Sprichwörter, Redensarten, Zitate
W

  • Wä 'n Amtmann spröäken will, dä mött de Stunne ne tell'n.
    Schlingmann, 10.
  • Wâ'r et af, sächt Tacke.
    (Halberstadt)
  • Wäa A sägt, mütt ok B seggen.
    (Ukermark)
  • Wächst das Ansehen spannenlang, so wächst die Ehre (die Hoffart, Thorheit) ellenlang.
    Simrock, 364.
  • Während Allah die Durrahfelder verflucht, hebt er die Hand auf, die Reisfelder zu segnen.
    Altmann II.
    Wir könnten sagen: Schlagen die Kartoffeln fehl, so gibt's Gott an Weizenmehl.
  • Wam me sau alt is os' ene Koh, dann met me noch lernen do to.
    Curtze, 320, 76.
  • Wammer ald göffd wird wie en Kuh, mer lehrd nôch immer zu.
    (Trier) - Laven, 195, 127; Firmenich, III, 548, 69.
  • Wammer op Adam un Eva's dâg 'nen Appel iss, dann blîv einem de Ketsch (Kerngehäuse) em Stross (Gurgel, Kehle) stäche.
    (Köln.) - Firmenich, I, 477, 263.
  • Wann de Anhäller nicks kritt, de Afhäller kritt gar nicks.
    (Grafsch. Mark.) - Woeste, 65, 6.
  • Wär anfangt met Leigen, höärt up med Bedreigen.
    Schambach, 161.
  • Wär sek up 'ner Ânewendge nêren kan, dei blîwe von 'n Twei-Morgen-Acker.
    Schambach, II, 566.
    Enthält die Mahnung, insofern man in kleinen Verhältnissen sein bescheiden Auskommen finden kann, zufrieden zu sein und nicht nach grössern zu streben.
  • Wär' mein Ahnherr ein Hundschlager gewesen und hätt' die Beine beim Galgen aufgelesen, hätt' ich Geld, ich wäre lieb in der Welt.
    Schaltjahr, Bd. 2.
    Vollständiger lautet der Spruch: »Wär' ich geborn von schnöder Art, viel böser denn ein Mensch je ward; und wär' mein Ahnherr ein Hundschlager gewesen, und hätt' die Beine bei dem Galgen aufgelesen, mein Bas' hätt' zaubern und Kind verthan, dass sie drum auf dem Kreuz müsst' stahn; und wär' mein Vetter ein Schelmschinder, und hätt' geschunden Pferd und Rinder, mein Muhm hätt' Wetter und Blitz gemacht, und den Teufel in ein Sack bracht, und wär' mein Schwäher so bös und smech, dass er Dieb und Mörder anspräch, und hätt' mein Geschwey all die verrathen, die je den Henkern fürgetraten; und thät mein Bruder auf den Rad umwalgen, und hing mein Vater dabei am Galgen, und läg' mein Schwester beim Henker all' Nacht, und hätt' den Juden Christenkinder bracht; und wär' mein Sohn ein Henker und hauet aus, und wär' mein Mutter im Hurenhaus, und fräss'n mein Stiefvater auf den Rad die Raben, sie hätt' meine Töchter unter dem Galgen begraben, und wäre hinkend, funffach schwarz wie ein Kohl, naslos, krummaulig und warzenvoll, rotzig, geifrig und augenrinnen, räudig, stinkend und voll Finnen, aussätzig, lahm und hätten den Erbgrind, und wären Bankart, Bastart und Hurkind, und wären betteln im Spital gelegen und thäten dazu die Galgen fegen, und wär'n alle worden vom Henker wund, und ich wär' über die all' ein Ausbund, und wär ein Kirchenpruchtel und Heiligthumdieb, noch hätt' ich Geld, so wär' ich lieb; dass Jedermann mein thät' begehrn, das eim frommen Armen nicht kennt wern.« (Schaltjahr, II, 259.)
  • Wäre kein Aber dabei, so wäre Rattengift Arzenei.
  • Wäre nicht das Aber, jedes Pferd hätte seinen Haber.
  • Wart' deines Amtes oder lass es fahren.
    Lat.: Inter pelliculam tuam te contine.
  • Wart's ab, sagt Tuckermann.
    (Halberstadt)
    Der Mann hatte hier ehedem ausschliesslich den Fischhandel und führte das »Wart's ab« fast immer im Munde, traf damit gar oft den Nagel auf den Kopf und ist mit diesem Sprichworte sein ganzes Leben hindurch trefflich ausgekommen. (Körte 2, 8098.)
  • Was abgegangen ist, kommt nimmer wieder.
    Frischbier, II, 12.
  • Was abgeht an der Gestalt, ersetzt die Kunst an jung und alt.
    Lat.: Ingenio pollet cui vim fortuna negavit. (Cato.)
  • Was abgeht, geht am Gelde ab - sagt der Käufer, wenn er den geforderten Preis nicht zahlen will.
  • Was Adam hat gethan, das zeigt das Beinhauss an.
    Herberger, Ib, 731.
  • Was allen gefällt, ist schwer zu behalten (oder: man schwer behält).
    Denn es findet zu viel Liebhaber, Neider und Abnehmer.
  • Was Allmann sagt, ist gern wahr.
    Sailer, 75.
  • Was Allmann sagt, ist gern wahr.
    Wenn auch nicht alles, doch etwas davon.
  • Was alt ist, brummt gern.
    Holl.: Dat oud is dat knort graag, dat jong is speelt graag.
    Frz.: Ce qui est vieux, crie toujours un peu. (Cahier, 3865.)
  • Was alt ist, das ist nah seinem Ende.
    Petri, II, 586.
  • alphabetisch
    A B C D E F G H I J K L M
    N O P Q R S T U V W X Y Z
  • Stichwort
    A B C D E F G H I J K L M
    N O P Q R S T U V W X Y Z
  • Fremdsprachen
    Dänisch Englisch Französisch Italienisch
    Lateinisch Portugiesisch Spanisch
  • index - operone