DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Änderungen im Regiment nehmen selten ein gutes End'.
  • Anderwärts ist auch gut Brot essen.
  • Andes oled vend, aga suades vaenlane.
    de] Gebend bist ein Bruder, aber nehmend ein Feind.
  • Andiamo quaggiù a raccogliere le albicocche.
    var] Jemo jò pe' cada ecca a rcoglie li viricocoli.
  • Andiamo sul campo di grano (appena tagliato) con la jeep gialla?
    var] Jemo jo 'ppele jieppe co la jippe jalla?
  • Andja käsi ei alane.
    de] Des Gebenden Hand sinkt nicht.
  • Andja käsi lühkene, võtjal pikk.
    de] Des Gebenden Hand ist kurz, des Nehmenden (Hand) lang.
  • Andja käsi väsib, aga võtja käsi ei väsi.
    de] Des Gebenden Hand wird müde, aber des Nehmenden Hand wird nicht müde.
  • Andja peäb aru pidämä, ega võtja aru peä.
    de] Der Gebende muß überlegen, der Nehmende überlegt ja nicht.
  • Andjaid on vähä, aga tahtjaid palju.
    de] Gebende gibt es wenig, Begehrende aber viel.
  • Ando a pé: não aprendi a nadar.
  • Ando enamorado y no tengo ni blanca ni cornado.
    var] Ando enamorado, y no tengo blanca ni cornado.
  • Ando por caminho pelo qual não voltarei.
  • Ando por onde anda a raposa.
  • Ando, ando jodido pero ando.
  • Andouille de calcif.
  • Andra tider, andra zeder.
  • Andras feel lära bäst.
  • Andre Hütten, andre Sitten.
  • Andre Jahr', andre Haar', andre Zeit, andre Freud.
  • Andre Länder, andre Sitten.
  • Andre lehren ist die größte Kunst.
  • Andre Leut' sind auch Leut.
  • Andre Leute, wenn sie springen
    In die Schranken, sind gesund;
    Doch wir Minnesänger bringen
    Dort schon mit die Todeswund'!
    Heinrich Heine (1797-1856), Der Minnesänger
  • Andre Mütter haben auch schöne Töchter.
  • Andre Städtchen, andre Mädchen.
  • Andre Zeit, andre Lehre.
  • Andre Zeiten, andre Drachen.
    Christian Morgenstern, Andre Zeiten, andre Drachen
  • Andre Zeiten, andre Gedanken.
    William Shakespeare, (1564-1616), Viel Lärm um Nichts
  • Andre Zeiten, andre Musen.
    Ludwig Uhland (1787-1862), Die neue Muse
  • Andre Zeiten, andre Vögel!
    Andre Vögel, andre Lieder!
    Sie gefielen mir vielleicht,
    Wenn ich andre Ohren hätte.
    Heinrich Heine (1797-1856), Atta Troll
  • Andre zu kennen, das musst du probieren,
    Ihnen zu schmeicheln oder sie zu vexieren.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Sprichwörtlich
  • Andreas (30.11.) hell und klar bringt ein gutes Jahr.
    ndt] Andreas, hell on klôr bröngd e gud Jôhr. Trier
    pl] Święty Andrzej jasny i pogodny będzie roczek płodny.
  • Andreas, hell on klôr bröngd e gud Jôhr.
    Trier
  • Andreasschnee (30. 11.) bleibt hundert Tage liegen.
  • Andreasschnee (30. 11.) tut dem Korn und Weizen weh.
  • Andreasschnee kann lange liegen, Hubertusschnee (3. 11.) im Graben versiegen.
  • Andreasschnee tut dem Korn weh.
    pl] Śnieg na Andrzeja, dla zboża zła nadzieja.
    pl] Śniegi w dzień Andrzeja gęste, żytom czynią szkody częste.
  • Andreasschnee tut den Saaten weh.
  • Andreis Misse (o. Sünte Dreies Misse) bringet den Winter wisse (= gewiss).
  • Andrer Leute Fehler sind gute Lehrer.
  • Andrer Leute Frauen sind die besten, die eigenen Kinder sind die besten, Gemüse des eigenen Gartens schmecken nicht, die aus anderen Gärten sind die besten.
    China
  • Andrer Leute Kreuz lehrt das eigene tragen.
  • Andrer Leute Kühe haben immer ein größeres Euter.
    var] Andrer Leute Kühe haben immer größre Euter.
  • Andrer Leute Schmerzen tun nicht weh.
    Köthen
  • Andrer Lob ist besser als Eigenlob.
    Demokrit (460-370 v. Chr.), Fragmente
  • Andrer Lüte (Leute) Küje hend allewîl e größer Üter.
  • Andrer Mann, andres Glück.
  • Andrer Torheit bemerkt man ehere als eigene.
  • Andrês brängk (bringt) dä kahle Frês (die kalten Fröste).
    Köln
    nl] Sint Andries staat op en vringt, en laat niet af voor onze Lieur frouw Lichtmesdage.
  • Andres kors lære dig at bære dit.
  • Andres macht Pappe süß.
  • Andres nød giver lægen brød.
  • Andres ulycke glemmes snart.
  • Andris bringt den Schnee gewiss.
  • Andrus (Andreastag, 30. 11.), der ehrliche Mann, gibt die Weihnachten (25.12.), Toomas (Thomastag, 21.12.), der grobe Mann, bringt die Weihnachten, Nuut (Knutstag, 7. od. 13.1.), der Zapfen vom Bierfaß, bringt die Weihnachten fort.
  • Andrus aus mees annab jõulud, Toomas toores mees toob jõulud, Nuut hiivapulk viib jõulud.
    de] Andrus (Andreastag, 30. XI), der ehrliche Mann, gibt die Weihnachten (25. XII); Toomas (Thomastag, 21. XII), der grobe Mann, bringt die Weihnachten; Nuut (Knutstag, 7. od. 13. I), der Zapfen vom Bierfaß, bringt die Weihnachten fort.
  • Andrusele jahudaks õllelinnaksid, toomapääva tehtaks õlut.
    de] Für Andrus (Andreastag, 30. XI) macht man Malz, zum Thomastag (21. XII) macht man Bier.
  • Andújar, gente granuja; Arjona, gente ladrona; Arjonilla, gente pilla; Marmolejo, cuerno viejo.
  • Âne (un) frotte l?autre.
  • Âne avec le cheval n'attèle.
  • Âne convié à noces, eau et bois y doit apporter.
    pt] Asno que entra em despensa alheia levará pau em vez de aveia.
  • Âne couvert de la peau du lion.
  • Âne crevé, la queue au râtelier.
  • Âne de plusieurs maîtres,
    Est mangé par les loups.
  • Ane kluge Maus wêss mehr alls ee Lôch, sagte der Spitzbube, als er ins zehnte Gefängnis ging.
    Schlesien
  • Âne maigre, plein de mouches.
  • Ane paré de satin est toujours un âne.
  • Ane paré ne hisse pas de braire.
  • Ane piqué convient qu'il trotte.
  • Âne qui brait, pluie et vent.
  • Âne qui dispute contre un âne.
  • Âne qui pète n'est pas crevé.
  • Âne qui sent la douleur,
    Dépassera le cheval en vigueur.
  • Ane rises up an anidder sits doon: dat's what maks da laand sae dear.
  • Âne vieux, chargé de plaies.
  • Ane's ain hearth is goud's worth.
  • Äneas roch Lavendelduft und kannte seine Mutter.
  • Aneau en doigt ou en main, nul profit et honneur vain.
  • Anedota com barbas.
  • Anegarse en llanto elevado.
  • Aneignen nennt es der Gebildete.
    William Shakespeare (1564-1616)
  • Anel de ouro em focinho de porco.
  • Anel de ouro não é para focinho de porco.
  • Anemy ne dort
  • Anen tondre las cabras, auren pus leu tondut.
  • Anerkennung geht in der Regel nur so weit, als sie dazu dient, dem Anerkennenden selbst Relief zu geben.
    Karl Gutzkow (1811-1878), Vom Baum der Erkenntnis
  • Anerkennung gibt dem Streben Nahrung.
  • Anerkennung ist das Brot der Geister.
  • Anerkennung ist das Wort eines Idioten, man findet sie im Lexikon, aber nicht im menschlichen Herzen.
    Honoré de Balzac (1799-1850), Modeste Mignon
  • Anerkennung ist der Sauerstoff für menschliche Beziehungen.
  • Anerkennung ist eine beliebte Friedhofspflanze.
  • Anerzogen ist wie angeklebt, manchmal aber verwächst das Angeklebte.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • Anes, Fanes (Fenchel), Koriander ist der vin' als wi der ander.
    Ulm
  • Ânesse avec ânon, ne va pas droit au moulin.
  • Anetu, Anetu, pocu linaghju è micca vignetu.
  • Anexo, en la perrera, batalla fiera.
  • Anfahen ist schwer, beharren ist Kunst.
    Petri, II, 16.
  • Anfall är bästa försvar.
  • Anfall fällt vor sich.
    Rechtssprichwort
    i] Der Erbgang ist niederwärts.
    mdh] Der Anfall vellet vor sich.
  • Anfall stirbt der Mutter in den Schoß.
    Rechtssprichwort
    i] Wird ein eheliches Kind erst nach des Vaters Tode geboren, so ist es Erbe, sobald es die Augen öffnet und die vier Wände beschreit. Stirbt es wieder, so fällt sein Anteil an die Mutter, was der Sinn des obigen Sprichwortes ist.
    mhd] Daz angevelle stirbet der muter in den schoz.
  • Anfang der Dinge ist das Unendliche.
    Anaximander, Über die Natur
  • Anfang flüchtig, Fortgang nichtig.
  • Anfang gut, alles gut.
  • Anfang heiß, Mitte lau, Ende kalt.
    la] Principium fervet, medium tepet, ultima frigent.
  • Anfang ist bedenkenswert.
  • Anfang ist dasjenige, was selbst nicht mit Notwendigkeit auf ein anderes folgt, wogegen nach ihm naturgemäß ein anderes ist oder wird; Ende im Gegenteil das, was selbst naturgemäß nach einem andern folgt, sei es mit Notwendigkeit oder bloß in der Regel, wogegen nichts andres nach ihm folgt.
    Aristoteles (384-322 v. Chr.), Dichtkunst
  • Anfang ist die Hälfte des Ganzen.
    nl] Het begin is het halve werk.
    la] Principium dimidium totius. Hesiod
  • Anfang ist ein gut behagen,
    Das end muss den last tragen.
    fr] Au commencement tout est beau.
    it] Il veleno sta nella coda.
  • Anfang ist kein Meisterstück.
    fr] Les apprentis ne sont pas maîtres.
    fr] N'a pas fini qui commence.
    it] Tutti i principi son deboli.
    la] Inventum simul et perfectum nihil est.
  • Anfang und end nicht bleiben gleich, wer heut ist arm, wirt morgen reich.
  • Anfang und End steht alles in Gottes Händ.
  • Anfang und End' in allen Sachen
    Muss man mit Gott dem Herren machen.
  • Anfang und Ende einer Liebe stehen einander wie Rätsel gegenüber.
  • Anfang und Ende in allen Sachen muss man mit Gott dem Herren machen.
  • Anfang und Ende reichen sich (o. einander) die Hände.
  • Anfang und Ende sind selten gleich.
    dk] Enden og begyndelsen vil ey gierne folges ad.
    la] Flebile principium melior fortuna sequetur.
    la] Non sibi concordem spondent exordia finem.
  • Anfang und Ende sind wohl unter sich verwandt,
    Doch ist der Anfang blind, das Ende hat's erkannt.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Die Weisheit des Brahmanen
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • Anfang und Ende wollen nicht allzeit übereinkommen.
  • Anfang und Ende
    Reichen sich die Hände.
  • Anfang und Grundlage eines vernünftigen Lebens ist das Maßhalten bei Speise und Trank.
  • Anfang Verstand und Rat, zum Fortgang Vorsicht, zum Vollenden Glück und Beständigkeit.
  • Anfang vnd end nicht bleiben gleich; wer heut ist arm, wirt morgen reich.
  • Anfang'n un tolang'n.'
    zit] Beide Hann' in beide Taschen, will dat Spillwerk doch nie flaschen.
  • Anfang, bedenk das Ende!
    Wahlspruch des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (gest. 1640).
    dä] For begyndelsen taenk paa ende. - Som enden er sidst i gjerningen maae den vaere först i betragtningen.
    fr] Au commencement considérez la fin.
    la] Principiis obsta.
  • Anfang, Mitte und Ende sein.
    i] Die Seele des Ganzen, alles in allem sein.
    la] Principium, medium et finis.
  • Anfang, Mittel und End' allein, lass Gott in allen Sachen sein, denn, was mit Gott wird angefangen, ist niemals übel ausgegangen.
  • Anfang: der wichtigste Teil der Arbeit.
    Platon
  • Anfangen = Afoh ist gut, aber höre (= aufhören) no besser.
    Luzern
  • Anfangen ist ein gut Behagen, denn das Ende die Last muss tragen.
    fr] Au commencement tout est beau.
    it] Il veleno sta nella coda.
  • Anfangen ist halb, vollenden ganz.
    (zit) Der Beginn ist die Hälfte des Ganzen.
    Pythagoras (570-510 v. Chr.)
  • Anfangen ist leicht,
    Beharren ist Kunst.
    dk] Let er at begynde, men at fare fort og fuldende, hører forstand og mod til.
    fr] Il est aisé de commencer, mais pour continuer et pour finir il faut du jugement et du courage.
    it] Non ci è più difficil cosa ch' il cominciare.
    pl] Łatwiej jest zacząć niż skończyć.
  • Anfangen ist leichter als aufhören.
    dk] Mageligerre er den förste ende at gribe an, end den sidste at faae fast.
  • Anfangen lasst sich viel!
  • Anfangen tut's.
  • Anfangen und aufhören sind bei ihm eins.
    la] In limine deficere.
  • Anfangen und Ringen
    Ist bei allen Dingen.
  • Anfangen und Vollenden (o. Ausmachen) ist zweierlei.
    fr] Commencer et finir sont deux.
    fr] N'a pas fini (o. fait) qui commence. (Der hat nicht getan [das Werk vollbracht], der anfängt)
    it] In limine deficere.
  • Anfangen vnd ausmachen ist zweierley.
  • Anfangen zu bemerken, und bemerkt zu werden, ist ein kurioser Punkt unsers Lebens, geliebter Freund.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an J. L. Hetzler (Konzept), 28.9.1770
  • Anfangen zu verstehen heißt anfangen zu sympathisieren.
    Robert Louis Stevenson (1850-1894), Die Geschichte der Lüge
  • Anfangen, fortfahren und hinausführen gehören zusammen.
    dk] At beginde, fare fort og fuldende hörer sammen.
    fr] N'a pas fait qui commence.
  • Anfangs beabsichtigte ich, ihren Geist zu bilden: meine Mühe war verloren.
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), Bekenntnisse
  • Anfangs bedenk das End.
  • Anfangs bestand der Effektenhandel aus der einfachen und gelegentlichen Übertragung von Aktien, aber durch die Emsigkeit der Börsenmakler, welche das Geschäft in die Hand bekamen, wurde es ein Handel, und zwar einer, der vielleicht mit den größten Intrigen und Listen betrieben wurde, die nur je unter der Maske der Ehrlichkeit zu erscheinen wagten.
    Daniel Defoe (1660-1731), englischer Schriftsteller
  • Anfangs eine Sache zum Lachen, später wird es Ernst.
    ee] Esite naeruasi, pärast tõsi taga.
  • Anfangs fällt die Gestalt im Grabe ein, dann schleift sich sogar ihr Bildnis auf dem Grabsteine hinweg, - was bleibt? Was beide erschuf, die Seele!
    Jean Paul (1763-1825), Dämmerungen für Deutschland
  • Anfangs geht man ins Wasser und glaubt, man wolle wohl durchwaten, bis es immer tiefer wird, und man sich zum Schwimmen genötigt sieht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 21.12.1804
  • Anfangs halt gute maß, spar, was noch ist im Fass, sonst, wenn du am end erst sparen wilt, so ists zu spat, es ist verspilt.
  • Anfangs holt man Wasser mit dem Sieb, später nicht mal mit dem Eimer.
    ee] Enne viib sõelaga vett, pärast ei vii pangiga.
  • Anfangs Honigwochen (= Flitterwochen), später Tränenwochen.
    Estland
  • Anfangs immer groß und berühmt, später scheint (es) nicht mal aus der Wandritze heraus.
    Estland
  • Anfangs immer so gut und teuer, später wird man mit der Hundepeitsche weggejagt.
    ee] Esti ikke nii hia ja kallis, pärast aetakse koerapiitsaga minema.
  • Anfangs macht man immer die ganze Welt, später nicht mal ein einziges Hemd.
  • Anfangs nimmt der Mann einen Schnaps, später nimmt der Schnaps den Mann.
    ee] Esmalt võtab mees pitsi, pärast pits mehe.
  • Anfangs verbreiten sich die Räuden zwischen den Fingern, aber später kratzt man sich schon den Arsch.
    ee] Edimält aja kärnä sõrmõ vaihelõ, a peräst jo süüdät perst.
  • Anfangs wollt' ich fast verzagen,
    Und ich glaubt', ich trügt es nie,
    Und ich hab' es doch getragen, -
    Aber fragt mich nur nicht wie.
    Heinrich Heine (1797-1856), Buch der Lieder
  • Anfangs zog Aegina die besten Kinder.
    i] Von allem, was einen guten Anfang nimmt, allmählich aber schlechter wird.
  • Anfangstermin
    la] dies a quo
  • Anfank un Enne sint selten glück.
    Sauerland
  • Anfechtung ist der Seele eine Artzeney und dem Leibe Gifft.
  • Anfechtung ist ein Salz, welches die Tugend würzt.
    la] Virescit vulnere virtus.
  • Anfechtung lehrt aufs Wort merken.
    i] Auf die Stimme Gottes, sie tue sich kund in der Natur, Vernunft oder Bibel
  • Anfechtung lehrt, dass man Gott hört.
  • Anfechtung macht einen Mann.
  • Anfechtung macht gute Christen, sagte der Handwerksbursch auf der Landstraße.
  • Anfechtung macht gute Christen.
    i] Bewährung macht stark
  • Anfragen steht frei.
  • Anführen heißt nicht führen an der Hand.
  • Anführerin bei den Übeltaten aber ist die Frau, in Verbrechen ist sie Künstlerin.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Hippolytus
  • Anführungszeichen sind oft nichts als faule Ausrede, mittels deren der Autor die Verantwortung für eine Banalität, die ihm in die Feder kam, oder für die ihm nichts besseres einfiel, dem schlechten Geschmack seiner Zeitgenossen aufzubürden versucht.
    Arthur Schnitzler (1862-1931)
  • Ang lumalakad nang mabagal, kung matinik ay mababaw; Ang lumalakad nang matulin, kung matinik ay malalim.
  • Angado pouco, a sábio redondo.
  • Angariar/mobilizar fundos.
  • Ange au chemin, diable à la maison.
  • Ange sur le chemin, diable à la maison.
  • Angeben vnd Ertz schatzen trifft selten zu.
  • Angeben wie eine Tüte voll Mücken.
  • Angeber sind des Teufels Netzweber.
  • Angeber sind Sprachriesen, in denen sich Denkzwerge verstecken.
  • Angeber und Zwischenträger sind das erbärmlichste Gesindel, das Gottes Erdboden trägt.
    Roderich Benedix (1811-1873), Die Dienstboten, 12
  • Angeboren Blut queint, wenn's gleich nur ein Tröpflein wäre.
    i] Blutsfreunde treten ans Herz.
  • Angeboren ist besser als angelernt.
  • Angeboren Ist unvergoren.
  • Angeboren ist unverloren.
    it] Quel che vien dalla natura, fino alla fossa dura.
  • Angeboren
    Ist unverloren.
  • Angeborene Weise geht schwer aus ihrem Gleise.
    la] Difficile est tacitos naturae abscondere mores, ponere difficile est, quae placuere diu.
  • Angeborene weise ist schwer zu verbergen.
    la] Difficile est ingenitos mutare mores.
  • Angeborne mängel kan man nicht aus und ein setzen wie der Glaser die Fenster.
    zit] Gewisse Mängel sind nothwendig zum Dasein des einzelnen. Es würde uns unangenehm sein, wenn alte Freunde gewisse Eigenheiten ablegten.
  • Angebotene Dinge sind niemanden eben.
  • Angebotene Hilfe hat keinen Lohn.
  • Angebotene Ware gilt nichts.
  • Angebotene Ware hat lahme Füße.
  • Angebotene Ware stinkt.
    en] Proffer'd ware stinks.
    nl] Aangeboden waar is verdacht.
    it] Mercanzia offerta è spesso 'guastata.
    it] Mercanzia offerta hà mal odore.
    la] Merx ultronea putet.
  • Angebotener (aufgedrungener) Rat trägt keinen (wenig) Dank.
    zit] Geh nicht zu rath, man heiss dich dann, dann wann man dich dabei will han, wird man dir einen Boten schicken und dich zu ihm heißen rücken.
    mhd] Chom nymma an den ratt, daran man dich nicht beten hatt.
  • Angebotener Dienst ist henkenswert (o. unwert, halb umsonst).
    ndt] Angebotten dienst ward nie werdt.
    en] Proffer' d service stinks.
    nl] Aangeboden dienst is onwaard.
    nl] Aangeboden dienst is zelden aangenaam.
    nl] Gheboden dienst is onweert.
    la] Dicitur oblatum fore servitium male gratum.
    la] Merx ultronea putet.
    la] Officium oblatum saepe ingratum.
  • Angebotener Dienst ist selten angenehm.
    i] Wer zur Unzeit gefällig sein will, ist lästig.
    it] Servitù offerta non è mai stimata.
    la] Intempestiva benevolentia nihil a simultate differt.
  • Angebotener Dienst stinkt.
  • Angebotne Dinger sind selten viel was gut.
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