den Gebräuchen entlehnt, unter denen man ein Bündniss schloss. Der Bundespriester sagte zum Volke: »So wie ich mit die sem Stein das Schwein schlage, soll Jupiter das Volk schlagen, welches zuerst dies Bündniss brechen wird.«
    Frz.: Ètre entre l'enclume et le marteau.
    It.: Essere tra l' ancudine e il martello. (Giani, 1828.)
    Lat.: Inter malleum et incudem. (Tappius, 73b.) - Inter sacrum et saxum. (Plaut.) (Erasm., 237.)
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