Sprichwörter, Redensarten, Zitate
S

  • Sanct Ambrosius (4. April) man Zwiebel säen muss.
    Boebel, 19.
  • Sanct Andres macht das Eis, Sanct Georg (22. April) bricht das Eis.
    Boebel, 54.
  • Sanct Andres, Sanct Bartolomes, die zween Söhne Zebedes, der heilige Sanct Wentzel und der selige Sanct Stenzel sind gut vor's kalte Weh, und behüten vor Regen und Schnee. Die heiligen sieben Planeten, die trösten uns in allen Nöthen: Hachus, ? Maccus, ? Baccus, ? die heiligen Wort behüten uns vor schlimm Werken an allen Ort.
    Spruch der Waschfrauen. »Kein Waschweib«, heisst es im Erleuterten Preussen (Königsberg 1724, I, 467), »wird sich leicht ausser Haus begeben, sie bete denn zuvor wie folgt, insgemein: Sanct Andreas u.s.w.«
  • Sanct-Antonius soll unser Heiliger sein, wenn er uns hütet (mästet) unsere Schwein'.
    Wir dienen und verehren den, der uns nützt.
  • Sanft an, so bricht (reisst) die Leine (Seil, Tau) nicht.
    Sprenger I.
  • Sanfte Antwort ist ein Recept vor Zorn.
    Zehner, 93.
    Mhd.: Süsse antwart pringt süsse wort und pricht den zorn an allem ort. (Vintl.) (Zingerle, 28.)
  • Sankt Anton nehmen die Tage zu um eine Mönchsruh.
    (S. Drei.) (Königsberg.)
    Frz.: A le saint Antoine les jours croissent le repas d'un moine.
  • Sankt Antoni bricht Eis: find't er keins, macht er eins.
    (Euskirchen) - Boebel, 1.
  • Sankt Antonius mit dem weissen Bart, wenn er nicht regnet, er doch den Schnee nicht spart.
    It.: Sant' Antonio dalla barba bianca, se non piove, la neve non manca. (Giani, 111.)
  • Sath mich ock nich für su enfaltig on.
    Robinson, 418.
  • Schaffe dir ein gutes Gedächtniss an, wenn du ein Lügner wirst.
    Burckhardt, 564.
  • Schau dich selber an.
    Hauer, Lij2.
  • Scherzt ein alter mit einem jungen Weib, so lacht der Todt.
    Lehmann, 145, 85.
  • Schlafende Amme, schreiendes (spielendes) Kind.
    Frz.: Les nourrices peuvent bien dormir, les enfans s'esbatent. (Adag. franç., XVIme siècle.)
  • Schlecht alt, schlecht jung, schlecht gewonnen, schlecht gesponnen.
    Altfries.: Quaelck aad, quaelck jongh, quaelck wonn, quaelck sponn.
  • Schlecht Amt, schlechte Leute.
  • Schlechte Amtleute (Beamte) und Wanzen muss man mit scharfen Mitteln curanzen.
  • Schlechter Anfang gewinnt Krebsgang.
    Lat.: Mali principii, malus finis.
  • Schlimmer Anfang bringt wol gut Ende.
    Lat.: Flebile principium melior fortuna secuta est. (Ovid.) (Binder I, 562; II, 1159.)
  • Schnell ändern ist mit Gefahr verbunden.
    Zuweilen wahr, und stürmischen Reformatoren zur Beachtung zu empfehlen; aber nur zuweilen, weil sich manches nur dann aus- und durchführen lässt, wenn es rasch geschieht.
  • Schnell einen Anschlag erdenken.
    Lat.: Sub manu nasci.
  • Schön Angesicht verbirgt (verdeckt) oft ein hässliches Herz.
    It.: Bella in vista spesso dentro è trista.
  • Schön Antlitz verkauft ein räudig Gesäss.
    Lehmann.
  • Schon so alt und noch keine Frau.
    (Köthen)
    Sagt man scherzhaft zu einem Knaben, der sein Alter angegeben hat.
  • Schönen Abend vör'n Âben, säd' de Nachtwächter, dâr güng de Sünn' up.
    (Hamburg)
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