• Sprichwörter, Redensarten, Zitate

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  • K.o. geschlagen worden sein
    en] to have had one's bell rung

    K.o. schlagen; bewusstlos schlagen
    en] to knock out

    K.o.-Runde
    en] knock-out round

    Ka Millrâd (Mühlrad) klabberd ärjer als de Zong vôm Rejensberger.
    Trier
    i] Wird von schwatzhaften Leuten gesagt.

    Ka Tschuwe is ach a Tschuwe.
    Jüdisch-deutsch
    i] Keine Antwort ist auch eine Antwort.

    Ka Tüpferl, ka Stäuberl, ka Unaderl hat's.
    Joh. Gabr. Seidl, Niederösterreichische Flinserln, 1828 ff.

    Käädri (Gertrudstag, 17.3.) ruft siebenundsiebzig Paar Frühlingsvögel herbei.
    Estland

    Kaan Sliche, kaan Mechile, kaan Kappore.
    i] Jüdisch-deutsch, um zu sagen, dass alles verloren, alles dahin ist. Die Wörter selichah, mechilah, kapporah, die sich in Bußgebeten oft nebeneinander befinden, heißen eigentlich: Vergebung, Verzeihung, Versöhnung. Man versteht unter selichah aber auch ein bestimmtes Bußgebetbuch; mit mechitah bezeichnet das Volk auch das Gesäß (anus), und kapporah nennt man auch das Versöhnungshuhn. Nun ging einst ein Mann an einem Bußtage früh morgens in einem finsteren Hause die enge Treppe hinunter, in der Hand sein (Opfer) Huhn, unter dem Arme sein Bußgebetbuch, trat einen Fehltritt, stürzte die Treppe hinab. Das Buch entfiel ihm, das Huhn entlief ihm und dabei hatte er sich noch sehr empfindlich aufgesetzt. Da rief er jammernd wie oben: Kaan Sliche, kaan Mechile, kaan Kappore.

    Kaan't'r eg aauerhen, do mut't'r unner trogh.
    de] Kann es nicht überhin, so muss es unten durch.

    Kabbalah is a way of life and a way of looking at things. One becomes a Kabbalist by bringing a new level of awareness to every act, every word that flows out of one's mouth, and every thought that arises in the mind. law of attraction

    Käbbele di nitt üm Kaisers Boart.
    Grafschaft Mark
    i] Auch kabbeln, kibbeln = keifen, belfern, zanken, sik käbbeln = im Wortwechsel sein; dänisch: kiävle = zanken.

    Kabbele dich nicht um Kaisers Bart.

    Kabbes, gemeiner Labbes.
    Trier
    i] So sagen die, welche Kappes (Kappis, Kohl) nicht gern essen.

    Kabish/Kapeesh/Capeesh?
    de] Kapiert?

    Kachenche ist unbedeutend unter Fremden, aber zu Hause sehr wichtig.
    en] Kachenche is insignificant among strangers, but very important at home.

    Kacke du man hin, et is'r ganz reine, segt de Frû Wâse.
    Hildesheim

    Kacken geiht vör Danzen.
    Sauerland

    Kacken un Sorgen kumt alle Morgen.
    Holstein

    Kacken und pissen kann niemand missen.
    Breslau

    Kadri (= Katharinenbettler, 25.11.) ist zottig, Märt (= Martinibettler, 10.11.) glatt.
    i] Die Kostüme der Katharinen- und Martinibettler

    Kadri fängt an zu harnen, aber Andres schiebt ein Stäbchen vor.
    i] Wenn es am Katharinentag, 25.11., regnet, so friert es am Andreastag, 30.11.

    Kadri ist die Frau von Mart (Martinstag, 10.11.), aber Lutsi (Lucientag, 13.12.) ist seine Schwester.

    Kadri sitzt auf Marts Schoß.
    i] Wenn der Martinstag, 10.11., ein Sonnabend ist, so fällt der Katharinentag, 25.11, auf einen Sonntag).

    Kadris Sieb (= das Siebengestirn) liegt im Schnee.

    Kaf dar Imp (Imme) und Schaf und geh' ins Bett und schlaf.
    Oberösterreich

    Kaf on Lâf es ugleich.
    Wasungen
    de] Kauf und Lauf sind ungleich.

    Käfer (Volkswagen).
    fr] Coccinelle.

    Käfer fallen auf Dreck, Jungen fallen auf Mädchen.
    Estland

    Käfer schweben freudig hin und her -

    Käfer werden als hässlich und unsauber angesehen. Wenn man so einen mit einer Aufgabe beauftragt, wird wahrscheinlich nichts Gutes dabei herauskommen.

    Kaffe (usw.) der nach Spülwasser schmeckt; Schweinefraß
    en] pigswill

    Kaffee ist ein schleichendes Gift, sagte Walter als er siebzig Jahre alt war.
    i] Ursprünglich ein Ausspruch Voltaires, woraus wohl der Volksmund Walter gemacht hat. Voltaire, Friedrich der Große (1712-1786) und Napoleon I. waren leidenschaftliche Kaffeetrinker.

    Kaffee ist mein Leben und Sterben mein Tod.

    Kaffee macht munter.
    Coffee gets one going.

    Kaffee ohne Rauch ist wie ein Haus ohne Knaben.

    Kaffee ohne Tabak ist eine Speise ohne Salz.

    Kaffee sollte schwarz sein wie die Hölle, stark wie der Tod und süß wie die Liebe.

    Kaffee stärkt, Tee lässt abmagern.
    Estland

    Kaffee und die Liebe schmecken am besten heiß.

    Kaffee und Liebe sind heiß am besten.

    Kaffee und Zucker machen den Beutel lucker.
    Schlesien

    Kaffee verschütten bringt Segen.

    Kaffee von oben aus der Tasse und Schokolade vom Boden.

    Kaffee, dir leb' ich; Kaffee, dir sterb' ich.

    Kaffee, Taufwasser und Alterwein der Weiber schon am Morgen wird nachmittags Liebestrank und Haderwasser zugleich.

    Kaffee, Zigarren, Töpfchen und Pfeif' machen in der Wirtschaft Unterschleif.
    Leipzig

    Kaffeehaus - Gotteshaus; Branntweinschänke - Teufelstränke.
    i] In Konstantinopel hießen die ersten Kaffeehäuser 'Schulen der Erkenntnis'. Dichter und Weise versammelten sich dort. Auf Veranlassung der Geistlichen, denen am Glauben mehr als an der Erkenntnis liegt, schloss sie Murad II.; sie wurden aber später wieder geöffnet und es erschien sogar ein türkisches Gesetz, dahin lautend, dass eine Frau Grund zur Scheidung habe, wenn ihr Mann ihr Kaffee verweigere. Ein Fürstbischof von Paderborn, Wilh. Anton von Asseburg, verbot mittels Mandat vom 25. Febr. 1777 das Kaffeetrinken. Man trank aber fort, ja man gab auf dem Markte ein großes Kaffeebanket, wogegen der Fürst Truppen aufbot, die aber mit den Kaffeetrinkern sympathisierten. Der Kaffee hat die geistliche und weltliche Macht besiegt. Das erste Kaffeehaus in Deutschland wurde 1683 in Wien von G.F. Koltschitzky gegründet, der als Belohnung für seine Tapferkeit im Türkenkriege das Privilegium dazu erhielt.

    Kaffeekanne und Spucknapf haben beide ihren besondern Platz.

    Kaffeeklatsch; Damenkränzchen
    en] hen-party

    Kaffeklatsch
    en] coffee talk

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