DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Auf Schleichwegen hält der Bach das Maul.
  • Auf Schleissheim gehen.
    i] Zerreißen.
  • Auf Schloßen folgt Kälte.
    en] Hail brings frost in the tail.
  • Auf schlüpfrigem Wege kann man leicht fallen.
  • Auf schmalen Stegen und schlimmen Wegen soll der Bursch (Diener, Knappe u.s.w.) vorgehen.
    nl] In de diepe voren moet de knaap voorgaan.
  • Auf Schnäppchenjagd gehen.
  • Auf schnelle Fragen gib langsam(e) Antwort.
    fr] A prompte demande, réponse lente.
    nl] Op haastige vragen dient traag geantwoord.
  • Auf schnellstem/dem schnellsten Weg/Wege.
  • Auf Schnitthahn erst ist Tanz.
    i] In einigen Ortschaften Schwabens heißt der Schmaus, der zur Feier des Erntefestes gegeben wird 'Schnitthahn', an andern Sichelhenke.
  • Auf schöne Gestalt ist nicht zu bauen.
    bm] Nehled' na postavu, ale na podstatu.
    pl] Niepatrz na postawe, ale na czlowieka sprawe.
  • Auf schöne Worte ist nicht zu bauen.
  • Auf schönen Herbst pflegt ein windiger, auf einen warmen und feuchten ein langwieriger Winter zu folgen.
  • Auf schönen Sockel gehört ein schönes Bild.
  • Auf schöner Leute Hals wächst kein Korn.
    nl] Op schoone lieden hals wast geen koorn.
  • Auf Schönheit gebaute Liebe stirbt so schnell wie die Schönheit.
  • Auf Schriftsteller wirkt man hauptsächlich durch Kritik und Kunst, auf den Menschen überhaupt durch Leben.
    Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen
  • Auf Schritt und Tritt.
    es] Por todas partes, por doquier/A cada paso, a cada movimiento.
  • Auf Schuhmachers Rappen reiten.
    i] Für: Zu Fuße gehen.
  • Auf Schuld folgt Strafe.
    la] Supplicium est poena peccati.
  • Auf Schusters Rappen reisen (o. reiten)
    en] to go by Shank's pony (o. mare) - to pad the hoof (sl.)
    fr] prendre le train onze (argot)
    it] andare col caval di san Francesco
  • Auf schwachen Beinen stehen.
  • Auf schwachen Füßen stehen
    la] in uno pede stare
  • Auf Schwalb und Eichhorn merks bald, wenn sie verschwunden, wird es kalt.
  • Auf schwankendem Gezweige, zwischen Himmel und Erde schaukeln wir alle.
    Wilhelm Raabe (1831-1910), Alte Nester
  • Auf Schwarz ist nicht leichtlich weiß zu malen.
  • Auf schwarzem Acker wächst der Weizen wacker.
  • Auf Schwarzem wächst Korn, auf Weißem scheißt der Hund.
    ee] Musta peal vili kasvab, valge peal koer sittub.
  • Auf schwarzer Erde wächst weißes Getreide.
  • Auf Schweigen und Vertrauen
    Ist der Tempel aufgebaut.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Loge: Verschwiegenheit
  • Auf schweinefleisch trink guten wein, wiltu bei guter gesundheit sein.
    la] Est caro porcina sine uino peior ouina: si tribuis uina tunc est cibus et medicina.
  • Auf Schwelgerei folgt Bettelei.
    la] Luxuriae gnata est inopia.
  • Auf schwindelerregende Höhen steigen.
    es] Dispararse de una manera vertiginosa.
  • Auf schwüle Luft folgt Donnerwetter.
  • Auf sein ehrlich Gesicht.
  • Auf sein G'sicht geb' i kan Pfenning.
    i] Er flößt kein Vertrauen ein, um Kredit zu gewähren.
  • Auf sein Glück vertrauen.
    es] Confiar en su suerte.
  • Auf sein Herz hören
  • Auf sein Recht kann jeder verzichten.
    la] Iuri suo quilibet renuntiare potest.
    Rechtssprichwort
  • Auf sein Recht pochen.
  • Auf sein Wort kann man Kirchen bauen.
    bm] Na jeho slovo mohl by skály zakládati.
  • Auf seine eigene Art
    la] more suo
  • Auf seine eigenen Kosten schmale Bisslein essen und auf anderer Leute Kosten tapfer zehren, ist die beste (gesundeste, wohlfeilste) Kost.
  • Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf sein Menschsein, auf die Menschenrechte, ja selbst auf seine Pflichten verzichten.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Der Gesellschaftsvertrag
  • Auf seine Kosten/Rechnung kommen.
  • Auf seine Linie achten
    en] to keep o's waist-line under control
    fr] soigner sa ligne
    it] badare alla linea
  • Auf seine Mühle bringt ein jeder Korn.
    en] All bring grist to your mill.
  • Auf seine Worte ist kein Turm zu bauen.
  • Auf seine/meine/unsere alten Tage.
  • Auf seinem Anker ans Land kommen.
    i] Holländische Bezeichnung einer wunderbaren Errettung.
  • Auf seinem Boden finden die Mäuse kein Korn.
    la] Nee in horreo granum, nec in penario vinum.
  • Auf seinem Dache sitzt (stets) der Vogel Habich.
    i] Von Wohlhabenden, Reichen.
  • Auf seinem eigenen Miste sein.
    Sich auf seinem Eigentum befinden.
  • Auf seinem Geld sitzen.
  • Auf seinem Grund und Boden ist jeder Meister.
    fr] Un homme est fort quand il est sur son terrain.
  • Auf seinem Herzen ist Rost, er liebt niemand.
  • Auf seinem Kopf bestehen/beharren.
  • Auf seinem Kopf könnt man Haar raufen.
    i] Hier Flachs? Von j-n, der hellblondes, flachsähnliches Haar besitzt.
  • Auf seinem Kopfe bestehen.
    i] Seine Meinung aufs äußerste verteidigen, bei seinem Vorsatz bleiben.
  • Auf seinem Miste ist der Hahn ein Herr.
  • Auf seinem Miste krähet der Hahn.
  • Auf seinem Misthaufen (o. Miste) ist der Hahn der König (o. ein Herr).
    la] Gallus in sterquilinio suo plurimum potest.
  • Auf seinem Misthaufen ist der Hahn König.
  • Auf seinem Misthaufen ist jeder Hahn ein Stadtschreier.
  • Auf seinem Sterbebett muss man sich auch mit seinen Todfeinden versöhnen, sagte der Säufer und ließ sich ein Glas Wasser geben.
  • Auf seinem Tische ist alle Tage Quatember (Fasttag).
  • Auf seinem Verstand/Verstandskasten sitzen.
  • Auf seinem/fremden Mist gewachsen.
  • Auf seinen Degen klopfen.
    nl] Hij klopt op zijn' degen.
  • Auf seinen eigenen Beinen stehen.
    nl] Hij gaat op zijne eigene beenen.
  • Auf seinen eigenen Beutel reisen.
  • Auf seinen eigenen Gütern findet man zum Wohltun Gelegenheit genug.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Götz A I, Jaxthausen, Götzen Burg
    Maria
  • Auf seinen fünf (neun) Augen bestehen.
    i] Hartnäckig bei einer einfältigen Meinung bleiben.
  • Auf seinen Kuchen raten.
    i] Seinen eigenen Vorteil im Auge haben.
  • Auf seinen Lippen hat der Gegner süße Worte, doch in seinem Herzen sinnt er nach Verderben.
    Altes Testament, Jesus Sirach 12, 16
  • Auf seinen Lippen klebt noch immer die Milch mit ihrem weißen Schimmer.
  • Auf seinen Lorbeeren ausruhen
    en] to rest on o's laurels
    fr] se reposer sur les lauriers
    nl] Hij rust op zijne lauweeren.
    it] riposare sugli allori
    es] Piensa bien y no duermas.
  • Auf seinen Lorbeeren kann man nicht ausruhen.
  • Auf seinen Mist kommen.
  • Auf seinen Nutzen bedacht zu sein, ist jedem erlaubt.
    la] Callidum esse ad suum quemque quaestum, acquum est.
  • Auf seinen Nutzen sehen.
    la] Intus canit.
  • Auf seinen Nutzen sieht ein jeder.
  • Auf seinen Vorteil kann jeder verzichten.
    i] Bei allen einseitigen Schuldverhältnissen reicht der Verzicht des Berechtigten zur Auflösung desselben hin. Verzichten kann jeder, der überhaupt veräußern kann, nur nicht auf öffentliche Rechte, weil diese nur in Begleitung von Pflichten vorkommen. Immer aber ist der Verzicht genau auf ein bestimmtes Geschäft zu begrenzen.
    ndt] Elck mach syner gunst effte vordelz wohl vortyen. Hamburg
  • Auf seiner eigenen Bahn fechten.
    i] In seinem Fache arbeiten. Von den Fechtern entlehnt, die in der Kampfbahn fechten, für die es nicht gleichgültig sein konnte, ob sie mit der Bahn bekannt oder unbekannt waren.
  • Auf seiner eigenen Hand sitzen.
    i] Sich selbst ernähren.
  • Auf seiner Nase sitzt der Rotzagl (auch: Kupferhandl).
    Rotttal
  • Auf seiner Platten könnt man Schwemmerl dorren.
    Rotttal
  • Auf seiner Schanze stehen.
    la] Rebus suis attentum esse.
  • Auf seiner Scholle kleben.
  • Auf seines Vaters Erde braucht man vor dem Georgstag (23. 4.) keine Angst zu haben.
    ee] Uma esä maal olõ-õi vaja pelädä jüripäivä.
  • Auf sich (allein/alleine/selbst) gestellt sein.
  • Auf sich allein (o. selbst) gestellt sein.
  • Auf sich halten kostet kein Geld.
  • Auf sich warten lassen.
  • Auf sichern Füßen stehen.
  • Auf Sicht fahren.
  • Auf sieben Dinge man keinen Glauben setzen soll: auff ein tückisch schleichend Hund, und an ein vil geschwätzig Mund, und an ein vngetrewen Herrn, und an einen, der vil erfahren, Eim, der inn Todesnöten leit, der Keinem helt Glauben, Trew und warheit.
  • Auf sieben Mal schlecht, folgt sieben Mal gut.
  • Auf Sizilien kann man in einem Jahr reich werden, wenn man nicht vorher ermordet wird.
  • Auf Socken gehen (o. reiten).
    Martin Luther (1483-1546)
    i] Schleichend, vorsichtig, aushorchend bei einer Sache zu Werke gehen.
    nl] Hij gaat op sokken.
  • Auf Sohn und Enkel wartet ein Glück, das ihnen entspricht. So mach für Sohn und Enkel dich zum Gaul, zum Ochsen nicht.
  • Auf solch Genick gehört kein anderer Strick.
  • Auf solche Braten gehören solche Salzen.
  • Auf solche Kirmes gehört ein solcher Tanz.
  • Auf solche wort gehört ungebrannte Asche und ein eychen Butterweck, der jm aufm Rücken zerschmelz.
  • Auf solche Wunden gehört kein anderes Pflaster.
    en] Bitter takes away bitter, and water cures the colick.
    se] Sädant sår, sädant plåster.
  • Auf solchem Markt(e) ist solcher (o. zahlt man solchen) Zoll.
    la] Quale forum fuerit, vectigal tale requirit.
  • Auf solchem Mistbeete wachsen nur Saublumen.
  • Auf solchem Miste wachsen solche Pilze.
  • Auf solchen Bad taugt solche Laugen.
  • Auf solchen Hafen solcher Deckel.
    la] Dignum patella operculum.
  • Auf solchen Herd gehört eine solche Glut, auf solchen Kopf ein solcher Hut.
    i] Solche Handlungen müssen solche Folgen haben.
  • Auf solchen Kopf gehört ein solcher Hut.
    zit] Es ist schädlich und schimpflich wenn man Esel und Strohköpfe promovirt; darum Rahel gar wohl gehandelt, wie sie aufs Stroh, worunter Götzenbilder gelegen, gesessen hat; denn auf solchen Kopf gehört ein solcher Hut.
  • Auf solchen Leitern kommt man zu solchen Fenstern.
    i] Diebsleitern führen zum Galgen.
    nl] Die zulke ladders hebben, raken ligt in zulke vensters.
  • Auf solcher kirchweih gibt man solchen (o. keinn andern) ablass.
    zit] Auf solcher Kirchweih, solchem Gottshauss theilt man kein andern Ablass aus.
    zit] Es gebed yn gewonlich söliche Kirchweyh in sölichen Ablass.
    nl] Op zulke kermissen geeft men geene andere aflaten.
    la] Aliter haec sacra non constant.
    la] Dedicatio cum bulla res unius pretii.
    la] Perniciem litis secure non sepelitis.
  • Auf Sorgen tut ein Trunk oft gut.
    bm] Klopoty nejlépe zapiti.
    pl] Na frasunek dobry trunek.
  • Auf Sparen folgt Haben.
    en] Of saving comes having.
  • Auf Sparen
    folgt Haben.
  • Auf Sparflamme schalten/kochen.
  • Auf Spatzen mit Kanonen schießen.
    i] Dieser Ausdruck wird dem österreichischen Reichskanzler Grafen Andrassy zugeschrieben. Als bei der Kaiserbegegnung in Salzburg 1871 die beiden Reichskanzler über das Verhalten der Regierungen, den Ultramantanen, namentlich den Jesuiten gegenüber, sprachen, soll Graf Andrassy gesagt haben, er halte die Leute nicht für so gefährlich, und er liebe es nicht, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen; darauf habe der deutsche Reichskanzler, Fürst Bismarck, erwidert: 'Ich gedenke auch nicht unter die Spatzen zu schießen, aber ich will ihre Nester ausnehmen. Mich werden die Jesuiten hassen, aber auch fürchten; Sie werden sie nicht fürchten und doch hassen. Sie wollen nicht schießen, so werden Sie Scheibe sein.
  • Auf Spatzen schießt man nicht mit Kanonen.
  • Auf Spielsucht folgt Raub, auf Ehebruch folgt Mord.
  • Auf Spitze und Knopf treiben.
  • Auf St. Gall bleibt die Kuh im Stall.
  • Auf St. Gallus die Ernte in den Keller muss.
  • Auf St. Gallustag nichts im Garten mehr bleiben mag.
  • Auf St. Georg (23. 4.) und Marci gut achtung hab, dann es sind zween gefährliche Tag, warumbs auff Georgi gemeinigklich tut regn, ein klare Ursache diss anzeiget ebn. Dann etlich Sterlein, Hyades genandt, den gemeinen Bauren wohl bekandt, im Stier stehend, damal in der Sonn aussgehn, darinn Ungewitter und Regen tröhn.
  • Auf St. Gürgen
    Soll man die Kuh von der Weide schürgen.
  • Auf St. Peters Fest sucht der Storch sein Nest.
  • Auf St. Simmen (28. 10.) die Nespeln kimmen.
  • Auf St. Urben ist das Korn weder geraten noch verdurben.
  • Auf St.-Gallus-Tag (16. 10.) muss jeder Apfel in sein' Sack.
  • Auf Staates Kosten ist auch der Bär ein Herr.
    Estland
  • Auf Stecken reiten ist halb gegangen und macht müde Beine.
  • Auf Stecken reiten oder zu Fuß gehen ist ein ding.
  • Auf Stegen über Fluss und Bach geht der Diener vor, der Herr kommt nach.
    fr] En planche, torrent et rivière, vallet devant, maistre derrière.
  • Auf steinigen Wegen zu den Sternen.
  • Auf Stelzen gehen.
    i] Sich hochtrabender Ausdrücke bedienen.
    zit] Seht den Narr'n wie er auf Steltzen geht! ruft der Plebs, wenn jemand edlere Gefühle, höhere Gesinnung zeigt. Aber muss er nicht auf Stelzen gehen, um rein durch den Schmutz des Lebens zu kommen?
  • Auf stinkend Fleisch kommt gäler Pfeffer.
    zit] Also ist es auch mit alten runtzelechten weibern die da gäle schleier tragen, die sehen herauss, als ein gereucht stuck fleisch auss einer gälen brüen.
  • Auf Strahlemann & Söhne machen.
  • Auf Streitigkeiten laß ich mir garnich ein, säd Lüttjohann un störr (stieß) den Schnieder vör dei Bost (Brust).
  • Auf Streitigkeiten lasse ich mich gar nicht ein, sagte Hanne Dahm und stieß den Schneider vor die Brust.
  • Auf Stücklein schmeckt ein Schlücklein.
  • Auf stur schalten.
  • Auf Stuten reiten, die den Sattel zwischen den Beinen tragen.
  • Auf Sünde folgt Reue.
    nl] Na zonde komt beraw.
    la] Peccati fructus, diri post crimina luctus.
  • Auf Sünde folgt Schande.
    zit] Wo Sünde sich nur blicken lässt, hat Schand' auch Positur gefasst.
    la] Peccatum et infomia sunt inter se confinia.
  • Auf Sünde folgt Strafe.
    bm] Za hřichem pokuta v patách bĕ?i.
    en] Where vice is, vengeance follows.
    it] Niun vizio senza supplizio.
    la] Culpam poena premit comes. Horaz (65-8 v. Chr.)
    un] A' bünt nyomban éri a' büntetés.
  • Auf süße Milch gehören keine sauern Bohnen.
  • Auf süße Sünde folgt herbe (o. bittere) Sanktafe.
    it] Dopo il dolce ne vien l'amaro.
  • Auf süße Worte ist nicht zu bauen.
    bm] Na líbezná slova se nespou?tĕj, a pro hrubá nehnĕvej.
  • Auf süßer Kirchweih gibt's süßen Ablass.
  • Auf Süßes folgt Bitteres.
  • Auf sybaritischen Tisch folgt sybaritisches Elend.
    i] In der berüchtigten unteritalienischen Stadt Sybaris herrschte der größte Luxus. Die Gastmahle wurden so prächtig und kostspielig, dass man zur Bezeichnung eines üppigen Mahles sagte: 'Eine sybaritische Tafel'. Nach der Zerstörung der Stadt wurde jedoch das Los dieses gestürzten Volkes so traurig, dass man die Redensart anwandte: 'Sybaritisches Elend'.
  • Auf Talfahrt sein.
  • Auf tat sich das Licht: so trennte
    Scheu sich Finsternis von ihm,
    Und sogleich die Elemente
    Scheidend auseinander fliehn.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Divan - Buch Suleika? Wiederfinden
  • Auf taube Ohren stoßen.
  • Auf tauben Dunst hin etwas tun (unternehmen).
  • Auf Tauchstation gehen.
  • Auf tausend Dummköpfe kommt ein Weiser und drei, die sich dafür halten.
  • Auf tausend Menschen, die bereit sind, Großes zu tun, kommt höchstens einer, der bereit ist, Kleines zu tun. Das ist der Kern des Übels.
    George MacDonald (1824-1905)
  • Auf Teuerung folgt Überfluss.
    fr] Cherté foisonne.
  • Auf Teufel reimt der Zweifel nur;
    Da bin ich recht am Platze.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Walpurgisnachtstraum
    Skeptiker Vs 4361
  • Auf Teufel/Deubel komm raus.
  • Auf Teufelswerk folgt Teufelslohn.
    dk] Paa et dievels arbeyde folger der en fandens løn.
  • Auf Tiburti (14. 4.) sollen alle Felder grünen.
  • Auf tode und abwesende Leut nichts Böses red noch arges deut.
  • Auf Todesspiel schanzen (wagen).
  • Auf tönernen/wackeligen/wackligen/schwachen Füssen stehen.
  • Auf Touren kommen.
  • Auf Trab bringen.
  • Auf Trallafitti gehen.
  • Auf Trauern folgt wieder Freude.
    mhd] Nach grôzem trûren kumt oft heil.
    mhd] Grôz trûrn sol niemen schenden; wan hât sis iemen noch erwert bî sîner freude ez nâhl vert.
  • Auf traurige Gedanken gehört ein frölich Liedlein.
  • Auf Traurigkeit folgt Freude.
    kroat] Redko koga?ála na dobro izide.
  • Auf Treu und Glauben.
    la] Bona fide. Paulus, Ad Sabinum 8
  • Auf Treu' und Glauben handeln.
    fr] Agir de bonnc foi.
  • Auf trocken April nasser Sommer folgen will.
  • Auf trockenem Land kann man nicht schwimmen.
    ee] Kuival maal ei või ojuda.
  • Auf trockenem Lande ertrinken.
    i] Da umkommen, wo keine Gefahr ist.
  • Auf trockenem Lande fischen.
    zit] Vnd auf trocknem Land oder in trübem Wasser gefischt hatten.
  • Auf trockenen, kalten Januar folgt oft viel Schnee im Februar.
  • Auf trübes Wetter folgt heiteres.
    la] Nubilo serena succedunt.
  • Auf Tuchfühlung gehen/sein.
  • Auf Tugend gegründetes Glück wird durch nichts zerstört.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Tagebücher (1851)
  • Auf Tugend, nicht auf Blut muss man sich stützen.
    Matthias Claudius (1740-1815) Claudianus, De quarto consulatu honorii Augusti
  • Auf un a Liecht un Wetterglas un a Barometer.
    Geislingen
  • Auf unbestimmte Zeit verschieben.
    es] Aplazar por tiempo indeterminado.
  • Auf und ab gehen.
    fr] faire les cent pas.
  • Auf und ab tanzt das Glück, wie ein Ball.
  • Auf und ab wie ein Ball, gang allezeit des Glückes Fall.
    fr] Cent ans bannière, cent ans civière.
    la] Nunc pluit et claro nunc Jupiter aethere fulget. Seneca
  • Auf und ab.
    en] Up and down.
  • Auf und ab
    la] sursum deorsum
  • Auf und davon lasst den Zelter gon.
  • Auf und davon wie drei deutsche Teufel (o. drei Doktor Fauste).
  • Auf und nieder.
  • Auf unfruchtbar Land muss man nicht erst säen.
    i] Ungelehrige gelehrt machen wollen, ist umsonst.
  • Auf unfruchtbare Bäume wirft man keine Steine.
    i] Nur die Tugend ist den Schlägen des Neides ausgesetzt.
  • Auf unfruchtbarem Acker keinen Samen.
  • Auf ungebautem Felde wächst nur Unkraut.
    la] Neglectis urenda filix innascitur agris.
  • Auf ungelegte Eier ist ungewiss hoffen.
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