Sprichwörter, Redensarten, Zitate
F

  • Fahe an dir an.
    Franck, II, 64a.
  • Fahe viel an, richt wenig auss.
    Henisch, 970, 34.
  • Fahn viel an, bächt lützel.
    Franck, II, 179b.
    Weinhold (Schlesisches Wörterbuch) bemerkt unter »Bôcht« in Bezug auf diesen Spruch (den er aus Agricola 238b citirt): Ich deute ihn so: »Fang viel an, verdirb wenig.«
  • Fang's an, so ist's halb gethan.
  • Fange viel an, richte wenig aus.
  • Fängst du mit Vergnügen an, so ist die Sache halb gethan.
  • Fängt man eine neue Ordnung an, so spannt Betrug gleich daran, dass die Obrigkeit nicht bestrafen kann.
  • Fetter Acker bringt nicht stets die meiste Frucht.
    Frz.: Aulcunes foy le laboureur par trop fumer n'a le meilleur.
    Lat.: Colonum interdum fallet nimium pinguis ager. (Bovill, III, 167.)
  • Försch Anderstwerda ka ma nüd.
    Tobler.
    Niemand kann sich verbürgen, seine Gedanken nicht zu ändern, denn fürs Anderswerden kann man nicht.
  • Französisch Abschied nehmen.
    In ganz Schwaben.
  • Fremde Aecker pflügen, so eigene brache liegen.
  • Fremde Aecker pflügen.
    Seine Kräfte dem eigenen Wirkungskreise entziehen und damit in fremde Geschäftssphären eingreifen.
    Auch von dem Umgang mit anderer Frauen.
    Lat.: Alienum arare fundum. (Plaut.) (Erasm., 401.)
  • Freundlich abgeschlagen ist halb zugesagt.
    Holl.: Zeet afslaan is half toe seggen. (Harrebomée, III, 3b.)
  • Freundlich Angesicht ist halb Zugemüse.
  • Freundlicher Anblick erfrewebet das Hertz.
    Petri, II, 315.
  • Freundlicher Anblick ist ein Bett zur Lieb.
    Lehmann, 52, 3.
  • Frisch abgelaufen ist halb gefochten.
  • Frisch angefangen ist halb gethan.
    It.: Chi ben comincia, è alla metà dell' opra.
    Lat.: Dimidium, qui coepit, habet.
    Schwed.: Wäl börjadt är halfgjordt arbete. (Marin, 28.)
  • Frisch angelaufen, ist halb gefochten (besiegt).
    Körte2, 1983; Venedey, 149.
    Sinnverwandter Spruch. (Vgl. Haupt, III, 406, 59.)
    Lat.: Incerta est fortitudo, dum pendet.
  • Frisch angewendt ist halb geendt.
    Henisch, 1245, 66; Eyering, 633.
  • Früh alten, früh kalten.
    Engl.: Soon old, soon with God.
  • Frühes Abendbrot bringt keine Noth.
    Weit eher hat spätes Abendessen üble Folgen.
    It.: Chi cena a buon' ora, non cena in malora. (Giani, 341.)
  • Fünf müssen ihr Amt verneinen1: Pfaffen, die gern hören Kinder weinen, Juden, die gern wohnen bei Schweinen, Mönche, so zu welt lich scheinen, Henker, welche tödten keinen, und Teufel, die nicht gerne peinen.
    Fischart, Prakt.
    1) Unter allen Umständen nicht annehmen, weil sie sich dann nicht dazu eignen.
  • Für Adel kauft man (gibt) kein (Bäcker) Brot.
  • Für Altar und Herd kämpfen.
    Bis aufs Aeusserste.
    Lat.: Pro aris et foris pugnare. (Faselius, 210.)
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