Sprichwörter, Redensarten, Zitate
I

  • Ich achte ihn nicht so viel wie meine alten Schuhe.
    Holl.: Ik acht hem als mijn' ouden schoen. (Harrebomée, II, 254b.)
  • Ich achte nicht des Mondes Schein, so mir die Sonne will gnädig sein.
  • Ich achte weder Geld noch Gold, der Ehr' und Treu' bin ich doch hold.
  • Ich ackere, sagte die Ameis, da sass sie auf dem Ochsenhorn.
  • Ich Affe, steh' und gaffe; und weil ich gaff' und steh', so könnt' ich weiter geh'
    (Hausinschrift.) - Hertz, 17.
  • Ich bî ôch ankummen wi junk Bier ohne Häwen.
    (Schles.) - Frommann, III, 414, 541.
  • Ich bin (er ist) allezeit derjenige, welcher.
    (Berlin)
    Nämlich kann, wenn er will, oder weis, was er in einem gewissen Falle zu thun hat.
  • Ich bin der Akansa, immer zwei für einen Dreistüber.
    (Surinam) - Wullschlägel.
    Wie es auch komme, ich bleibe mir gleich, mich wirst du stets unverändert finden.
  • Ich bin nicht Allerheiligen Knecht.
  • Ich bitte um Absolution für ein Stück Fleisch, was mir an den Zähnen hängen geblieben ist, sagte Peter, da hatte er einen Schinken an einem Schweinszahn aufgehangen.
    Junker Peter war Spassmacher am Hofe zu Neuburg.
  • Ich bitte, mir eine Ader zu öffnen, sagte der Dieb, als man ihn zum Galgen führte, da der erste Aderlass vor dem Tode schützen soll.
  • Ich dachte, mich hätte der Affe gelaust (der Affe sollte mich lausen).
    Von einem Affen gelaust werden, heisst eine zweideutige, mit mehr Schmerz als Wohlbehagen vermischte Empfindung haben.
    »Potz Zipfl, was giebts da fer einen Schnautzhanen? den hat gewiss der Affe gelauset.« (Köhler, 47, 7.) In Ostpreußen: Öck docht, mi sull de Aap luse. (Frischbier, I, 29.)
  • Ich denke mit keiner Ader daran.
    Holl.: Daar is gen aan niga tyt, dat craan denkt. (Harrebomée, II, 22.)
  • Ich dummer Aff', sitz' und gaff', je me ich gaffe, so minder ich schaffe.
  • Ich flöhe Affen, willst du den Sack aufhalten?
    Sprenger IV.
    Als Antwort auf die Frage: »Was machst du?« Zur Abweisung lästiger Frager.
  • Ich hab ein inwendig anligen, das man mir nicht ansihet.
    Henisch, 262, 46.
    Lat.: Habeo malum, domesticum et intestinum.
  • Ich habe das Alte bezahlt und wette auf das Neue.
    Graf, 76, 88.
    Mit Bezug auf die an den Grundherrn zu zahlenden Zinsen der Bauern.
    Mhd.: Ich habe daz alle bezahlt und wette uf das nuwe. (Grimm, Wörterbuch, I, 732.)
  • Ich hau dich an, dass du kleben bleibst, wie ein Frosch.
    (Nordböhmen)
  • Ich hoa eî ar Änne wât g'erbt.
    Peters, 444.
    Ich habe nicht das Geringste geerbt.
  • Ich kann ihn nicht anig werden.
    (Gumbinnen) - Frischbier, II, 83.
    Nicht los werden.
  • Ich lach' dich an und geb' dich hin, spricht er schlau in seinem Sinn.
    Lat.: Multis annis jam peractis, nulla fides est in pactis; Mel in ore, verba lactis, fel in corde, fraus in factis.
  • Ich mach' ihm den Abschied nicht schwer.
    Wenn man jemand gern gehen sieht. Jüdisch- deutsch: Ich haass 'n gern mochel(höflich entlassen) sein. (Tendlau, 364.)
  • Ich möcht' Aenderle hecken.
    Schles. Provinzialblatt, August 1786, S. 133.
    Um das Aengstliche und Lästige der Langeweile auszudrücken, wenn man auf etwas sehr lange warten muss, ohne weggehen oder sich während der Zeit mit etwas beschäftigen zu können. Mit dem Worte »Aenderle« soll, wie a.a.O. bemerkt wird, der Landmann in einigen Gegenden Schlesiens eine grosse weisse, in der Erde sich aufhaltende Made (Engerling?) bezeichnen. Ich habe die Redensart weder selbst je gehört, noch aus irgendeinem Kreise handschriftlich mitgetheilt erhalten.
  • Ich musste mich anziehen, sagte Klaus Narr, als man ihn fragte, warum er so zeitig aufgestanden sei.
  • Ich nehm' es an mir selber ab.
    Lat.: Domi conjecturam facio. (Plaut.) ( Erasm., 157.)
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