DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Armut ist nicht arm, sie sei denn: dass Gott erbarm!
  • Armut ist nicht Armut, sie sei denn nicht fröhlich.
  • Armut ist nicht gut und tut nichts Gutes.
  • Armut ist nicht gut, denn sie bricht Mut.
  • Armut ist nicht schmachvoll.
    la] Paupertas non est probro.
  • Armut ist Nides Bruder.
  • Armut ist nit für all vnglück gut.
  • Armut ist nit nicht haben, sondern vil begeren.
  • Armut ist noch schlimmer als begraben sein.
  • Armut ist nur dem beschwerlich, der sie nicht ertragen kann.
  • Armut ist oft Dummheit.
  • Armut ist ohne Zweifel das Schrecklichste. Mir dürft' einer zehn Millionen herlegen und sagen, ich soll arm sein dafür, ich nehme es nicht.
    Johann Nepomuk Nestroy, Der Zerrissene
  • Armut ist ohne Zweifel das Schrecklichste.
    Johann Nestroy (1801-1862), Der Zerrissene
  • Armut ist schlimmer als vierhundertvier (d.h. alle) Krankheiten.
    Japan
  • Armut ist sinnreich.
  • Armut ist so angenehm, wie wenn ein Hund ins Bad käm'.
    dk] Armod holdes for störste udyd.
  • Armut ist über alles Kreuz.
    i] Denn wenn man Brot zum Kreuz hat, so ist's zu tragen.
  • Armut ist uns näher als Reichtum.
  • Armut ist unwert.
  • Armut ist verhaßt, Reichtum oft eine Last.
  • Armut ist vor Dieben sicher.
    la] Paupertas est sibi murus.
  • Armut ist vor viel vnglück gut.
  • Armut ist weder Schande noch Unehre.
  • Armut ist wie ein Löwe - kämpfst du nicht, wirst du gefressen.
  • Armut ist zu vielen Dingen gut.
    i] Sie ist oft die erste Stufe zur Erhöhung eines Menschen, wie Reichtum der erste Schritt zu seinem Unglück.
    nl] Armoed is tegen zotheid goed.
  • Armut kan nicht verlieren, und der nicht begert, dem geht nicht ab.
  • Armut kann alles, Reichtum nichts.
    it] Il povero non puole, ed il ricco non vuole.
  • Armut kann nicht regieren.
  • Armut kann nicht(s) verlieren, Armut kann nicht regieren.
  • Armut kann starke Seelen nicht demütigen, Reichtum niedrige nicht erheben, man kann berühmt werden, auch wenn man wenig bekannt ist, und Schande bleibt auch Hochgestellten nicht erspart. Das Schicksal, das man für allmächtig hält, ist ohnmächtig ohne die Natur.
    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715-1747), Nachgelassene Maximen
  • Armut kocht dünne Suppen.
  • Armut kommt zuerst an die Füße und dann an den ganzen Körper.
  • Armut kostet nicht mehr als Hässlichkeit.
  • Armut kostet viel.
  • Armut kräzt und beisst.
    Deisslingen
  • Armut lädt nicht zum Stehlen ein, und Reichtum verbietet es nicht.
    Finnland
  • Armut lähmt nicht.
    schlesisch] Ormuth lähmt nich.
  • Armut lässt den Menschen vieles versuchen.
    Publilius Syrus (1. Jh. v. Chr.), Sentenzen
  • Armut lehrt arbeiten.
    la] Paupertas laboris magistra.
  • Armut lehrt Bescheidenheit.
  • Armut lehrt geigen, singen.
    la] Paupertas omnes artes perdocet.
    la] Paupertas sapientiam sortita est.
  • Armut lehrt geigen.
  • Armut lehrt Künste.
  • Armut lehrt sich wohl halten.
    fr] Pauvreté fait maint vertueux.
    la] Paupertas est gymnasium virtutis (magistra morum).
  • Armut lehrt viel Böses.
    fr] En grande pauvreté il n'y a guère grande loyauté.
    fr] Pauvreté engendre tricherie.
    la] Hominem experiri multa paupertas jubet.
    la] O quantum cogit egestas.
  • Armut lehrt viele Künste.
    dk] Fattigdom laerer kunst og viissdom.
    la] Egestas docet artes.
    la] Egestas ingeniosa.
    la] Paupertas omnes artes perdocet.
  • Armut leidet Not.
  • Armut lert vnd findt all künst.
  • Armut lockt den Teufel aus der Hölle.
  • Armut macht ängstlich.
    la] Pavidos informat egestas.
  • Armut macht blöde.
    la] Est miserorum, ut malevolentes sint atque invideant bonis. Plaut.
  • Armut macht Demut, die ist gut.
  • Armut macht den Freien leibeigen.
    Westafrika
  • Armut macht den Tod süß.
    se] Armod gör döden söt.
  • Armut macht die Erfindungen, Reichtum benutzt sie.
  • Armut macht die Leut hurtig, aber Gesetze machen sie nicht fromm.
  • Armut macht eben so viel Hahnreie als Diebe.
    Gotthold Ephraim Lessing, Selbstbetrachtungen und Einfälle
  • Armut macht einige Leute fromm, aber noch mehr Spitzbuben.
  • Armut macht Erfindungen, Reichtum benutzt sie.
  • Armut macht frei.
  • Armut macht keine Schande.
    ee] Vaesus ei tee häbi.
  • Armut macht Männer.
    la] Paupertas est foecunda virorum.
  • Armut macht nicht arm, sie sei denn, dass Gott erbarm'.
  • Armut macht oft große Ehre.
    ndt] Armôt maket vake grote ere.
    la] Factitat ingenium paupertas quaerit et artes.
  • Armut macht schamlos (o. unverschämt).
  • Armut macht traurig.
  • Armut macht unverschämt (o. schamlos).
    bm] Chudoba nepřltel dobrých mravů.
    en] Bashfulness is an enemy to poverty.
    fr] Grand' privauté engendre vileté.
    fr] Povreté abaisse courtoisie.
    nl] Armoede maakt onbeschaamde lieden.
    nl] Armoede maket on schemel lude.
    la] Ex veteri more pauper caret ipse pudere.
  • Armut macht veracht.
  • Armut macht Verse, aber sie sind auch darnach.
    la] Paupertas impulit audax, ut versus facerem. Horaz (65-8 v. Chr.)
  • Armut macht zum Dieb, Liebe zum Dichter.
  • Armut mag nit Tugend han, wenn sie nit mag in Ehren stahn.
  • Armut mit Anstand zu tragen, ist ein Zeichen von Selbstbeherrschung.
    Demokrit (460-370 v. Chr.)
  • Armut mit frohem Mut
    Ist großer Reichtum ohne Gut.
    mhd] Broelîch armuot
    Deist grôz rîcheit âne guot.
    Brîdankes Bescheidenheit (1225-1240)
  • Armut mit Komplimenten fängt keine Enten.
    nl] Armoede doet heuschheid dalen.
  • Armut mit Würde zu tragen ist ein Zeichen von Selbstzucht.
    Demokrit, Fragmente
  • Armut muss zu Fuß gehen.
  • Armut nährt sich wohl, aber sie macht nicht fett.
    dk] Fattigdom föder, men feeder ikke.
  • Armut nimpt frölichen Muth.
    Christoph Lehmann (1568-1638), Politischer Blumen-Garten (1662)
  • Armut nimpt fröligen muth.
  • Armut ohne Verschuldung ist wahrer Reichtum.
    Ägypten
  • Armut prüft Freundschaft.
    en] Poverty parteth friends (or fellowship).
    nl] In de armoede leert men zijne vrienden kennen.
  • Armut schadet dem Adel nicht.
    it] Povertà non toglie gentilezza.
  • Armut schändet nicht(, aber sie drückt).
  • Armut schändet nicht, aber Laster schänden.
    bm] Chudoba cti netrati, (auch mit dem Zusatz) Polibte me v-bohati.
    en] Poverty is no sin.
    fr] A pauvreté il n'y a point de honté.
    fr] Pauvreté n'est pas vice.
    it] Povertà non è vizio.
    poln] Chudoba enoty nietraci.
    un] Nem mindenkor gyalázat a szegénység.
  • Armut schändet nicht, aber sie drückt.
  • Armut schändet nicht, ist ein Sprichwort, das alle Menschen im Munde führen und keiner im Herzen.
    August von Kotzebue (1761-1819), Die Versöhnung (1798)
  • Armut schändet nicht.
    var] Besser arm in Ehren als reich in Schanden.
    var] Ein hölzener Sarg ist besser als ein goldener Galgen.
    nde] Bäder arm mit Ihren, as riek mit Schåden.
    nde] Arm un ihrlich, un doch manierlich.
    en] A good name is better than richess.
    en] Better go to heaven in rags than to hell in embroidery.
    en] Poverty is not crime.
    en] Poverty is no sin (vice).
    fr] Bonne renommée vaut mieux que ceinture dorée.
    fr] Pauvreté n'est pas vice.
    it] Meglio povertà onorata che ricchezza svergognata.
    it] Povertà non è vizio nè vergogna.
    it] Povertà non guasta gentilizia.
  • Armut schärft den Verstand.
    dk] Armod giör folk duelige, men loven from.
  • Armut schend't nicht, aber sie drückt.
  • Armut schneidet keinen Speck, aber Reichtum findet (o. presst) Öl in (o. aus) jedem Dreck.
  • Armut schützt vor Völlerei.
    dk] Fattigdom er sundheds moder.
  • Armut selbst macht stolz, die unverdiente.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 241
  • Armut selten recht tut.
  • Armut sitzet unangenehm hinter der Tür.
  • Armut soll man zeigen und Reichtum verschweigen.
    litauisch] Su mazu pasirodyk, su Daugiù pasislĕk.
  • Armut steht der Tochter Jakob's schön, wie ein roter Zügel dem Kopfe eines weißen Rosses.
    Hebräisch
  • Armut steigt, Reichtum fällt.
  • Armut sticht überall.
    en] Poverty is a sharp weapon.
  • Armut stiehlt frohen Mut.
  • Armut studiert, Reichtum bankettiert (o. jubiliert, spendiert).
    la] Ipsa laborandi doctrix studiisque magistra.
    la] Unica paupertas divinas suscitat artes.
  • Armut studiert, Reichtum jubiliert.
  • Armut sucht (neue) List.
    fläm] Armoe zoekt list, daar de rijcken niet op en gist.
    nl] Armoede soect nauwe list.
    la] Paupertas cautas querit ubique vias.
  • Armut sucht feine Künste.
    mhd] Armôt socht nouwe liste.
    la] Artes atque dolum tenuis vestigat egestas.
  • Armut sucht List.
  • Armut sucht neue Wege.
    la] Paupertas cautas quaerit ubique vias.
  • Armut thut wee, so man jr nit gewont hat.
  • Armut thut wehe, elend noch meh.
  • Armut tötet die Tugend nicht, und Reichtum verleiht sie nicht.
    Spanien
  • Armut trägt den Kopf nie hoch.
  • Armut treget viel Dienstbarkeit mit jr auff dem rücken.
  • Armut treibt nicht Wucher, es fehlt ihr an der Hauptsumme.
    bm] Chudoba lichvy nezná.
  • Armut treibt viel zu unvermeintem Ziel.
  • Armut treibt zur Arbeit.
    se] Armod gör mannen blödig.
  • Armut trennt Kameradschaft.
    England.
    en] Poverty parteth fellowship.
  • Armut tut dem Alter weh.
    fr] Pauvreté et maladie en vieillesse c'est un magazin de tristesse.
  • Armut tut dem Herzen weh.
    Jes. Sir. 38, 20
  • Armut tut der Frommkeit wehe.
  • Armut tut selten gut.
  • Armut tut wee, so man jr nit gewont hat.
  • Armut tut weh, Elend noch meh'.
  • Armut tut weh.
    dk] Armod volder til traette.
    en] Poverty breeds strife.
    en] A house well furnished makes a good housewife.
    en] Empty chambers make foolish maids.
    fr] Quand il n'y a plus d'avoine dans l'auge, les chevaux se battent.
    it] Se non c'è più fieno nella rastrelliera, gli asini si battono.
    la] Paupertas durum onus.
    es] Donde no hay harina todo es mohina.
  • Armut und Alter sind nicht des Menschen Schande, Habgier und Albernheit sind eine Schande.
    ee] Vaesus ja vanadus põle inimesel häbiks, ahnus ja alpus on häbiks.
  • Armut und Alter sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.
  • Armut und Alter sind zwei unwerte Gäste.
  • Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wäre an einer genug.
  • Armut und das alter tragen, ist schwer.
  • Armut und Ehrlichkeit wohnen selten beisammen.
    fr] Honnête pauvreté est clairsemée.
  • Armut und ein hässliches Gesicht lassen sich nicht verbergen.
    China
  • Armut und Elend sind Gefährten.
    nl] Het is de armoede, die met de ellende in het huwelijk treedt.
    nl] Boehoeftigheid maakt droefheid.
  • Armut und Elend sind im Schoß der Menschen.
    ee] Viletsus ja vaesus on inimeste kaisus.
  • Armut und Fröhlichkeit schlafen nicht im gleichen Bett.
  • Armut und Furcht lügen gern.
    dk] Armod og frygt gjør løgnere.
  • Armut und geitz treibt zu nichts guts.
  • Armut und Geiz das Sprüchlein hat: 'S ist mehr um die Schuh' als Füße schad'.
    i] Daher tragen viele ihr Schuhwerk auf dem Arm oder am Stocke auf dem Rücken.
  • Armut und Hoffart reimen sich schlecht zusammen.
    dk] Det er ondt at vaere fattig og hovmodig.
  • Armut und Hoffart sind oft gepaart.
    dk] Armod og spot de lade hannem tigge, mens han lever.
    nl] Armoede en hoovaardij zijn kwade gebreken en gemeene plagen.
  • Armut und Hunger hat viel gelehrte Jünger (o. haben manchen Junger).
    it] Povera e nuda vai filosofia.
    la] Sunt musae mulae, famaque nostra fames.
    un] Sok érdemes legény, hogy étéke szegény, fogja az ekeszarvát.
  • Armut und Jähzorn vertragen sich nicht.
  • Armut und Kleinmut klammern sich an Treue,
    Doch großen Mutes Sehnsucht glaubt ans Ewigneue.
    Carl Spitteler (1845-1924), Olympischer Frühling
  • Armut und Liebe lassen sich nur schwer verbergen.
    dk] Armod og kjærlighed er ondt at dolge.
  • Armut und Liebe sind schwer zu verbergen.
  • Armut und Liebe, mit falscher Tapferkeit vereint, führen in der ganzen Welt zu Ausschreitungen.
    Casanova, Neunundneunzig Abenteuer
  • Armut und Niedrigkeit sind, was der Mensch verabscheut. Gelingt es ihm nicht auf dem rechten Weg, sucht er auch nicht davon sich zu befrein.
    Konfuzius (551-479 v. Chr.), Gespräche
  • Armut und Pläneschmieden sind Zwillingsschwestern.
    Bulgarien
  • Armut und Reichthumb.
    Der/was er hat/nicht hat/und alles schätzet gleich /
    Der ist im Reichthum arm/in Armuth ist er reich.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Andertes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 56
  • Armut und Reichtum lassen sich nicht verbergen.
  • Armut und Reichtum liegt nicht am Gut, sondern am Mut.
  • Armut und Reichtum sind Zwillinge.
    Albanien
  • Armut und Reichtum wohnen nicht im Hause, sondern im Herzen der Menschen.
  • Armut und Sklaverei sind also nur zwei Formen, fast möchte man sagen zwei Namen, derselben Sache, deren Wesen darin besteht, dass die Kräfte eines Menschen großenteils nicht für ihn selbst, sondern für andere verwendet werden.
    Arthur Schopenhauer (1788-1860)
  • Armut und Verachtung sind Zwillingsschwestern.
  • Armut und Verstand gehen selten (o. nicht immer) Hand in Hand.
    dk] Fattigdom og fromhed ere sjelden sammen.
  • Armut und Verstand gehen selten Hand in Hand.
  • Armut und Wanzen wird man nicht leicht los.
    Jüdisch-deutsch] Alle Simunim gehen ünters vor, der Simmen daller bleibt.
    Warschau
    Simmen, Mehrzahl Simunim = Zeichen, Daller = Armut. Armut lässt sich, selbst bei verbesserten Umständen, nicht leicht ausmerzen.
  • Armut und Zechen führen zu(m) Verbrechen.
  • Armut vernichtet jede Tugend.
    Indien
  • Armut versucht viel, ob es möchte treffen das rechte Ziel.
  • Armut vertreibt, Reichtum bringt die Tugend nicht.
    es] La pobreza no quita virtud, ni la riqueza la pone.
  • Armut vnd das alter tragen, ist schwer.
  • Armut vnd geitz treibt zu nichts guts.
  • Armut wehe tut, ist aber zu vielen Dingen gut.
  • Armut wehe tut.
    la] Paupertas durum onus.
    la] Paupertas onus est et miserum et grave.
  • Armut wehtut.
    la] Paupertas cum dolore fertur. August Bebel (1840-1913), Proverbia Germanica
  • Armut weiß viel Ränke.
  • Armut wird gedrückt, Reichtum wird hervorgerückt.
  • Armut wird ihm nicht erlauben, den Kopf zu heben, Würde wird ihm nicht erlauben, ihn zu beugen.
  • Armut wird ja einem Menschen folgend nicht müde, aber der Hunger bleibt sofort zurück, wenn er Brot sieht.
    ee] Ega vaesus väsi inimese järel käies, aga nälg kohe maha jäeb, kui leiba näeb.
  • Armut wird nicht bestraft.
  • Armut wohnet in der Helle.
  • Armut Wunder tut.
  • Armut zeigt sich zuerst im Gesicht.
  • Armut zerreisst die sechs Bande der Verwandtschaft.
    i] Die sechs nächsten Verwandten sind: Vater, Mutter, älterer Bruder, jüngerer Bruder, Frau und Kinder.
  • Armut zerstört keine Tugend, noch verleiht Reichtum sie.
  • Armut zieht Weisheit.
  • Armut zwingt, Wohlmut springt.
  • Armut [ist] der Künste Mutter.
  • Armut, die bemessen ist nach dem Ziel unserer Veranlagung, ist großer Reichtum. Reichtum, der nicht begrenzt wird, ist große Armut.
    Epikur (341-270 v. Chr.), Sprüche. In: Briefe, Sprüche, Werkfragmente
  • Armut, die der Weise nicht empfindet, ist so viel wert, als Reichtum, den der Tor nicht spürt.
  • Armut, Keuschheit und Gehorsam, - drei Gelübde, deren jedes, einzeln betrachtet, der Natur das unausstehlichste scheint, so unerträglich sind sie alle.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Götz v. Berlichingen (1773), I, Herberge im Walde (Martin)
  • Armut, Läuse und Flöhe kommen von einem selbst.
    Dänemark
  • Armut, Not und manches Leid fliehen vor der Sparsamkeit.
  • Armut, Reichtum: Worte für Entbehrung und Überfluss.
    Demokrit, Fragmente
  • Armut
    Aller Tür zutut.
  • Armut
    Ist der Taschen gut.
  • Armut
    Ist für Torheit gut.
  • Armut
    Ist fürs Podagra gut.
  • Armuth get nit heischen, sunder Bettel, denn Armuth hat viel Ranke.
  • Armuth ist das wesen aller Tugenden.
    Die laster sind bestrickt/die Tugenden gehn frey:
    Sag ob die Armuth nicht jhr aller wesen sey?
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 212
  • Armuth ist der sechste Sinn.
  • Armuth ist listig, sie fängt auch einen Fuchs.
  • Armuth mit Stolzheit
    Ist ein spot und thorheit.
  • Armuth schändet nicht.
  • Armuth und Hunger haben viel gelehrte Jünger.
  • Armuth, alle Thür zuthut.
  • Armutszeugnis
    la] testimonium paupertatis
  • Armutun sap? var, üzümün çöpü var.
  • Arn vber die Hennen ziehen, wie vilen geschicht, dass sie guckuc in jr besitz setzen, die jn jr eyer vnderlegen vnnd naher dauon fliehen.
  • Arne Bande bider bedst.
    var] Arne-bande bider best.
  • Arno e mori, ogni anno ne vuole.
  • Arno non cresce, se Sieve non mesce.
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