Sprichwörter, Redensarten, Zitate
O

  • O Ackersmann, du Klackersmann, wohl dem, der ein Handwerk kann, seggt de Bessembinne tom Bû'rn.
    (Jerrentowitz.) - Frischbier, II, 27.
  • O Aeffin, was sind euere Jungen schön!
  • O du liebe Ann' Krestin', Schâpklête send kein Rosin'.
    (Jerrentowitz.) - Frischbier, II, 87.
  • O wat all, säd de Pracher, und as he toseg, härr he nix.
  • O wenn doch erst de Abend kêm, da man sülvst snitt un sülben itt.
    Schütz, I, 13.
    Wunsch nach Selbständigkeit. Bezieht sich auf die ostfriesische Sitte, nach welcher es an den heiligen Abenden, d. i. an den Vorabenden der hohen Feste, den Kindern gestattet war, sich ihre Portion Fleisch selbst zu schneiden, die ihnen sonst vorgeschnitten ward.
  • O't bei O't en Jong bei Jong; denn wat jong es, dat spêlt gêr, wat o't es, dat knottert (brummt) gêr.
    (Aachen) Firmenich, I, 493.
    Holl.: Dat oud is, knort graag, dat jong is, speelt graag. (Harrebomée, II, 155.)
  • Oab'nroat - d' Sun ei d' Schroat, Morgenroat - schmatzt ei's Koat.
    (Innsbruck) - Frommann, VI, 35.
  • Oalheit halpt egh för Kinjskhaid.
    (Nordfries.) - Lappenkorb, 61.
    Altheit (Alter) hilft (schützt) nicht vor Kindischheit.
  • Ob du ein anschlag hettst gemacht, der nicht recht war, aus unbedacht, so schem dich nicht, und noch betracht, wie jm zu thun, solch's nicht veracht.
    Lat.: Cum erraveris muta consilium. (Spangenberg, 9.)
  • Obeföhn machts Wetter schön
    (S. Föhn.) (Luzern.)
  • Obetroth, Guetwetterbot.
    (Appenzell)
  • Obetröthe, Guetwetterschöne.
    Tobler.
  • Öck si nich allên.
    Frischbier, II, 37.
    Sagt eine Schwangere, um ihren Zustand zu be zeichnen.
  • Ofs Ârächt1 kommen.
    (Oesterr. Schles.) - Peter, 443.
    Zu Grunde gehen.
    1) Ich verstehe unter Abrechicht das, was abgerecht wird.
    (S. Abscheren.)
  • Oft der adelig und verständig ist, der Bauern und Unflätern dient zu Tisch.
  • Ohn Adam's Rib vnd guten Wein kan niemand recht frölich seyn.
    Petri, II, 503.
  • Ohn allen Anstoss und nicht wie eine Kuh ins Mausloch.
    Grimmelshausen, Vogelnest, II.
  • Ohne Aber ist nichts in der Welt.
    Lat.: Beatum ab omni parte nihil est. (Horaz.)
  • Ohne Aber kein Mann, keine Zeit ohne Wenn und Dann.
    Lat.: Nunquam sunt visi qui caruere nisi.
  • Ohne Ablass zur Hölle fahren.
    Man sollte meinen mit oder ohne Ablass wäre ziemlich gleich. Dennoch sagt Albertus Magnus, ein Dominikanermönch, der später Bischof zu Regensburg wurde, und der, da er es für damalige Zeit in der Physik sehr weit gebracht hatte, für einen Hexenmeister galt, zu einem lasterhaften Menschen, der einen grossen Ablass von Rom mit sich nach Köln gebracht: Zuvor hättet jhr können ohne Ablass zur Hölle fahren; jetzt müsst ihr mit dem Ablass darein fahren. (Einfälle.)
  • Ohne Angel fischen ist umsonst.
    Dän.: Forgieves er at mede uden krog, at slaere uden bog. (Bohn I, 368.)
  • Ohne Anker verlässt kein Schiffer den Hafen.
    Frz.: Bon est s'asseurer dedans l'enchre. (Adag. franç.)
  • Ohne Anklage kann man niemand verurtheilen.
  • Ohpke, geist nau Appke
    (Königsberg.)
    Aeffchen, gehst nach Abken? Sprichwörtliche Scherzfrage; Wortspiel. Abken ist ein im Walde von Wilkie bei Königsberg gelegener Krug (Wirthshaus).
  • Ôld, domm on damlig.
    Frischbier, II, 46.
    Scheltend gegen alte Leute, wenn ihnen die Betreibung eines Geschäfts nicht recht von statten geht.
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