DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Aus dem finger saugen.
    la] Ex se fingere.
  • Aus dem Funken Feuer, aus dem Wort Streit.
    ee] Sädemest tuli, sõnast tüli.
  • Aus dem Furzfass trinken.
    zit] Den sie loben, der ist geschändt. Du sichst jr schelten als lang stincken, biss sie auss dem Furtzfass trincken.
  • Aus dem Gänslein einen Schwan machen.
    fr] Faire d'un oison un cigne.
  • Aus dem Gebet erwächst des Geistes Sieg.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Demetrius
  • Aus dem Geburtstage den Sterbetag machen.
    i] Aus einem fröhlichen einen traurigen.
  • Aus dem Gebüsch in den Wald kommen.
    dk] Busken er skovens moder.
  • Aus dem Gefühle der Gleichheit entspringt die Idee der Gerechtigkeit sowohl der Genötigten als der Nötigenden. Jene ist die Schuldigkeit gegen andere, diese die empfundene Schuldigkeit anderer gegen mich.
    Immanuel Kant (1724-1804), Bruchstücke aus dem Nachlaß
  • Aus dem Gericht und aus Teichen kannst du nicht trocken entweichen.
  • Aus dem Geschehenen wollen wir auf das schließen, was geschehen kann.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Der Gesellschaftsvertrag
  • Aus dem Geschirr schlagen.
  • Aus dem Gläschen noch so klein kann man saufen wie ein Schwein.
  • Aus dem gleichen Holz geschnitzt
  • Aus dem Gleichgewicht bringen (kommen).
  • Aus dem Gleis geraten/kommen.
  • Aus dem Gleis kommen
    en] to come off the rails
    fr] quitter ses habitudes
    it] uscire dal solco
  • Aus dem goldenen Helm wird bald ein eiserner Schelm.
    i] Von einem anfänglich freundlichen und liebenswürdigen Ehemanne, der in der Folge ein sehr rauhes Betragen annimmt.
  • Aus dem Grabe kann man keinen herausrufen.
    bm] Prutem do hrobu nevzenes, a z hrobu kolácem nevyvábís.
  • Aus dem Grabe kommen und nach dem Tode fragen.
    fr] Il vient de la fosse et demande après la mort.
  • Aus dem Gras ist Heu geworden.
    i] Die Sache hat sich ungünstig verändert.
  • Aus dem gröbsten Dreck heraus sein.
    es] Superar los peores problemas, salir del lodo más espeso.
  • Aus dem Gröbsten heraus/raus sein.
  • Aus dem Größten wie aus dem Kleinsten - nur durch künstlichste Mittel dem Menschen zu vergegenwärtigen - geht die Metaphysik der Erscheinungen hervor, in der Mitte liegt das Besondere, unsern Sinnen Angemessene, worauf ich angewiesen bin, deshalb aber die Begabten von Herzen segne, die jene Regionen zu mir heranbringen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 1225
  • Aus dem Gurkenkern wächst die Gurkenpflanze selbst im Garten des Zaren.
    Russland
  • Aus dem Guten entsteht Gut und Böse, gleichwie aus demselben Holz Keule und Kreuz.
  • Aus dem Hafen sieht sich's gut aufs Meer hinaus.
    it] Quando la marina è gonfia, bisogna starsene in porto.
  • Aus dem Halse heraushängen.
  • Aus dem Haus des Imam kein Essen, aus dem Auge des Toten keine Tränen.
    tü] İmam evinden aş, ölü gözünden yaş.
  • Aus dem Häus'l sein oder kommen.
  • Aus dem Häuschen geraten
    en] to have (a litter oj) kitten - to get off at full score
    fr] sortir de ses gonds - se mettre dans tous ses états
    it] uscire di squadra (o. dai gangheri)
  • Aus dem Häuschen sein.
    es] Estar fuera de sí.
  • Aus dem Hause vertreibt dich die Stiefmutter und aus dem Walde der Bär.
  • Aus dem Himmel in die Synagoge.
    i] Aus der größten Ruhe in den größten Tumult. Auch wenn jemand ohne Zögern bald etwas anfängt.
  • Aus dem Himmel wurden auf einmal alle Heiligen vertrieben und von einer göttlichen Mutter mit einem zarten Kinde Sinne, Gedanken, Gemüt auf den Erwachsenen, sittlich Wirkenden, ungerecht Leidenden gerichtet, welcher später als Halbgott verklärt, als wirklicher Gott anerkannt und verehrt wurde.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 669
  • Aus dem Hinterhalt zu wirken, scheint ein Zeichen von Kleinmütigkeit. Der Hochgemute nämlich hat den Willen, offenbar zu sein in allen Dingen.
    Thomas von Aquin (1225-1274), Summa theologica
  • Aus dem Hintertreffen.
  • Auß dem Hohen Lied.
    Der König führt die Braut inn Keller selbst hinein /
    Daß sie jhr mag erwöhln den allerbesten Wein.
    So machts GOtt auch mit dir/wann du bist seine Braut /
    Er hat nichts in sich selbst/das er dir nicht vertraut.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 88
  • Aus dem hohlen Bauch.
  • Aus dem hohlen Fasse reden.
    i] Von Reden ohne Begründung.
  • Aus dem Hund, den man an der Leine zur Herde schleppt, wird kein Viehhund.
    ee] Tuust pinist saa-ai kar'apinni, kedä lõijaga karja veetäs.
  • Aus dem Hunde, glaube mir, wird, wie er wächst, doch nie ein Stier.
  • Aus dem Hut zaubern/ziehen.
  • Aus dem Hüttlein kann auch ein großer (tapferer) Mann kommen.
    la] Potest ex casa vir magnus exire.
  • Aus dem Jaul eines hundes holt man keinen Knochen.
    tü] İtin ağzından kemik alınmaz.
  • Aus dem Job fliegen, entlassen werden.
    en] To get the push.
  • Aus dem Jungen muss ein Postillon werden, sagte Klaus, als seine Frau vier Wochen nach der Hochzeit entbunden ward.
  • Aus dem Kaffeesatz/Kaffeesud lesen.
  • Aus dem Kalbe wird ein Rind, aus dem Buben ein Laffe geschwind.
    mhd] Aus kelbern werdent stärkiu rinder.
    mhd] Einer küeje kint tuot als ein rint.
    fr] D'un veau on espère un boeuf et d'une poule un oeuf.
    la] Ante fnit vitulus, qui nunc fert cornua taurus.
    la] Omnis erat vitulus, qui nunc fert cornua taurus.
    la] Quem taurum metuis vitulum mulcere solebas, sub qua nunc recubas arbore virga fuit.
    pl] Za byśka (cielca) będzie ciołyśka (krowa albo jałowica).
  • Aus dem Kalk in die Köhlerhütte kommen, oder aus einem Kalkbrenner ein Köhler werden.
    Römer
  • Aus dem Kalkofen in den Kohlenofen kommen.
    i] Von einem vorgesetzten Ziele zu etwas ganz Entgegengesetztem abschweifen. Oder: Aus einem Unglück in ein anderes geraten.
  • Aus dem kalten ins hitzige Fieber fallen.
    fr] Il est tombé de fièvre en chaud mal.
  • Aus dem Kannsein entsteht zur namenlosen Überraschung aller Beteiligten plötzlich das Ist, und was bei diesem höchst ungeordneten Vorgang wegfällt, nicht stimmt, überschüssig ist und den Geist nicht befriedigt, scheint jenen atmosphärisch verteilten, zwischen allen Geschöpfen schwingenden Haß zu bilden, der für die gegenwärtige Zivilisation so kennzeichnend ist und die vermißte Zufriedenheit mit dem eigenen Tun durch die leicht erreichbare Unzufriedenheit mit dem der anderen ersetzt. Der Versuch, diese Unlust in besonderen Wesen zusammenzufassen, ist bloß etwas, das zum ältesten psychotechnischen Besitzstand des Lebens gehört. So zog der Zauberer den sorgsam vorbereiteten Fetisch aus dem Leib des Kranken, und so verlegt der gute Christ seine Fehler in den guten Juden und behauptet, daß er durch ihn zu Reklame, Zinsen, Zeitungen und ähnlichem verleitet worden sei; man hat im Lauf der Zeiten den Donner, die Hexen, die Sozialisten, die Intellektuellen und die Generale verantwortlich gemacht, und in den letzten Zeiten vor dem Krieg ist auch, aus Sondergründen, die daneben ganz verschwinden, eines der großartigsten und beliebtesten Mittel in diesem wunderlichen Vorgang Preußen-Deutschland gewesen. Der Welt ist eben nicht nur Gott abhanden gekommen, sondern auch der Teufel. So wie sie das Böse in Unwunschbilder verlegt, verlegt sie das Gute in Wunschbilder, die sie dafür verehrt, daß sie das tun, was man in eigener Person untunlich findet. Man lässt andere Leute sich anstrengen, während man auf einem Sitzplatz zuschaut, das ist der Sport; man lässt Leute die einseitigsten Übertreibungen reden, das ist der Idealismus; man schüttelt das Böse ab und die davon bespritzt werden, das sind die Unwunschbilder.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
  • Aus dem Kapitel schwatzen.
    i] Auch aus der Schule, dem Rat.
  • Aus dem Kessel in die Bratpfanne.
    Köthen
    i] Aus dem Regen in die Traufe.
  • Aus dem kleinen kommt das große.
    zit] Der Weise beginnt mit leichten Dingen, wenn er auf schwere sinnt, mit kleinen Unternehmungen, wenn er große ertrachtet. ein Baum von großem Umfange entsprosste einer Wurzel so zart wie ein Haar; ein Turm von neun Stockwerken erhob sich aus einer Hand voll Erde; eine Reise von tausend Meilen begann mit einem Schritt. Lao-Tse (6. Jh. v. Chr)
  • Aus dem kleinsten Funken wird oft der größte Brand.
  • Aus dem Kleinsten setzt
    Sich Großes zusammen zuletzt,
    Und keins darf fehlen von allen,
    Wenn nicht das Ganze soll fallen.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Vaterland
  • Aus dem Knecht wird kein König.
    ee] Ei sulasest saa kuningast.
  • Aus dem Knick kommen.
  • Aus dem Koffer leben.
  • Aus dem Konzept kommen.
  • Aus dem Kopf schlagen.
  • Aus dem Korn wird noch lange kein Mehl.
    Anastasius Grün (1806-1876)
  • Aus dem Koster wird der Trinker.
  • Aus dem Kot in den Dreck (in die Pfütze) fallen.
  • Aus dem Kreuz leiern.
  • Aus dem Krieg ist ein Mann zurückzuerwarten, aber nicht aus dem Grab.
    ee] Sõast om mees loota, aga mitte kalmust.
  • Aus dem Kriege kommen und nichts vom Streit wissen.
  • Aus dem krummen Stabe gehen.
    i] Aus dem Schulzenamte gehen.
    lit] Isz kriwûlês eiti.
  • Aus dem Künstler kann nichts kommen, was nicht schon im Manne steckt.
    England
  • Aus dem Lächeln der Mundwinkel lässt sich der Radius der Freiheit berechnen.
  • Aus dem Leben heraus sind der Wege zwei dir geöffnet;
    Zum Ideale führt einer, der andre zum Tod.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die idealische Freiheit
  • Aus dem Leben scheiden.
  • Aus dem Leim gehen.
  • Aus dem letzten Loch pfeifen (auch: auf dem letzten Loch pfeifen).
  • Aus dem Loch im Ärmel sieht der Stolz heraus.
  • Aus dem Löchlein wird ein Loch; siehst du es gleich, so flick' es doch.
    Rheinpfalz
  • Aus dem Lot geraten/bringen/sein.
  • Aus dem Magen bekommt's nicht einmal der Kaiser zurück.
    ee] Kõhust ei saa keisergi enam kätte.
  • Aus dem Magen kommen arge Gedanken.
    i] Die Bibel sagt: aus dem Herzen; allein Herz und Magen sind in vielen Fällen gleich. Die römischen Gesetzgeber haben einen Teil ihrer Gesetzbücher Digesta (Verdautes) genannt und dadurch bewiesen, dass auch die Gesetze aus dem Magen entspringen.
    zit] Aus dem Magen kommen alle Übel und Leiden, selbst die Kopf- und Herzkrankheiten der Menschheit. Was hilft alle Klarheit und Gesundheit des Herzens, wenn der Magen krank ist.
  • Aus dem Magen, aus dem Sinn.
  • Aus dem Mann wird so lange etwas, bis der Zucker in (seinem) Munde schmilzt, aber aus der Frau wird nicht länger etwas, als bis zum fünfundvierzigsten Jahr.
    ee] Mehest saab veel niikaua asja, kui suhkur suus ära sulab, aga naisest ei saa kauem kui nel'lakümne viie aastani.
  • Aus dem Maul des Krokodils entkommen, in das Maul des Tigers.
  • Aus dem Maul eines Hundes holt man keinen Knochen.
  • Aus dem Mehle wird kein Brot gebacken.
  • Aus dem miesesten Bier entsteht der kräftigeste Kater.
  • Aus dem Mitleid mit anderen erwächst die feurige, die mutige Barmherzigkeit; aus dem Mitleid mit uns selbst die weichliche, feige Sentimentalität.
    Marie von Ebner-Eschenbach, Aphorismen
  • Aus dem Moder in den Sumpf geraten.
    la] De calcaria in carbonariam decurrere.
    la] De fumo ad flammam.
    la] Fumum fugiens in ignem incidit.
  • Aus dem Mund eines Kindes spricht seine Familie.
  • Aus dem Mund kommen Worte, und Worte sind Wind.
  • Aus dem Mund kommt es, ins Herz geht es, unten in der Lunge bleibt es stecken.
    ee] Suust tuleb, südame läheb, alla kopsu kinnitab.
  • Aus dem Mund Unedler auch
    Fällt oft ein Rat zum Guten.
    Sophokles (497-406 v. Chr.), Trachinierinnen, 61/62 (Deianeira)
  • Aus dem Munde der Mutter ist selbst der Fluch ein Segen.
    Georgien
  • Aus dem Munde eines Alten kommt verwester Atem, jedoch kein verwestes Wort.
  • Aus dem Munde eines Kindes spricht die Wahrheit.
  • Aus dem Munde in Gottes Ohr, aus Gottes Ohr in den Beutel.
    Finnland
    i] Von der Gebetserhörung.
  • Aus dem Munde kommen Worte und Worte sind Wind.
    nl] Wat uit den mond komt, dat verdwijnt in den wind.
  • Aus dem Mustopf kommen.
  • Aus dem Nähkästchen plaudern.
  • Aus dem Narrenschiff kommt man leicht nach Schelmhafen.
  • Aus dem Neste prusten.
    Westfalen
  • Aus dem Nichts auftauchen.
  • Aus dem Nichts entsteht eine sehr große Legende.
    Properz (48-15 v. Chr.), Elegien
  • Aus dem Nichts kann man nichts zaubern, das kann nur Gott.
    en] To create out of nothing is something which only God can do.
    enzi] Our word unto a thing, when We intend it, is only that We say unto it: Be! and it is. Koran
    tü] Yoktan var etmek Allah'a mahustur/vergidir.
  • Aus dem Nichts kann nur Gott etwas schaffen.
    Koran
  • Aus dem Nichts
    la] ex nihilo
  • Aus dem Nussheher kann man neun Suppen sieden, ein so gut als die andere.
    Oberösterreich
    i] Jede schlecht.
  • Aus dem Ochsen wird ja kein Hase.
    ee] Ega härjast jänest sünni.
  • Aus dem Osten das Licht, aus dem Westen der Luxus.
  • Aus dem Osten kommt das Licht.
    Vulgata, Evangelium secundum Matthaeum 2,2
    la] Ex oriente lux.
  • Aus dem Osten kommt ein andauernder Sommer, aus dem Norden ein ewiger Winter.
    ee] East tuleb igine sui, põhjast põline tali.
  • Aus dem Osten kommt gutes Wetter, aus dem Osten kommt schlechtes Wetter, aus dem Osten kommt das Ende der Welt.
    ee] Idast tuleb hää ilm, idast tuleb paha ilm, idast tuleb maailma ots.
  • Aus dem Osten wird schon Rundes (d. i. Hagel) kommen.
    ee] Küll tuleb iast ümmärgüsi.
  • Aus dem Palast ins enge Haus,
    So dumm läuft es am Ende doch hinaus.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aus dem Pfuhl kommt mancher in die Pfütze.
  • Aus dem Quark kommen.
  • Aus dem Quell schöpft man das reinste Wasser.
  • Aus dem Rachen reißen.
  • Aus dem Rahmen fallen.
  • Aus dem Rate schwatzen.
  • Aus dem Rauch in den Dampf (in die Flammen) kommen.
  • Aus dem Rauch ins Feuer laufen.
    nl] Uit den rook in het vuur loopen.
  • Aus dem Recht wird nichts.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Aus dem Regen in den Bach kommen.
  • Aus dem Regen in die Dachtrauf geraten.
    var] Aus dem Regen unter die Traufe kommen.
  • Aus dem Regen in die Traufe.
    i] Seinen Zustand verschlimmern.
    var] Wer dem Regen entlaufen will, fällt oft ins Wasser.
    var] Ein kleines Ungemach zu meiden, stürzt mancher sich in größere Leiden.
    fr] Il faut prendre garde de tomber dans Scylla en voulant éviter Charybde. (Man muss sich hüten, in die Scylla zu fallen, indem man die Charydis meiden will.)
    fr] Il ressemble à Gribouille, il se jette dans l'eau de peur de la pluie.
  • Aus dem reichen Mann wird gar leicht ein Bettelmann (o. ein armer Lazarus).
    la] Irus erit subito, qui modo Croesus erat. Ovid
  • Aus dem reichen Schlecker wird ein armer Lecker.
  • Aus dem Rennen fliegen/sein.
  • Aus dem Reptilienfond schöpfen.
    i] In Bezug auf Zeitschriften, die von der Staatsregierung unterstützt werden, um für ihre Zwecke auf die öffentliche Meinung einzuwirken. Der Ausdruck wird auf eine Äußerung des Fürsten Bismarck zurückgeführt, die er in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 30. Januar 1869 bei der Debatte über die Verordnung, betreffend die Beschlagnahme des Vermögens des Königs von Hannover, getan hat. Nach dem stenographischen Bericht lauten seine Worte: 'Dieser Tatsache gegenüber sprechen Sie doch nicht von Spionierwesen. Ich bin meiner Natur nach nicht zum Spion geboren; aber ich glaube, wir verdienen Ihren Dank, wenn wir uns dazu hergeben, bösartige Reptilien zu verfolgen bis in ihre Höhlen hinein, um zu beobachten, was sie treiben.'
  • Aus dem römischen Schafstall ist Jerobeams Kälberstall geworden.
  • Aus dem Ruder laufen.
  • Aus dem Sächli wird ein' Sach, aus dem Rünsli wird ein Bach.
  • Aus dem Sattel lupfen/werfen.
  • Aus dem Schatten treten.
  • Aus dem Scherhaus ins Füllhaus gehen.
    zit] Man soll aber nit gleich uff das aderlassen essen und trincken wie unsere folle dolle seuwwenst ze thonn pflegen, gleich vs dem schärrhus in das füllhus allda suffen und fressen.
  • Aus dem Scherz kommt die Wirklichkeit hervor.
    Japan
  • Aus dem Schlaf, der nur die Kräfte der Glücklichen
    wieder erneuert, aber der Elenden Müdigkeit
    und Verbitterung nur vermehrt, fahre ich hoch
    wie ein Trunkner, der Sonne entgegen.
    José Martí (1853-1895), Eisen
  • Aus dem schlechtesten (verdorbensten) Bier entsteht der gesundeste Kater.
  • Aus dem Schnabel kommt das Ei.
    i] Gute Fütterung tut's.
  • Aus dem Schneider sein.
  • Aus dem Schwanz des Esels lässt sich kein Sieb machen.
    la] Asini cauda nonfacit cribrum.
  • Aus dem Schwänzchen eines Schweines kann man keine Sabbatmütze machen.
  • Aus dem Schwein wird kein Häusler, aus dem Häusler kein Herr.
    Estland
  • Aus dem See komm ich heraus und ertrinke in einem Löffel Wasser.
  • Aus dem See wird eher ein Sumpf, als aus dem Sumpf ein See.
  • Aus dem Singen ins Pfeifen kommen.
    i] Auf etwas, das nicht zur Sache gehört.
  • Aus dem Sklaven wird ein Fleischverteiler (d. i. Hauswirt), aus dem Haussohn ein Lohnarbeiter.
    ee] Orjast saa osajagaja, perepojast palgaline.
  • Aus dem Sohn eines Frosches wird kein Fisch.
  • Aus dem Sonntag einen Sündentag machen.
    nl] Zij maken van den zondag een zondendag.
  • Aus dem Spaß wird Ernst, wie in jenem Kloster, wo sie einen Hochwürdigen mit einer Frau zusammenbanden.
  • Aus dem Speck seiner Kleider könnte man Krapfen backen.
    Niederösterreich
    i] So unsauber sind sie.
  • Aus dem Sperling wird kein Falk und wenn er noch so hoch fliegt.
  • Aus dem Spiel bleiben.
  • Aus dem Stand.
  • aus dem Staub machen.
  • Aus dem Staub' in die Mühle.
    var] Vom Regen in die Traufe.
  • Aus dem Staunen nicht herauskommen.
  • Aus dem Stegreif einen Schluss fassen.
  • Aus dem Stegreif leben.
    i] Ohne bestimmten, regelmäßigen Beruf und Erwerb.
  • Aus dem Stegreif reden (o. sprechen).
    i] Ohne besondere Vorbereitung.
    en] to extemporize - to make a speech off the cuff (am.)
    fr] parler impromptu
    it] fare un discorso a braccio - improvvisare un discorso
    la] ex tempore. Cicero (106-43 v. Chr.), De divinatione
    la] stans pede in uno (auf einem Bein stehend)
  • Aus dem Stein der Weisen macht ein Dummer Schotter.
  • Aus dem Stein gesprungen sein.
    zit] So sind wir auch nicht aus eim Stein gesprungen, darinn kein lieb und mitleidig Gemüt ist.
  • Aus dem stinkenden Kraute wächst die schöne Lilie.
  • Aus dem Strauchdieb wird derbeste Häscher.
    hu] A betyárból lesz a legjobb pandúr.
  • Aus dem Stroh ist er heraus und Heu hat er nicht bekommen.
  • Aus dem Strome der Vergessenheit trinken.
    Nach Hesiod (700 v. Chr.), Theogenie
  • Aus dem Sumpfe in die Pfütze kommen.
  • Aus dem Tacitus antworten.
    i] Schweigen.
  • Aus dem Takt kommen/geraten.
  • Aus dem Teich in den Brunnen.
    Rumänien
  • Aus dem Tempel jagen.
    i] Von Austreibung der Wechsler nach Matth. 21, 12; Marc. 11, 15; Luc. 19, 45. Mit Vorliebe wird die Redensart aber in der Fassung von Joh. 1, 15 angewandt: 'Zum Tempel hinaus.'
    ndt] Én ton Tempel henut jag'n.
  • Aus dem Text kommen.
    fr] Être hors de gamme.
  • Aus dem Training.
    en] Out of training.
  • Aus dem Tritt kommen.
  • Aus dem Trog än't Schàf, aussem Schàf än't Välpes.
    Siebenbürgen
    i] Aus dem Trog in's Schaff, aus dem Schaff in den Mistkorb.
    var] Vom Regen in die Traufe.
  • Aus dem ungehorsamen Nolo wird oft ein liberaler Volo.
    la] Nolumus et volumus produci tempora vitae, nolumus a nobis, malumus a medicis.
  • Aus dem Verkehr ziehen.
  • Aus dem Verlangen nach dem Überflüssigen ist die Kunst entstanden.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Aus dem Verschwender wird ein Bettler, aus dem Sparer ein König.
    ee] Pillajast saa sant, kokkohoidjast kuningas.
  • Aus dem Vinschgau kimmt koa guter Luft, geschweige denn Menschen.
    i] Soll die Behauptung etwa eine Art Entschuldigung für die Bewohner des Gaues in Betreff ihres Charakters sein?
  • Aus dem Vollen schöpfen.
  • Aus dem Wege, sagte die Sonne zum Damenhut.
    en] You had better get out of my wag, as the sun said to the new bonnet.
  • Aus dem Wege, was geringe (kleine) Leute sind!
    la] Nanus cum sis cede.
  • Aus dem Weidig trat der Narr und hatte keine Ruthe gefunden.
  • Aus dem Werke manches Dichters spüren wir wohl heraus, dass er irgendwie und irgendwo ein Genie ist, nur leider gerade nicht in seiner Dichtung.
    Arthur Schnitzler (1862-1931), Buch der Sprüche und Bedenken
  • Aus dem wird kein Professor werden.
    nl] Daar zal ook geen professor van groeijen.
  • Aus dem wirst du kein Wachs machen.
  • Aus dem Wirtshaus ohne Speise, aus dem Busche ohne Scheiße, ist und bleibt 'ne schlechte Reise.
    Litauen
  • Aus dem Wolfe wird kein Zugochs.
    bm] Nebude ze psa slanina, z vlka beranina.
    bm] Z vlka nebude beran ani ze psa ohař. Z vlka nebude oráč.
  • Aus dem Wort wird die Tat, aus der Tat das Wort.
  • Aus dem Zittern, wenn man schwach wird, sollte man fast glauben, (daß) die Wirkung unsres Willens auf unsern Körper stoßweis geschähe, und die Stetigkeit in den Bewegungen sich zum Zittern verhalte, wie das Polygon zum Kreis oder der krummen Linie (ich verstehe mich). Man kann in jedem Alter glaube ich witzig sein, nur geht es damit nicht mehr in einem so steten Strom wie in der Jugend, man zittert auch da, sammelt man die Bemerkungen und nimmt die Zwischen-Räume weg, so kann der Leser die Abnahme der Kräfte nicht bemerken. Ich mag tun was ich will, so kann ich es ohne Zwischen-Räume nicht. Ich zittere überall. Zittern ist Anstrengung mit Ausruhen mit schnellen Abwechselungen verbunden.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1796 - 1799
  • Aus dem Zusammenleben und Zusammenwohnen mit Felsen, Seen, Trümmern, Bäumen, Pflanzen entspringt bald eine Art von Verbindung, die sich auf die Eigentümlichkeit jedes dieser Gegenstände gründet und zu gewissen Stunden ihre Wunder zu vernehmen berechtigt ist. Wie mächtig das dadurch entstehende Band sei, zeigt an natürlichen Menschen jenes herzzerreißende Heimweh.
    Jacob Grimm (1785-1863)/Wilhelm Grimm (1786-1859), Deutsche Sagen
  • Aus dem zwickst mit Zang'n nichts aus.
    Oberösterreich
    i] Sowohl von einem, der nicht gern gibt, als einem, der nicht aus der Schule schwatzt.
  • Aus dem, was ich lese, greife ich mir einen Spruch heraus.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Aus dem, was nun einmal nicht ungeschehen gemacht werden kann, muss man wenigstens das Beste, was noch möglich ist, zu machen suchen.
    Christoph Martin Wieland (1733-1813), Brief an Judith Geßner
  • Aus dem/den Auge(n) verlieren.
  • Aus dem/im Vollen leben.
  • Aus demselben Becher trinken.
    i] Dieselben Erfahrungen machen, von denselben Schicksalen betroffen werden. - Der Becher kommt in den Sprichwörtern der Alten häufig vor. Von jemand, der plötzlich ein anderer geworden, sagte man, er habe aus dem Becher der Circe getrunken. Circe nahm den Verstand und gab ihn wieder, sie machte Tiere zu Menschen und umgekehrt.
    la] Eodem bibere poculo. Plautus
  • Aus demselben Ei geschlüpft.
  • 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281

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