DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Auf dem Boden der Tatsachen bleiben.
  • Auf dem Boden des Sackes findet man die Rechnung.
  • Auf dem Brotkorbe sitzen und Hunger schreien.
  • Auf dem Damm sein.
  • Auf dem darfst Holz kliebn, der leidts.
  • Auf dem Dieb ruht ja nicht Gottes Segen.
    ee] Ei vargal Jumala õnnistust ole.
  • Auf dem Dorfe ist gut predigen.
  • Auf dem Dornbusch wächst die Rose.
    i] Es kommt vor, dass auch ein gottloser Vater einen braven Sohn hat.
  • Auf dem Egotrip sein.
  • Auf dem Ehrenberge pfeifen scharfe Winde.
  • Auf dem eigenen Herde aufräumen.
    i] Bei sich selbst anfangen mit Besserung, Ordnung u.s.w. Wenn die Alten ihre Erstlinge den Hausgöttern (Laren) opferten; so sagten sie, um den Gedanken auszudrücken, bei sich zu beginnen oder von der Wiege an: Ab ipso lare. Plato
  • Auf dem eigenen Kopf bemerkt er nicht einmal ein Kamel, doch auf dem Kopf des anderen sieht er selbst eine Nadel.
  • Auf dem Eis hat man alles gemeinsam, wer kein Mädchen hat, wählt sich eins.
  • Auf dem Eise fischen.
    i] Etwas verkehrt treiben.
  • Auf dem Eise ist nicht gut gehen.
  • Auf dem Eisen nachfolgen.
    Wien
    i] Jemand, besonders einem Reiter in verfolgender Absicht nachsetzen.
  • Auf dem Esel- und Pferdemist selten ein guter Vogel ist.
  • Auf dem Estrich des Fürsten ist man nur in silbernen Schuhen vor dem Ausgleiten sicher.
  • Auf dem eyse ist nicht gut gehen, denn es hat keine balcken.
  • Auf dem falschen Dampfer sein.
  • Auf dem falschen Fuß erwischt.
  • Auf dem falschen Gleis sein.
  • Auf dem falschen Weg sein.
  • Auf dem Fasse sitzen.
    zit] Die Kerle sitzen alle auf dem Fasse. Goethe
  • Auf dem Feld des faulen Mannes wachsen Unkraut und Nesseln.
    ee] Laisa mehe pöllu peäl kasvab umbrohi ja nögesed.
  • Auf dem Feld/Felde der Ehre fallen/sterben/bleiben.
  • Auf dem Felde geht auf, was du selbst hineinwirfst; aber im Felde fault, was der Knecht sät.
    ee] Põllust tõuseb, mis ise sisse viskad, aga põllus mädaneb, mis sulane külvab.
  • Auf dem Feuer bereiten alle ihre Mahlzeit. Gibt es aber Feuer im Dorf, schreien alle.
  • Auf dem Fichtelgebirge wirft der Bauer einen Stein nach der Kuh und der Stein ist mehr wert als die Kuh.
    i] Nach dem Volksglauben soll jeder, auch der gemeinste Feldstein auf dem Fichtelgebirge edle Metalle enthalten. Leider findet sich das Gold nicht in den Steinen, sondern nur im Glauben, in einem reichen Sagenkreise über versunkene Goldschätze.
  • Auf dem Finsterarhorn holzen.
  • Auf dem flachen Land ist der Hügel ein Berg.
  • Auf dem flachen Lande empfängt man gutes und böses Wetter, wenn es schon fertig geworden, im Gebirge ist man gegenwärtig, wenn es entsteht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Italienische Reise I, 8.9.1786
  • Auf dem flammenden Altar, wo der Suppentopf brodelt, wird Jugend und Unbefangenheit, Schönheit und frohe Laune geopfert, und wer erkennt in der alten, kummergebeugten, triefäugigen Köchin die einst blühende übermütige, züchtigkokette Braut in dem Schmucke ihrer Myrtenkrone?
    August Bebel (1840-1913), Die Frau und der Sozialismus
  • Auf dem Floß unserer Irrtümer rudern wir von Halbwahrheiten zu Halbwahrheiten.
  • Auf dem Flugbret sitzen.
    i] Einen Wechsel in einem bisherigen, besonders Amts- oder Dienstverhältnis erwarten oder beabsichtigen.
    zit] In Wien sitzen vier Botschafter auf dem Flugbret. Schlesische Presse 1878
  • Auf dem Fusse/Fuss folgen.
  • Auf dem Gannev brennt das Hütel.
    Jüdisch-deutsch, Warschau
    i] Dem Diebe brennt der Hut auf dem Kopfe.
    de] Das böse Gewissen glaubt sich stets verfolgt.
  • Auf dem Gebiet der Liebe verachtet der Sohn den Vater, auf dem des Geschäfts verachtet der Vater den Sohn.
    Peru
  • Auf dem gefallenen Manne will jeder herumtreten.
  • Auf dem Geldbeutel sitzen.
  • Auf dem Gesicht des Diebes wächst kein Gras.
    Togo
    i] Er ist an äußeren Merkzeichen nicht zu erkennen.
  • Auf dem Gesicht des Menschen steht seine Geschichte.
  • Auf dem Gewissen haben.
  • Auf dem Gipfel der Zustände hält man sich nicht lange.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit IV, 17
  • Auf dem Gipfel des Berges lebt der Adler und die Fliege lebt am Pferderhintern.
  • Auf dem Gipfel des Namera gedeihen die Palmen nicht.
    Russland
  • Auf dem Gipfel ist immer (noch) Platz.
    en] There is always room at the top.
  • Auf dem Glück der Fabel beruht freilich alles, man ist wegen des Hauptaufwandes sicher, die meisten Leser und Zuschauer nehmen denn doch nichts weiter mit davon, und dem Dichter bleibt doch das ganze Verdienst einer lebendigen Ausführung ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 5.4.1797
  • Auf dem Grabstein sind alle Juden schön.
    Jiddisch
  • Auf dem Grund unserer Seele liegt so viel kleinliche, schäbige Eigenliebe in jeder Gestalt verborgen, so viel widerliche und höchst empfindliche Ehrsucht.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Vier an verschiedene Personen gerichtete Briefe, die 'Toten Seelen' betreffend
  • Auf dem Grunde bleibt der Stein, der Fluss mag noch so stürmisch sein.
  • Auf dem Grunde jeden Märchens hat es ein schweres Gewicht.
  • Auf dem Grunde sind die Hefen.
    nl] Op den grond van het vat vindt men de hef.
  • Auf dem Gurkenblatte steht's geschrieben: wer die Nacht über wacht, schläft den Tag über.
    Ägypten
  • Auf dem Gut laß die Hände gehen.
    Estland
    i] Man darf stehlen.
  • Auf dem Haupte der Ehrlichkeit hausen die Götter.
    Japan
  • Auf dem Herde des Reichen gefriert kein Wasser.
  • Auf dem Herrendienst arbeitet sich niemand zu tot.
  • Auf dem Himmelswege steht kein Korn, da wächst nur Disteln und Dorn.
  • Auf dem hohen Pferde/Ross sitzen.
  • Auf dem hohen Westerwalde brauchen die Kirschen zwei Jahre Zeit, um reif zu werden.
    i] Im ersten Jahre werden sie auf dem einen, im folgenden auf dem andern Backen rot. Mit diesem Worte zeichnet der Volkswitz die ganze Obstkultur des genannten Landstrichs.
  • Auf dem Holzweg (o. schief gewickelt) sein
    i] Auf einem Irr- oder Abwege. Auf dem falschen Dampfer sitzen
    en] to be an the wrong tack
    en] to be barking up the wrong tree
    en] to be off the rails (o. the track)
    en] to be quite afield
    en] to be quite off the mark
    fr] faire fausse route
    fr] se mettre (o. se fourrer) le doigt dans l'oeil (jusqu'au coude)
    it] essere fuori strada
    la] a lineis excidere (Tertullian (150-230)us, Adversus Hermogenem)
  • Auf dem Holzweg sein.
    en] To be on the wrong tack.
    en] Barking up the wrong tree.
  • Auf dem Hunde sein.
    i] In schlechten Umständen sein.
  • Auf dem ist kein Segen, der schlecht von seiner Familie spricht.
    Jiddisch
  • Auf dem jetzigen Grade der Kultur kann Lessings 'Emilia Galotti' nicht mehr wirksam sein. Untersuchen wirs genau, so haben wir davor den Respekt wie vor einer Mumie, die uns von alter, hoher Würde des Aufbewahrten ein Zeugnis gibt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Zelter, 27.3.1830
  • Auf dem Katzenbänklein (o. Katzenstühlchen) sitzen.
    i] Platz der Strafe oder Zurücksetzung, Missachtung.
    zit] ... In dem ersah ich einen Poeten dort auf dem Katzenbänklein sitzen.
    zit] Das ist ein fein Katzenstülchen, sie meinen, sie wollen die ganze heilige Schrift hinein und hinausziehen.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Auf dem Kerbholz stehen.
    i] Schulden haben.
  • Auf dem Kieker haben.
  • Auf dem Kien sein.
  • Auf dem Kirchhof holen auch die Jungen die Alten ein.
    ee] Vanale saava ka noore pihaaia pääl järge.
  • Auf dem Kirchhof muss man nicht schlafen.
    nl] Op een kerkhof moet men niet slapen.
  • Auf dem Kirchhof treffen alle Wege zusammen.
  • Auf dem Kirchhof werden alle Händel verglichen.
  • Auf dem Kissen erzogen sein.
    i] Von verweichlichter Erziehung.
    zit] Als thund die jungen burgerskind, die auf dem küssen zogen sind, nie in kein zucht gesehen handt, kein sitt gelernt in frembden landt.
  • Auf dem Kissen sitzen wollen.
    i] Es bequem haben oder geehrt sein wollen.
    zit] Ich dorfft kein schelmen nit beschweren, baizen, gerben, oder leeren; sie hond so viel dückischer witzen, das sie wöln auf eim küssen sitzen.
    zit] Sie könnent sich so dückisch weren, denn sie viel rincken rancken wissen und wölend sitzen auf eim küssen.
  • Auf dem Kissen sitzen.
    i] Hochangesehen sein, ein Staatsamt bekleiden, den Ehrenplatz haben.
    zit] Die schelmen hand hiendurch gerissen, dass sie sitzen auf dem küssen und brangen oben an dem brett.
  • Auf dem Kleide eines ehrlichen Mannes haftet kein Flecken lange.
  • Auf dem kleinen/kurzen Dienstweg.
  • Auf dem kleinsten Raum
    pflanze einen Baum
    und pflege sein,
    er trägt dir's ein.
  • Auf dem könnt' man Rüben anbauen.
    Troppau
    i] So schmutzig ist er.
  • Auf dem Kopf die Haare dicht, doch darin ist's reichlich licht.
  • Auf dem Kopfe der Riesen sind Zwerge große Leute.
  • Auf dem Kopfe des Schelmen brennt die Mütze.
    it] In conca macca pagu durat berritta.
    pl] Na złodzieja czapka gore.
    ruth] Na złodija szopka horyt.
  • Auf dem Kopfe gehen (o. stehen).
    i] Etwas der Gewohnheit Entgegenlaufendes tun.
    zit] Der, dem du (Bacchus) steckst im Kopf, vergisst der Liebespflicht; er gehet auf dem Kopfe und kennt sich selber nicht.
    zit] Ist einer betrunken wie ein Schwein, dass er auf dem Kopfe zu Bett geht.
    zit] I ha müesse ufe chopf sta, da ni das gsee ha. Schweiz (Um den höchsten Grad von Erstaunen auszudrücken)
  • Auf dem Kopfe Putz, an den Füssen Schmutz.
    pl] Na głowie koło, na dupie goło.
  • Auf dem Kopfe stehen und den Beinen einen Feiertag machen.
    Breslau
    i] Antwort auf die Frage: Was soll ich machen?
  • Auf dem Kopfe stehen und mit den Hühneraugen denken.
  • Auf dem Kopfe tanzen.
    i] Von höchster Verkehrtheit oder außerordentlicher Kunst.
    fr] Se mettre au-dessus des préjuges.
  • Auf dem Krautmarkt gilt ein Kopf so viel als der andere.
    i] Aber im Weltleben ist es mit Menschenköpfen anders, diese werden gewogen, nicht gezählt; wenigstens von einer klugen Regierung und in schwierigen Angelegenheiten
  • Auf dem Kriegspfad sein.
  • Auf dem Kummte reiten.
  • Auf dem Land ist Armut nur Armut, in der Stadt ist sie Elend.
  • Auf dem Lande ist die Rübe billiger als auf dem Markt.
    ee] Naaris mual odavamp kui turul.
  • Auf dem Landweg.
  • Auf dem langen Wege, aus dem Auge durch den Arm in den Pinsel, wie viel geht da verloren.
    Gotthold Ephraim Lessing, Emilia Galotti
  • Auf dem Largo di Castello habe ich ein Buch gekauft, dicht neben jenem sonderbaren, in einen Keller hineingebauten Theater, in das man durch den dritten Rang eintritt. Mein Buch trägt den Titel: Della Sugeriorità in ognicosa del sesso amabilissimo etc. 1504.
    Wenn man die Geschichte der Frauen ein wenig studiert hat, so weiß man, daß Franz I. sie 1515 an den Hof berief. Vor diesem Zeitraum glich das Schloß jedes Edelmanns dem Hauptquartier eines Despoten, der gehorsame Sklaven und keine Freunde haben will. Sein Weib war nichts als eine Sklavin. Er hatte bei ihr das Recht über Leben und Tod. Wenn sie erdolcht wurde, so galt dies Ereignis als die Strafe für verratene Treue. Der Dolchstoß war vielleicht die Wirkung eines Wutanfalls bei einem auf seine moralische Ueberlegenheit eifersüchtigen Wilden. Oder der Tod der Schloßfrau war nötig, um eine andere Frau zu gewinnen die man nur haben konnte, wenn man sie heiratete.
    An den galanten Höfen Franz I. und Heinrich II. waren die Frauen ihren Männern der Intrigue wegen nützlich. Ihre Stellung machte reißende Fortschritte nach der Seite der Gleichheit hin und zwar in dem Maße als sich die Furcht Gottes in den Herzen verringerte. Während des sechzehnten Jahrhunderts waren die Frauen in Frankreich nur Dienerinnen, in Italien ist gleichzeitig die Superiorität des schwachen Geschlechts über die Männer, eines der häufigsten behandelten Themata der Modelitteratur. Die Italiener, die der großen Liebe fähiger sind und zugleich weniger roh, weniger Anbeter der physischen Kraft, weniger kriegerisch, feudalistisch, erkannten dies Prinzip williger an.
    Da die Ideen der Frauen nicht auf Bücher gegründet waren, denn glücklicherweise lasen sie wenig, sondern direkt aus der Natur der Dinge stammten, so führte diese Gleichbehandlung der Geschlechter eine erstaunliche Menge gesunden Verstand in die italienischen Köpfe ein. Mir sind hundert Regeln des Betragens bekannt, die man anderswo noch zu beweisen genötigt ist, und die in Rom wie Axiome angerufen werden.
    Die Aufnahme der Frauen in die vollständige Gleichheit wäre das sicherste Zeichen der Civilisation. Sie würde die intellektuellen Fähigkeiten des menschlichen Geschlechtes und die Möglichkeiten seines Glückes verdoppeln. In den Vereinigten Staaten Amerika's sind die Frauen der Gleichberechtigung viel näher als in England. Sie besitzen in Amerika gesetzlich, was ihnen in Frankreich die Milde der Sitten und die Furcht vor dem Lächerlichen zufallen lässt. In einer kleinen Stadt Englands ist ein Kaufmann, der mit seinem Handel tausend Thaler verdient, Herr seiner Frau wie seines Pferdes. In demselben Stande in Italien stehen die Achtung, die Freiheit, das Glück einer Frau im Verhältniß zu dem Grad ihrer Schönheit.
    Um die Gleichheit ganz zu erreichen, die die Quelle des Glücks beider Geschlechter wäre, müßte den Frauen das Duell gestattet werden: Die Pistole erfordert nur Geschicklichkeit. So könnte jede Frau, die sich zwei Jahre lang zur Gefangenen macht, nach dem Verfluß dieses Zeitraumes die Scheidung erlangen. Gegen das Jahr 2000 hin werden diese Ideen nicht mehr lächerlich sein!
    Stendhal (1783-1842), Ueber Frauenschönheit, Liebe, Ehe
  • Auf dem Laufenden bleiben/sein.
  • Auf dem Laufenden sein/mit der Zeit gehen
    être à la page.
  • Auf dem Leihhause Gevatter stehen.
    Sachen gegen ein Darlehn verpfändet haben.
  • Auf dem letzten Loch pfeifen.
    es] Estar en las últimas/arruinado/con un pie en la sepultura.
  • Auf dem linken/rechten Auge blind sein.
  • Auf dem Lotterbett liegen.
    la] Herculani lecti.
  • Auf dem Markt glaubt niemand an höhere Menschen.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph und klassischer Philologe
  • Auf dem Markt hilft kein Weinen.
    fin] Ei auta itku markkinoilla.
  • Auf dem Markt lernt man die Leute kennen.
  • Auf dem Markt sind mehrere Dumme.
    ee] Turuh om mitu turakut.
  • Auf dem Markt und im Handel hat jeder frei Wandel.
    it] In piazza e in mercato ognuno è licenziato.
  • Auf dem Markt werden mehr Heringe als Seezungen verkauft.
    fr] On vend au marché plus de harengs que de soles.
  • Auf dem Markte gibt es mehr Kälber als Ochsen.
  • Auf dem Markte gibt es nur zweierlei Kühe: tragende und solche, die eben gekalbt haben.
  • Auf dem Markte ist nur, was man dahin bringt.
    fr] Il n'y a au marché que ce que l'on y met.
  • Auf dem Markte lernt man die Leute besser kennen, als in der Kirche (o. im Tempel).
    la] Fraus sublimi regnat in aula.
  • Auf dem Markte lernt man kaufen.
    en] Buy at a market, but sell at home.
    es] Comprar en feria, y vender en casa.
    un] Meg tanít, a' piatz vásárlani.
  • Auf dem Markte muss jeder auf seine Bude (Ware) achten.
    bm] Trhový den hled ka?dy svého.
    pl] Targowy dzień, pilnuj każdy swego.
  • Auf dem Markte tanzen, macht viel Staub.
  • Auf dem Markte verkauft man mehr Heringe als Seezungen.
    Frankreich
  • Auf dem Marmor wächst kein Haar.
  • Auf dem Maskenball der Begriffe hält sich der Slogan als Definition.
  • Auf dem Maul liegen bleiben.
    Schlesien
    i] Vor Anstrengung, Ermattung.
  • Auf dem Meer nach Wasser gucken.
  • Auf dem Meer sagt niemand zu dir: 'O du mit dem ehrwürdigen Bart!'
    Jemen
    i] Die Angst macht alle gleich.
  • Auf dem Meer und im Kriege lässt sichs nicht zweimal umwerfen.
  • Auf dem Meere gibt es keine(n) Herrn.
  • Auf dem Meere jagen.
  • Auf dem Meere kann man übel entlaufen.
  • Auf dem Meere säen.
    i] Eine vergebliche Arbeit tun.
    la] Arare littus. Aethiopem lavare.
  • Auf dem Meere schwört man es, und auf dem Lande hält man es nicht.
  • Auf dem Messer könnte man bis Rom reiten.
    i] So stumpf ist es.
    en] A good knife, it was made five miles beyond Cutwell.
  • Auf dem Mist der Lerche wächst ja kein Brot, wenn man den Mist der Kuh nicht bekommt.
    ee] Ega' lõo sita pääl leibä kasu-ui', ku lehmä sitta saa-ai.
  • Auf dem Miste geboren und aus Dreck zusammengesetzt.
    i] So schildert Tacitus (58-120) (homines stercore nati lutoque compositi) den römischen Pöbel.
  • Auf dem Miste sterben.
    i] In den elendesten Umständen.
    fr] Il mourra sur un fumier.
  • Auf dem Mond leben.
  • Auf dem neuesten Stand sein.
    es] Estar al día../Estar en el puesto más nuevo.
  • Auf dem Nullpunkt (o. einem Tiefpunkt) angelangt sein
    en] to have reached zero level (o. rock bottom o. an all-time low)
    fr] être au point zéro
    it] essere a zero
    es] Estar hecho polvo, estar para el arrastre.
  • Auf dem obrigkeitlichen Schimmel herumreiten.
    i] Die Boten der Eidgenossen, wenn sie in oder außer dem Lande Geschäfte hatten, ritten ehemals. Zu ihrem Dienste wurden auf öffentliche Kosten Pferde gehalten. Als auch später diese Einrichtung aufgehoben ward, behielt man doch das Sprichwort bei. Der obrigkeitliche Schimmel blieb aber ein Lieblingspferd, das noch heute überall geritten wird.
  • Auf dem Ofen sitzend wird man nicht/kein General.
  • Auf dem Ohr hört er nicht.
    i] Ton auf 'dem', um zu sagen, gegen diese Bitte bin ich taub, davon will ich nichts wissen. Von der Seite muss man ihn nicht anfassen, von dieser Sache will er nichts wissen.
    en] He cannot hear on tat ear.
    fr] Parlez-lui du côté de sa bonne oreille.
  • Auf dem Olymp sitzen.
  • Auf dem Pfad der Tugend wandern.
  • Auf dem Pferde des heiligen Franciscus reisen.
    i] Zu Fuß, wie die armen Franciscanermönc hacen todos los hombres.ichen Benedictinern, die zu Pferde reisten.
    it] Andare sul cavallo di San Francesco.
  • Auf dem Pferde sitzen und es suchen.
  • Auf dem Pferde sitzen, heißt nicht reiten.
  • Auf dem Pferdemarkt verkauft man auch Esel.
  • Auf dem Pflaster nimm die Zügel in die Hand.
    i] Empfiehlt langsames Reiten auf dem Pflaster.
    fr] Bride en main sur le pavé.
  • Auf dem Pfropfen sitzen.
  • Auf dem Polster wird kein großer Mann.
    bm] Na mĕkkých pol?tářich se jména nedobývá.
  • Auf dem Posten sein.
  • Auf dem Präsentierteller stehen.
    i] Sich auf den Präsentirteller stellen.
  • Auf dem Quivive sein.
  • Auf dem Rade sein.
    i] Große Angst, Marter und Pein leiden.
  • Auf dem Rande des Glases tanzen böse Geister.
  • Auf dem Rasen, wo man geboren, lebt man am liebsten.
  • Auf dem rechten Trumm sein.
    la] Sine capite fabula.
  • Auf dem rechten Weg sein.
  • Auf dem rechtschaffenen (d.i. rechten) Wege stolpert der Fuß nicht.
    Estland
  • Auf dem Rehfüsschen stehen.
    i] Nicht Stand halten wollen.
  • Auf dem richtigen Dampfer sein.
  • Auf dem richtigen Weg sein.
  • Auf dem richtigen Weg wird die natürliche Veranlagung Weisheit.
  • Auf dem rollenden Stein wächst kein Moos.
    i] Anerkennend von Fleißigen.
    en] A rolling stone gathers no moss.
    fr] Pierre qui roule n'amasse pas mousse.
  • Auf dem Rücken anderer.
  • Auf dem Rücken kann man einen Zentner tragen, auf der Nase nicht ein Pfund.
    i] Nach Filanghieri verhält es sich mit den Steuern wie mit den Gewichten; ein Mensch kann einen Zentner auf dem Rücken tragen und unterliegt der Last eines Pfundes auf der Nase. Auf der Entwicklung dieses einzigen Grundsatzes beruht die ganze Kenntnis der verwickelten Theorie der Finanzen.
  • Auf dem Rücken liegen.
    la] Incubare petasonem.
  • Auf dem Rücken schwimmen/sich treiben lassen.
    fr] Faire la planche.
  • Auf dem Rücken wächst ja kein Hafer.
    ee] Ei selg kaeru kasvata.
  • Auf dem Rücken zur Messe (Kirche) gehen.
    Leipzig
  • Auf dem Rückwege sind die Lahmen die Vordersten.
  • Auf dem Salzfluss rudern (fahren).
    i] In den Vereinigten Staaten, um eine politische Niederlage zu bezeichnen. (To row up Salt river.) Der Salt River in Kentucky ist wegen seines gewundenen Laufs und seiner vielen seichten Stellen sehr schwer zu befahren.
  • Auf dem Sanktmpf einer Fichte wächst nie eine Birke.
  • Auf dem saubersten Kattun zeigt sich der Schmutz am schnellsten.
    USA
  • Auf dem Schaumlöffel liegen bleiben.
    i] Vom Gesinde, das seit Michaelistag noch nicht verdingt worden ist.
  • Auf dem Schiff der neuen Zeit,
    auf dem Schiff der Zukunft seid
    ihr Soldaten! Ihr Matrosen!
    Ihr - die grauen Arbeitslosen!
    Kurt Tucholsky (1890-1935), Arbeit für Arbeitslose
  • Auf dem Schiffe gilt kein Stand, alt der Matrosenstand.
  • Auf dem Schiffe sind die Matrosen Trumpf.
  • Auf dem Schimpel sitzt der Neid.
    Oberösterreich
    zit] Wessen Heiratsbrot zuerst zu schimpeln anfängt, der Teil stirbt zuerst.
  • Auf dem Schlachtfeld gibt es keine Unterscheidung zwischen obere und untere Klasse.
  • Auf dem Schlauch stehen.
  • Auf dem Schleudersitz sitzen.
  • Auf dem Schlitten ist englisch Fahren und teuflisch Umwerfen.
    pl] Na saniach anielskie wożenie, ale djabelskie wywrócenie.
  • Auf dem Schnappbänkel sein.
    Elsass
    i] Am Rande, zum Überschlagen bereit, auf dem Entscheidungspunkte.
  • Auf dem Schnee und auf dem Eber wird mir mein Sach' wäger.
    i] Alter Weidspruch.
  • Auf dem schönsten Fleisch sitzen gern Fliegen.
  • Auf dem Schutthaufen liegen die Porzellanscherben einer Vase zusammen mit den Tonscherben einer Schüssel.
  • Auf dem schwarzen Rocke sieht man jedes Stäublein.
    nl] Op een zwarten rok ziet men zoo ligt een wit pluisje.
  • Auf dem Schwarzwald wächst wenig Wein dies Jahr.
  • Auf dem Seil gehen (tanzen).
    zit] Sollet euch hüten für Häusern, wo die Frau der ehren nicht fromb ist, hilft mit Helen und Platzhalten, auf dem Seil gehen, den Beeren führen, kuppelt, trägt nur Mundmähre und böse Botschafft.
    la] Ire per extentum funem. Horaz (65-8 v. Chr.)
  • Auf dem Sinai redet man nur mit Donner und Blitz.
    zit] Auf dem Berg Sinai zu Rom redet man anders nicht, als mit Donner und Blitzen, zu verstehen gebende den Bann des Papstes.
  • Auf dem Sofa kann man nicht schmieden lernen.
    ee] Ei saa sohva pääl sepäs opitus.
  • Auf dem Spiel gilt alles.
    i] So werden z.B. mindergehaltige Münzen im Spiel für voll berechnet und angenommen.
  • Auf dem Spiel stehen.
  • Auf dem Sprung sein.
  • Auf dem Sprunge stehen.
    i] Im Begriff zu gehen sein.
    nl] Hij staat op den sprong.
  • Auf dem Stecken pfeifen.
    i] Müßig gehen, unnütze Dinge treiben.
    zit] Geyget auf der Nussschale, pfiff auf den stecken.
  • Auf dem Stephansplatze (in Wien) ist's entweder kotig oder windig.
    i] Nach einer alten Sage hat der Teufel, um die Vollendung des Turmes zu hindern, Wind und Regen in Dienst genommen, ist, da ihm seine Absicht nicht gelungen, verdrießlich im Turm hinaufgefahren, ohne zuvor Wind und Regen, die auf ihn auf dem Plane warten sollten, zu entlassen.
  • Auf dem Stipfl.
    i] Schnell, aufs Genaueste, aufs Härchen.
  • Auf dem Strich.
    en] On the game/streets.
  • Auf dem Stumpf einer Fichte wächst nie eine Birke.
  • Auf dem Teller drehen.
  • Auf dem Teppich/der Matte bleiben.
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